Babel

Babel (2008), FR
Laufzeit 16 Minuten,

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von Hendrick Dusollier,

Von den gigantischen Bergen auf dem chinesischen Land zu den Höhen der Wolkenkratzer Shanghais: Zwei junge Chinesen müssen ihr Dorf verlassen, um in die futuristische Megalopolis zu gelangen. Zwei junge chinesische Bauern machen sich von ihrem Bergdorf auf nach Shanghai. Die futuristische Großstadt kennzeichnen leuchtende Wolkenkratzer und hektisches Treiben. Seinen Film Babel versteht Regisseur Hendrick Dusollier als Allegorie des Turmbaus zu Babel sowie des modernen China, das ständigem Wandel und Innovation unterliegt. Die Figuren überschreiten gemäß der rasanten Entwicklung Chinas Raum und Zeit, was durch die einzigartige Kombination von Realaufnahmen mit 3D-Bildern hervorgehoben wird.


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CatafalqueForFallenFlies

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

'Babel' ist eine Kurzfilmperle, die ich gewiss nicht entdeckt hätte, wenn Arte nicht so freundlich gewesen wäre, sie ins Nachmittagsprogramm aufzunehmen. Ganz ohne Worte, allein durch große Bilder schaffen diese paar Minuten etwas Fesselndes. Wie ein Musikvideo aus realen Personen und Orten, gemischt mit Computeranimationen, wird der Weg zweier namenloser Charaktere in die (im wahrsten Sinne des Wortes) schillernde Metropole Shanghai gezeigt. Vor allem der Kontrast zwischen traditionellen, ärmlichen Bauten, die zum Weichen verurteilt sind, und den neonbestrahlten Wolkenkratzern des Finanzdistriktes sind deutlich ins Zentrum gerückt. Dabei werden Größenwahn und allgemeines Emporstreben (finanziell wie architektonisch) durch das Shanghai World Financial Center versinnbildlicht, welches im Jahr Erscheinungsjahr dieses Werkes eröffnet wurde. Der Mensch wirkt nur noch verkleinert im Abglanz solcher zementierter, verglaster Finger zum Himmel. Der Titel ist damit auch mehr als programmatisch, lässt jedoch ebensoviel Freiraum für eigene Auslegungen wie die Bibelgeschichte. So wird zu keiner Zeit eine eindeutige Wertung vorgenommen, was durch die ästhetische Gleichbehandlung alles Gezeigten nur noch deutlicher wird. Ein offensiver Stil und ein nicht unbedingt neues, aber dennoch wunderbar subtil inszeniertes Thema, dem gern auch Kinolänge eingeräumt werden dürfte… ^^

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