Bauer unser - Kritik

Bauer unser: Billige Nahrung - teuer erkauft

AT · 2016 · Laufzeit 92 Minuten · FSK 0 · Dokumentarfilm · Kinostart
Du
  • 6

    Es ist Schabus’ Verdienst, all die Protagonisten des Agrar-Kapitalismus vor die Linse zu kriegen, wo sie ihre Glaubenssätze herunterbeten:
    Landwirtschaftsfunktionäre, die Preise bestimmen können, Politiker, die für TTIP schwärmen, Bauern, deren Höfe ständig wachsen, ohne mehr Gewinn abzuwerfen.
    Was aber kann hier das Kino? Bewusstsein schaffen. „Als ich vor mehr als drei Jahrzehnten ‚1900‘ von Bernardo Bertolucci gesehen habe, dachte ich eigentlich, die Zeit der Großgrundbesitzer in der Landwirtschaft sei vorbei“, sagt der Produzent
    Helmut Grasser. "Das war ein Irrtum."

    Aus Neu mach Alt: Der Neoliberalismus ist nur ein Neofeudalismus.

    • 4

      Nach Geyrhalters »Unser aller Brot« und Wagenhofers »We feed the World« wieder ein österreichischer – und auch thematisch stark österreich-gewichteter – Dokumentarfilm zur Agrarindustrie in Europa. Viele Neues bringt »Bauer unser« nicht, lässt sich aber sicherlich zu Brainstorming und Agitation in einschlägig interessierten Kreisen einsetzen. [Silvia Hallensleben]

      • 7 .5

        Regisseur Robert Schabus setzt bei seiner Doku Bauer unser, ziemlich bauernschlau, auf eine teilnehmende Beobachtung der unaufgeregten Art statt auf die polemische Schlachtplatte. Er überlässt seinen Akteuren das Wort. [Dieter Oßwald]