Badland
Badland (2007), US Laufzeit 165 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 08.05.2008
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8 Kommentare
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von Francesco Lucente, mit Jamie Draven und Grace Fulton
Der Ex-Marinesoldat Jerry ist als blutjunger Patriot noch mit viel Idealismus in den ersten Golfkrieg gezogen. Als er jedoch Jahre später zu einem Einsatz nach Afghanistan und Irak eingezogen wird, ist Jerry mittlerweile dreifacher Vater. Er ist älter geworden und verbittert, enttäuscht von einem Leben voller nicht eingelöster Versprechungen und unerfüllter Wünsche. Jerry kehrt aus dem Mittleren Osten als gebrochener Mann zurück, stark verändert durch traumatische Erlebnisse, die über alle menschliche Vorstellungskraft hinausgehen. Er lebt in Armut, seine Kinder ängstigen sich vor seinen plötzlichen Wutanfällen, und seine Frau Nora ignoriert seine nächtlichen Albträume und das wiederkehrende Nasenbluten. Der enge Wohnwagen, in dem sie leben, wird zum Gefängnis. Als Jerry entdeckt, dass Nora ihn hintergeht, bringen ihn Wut und Verzweiflung dazu, eine abscheuliche und unwiderrufliche Tat zu begehen. Gemeinsam mit seiner Tochter Celina flüchtet er vor seiner Vergangenheit und findet in der Kellnerin Oli und dem Polizisten und Irakveteranen Max Hoffnung.
Handlung
Familienglück
Jerry (Jamie Draven) ist Marinesoldat und war beim ersten Golfkrieg im Einsatz. Aus dem Krieg zurückgekehrt, hat er mit seiner Frau Nora (Vinessa Shaw) eine Familie gegründet und lebt mit seinen zwei Söhnen und seiner Tochter Celina (Grace Fulton) zusammen.
Einsatz in Afghanistan
Als er zum Einsatz nach Irak und Afghanistan eingezogen wird, zieht er anders in den Krieg als damals. Er ist nicht nur älter geworden, sondern auch reifer an Erfahrungen. Seine Familie ist ihm trotz vieler unerfüllter Wünsche und Entbehrungen wichtig. Aus dem Irakkrieg kehrt Jerry als gebrochener Mann zurück.
Trauma
Die traumatischen Erlebnisse des Krieges verfolgen ihn in seinen Träumen, er leidet unter Albträumen und Nasenbluten. Als er seine Arbeit verliert, wird sein Zustand noch schlimmer. Unter seinen schweren Wutanfällen leidet die ganze Familie. Seine Kinder ängstigen sich vor ihm, Nora wendet sich von ihm ab. Von dieser Reaktion schwer getroffen, greift Jerry zur Waffe und erschießt sowohl seine hochschwangere Frau als auch seine beiden Söhne. Einzig seine Tochter Celina wird verschont.
Neuanfang
Mit Celina versucht er, in einer anderen Stadt ein neues Leben aufzubauen. Dort lernt er den Ex-Soldaten Max (Joe Morton) kennen, der seine Kriegserlebnisse ähnlich schwer verarbeiten kann. Durch das vergleichbare Schicksal entsteht eine Freundschaft zwischen den Männern, die beiden Kraft gibt. Doch Jerry wird immer wieder von dem Verbrechen an seiner Familie eingeholt.
Weiterführende Informationen
Wissenswertes
Francesco Lucente wurde durch die Recherche von Berichten über Selbstmorde und Amokläufe von Ex-Soldaten auf das Thema aufmerksam.
Seine Recherche wurde sehr umfangreich und führte letztlich zu einem 160 Minuten langen Spielfilm.
Weitere Informationen im Internet
Offizielle deutsche Website zum Film
Zusammenstellung von Film-Kritiken, Trailer, Preise auf film-zeit.de (deutsch)
QuellenPresseheft des Verleihs
Cast & Crew
-
Francesco Lucente
-
Jamie Draven
-
Grace Fulton
-
Vinessa Shaw
-
Joe Morton
-
Chandra West
Regie
Schauspieler
-
Francesco Lucente
- Genre
- Drama
- Zeit
- Afghanistankrieg
- Ort
- Irak
- Handlung
- Alptraum, Armut, Ehefrau, Familie, Freiheitsentzug, Marine, Nasenbluten, Soldat, Trauma, Verzweiflung, Wohnmobil, Wut und Hass
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Drehbuch
Filmdetails Badland
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Kritiken (2) — Film: Badland
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenZum Ende seiner Amtszeit bekommt Amerikas Weißhäusler immer mehr kritisches Medienecho; auch vom Kino und nicht nur Michael Moore dürfte es freuen, dass sich drei der zuletzt „Oscar“-nominierten Dokumentationen mit den Konflikten im Irak und in Afghanistan beschäftigen. Francesco Lucente setzt dagegen auf ein Dreistundendrama, in dem Jamie Draven in der Rolle des traumatisierten Rekruten glänzt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenEin wenig zu plakativ, mit weit und gemächlich ausholender Geste, aber leider auch dramaturgisch nicht immer ganz sauber inszeniert Francesco Lucente sein Heimkehrerdrama. Dies ist schauspielerisch sowie als filmische Reflexion über die unauslöschbaren Spuren, die der Krieg in der Seele eines verrohten Ex-Soldaten hinterlässt, zwar durchaus überzeugend, mit fast drei Stunden Laufzeit jedoch auch etwas zu lang geraten. Titel, Thematik und der auf die Siebziger verweisende Regiestil sollen dabei an Terrence Malicks Meisterwerk „Badlands“ erinnern, ohne letztlich jedoch mit diesem mithalten zu können.
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Kommentare (6) — Film: Badland
Kommentar schreibenSATO 2010/11/20 01:35:13
Kommentar löschenIch muss zugeben, der Film hat mich wirklich gefesselt und an manchen Stellen ist mir der Atem weggeblieben. Mich stört es nur, dass der Streifen so unglaublich langgezogen wird... ein wenig kürzer und auf's wesentliche reduziert, würde ich besser finden, denn es strengt doch nach einer Zeit an.
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Chris12zero 2009/12/06 00:19:33
Kommentar löschenZugegeben "Badland" benötigt sehr viel Sitzfleisch. Das mal vorweg. Aber das intensiv gedrehte und gespielte 3-Stunden-Drama benötigt eben diese Zeit auch um sich, seine Protagonisten und die Story an sich völlig entfalten zu können.
Denn dadurch wird diese schwere Kost der Kriegstraumatisierung und seine Folgen eben dem Zuschauer auch glaubhaft dargestellt.
Die ruhig aber sehr intensiv inszenierte Geschichte um einen Kriegsheimkehrer, der in der Zivilisation mit sich selbst und seiner Familie nicht mehr zurecht kommt steht und fällt natürlich mit dem Hauptdarsteller Jamie Draven, der aber mit seinem intensiven und ausdrucksstarkem Schauspiel überzeugt und dem Zuschauer so seine dramatische Story im Film aufdrängt und in seinen Bann ziehen lässt.
Nichts desto trotz gibt es einige Szenen im Film, die stellenweise schockierend dargestellt sind und ich dabei die Hände über den Kopf schlagen musste ...
... möchte jetzt aber nicht zu viel verraten.
Fazit: Bis auf den komischen Schluss (... der die gesamte Story in meinen Augen völlig auf den Kopf stellt ... !!) ein toll gespieltes, intensives Drama, das einen nicht kalt lässt. Großartig.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
silverFF 2010/04/05 15:16:16
Antwort löschen/sign .. guter Fazit von dir kann man nix mehr hinzufügen.
Alle 3 Antworten zeigen
Chris12zero 2010/04/05 20:04:12
Antwort löschen... Thanks .. !! :)
silverFF 2010/04/05 21:56:06
Antwort löschenHabe ich mir heute auch angeguckt=)
Kill_Diether 2009/11/19 23:28:28
Kommentar löschenDas einzige was ich dem Film, bzw. Regiesseur ankreide
ist, ob aus dem Thema der Kriegs-Traumatisierung ein
solch spannender Thrill gemacht werden muss?
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wiedererkennbar 2009/06/17 08:52:58
Kommentar löschenDer Film hat sicherlich ein paar Schwächen, teilweise ist er zu behäbig inszeniert und auch der Hauptdarsteller (Jamie Draven) overacted in einigen Szenen - andererseits muss man ihm zusprechen, den sehr langen Film ganz auf seiner Schulter zu tragen, denn er ist unsere Haupt- und Identifikationsfigur und faktisch in jeder Einstellung zu sehen.
Warum ich den Film dennoch so hoch bewerte? Das Thema, nämlich die Traumatisierung von Kriegsheimkehrern, gerade aus den aktuellen Krisengebieten, habe ich noch nie so gut umgesetzt gesehen - ich war von Anfang bis Ende gefesselt und habe auch im Nachgang noch sehr lange über den Film nachgedacht.
Die Bilder sind übrigens auch wunderschön, ebenso wie die sehr stimmige Ausstattung des Filmes.
Das einzige, was mich wirklich absolut gestört hat, ist das Ende - ohne jetzt etwas verraten zu wollen - aber das hätte so nicht sein müssen und passt auch nicht zur Stimmung, die über mehr als 2 Stunden aufgebaut wurde.
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Filmpapst 2009/03/15 12:22:58
Kommentar löschenintensiver Film ,darum sehenswert
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Thomas479 2008/12/29 23:29:05
Kommentar löschenFür mich einer der intensivsten Filme, die ich in der letzten Zeit sah.
Es ist insgesamt ein eher ruhiger Film, der sich seinen Personen langsam nähert. Es gibt nur wenige richtige Schockszenen, die haben es dafür aber in sich. Die Szenen, in denen der Hauptakteur seine Frau und zwei seiner Kinder erschießt, sind extrem hart. Die Kamera schaltet hier auch nicht weg. Das gilt auch für das Ende.
Ansonsten erzählt der Film in aller Ruhe seine Geschichte. Dazu kommt ein hervorragender Sondtrack. Man hätte den Film mit Sicherheit ein wenig kürzen können, doch gerade durch die Länge kann sich der Zuschauer der Thematik nicht entziehen. Es ist ein Film, auf den man sich einlassen muss und der zum diskutieren einlädt.
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