Begotten

Begotten (1991),
Laufzeit 78 Minuten, Horrorfilm

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6.5 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.8 Community
81 Bewertungen
17 Kommentare
Begotten - Bild 3839200
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Independent-Horrorfilm von E. Elias Merhige aus dem Jahre 1991, der sich auf experimentelle Art und Weise mit der Erschaffung und dem Untergang der Welt und des Menschen auseinandersetzt.

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Kommentare (17) — Film: Begotten

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KilianPai

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Bewertung7.5Sehenswert

Argh. Fuck!
Vertonter Harsh Noise. Oh man, ist das extrem...
Mag schon sein dass manche den Film nach der Menge an Interpretationen bewerten, die man anstellen kann.
Aber bei Begotten kann mir sowas gar nicht Wurscht genug sein! Der "Film" ist eine absolut kompromisslose, brutale Erfahrung und auf mehr kommt es nicht an.

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Mimuschka

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Bewertung9.0Herausragend

der unterschied zwischen "begotten" und einem beliebigen anderen film, in dem der regisseur versucht einen albtraum, seine idee der hölle oder eine horrorvision zu verfilmen, liegt darin, dass diese eben genauso aussehen wie filme, die die vision eines filmemachers imitierend darstellen, während "begotten" scheinbar tatsächlich in der ECHTEN hölle gefilmt wurde. die fast dokumentarisch anmutenden und dadurch extrem verstörenden bilder scheinen vor tausenden von jahren mit einer urtümlichen kamera aufgezeichnet und dann in einem unterirdischen bunker teilweise verrottend aufbewahrt und schließlich 1991 entdeckt und wiederveröffentlicht worden zu sein.
allein deshalb ist "begotten" ein absolutes unikat in der geschichte des films, denn ich kenne einfach nichts anderes was so aussieht, was in zeiten von zitatorgien und hommagen schon was heissen mag. der höchst eigentümliche look entfaltet eine unglaubliche sogwirkung, aber gleichzeitig war es reinste folter das an einem stück durchzuhalten, so dass ich mehrmals pausieren musste. die seltsame mischung aus monotonie und schrecken, untermalt mit dröhnenden sounds, das fehlen von "echter" handlung oder dialogen und das grobkörnige bild machen diesen S/W-stummfilm zu einer echten herausforderung, die sich wohl nur wenigen menschen erschließen wird und die ich nur freundes des extremen experimentalkinos wirklich empfehlen kann.
trotzdem würde ich mich dazu hinreissen lassen zu sagen, einen der speziellsten und evtl auch besten filme seit langer zeit gesehen zu haben, auf jeden fall den eindrücklichsten.

FAZIT: e. elias merhige nutzt das medium "film" innovativ, um sich auf einzigartige, nie zuvor gesehene weise mit der erschaffung von erde und menschheit und schließlich deren niedergang auseinanderzusetzen und lädt zur weiteren reflektion über das gesehene ein. ein höchst anstrengender und zermürbender experimental-brocken, den jeder filmfreund mal gesehen haben sollte.

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La surréaliste

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Disentertainment par excellence <3


bobo-lemon

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BEGOTTEN ist einfach Wahnsinn! Alleine die Herstellung ist beachtenswert, denn um den gewünschten Kontrast so hinzubekommen, wurde BEGOTTEN nicht auf normalem Negativfilm, sondern auf Umkehrfilm gedreht. Danach wurde jeder Frame einzeln immer wieder abfotografiert, bis dieser grobkörnige Megakontrast entstand. Laut Regisseur kam so eine Minute Film auf 10 Stunden Nachbearbeitung.
Zum Thema Experimentalfilm fallen mir noch ELECTRIC DRAGON 80.000V, TETSUO 1-3 und natürlich UN CHIEN ANDALU ein. Neulich habe ich mir auch ADAM CHAPEL angesehen, eine Art TETSUO aus Italien. Der geht zwar eher in Richtung Trash und Splatter, hat aber einen sehr interessanten Ansatz und einen unkonventionellen Stil, siehe auch www.necrostorm.com


Liam Quinn

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Bewertung5.0Geht so

Wenn der Film nicht optisch und teilweise atmosphärisch so orgastisch wäre, würde ich ihn verbrennen und um ihn herum Tanzen.

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Bartel aka Faniel Dranz

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Bewertung3.5Schwach

DIE KRYPTISCHE UNBEGREIFLICHKEIT EINES BREMSGESPURTEN WASCHLAPPENS

ANALYSE:
Vor einigen Jahren machte ich die Bekanntschaft mit einem überdurchschnittlich hübschen Mädchen, derartig hübsch das selbst engste Freunde und Familienangehörige meinten ich sollte doch lieber wieder in meiner Liga weiterspielen anstatt eine demütigende Niederlage einzufahren.

Zu der damaligen Zeit Zeit noch mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein ausgestattet und durch eine strenge selbstauferlegte Evian und Hüttenkäse-Schwarzbrot Diät mit einem Teilzeit-Sixpack auf 400 Euro Basis (damals herrschten horrende Reformhauspreise) gesegnet, pfiff ich einfach auf all die gutgemeinten Ratschläge und ließ mir bevor ich in den Geschlechterkrieg zog, noch eine großzügige Badewanne After-Shave Marke Old Spice ein.

Durch diese amourös-flavouröse Taktik roch ich förmlich nach meiner selbst angedichteten Kampfansage:
"No!" can´t be for old men!

Derartig erfrischt konnte ich endlich den ersten Schritt wagen und die Telefonnummer wählen die mir die unbekannte Schönheit am vergangenen exzessiven Disko-Wochenende mit ihrem türkisfarbenen Glitter-Lip-Gloss auf die Rückseite meines leoparden-fleckgemusterten Sport-Tanga gekrakelt hatte.
Schon am Telefon gab ich mich bemüht kultiviert, quasselte also von den mir bekannten Studentenbistros, die Mannigfaltigkeit der dort aushängenden Milchkaffeekarten und den spezifischen Lernstoff, auf dem es sich nach dem Verzehr eines Schinken-Käse-Baguettes am Verdaulichsten büffeln lässt.
Nachdem ich mich relativ schnell in den Leerlauf geredet hatte, einigten wir uns darauf eine neutralere, unparteiische Lokalität für die erste gemeinsam-gegenseitige Lebensbeichte aufzusuchen.
Wir einigten uns auf jene Starbucks-Filliale, die in unserer Stadt den schlechtesten Ruf weghatte.
Einige Tage später betrat ich diese heruntergekommene Franchise-Spelunke mit Hosen, die mir nicht so recht passen wollten und die ich bereits gestrichen voll hatte und einem ausgemachten Frosch im Hals (French-Breakfast!).
Sie hatte es sich direkt an der Theke bequem gemacht und in mir keimte eine böse Vorahnung das sich der bevorstehende Abend in eine ungemütliche Richtung entwickeln würde:
Anhand der Anzahl leerer Tassen die sich vor ihr türmten, erkannte ich, dass meine Verabredung gerade im Begriff war ihren siebzehnten Espressi zu exen!
Ihre zittriges Händchen umklammerte sogar gerade das winzige Grifflein eines, im Kuhflecken-Design elegant verzierten Koffein Kännchens um sich den nächsten mutspendenden Muntermacher einzuschenken.

Erleichtert wischte ich mir mit meinem Satin-Taschentuch den bereits ausgebrochenen Angstschweis von der Stirn, als mir bewusst wurde das ich wohl nicht die einzige Person des Abends war, die unter nervösen Liebeslampenfieber litt. Beim krampfhaften Versuch mein gewohntes Balzbetriebsklima zu erreichen, war auch ich ein klein wenig über das von mir angepeilte Ziel hinausgeschossen, indem ich schon am frühen Morgen kurz nach dem Aufstehen, begonnen hatte mich dem unüberlegten überdosierten Missbrauchs zahl- bzw. wahlloser Stimulanzien hinzugeben. Angefangen hatte dies bei einem mittelgroßen Fläschchen "6-Ämter-Tropfen", ein wirklich fabelhaftes exklusives Likör der gehobenen Elite, wie mir der Verkäufer im Schnapsladen versicherte, nur um circa 50 Minuten später in einer der "besseren" Pils-Stuben der Stadt zu landen, wo ich ganz nonchalant versuchte, einer mir unbekannten aber dennoch seltsam vertraut wirkenden Person von mongolischer Herkunft, ihr letztes Crack-Bröckchen abzuschwatzen.
Nach einem kurzen aber heftigen Pläuschen mußten wir beide feststellen, dass wir keine große Lust auf banalen Small-Talk hatten. Nein, wir wollten das Tanzbein schwingen, dort sein wo die Hotte abgeht.
Auf eine Empfehlung des Wirtes hin (ein wirklich sanftmütiger Libanese) kehrten wir in ein örtliches Tanzlokal namens "Transpiria" ein, wo bereits der menschliche Schweiss klobig und kalt von der Decke tropfte, obwohl scheinbar nur ein einziges Pärchen eine Art intensiven Ausdruckstanz auf´s Parkett legte.
Wir gesellten uns dazu. Das Bein nach links, der Arm nach rechts und dann noch ein Kurzer hinter die Binde gekippt. GLITSCH? Nein! Hatte ich sie wirklich geküsst?

Es mußte so sein, denn auf einmal wollte sie schleunigst die Lokalität verlassen um den Abend in meiner Wohnhaftigkeit ausklingen zu laßen. Aufgeregt wie ich war ließ ich meinen zerflissenen Army-Parka am Kleiderhaken hängen, ergriff ihr bereits feuchtgetanztes Händchen und verließ die Örtlichkeit mit einem WUSCH! Zuhause angekommen mußte sie sich ihrer schmutzigen, äußeren H&M Hülle entledigen, weswegen sie eine zaghafte Frage äußerte, deren enorm erotische Tragweite sich mir zuerst langsam erschloss:
"Dürfte ich deine Dusche benutzen?"
Oh mein Gott! Da ich sämtliche Voyeur-Cams meines Badezimmers durch eine unheimliche Eingebung, bereits vor dem Weggehen eingeschaltet hatte, ahnte ich, dass Gott wohl einen höheren Plan verfolgte, der nach ihrer hygänischen Säuberung, unweigerlich auf den Geschlechtsverkehr hinauszulaufen schien. In diesem Moment beschloss ich die Kirchensteuer zukünftig wieder zu bezahlen!
Impulsiv bejahte ich also ihre Frage und stolperte kurz ins Bad um meinem Damenbesuch frische, saubere Trockentücher auszulegen als auch eine kuschelige Jogging-Wohlfühlhose Marke Übergröße, die ich in mühevoller Handarbeit über Jahre hinweg selbst gebatikt hatte (ein altes nostalgisches Relikt aus meiner Zeit unter den Alternafiesen...). Als ich das Badezimmer und die Toilette für sauber genug empfand, winkte ich die stolze Doppel-X-Chromosom Besitzerin mit zitternder Hand hinein, und verließ den Raum dann ganz "Gentleman-like" um in der Küche einen Chai-Tee zuzubereiten. Als die Dusche rauschte wurde mir auf einmal Schreckliches bewusst: Durch das damalige exzessive Fröhnen meines durchwegs hedonistischen Lebensstil mußte ich tagtägliche Abstriche unter den Dingen des alltäglichen Gebrauchs in Kauf nehmen.
Beispielsweise versäumte ich ständig den Kauf von solch essentiellen Hygiäneprodukten wie Toilettenpapier.
In Ermangelung dessen mußte ich meist auf meine angeborenen Instinkte zurückgreifen und zweckentfremdete nach dem vollzogenen "Geschäft" stets einen, leicht angefeuchteten Waschlappen für die vollständige Säuberung meines Anus (das Innere des Allerwertesten).
Durch den intensiven Gebrauch des immergleichen Lappens war die komplette Entfernung der somit entstandenen Bremspur (Kotflecken) nahezu unmöglich. Das arg lädierte Pflegeutensil wurde von mir nach dem täglichen Missbrauch immer wieder an den Duschhaken gehangen um nach dem Trockenwerden mühevoll saubergekratzt zu werden. An diesem Morgen jedoch hatte ich das Corpus Delikti in seiner ganzen versauten Pracht am Haken hängen gelassen. Als ich diese unglaublich peinliche Tatsache in meinem Kleinhirn
realisierte, hörte ich die ersten gedämpften Schreie des Ekels aus dem Badezimmer klingen!

DIAGNOSE:
Das Mädchen das aus der Dusche kam war plötzlich ein vollkommen anderes. Ihre Stimmung schien auf einmal betrübt, als sie, blass und leicht zitternd, mit einem leichten Sicherheitsabstand, neben mir auf dem Sofa Platz nahm. Um die gekippte Stimmung halbwegs zu retten schlug ich vor einen Film zu goutieren, und griff zur nächstbesten DVD, in meiner damals noch unsortierten Sammlung. BEGOTTEN sollte es sein. Ich dachte in meiner reinen Verzweiflung das es sich um ein Werk handelte das sich um das Thema "Begatten" drehte. Sex durch Porno? Das soll doch in manch anderen Fällen schon funktioniert haben....
Als die ersten Minuten von Elias Merhige´s krankhaften Fiebertraum anliefen, schien die Luft zum Schneiden dick. Nach circa 20 Minuten (eine gefühlte Ewigkeit also), verließ meine Verabredung wortlos meine Räumlichkeiten. Nicht einmal ein Gute Nacht Kuss war für den armen alten Bartel noch drin. Ich sah sie danach auch nie wieder. Warum ich an diesem Abend ausgerechnet vergessen hatte meinen Waschlappen zu entsorgen, habe ich nie verstanden. Genausowenig wie BEGOTTEN...

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La surréaliste

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Du gehörst auf die richtige Bremsspur gebracht. :D


Bartel aka Faniel Dranz

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Ich bremse auch für Arthousekino!


Stromnebel

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Bewertung9.0Herausragend

Surreal und verstörend. Die schlechte Qualität und der Wechsel zwischen Langeweile und krassen Bildern hinterlassen Spuren im Gehirn. Die morbide Optik kratzt an den unterschwelligsten Gefühlen und die permanente Orientierungssuche machte mich nervös (positiv gemeint). Auch der hartgesottene Horrorfan verzieht stellenweise das Gesicht. Genauso muss das sein.
Der Effekt dass man irgendwann vorspulen will, scheint sich bei vielen einzustellen.
Nach dem Film überlegte ich. Ich weiß bloß nicht was. Der Film bietet einen sehr großen Raum zum philosophieren. Als ich die Beschreibung und den Hintergrund gelesen hatte, wurden meine Gedanken wieder klarer.
Den Film nach Punkten zu bewerten, ist denke ich sehr schwer. Meiner Meinung nach bewegt sich der Streifen selbst neben dem Independent und sucht seines Gleichen. Nur eine bestimmte Gruppe wird mit so etwas was anfangen können, auf jeden Fall nichts für den "normalen" Konsumenten und erst Recht nichts für schwache Nerven.
Der Film ist auch als Fullmovie in Youtube zu sehen und wahrscheinlich das einzigste Video dort, wo ein Handjob und eine Vagina "direkt" zu sehen sind.
Weiterhin drängt sich mir der Gedanke auf, dass der Film die Steilvorlage für Boris Becker´s Samenraub leiferte. :-)
Der Film erzielt auf jeden Fall seine Wirkung.

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Dizco

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Bewertung4.5Uninteressant

So ziemlich das schrägste, was man sich reinziehen kann. Wer es erträgt die ersten 10 Minuten an einem Stück zu konsumieren, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen. Albtraumhafte, düstere Filmkunst, an dem sicherlich nur eine Randgruppe gefallen findet. Dagegen wirkt Eraserhead wie ein zugänglicher Samstag-Abend-Blockbuster. Auf jeden Fall schwere Kost und etwas völlig anderes.

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Tachitalili

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Bewertung4.0Uninteressant

Begotten, die 1te Sichtung: Nach 2 Min ausgemacht. Ich dachte das wäre Horror?!
Begotten, die 2te Sichtung: Bei ca 5 Minuten die erste Gänsehaut. Diese Figur auf dem Stuhl trifft mit ihrem Gesicht meinen Gruselnerv. Die vogelartige Bewegung der Person ist schon stark in ihrer Wirkung. Alles ist abstrakt und grostesk. Bin gespannt. Und merke, dass ich auch angespannt bin. Der Film scheint wie aus einer anderen Welt zu sein. Ich habe keine Ahnung was ich da sehe, ob das eine Handlung gibt, es ist schon schwer genug, irgenetwas vertrautes überhaupt zu identifizieren. Aber es ist dadurch auch sehr faszinierend. Man will es verstehen, aber der Film gibt einem keine Anhaltspunkte. Man kann kaum hingucken, man kann nicht weggucken. Verstörend.
Und wenn man irgendwas versteht, dann schockiert es auch einen.
Optik: GrobkörnigSTER schwarz- weiß Film.
Sound: keine Dialoge oder Stimmen. Grillenzirpen, leises Pfeifen, Herzschlag, manchmal ein leises Stöhnen. Alles sehr leise und trotzdem dröhnt es. Es erinnert einen ein bisschen an das Ohrensausen, kurz vorm Umkippen wenn man einen Kreislaufabfall hat.
Nach ca 30 Minuten schlafe ich ein.
Begotten, die 3te Sichtung: Ich lese vorher was über den Film. Ach das soll eine Art alternative Erdentstehunggeschichte sein? God kills himself? Mutter Erde? Ich bin ein bisschen enttäuscht. Soll dieser beeindruckend alptraumhafte Film so durch tiefsinnige Deutungsmöglichkeiten intellektualisiert werden? Zumindest der Verdacht drängt sich auf. Aber dennoch Gänsehaut: inspiriert von den Nahtoderfahrungen des Regiesseurs.
Weitergehts. Nach einer Weile stell ich fest, dass ich den Film beschleunigen möchte. Ganz dringend. Er ist jetzt etwas heller. Man sieht jetzt, dass im Grunde, läßt man die Machart aus der Betrachtung raus, folgende Themen dargestellt werden: Morde, Verstümmelungen, Folter, Qual, Sex, Gewalt, Sex und Gewalt kombiniert, Ekelzeugs... Also im Grunde eigentlich nichts bahnbrechend neues, vor allem nicht im Horror- Genre. Das ist der Zeitpunkt, ab dem der Film anfängt, mich anzuöden.
Das Sache ist aber die: jederzeit kann mir jeder dazu sagen, ich hätte es bloß nicht verstanden. Und ich werde ihm zustimmen.
Die letzten Passagen vorgespult. Fertig.
Die große Frage bleibt: war das jetzt Kunst oder nur vernebelnder Blödsinn?
Meine Sicht der Dinge: was die Darstellung und Machart angeht, auf jeden Fall Kunst.
Der Rest fragwürdig.
Mein Fazit: Muß man gesehen haben. Zwischen eventuell genial (10 Punkte) und der letzte Schrott (0 Punkte). Also 5 Punkte. Abzug von 1 Punkt für meinen Verdacht, dass es eher das letztere sein könnte und für die unglaubliche Dauer des Ganzen. Das hätte man auch in 20 Minuten verpacken können. Also gesamt 4 Punkte.
Er hat etwas. Ich werde ihn mit Sicherheit nicht vergessen.
Und ich werde ihn vermutlich irgendwann noch mal ansehen...

Nachtrag: Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Idee und zum Teil die Bilder aus dem Video bei "The Ring" von "Begotten" kommen. Eventuell sogar auch (zum Teil) der Sound. Ist das mal jemand aufgefallen ?



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Daniel D. E.

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ups... Erste Antwort gelöscht... nochmal:
Das mit The Ring ist mir auch aufgefallen :)
Mit dem Typen in der Ecke ist es mir genau gleich gegangen. "vogelartig" ist genau das richte Wort um die seltsamen Bewegungen zu beschreiben.
Schwer zu vergessen wenn nachts in seinem Schlafzimmer in eine dunkle Ecke starrt und hofft dass die seltsamen Umrisse die man da glaubt zu erkennen wirklich nur der Wäscheständer sind ;)


ihre-herrlichkeit

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Hier findest man den ganzen Film: http://www.youtube.com/watch?v=ubfkP1rweBo&feature=related


Daniel D. E.

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Bewertung7.0Sehenswert

Da gibt es für mich nicht viel zu sagen... Ich hab sowas noch nie gesehen.
Begotten als "Film" im eigentlichen Sinne zu betrachten fällt mir auch sehr schwer.
Allgemein weiterempfehlen kann ich Begotten nicht, obwohl ich ihm eine 7 gegeben hab... einfach zu speziell. Und zu verstörend.

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bloodyglasspuppet

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Bewertung9.0Herausragend

Zunächst erblickt man eine maskierte Gestalt auf einem Stuhl. Spastische, niemals enden wollende Zuckungen durchziehen ihren Leib. An die Wand gespienes Blut ist der Vorbote des Leidens, dann beginnt die Gestalt mit einer Rasierklinge ihren Bauch zu bearbeiten. Gnadenlos verharrt die Kamera auf dem Geschehen. Angestrengt versucht man in dem Matsch aus Grautönen genaueres zu erkennen, während das geschundene Wesen sich die Eingeweide aus dem Leib zu rupfen scheint...

Geht man ohne Vorwissen an Begotten heran, möchte man meinen, man hat irgendeine verkorkste Version erwischt. Niemals hab ich je ein derart dreckiges und grobkörniges Bild in einem Film erlebt.
Nun kann man seine Fantasie spielen lassen: Wurde dieses Filmmaterial etwa aus einer anderen Dimension an unsere Welt gespült, stammt es aus einer Zeit, die es niemals gegeben hat und die es niemals geben wird, oder handelt es sich gar um die einzig Aufnahme die von der Hölle selbst exisitert?
Nach Aussage von Merhige brauchte man 10 Stunden um eine einzige Minute des komplett in schwarzweiss gehaltenen Films in den Zustand zu versetzen, in dem sie sich heute befindet...

Die Erfahrung die Begotten mir beschert hat war von unterschwelligerer Natur als ich sie erwartet hatte. Vermutlich gehört der Film zu den minimalistischsten, die ich in meinem Leben sehen durfte. Meist passiert in den ewig andauernden Szenen des Films nur sehr wenig, nicht selten ist bei Nahaufnahmen nicht wirklich viel zu erkennen, die surreale Stimmung bricht dennoch an keiner Stelle ab. Ständig ist man hin und hergeworfen zwischen einlullender, dumpfer Monotonie und morbider Faszination, die spartanische Soundkulisse aus allerlei Gezirpe, einem sich ständig wiederholenden, an einen Herzschlag erinnernden, Basston und einigen kargen Ambienttupfern verstärkt dies noch.

Möglicherweise hatte ich mir mehr von dem Film erhofft, es kann aber auch sein, dass er langsam und unaufhaltsam unter meine Haut kriechen wird, wenn nicht nach dem ersten Anschauen, denn vielleicht nach dem zweiten oder dritten.
Bereichernd war die Erfahrung ohne jeden Zweifel und mit ziemlicher Sicherheit gibt es etwas Derartiges nicht noch einmal...

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ihre-herrlichkeit

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Bewertung4.0Uninteressant

Wir machen jetzt einen Film, der so kontrastreich wie möglich ist. Dann versetzen wir das Ganze mit ellenlangen Szenen, in denen nichts passiert, man aufgrund des extremen Kontrastes kaum was erkennen kann und irgendwelche Idioten werden uns den Scheiß schon als Juwel der intellektuellen Filmkunst abkaufen.
Die einzig interessante Szene war "God kills himself" - und das weniger aufgrund der Darstellung, sondern vielmehr wegen der Symbolik. Die Darstellung war recht karg wie jede andere Szene auch: Ein Bettlakenmonster ersticht sich selbst. Da reichte es auch, alles mit vierfacher Geschwindigkeit durchlaufen zu lassen. Den Rest kann man knicken. Pseudotiefsinnige Hirnwichse auf hohem Niveau mit möglichst wenig Kapital.

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BlueSquirrel

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Wie immer taktvoll.^^


ihre-herrlichkeit

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So kennt man mich. :D


Leveinard

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Bewertung7.0Sehenswert

gerade durch die fehlenden dialoge irgendwie so verstörend...aber am stück kann ich mir sowas nicht anschauen. der sinn dahinter wird teils hitzig diskutiert in manchen foren aber ich denke jeder wird sich einen eigenen reim auf das gesehene machen, oder es einfach so stehen lassen denn den wirklichen sinn dahinter kennt nur der, der sich das ausgedacht hat.

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eXonic

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Bewertung7.0Sehenswert

Die letzte Nacht stand ganz in den Zeichen des Oscars. Einer der letzten Filme, die dabei eine Auszeichnung erhalten würden, wäre wohl Begotten. Hier begeht nicht nur Gott Selbstmord, sondern Mutter Erde, die aus seinen Gedärmen emporsteigt, und ihr Sohn, den sie mit dem Samen des Toten erzeugt (begets), werden von seltsamen, kuttentragenden Mönchen, Nomaden oder was auch immer dahingemetzelt, die das mit solch einer Selbstverständlichkeit tun, als wäre das eine stinknormale Sache. So normal wie wir jeden Tag Quadratkilometer von Regenwäldern abholzen und diese Stellen mit Metropolen aus Asphalt und Beton bedecken. So normal wie wir jeden Tag Unmengen von Schadstoffen mit Autos oder Atomkraftwerken in die Luft blasen. Oder so normal wie wir jeden Tag Unmengen von Müll produzieren. Die Erde wird abgeschlachtet.

Für mich ist Begotten nicht nur ein unheimlich anstrengender und verstörender Film, sondern enthält auch eine Botschaft, die zwar nichts Neues ist, aber auf eine so eindringliche und intensive Weise gezeigt wird, die fast schon oscarverdächtig ist.

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nmrd

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Bewertung7.0Sehenswert

Völlig abgefahrener Scheiß - im positivsten Sinne.
Schwer erträglich, unkonventionell und radikal experimentell. Ein Albtraum aus grobkörnigen, kontrastreichen schwarzweiß-Bildern ... vermutlich eine Art Schöpfungsgeschichte, aber da will ich mich bei so einem Film nicht festlegen!

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Daemonik

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr schwere Kost und mit kaum etwas anderem vergleichbar. Begotten schickt den Zuschauer auf einen Trip durch die Hölle, der nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Mit konventionellem Film hat das Ganze nichts zu tun, daher sollte es auch eher als Kunstwerk betrachtet werden. Dieser in Bilder gefasste Alptraum ist in kontrastreichem Schwarz/Weiß gehalten und hat eine äußerst grobkörnige Optik, die so bizarr anmutet, dass es oftmals schwierig ist überhaupt zu erkennen was dort gerade geschieht. Die akustische Untermalung besteht hauptsächlich aus Naturgeräuschen begleitet von einem dröhnendem Herzrythmus; auf Dialoge wird komplett verzichtet.

Gleich die Anfangssequenz erzeugt eine unangenehme Anspannung, die sich durch den ganzen Film zieht und immer unerträglicher wird. Dabei handelt es sich um die wohl verstörendste Darstellung der Schöpfungsgeschichte, die jemals gezeigt wurde. Gott schlitzt sich den Bauch auf und stirbt schließlich, woraufhin "Mother Earth" aus seinen Eingeweiden emporsteigt, sich mit seinem Samen befruchtet und "Son of Earth - Flesh on Bone" gebärt. Es herrscht eine unglaublich bedrückende Atmosphäre, die es schafft ein regelrechtes Unbehagen beim Zuschauer auszulösen. Und genau das ist es, was bei Begotten im Vordergrund steht. Weniger die Handlung, sondern die Gefühle, die durch die schwer verdaulichen Bilder vermittelt werden. Eine unangenehme, aber dennoch reizvolle Erfahrung, die gewollt oder ungewollt unweigerlich zum Nachdenken anregt, denn natürlich wird völlig offen gelassen welcher Sinn dahintersteckt. Dadurch bieten sich zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten, von denen ich meine mal schildern will.

Ich sehe darin die Schöpfung und den Untergang der Menschheit. Wie oben schon beschrieben erscheint die Schöpfung noch relativ eindeutig. Nachdem "Son of Earth - Flesh on Bone" geboren wurde, liegt er von Krämpfen geplagt in der Einöde, sodass der Eindruck erweckt wird, er sei nicht mit Leben gesegnet, sondern eher infiziert worden. Die Erde setzt sich auf grausame Art und Weise gegen die Krankheit "Mensch" zur Wehr, indem sie den "Sohn der Erde" in Form von einigen nomadenähnlichen Wesen brutal misshandelt und schließlich tötet. Die Existenz der Menschheit erscheint als schreckliche Tortur sowohl für den Menschen als auch für die Erde. Die altbekannte Frage warum Gott die alltäglichen Grausamkeiten mit denen wir ständig konfrontiert werden bloß zulassen kann wird hier beantwortet: Gott ist tot! Die Menschheit; eine verdorbene Spezies, die sich in einer gottlosen Welt verbreitet hat, aber schließlich doch von seiner Schöpfung vernichtet wird. Nach dem Tod von "Son of Earth - Flesh on Bone" wird durch Bilder von sprießenden Blumen symbolisch die Erholung der Erde dargestellt.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Begotten sicherlich kein Film für jedermann ist und wohl nur Anklang bei Freunden des Avantgardefilms finden kann. Wer aber bereit ist sich auf eine verstörende Reise voller dunkler Emotionen einzulassen, ist hiermit bestens bedient. Eigentlich gar nicht zu bewerten, ich hab's trotzdem mal getan...

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fiji

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Bewertung6.0Ganz gut

Sehr schockierender Film. Die grobe Art, wie er gemacht ist, ist furchteinflößender als jeder Horrorfilm. Wenn man die Credits beachtet, und damit auch die Wesen die dargestellt werden (God Killing Himself, Mother Earth usw.) hat er evtl. sogar einen tieferen Sinn. Aber ich muss sagen nur weil der Film irgendwo einen tieferen Sinn haben könnte, heißt das noch nicht, dass er wirklich gut ist. Außerdem ist es sehr anstrengend, diesen Film durchzuhalten.

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Mart

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Bewertung7.0Sehenswert

Schwer zugänglich für die Massen.

Merhige präsentiert hier einen Film, den es ein zweites mal nicht gibt.
Hypnotische Bilder bringen hier die Synapsen zum zucken.

Als Solches verstöhrend einzigartig.
Man sollte diesen Film viel mehr als eine Art Kunstwerk oder Präsentation ansehen, als einen "Film" der zur Unterhaltung dient.

Wer sich bei experimentellen und anderen Independent-Filmen wohl fühlt, sollte sich an Begotten auf jeden Fall heranwagen.

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endlesssporadic

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Bewertung5.0Geht so

Albtraum.

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