Barbara - Kritik

DE 2012 Laufzeit 108 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 08.03.2012

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Kritiken (15) — Film: Barbara

Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Petzold entschied sich bewusst gegen das neumodische Kriegs- und DDR-Grau, das sich in den Filmen der letzten Jahre eingebürgert hatte. Eine sehr kluge Wahl, denn so überträgt sich die Aura der Ungewissheit nicht nur in die stillen Momente zwischen den Figuren, sondern auch in die windige Ebene der DDR-Landschaft oder das Grün des dichten Laubwaldes. Das Drehbuch betont die leicht paranoide Ausgangslage von Barbara, ohne sie jemals zu überspitzen: Die Kritik an der DDR und ihrem System wird hier so beiläufig erzählt wie die einfühlsame Art, mit der Barbara ihren Patienten gegenübertritt. [...]

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CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

Barbara ist vielleicht Christian Petzolds zugänglichster Film, offen und gradlinig erzählt. Dennoch bleibt er seinem Anspruch treu: Gewohnt präzise zeichnet er seine Figuren, allen voran Barbara, ein Charakter zwischen Aufbruch und Aushalten. Das intensive Spiel von Nina Hoss verleiht der Figur eine dramatische Tiefe, von der ein unglaublicher Sog ausgeht. Eine wunderbar zurückgenommen erzählte und dennoch berührende Geschichte über eine Frau, die wieder die Kontrolle über ihr Leben erlangen möchte.

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dangro: Critic.de dangro: Critic.de

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7.5Sehenswert

Schönes kino, das vor allem beim "emotional Erlebbar-Machen" der erzählten historischen Zeit sehr gut funktioniert. Gleichzeitig ist es aber auch erfrischend (und wichtig für mich als Mittzwanziger aus dem Westen), dass der Film auch ohne die DDR funktionieren würde.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

Im Berlinale-Palast ist es rappelvoll. Die Erwartungen liegen hoch beim ersten deutschen Wettbewerbsbeitrag „Barbara“. Regisseur Christian Petzold und seine Hauptdarstellerin Nina Hoss haben sich längst auch im internationalen Kino etabliert, für ihren dritten gemeinsamen Film „Yella“ erhielt Hoss 2007 einen Silbernen Bären.
Auch das jüngste Gemeinschaftswerk kommt bärenverdächtig daher, beeindruckt mit einem reduzierten, ökonomischen Erzählstil, bei dem keine Geste, kein Wort zuviel ist.
Hoss verkörpert eine Berliner Ärztin, die der DDR entkommen will. Weil sie einen Ausreiseantrag gestellt hat, wird „Barbara“ in eine Kinderklinik in der Provinz irgendwo an der Ostsee versetzt.
Einen einzigen Ausweg aus dem unmenschlichen System mag es noch zu geben: die Flucht, organisiert von ihrem Freund (Marc Waschke) aus dem Westen.
Doch dann bringt der neue Arbeitsplatz Irritationen mit sich, mit denen Barbara nicht gerechnet hat: Was nur führt ihr neuer Chef André (Ronald Zehrfeld) im Schilde? Verbirgt er hinter seinem Lächeln, dass er ihre Pläne durchschaut? Schickt er ihr unerwartet einen Klavierstimmer ins Haus, um sie auszuspionieren? Oder ist er in sie verliebt?
Der Reiz dieses sehr dichten, bedrückenden Films liegt wie bei allen Petzold-Filmen im Geheimnisvollen, in der Anlage vieler kleiner Spannungsbögen, die zusammen einen großen ergeben.
(RNZ)

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Jörn Hetebrügge: fluter Jörn Hetebrügge: fluter

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9.5Herausragend

Seine Kraft bezieht Barbara nicht zuletzt aus dem intensiven Spiel der Hauptdarstellerin Nina Hoss, die ihrer Figur eine enorme Härte und Unzugänglichkeit verleiht. Petzold braucht ihr keine bedeutungsschweren Sätze in den Mund zu legen. Ihre bloße Präsenz genügt, um Barbaras Leiden an der gesellschaftlichen Erstarrung, am Mangel an individueller Freiheit spürbar zu machen.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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9.0Herausragend

Den DDR-Zustand von Überwachung und Erniedrigung zu beobachten, ist so packend, dass man Barbara gar nicht unbedingt wünscht, sie könne dem Stasi-Regime entkommen. Die Sprache ist in diesem Sezieren der Verhältnisse extrem exakt.

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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

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9.0Herausragend

Wenn man dieses Jahr nur einen deutschen Film im Kino sehen möchte, dann kann man keine bessere Entscheidung treffen als Barbara zu sehen. Es ist kein Film, der einen auf Anhieb umhaut. Aber einer, der wirkt, der sich festsetzt und so neue Bilder zulässt. Bilder, die das deutsche Historien-Kino oft zu grob gemalt hat.

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M.Schwickert: epd Film M.Schwickert: epd Film

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8.5Ausgezeichnet

Barbara ist kein Film über die DDR. Die Handlung ist dort angesiedelt, aber Petzold unternimmt nicht den Versuch, die Vergangenheit aufzuarbeiten, einzuordnen und zu beurteilen. Die Verhältnisse sind, wie sie sind. Interessant ist, wie die Menschen mit ihnen umgehen. In seinen ausstatterischen Details ist der Film ebenso sparsam wie präzise.

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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio

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8.5Ausgezeichnet

Barbara ist eine ganz andere Art DDR-Film als es "Sonnenallee" oder "Das Leben der anderen" noch waren - und ein Erlebnis für Zuschauer in Ost und West.

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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8.5Ausgezeichnet

Barbara zeigt, wie die Überwachung alle Beziehungen, auch die eines Menschen zu sich selbst durchdringt. Und wie daraus trotzdem wirkliches Kino, ein großes Melodram mit einer Liebesgeschichte entstehen kann.

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José Garcia: Textezumfilm

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9.0Herausragend

Neben den exquisiten Bildern von Kameramann Hans Fromm und dem authentischen Produktionsdesign von K.D. Gruber und Anette Guther besticht „Barbara“ durch seine klassische Dramaturgie, die sich im Vergleich zu früheren Filmen von Christian Petzold (etwa „Gespenster“, 2005 oder „Yella“, 2007) zugänglicher ausnimmt, vor allem aber durch die fein austarierte Figurenzeichnung. Wie bereits in Petzolds letztem Spielfilm „Jerichow“ (2008) steht eine – in den beiden Filmen von Nina Hoss dargestellte – Frau zwischen zwei Männern. Sowohl Drehbuchautor und Regisseur Christian Petzold als auch den Schauspielern gelingt es, dem Zuchauer diese Figuren plausibel zu machen, ohne jedoch ihre letzten Beweggründe bloßzulegen. So bleibt Andres Verhältnis zur Stasi bis zum Schluss unklar, genauso wie einige Charakterzüge Barbaras: Ist sie wirklich in Jörg verliebt, oder sieht sie in ihm lediglich die Chance zu ihrer „Republikflucht“? Zweideutig bleibt in dieser Beziehung etwa eine Szene, in der sie gemeinsam mit der jungen Steffi (Susanne Bormann), die durch eine Heirat mit einem Kollegen Jörgs in den Westen zu kommen hofft, in einem Quelle-Katalog blättert.

Im Gegensatz etwa zu Florian Henckel von Donnersmarcks „Das Leben der Anderen“ (2005) zielt Drehbuchautor und Regisseur Christian Petzold nicht primär auf die Darstellung der Verhältnisse in der DDR. Dazu führt Petzold selbst aus: „Es ging uns nicht darum, das Portrait eines Unterdrückerstaates zu filmen, Und dagegen dann die Liebe zu setzen, die unschuldige, reine, befreiende. Wir wollten keine Symbole. Man decodiert sie, und nichts bleibt übrig, nur das, was man schon zuvor gewusst hat.“ Bemühte sich Henckel von Donnersmarck bei seiner Darstellung des DDR-Alltags um eine „Grau in Grau“-Farbskala, so zeigt „Barbara“ kräftige Farben vom satten Grün der sommerlichen Bäume bis zu den roten Vorhängen in der Krankenhaus-Kantine. Dazu der Regisseur: „Irgendwie kommt die DDR in den Filmen der letzten Jahre ziemlich entsättigt daher. Keine Farben, kein Wind, es herrscht das Grau der Grenzübergänge.“ Zwar finden einige der in „Barbara“ behandelten moralischen Fragen in der DDR eine besondere Zuspitzung. Aber sie sind allgemeiner Natur. Die Grundthemen, um die Barbara kreist: Vertrauen, Fürsorge, Liebe, sind systemunabhängig, universell.

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LuGr: MovieMaze / multimania u.a.

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8.0Ausgezeichnet

Selbst eine entsprechende Texteinblendung zu Beginn, zum Klären der zeitlichen Verortung, scheint schon zuviel Beiwerk, welches vom Kern der Geschichte um den Lebensausschnitt einer Delinquentin ablenken würde. Dieser nüchterne Stil ist etwas anstrengend, aber lohnend.

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Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de

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8.5Ausgezeichnet

Bewundernswert ist Petzolds Choreografie der Blicke, die besonders im Verhältnis zwischen Barbara und André entfaltet wird. [...] Ein anderes Beispiel für Petzolds visuelle Fantasie sind die Farben. Die Klischee-DDR à la Das Leben der Anderen ist meistens in braun-, grün- und blaustichigen Tönen gehalten. Petzold, im Westen aufgewachsen, ignoriert diese Konvention und setzt leuchtende Primärfarben ein.

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Dirk Knipphals: taz Dirk Knipphals: taz

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Regisseur Christian Petzold hat, zudem überraschend gefühlig, die Herausforderungen blendend gemeistert. Der Film hätte ein großer Kitsch rund um richtige und falsche Gefühle, um Entsagung und wahre Erfüllung des Lebens durch Gebrauchtwerden werden können.

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Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online

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9.0Herausragend

"Barbara" ist Psychodrama, Systemkritik und gleichzeitig so etwas wie Christian Petzolds erster Liebesfilm - einer der nicht nur das Unglück sieht und sich immer auch ein Stück Hoffnung wahrt.

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Kommentare (46) — Film: Barbara


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angelmoonsoul

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Bewertung6.0Ganz gut

ja ... war ja ganz interessant .... nur teilweise ein bisschen langweilig ...

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8martin

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Bewertung9.0Herausragend

Drei Gründe sprechen dafür, dass dieser Film eine Klasse für sich ist. Er trifft punktgenau die Atmosphäre in einem totalitären Staat. Und das bezieht sich nicht nur auf die frühere DDR, sondern kann generell gelten. Dann sehen wir mit Nina Hoss in der Titelrolle eine hervorragende Hauptdarstellerin. Getoppt wird das Ganze durch einen Schluss, der sowohl völlig unerwartet kommt, als auch ein Plädoyer für Opferbereitschaft bis zur Selbstverleugnung ist und damit einen ideell hochstehenden Wert beansprucht und über den eigenen Tellerrand der Vorteilssuche hinausgeht.
Die Menschen sind extrem wortkarg, sehr zurückhaltend und verschlossen. Sie sind misstrauisch und selbst die Natur scheint feindlich zu sein. (stürmische Winde). Nach einer halben Stunde fällt das erste klärende Wort ‘Ausreiseantrag‘. Es folgen weitere Anspielungen bis der Zuschauer erkennt, es geht hier um das DDR-Thema Nummer 1 ‘Republikflucht‘.
Abgeleitet von der zentralen Figur Barbara speist sich die Spannung aus mehreren Quellen: Kollege Reiser (Ronald Zehrfeld) zwischen Liebe und Stasimitarbeit?! Später terminliche Überschneidungen: Operationsassistenz oder Fluchtplan?! Dazu immer wieder die schikanösen Hausdurchsuchungen.
Petzold beweist einmal mehr sein Talent mit der überraschenden Wende am Ende gefolgt vom schweigenden sich Gegenübersitzen von Barbara und Dr. Reiser. Man spürt was sie durchmachen… Zeitlos, spannend, wertvoll.

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abendrot

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Bewertung5.0Geht so

Was mir gefehlt hat, war ein gewisses authentisches "DDR Feeling", wie man es z.B. bei "Das Leben der anderen" noch hatte. Gut, der Film spielt in der Provinz und ja, die Kulissen waren auch gut gewählt, trotzdem wäre ich ohne Vorwissen zunächst nicht drauf gekommen, dass der Film überhaupt im Osten spielen soll. Genauso wenig fühlte ich mich in das Jahr 1980 zurückversetzt, in dem die Handlung nunmal angesiedelt ist. Liegt vielleicht auch an den Darstellern, die mir allesamt sehr modern (auch ihr Sprachduktus) und sehr "Heutzutage" vorkommen. Ein paar liebevoll gesetzte Akztente (Dialekt, der gerade auf dem Lande stärker vertreten ist, Musik, Mode zu jener Zeit) hätten dem ganzen vielleicht auch ein wenig mehr Kontext-Anstrich verliehen. Abgesehen von ein paar VoPo-Auftritten und kurzen Horch&Guck-Besuchen hätte es mich nicht gewundert, wenn die Geschichte in einer heutigen ländlichen Gegend spielt. Die Figuren blieben mir nur bedingt sympathisch. Barbara selbst ist unterkühlt und kaum zugänglich, es bleibt schleierhaft, warum sie sich so aufopferungsvoll um ihrem Schützling Stella kümmert - eine Rolle, die man finde ich auch gut hätte weglassen können. Eigentlich sagte mir nur Ronald Zehrfeld (André) zu, der sicherlich nuancierteste Charakter.
Einen echt mitreißenden und unter die Haut gehenden Ost/West-Konflikt kann ich in diesem Film nicht ausmachen. Sicher, Stella will raus, Barbara auch. Sagen sie. Aber ist das packend inszeniert? Ich finde leider, da hat die Filmwelt besseres zu bieten. Die Sonne dreht sich hier jedenfalls doch zu sehr um die dank gescheitertem Ausreiseantrag aufs Land versetzte Barbara, ihren Frust darüber, der sich in leisen, dialogarmen Bildern ausdrückt, in denen sie mit dem Fahrrad über windige Wald-Dünen-Panoramen fährt. Und ihren unbefriedigenden Alltag, der zweifelsohne dröge wirkt. Echte Probleme mit dem Regime sind hier aber eher Nebenschauplatz, während sie dagegen eine Beziehung mit André aufbaut. Entsprechend ärgerlich fand ich dann auch das Ende, das wiederum die Frage aufwirft, wie groß ihr Leidensdruck denn eigentlich war.

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Jomo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein trotz des ruhigen Erzähltempos durchgängig spannender Film mit guten Darstellern. Wer Spannung mit Schießereien und Explosionen gleichsetzt, ist hier natürlich falsch.

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hablo92

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Bewertung4.0Uninteressant

Langweilig, langweilig und langweilig.

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Patrick_Seestar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

da steht man monatelang vor dem DVD-Cover und überlegt, ob man ihn sich ansieht und ob man gerade in der Stimmung ist für ein DDR-Drama und dann bekommt man grandiose Dialoge und eine spannende Geschichte in einer DDR, die man in Goodbye Lenin nie sehen würde.

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W2M

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Bewertung1.5Ärgerlich

Ein Film, wie er deutscher kaum sein könnte: die Tragik trieft aus jedem hölzernen Dialog. Und so quält er den Zuschauer zum vorhersehbaren Ende.
Wer das Genre des bleiern schweren Sozialdramas mag, könnte auch an diesem Klotz gefallen finden.

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denratten

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Bewertung5.0Geht so

Thematisch streckenweise sehr interessant, aber diese knochentrockene Inszenierung langweilt mich fürchterlich. Schade, wäre sonst für mich eine der besten Auseinandersetzungen mit der DDR im Film die ich kenne gewesen.

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Delonghi

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Bewertung4.0Uninteressant

Er kann es nicht, er kann es nicht, er kann es nicht...der Petzold!! Wieder mal ein zähes, endlos durchgekautes und ach so beklemmendes, aber leider ausgelutschtest Kaugummi. Ob es nun Yella, Jerichow oder Dreileben ist: Heisse Luft und noch mal drei Kübel oben drauf. Der Kommentar weiter unten von "Ichundso" trifft das Ganze mal.BINGO!

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Telebaum

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Er versteht es nicht, er versteht es nicht, er versteht es nicht...der Delonghi!!


Delonghi

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Da Du sehr mit dem Paten symphatisiert, sei Dir verziehen....


headmusic

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nur eine Anmerkung: NINA HOSS ist atemraubend!

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werner-holt

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Bewertung5.0Geht so

Der Film verspricht mehr als er dann am Ende halten kann. Es wird sehr schön ein Spannungsbogen aufgebaut, am Ende bleibt aber nichts über als die Liebesgeschichte (?).

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based_god

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Meiner Meinung nach einer der besten und nüchternsten DDR-Filme und ein Lehrstück über Liebe und Verantwortung...:)


werner-holt

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Hm, das Thema DDR fand ich jetzt sehr zurückhaltend dargestellt.
Ansonsten, mit einfachen Worten ausgedrückt.
*Spoiler*
Eine privilegierte Olle (Ärztin) wird auf Grund eines Ausreiseantrages an die schöne Ostseeküste versetzt wo aber nichts los ist. Trifft promt auf einen jungen idealistischen Chefarzt der sie wohl an sich selber früher erinnert. Sie plant weiterhin ihre Flucht. Vögelt die ganze Zeit mit nem Wessi rum, mehr scheint es nicht zu geben. Er erwähnt kurz das sie drüber nicht mehr arbeiten muss. Das gefällt ihr wohl nicht, da sie als emanzipierte Frau kein Heimchen am Herd sein möchte. Entscheidet sich dagegen und schickt an ihrer Statt eine rüber die es wirklich nötig hat, hat somit ihren Idealismus als Ärztin wieder gefunden. Geht zurück zu ihrem Chefarzt und der Zuschauer schaut auf Grund des Endes in die Röhre weil das Ende zu viele Fragen aufwirft.
Bleibt sie nun beim dem Chefarzt, wenn ja warum? Gibt sie ihre Fluchtgedanken doch nicht auf sondern verschiebt sie nur auf später?
Wer bringt ihr jetzt Westzigaretten und Seidenstrumpfhosen, ohne die sie ja wohl auch nicht leben kann....
Das wars, als Zuschauer fühlt man sich hinterher ein wenig veräppelt, hat doch die ruhige Erzählweise mit den eindrucksvollen Bildern und der dezenten Musik ein dramatischeres Ende angekündigt.
Lehrstück über Liebe, meiner Meinung nach, nein. Über Verantwortung, hm teilweise.


marcus-wagenknecht

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Bewertung9.0Herausragend

Ich mag den Film.
"DDR" ist in diesem Film nur der Name des Spielfeldes, auf dem ein heutiges Spiel gespielt wird.
Das Spiel heißt: "Vertrauen & Misstrauen und die Möglichkeiten, die durch ein gesundes Misstrauen eröffnet werden können."
Durch die Augen von Barbara und André kann ich in ihre Welt einsteigen.
Barbaras Pedalarbeit gibt das richtige Tempo an.

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benutzerbenutzer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Barbara" ist ein Film, der trotz seiner betont nüchternen und unaufgeregten Erzählweise den Zuschauer vor allem durch die Beziehung zwischen Barbara und Andre zu fesseln vermag. Weder Zuschauer noch Protagonistin können sich sicher sein, wem sie vertrauen können. Das Petzold die Menschen, die Barbara auf mehr oder weniger subtile Weise das Leben an ihrem neuen Wohnort zur Hölle machen, nicht verurteilt, sondern Bilder und Erzählung für sich sprechen lässt, ist dem Regisseur hoch anzurechnen. Lediglich gegen Ende wird die Situation etwas überdramatisiert, was allerdings durch Hoss' exzellentes Spiel ohne weiteres aufgefangen wird.

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Mac_C_Tiro

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Bewertung6.0Ganz gut

So nun hab ich fast alle 2012er gesehen und kann mich vor der erneuten Heraufbeschwörung der ehemaligen DDR nicht mehr drücken. Auf der Habenseite steht eine glaubwürdig und zu gleichen Teilen still/verzweifelt wie auch wütend spielende Nina Hoss, eine gut eingefangene Stimmung des damaligen Arbeiter und Bauern- Staates (speziell in seiner Bezugnahme zum Westen) und eine staubtrockene Atmosphäre die irgendwie ernüchternd wirkt. Negativ aufgefallen sind mir die, für meinen Geschmack zu langen Einzelaufnahmen und der restliche Cast, dem ich wirklich wenig positives wirken attestieren kann. Alles in allem nicht wirklich mein fall, aber wer die etwas dröge "Berliner Schule" in all iohren Nuancen kennt und schätzt wird sicher zufrieden sein mit Petzolds nüchterner Romaninterpretation.

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Cayopei

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Man fühlt sich als Zuschauer selbst regelrecht beengt durch die im Zusammenspiel von Musik, Toneffekten und Bildern geschaffene DDR-Atmosphäre. Großes kleines Kino.

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arnd1964

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Bewertung9.5Herausragend

Großartiger Film!
Nachdem ich ihn im Kino verpasst hatte, habe ich ihn mir im Flugzeug von Indien nach Berlin angesehen. Trotz dem kleinen Bildschirm und obwohl ich sehr müde war, hat der Film mich total gefesselt!
Christian Petzold schafft es immer wieder, mich mit seinen ruhigen, athmosphärischen Bidlern und existentiellen Geschichten in den Bann zu ziehen. Manches bleibt ungeklärt und macht den Film umso spannender, man muss einfach mitdenken und seine Phantasie einschalten.
Klasse!
Ach ja, die Schauspieler auch diesmal wieder super gespielt!

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Thomas479

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Barbara" ist ein Film, auf den man sich einlassen muss. Der Spannungsbogen wird geschickt aufgebaut und gesteigert. Allerdings dauert es, bis man als Zuschauer überhaupt Fuß in diesem Film gefasst hat. Im Gegensatz zu "Wir wollten aufs Meer" wird hier weniger plakativ erzählt, die Charaktere bleiben auf Distanz, man erfährt längst nicht alles von ihnen.

Bei Regisseur Christian Petzold geschehen die Dinge mehr beiläufig. Der tägliche Wahnsinn der DDR-Diktatur wirkt dadurch noch beängstigender. Als aufmerksamer Betrachter, der nur Demokratie erlebt hat, stellt man sich gerade in der zweiten Hälfte des Film zwangsläufig die Frage, wie man selbst gelebt und reagiert hätte. Im Laufe des Films enstehen auch mehrere Spannungsbögen, es wird an mehreren Fronten gekämpft. Doch alles gehört zusammen und wird am Ende zu einem Ganzen zusammengeführt.

Selbst das Ende ist recht unspektakulär und trotzdem berührend. Das einige Fragen offen bleiben, ist nur selbstverständlich. Und trotzdem hätten wir uns mit unseren Sehgewohnheiten und unserem Gerechtigkeitssinn etwas mehr Klarheit gewünscht. Doch die verweigert der Regisseur Petzold. Und das ist letztendlich nur konsequent.

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H_B_C

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Stimme absolut zu, aber was hat "Barbara" mit "Wir wollten aufs Meer" gemeinsam/zu tun?


SKURRIL

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Bewertung5.0Geht so

Eine Ode an die Öde,
Kompromisslos langweilig wird die ohnehin schon höhepunktarme Geschichte einer ostdeutschen Ärztin namens Barbara wiedergegeben, die nach einem Ausreiseantrag strafversetzt wird. Sie ist hin und her gerissen zwischen der möglichen Ausreise und ihrem/ihrer Verantwortungsbewusstsein/Empathie gegenüber ihren Patienten. Auch ihr Arztkollege, dessen ständige, schlechte Ranmachungsversuche übrigens extrem nerven, steigert diese innere Unsicherheit. Weder die Schauspieler überzeugen mich, noch berührt mich Irgendetwas in diesem kühlem, pseudointellektuellem Film.

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Ichundso

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Bewertung4.0Uninteressant

Jetzt, nachdem ich Anatolia 9 Punkte gegeben habe, fühle ich mich einigermaßen berechtigt, folgendes zu schreiben:
Dieser Film ist stinkend langweilig.
Ja, ich weiß, dass das alles furchtbar subtil und unter der Oberfläche sein soll, aber wenn dieser Film so tiefgehend ist, dass man eine Woche lang mit einem Presslufthammer in ihm herumbohren muss, bis man ein bisschen von der Bedeutung und dem Wert der Geschichte findet, geht das wirklich zu weit.
Petzold behandelt seine Zuschauer wirklich schlecht. "Hier, seht, was ich geschaffen habe, kommt klar damit und wenn ihr's nicht kapiert, seid ihr halt zu doof."
Mag ich nicht. Schade.

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Delonghi

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Jaaaaaaaaaa, endlich mal jemand !!!!DANKE, liebe Ichundso!


hablo92

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Mir ging's genauso.


Le Samourai

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Bewertung6.0Ganz gut

Mal wieder eine Klischee-DDR, mal wieder hölzern-dröge Berliner Schule, mal wieder habe ich es versucht. Naja, zumindest kein Totalausfall dank recht gelungener Bildsprache. Das war's aber auch schon.
Und das soll tatsächlich das Beste sein, was wir dieses Jahr zu den Oscars schicken? Irgendwie traurig.

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Roco De Long

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Der Max hat Ahnung.


Le Samourai

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Meistens. :)



Deine Meinung zum Film Barbara