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Aurora
Aurora (2010), CH/DE/FR/RO Laufzeit 181 Minuten, Drama, Kinostart 29.03.2012
7.5
Kritiker
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Moviemaster:Movie
von Cristi Puiu, mit Cristi Puiu und Clara Voda
Die Küche in einer Wohnung: Ein Mann und eine Frau diskutieren mit gedämpften Stimmen über Rotkäppchen, bedacht das im Nebenzimmer schlafende Mädchen nicht aufzuwecken. Eine Ödnis am Bukarester Stadtrand: Hinter einer aufgelassenen Wohnwagensiedlung – still beobachtet der Mann etwas, das aussieht wie eine Familie. Dieselbe Stadt, derselbe Mann: Er fährt durch den Stadtverkehr, zwei selbst angefertigte Schlagbolzen für eine Jagdflinte liegen bei ihm. Der Mann ist 42 Jahre alt, sein Name: Viorel. Getrieben von obskuren Gedanken, pflügt er im Auto durch die Stadt, sein Ziel kennt nur er selbst.
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Aurora
- Genre
- Psychodrama, Sozialdrama, Drama
- Ort
- Bukarest
- Handlung
- Lebenskrise, Mann, Mörder
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Hart, Traurig, Verstörend
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Kritiken (5) — Film: Aurora
Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard
Kommentar löschen„Aurora“ erzählt also davon, wie eine Gesellschaft zerfällt, und vollzieht diesen Zerfall auch gleich selbst filmisch nach, in einem schwierigen Meisterwerk, das unbedingt die Mühe lohnt.
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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschenAls vollende sich das wirklichkeitswütige, alltagsrohe rumänische Kinowunder erst in dieser grandios peinigenden Seherfahrung. Keinerlei Funken mehr, aber welche Glut.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenAurora ist zwar eine beklemmende Studie über einen pathologischen Einzelgänger und den bösen Wolf in uns allen. Es ist auch eine Studie im filmischen Sehen, die sich der Strategien eines Strangs des klassischen Modernismus bedient: Lakonie, Ruhe, Statik. Aber Puiu verfällt einem Fetisch der Mittel.
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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse
Kommentar löschenDie virtuose Rauminszenierung trägt zum Gefühl der Desorientierung bei: Lange Einstellungen, in denen ein Teil des Ensembles zwischendurch immer wieder hinter Wänden und aus dem Bild verschwindet, verstärken das ständige Gefühl der Unvorhersehbarkeit.
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J. Hoberman: Village Voice J. Hoberman: Village Voice
Kommentar löschenAurora, gezeigt beim New York Film Festival 2010, ist eine andauernde Suche nach Bedeutung - ein Rätsel um einen Mörder, gefilmt in der Stilistik des Cinéma vérité, in welcher, für die meiste Zeit seiner drei Stunden Laufzeit, das einzig gewußt Gewußte (angeleht an "known knowns" von Donald Rumsfeld) die Identität des Killers ist. Ein weiteres Gewußtes kann ergänzt werden: Dieser schlaksige, unglücklich aussehende Typ, der in nahezu jeder Einstellung zu sehen ist, wird vom Regisseur des Films gespielt. [...] Ein Film, bei welchem jeder Blick eine Anschuldigung ist, ruft einige Assoziationen bezüglich der langen Passage über das "Für andere Sein" in Sartres "Das Sein und das Nichts" hervor.
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Kommentar — Film: Aurora
PalomaJosse Tue, 27 Mar 2012 14:43:46 -0000
Kommentar löschenAurora zeigt in fast hypnotisierender Bilderwucht, den 42jährigen, geschiedenen und arbeitslosen Viorel in seiner Midlife-Crisis. Der Regisseur folgt ihm, mit seiner mitreißenden Geschichte, auf seinen Wegen durch das triste Bukarest. Grandioser Film, wirklich sehenswert.
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