Bedways
Bedways (2010), DE Laufzeit 80 Minuten, FSK 16, Drama, Erotikfilm, Kinostart 03.06.2010
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157 Bewertungen
11 Kommentare
Keine
von Rolf Peter Kahl (aka RP Kahl), mit Miriam Mayet und Matthias Faust
Nina trifft sich mit Hans und Marie, zwei jungen Schauspielern, um für ein paar Tage die winterlich kalte Außenwelt hinter sich zu lassen und Probeaufnahmen für einen Film zu drehen. Nina ist eine Suchende, ihr Filmprojekt soll das Gefühlte und das Sichtbare zueinander zu bringen, sie will die Liebe in echtem Sex zeigen. So sehr sich die Grenzen zwischen Spiel und Realität vermischen, so sehr verliert sich Ninas Motivation, einen Film zu drehen. Hans, der Nina von einer lange zurückliegenden flüchtigen Begegnung kennt, ahnt, dass sie auf der Suche nach etwas anderem ist. Dennoch lassen er und Marie sich auf ein Spiel ein, bei dem jeder glaubt, die Fäden in der Hand zu halten. Doch Ninas Verführungsstrategien schnüren sich wie ein enger werdendes Netz um ihre Protagonisten. Ninas Motto, man solle weder sich selbst, noch jemand anders spielen wird zur emotionalen Falle für Hans und Marie. Kein Wunder also, das es kaum noch zu entschlüsseln ist, wo das Spiel aufhört und die Realität beginnt. So wie Nina sich auf einen Weg begibt, dessen Ziel sie nicht kennt, so sehr schirmen sich die beiden gegeneinander ab, leben ihre Gefühle nur für sich selbst aus. Die Sehnsucht nach der Außenwelt bleibt ständig spürbar, aber jeder Versuch, sich einem anderen zu offenbaren, mündet in einem emotionalen Tiefschlag. Kommunikation ohne Script ist ein Balanceakt. Kälte und Distanz scheinen der einzig adäquate Schutz zu sein und das Scheitern muss in diesem Kosmos zum bittersüßen Happy End werden.
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Romanze, Psychodrama, Sex-Film
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Berlin
- Handlung
- Blanker Busen, Ejakulation, Erektion, Erotische Anziehung, Fellatio, Freie Liebe, Gruppensex, Masturbation, Ménage à Trois, Nacktheit, Orgasmus, Petting, Pornographie, Sex, Sexualität, Sexuelle Begierde, Voyeurismus
- Stimmung
- Aufregend, Eigenwillig, Sexy, Verstörend
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- Bedways: film-zeit.de

















Kritiken (2) — Film: Bedways
LuGr: MovieMaze / multimania u.a.
Kommentar löschenWenn in der kalten, betont subversiven Inszenierung dieses Low-Budget-Films ab und an einmal nicht mit dem europäischen Kunstkino abgerechnet wird, hat "Bedways" seine schlechtesten Momente, die in seinem bemühten Ästhetizismus beschämend an einen Amateurfilm erinnern. Doch über weite Strecken ist dieses sperrige Werk beeindruckend in seiner radikalen Konsequenz, widerlich in seiner emotionalen Distanziertheit, verstörend und verärgernd in seiner inhaltlichen Reduziertheit - also: schlicht brillantes, negiertes Autorenkino.
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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst
Kommentar löschenEher Befehl als Einladung, ist der Zuschauer von nun an einer offensiven Schöpfungsgeschichte ausgeliefert. Manchmal intellektualisiert RP Kahl sein Geschehen etwas zu angestrengt; das Foucault-Zitat am Ende etwa wäre nicht nötig gewesen, um begreiflich zu machen, dass hier auf einer anderen Ebene verhandelt wird. Die Figur der Nina ist allerdings wieder glaubwürdig in ihrem Bestreben, das eigene Begehren zu intellektualisieren und diesem damit das unkalkulierbar Körperliche zu nehmen.
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Kommentare (9) — Film: Bedways
Kill_Diether Tue, 16 Apr 2013 19:34:26 -0000
Kommentar löschenWas ein hirngefixxter Pseuso-Filmkunstszene Mist hoch drei. Eine halb gare Konstruktion der Ernsthaftigkeit dient als Gerüst für das Zeigen von unerfülltem Sex. Ein Reigen der Spießbürger-Intellektuellen. Die benutzen mal wieder die altbackene Künstlermethode: unvollendetes, schleierhaftes, doppeldeutiges mit höchst anspruchsvoller Poesie auszuschmücken. Und das soll dann mit freizügiger, und doch völlig gekünstelter Erotik, über das schlechte Schauspiel aller Darsteller und über die tumbe Leere hinweg täuschen.
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Janus Winter Fri, 18 Nov 2011 00:51:42 -0000
Kommentar löschenIch würde mich hier gern über BEDWAYS auslassen, aber ich habe nur die verstümmelte TV-Fassung sehen dürfen, die uns der blöde Regisseur da lieblos zusammengeschnippelt hat. Danke für nichts!
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rkuehne Sat, 24 Sep 2011 17:25:29 -0000
Kommentar löschenIch bin irgendwie hin und hergerissen zwischen Spannung und Langeweile. Die extrem stille Art, mit der der Film erzählt wird, zieht einen automatisch in seinen Bann, ganz ohne zu langweilen, problematisch ist dann jedoch, dass das ganze dennoch recht ereignislos verbleibt und die Spannung dann doch irgendwann in Enttäuschung umschlägt.
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Mr. Pink Sat, 24 Sep 2011 10:28:29 -0000
Kommentar löschenSeltsamer Arthaus-Porno-Verschnitt, dessen Idee zwar sehr gelungen, weil innovativ und neuartig, ist, der erzählerisch aber äußerst schwach daherkommt. Viele Szenen sind zu kurz geraten, an anderer Stelle wird "Bedways" dafür zu ausschweifend. Hinzu kommen recht flache Dialoge und mäßiges Schauspiel, sodass der alles in allem trotzdem sehr gut inszenierte Film insgesamt einfach zu belanglos ist. Der Film ist dennoch sehr interessant und kann seltsamerweise auch über die ganze Laufzeit fesseln. "Bedways" gehört daher sicherlich nicht zu den schlechtesten Vertretern des deutschen Kinos.
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Filmsuechtiger Sat, 24 Sep 2011 11:46:52 -0000
Antwort löschenWieso ist die Idee innovativ und neuartig? Da gab es doch schon zuhauf, beispielsweise in Abel Ferraras Dangerous Games.
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Mr. Pink Sat, 24 Sep 2011 12:18:17 -0000
Antwort löschenDiesen Film kenne ich nicht. Und auch sonst kann ich mich nicht erinnern, schon mal etwas vergleichbares gesehen zu haben. Daher ist das Thema des Films, zumindest für mich, eben sehr neuartig.
horro Sat, 24 Sep 2011 15:01:38 -0000
Antwort löschenMuss ich mir auch endlich mal anschauen, danke für den aufschlussreichen Kommentar!
eulemitkeule Thu, 18 Aug 2011 05:23:07 -0000
Kommentar löschenkritik kann hart sein daher mach ich es kurz der film is einfach nur schrott
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derblonde Sun, 07 Aug 2011 16:26:43 -0000
Kommentar löschenImrovisiertes Laienspieltheater mit nichtssagenden Dialogen und sehr viel Leerlauf. Wenn der Regisseur nicht weiter weiß, filmt er die Protagonisten halt beim Autofahren. Was das Ganze soll, bleibt ein Rätsel.
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S_Walther Sun, 13 Mar 2011 15:57:31 -0000
Kommentar löschenDer Film ist wirklich besonders. Wenn nicht Deutsch gesprochen würde, dann wäre nicht ersichtlich, dass es ein deutscher Film ist, so anders wirkt er. Der Film verwirrt aber auch. Auf tolle, ganz spezielle Weise. Er geht nicht mehr aus dem Kopf! Die tollen Frauen, ihre Haltung zu Sex und ihre Suche nach dem richtigen Leben, dem Sinn. Der Sex wird echt und explizit gezeigt. So wie nie im Kino. Das ist schon irre. Die Szene in der Kabine fand ich am besten. Unendliche Minuten im Dunkel eines eigenartigen Clubs. Und sie hat Sex, mit sich selbst. Der Zuschauer schaut zu, ist eingeladen. Die Musik ist toll und auch wichtig im Film. Und macht Lust sie noch einmal zu hören. Wie den ganzen Film. Ich denke, ich werde ihn noch mal schauen, da die mehreren Ebenen, die in der Handlung vorkommen und das ganze fast ein bisschen Thriller-haft erscheinen lassen, Lust auf mehr machen. Meine Freundinnen und ich hatten Spaß, aber auch ein langes Gespräch danach. Auch das Bonusmaterial war erhellend. Also wer Schwierigkeiten hatte mit dem Film, dem sei das Gespräch zwischen Hauptdarstellerin und dem Regisseur sehr zu empfehlen!
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Filmsuechtiger Sun, 31 Jul 2011 07:51:20 -0000
Antwort löschen>>Der Sex wird echt und explizit gezeigt. So wie nie im Kino.<< Da gab es aber zig Vertreter, die das Jahre vor Bedways gezeigt haben. Intimacy, Shortbus, Ken Park oder 9 Songs beispielsweise.
ellen_ripley Mon, 07 Jun 2010 21:33:25 -0000
Kommentar löschenDialoge ein bisschen wie bei GZSZ (da hätte man noch etwas dran arbeiten müssen, sie sind hölzern und hören sich an wie Propaganda), aber gute Muke, guter Schnitt, gute Sex-Szenen, Story solàlà.
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S_Walther Sun, 13 Mar 2011 16:00:15 -0000
Antwort löschenIch denke, dass die Dialoge genau so verkürzt und verwirrend, wie sie vielleicht waren, gemeint sind. Mit GZSZ hat das m. E. rein gar nichts zu tun. Aber wie immer kann man da natürlich unterschiedlich empfinden. Musik ist wirklich gut. Weisst du, ob es den Soundtrack o. ä. gibt?
werner-holt Mon, 02 May 2011 18:17:09 -0000
Antwort löschenIn dem Interview des Extras sagt der Regisseur das die Schauspieler in dem Film Szenen aus anderen Filmen, die im wichtig waren, nachgestellt haben. Das ist mir leider nicht aufgefallen. Besonders hat er sich wohl von dem Film Dangerous Game (auch bekannt unter dem Namen Snake Eyes) von Abel Ferrara beeinflussen lassen. (Den fand ich persönlich unterirdisch) Für mich persönlich war der Film zu gewollt und bemüht und dann auch in sich widersprüchlich. Zum Schluss sagt die Hauptdarstellerin jetzt ist nur noch das private interessant und das sie sich unsicher sei ob sie das zeigen sollte. Dabei gings doch in dem Film vorher darum das private, den Sex, zu zeigen.
Waiii Wed, 02 Jun 2010 02:25:32 -0000
Kommentar löschenhegemanns satz auf der premiere des films in berlin sagt alles: "ehm... die musik, die ist super"
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S_Walther Sun, 13 Mar 2011 16:01:51 -0000
Antwort löschenDu kennst sie also persönlich? Spannend! Was meinte sie noch über den Film, verrate uns alles. Fände ich wirklich interessant zu wissen, was sie über den Film meint!
Horvath Wed, 04 May 2011 02:11:07 -0000
Antwort löschenKönnte immerhin auch Carl Hegemann gewesen sein, dessen Aussage ich im übrigen auch für relevater hielte.