Jeder, der die Filme von Alejandro González Iñárritu (21 Gramm, Amores Perros – Hundeliebe) kennt, weiß wie genial und stilreich seine Dramen erzählt werden.
Wo in “21 Gramm”, die Episoden noch sehr verwirrend aufgebaut waren, erkennt man bei “Babel” sofort, oder schon nach kurzer Zeit wie die Episoden zusammen hängen. Aber der größte Unterschied zu “21 Gramm” ist, dass die 4 Episoden für sich allein schon 4 kleine Filme hätten sein können. So Bildgewaltig und stimmungsvoll erzählt Alejandro González Iñárritu seine Filme, das einem fast die Spucke wegbleibt.
In Babel, dem biblischen Namen für das alte Babylon verwirrte Gott die Sprachen der Menschen, weil sie sich anmassten, einen Turm bis in den Himmel zu bauen und damit Gott gleichkommen wollten. Nach der Verwirrung konnten sich die Menschen nicht mehr verstehen, weil plötzlich jeder in einer anderen Sprache redete. Genau dieses Thema der gestörten Kommunikation greift der mexikanische Regisseur Inárritu in seinem neuen und von der Kritik hoch gelobten Drama „Babel“ auf.
Der Amerikaner Richard (Brad Pitt) und seine Frau Susan (Cate Blanchet) sind auf einer Reise in der marokkanischen Wüste, um ihre kriselnde Ehe zu kitten, die nach dem Tod ihres jüngsten Kindes zu scheitern droht. Dort in den Bergen der marokkanischen Wüste hüten die Hirtenjungen Yusuf und Ahmad die Ziegenherde ihres Vaters. Um die Schakale zu vertreiben, hat er seinen Jungen das neu Erstandene Jagdgewehr mitgegeben. In kindlicher Naivität schiessen die Jungen auf den weit entfernten Reisebus und … —Mehr
In Babel, dem biblischen Namen für das alte Babylon verwirrte Gott die Sprachen der Menschen, weil sie sich anmassten, einen Turm bis in den Himmel zu bauen und damit Gott gleichkommen wollten. Nach der Verwirrung konnten sich die Menschen nicht mehr verstehen, weil plötzlich jeder in einer anderen Sprache redete. Genau dieses Thema der gestörten Kommunikation greift der mexikanische Regisseur Inárritu in seinem neuen und von der Kritik hoch gelobten Drama „Babel“ auf.
Der Amerikaner Richard (Brad Pitt) und seine Frau Susan (Cate Blanchet) sind auf einer Reise in der marokkanischen Wüste, um ihre kriselnde Ehe zu kitten, die nach dem Tod ihres jüngsten Kindes zu scheitern droht. Dort in den Bergen der marokkanischen Wüste hüten die Hirtenjungen Yusuf und Ahmad die Ziegenherde ihres Vaters. Um die Schakale zu vertreiben, hat er seinen Jungen das neu Erstandene Jagdgewehr mitgegeben. In kindlicher Naivität schiessen die Jungen auf den weit entfernten Reisebus und verletzen Susan schwer. Richard steht mitten in der Wüste alleine da und versucht, verzweifelt um das Leben seiner Frau kämpfend, Hilfe zu organisieren, was aufgrund der sprachlichen Barrieren gar nicht so einfach ist. Zu Hause in Kalifornien entschließt sich Richards Kindermädchen Amelia (Adriana Barraza) Richards Kinder unerlaubt mit zur Hochzeit ihres Sohnes in Mexiko mitzunehmen. Auf der Rückkehr über die Grenze gerät Amelias Neffe Santiago (Gael García Bernal) mit einem US-Zollbeamten in Streit und lässt seine Tante und die beiden Kinder schließlich in der Wüste zurück. Derweil kämpft in Tokio die junge taubstumme Chieko (Rinko Kikuchi) um Liebe und Anerkennung. Ihr Vater, nach dem Tod seiner Frau selbst verzweifelt, kommt nicht mehr an seine Tochter heran, die sich durch den Selbstmord der Mutter und die eigene Behinderung verunsichert, Drogenkonsum und oberflächlichen sexuellen Kontakten hingibt um in der Gruppe der Gleichaltrigen anerkannt zu sein...
Diese vier Episoden, von den drei locker miteinander verwoben sind (die vierte nur symbolisch) beschäftigen sich jede auf ihre Weise mit dem Thema Kommunikation in tragischen Situationen. In jeder Episode sind 2 Sprachen vertreten, arabisch und englisch in der Wüste, spanisch und englisch in Mexiko und japanisch und die Gebärdensprache in Tokio, was den metaphorischen Vergleich zum Turmbau von Babel wieder aufgreift. Wie beabsichtigt macht dies die Konflikte, in denen die einzelnen Personen stehen, auch sichtlich greifbar. Die einzelnen Episoden werden nicht chronologisch, sondern zeitlich versetzt erzählt, was inzwischen ein Markenzeichen des mexikanischen Regisseurs zu sein scheint. Auch die von ihm immer wieder gewählten dramatischen Themen und die Drehbuchvorlagen des Autors Guillermo Arriaga um die Unfähigkeit der Menschen, in Beziehungen glücklich zu sein fügen sich zu einer losen Trilogie mit den Vorgängerfilmen „Amores Perros“ und „21 Gramm“ zusammen, die jedoch eigene und in sich geschlossene Geschichten erzählen.
Das Drama „Babel“ kommt inhaltlich nicht ganz so hart und kompromisslos wie die erwähnten Vorgänger daher, die zum Teil tief erschütterten. Dies ist nicht unbedingt als Kritik gemeint, denn Momente der Verzweiflung gibt es auch in „Babel“ zur Genüge, allerdings sind deren Enden weitaus versöhnlicher, als man es von Innaritu aus den bisherigen Filmen gewohnt ist. Nichtsdestotrotz ist der Film sehr gut geworden, was vor allen Dingen an den hervorragenden Darstellern sowie den grandiosen Bildern des oscargekrönten Kameramanns Rodrigo Prieto liegt. Der Film ist durchgehend in blassen Grau-, Grün und Brauntönen gehalten, was die verzweifelte Lage der Charaktere hervorragend unterstreicht. Schauspielerisch beeindruckt vor allem Brad Pitt auf sehr hohen Niveau als verzweifelter Ehemann Richard. Möglichweise bringt ihm diese Leistung sogar seinen zweiten Golden Globe (und seinen ersten Oscar?) nach „12 Monkeys“ ein. Ebenfalls unglaublich dicht (und ebenfalls Golden-Globe nominiert) ist die Darstellung von Adriana Barraza als naives Kindermädchen Amelia. Wenn sie gegen Ende des Film mit ihrem roten Kleid weinend durch die Wüste stolpert, ist ihre ganze Verzweiflung nachzufühlen. „Babel“ gilt bei den kommenden „Golden Globe“ Verleihungen Ende nächster Woche mit sieben Nominierungen (u.a. Bestes Drama und Beste Regie) als der Top-Favorit und dürfte damit auch im Rennen um die Oscars gut dabei sein.
Wenn ich den Film mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es sicherlich “intensiv”. Dieser Film ist intensiv wie in der letzten Zeit kaum ein anderer. Zum einen sicherlich dadurch, dass viel mit der “Original-Sprache” gearbeitet wurde: Mexikaner sprechen spanisch, Marokkaner arabisch und Japaner eben japanisch. Nur die wenigen Dialoge der Amerikaner kommen ohne Untertitel aus.
Der Film ist von Anfang bis Ende beeindruckend. Im Vordergrund steht das Unvermögen der Menschen zur Kommunikation, und zwar im doppelten Sinne. Auf der einen Seite Kommunikation im eigentlichen Sinne, sei es nun auf Grund unterschiedlicher Sprachen, oder Einschränkungen durch Behinderungen. Auf der anderen Seite dreht es sich um die Schwierigkeiten die in der Kommunikation im zwischenmenschlichen, sowie im interkulturellen Bereich auftreten.
Mit genauem Blick führt der Regisseur vor Augen, wie sehr die menschliche Kommunikation von Missverständnissen und daraus resultierenden Fehlperzeptionen geprägt ist.
Ganz klar: Thema verfehlt! Hinter der bemüht anspruchsvollen Inszenierung, die sich dem untertitelaffinen Programmkinopublikum anbiedert und zum Langweilen neigt, verbergen sich unglaubwürdig konstruierte Zufalls-Ereignisse, die der vom Trailer suggerierten Thematik "Globalisierung - Sprachbarrieren - Probleme der modernen Welt" nicht ansatzweise gerecht werden. Die Schauspieler geben ihr Bestes, können Iñárritus gehaltlosen "Blabla"... tschuldigung: "Babel" aber auch nicht mehr retten.
"Babel" ist ein Film, der seine gesamte Wirkung einzig und allein im Kino entfalten kann. Er verdankt seine Qualität nicht etwa einer politisch besonders scharfen Beobachtung. Aber das ist auch nie das Ziel von Iñárritu gewesen. Schon "Amores Perros" war mehr Stadt-Porträt als radikale Sozialkritik und auch mit "Babel" geht es dem Regisseur mehr um eine Zustandsbeschreibung als um eine politische Zuspitzung. So sehr die Meinungen über die vermeintliche Botschaft des Films auseinandergehen: Der filmischen Qualität und Wahrhaftigkeit von "Babel" wird man sich nicht entziehen können. "Babel" jedenfalls ist der bisher herausragende Film des Kinojahres 2006 und ein weiteres Meisterwerk in der Filmografie eines der interessantesten Regisseure unserer Zeit.
Obwohl ich sowohl bei Amores Perros wie auch bei bei 21 Grams die Gesellschaftskritik als einen ganz wichtigen Punkt sehe. In Babel ist sie nicht omnipräsent, nichtsdestotrotz wird sie von der großen Wirkung der Bilder nicht verschluckt, sondern vom Regisseur klar formuliert.
Kommt ihr dummen Kinder, ich erkläre euch mal die Globalisierung. Bis auf die Japan-Episode vermochte mich der Film nicht zu packen. Iñárritu macht eben das, was er immer macht. Und das wird zunehmend langweiliger und abgenutzter. Überschätzt. Und das Ethno-Geklimper nervt hier tierisch.
Verwobene Episoden im Stil von "Magnolia", nur radikaler. Trotz vieler langsamer Momente nie langatmig. Fotografie und Musik unterstützen die erschreckende Authentizität.
Ich liebe solche Epsiodenfilme, die aufeinander aufbauen. Es werden zwar extreme Ereignisse gezeigt, aber das macht das ganze irgendwie auch extrem glaubwürdig. Zumal der Film auch wirklich mit den Gefühlen des Zuschauers spielt. Kaum ist man von der einen Szene gefesselt *klick* nächste Geschichte... Schön schön...
Ich habe von dem Film mehr erwartet, aufgrund des Titels dachte ich das mehr auf Sprachprobleme bzw daraus resultierende Missverständnisse eingegangen wird.
für mich war die einzige interessante Information : Spoiler
Fahren denn alte Säcke, die ohne Klimaanlage gleich einen Herzinfarkt bekommen, wirklich in Krisen gebiete Oo
was ist das Voyeur-tourismus, wir sehen uns die armen an und fühlen uns überlegen und bestätigt wie gut wir es doch eigentlich haben?
Ein Culture-Clash der etwas anderen Art. "Babel" lässt sich genau die Zeit - die zumindest teilweise dafür verantwortlich ist - dass seine Protagonisten scheitern. Eine Ruhe die sich die Menschen selbst nicht gönnen. Das Scheitern des Einzelnen im Kollektiv! Danke hierfür! Ein super Film für die Adventszeit und jede andere vorstellbare Zeit des Jahres.
Der Film hat mir nicht wirklich viel gegeben. Schade, ich mag Filme, in denen irgendwann wieder alle Fäden zusammenführen. Aber diesen Film fand ich einfach nur zu lang.
Langatmig, Langweilig, Story und die vorab groß angekündigten Verflechtungen sind an den Haaren herbeigezogen. Es fehlt eigentlich nur noch eine Alien-Rasse, die auch aufgrund des Schusses in die Handlung mitverwickelt wird.
Der Film wirkt zu konstruiert und aufgesetzt und man hat den Eindruck, dass die globalen Auswirkungen (bis nach Japan) zwanghaft in den Film eingebracht worden sind um einer neugierig machenden Werbung im Vorfeld gerecht zu werden.
Da hilft auch Brad Pitt nix mehr. Das Ganze fällt in die Kategorie "Filme, die die Welt nicht braucht."
Anstrengend, aber nicht minder schlecht. Endlich mal wieder ein Film, bei dem man nicht seine Schädeldecke aufklappen und die Gehirnmasse vor sich hinlegen kann, und trotzdem kapiert man den Film, das ist nämlich nicht der Fall, hier ist mit denken angesagt ;) ...
Ein wirklich gutes, wenn auch wenig Spass bringendes, Episoden-Drama. Für meinen Geschmack jedoch etwas zu viel Drama, was den Film sehr langatmig und anstrengend macht.
Knüpft von der Qualität her nahtlos an Amores Perros an. Ich fand Babel sogar um ein klitzekleines Stück besser. Wie Inarritu diese verschiedenen Kulturen in einen Film zusammengepackt hat finde ich einfach nur gut. Leute, die auf kurzweilige Unterhaltung aus sind und auf ein kurzes oberflächliches Drama hoffen, sind definitiv im falschen Film. Der Film kommt erst recht langsam in die Story rein und bemüht sich auch nicht darum dieses Tempo zu erhöhen. Großes Lob an die Darsteller, die allesamt ihren Job gut gemacht haben. Dem mexikanischen Regisseur ist ein guter Film gelungen, der auf jeden Fall nicht jeden Cineasten ansprechen wird. Bei mir war es so ein Mittelding. Dass der Film Längen hat kann man nicht verschweigen, doch wer Amores Perros mag wird diesen Film auch mögen.
Ein fulminat-schöner Film über die Ambivalenz des Menschseins. Gut und Böse sind nicht unbedingt schwarz und weiß, sondern oftmals grau und vermischen sich zu einem ethnisch/moralischen toten Winkel, den man nicht so recht zu beurteilen weiß. Die Geschichten, die hier recht lakonisch erzählt werden, wirken zunächst unabhängig voneinander, doch verquicken sie sich letztlich zu einem nachhaltigen Gesamtkontext. Die Weise, wie Babel verläuft, ist sehr kontemplativ. Der Soundtrack ist genial. Das Stück von Ryuishi Sakamoto (Bibo no aozora) wurde als Requiem für einen unlängst beigesetzten, konfessionslosen Freund gespielt. http://www.youtube.com/watch?v=3LI2mHRycJ4
Eine sehr glaubwürdige Geschichte über vier Welten, die wenig bis gar nichts miteinander zu tun haben, und doch durch ein Ereignis eine Verbindung haben.
Anfangs wirkt der Film etwas undurchsichtig durch die Verschachtelung, diese Zeigt aber eine realistische zeitliche Differenz der Ereignisse. Bis zum Ende wirft der Film aber keine Fragen mehr auf.
Die große Stärke des Films ist meiner Meinung nach die Atmosphäre die sehr authentisch rüber kommt.
Es war für mich jedenfalls ein gelungener Filmabend!
Nach "Amores Perros" und "21 Gramm" waren die Erwartungen hoch, und die wurden dann leider auch etwas enttäuscht.
In puncto "verschachteltes Erzählen" ist "Babel" Inarritu's schwächster Film. Denn in seinen vergangenen Werken machte die ungewöhnliche Erzählform die Handlung noch besser, hier hingegen verkommt das Ganze mehr zu einem reinen Stilmittel, dessen Beitrag zur Story quasi dem Nullwert entgegenschlägt. Der Sinn einer nicht-chronologischen Erzählung sollte eigentlich sein das der Zuschauer lange im Dunkeln über die Charaktere und Orte bleibt, aber dafür hat die Verstrickung und die Story in "Babel" einfach zu wenig Gehalt. Der Weg der Figuren zeichnet sich schon recht früh ab, was dem Film (natürlich) viel Spannung nimmt.
Generell wäre Inarritu hier gut beraten gewesen sein "verschachteltes Erzählen", genauso wie die verschiedenen Episoden einfach bleiben zu lassen. Eine verlängerte Marokko-Episode allein stelle ich mir in einem 90-100 Minuten langen Film z.B. nochmals weitaus effektiver vor als hier. Unnötig zu sagen das diese Episode die beste in "Babel" ist, wobei Cate Blanchett und Brad Pitt hier mehr als nur ihren Beitrag leisten.
Der oftmals ungeliebten Japan-Episode konnte ich durchaus was abgewinnen, auch wenn es die Geschichte ist, die am schwierigsten nachvollziehbar bleibt. Aber diese Episode geht zu einem gewissen Teil auch um Einsamkeit in Tokio, wofür ich ja relativ leicht begeisterungsfähig bin....
Mexiko stellt dann den Ort für die schwächste der 3 Episoden dar, das hatte mehr TV-Serien-Gehalt, vor allem wenn man dieses mehr als unbefriedigende Ende bedenkt.
Fazit: Ich glaube mit "Babel" ist aus dieser speziellen Art, mit der Inarritu seine Filme inszenierte so ein bisschen die Luft raus. Es täte ihm wirklich gut, mal so etwas ganz anderes zu machen als Schicksalsschläge in nicht-chronologischer Reihenfolge zu erzählen. Und das erwarte ich eigentlich auch von seinem nächsten Werk.
Wer gerne Filmchen sieht, ist bei Babel falsch. Wer gerne gleich weiß wo er dran ist (wie beim Mäci), ist hier auch falsch. Wer sich für schlauer hält, weil er einiges nicht
so gedreht hätte, ist hier auch falsch. Wer mit einer dicken Haut gerne im Biergarten sitzt und die Sonnenbrille auch nicht im Badezimmer nicht absetzt, weil das uncool ist, ist hier auch falsch. Und wer einen anderen Erzählstil bevorzugt,
der ist hier erst recht falsch. Wer es gerne traditionell und gutbürgerlich hat, ist hier falsch. Und wer nur Filme sieht, weil er dann sitzen und knabbern kann... ist hier sowas von falsch! Alle anderen sind richtig! Babel strengt an, was für ein Glück!
Die Story ist langatmig und verzwickt. Anfangs weis der Zuschauer nicht genau, wie die Personen miteinander verknüpft sind. Langsam arbeitet sich der Film zur Auflösung hin, verstrickt die Charaktere ineinander und bringt den besonderen Knackpunkt der Geschichte zum Vorschein. Keine schlechte Idee, doch leider zu langweilig inszeniert und die Handlung lässt oft auf sich warten.
Babel ist zwar ein wirklich gut umgesetztes und intelligent gemachtes Drama, doch werden mehrere Szenen zu weit ausgedehnt, sodass man sich irgendwann nach dem nächsten Handlungsstrang sehnt.
Sehr gefallen hat mir das Fehlen von richtigen Hauptdarstellern. Es gibt für jede Szene neue Darsteller, und für jede dieser Personen eine eigene Geschichte, und doch haben alle diese Geschichte ihren Anteil am Geschehen.
Zusammengefasst ist Babel ein Film, der seinem Genre gerecht wird. Er schafft es über knapp zweieinhalb Stunden, kitschige Situationen und Dialoge zu vermeiden, und das ist äußerst bewundernswert.
Auch wenn sie nicht häufig im Film vorkommt, bin ich der Meinung, dass Cate Blanchett eine starke, schauspielerische Leistung abgegeben hat.
[...]Man sieht wie alle Episoden verknüpft sind, wirklich begegnen tun sie sich jedoch nicht. Für mich liegt es daher nahe, jede von ihnen einzeln zu bewerten bzw zu vergleichen. Die für mich beste Episode ist jene in Japan. Man kann hier wirklich mit dem armen Mädchen mitfühlen, die Szenen kommen – situationsbedingt – ohne viel Dialog aus, was dem Film gut tut. Außerdem gibt es da die überwältigende Szene in einem Nachtclub, der ein einziger Bild- und Tonrausch ist. Leider stimmt hier die schauspielerische Leistung nicht ganz.
Die beiden Episoden in Marokko sind an Dramatik und Intensität kaum zu überbieten, außerdem sind Brad Pitt und Cate Blanchett wirklich gut und überzeugend. Für mich bleibt aber ein etwas fader Beigeschmack, hier hätte man von der Handlung her etwas mehr herausholen können, auch die Bilder haben mich nicht überzeugt. Komische Aufnahmen der Darsteller, Landschaftsaufnahmen ohne Aussage an komischen Zeitpunkten…naja.
Das Geschehen um die Nanny und die beiden Kinder wiederum ist irgendwie komplett belanglos, langweilig, mit komischen Wendungen. Ärgerlich.
Die Prämisse des Films ist grundsätzlich interessant und gut durchdacht: Wir sehen was passiert wenn Menschen sich nicht richtig verständigen und falsch verstehen. Es entstehen Missverständnisse mit teils ausufernden Folgen, dies wird auch eindrucksvoll dargestellt. Meiner Meinung nach wirkt dieser Effekt aber zu sehr konstruiert durch teils sehr irrationale Handlungen, es wird alles ein wenig wackelig hingeschustert. Auch teils große Längen, vor allem verursacht durch die Mexiko-Episode, stören den Filmgenuss.
Eine gute Grundidee also, das Gerüst steht aber nicht ganz sattelfest, an den falschen Punkten hapert es. Nur verschachtelte Erzählweise mit großem, übergeordnetem Gedanken reicht mir einfach nicht.
So endlich habe ich mir Babel angeschaut, ein Traum wird wirklichkeit. Doch nun kommt die Ernüchterung! So gut war nun auch wieder nicht. an 21 Gramm kommt er nicht mal annährend, zwar besser als Amores Perros aber meine Erwartungen hat er nicht ganz erfüllt. Ich möchte diesen guten Film nicht schlecht reden. aber 21 Gramm bleibt nunmal König.
Ich fand es eigentlich sehr interessant. Hintergrund: Nach der Bibel hat Gott die Menschen beim Turmbau von Babel verwirrt, indem er sie verschiedene Sprachen hat sprechen lassen. Genau das (übertragen in unsere Zeit) ist bei diesem Film aufgegriffen worden. Das nicht verstehen von den vielen Charakteren. Fast bei jedem Dialog hat man gemerkt, dass sie entweder aneinander vorbei reden, oder sie sich sprachlich einfach nicht verstehen, oder auch gar nichts nachvollziehen können. Die Story führt diese Idee nur voran und gibt dem Ganzen ein Bild und die Zusammenhänge stehen auch nicht im Mittelpunkt, sondern stellen eher eine Bindung her, die aber auch hätte fern bleiben können. Damit wäre es allerdings zu einem Zusammenschnitt von Kurzfilmen mit dem gleichen Thema geworden. Du hast aber Recht, was die Episodenfilme angeht, es hat einen intellektuellen Touch, das nervt wirklich.
Der Film hatte tatsächlich nichts zu sagen, deshalb habe ich ihn nach 15 Minuten ausgeschaltet. Jetzt kann ich natürlich nicht beurteilen, ob er am Ende nicht doch noch gut oder spannend wurde, gemessen an den Kommentaren anderer Filmegucker aber wohl eher nicht. Also war es kein Fehler den Film aus zu schalten
Extrem langsam und ruhig erzählter Episodenfilm, der schwer Zugang finden lässt, da alle 4 Episoden eingeführt werden müssen und lange unklar bleibt, wie sie in Zusammenhang stehen.
Wie der Film vier Handlungsstränge miteinander verbindet ist schon recht unterhaltsam auch wenn in manchen Teilen ziemliche Längen drin sind. Und wie er den Zusammenhang nach und nach enthüllt ist auch gar nicht mal zu schlecht. Das globale Handlungsnetz reicht von Marokko über die USA und Mexiko bis Japan. Die Kommunikationsschwierigkeiten, auf die der Titel hinweist, sind zwar vorhanden, aber wenn man mal von der Gehörlosen Chieko absieht, nur am Rande von Bedeutung. Meistens handelt es sich um Missverständnisse oder Fehlinformationen. Eine echte Sprachverwirrung wie beim Turmbau zu Babel kann ich leider nicht entdecken. Wenn man sich drauf einlässt, kann man aber bangen, hoffen, mitunter sogar schmunzeln. Selten ist man gelangweilt.
Nach seinem grandiosen Erstling "Amores Perros" und dem sehr guten "21 Gramm" schickt uns Alejandro González Iñárritu wieder einmal auf eine Reise durch die verschiedensten menschlichen Seelen, die sich nach und nach zu einer einzigen Parabel auf die Geschichte vom Turm von Babel zusammenfügen, zu einem Spiegelbild der heutigen kommunikationsgestörten Gesellschaft. Nüchtern erzählt und gefilmt, weiß der Film durch seine emotionale und psychologische Tiefe zu fesseln, denn eiine einfache Einteilung in Gut und Böse gibt es hier nicht, stattdessen fühlt und leidet man mit allen Charakteren gleichmäßig mit. Leider erreicht die Verknüpfung der einzelnen Geschichten nicht ganz die Klasse seiner vorherigen Filme, dennoch kann der Regisseur mit seinem bisher letzten Werk voll und ganz überzeugen, die Japan-Sequenzen verströmen einen gewissen skurillen Charme, ohne dabei die Ernsthaftigkeit zu gefährden, die Schauspieler sind toll und die Spannung zieht sich durch den ganzen Film und lässt somit fast nie Langeweile aufkommen.
Babel erzählt 4 tragische Geschichten in meist sehr ruhigen, eindringlichen Bildern, und macht dabei alles richtig. In den entscheidenden Momenten lässt der Film dem Zuschauer Zeit und Raum für eigene Gedanken, um das Gesehene zu verarbeiten. An keiner Stelle wird zuviel erzählt; Vieles bleibt im Verborgenen oder wird nur angedeutet. Der sehr gute Soundtrack passt sich dabei fast unbemerkt an die jeweiligen Schauplätze an, wird aber nie vordergründig und vermeidet zum Glück jegliche dramatische Bombastik.
Ich vermute, dass Babel in der Originalversion noch um einiges besser ist, da ich den Eindruck hatte, dass das deutsche Synchronstudio mal wieder übereifrig war, und viel zu viel übersetzt hat. Bei einem Film, dessen thematisches Fundament eindeutig "Kommunikation(sschwierigkeiten)" ist, bleibt mir das unerklärlich.
[Wieso werden eigentlich keine Filme mehr im Zweikanalton ausgestrahlt?]
Eines der besten Dramen der letzten Jahre, ein Werk dass durch seine Melancholie lebt. Es wird meiner Meinung bewußt auf den allzu deutlichen erhobenen moralischen Zeigefinger verzichtet und im großen und ganzen auf die Menschen eingegangen. Mich haben so gut wie alle Details am Film überzeugt, der durchweg gelungene Soundtracck der sich perfekt an die GRundstimmung des Werks anpasst. Die Darsteller sind allesamt sehr gut für die Rollen besetzt und die Verknüpfung der verschiedenen Handlungen ist auch sehr schön umgesetzt worden, der einzige Wehrmutstropfen ist, dass ich den Film leider nicht im Original gesehen habe und dadurch der Grundgedanke der unterschiedlichen Sprachen verloren geht.
Bei mir kam der Film leider auch nicht so richtig an. Die Episode in Japan (besonders das Ende) hat mir sehr gefallen, aber die anderen waren dann doch irgendwie nicht so meins. Teilweise hat die Musik auch ziemlich genervt. Amores Perros bleibt weiterhin mein Favorit seiner drei Episodenfilme.
rückwirkend kann ich die Botschaft des Films nachvollziehen. Das sich allerdings jedem das eigentliche Thema sofort erschließt wag ich zu bezweifeln. Durch die 4 verschiedenen Schauplätze die erst unheimlich langwierig dargestellt und dann im späteren Verlauf einen Zusammenhang erkennen lassen, wirkt die STory unheimlich langweilig auf den Betrachter. Die Musik ist störend und durch die Vielzahl an Untertiteln, die sich durch den ganzen Film ziehen, wird die Handlung überaus intensiv und anstrengend zu verfolgen.
Weiterhin finde ich die Episoden in Japan, die sich mit dem Gehörlosen Mädchen beschäftigen vollkommen überzogen. Weitaus weltfremder als die überzeugenden anderen Teile.
Zusammenfassend kann man sagen das hier ein Thema gewählt wurde das durchaus interessant ist, jedoch eine Ecke zu konfus umgesetzt wurde. Die Episoden stehen in zweifelhaften Zusammenhang und die Personen(nicht alle), machen einen unglaubwürdigen Eindruch.
Für wen jedoch Babylon, und die Sprachen als Kommunikationshindernis ein Begriff ist, der wird viele Probleme erkennen, und eine Botschaft mitnehmen können, die Fragen über unser, anscheinend geordnetes, Zusammenleben aufwirft.
Grandioser Film! Sehr intensiver Film. Dier meiste Zeit war ich damit beschäftigt sprachlos zu sein wegen der Probleme die wir Menschen untereinander haben. Die thematik des Films gibt einem wirklich zu bedenken und außerdem ist der Film genial umgesetzt: gute Schauspieler, sehr intensive Bilder, bedrückende Atmosphäre, die auch vor allem durch die Musik oder eben Stille wirkt!
Kritiker — Sehenswert 7.5
Der Film Babel wurde von 44 Kritikern bewertet.
Evie: www.inderzange.de
Jeder, der die Filme von Alejandro González Iñárritu (21 Gramm, Amores Perros – Hundeliebe) kennt, weiß wie genial und stilreich seine Dramen erzählt werden.
Wo in “21 Gramm”, die Episoden noch sehr verwirrend aufgebaut waren, erkennt man bei “Babel” sofort, oder schon nach kurzer Zeit wie die Episoden zusammen hängen. Aber der größte Unterschied zu “21 Gramm” ist, dass die 4 Episoden für sich allein schon 4 kleine Filme hätten sein können. So Bildgewaltig und stimmungsvoll erzählt Alejandro González Iñárritu seine Filme, das einem fast die Spucke wegbleibt.
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fko: filmsprung.ch
Das Drama des Mexikaners Alejandro González Iñárritu ist einer der besten Filme von 2006. Ein eindringlicher Film.
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Fricki76: Asianfilmweb.de
In Babel, dem biblischen Namen für das alte Babylon verwirrte Gott die Sprachen der Menschen, weil sie sich anmassten, einen Turm bis in den Himmel zu bauen und damit Gott gleichkommen wollten. Nach der Verwirrung konnten sich die Menschen nicht mehr verstehen, weil plötzlich jeder in einer anderen Sprache redete. Genau dieses Thema der gestörten Kommunikation greift der mexikanische Regisseur Inárritu in seinem neuen und von der Kritik hoch gelobten Drama „Babel“ auf.
Der Amerikaner Richard (Brad Pitt) und seine Frau Susan (Cate Blanchet) sind auf einer Reise in der marokkanischen Wüste, um ihre kriselnde Ehe zu kitten, die nach dem Tod ihres jüngsten Kindes zu scheitern droht. Dort in den Bergen der marokkanischen Wüste hüten die Hirtenjungen Yusuf und Ahmad die Ziegenherde ihres Vaters. Um die Schakale zu vertreiben, hat er seinen Jungen das neu Erstandene Jagdgewehr mitgegeben. In kindlicher Naivität schiessen die Jungen auf den weit entfernten Reisebus und … — Mehr
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Wenn ich den Film mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es sicherlich “intensiv”. Dieser Film ist intensiv wie in der letzten Zeit kaum ein anderer. Zum einen sicherlich dadurch, dass viel mit der “Original-Sprache” gearbeitet wurde: Mexikaner sprechen spanisch, Marokkaner arabisch und Japaner eben japanisch. Nur die wenigen Dialoge der Amerikaner kommen ohne Untertitel aus.
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willy50 2009/11/12 07:15:46
Hausmeister können nicht irren.
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Der Film ist von Anfang bis Ende beeindruckend. Im Vordergrund steht das Unvermögen der Menschen zur Kommunikation, und zwar im doppelten Sinne. Auf der einen Seite Kommunikation im eigentlichen Sinne, sei es nun auf Grund unterschiedlicher Sprachen, oder Einschränkungen durch Behinderungen. Auf der anderen Seite dreht es sich um die Schwierigkeiten die in der Kommunikation im zwischenmenschlichen, sowie im interkulturellen Bereich auftreten.
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Sehr gut gemachter Film, auch wenn ich von der Besetzung erst abgeschreckt war. Aber er hat sich wirklich gelohnt!
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Birgit Heidsiek: filmecho | filmwoche
Mit genauem Blick führt der Regisseur vor Augen, wie sehr die menschliche Kommunikation von Missverständnissen und daraus resultierenden Fehlperzeptionen geprägt ist.
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Ganz klar: Thema verfehlt! Hinter der bemüht anspruchsvollen Inszenierung, die sich dem untertitelaffinen Programmkinopublikum anbiedert und zum Langweilen neigt, verbergen sich unglaubwürdig konstruierte Zufalls-Ereignisse, die der vom Trailer suggerierten Thematik "Globalisierung - Sprachbarrieren - Probleme der modernen Welt" nicht ansatzweise gerecht werden. Die Schauspieler geben ihr Bestes, können Iñárritus gehaltlosen "Blabla"... tschuldigung: "Babel" aber auch nicht mehr retten.
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3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Chuchaqui: Filmzentrale
"Babel" ist ein Film, der seine gesamte Wirkung einzig und allein im Kino entfalten kann. Er verdankt seine Qualität nicht etwa einer politisch besonders scharfen Beobachtung. Aber das ist auch nie das Ziel von Iñárritu gewesen. Schon "Amores Perros" war mehr Stadt-Porträt als radikale Sozialkritik und auch mit "Babel" geht es dem Regisseur mehr um eine Zustandsbeschreibung als um eine politische Zuspitzung. So sehr die Meinungen über die vermeintliche Botschaft des Films auseinandergehen: Der filmischen Qualität und Wahrhaftigkeit von "Babel" wird man sich nicht entziehen können. "Babel" jedenfalls ist der bisher herausragende Film des Kinojahres 2006 und ein weiteres Meisterwerk in der Filmografie eines der interessantesten Regisseure unserer Zeit.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Nevenka 2009/11/09 21:23:00
Obwohl ich sowohl bei Amores Perros wie auch bei bei 21 Grams die Gesellschaftskritik als einen ganz wichtigen Punkt sehe. In Babel ist sie nicht omnipräsent, nichtsdestotrotz wird sie von der großen Wirkung der Bilder nicht verschluckt, sondern vom Regisseur klar formuliert.
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommt ihr dummen Kinder, ich erkläre euch mal die Globalisierung. Bis auf die Japan-Episode vermochte mich der Film nicht zu packen. Iñárritu macht eben das, was er immer macht. Und das wird zunehmend langweiliger und abgenutzter. Überschätzt. Und das Ethno-Geklimper nervt hier tierisch.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
al-x: blog:x - Royal with cheese
Sprache, Kommunikation bzw. Probleme bei eben dieser
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Synopsis: ZeitGeist
Verwobene Episoden im Stil von "Magnolia", nur radikaler. Trotz vieler langsamer Momente nie langatmig. Fotografie und Musik unterstützen die erschreckende Authentizität.
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Kommentare — Sehenswert 7.5
Der Film Babel wurde von 3508 Mitgliedern bewertet.
abalahamma 2010/01/11 20:08:08
Brad Pitt mal ganz anders.
der ganze Film ist mal ganz anders!
muss man der typ für sein. kann verstehen, wenn man ihn nicht mag--ich mag ihn!
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Nayuma 2009/12/23 20:30:48
Ich liebe solche Epsiodenfilme, die aufeinander aufbauen. Es werden zwar extreme Ereignisse gezeigt, aber das macht das ganze irgendwie auch extrem glaubwürdig. Zumal der Film auch wirklich mit den Gefühlen des Zuschauers spielt. Kaum ist man von der einen Szene gefesselt *klick* nächste Geschichte... Schön schön...
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Tytus 2009/12/20 19:25:35
Ich habe von dem Film mehr erwartet, aufgrund des Titels dachte ich das mehr auf Sprachprobleme bzw daraus resultierende Missverständnisse eingegangen wird.
für mich war die einzige interessante Information : Spoiler
Fahren denn alte Säcke, die ohne Klimaanlage gleich einen Herzinfarkt bekommen, wirklich in Krisen gebiete Oo
was ist das Voyeur-tourismus, wir sehen uns die armen an und fühlen uns überlegen und bestätigt wie gut wir es doch eigentlich haben?
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
BAD ONI0N 2009/12/18 15:59:22
Ein Culture-Clash der etwas anderen Art. "Babel" lässt sich genau die Zeit - die zumindest teilweise dafür verantwortlich ist - dass seine Protagonisten scheitern. Eine Ruhe die sich die Menschen selbst nicht gönnen. Das Scheitern des Einzelnen im Kollektiv! Danke hierfür! Ein super Film für die Adventszeit und jede andere vorstellbare Zeit des Jahres.
Story:--------10
Genre:-------9
Acting:-------9
Kamera:-----9
Sound:-------10
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AHO1 2009/12/16 09:46:36
::: SINNESWANDELNDE SYMBIOSE :::
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Marie Krolock 2009/11/29 18:21:25
Der Film hat mir nicht wirklich viel gegeben. Schade, ich mag Filme, in denen irgendwann wieder alle Fäden zusammenführen. Aber diesen Film fand ich einfach nur zu lang.
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FritzM 2009/11/29 10:54:28
Langatmig, Langweilig, Story und die vorab groß angekündigten Verflechtungen sind an den Haaren herbeigezogen. Es fehlt eigentlich nur noch eine Alien-Rasse, die auch aufgrund des Schusses in die Handlung mitverwickelt wird.
Der Film wirkt zu konstruiert und aufgesetzt und man hat den Eindruck, dass die globalen Auswirkungen (bis nach Japan) zwanghaft in den Film eingebracht worden sind um einer neugierig machenden Werbung im Vorfeld gerecht zu werden.
Da hilft auch Brad Pitt nix mehr. Das Ganze fällt in die Kategorie "Filme, die die Welt nicht braucht."
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Punk 2009/11/28 00:38:31
Anstrengend, aber nicht minder schlecht. Endlich mal wieder ein Film, bei dem man nicht seine Schädeldecke aufklappen und die Gehirnmasse vor sich hinlegen kann, und trotzdem kapiert man den Film, das ist nämlich nicht der Fall, hier ist mit denken angesagt ;) ...
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potatosoup 2009/11/20 13:49:25
Ein wirklich gutes, wenn auch wenig Spass bringendes, Episoden-Drama. Für meinen Geschmack jedoch etwas zu viel Drama, was den Film sehr langatmig und anstrengend macht.
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PaJeRo 2009/11/13 13:50:45
Knüpft von der Qualität her nahtlos an Amores Perros an. Ich fand Babel sogar um ein klitzekleines Stück besser. Wie Inarritu diese verschiedenen Kulturen in einen Film zusammengepackt hat finde ich einfach nur gut. Leute, die auf kurzweilige Unterhaltung aus sind und auf ein kurzes oberflächliches Drama hoffen, sind definitiv im falschen Film. Der Film kommt erst recht langsam in die Story rein und bemüht sich auch nicht darum dieses Tempo zu erhöhen. Großes Lob an die Darsteller, die allesamt ihren Job gut gemacht haben. Dem mexikanischen Regisseur ist ein guter Film gelungen, der auf jeden Fall nicht jeden Cineasten ansprechen wird. Bei mir war es so ein Mittelding. Dass der Film Längen hat kann man nicht verschweigen, doch wer Amores Perros mag wird diesen Film auch mögen.
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willy50 2009/11/12 07:14:54
Schlicht und einfach: Ein schauspielerisches Meisterwerk.
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sikkmeidack 2009/10/27 10:14:32
Ein fulminat-schöner Film über die Ambivalenz des Menschseins. Gut und Böse sind nicht unbedingt schwarz und weiß, sondern oftmals grau und vermischen sich zu einem ethnisch/moralischen toten Winkel, den man nicht so recht zu beurteilen weiß. Die Geschichten, die hier recht lakonisch erzählt werden, wirken zunächst unabhängig voneinander, doch verquicken sie sich letztlich zu einem nachhaltigen Gesamtkontext. Die Weise, wie Babel verläuft, ist sehr kontemplativ. Der Soundtrack ist genial. Das Stück von Ryuishi Sakamoto (Bibo no aozora) wurde als Requiem für einen unlängst beigesetzten, konfessionslosen Freund gespielt. http://www.youtube.com/watch?v=3LI2mHRycJ4
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Ekki 2009/10/23 18:18:22
Ziemlich bemühtes, konstruiertes Drama. Für meinen Geschmack viel zu prätentiös.
Dass aus der Grundidee trotzdem ein Spitzenfilm werden kann, sieht man z.B. in 'Crash'.
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HolyManoly 2009/10/13 00:05:38
Eine sehr glaubwürdige Geschichte über vier Welten, die wenig bis gar nichts miteinander zu tun haben, und doch durch ein Ereignis eine Verbindung haben.
Anfangs wirkt der Film etwas undurchsichtig durch die Verschachtelung, diese Zeigt aber eine realistische zeitliche Differenz der Ereignisse. Bis zum Ende wirft der Film aber keine Fragen mehr auf.
Die große Stärke des Films ist meiner Meinung nach die Atmosphäre die sehr authentisch rüber kommt.
Es war für mich jedenfalls ein gelungener Filmabend!
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cannibal83 2009/10/08 11:43:28
Nach "Amores Perros" und "21 Gramm" waren die Erwartungen hoch, und die wurden dann leider auch etwas enttäuscht.
In puncto "verschachteltes Erzählen" ist "Babel" Inarritu's schwächster Film. Denn in seinen vergangenen Werken machte die ungewöhnliche Erzählform die Handlung noch besser, hier hingegen verkommt das Ganze mehr zu einem reinen Stilmittel, dessen Beitrag zur Story quasi dem Nullwert entgegenschlägt. Der Sinn einer nicht-chronologischen Erzählung sollte eigentlich sein das der Zuschauer lange im Dunkeln über die Charaktere und Orte bleibt, aber dafür hat die Verstrickung und die Story in "Babel" einfach zu wenig Gehalt. Der Weg der Figuren zeichnet sich schon recht früh ab, was dem Film (natürlich) viel Spannung nimmt.
Generell wäre Inarritu hier gut beraten gewesen sein "verschachteltes Erzählen", genauso wie die verschiedenen Episoden einfach bleiben zu lassen. Eine verlängerte Marokko-Episode allein stelle ich mir in einem 90-100 Minuten langen Film z.B. nochmals weitaus effektiver vor als hier. Unnötig zu sagen das diese Episode die beste in "Babel" ist, wobei Cate Blanchett und Brad Pitt hier mehr als nur ihren Beitrag leisten.
Der oftmals ungeliebten Japan-Episode konnte ich durchaus was abgewinnen, auch wenn es die Geschichte ist, die am schwierigsten nachvollziehbar bleibt. Aber diese Episode geht zu einem gewissen Teil auch um Einsamkeit in Tokio, wofür ich ja relativ leicht begeisterungsfähig bin....
Mexiko stellt dann den Ort für die schwächste der 3 Episoden dar, das hatte mehr TV-Serien-Gehalt, vor allem wenn man dieses mehr als unbefriedigende Ende bedenkt.
Fazit: Ich glaube mit "Babel" ist aus dieser speziellen Art, mit der Inarritu seine Filme inszenierte so ein bisschen die Luft raus. Es täte ihm wirklich gut, mal so etwas ganz anderes zu machen als Schicksalsschläge in nicht-chronologischer Reihenfolge zu erzählen. Und das erwarte ich eigentlich auch von seinem nächsten Werk.
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pellekraut007 2009/10/07 20:08:20
Wer gerne Filmchen sieht, ist bei Babel falsch. Wer gerne gleich weiß wo er dran ist (wie beim Mäci), ist hier auch falsch. Wer sich für schlauer hält, weil er einiges nicht
so gedreht hätte, ist hier auch falsch. Wer mit einer dicken Haut gerne im Biergarten sitzt und die Sonnenbrille auch nicht im Badezimmer nicht absetzt, weil das uncool ist, ist hier auch falsch. Und wer einen anderen Erzählstil bevorzugt,
der ist hier erst recht falsch. Wer es gerne traditionell und gutbürgerlich hat, ist hier falsch. Und wer nur Filme sieht, weil er dann sitzen und knabbern kann... ist hier sowas von falsch! Alle anderen sind richtig! Babel strengt an, was für ein Glück!
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jurihu 2009/10/07 20:35:24
sind paar gute aussagen bei :)
pellekraut007 2009/10/08 09:34:57
merci, jurihu! mit oldboy sind wir dreieinig! ;)
*frenzy_punk<3 2009/10/05 22:52:34
Die Story ist langatmig und verzwickt. Anfangs weis der Zuschauer nicht genau, wie die Personen miteinander verknüpft sind. Langsam arbeitet sich der Film zur Auflösung hin, verstrickt die Charaktere ineinander und bringt den besonderen Knackpunkt der Geschichte zum Vorschein. Keine schlechte Idee, doch leider zu langweilig inszeniert und die Handlung lässt oft auf sich warten.
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alex9892 2009/10/04 16:38:11
Babel ist zwar ein wirklich gut umgesetztes und intelligent gemachtes Drama, doch werden mehrere Szenen zu weit ausgedehnt, sodass man sich irgendwann nach dem nächsten Handlungsstrang sehnt.
Sehr gefallen hat mir das Fehlen von richtigen Hauptdarstellern. Es gibt für jede Szene neue Darsteller, und für jede dieser Personen eine eigene Geschichte, und doch haben alle diese Geschichte ihren Anteil am Geschehen.
Zusammengefasst ist Babel ein Film, der seinem Genre gerecht wird. Er schafft es über knapp zweieinhalb Stunden, kitschige Situationen und Dialoge zu vermeiden, und das ist äußerst bewundernswert.
Auch wenn sie nicht häufig im Film vorkommt, bin ich der Meinung, dass Cate Blanchett eine starke, schauspielerische Leistung abgegeben hat.
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M_C 2009/10/04 02:41:18
[...]Man sieht wie alle Episoden verknüpft sind, wirklich begegnen tun sie sich jedoch nicht. Für mich liegt es daher nahe, jede von ihnen einzeln zu bewerten bzw zu vergleichen. Die für mich beste Episode ist jene in Japan. Man kann hier wirklich mit dem armen Mädchen mitfühlen, die Szenen kommen – situationsbedingt – ohne viel Dialog aus, was dem Film gut tut. Außerdem gibt es da die überwältigende Szene in einem Nachtclub, der ein einziger Bild- und Tonrausch ist. Leider stimmt hier die schauspielerische Leistung nicht ganz.
Die beiden Episoden in Marokko sind an Dramatik und Intensität kaum zu überbieten, außerdem sind Brad Pitt und Cate Blanchett wirklich gut und überzeugend. Für mich bleibt aber ein etwas fader Beigeschmack, hier hätte man von der Handlung her etwas mehr herausholen können, auch die Bilder haben mich nicht überzeugt. Komische Aufnahmen der Darsteller, Landschaftsaufnahmen ohne Aussage an komischen Zeitpunkten…naja.
Das Geschehen um die Nanny und die beiden Kinder wiederum ist irgendwie komplett belanglos, langweilig, mit komischen Wendungen. Ärgerlich.
Die Prämisse des Films ist grundsätzlich interessant und gut durchdacht: Wir sehen was passiert wenn Menschen sich nicht richtig verständigen und falsch verstehen. Es entstehen Missverständnisse mit teils ausufernden Folgen, dies wird auch eindrucksvoll dargestellt. Meiner Meinung nach wirkt dieser Effekt aber zu sehr konstruiert durch teils sehr irrationale Handlungen, es wird alles ein wenig wackelig hingeschustert. Auch teils große Längen, vor allem verursacht durch die Mexiko-Episode, stören den Filmgenuss.
Eine gute Grundidee also, das Gerüst steht aber nicht ganz sattelfest, an den falschen Punkten hapert es. Nur verschachtelte Erzählweise mit großem, übergeordnetem Gedanken reicht mir einfach nicht.
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King_Alpa 2009/09/15 21:50:51
So endlich habe ich mir Babel angeschaut, ein Traum wird wirklichkeit. Doch nun kommt die Ernüchterung! So gut war nun auch wieder nicht. an 21 Gramm kommt er nicht mal annährend, zwar besser als Amores Perros aber meine Erwartungen hat er nicht ganz erfüllt. Ich möchte diesen guten Film nicht schlecht reden. aber 21 Gramm bleibt nunmal König.
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alanger 2009/09/08 19:08:30
wer verschachtelt erzählt ist immer gut ...auch wenn er , wie hier, eigentlich nix zu sagen hat.
und dann auch noch die stars ...so mutig.
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kom4 2009/09/11 13:36:05
Ich fand es eigentlich sehr interessant. Hintergrund: Nach der Bibel hat Gott die Menschen beim Turmbau von Babel verwirrt, indem er sie verschiedene Sprachen hat sprechen lassen. Genau das (übertragen in unsere Zeit) ist bei diesem Film aufgegriffen worden. Das nicht verstehen von den vielen Charakteren. Fast bei jedem Dialog hat man gemerkt, dass sie entweder aneinander vorbei reden, oder sie sich sprachlich einfach nicht verstehen, oder auch gar nichts nachvollziehen können. Die Story führt diese Idee nur voran und gibt dem Ganzen ein Bild und die Zusammenhänge stehen auch nicht im Mittelpunkt, sondern stellen eher eine Bindung her, die aber auch hätte fern bleiben können. Damit wäre es allerdings zu einem Zusammenschnitt von Kurzfilmen mit dem gleichen Thema geworden. Du hast aber Recht, was die Episodenfilme angeht, es hat einen intellektuellen Touch, das nervt wirklich.
Melissa bald 2009/10/21 15:09:38
Der Film hatte tatsächlich nichts zu sagen, deshalb habe ich ihn nach 15 Minuten ausgeschaltet. Jetzt kann ich natürlich nicht beurteilen, ob er am Ende nicht doch noch gut oder spannend wurde, gemessen an den Kommentaren anderer Filmegucker aber wohl eher nicht. Also war es kein Fehler den Film aus zu schalten
Chewbacca 2009/09/08 18:53:22
Extrem langsam und ruhig erzählter Episodenfilm, der schwer Zugang finden lässt, da alle 4 Episoden eingeführt werden müssen und lange unklar bleibt, wie sie in Zusammenhang stehen.
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8martin 2009/09/04 17:43:53
Wie der Film vier Handlungsstränge miteinander verbindet ist schon recht unterhaltsam auch wenn in manchen Teilen ziemliche Längen drin sind. Und wie er den Zusammenhang nach und nach enthüllt ist auch gar nicht mal zu schlecht. Das globale Handlungsnetz reicht von Marokko über die USA und Mexiko bis Japan. Die Kommunikationsschwierigkeiten, auf die der Titel hinweist, sind zwar vorhanden, aber wenn man mal von der Gehörlosen Chieko absieht, nur am Rande von Bedeutung. Meistens handelt es sich um Missverständnisse oder Fehlinformationen. Eine echte Sprachverwirrung wie beim Turmbau zu Babel kann ich leider nicht entdecken. Wenn man sich drauf einlässt, kann man aber bangen, hoffen, mitunter sogar schmunzeln. Selten ist man gelangweilt.
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BigDi 2009/09/04 16:29:37
Nach seinem grandiosen Erstling "Amores Perros" und dem sehr guten "21 Gramm" schickt uns Alejandro González Iñárritu wieder einmal auf eine Reise durch die verschiedensten menschlichen Seelen, die sich nach und nach zu einer einzigen Parabel auf die Geschichte vom Turm von Babel zusammenfügen, zu einem Spiegelbild der heutigen kommunikationsgestörten Gesellschaft. Nüchtern erzählt und gefilmt, weiß der Film durch seine emotionale und psychologische Tiefe zu fesseln, denn eiine einfache Einteilung in Gut und Böse gibt es hier nicht, stattdessen fühlt und leidet man mit allen Charakteren gleichmäßig mit. Leider erreicht die Verknüpfung der einzelnen Geschichten nicht ganz die Klasse seiner vorherigen Filme, dennoch kann der Regisseur mit seinem bisher letzten Werk voll und ganz überzeugen, die Japan-Sequenzen verströmen einen gewissen skurillen Charme, ohne dabei die Ernsthaftigkeit zu gefährden, die Schauspieler sind toll und die Spannung zieht sich durch den ganzen Film und lässt somit fast nie Langeweile aufkommen.
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Trash-Gordon 2009/09/04 12:25:02
Babel erzählt 4 tragische Geschichten in meist sehr ruhigen, eindringlichen Bildern, und macht dabei alles richtig. In den entscheidenden Momenten lässt der Film dem Zuschauer Zeit und Raum für eigene Gedanken, um das Gesehene zu verarbeiten. An keiner Stelle wird zuviel erzählt; Vieles bleibt im Verborgenen oder wird nur angedeutet. Der sehr gute Soundtrack passt sich dabei fast unbemerkt an die jeweiligen Schauplätze an, wird aber nie vordergründig und vermeidet zum Glück jegliche dramatische Bombastik.
Ich vermute, dass Babel in der Originalversion noch um einiges besser ist, da ich den Eindruck hatte, dass das deutsche Synchronstudio mal wieder übereifrig war, und viel zu viel übersetzt hat. Bei einem Film, dessen thematisches Fundament eindeutig "Kommunikation(sschwierigkeiten)" ist, bleibt mir das unerklärlich.
[Wieso werden eigentlich keine Filme mehr im Zweikanalton ausgestrahlt?]
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Miike 2009/09/04 01:29:40
Eines der besten Dramen der letzten Jahre, ein Werk dass durch seine Melancholie lebt. Es wird meiner Meinung bewußt auf den allzu deutlichen erhobenen moralischen Zeigefinger verzichtet und im großen und ganzen auf die Menschen eingegangen. Mich haben so gut wie alle Details am Film überzeugt, der durchweg gelungene Soundtracck der sich perfekt an die GRundstimmung des Werks anpasst. Die Darsteller sind allesamt sehr gut für die Rollen besetzt und die Verknüpfung der verschiedenen Handlungen ist auch sehr schön umgesetzt worden, der einzige Wehrmutstropfen ist, dass ich den Film leider nicht im Original gesehen habe und dadurch der Grundgedanke der unterschiedlichen Sprachen verloren geht.
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derblonde 2009/08/29 14:53:41
Fantastisch, aber auch deprimierend.
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moep0r 2009/08/11 06:28:02
Bei mir kam der Film leider auch nicht so richtig an. Die Episode in Japan (besonders das Ende) hat mir sehr gefallen, aber die anderen waren dann doch irgendwie nicht so meins. Teilweise hat die Musik auch ziemlich genervt. Amores Perros bleibt weiterhin mein Favorit seiner drei Episodenfilme.
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Siggi 2009/07/10 01:57:16
rückwirkend kann ich die Botschaft des Films nachvollziehen. Das sich allerdings jedem das eigentliche Thema sofort erschließt wag ich zu bezweifeln. Durch die 4 verschiedenen Schauplätze die erst unheimlich langwierig dargestellt und dann im späteren Verlauf einen Zusammenhang erkennen lassen, wirkt die STory unheimlich langweilig auf den Betrachter. Die Musik ist störend und durch die Vielzahl an Untertiteln, die sich durch den ganzen Film ziehen, wird die Handlung überaus intensiv und anstrengend zu verfolgen.
Weiterhin finde ich die Episoden in Japan, die sich mit dem Gehörlosen Mädchen beschäftigen vollkommen überzogen. Weitaus weltfremder als die überzeugenden anderen Teile.
Zusammenfassend kann man sagen das hier ein Thema gewählt wurde das durchaus interessant ist, jedoch eine Ecke zu konfus umgesetzt wurde. Die Episoden stehen in zweifelhaften Zusammenhang und die Personen(nicht alle), machen einen unglaubwürdigen Eindruch.
Für wen jedoch Babylon, und die Sprachen als Kommunikationshindernis ein Begriff ist, der wird viele Probleme erkennen, und eine Botschaft mitnehmen können, die Fragen über unser, anscheinend geordnetes, Zusammenleben aufwirft.
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DeZeiter 2009/06/25 11:19:37
Grandioser Film! Sehr intensiver Film. Dier meiste Zeit war ich damit beschäftigt sprachlos zu sein wegen der Probleme die wir Menschen untereinander haben. Die thematik des Films gibt einem wirklich zu bedenken und außerdem ist der Film genial umgesetzt: gute Schauspieler, sehr intensive Bilder, bedrückende Atmosphäre, die auch vor allem durch die Musik oder eben Stille wirkt!
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