Barfuß auf Nacktschnecken

Pieds nus sur les limaces (2010), FR
Laufzeit 109 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 05.05.2011

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7.3 Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.4 Community
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von Fabienne Berthaud, mit Diane Kruger und Ludivine Sagnier

Barfuss auf Nacktschnecken, oder um es französisch zu sagen: Pieds nus sur les limaces – bei den einen löst es Mitleid für die armen Tiere, bei den anderen höchsten Ekel vor schleimigen Füßen aus. So unterschiedlich Meinungen sein können, so unterschiedlich sind auch die Schwestern Lily (Ludivine Sagnier) und Clara (Diane Kruger). Fabienne Berthaud erzählt in Barfuß auf Nacktschnecken die Geschichte eines verrückten Mädchens, das ihre ältere Schwester mit einem Lebensgefühl von Freiheit und Unbeschwertheit ansteckt. Lily (Ludivine Sagnier) ist völlig im Einklang mit sich und der Natur. Ihre ältere Schwester Clara (Diane Kruger) hingegen ist bodenständig und vernünftig. Als die Mutter der beiden stirbt, beschließt Clara (Diane Kruger) ihr Leben umzukrempeln und sich um Lily (Ludivine Sagnier) zu kümmern.

Barfuß auf Nacktschnecken ist der zweite lange Kinofilm von Fabienne Berthaud. Schon in ihrem Erstling Frankie bewies Fabienne Berthaud, dass sie ein Händchen für Grenzerfahrungen hat. Dort ging es um ein Model, das dem Druck der Schönheitsindustrie nicht mehr gewachsen ist und in der Psychiatrie landet. Auch in Barfuß auf Nacktschnecken

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Cast & Crew


Kritiken (9) — Film: Barfuß auf Nacktschnecken

Filmering: Filmering.at

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4.0Uninteressant

Barfuß auf Nacktschnecken erzählt die Geschichte zweier ungleicher Schwestern, nimmt sich dabei aber leider viel zu viel Zeit, sodass der Spannungsbogen über weite Strecken nicht vorhanden ist. Es fehlt schlicht am gewissen Etwas und an wirklich einprägsamen Momenten. Deshalb ist der Film zwar im Ansatz durchaus interessant, verkommt aber leider zu einem großteils langweiligen Kunstkonzeptfilm, das viel zu kalkuliert anmutet. Spätestens bei der kitschigen Auflösung wird klar, dass hier leider nicht alles so zusammenpasst wie es sollte.

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Frederik König: Schnitt Frederik König: Schnitt

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7.5Sehenswert

Diese Art der erzählerischen Dialektik findet ihre Entsprechung in den beiden Schauspielerinnen Diane Kruger und Ludivine Sagnier. Ludivine Sagnier spielt die Lily impulsiv, mit der richtigen Mischung aus überschäumendem Temperament und liebevoller Ruhe. Ihr sommersprossiges Gesicht voller Bewegung und Mimik steht ganz im Gegensatz zum kontrollierten, nur minimale Emotionen zeigenden Spiel Diane Krugers. Dieses reduzierte Spiel, das ihr oftmals als Nichtkönnen angekreidet wurde, paßt hier perfekt zur Rolle.

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Claudia Nitsche: Radio Köln Claudia Nitsche: Radio Köln

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9.0Herausragend

So wird Barfuß auf Nacktschnecken, dieses durchaus leichte und vergnügliche Drama mithilfe der beiden ambitionierten Darstellerinnen in Verbindung mit einem glaubwürdigen und sentimentalen Drehbuch zum Geheimtipp des Frühjahrs. Auf dass allen Wesen ein schonungsloser Mensch wie diese Lily begegne.

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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio

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7.5Sehenswert

Als Schöpferin der Romanvorlage, Mitautorin für das Filmdrehbuch, als Regisseurin und Kamerafrau hat Fabienne Berthaud das Filmprojekt sicher zu einer Herzensangelegenheit erkoren und das sieht man Barfuß auf Nacktschnecken im Positiven wie im Negativen auch an. Nicht nur der Titel ist extravagant, sondern auch seine Heldin. [...] Wer es bis jetzt noch nicht wusste - Diane Kruger ist eine ernstzunehmende reife Schauspielerin, die in diesem exaltiert wirkenden Film mit Ernsthaftigkeit, Sensibilität und Zurückhaltung überzeugt.

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Julia Binder: Bayerischer Rundfunk Julia Binder: Bayerischer Rundfunk

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8.5Ausgezeichnet

Barfuß auf Nacktschnecken ist ein unkonventioneller, fantasievoller Film, sommerlich leicht inszeniert mit großartigen Darstellerinnen und verspielten Bildern. Er zeigt, wie schön das Leben sein kann, wenn man auf Konventionen und scheinbar wichtige Regeln pfeift.

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RR. Hamacher: Westfälische Rundschau, Köl... RR. Hamacher: Westfälische Rundschau, Köl...

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8.0Ausgezeichnet

[...] Trotz aller Sympathie für die Hauptfigur vermeiden Buch und Regie in Barfuß auf Nacktschnecken jede dogmatische Festlegung auf Lilys Welt als verheißungsvolle Utopie, sie erscheint vielmehr wie ein Wunsch aus einem Märchen. Dass man sich dem gerne hingibt, liegt auch an dem kongenialen Zusammenspiel der beiden Schwestern. Ludivine Sagnier wandelt überzeugend auf dem schmalen Grat zwischen Kind und Frau, normal und verrückt, und wirkt auch dann noch authentisch, wenn sie die Grenzen zur einen oder anderen Seite hin auslotet; Diane Kruger, die in ihren US-amerikanischen Produktionen von Troja bis Unknown Identity oft so eindimensional wirkt, beweist hier wie schon in Jaco van Dormaels Mr. Nobody, dass sie eine großartige Schauspielerin ist.

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Chuchaqui: Critic.de

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7.5Sehenswert

Das Motiv des vermeintlich Wahnsinnigen, der unsere Kultur als den eigentlichen Wahnsinn entlarvt, ist nun nichts Neues. Zwei Aspekte machen Barfuß auf Nacktschnecken allerdings sehr sehenswert: Zum einen die angenehm unvorhersehbare und doch stets plausible Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Schwestern, die sowohl der starken Figurenzeichnung Berthauds wie auch den Leistungen ihrer Darstellerinnen zu verdanken ist. Während Diane Kruger zeigt, dass sie besser ist als ihr Ruf, geht Sagnier völlig in ihrer Rolle auf – ihre Darstellung macht Lily von der durch das Drehbuch vorgesehenen Funktion als Außen der Gesellschaft zu einer Figur, die uns in Erinnerung bleibt. Zum anderen die visuelle Umsetzung des Films, von der liebevollen Ausstattung der Künstlerin Valérie Delis bis zur tollen Handkamera-Arbeit, für die neben Kamerafrau Nathalie Durand auch Berthaud selbst verantwortlich zeichnet.

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Hendrik Bake: programmkino.de, Zitty Hendrik Bake: programmkino.de, Zitty

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7.0Sehenswert

Die Sommeridylle, die der Film, trotz allen Schwierigkeiten der Schwesternbeziehung ausstrahlt, überträgt sich auf den Zuschauer. Die detailgenaue Ausstattung der Wohnräume der Schwestern sowie ihre Art sich zu kleiden, unterstützen den Eindruck, man betrete ein ganz neues Universum.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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7.5Sehenswert

Von einem Film, in dessen ersten Momenten eine Mutter stirbt, erwartet man normalerweise, dass er sich mit der Aufarbeitung dieses Todes beschäftigt, dass etwa den Kindern bei der Bewältigung des Verlustes zugesehen wird. Aber Regisseurin Fabienne Berthaud, die mit „Barfuß auf Nacktschnecken" ihren eigenen, gleichnamigen Roman verfilmt, geht einen anderen Weg.

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Kommentare (14) — Film: Barfuß auf Nacktschnecken

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diedieblondist

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Bewertung2.5Ärgerlich

schlechtester film allerzeiten

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RoosterCogburn

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Was für ein Filmtitel?! Wer macht denn sowas ekliges? ^^


rkuehne

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Bewertung5.5Geht so

Nette Unterhaltung, die allerdings seicht bleibt und eher den Wunschtraum des Ausbrechens statt dessen Realisierung zum Thema hat und zudem zu viele Fragen offen lässt.

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Eiri

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Bewertung9.0Herausragend

Lebenslust pur! Einfach mal aus alten, festgefahrenen Mustern ausbrechen und atmen. Ganz toller Film! :)

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Sanylein

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich war sehr positv überrascht von den beiden Hauptdarstellern, sie machen ihren Job perfekt. Ich hätte gedacht das der Film megaschlecht ist, habs dann aber durch empfehlungen doch angeguckt. Also ich habs nicht bereut, auch wenn mich das Verhalten von Lilly an manchen Stellen echt extrem gestört/genervt hat.

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katinkaka

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Bewertung7.5Sehenswert

Wer für französiche Filme mit guter schauspielerischer Leistung, schönen Bildern und etwas fürs Herz ist, ist meiner Meinung nach gut unterhalten.
Das Ende ist mir persönlich etwas zu kitschig ausgefallen.
Den medizinischen Aspekt und die Anleitung zum Umgang mit "verrückten" Menschen habe ich nicht vermisst, dafür kann man sehr realistisch miterleben wie schwer es ist die Geduld und Toleranz für Menschen die "nicht normal" sind aufzubringen.

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Der Franzose

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film lässt die Diane Kruger Kritiker verstummen und die Ludivine Sagnier Fans begeistern. Die wechselhaften Gefühlsausbrüche von Lily sind hervorragend gespielt.

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Marie Krolock

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Verstummen... na ja.. aber ich wurde - zumindest diesmal - leiser ;-)


Der Franzose

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;-)


iAMR

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Bewertung2.0Ärgerlich

Was eine Studie über den Umgang mit einem "schwierigen" Menschen hätte werden können, entpuppt sich als Verherrlichung einer unverbindlichen und nur scheinbar regelfreien Lebensführung.

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Marie Krolock

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Bewertung4.0Uninteressant

Um es vorweg zu nehmen, die nicht so gute Bewertung kommt nicht davon, dass Diane Kruger mitspielt - sie spielt, erstaunlicherweise, gar nicht mal so schlecht. Oder anders: Besser habe ich sie bisher nicht gesehen. Vielleicht liegt es daran, dass ihre Stimme nicht ihre echte ist (ich weiß, das ist gemein). :)
Die außergewöhnliche Schwester Lily wird wirklich großartig von Ludivine Sagnier dargestellt. Und am Anfang ist alles, was sie macht, auch noch lustig und neu. Doch im Laufe des Filmes nervt ihr Verhalten immer mehr, ob sie es nun absichtlich macht oder einfach nichts dafür kann, es nervt. Wenn ich außerdem denke, der Film hört gar nicht mehr auf, obwohl er erst eine Stunde läuft, ist es wohl kein gutes Zeichen. "Barfuß auf Nacktschnecken" zieht und zieht sich. Da helfen auch keine schönen Bilder oder guten Schauspieler - am Ende ist er langweilig.

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nagisa

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Bewertung7.0Sehenswert

In meinen Augen dreht sich der Film um die Frage: Was tut man, wenn man eine Schwester hat, die nicht auf sich selbst aufpassen kann? Überlässt man sie ihrem Schicksal? Gibt man sie an andere, bei denen man nicht weiß, ob sie damit umgehen können bzw. wie sie damit umgehen? Gibt man sie in eine Klinik, obwohl man weiß, dass sie da niemals so glücklich sein wird wie in dem Haus mitten in der Natur? Oder opfert man seine eigene Lebensweise und notfalls seine Beziehung, um sich selbst um sie kümmern zu können? Die Entscheidung von Clara, welche durch die Ereignisse und den Verlauf der Handlung für mich nachvollziehbar ist, ist nur eine davon, andere wären vielleicht einen anderen Weg gegangen.
Die kleine Schwester Lily ist auf der einen Seite wegen ihrer egoistischen Art und ihren unberechenbaren Handlungen anstrengend, auf der anderen Seite aber auch irgendwie erfrischend, weil sie manchmal einfach nur die Wahrheit sagt und Ideen hat, auf die man als „normal denkender“ Mensch gar nicht kommen würde. Dass der medizinische Aspekt komplett weggelassen wurde, finde ich nicht so störend. Es hätte den Film wahrscheinlich nur unnötig verlängert.
Alles in allem ein sehenswerter Film über einen schwierigen Menschen in einer idyllischen Kulisse. Allerdings nichts für Leute, die keine toten Tiere sehen können.

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neenchen

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Bewertung5.5Geht so

Die Bilder des Films sind wirklich schön. Aber auch hier, wie bei den Charakteren und der Entwicklung der Handlung, greifen die Filmemacher nur auf eine Schwarz-Weiße-Sichtweise zurück. Das Land ist farbenfroh und erfüllt mit goldenen Sonnenschein sofort das Herz der Hauptdarstellerin. Die Stadt ist grau und die Wohnung darin karg und trist eingerichtet.
Nur die spiessige, langweilige Schwester Clara, die von Diane Kruger gespielt und hier so viel besser spielt als in irgendeinem anderem Film zuvor, macht eine Entwicklung durch, obwohl ich mir gewünscht hätte, dass auch die Hundemörderin Lily sich in Therapie begibt oder mindestens, dass ihr Handeln und ihre Aussagen nicht immer als die beste Lebensweise dargestellt werden würde. So bleibt das Credo des Filmes: Alles Vernünftige ablegen und sich in die Natur zurückzuziehen.

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wailer-greg

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Bewertung4.5Uninteressant

Also mal unter uns Pastorentöchtern: Der einzig "normale" Charakter in "Barfuß auf Nacktschnecken" war der Schwiegervater von Clara (Diane Kruger). Nur leider hatte er nicht so viel zu sagen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Über weite Strecken des Films schüttelt man ob des nicht nachvollziehbaren Verhaltens der drei Hauptcharaktere den Kopf. Warum bringt sich z.B. Pierre nicht mehr ein (außer Clara am Abend der Beerdigung ihrer Mutter sexuell zu bedrängen), um die beiden Schwestern zusammen zu bringen? Warum informiert sich Clara nicht über die Krankheit ihrer Schwester bzw. holt professionellen Rat ein? Und was für eine psychische Störung hat Lilly überhaupt? Kein Wort wird im Film darüber verloren.. Einfach vorauszusetzen, das an Hand des Krankheitsbildes/Verhaltens von Lilly jede/r Kinobesucher/in weiß, dass es sich (wohl) um Autismus handelt, grenzt an Stümperei.

Auf der Habenseite:
- tolle Schauspieler
- 1A technische Umsetzung (Kamera, Licht etc.)
- 2. Hälfte des Films wesentlich erträglicher

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Tekl

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Warum sollte das Verhalten von Menschen im Film mehr nachvollziehbar sein als im echten Leben?

Und das mit Pierre am Abend der Beerdigung war doch genau passend zu seinem Charakter. Ihm ging doch alles die ganze Zeit auf den Sack und sein (geringes) Interesse an der Sache war doch recht aufgesetzt und passte zu seinem Charakter.

Mit gefiel, dass eben nicht wie in jedem Film die „Krankheit“ so thematisiert und alles schlüssig und erklärt wurde.


wailer-greg

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Danke erstmal für das konstruktive Feedback.
Um deine Frage am Anfang zu beantworten: Weil Menschen, die sich Filme angucken, um sich mal aus der (oftmals unverständlichen) Realität entführen zu lassen, das gern haben. Eine nachvollziehbare Handlung ist zudem leichter zu verarbeiten und eröffnet dem Film ein wesentlich breiteres Publikum, ohne an "Anspruch" einzubüßen (Bsp.: 'Das Labyrinth der Wörter', wer Den gesehen hat, weiß was ich meine).

Worunter Lilly (vermeintlich) leidet, also die genaue medizinische Bezeichnung ihrer Wahrnehmung- und Informationsverarbeitungsstörungen, hätte den Film um Längen verständlicher gemacht. Außerdem hätte man das super in die Geschichte einbauen können. Nur wenn man weiß, was ein Mensch genau hat, kann man ihm schließlich auch richtig helfen (Bsp. hier: Der Exorzist ;-). Clara und Co. hätten dann dementsprechend das Verhalten von Lilly einordnen können, statt mit Phrasen wie "Lass' den Unsinn!" zu reagieren.

So wie es sich jetzt im Film darstellt, gehen die Konflikte fast alle auf das Konto der dummen, uninformierten Mitmenschen Lilly's. Und das hat mich als Zuschauer dann doch genervt.


datruuss

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Unfassbar gruselig, schockierend kitschig, unglaubwürdig und dazu stock konservativ von der Grundaussage. Das Heil liegt also im Zurück zur Natur, der Wahrheit des Unmittelbaren etc. Die Krönung ist dann das Schlussbild im zum Herzchen gemähten Kornfeld. Aber keine Angst: Alle, die Vincent will Meer mochten, wird dieser Film auch gefallen.

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RicardaHEYYA

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ein super Film! Geht unter die Haut!

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stepsili

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Bewertung9.0Herausragend

Vorne weg: Klasse Film. Als ich den Trailer sah, war ich eigentlich nicht wirklich gespannt auf diesen Film. Umso überraschter war ich nach dem Kinobesuch. die Regisseurin hat so wahnsinnig viele Konflikte ohne große Worte mit zauberhaften Naturbildern dargestellt. Die Botschaft, dass alles was als "nicht-normal" erscheint trotzdem normal sein kann, kommt an. Auch das es nie zu spät ist Träume zu verwirklichen und sich zu entfalten, auszubrechen aus engstirnigen Laufbahnen. Ich bin immernoch ganz begeistert. Angucken!

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