Beasts of the Southern Wild
Beasts of the Southern Wild (2012), US Laufzeit 97 Minuten, FSK 12, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 20.12.2012
39 Bewertungen
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820 Bewertungen
78 Kommentare
Keine
von Benh Zeitlin, mit Quvenzhané Wallis und Dwight Henry
Eine Sechsjährige zeigt uns in Beasts of the Southern Wild die Welt durch ihre Augen. Ein Abenteuer, das sowohl in Cannes als auch auf dem Sundance-Festival Hauptpreise gewann.
Hushpuppy (Quvenzhané Wallis) ist ein aufgewecktes und furchtloses Mädchen. Zusammen mit ihrem Vater Wink (Dwight Henry) lebt sie im sogenannten Bathtub, in einer Gegend, die irgendwo im Nirgendwo Louisianas einer Badewanne gleich eingebettet ist. Die Leute, die hier wohnen, sind stolze Leute, die das Leben mit ihren Entbehrungen, aber auch Segnungen zu schätzen wissen. Aber die Badewanne sieht sich in der Idylle ihrer Abgeschiedenheit bedroht: Naturkatastrophen, die durch die Erderwärmung hervorgerufen werden, zwingen die Mehrheit, wegzuziehen, der Rest soll zwangsevakuiert werden.
In Hushpuppys Augen entwickelt sich jedoch ein anderes Szenario: Durch das Schmelzen der Polkappen sind gewaltige Auerochsen befreit worden; die einstigen Herrscher der Welt sind gekommen, um ihr Reich wieder in Anspruch zu nehmen.
Als ihr Vater von einer tödlichen Krankheit befallen wird, muss Hushpuppy schmerzhaft erfahren, dass alles Leben endlich ist – auch das ihres Vaters. Aber alles ist ebenfalls Teil des großen Planes, der das Universum zusammenhält. Hushpuppy stellt sich dem Tod und sieht den Auerochsen ins Auge. Auch eine kleine Sechsjährige kann schon ein großer Held sein.
Hintergrund & Infos zu Beasts of the Southern Wild
Der Regiedebütant Benh Zeitlin, der auch an dem berührenden Score mitkomponiert hat, fand die passende Landschaft für seine allegorienhafte Erzählung Beasts of the Southern Wild im Südosten Louisianas, genauer gesagt: im Terrebonne Parish. Seine beiden Hauptdarsteller Quvenzhané Wallis und Dwight Henry fand Zeitlin dagegen nahezu auf der Straße bzw. castete sie aus der örtlichen Bevölkerung (Dwight Henry z.B. arbeitete vor Ort als Bäcker). Ein Glücksfall, wie die Chemie zwischen ‘Vater’ und ‘Tochter’ beweist (die Donuts des Bäckers taten ihr Übriges).
Ein Glücksfall waren auch die Produktionsbedingungen von Beasts of the Southern Wild: Zum einen gefördert vom Sundance Institute, dessen Renommee Türen für potentielle Investoren öffnete, erhielt Zeitlin auch finanzielle Unterstützung von Cinereach, einer den deutschen Filmförderungsanstalten ähnlichen Einrichtung.
Der Rest ist Geschichte: Benh Zeitlin gewann auf dem Sundance Festival nicht nur den Großen Preis der Jury, allein in Cannes (2012) erhielt der Festival-Liebling Beasts of the Southern Wild fünf Preise, u.a. die Goldene Kamera. (EM)
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Fantasyfilm
- Zeit
- 2010er Jahre, Gegenwart
- Ort
- Louisiana, Südstaaten
- Handlung
- Alleinerziehender Vater, Angst vor dem Tod, Angst vor der Zukunft, Bayou, Besorgt sein, Eisschmelze, Elend, Fehlende Mutter, Frauenpower, Globale Erwärmung, Mutter, Sozial schwache Familie, Strenger Vater, Urzeitmonster, Vater-Tochter-Beziehung, Verlust der Mutter, Verlust des Vaters, Vorstellungskraft
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig
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Kritiken (30) — Film: Beasts of the Southern Wild
Arthur A.: www.filmfutter.com
Kommentar löschenEine leicht surreale, den Zuschauer in ihren Bann ziehende Fabel über allzu reale Probleme, die vor allem mit ihrer bezaubernden Hauptdarstellerin überzeugt.
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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschen[...] In einem nach allen Regeln der Manipulationskunst gestrickten Anbiederungsformalismus aus vereinnahmender kindlicher Hauptfigur, ständigem Voice-Over und sinnlichen Musikklängen verfolgt der Film eine hanebüchene Verniedlichungsstrategie des dargestellten Elends: Wie eine unbeschwerliche Abenteuerreise mutet der im Kern zutiefst brutale Leidensweg seiner Hushpuppy an, wie ulkig betörende Lebensausschnitte wirken deren Erlebnisse. [...]
Kritik im Original 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Philipp Ebert Mon, 29 Apr 2013 02:24:14 -0000
Antwort löschenNicht mal ansatzweise. Dieser Film zeigt doch deutlich, dass Kindheit mehr ist als die gewöhnlich dargestellte lichtgeflutete goldene Schneekugel in der wie in einem verlorenen Paradies mal alles gut war.
Da wird überhaupt nichts verniedlicht. Es soll Menschen geben die aufgrund ihrer raueren Herkunft anders (nicht besser) mit Leid umgehen als man selbst.
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Auch wenn Regisseur Zeitlin seiner Narration etwas zu viele Versatzstücke aufbrummt und sich selber so einige inszenatorische Stolpersteine in den Weg legt, so entsteht letzten Endes ein stimmiges Zusammensein von elementaren Dingen: Zugehörigkeit, Lebenswillen, Isolation, Philosophie und die naive Symbiose aus Realität und Fantasie. Ein optimistischer, melancholischer und doch mit leichter Tragik bestäubter Wind weht durch den Film, dem man sich hingeben oder bereits nach wenigen Minuten verschließen kann. Sehenswert ist er jedoch allemal.
Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
lieber_tee Sun, 17 Feb 2013 12:21:07 -0000
Antwort löschenGuter, differenzierter Text, der nach mehr Punkten klingt...
SoulReaver Sun, 17 Feb 2013 12:49:21 -0000
Antwort löschenVielen Dank. Ach, mit Punkten hab ich es nicht so. 6 sind bei mir allerdings schon sehr viel.
lieber_tee Sun, 17 Feb 2013 12:51:01 -0000
Antwort löschen...und ich dachte ich bin immer geizig mit Punkten...:)
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Smoover Sun, 17 Feb 2013 13:15:14 -0000
Antwort löschenkann sein das du dein Bewertungssystem vor garnicht so langer Zeit umgestellt hasst?
kann mich irgendwie daran erinnern, dass du mal wesentlich großzügiger bewertet hasst
SoulReaver Sun, 17 Feb 2013 13:27:06 -0000
Antwort löschenJa, vor 2 Monaten ungefähr. :)
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Die körnigen, wackeligen, schwammig fokussierten Bilder unterstreichen es: Was „Beasts of the Southern Wild“ eigentlich erzählt, ist nicht so ganz klar. Die Handlung ist ein Balanceakt, den es erst einmal zu durchschauen gilt. Auf der einen Seite steht der fiktive Schauplatz ‚Bathtub‘ mit der kleinen Protagonistin, die sich die Welt mit ihrer Fantasie zusammenreimt, aus deren Perspektive die Geschichte erlebt wird. Auf der anderen Seite steht der politische Kommentar über einen geteilten Staat rund um Hurrikan ‚Katrina‘, zumal man sich recht offensichtlich im sumpfigen Louisiana befindet. So ist Zeitlins Erzählweise etwas befremdlich und undurchsichtig, allerdings auf eine faszinierende Weise. Zum Glück treffen sich die verschiedenen Komponenten und enthüllen schließlich eine einfühlsame Studie über materiellen und menschlichen Verlust. [...]
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Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online
Kommentar löschen[Die] Uneindeutigkeit und der magische Realismus, der dadurch entsteht, entfaltet eine archaisch-poetische Kraft, die sehr viel tiefer geht als es ein gesellschaftskritisches Drama, ein reiner Fantasy- oder Science-Fiction-Stoff alleine leisten könnten. Dabei vermischen sich Naturmythen, Zivilisationskritik, Religion und Philosophie zu einem zutiefst humanistisch-emotionalen Aufschrei gegen Umweltzerstörung und ein fremdbestimmtes Leben.
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Dr. Borstel: Sharks, Pencils and Ben Aff...
Kommentar löschenBeasts of the Southern Wild ist ein Film über die Natur, die ihr Recht einfordert, und über die Menschen, die sich entscheiden, mit ihr zu leben und zu sterben. Es ist auch ein Film über die Phantasie, über den Bruch mit dem Konstrukt Realität und darüber, wozu Kinder fähig sind; ein ganz und gar außergewöhnlicher Film, getragen von Figuren, denen man in keiner Sekunde anmerkt, dass Laien- oder überhaupt Schauspieler hinter ihnen stehen. Quvenzhané Wallis, die Hushpuppy spielt, ist die zweite Naturgewalt, die in Beasts of the Southern Wild am Werke ist, und sie wirkt noch eine ganze Weile nach, nachdem der Sturm sich längst verzogen hat. Entdeckung ist dafür das falsche Wort, es ist vielmehr eine Überwältigung, wie überhaupt Beasts of the Southern Wild schwer zu fassen ist, weil dieser Film nicht für die üblichen Schubladen geschaffen ist; nicht weil er sperrig wäre, sondern weil sein Ruf nach Freiheit zu laut und zu schön klingt, als dass man ihn überhaupt in eine Schublade sperren wollte, selbst wenn man könnte.
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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...
Kommentar löschen"Mit einem bescheidenen Budget von etwa 1,8 Millionen US-Dollar, einer 16mm-Kamera und Laiendarstellern gelingt dem Newcomer Benh Zeitlin ein kleines Wunderwerk: Sein Beasts Of The Southern Wild strotzt vor Energie und Einfallsreichtum, entführt einen in seine eigentümliche Welt und nimmt einen mit auf eine abenteuerliche Reise. Im Zentrum steht die Sechsjährige Hushpuppy, die nach der Erkrankung ihres Vaters und der Überflutung ihrer Heimat furchterregenden Monstern in die Augen blicken muss. Wer nun ein Fantasyepos oder einen Horrorschocker erwartet, liegt damit falsch: Dieser Film handelt davon, seinen Ängsten zu widerstehen und Verantwortung zu übernehmen. Wie Zeitlin hier seine Botschaft vermittelt, ist schlicht wunderschön und inspirierend. Auf seine Folgearbeit darf man bereits gespannt sein. Eine absolute Entdeckung ist übrigens die junge Hauptdarstellerin Quvenzhané Wallis."
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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de
Kommentar löschenDie Bilder in Beasts of the Southern Wild sind grandios verfremdet, die Naturgewalten furchteinflößend, doch mittendrin steht diese Mädchen und nimmt uns spielerisch an die Hand. Sie ist keine Schauspielerin bisher, genauso wenig wie der Mann, der ihren Vater darstellt und eigentlich Bäcker ist – aber beide sind ganz großartig.
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I.Reicher: der Standard I.Reicher: der Standard
Kommentar löschenIm Bewusstsein der kindlichen Heldin von Beasts of the Southern Wild sind alle Dinge miteinander verknüpft. Einfache Handlungen zeitigen gewaltige Wirkung. Die Grenzen zwischen Wirklichkeit und (Wach-)Traum sind in den Geschehnissen [...] fließend.
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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln
Kommentar löschenQuevenzhané Wallis transportiert den poetischen und träumerischen Ton des Films, was ihn weit über ein kritisches Öko-Märchen erhebt und zu einem einzigartigen Filmerlebnis werden lässt.
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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst
Kommentar löschenSchwer entziehen kann man sich [...] dem entwaffnenden Charme Hushpuppys, gespielt von Quvenzhané Wallis, einem Mädchen aus der Region. Gleichwohl hinterlässt das visuelle Vergnügen einen schalen Beigeschmack; denn was der Film als wirklichkeitsnahes Porträt der Louisiana-Community vorstellt, ist in Wahrheit vor allem prächtige Folklore.
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Hannah Pilarczyk: Spiegel Online Hannah Pilarczyk: Spiegel Online
Kommentar löschenDer Film war spottbillig, die Stars sind Laien - doch Beasts of the Southern Wild ist ein Meisterwerk, das Poesie mit Politik vereint.
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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio
Kommentar löschenHier bekommen wir es mit einem Fantasy-Film der besonderen Art zu tun. Und er ist ein schöner Beweis dafür, dass es nicht immer digitaler Tricks, 3D-Effekte oder bepelzter Hobbit-Füßchen bedarf, um den Zuschauer mit in andere Welten zu nehmen.
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Magali-Ann Thomas: BR Magali-Ann Thomas: BR
Kommentar löschenWer nichts erklärt haben will und Lust auf eine sinnliche Reise hat, ist bei "Beasts of the Southern Wild" goldrichtig.
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Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog
Kommentar löschenEine Sechsjährige stellt sich den Biestern des Universums und den Realitäten von Süd-Louisiana. Ein Film wie kein anderer.
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D.Brüggemann: Schnitt D.Brüggemann: Schnitt
Kommentar löschenDie Welt, die er baut, ist in der Tat faszinierend. Aber am Ende geht man raus und hat nicht das Gefühl, eine runde Sache gesehen zu haben. Oder eine menschliche Begegnung. Dafür zahlreiche Begegnungen mit Fischen, Krabben und Fabeltieren.
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goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...
Kommentar löschenBeasts of the Southern Wild ist eine Naturgewalt in Filmform. Die kleine Hushpuppy im Kampf gegen die Elemente und das Schicksal. Der namenlose Sturm (nein, nicht Katrina) und die prähistorischen Bestien sind zwei Symbole derselben Urangst, desselben Unheils. Kinder spüren Veränderungen ihrer vertrauten Welt, erkennen Lügen und Beschwichtigungen. Die Bestien stehen für ein Grauen, dem kein Kind ausgesetzt werden dürfte: Das zu frühe, abrupte Ende einer Kindheit und die Angst vor dem Tod. Der Film ist wie Hushpuppy, wie Bathtub: Teils traumhaft, teils abstoßend, zärtlich, brutal aber immer auf seine eigene Art poetisch. Die Qualität eines Lebens oder Kindheit lässt sich nicht mit abstrakten Zahlen beurteilen, sondern indem man zu aller erst die Augen öffnet. Die kleine Hushpuppy verfügt über diese Fähigkeit und jeder Erwachsene sollte ihr seine ganze Aufmerksamkeit schenken.
Nachtrag: Während sich die Gelehrten darüber streiten, welcher Veteran - John Williams, Alexandre Desplat oder doch wieder Howard Shore - die "beste" Filmmusik des Jahres schrieben, verweise ich bescheiden auf den Trailer zu Beasts, denn dort erklingt das Hauptthema des Films. Noch Fragen?
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Edward Nigma: CinemaForever
Kommentar löschen"In a million years, when kids go to school, they gonna know: Once there was a Hushpuppy, and she lived with her daddy in The Bathtub."
Jedes Jahr aufs Neue trifft sich auf dem Sundance Film Festival in Park City und Salt Lake City die Elite der Independent-Filmindustrie. Und jedes Jahr aufs Neue gibt es auch wieder einen absoluten Überflieger-Film, der auf dem Festival gefeiert wird, als wäre er der alleinige Heilsbringer für die kränkelnde Kommerz-Kinoindustrie. 2012 war dieser Film das Neuzeit-Märchen „Beasts of the Southern Wild“ von Regie-Newcomer Benh Zeitlin, das mit Laienschauspieler, wunderschönen Landschaftsaufnahmen und einem mitreißenden Soundtrack das Sundance-Publikum verzaubern konnte. Doch vom Status eines Meisterwerks ist „Beast of the Southern Wild“ meilenweit entfernt, denn besonders in der Erzählstruktur und der Inszenierung hat der Sundance-Hit deutliche Schwächen aufzuweisen. Letztendlich ist der Film ein annehmbares Erstlingswerk, das besonders…
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Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei... Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei...
Kommentar löschenIn Hushpuppys überhöhtem Passageritus verbirgt sich nicht Magie, sondern der harsche Naturkreislauf. "Starke Tiere erkennen, wenn ein Herz schwach ist", sagt Hushpuppy. Vielleicht fühlt man deshalb hinter dem Aufbrausen der Beasts of the Southern Wild dumpfe Kraftlosigkeit.
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G. H. Jekubzik: programmkino.de G. H. Jekubzik: programmkino.de
Kommentar löschenIn jeder Faser, in jeder Szene feiert Beasts of the Southern Wild das Leben, so bildgewaltig und fantastisch, wie es die Sumpf-Bewohner in ihren ausgelassenen Feiern tun. Ein Muss für jeden, der nicht nur eingedämmte, sondern Filme voller Leben will.
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Alle Kritiken (30)
Kommentare (48) — Film: Beasts of the Southern Wild
anakyn Sat, 11 May 2013 05:42:58 -0000
Kommentar löschenToller Film irgendwie! Schön und ungewöhnlich.
Mich hat BotSW vor allem durch eine tolle Heldin begeistert, kaum Fantasy-Elemente (wie man ja eigentlich vermuten sollte) und eine tolles Setting. Ich mag es ja, wenn man als Zuschauer einfach so in eine erzählte Welt "hereinplatzt" und auch gar nicht alles groß erklärt wird. Das überlässt man dann einfach der Fantasie des Zuschauers.
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EasyPauly Fri, 10 May 2013 21:55:15 -0000
Kommentar löschenHushpuppy rules!
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erik.stein.12 Fri, 10 May 2013 11:12:39 -0000
Kommentar löschenIch hatte etwas anderes erwartet, als ich es schlussendlich zu sehen bekam. Aber so was muss ja nicht schlecht sein…
Beasts Of The Southern Wild ist ein simples Überlebensdrama, das u.a. Themen, wie “Loslassen”, „Akzeptieren“, „Erwachsen werden“ und “Sich seinen Ängsten stellen” abhandelt und dies vor einer anderen Kulisse (einem durch ein Unwetter überflutetes Armenviertel mitten in einem Sumpfgebiet) präsentiert. Sorry… mehr ist es aber wirklich nicht.
Der Film bedient sich hierfür ein paar bedeutungsschwangerer Bilder und nutzt die überdemensionalen Biester als Versinnbildlichung natürlicher (Ur-)Ängste. Dies wird in einer der letzten Szenen sehr deutlich. Hier stellt sich die kleine und bemerkenswerte Hauptdarstellerin eben jenen Biester, bezwingt ihre Angst, akzeptiert das Unausweichliche, lernt daraufhin loszulassen und hat einen entscheidenden Schritt gen „Erwachsen werden“ absolviert.
All dies hat man in diversen anderen Filmen auch schon einmal gesehen und gewinnt garantiert keinen Blumentopf mehr. Was den Film aber rettet und dennoch interessant und sehenswert macht, ist die raue, dreckig gefilmte (halbdokumentarisch mit leichter Wackelkamera) und beeindruckende Kulisse, die Schauspielleistungen und das einerseits surreale, andererseits authentische Feeling, das Beasts Of The Southern Wild einmalig einfängt.
Trotz seiner gerade einmal 90 Minuten Lauflänge wirkt der Film jedoch langatmig. Das liegt zum Einen daran, dass die Stimmung eher träge bis traurig und melancholisch ist und die Story (bis auf die letzte Halbestunde) kaum etwas bietet und bis dato eher „artsy-fartsy“ rüberkommt, als wirkliche Tiefe zu besitzen.
P.S. Ich war nicht begeistert, nur sehr selten beeindruckt und der Zugang zum Film und dessen Figuren fiel mir schwer.
Bewertung der Blu Ray findet ihr hier:
http://mr-stone-movies.blogspot.de/2013/05/beasts-of-southern-wild-blu-ray.html
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headmusic Sun, 05 May 2013 20:13:37 -0000
Kommentar löschenIch gebe zu, der Film macht es einen nicht gerade einfach aber wenn man sich darauf einlässt, spürt man die Magie die den Film durchweht. Belohnt wird man mit faszinierenden Bildern untermalt von einem anrührenden Score. Und wer sich vor der einfühlsamen Darstellung von Quvenzhané Wallis als "Hushpuppy" entziehen kann, muss schon ein ziemlich grober Holzklotz sein oder jeglicher Kindheit beraubt worden sein.
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Volker Kanopka Fri, 03 May 2013 17:31:22 -0000
Kommentar löschenBoah war der stark. Geschichte, Schauspieler, Musik, Atmosphäre und die paar Effekte die drin sind sehen super aus.
Ich wusste schon lange das der Film kommt, hab mich drauf gefreut und wurde nicht enttäuscht.
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Daymare Wed, 01 May 2013 23:00:02 -0000
Kommentar löschenSchöne Bilder und ein betörender Soundtrack sind leider nur halb soviel wert, wenn einen das finale Produkt einfach nicht anspricht, ungeachtet der darstellerischen Leistungen! An sich schade, denn für den märchenhaften und verklärten Touch bin ich prinzipiell immer zu haben...
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Laserdance Wed, 01 May 2013 17:14:46 -0000
Kommentar löschenEs muss kunst sein. Ja es muss einfach. Und ich muss einfach ein banause sein. :-)
Das Ding ist ja immerhin Nominiert für 4 Oscars.
Hier steht irgendwo der Film muss gefühlt werden. Das wird wohl mein Problem gewesen sein. Ich fühl da nix.
Ich habe auch keine Ahnung worum es in dem Film nun ging. Die Handkamera Bilder, der Armut, soll das alles sein?
Nun kann man natürlich anmerken was man immer gerne macht, wenn Meinungen anders sind.
Da hat jemand den Film nicht verstanden.
Wobei ich ja der Meinung bin, diese Aussage taugt nix. Damit kann man auch einen Billigen Snuff Horro Porno verteidigen. Das der andere zu dumm war, der Film Genial, geht immer. :-)
Wie dem auch sei, für mich ein komplett Reinfall.
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spanky Mon, 29 Apr 2013 07:15:27 -0000
Kommentar löschenEin modernes Märchen in origneller und teils überraschender Ausführung, das sehr stark von der kleinen Hauptfigur getragen wird. Deren beeindruckende Präsenz wäre um ein vielfaches herausragender, wäre die Vaterfigur nicht als nervtötender Prolet angelegt, der die vollen 90 Minuten gefühlt mit seinem cholerischen Organ ausfüllt. Der übersteuerte Esotherik-Soundtrack tut sein übriges.
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Philipp Ebert Mon, 29 Apr 2013 02:20:49 -0000
Kommentar löschenIch würde ja versuchen den Film nach stilistischen und technischen Gesichtspunkten auseinander zu nehmen und zu beschreiben, aber dieser Film muss einfach gefühlt werden.
Einer der wenigen Filme die mich am Ende zu Tränen gerührt haben, ob und wie man diesen Film findet hängt vor allem vom Zuschauer ab und weniger vom Film selbst der dennoch absolut super gespielt, gefilmt und inszeniert ist. Und dann diese Musik...
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emaka Sat, 02 Mar 2013 14:13:50 -0000
Kommentar löschenIch weiß gar nicht was ich sagen soll. Was war das ? Unglaublich nervig, anstrengend und gewollt, aber nicht gekonnt. Eine gute schauspielerische Leistung sei mal da hingestellt.
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strangelet Fri, 01 Mar 2013 22:27:02 -0000
Kommentar löschenMan muss schon offen sein für die Philosophiestunde, die die kleine Hushpuppy da für's Publikum bereithält, sonst kann einem die Odyssee um die versinkenden Wellblechhütten von Bathtub wonöglich ein bisschen lang werden. Und vielleicht sollte man auch nicht gerade in die 23:00-Uhr-Vorstellung gehen, denn wach bleiben muss man schon selber, der Film leistet da wenig Hilfe.
Aber wenn das alles kein Problem ist, dann ist "Beasts of the Southern Wilde" ein wunderbarer, stimmungsvoller Kunstgenuss.
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Tyler-D Sun, 24 Feb 2013 14:02:37 -0000
Kommentar löschenEs ist schwierig einen Kommentar zu 'Beasts of the Southern Wild' zu verfassen, da man während des Films von so vielem erschlagen wird. Immer wieder bewegt sich der Film in eine bestimmte Richtung und ändert sie kurz darauf wieder, was es für mich beinah unmöglich gemacht hat, eine Bindung zur Story oder den Darstellern aufzubauen. Mal ist es ein Abgesang auf das moderne städtische Leben, mal ein Fantasy-Streifen und zuletzt ein Film über das Erwachsenwerden. Es ist unmöglich 'Beasts of the Southern Wild' in eine Kategorie oder Schublade zu stecken, da er ein beeindruckendes Szenario entwickelt, in welchem sich jederzeit alles ändern kann. Solch eine Drehbuch-Achterbahn ist nicht jedermanns Sache, trotzdem wartet der Film am Ende mit großen Gefühlen auf und schaffte es mir Gänsehaut zu bereiten.
Doch einiges in 'Beasts of the Southern Wild' erschließt sich mir nicht. Und erstrecht erschließt sich mir nicht wieso man eine 9-jährige als beste Hauptdarstellerin nominieren muss, aber dafür kann der Film ja nichts.
Insgesamt ist 'Beasts of the Southern Wild' ein gewagtes Projekt eines Jungregisseurs, von dem man weitere Werke im Stile eines Terrence Malick erwarten darf. Ich bin gespannt.
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emaka Sat, 02 Mar 2013 14:19:18 -0000
Antwort löschen"Immer wieder bewegt sich der Film in eine bestimmte Richtung und ändert sie kurz darauf wieder, was es für mich beinah unmöglich gemacht hat, eine Bindung zur Story oder den Darstellern aufzubauen. " für mich war es unmöglich. ich fand es anstrengend und gewollt, aber nicht gekonnt
CJ1203 Sun, 24 Feb 2013 13:45:07 -0000
Kommentar löschen"I see that I'm a little piece of a big, big universe."
Was für ein Debüt, das Benh Zeitlin da gelungen ist. Einen derart mächtigen audiovisuellen Sog entwickelte für mich - wenn auch unter ganz anderen Vorzeichen - zuletzt Refns "Drive". "Beasts of the Southern Wild" brennt sprichwörtlich ein Feuerwerk ab, verliert dabei aber niemals die Bodenhaftung und wirkt zu keinem Zeitpunkt weichgespühlt, sondern zeigt von Beginn an, was es ist: Eine Ode auf das Leben, bitter und schön, gewaltvoll und zärtlich zugleich. Zeitlin nutzt das von Naturgewalten gezeichnete Dorf "Bathtub", um Bilder zu zeigen, die in unseren Graden geradezu in Vergessenheit geraten sind: Das Leben ernährt sich vom Leben, die Natur gibt und nimmt.
Das gilt auch und speziell für die kleine Hushpuppy. Der Vater totkrank, die Mutter verschwunden, behält sie sich einen mystisch anmutenden Blick auf die Welt. Ihre Egozentrik, die vor Überlebenswillen strotzt, ist geradezu bezeichnend für das symbiotische Zusammenleben mit Mutter Natur. Hier scheiden sich dann freilich auch die Geister. Wem es nicht gelingt, zu akzeptieren, aus Kinderaugen auf die Welt zu blicken, der wird den Film vielleicht als armutverherrlichend empfinden. Nur was ist die Alternative? Ein von Armut und Elend traumatisiertes Mädchen zu zeigen?
Das widerspräche nicht nur Hushpuppys Einstellung, sondern - wenn man denn dem Film Glauben schenkt - einem Urinstinkt aller Menschen.
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Fernschreiber Fri, 15 Feb 2013 12:48:56 -0000
Kommentar löschenIn der heutigen Kinoempfehlung möchte ich euch Beasts of the Southern Wild vorstellen, den wahrscheinlich unbekanntesten Anwärter auf einen Oscar in der Kategorie Bester Film in diesem Jahr.
5. Beasts of the Southern Wild
(nominiert für: Bester Film, Beste Regie (Benh Zeitlin), Beste Hauptdarstellerin (Quvenzhané Wallis ) und Bestes adaptiertes Drehbuch)
Beasts of the Southern Wild ist ein Film, der schwer zu beschreiben ist. Ich versuche es aber natürlich trotzdem. Im Zentrum der Geschichte steht Hushpuppy, ein sechsjähriges Mädchen, das mit ihrem Vater Wink im sogenannten „Bathtub“, einem Sumpfgebiet in Louisiana lebt. Dort ist das Leben hart, doch Hushpuppy und Big Daddy sind glücklich.
Als sie in der Schule etwas über die ausgestorbenen Auerochsen lernt, hat sie die Vorstellung, dass die im ewigen Eis gefangenen Riesen durch die Erderwärmung wieder lebendig werden. Diese Bedrohung sieht das Mädchen durch einen Sturm und eine Überflutung ihres Hauses noch mehr bestätigt.
Da ihr Haus nicht mehr bewohnbar ist, machen sich die beiden mit einem provisorischen Motorboot auf, weitere Überlebende zu finden. Es folgen kleinere Episoden, in denen ein Damm gesprengt, ein Fest gefeiert und der „Bathtub“ evakuiert werden. Außerdem verschlechtert sich Winks Zustand immer weiter.
Der Film dreht sich nicht nur um die kleine Hushpuppy, sondern wird auch von ihr erzählt. Der Zuschauer erlebt also gemeinsam mit ihr ein Abenteuer. Das ist gerade am Anfang spannend und unglaublich intensiv. Regisseur Benh Zeitlin schafft es wirklich genial, das Leben im „Bathtub“ einzufangen. Leider nutzen die Bilder irgendwann etwas ab, sodass man sich mehr auf die eigentliche Geschichte konzentriert, die jedoch bei mir leider nicht wirklich gut funktioniert hat.
Auch wenn eigentlich viel passiert, zieht sich der Streifen gerade in der Mitte doch sehr. Alles wirkt träge, es wird wenig erzählt und gelegentlich nervt das Kind sogar ein wenig (wie so oft bei Kindern in Filmen.) Ich musste mich stellenweise wirklich bemühen, nicht einzuschlafen. Dabei kann ich nicht mal genau sagen, was mich gestört hat, aber es hat mich überhaupt nicht gepackt. Vielleicht ist mir die Lebenswelt zu fremd oder der Film insgesamt zu künstlerisch, aber ich kann nicht in die Begeisterungsstürme einstimmen.
Trotzdem ist Beasts of the Southern Wild ein mutiges Unterfangen gewesen, das neben den Bildern auch vom wirklich guten Soundtrack getragen wird. Der Regisseur hat bewusst auf große Namen verzichtet und die Rollen mit Laienschauspielern aus der Region besetzt. So hat der Film auch nur knapp eine Million Dollar gekostet, womit er mit Abstand der günstigste Oscarkandidat ist.
Ich vergebe zwar nur 6 von 10 Punkten, würde euch aber trotzdem raten, den Film zu schauen, wenn ihr ihn irgendwo auf DVD zu greifen bekommt. Gerade wer ruhige, märchenartige Geschichten mag, wird sehr auf seine Kosten kommen.
Oscarchancen? Ich lege mich fest, Beasts of the Southern Wild wird in zwei Wochen keinen Preis bekommen. Aber schon die vierfache Nominierung ist ein Riesenerfolg für Benh Zeitlin, der hier sein Langfilmdebüt vorlegt. Dafür gleich in den beiden Königsklassen bedacht zu werden ist mehr als respektabel. Warum allerdings die neunjährige Quvenzhané Wallis als beste Hauptdarstellerin vorgeschlagen wurde, ist mir ein wenig schleierhaft. Klar, sie ist ganz putzig und schafft auch die Balance zwischen Kindlichkeit und Reifung, aber sie ist halt noch ein kleines Kind und genau das stellt sie auch da. Klar, bei anderen Schauspielern würde man ihre Natürlichkeit loben, aber mir ist es mit acht Jahren einfach noch zu früh, um von einer ausgeprägten schauspielerischen Leistung zu sprechen. Aber in dem Punkt lass ich mir auch gerne wiedersprechen.
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bestseimon Tue, 12 Feb 2013 15:51:52 -0000
Kommentar löschen“The whole universe depends on everything fitting together just right. If one piece busts, even the smallest piece, the entire universe will get busted.”
Beasts of the Southern Wild ist einer der schönsten und auch besten Filme des vergangenen Kinojahres. Man muss sich nicht komisch fühlen, sich keine Gedanken machen, wenn diese wunderschöne Filmperle einen berührt und verzaubert. Zwar benutzt der Film altbekannte Mittel, um den Zuschauer gefangen zu nehmen, aber dabei wirkt er nie kitschig und versucht auch nicht übertrieben auf die Tränendrüse zu drücken. Natürlich gibt es einige emotionale Momente, aber diese sind nicht melodramatisch oder gekünstelt, sondern ganz einfach realistisch und unverfälscht.
Der Film kann vor allem durch seine großartigen Hauptdarsteller begeistern. Zum einen, Quvenzhané Wallis (deren Namen ich mir wohl nie merken werde), die eine fast schon unglaubliche Leistung abliefert. Das ist keineswegs selbstverständlich, sondern verlangt eine gehörige Portion Talent, Willen und vor allem Mut. Was sie jetzt schon für eine Ausdrucksstärke hat ist beeindruckend und lässt auf eine große Zukunft hoffen.
Auch Dwight Henry als labiler und stets betrunkener Vater, der trotzdem seine Tochter bestmöglich erziehen möchte ist klasse und vollkommen glaubwürdig. Man kann sich kaum vorstellen, dass er eigentlich nur ein Laiendarsteller ist.
Die Bilder wirken echt und beklemmend, irgendwie aber auch beeindruckend. Sie bilden eine perfekte Mischung mit dem Weltklasse-Soundtrack, der eine kleine Offenbarung ist und den Film erst so einzigartig macht. Dazu ist das Drehbuch von Benh Zeitlin, der nebenbei noch Regie geführt und am Soundtrack mitgearbeitet hat, gespickt mit tiefgründigen Dialogen und wundervollen Ideen.
Die Armut ist hier nicht das zentrale Thema, sie wird aber unverschönert und teilweise erschreckend dargestellt. Man kann sich nur schwer vorstellen, dass es sich noch um Amerika handelt. Im Grunde wird die Geschichte eines jungen Mädchens erzählt, wie es lernt selbstständig zu Recht zu kommen, die Angst zu überwinden, wieder Freude zu haben und letztendlich zu überleben.
Beasts of the Southern Wild ist ein einzigartiges Erlebnis, die perfekte Zusammenführung von Realität und Phantasie. Hoffnungsvoll, Ergreifend, aber auch Erschreckend. Ein Film, über den man noch lange nachdenken sollte.
“A ship at my side starts her motors and sails for the gulf. I watch her until she disappears. "There! She's gone!" Gone where? Gone from my eyes, that's all. She's just as big as when she left me. And somewhere else, other voices are calling out, "Here she comes!” And that is dying."
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Rupert Mon, 11 Feb 2013 16:09:51 -0000
Kommentar löschen1. Die Kameraarbeit und die Kulisse sorgen für eine angenehm echt und ungewöhnliche Stimmung.
2. Die Musik sorgt für eine emotionale, schöne Momente und ist generell sehr passend.
3. Die Schauspieler sind gut. Nicht überragend. Hushpuppys Vater ist jedoch eher oscarwürdig als die kleine selbst.
4. Die Fabel, die Darstellung der "Biester" ist äußerst interessant und lässt Raum zu träumen.
5. Die Rückführung auf das Sein an sich ist ein unglaublich fesselnder Aspekt.
6. Es kommt weniger Spannung und Gefühl auf, als man bei all diesen Punkten erwartet. Obwohl willig hat mich der Film nicht wirklich fassen können.
...Alles in allem ein interessantes Werk, welches wirklich starke Momente hat, seinem Potenzial allerdings hinterherhechelt.
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Punsha Sun, 20 Jan 2013 18:43:04 -0000
Kommentar löschenNatürlich ist "Beasts of the Southern Wild" ein stark manipulativer Film, der, zusätzlich verkitscht durch den naiven Blickwinkel eines Kindes, Mitleid und Betroffenheit in uns allen hervorrufen will und tatsächlich erweist es sich als verdammt schwer auf die suggestiven Taschenspielertricks nicht hereinzufallen. Doch dann frage ich mich: Was ist so falsch daran, sich in die süßen Kulleraugen Hushpuppys zu verlieben, wenn doch hinter jener emotionalen Beeinflussung eine moralisch einwandfreie Intension steckt? Aber auch diese Frage darf man nicht falsch verstehen: Trotz der überraschend gelungenen Leistung des Regiedebütanten Zeitlin und des beachtlichen Schauspiels aller Laiendarsteller bleibt "Beasts of the Southern Wild" ein qualitativ durchschnittlicher Film (dafür werden einfach zu viele mitleiderregende Klischees bedient), bei dem man sich allerdings nicht schämen muss, ihn gern zu haben oder gar zu lieben.
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nerdkiller Sun, 20 Jan 2013 18:57:27 -0000
Antwort löschenBääh, du Sozialvoyeur! :S
Wumz Sun, 20 Jan 2013 21:11:07 -0000
Antwort löschenGanz deiner Meinung!
Punsha Sun, 20 Jan 2013 21:38:49 -0000
Antwort löschen@nerd: Ja, ich interessiere mich für Menschen, auch für arme Menschen. Entschuldigung.
@Wumz: Das weiß ich sehr zu schätzen. :)
nerdkiller Sun, 20 Jan 2013 21:42:47 -0000
Antwort löschenArme Menschen sind keine Menschen.
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Punsha Sun, 20 Jan 2013 22:23:49 -0000
Antwort löschenSchönes Schlusswort
nerdkiller Sun, 20 Jan 2013 22:32:20 -0000
Antwort löschenDanke, und in den Augen einiger sogar wahr.
Lester Burnham Sat, 19 Jan 2013 10:10:05 -0000
Kommentar löschenWahrlich kein schlechter Film, habe aber dennoch etwas mehr erwartet. Gerade nach den Lobpreisungen durch die Academy habe ich auf ein überwältigendes Indie-Abenteuer gehofft. Herausgekommen ist eine hoffungsvolle und zugleich tieftraurige Vater-Tochter-Geschichte und eine Parabel über den Platz des Lebens, das wir "Zuhause" nennen. Die Energie des Films wird aus der Lebenssituation ihrer jungen Protagonistin gezogen; toll, wie die Natur mit all ihren Möglichkeiten, aber auch ihren Schattenseiten, ihren Gefahren (ihren "Monstern") von der Kamera eingefangen wurde. Zusammen mit dem großartigen Soundtrack gelingt es, ein optisch ansprechendes Underdog-Märchen zu schaffen. Was mir gefehlt hat, waren die großen Gefühle. Hushpuppy erklärt uns ihr Leben, ihre Gefühle; aber letztlich sind das alles nur Worte. Es bleibt lediglich beim Versuch, die Gefühle auf den Zuschauer zu übertragen. Ich wollte mitfieber, ich wollte mitkämpfen, ich wollte mitweinen ... letztlich ist es dann doch nur beim "wollte" geblieben.
Fazit: Eine sehenswerte Coming-of-Age-Geschichte, audiovisuell beeindruckend, die aber leider nicht berührt.
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Azazil Wed, 16 Jan 2013 21:53:29 -0000
Kommentar löschenBeasts of the Southern Wild hat großartige Schauspieler, einen mitreißenden Soundtrack, schöne Bilder und leider ein verklärtes Weltbild. Bereits die ersten verträumten Szenen des Films stehen förmlich unter dem Banner "Terrence Malick meets Arthouse", während sich allmählich der geringe Spannungsbogen und die Schwerfälligkeit der Story bemerkbar machen. Weder den Charakteren noch der Philosophie des Films wird Raum zur Entfaltung geboten, erstere müssen gerade zu kämpfen, um ein Innenleben zu entwickeln. Beasts of the Southern Wild ist vor allem Wunschdenken Priviligierter, die in den Armutsgebieten ihre verlorene Spiritualität und Lebensfreude vermuten. Nimmt man die rosa Brille ab und reibt an den unkritischen Augen wird man sehen, was man da vor sich hat - ein Haufen verantwortungsloser Alkoholiker, die ihre Kinder lieber großen Gefahren aussetzen und vernachlässigen, als ihre Sachen zu packen. Die Menschen in diesem Film wirken nicht furchtlos, sondern scheinen einfach noch mehr Angst vor dem Rest der Welt zu haben als vor ihrer "Badewanne". Störend ist letztlich das romantisierte Gesamtbild von einer Gegend, in der die Menschen besoffen im Dreck schlafen und früh sterben.
"In a million years, when kids go to school, they gonna know: Once there was a Hushpuppy, and she lived with her daddy in The Bathtub." - Nein, werden sie nicht.
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lieber_tee Wed, 16 Jan 2013 23:31:28 -0000
Antwort löschenEin verklärtes Weltbild habe ich nicht gesehen und wenn überhaupt dann nur aus den Augen einer 6 jährigen, aus dem der Film ja komplett gezeigt wird.
Schwerfällig, hm, mich hat er gepackt, sicherlich Geschmackssache, Action gibt es kaum...
Das sich die Menschen im Film nicht entfalten, kein Innenleben haben ist echt gewagt formuliert, z.B. die Hauptprotagonisten ist ziemlich präzise und mit Entwicklungsschritten beschrieben.
Das "Privilegierte" (Zuschauer?) hier den Wunsch von Spiritualität in der Armut (ihrer Darstellung?) suchen ist arrogant und so gar nicht das Thema des Films. Welche Spiritualität? Das sagt mehr über dich als über den Film aus...
Die Romantisierung und das schlichte Bild der Menschen, wie du sie beschreibst ist mir nicht klar, da erstens der Film selten ein "schönes" Bild der Menschen dort beschreibt und zweitens etwas mehr als die Attribute bieten, die du ihnen gibst.
Das sie Angst vor der Welt haben ist allerdings treffend, das sie sie überwinden zeigt das Schlussbild.
Das es um Heimat und Identität, Zusammenhalt geht scheint dir nicht so wichtig zu sein und das der Film mehr aus einer kindlichen Perspektive beobachtend und interpretierend ist kommt gar nicht in deinem Text vor, ist aber ein wichtige Interpretationsperspektive für den Film.
Komm, lass uns streiten...:)
Der Film ein "Armuts-Porno"???
Azazil Thu, 17 Jan 2013 01:19:55 -0000
Antwort löschenDass der Film aus der Perspektive einer Sechsjährigen spielen soll kann im Zweifelsfall so ziemlich alles rechtfertigen. Ich mag den Begriff "Armuts-Porno" wegen seines leicht herabwürdigenden Tons nicht sonderlich, aber er kommt der Sache doch recht nahe. Spiritualität war das falsche Wort, es ist mehr so eine diffuse positive Geisteshaltung, die hier den armen Menschen angedichtet wird und die doch irgendwo die Belastung ihrer Lebenslage entschärft.
Denk dir einfach mal den schönen Score weg und was bleibt dann? Schön ästhetische Zeitlupen-Armut, und wenn du jetzt noch das wegnimmst bleiben Menschen übrig, die nichts haben außer Alkohol und einen Bretterhaufen den sie Heimat nennen. Natürlich geht es hier auch um Identität, was sich aber hier vor allem durch Abgrenzung zum Rest der Welt präsentiert und nicht durch irgendwelche Eigenwerte, außer.. rate mal.. die ästhetisierte Zeitlupen-Armut mit schönem Feuerwerk, Whisky-Flasche und ein Vater der mit seiner sechsjährigen Tochter anstoßt, Prost.
lieber_tee Fri, 18 Jan 2013 22:22:24 -0000
Antwort löschenIch denke mit der 6-jährigen Sichtweise erklärt sich die Darstellung der Menschen, rechtfertigt nix. Ich fand es ziemlich bitter und zugleich hoffnungsvoll was dort dargestellt wurde. "Armut" heißt nicht nur dahin-siechen es gibt auch in dem Rahmen Lebensfreude (wie überall auf der Welt, ob arm oder reich). Was soll der Film machen? Spaß zeigen ist zu kitschig, Bretterbuden sind zu klischeehaft...?
An Zeitlupen-Armut kann ich mich nicht erinnern sondern eher an wackelige, unscharfe Bilder nah bei den Menschen.
Ob der Film ohne oder mit andere Musik funktioniert ist hypothetisch, ohne wäre er sicherlich mehr dokumentarischer. Aber eine Doku ist er / will er nicht sein.
Es ist schon zynisch zu schreiben, das der Film die Menschen auf saufen und Feuerwerk reduziert. Das sie keine Eigenwerte haben...
Zusammenhalt, Träume, Wünsche, Unabhängigkeit, Angst, Überforderung, Bildung, Vereinsamung, Trauer, Freude, Überlebenswille, ihre eigene Art zu kommunizieren und Probleme zu lösen...... Alles wird doch angesprochen. Klar, es ist schockierend das die Leute, getrennt durch einen Industrie-Damm, isoliert leben, keine Hilfe annehmen möchten, in ihrem materiellen Elend dort leben. Doch gerade das Schlussbild zeigt, wie sie sich aus der (Selbst-verschuldeten???) Isolation befreien und über einen halb-überschwemmten Damm neue Ufer suchen. Das ist ein emanzipatorischer Gedanke, passend wie sich das Mädchen aus ihrer Phantasie-Welt und Leben dort emanzipiert, nachdem ihr Vater gestorben ist also die "alten" Leben und Werte, vorbei sind. Und es wird der Prozess dahin beschrieben.
Darauf stoße ich mit einen Selbstgebrannten an...::
Azazil Sat, 19 Jan 2013 02:00:06 -0000
Antwort löschenEs ist die Intention des Films mir das zu vermitteln, was du schilderst, allerdings kommt das meiner Meinung nach nicht in dieser Form an. Wenn ich daran denke, von was für Menschen so ein Film produziert wird und auf was für ein Publikum er abzielt, so komme ich nicht an dem Bild vor meinen Augen vorbei, auf welchem sich jemand selbst auf die Schulter klopft und sagt "Die schaffen das schon." Allein schon die Unterstellung, dass es nur etwas Wille braucht, um sich aus so einer Lebenslage zu befreien ist so dermaßen amerikanisch wirtschaftsliberal.
Natürlich können die Menschen Spaß haben und Lebensfreude usw., aber Armut als dieses phantastische Abenteuer darzustellen stößt bei mir bitter auf, völlig egal ob die Sichtweise einer 6 Jährigen, welche auch in dieser Form nicht ausreichend thematisiert und reflektiert wird, dafür verantwortlich sein soll. Natürlich gibt es noch die Riesenwildschweine(?) usw, aber die sind so lose integriert, was mich wieder zur Schwäche der Story und der mangelnden Entfaltung bringt, dass man das nur schlecht zählen kann.
Nebenbei, seit wann ist die Phantasie einer 6 Jährigen so positiv, wo ist denn das Monster unter dem Bett?
lieber_tee Sat, 19 Jan 2013 02:57:19 -0000
Antwort löschenDie Monster unterm Bett sind ja die Auerochsen, erst als sie diese Bedrohung/Angst überwindet, findet das Mädchen den Mut aus der "Badewanne" aufzubrechen. Weitere phantastische Elemente sind kaum vorhanden, höchsten in dem naiv-altklugen Off-Kommentar der 6-Jährigen, wie sie sich die Welt erklärt.
Und das bloßer (wirtschaftsliberale) Wille notwendig ist um aus der Lebenslage raus zukommen sagt der Film gar nicht. Die Gruppe dort will ja gar nicht aus ihrer Heimat (andere schon, sie flüchten problemlos vor dem großen Sturm). Die Dagebliebenen haben sich eine eigene Welt erschaffen, mit ihren eigen Regeln und Werten. Das bewertet der Film gar nicht so, er zeigt eher das es dem Mädchen damit nicht gut geht. Das Kind macht (zunächst) das Beste daraus, leidet darunter und bricht (zweimal) in eine ungewisse Zukunft auf. Es ist ein Umdenken / Prozess notwendig, ja auch ein Wille dazu, die Angebote der "Weißen" lehnen sie bewusst ab.
Ich konnte das kaum ertragen zu sehen wie das Mädchen dort lebt, schön fand ich es da gar nicht, es hat mich traurig gemacht aber habe ich ein Recht das zu bewerten?
Der Film gibt durchaus Interpretationsfreiraum und nicht nur einfache Antworten, ist sicherlich nicht bis ins letzte Detail durchdacht und hat auch seine Schwächen.
Wenn er nicht so populär geworden wäre, würde er sicherlich als ungeschliffener Roh-Diamant gehandelt werden (Insider-Tipp), der durch seinen Debüt-Status Bonus hat.
Keine Ahnung warum der Regisseur das Thema ausgewählt hat, was er bezweckt und für welches Zielpublikum der Film gedacht ist. Reiner Mainstream, so glaube ich, war nicht die Absicht, dafür ist er doch recht sperrig geraten.
Kann nur sagen wie der Film auf mich gewirkt hat.
Der Regisseur ist Soziologe, hat da wohl in der Ecke ne Zeit lang gelebt. Ist eine Indi-Produktion die zunächst gar nicht auf den großen Markt geschielt hat sondern überraschend auf dem Sundance-Festival Erfolg hatte und dann mit einem großen Verleih in die weite Welt gepustet wurde.
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Azazil Sat, 19 Jan 2013 10:58:55 -0000
Antwort löschenSo langsam befinde ich mich an einem Punkt, an dem ich mich nur noch wiederholen kann. Die Szenen in denen die kleine, taffe Hushpuppy, die mir nebenbei irgendwo doch auf die Nerven ging, über ihr Leben im Off-Kommentar erzählt und durch die Gegend rennt, erinnerten mich an Das Streben nach Glück.
lieber_tee Sat, 19 Jan 2013 14:26:52 -0000
Antwort löschenDas Streben nach Glück kenne ich nicht, hab nur grausiges darüber gehört.
Aber du hast recht, wir haben hier ausgiebig unsere Meinungen zum Film kund getan und eine Diskussion hat ja nicht das Ziel am Ende gleicher Meinung zu sein.
based_god Wed, 16 Jan 2013 18:14:35 -0000
Kommentar löschenAnd the Oscar goes to...
...Quvenzhané Wallis? Überrascht wäre ich nicht. Ebensowenig wäre ich enttäuscht, da die Neunjährige wirklich überragend agiert. Die Glaubwürdigkeit, an der viele Filme mit Schauspielern dieses Alters scheitern, ist in "Beasts of the Southern Wild" kein Problem. Dwight Henry, als Vater der kleinen Hauptdarstellerin agiert ebenfalls weltklasse. Und damit hätte ich erst eine Stärke des Filmes abgehakt. Als eine zweite wäre der klasse Soundtrack zu nennen, welcher die wunderbaren Bilder perfekt untermalt. Die dritte Stärke ist das Drehbuch, welches diesem Low-Budget-Film dazu verhilft, zu keiner Minute langweilig zu wirken. Die Geschichte um die blutjunge Hushpuppy, die sich mal mit, mal ohne Vater durch ein Leben abseits der Gesellschaft durchschlagen muss, geht ans Herz. Und weder die Story (mitsamt ihren Fantasy-Elementen) noch die Lebensweisheiten (notabene aus dem Mund einer sechsjährigen) wirken langweilig oder gar nervig.
Schade ist einzig, dass wenig Geld in Effekte gesteckt werden konnte. Zeitweise sieht man dem Film sein kleines Budget deutlich an. Vielleicht wäre Off-Screen in gewissen Szenen besser gewesen, wer weiss... Und einige Handlungsstränge verpuffen leider im Nichts und zeitweise ist der Film etwas gar kitschig.
Torztdem aber ist "Beasts of the Southern Wild" ein Kinohighlight, welches man nicht verpassen sollte!
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Murray Wed, 16 Jan 2013 22:34:43 -0000
Antwort löschenKann man so unterschreiben. Vor allem der Soundtrack geht einem nicht mehr aus dem Kopf.
Flibbo Sat, 02 Feb 2013 14:34:57 -0000
Antwort löschenHimmel, ich wäre überrascht, wenn die Kleine den Oscar bekäme. Sie spielt super. Aber es ist ihre erste Filmrolle überhaupt, und sie ist verdammt nochmal neun. Welche schauspielerische Errungenschaft will man da genau belohnen, um daneben jahrelang erprobte Profis stehen zu lassen?