Ben Hur - Kritik

US 1959
Laufzeit 212 Minuten, FSK 16, Drama, Historienfilm, Abenteuerfilm, Kinostart 24.11.2005

Kritiken (2) — Film: Ben Hur

Flibbo: wieistderfilm.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Eine Massenszene voller sorgfältig kostümierter Menschen jagt die nächste. Dabei bleiben die Spezialeffekte inmitten der kolossalen Sets nahezu unsichtbar, da alles nach rein handgemachten Bauten aussieht, was man dem Film hoch anrechnen muss. Es ist eine Augenweide, angetrieben und umrahmt von der ausgeklügelten, abwechslungsreichen, einfach epischen und unübertrefflichen Musik aus der Feder von Miklós Rózsa („Das verlorene Wochenende“). „Ben Hur“ bedeutet spektakuläre Szenen und die passenden Klänge dazu. Einzig bei der berühmten Wagenrennen-Szene, deren Hype tatsächlich noch legitim ist, entfaltet sich die beste Wirkung ohne ein begleitendes Orchester. Das Problem ist, dass man sich durch die mehr als stolze Laufzeit an den bombastischen Charakter des Films gewöhnt, was es mühsam machen kann, konstant dran zu bleiben. [...]

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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6.5Ganz gut

"Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Doch er wusste sehr wohl. Die letzten Worte, welche Regisseur William Wyler seinen Ben Hur vom gekreuzigten Jesus weitertragen lässt, führen den vielleicht einzig triftigen Kritikpunkt an einem der größten Monumentalstreifen der Kinogeschichte ad absurdum. In seiner elffach "Oscar"-prämierten Verfilmung aus dem Jahr 1959 leistet sich Wyler nämlich mehr oder weniger bewusst einige historische Ungenauigkeiten, wobei das Gros davon auf die Romanvorlage über das Leben des fiktiven jüdischen Prinzen Judah Ben Hur zurückzuführen ist, der als Zeitgenosse Christi in Jerusalem lebt.

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Tina Scheidt

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Ich wüsste gerne, was für historische Ungenauigkeiten in dem Film sein sollen.



Kommentare (35) — Film: Ben Hur

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Teezy123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Herausragender Film mit brillanten Darstellern, fantastischen Kostümen und beeindruckender Kulisse.
Gekrönt wird das Ganze von einem auch heute noch mitreissenden Wagenrennen, das seines Gleichen sucht.
An einigen Stellen ist der Film ein wenig langatmig.
Dennoch zählt er zu DEN Klassikern seiner Zeit und das mit Recht.

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quellecair

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wie soll man einen Film beschreiben, der einem vom ersten Augenblick an in seinen Bann zieht und mehr noch: der im eigenen Leben grundlegende Veränderungen auslöst? So ist es nicht nur mir mit der ersten „Ben-Hur“-Begegnung, die eher zufällig geschah, ergangen. Romanautor General Lew Wallace erlebte es auf seine Weise ähnlich:
"Eines Tages hatte Wallace ein Gespräch mit einem Stabsoffizier, der sich über Gott, Glauben und Christen lustig machte und darüber spottete. Wallace, der damals noch nicht gläubig war, kam ins Nachdenken und entschloss sich, alles, was mit der Bibel, Jesus Christus und dem Glauben zu tun hatte, ausgiebig zu erforschen.
Später schrieb Wallace, dass seine Begegnung mit dem spöttelnden Colonel zwei Folgen hatte: Zum einen das Buch "Ben Hur", das 1880 veröffentlicht wurde, zum anderen seine Hinwendung zu Gott und Jesus Christus." (Quelle: Wikipedia)

„Ben-Hur“, seit seiner Veröffentlichung 1880 ein Bestseller, gilt als Prototyp des historischen Romans und wurde nach Wallaces Tod 1905 zum regelrechten Theaterstoff, bis er 1926 sogar den Weg auf die Leinwand fand. Erst die farbige Neufassung von 1959 verdrängte den Stummfilm, der als Meilenstein in der Entwicklung der Leinwandkunst geblieben ist.
Der Produktionsaufwand, den man für die Neuverfilmung von „Ben-Hur“ aufbrachte, war für damalige Verhältnisse nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes „monumental“, sondern drohte das Studio MGM in den völligen Ruin zu stürzen. Aber es kam bekanntlich anders: „Ben-Hur“ schrieb als Meilenstein des Monumentalfilms und als erster Rekordhalter von 11 Oscars (erst 1997 von „Titanic“ und 2003 von „Die Rückkehr des Königs“ egalisiert) Filmgeschichte.

Inhaltlich verbindet „Ben-Hur“ eigentlich zwei Geschichten: Als Grundlage dient die turbulente Epoche der heidnisch-römischen Weltherrschaft, die am Rande jener Zeitwende steht, die die Menschheit nachhaltig beeinflusste – Christi Geburt und der Weg nach Golgatha.
Während dieser Zeit lebt Judah Ben-Hur (Charlton Heston), der als jüdischer Prinz Ansehen geniesst. Sein römischer Jugendfreund Messala (Stephen Boyd) ist, trotz der Verfeindung der beiden Völker, ein guter Freund der Familie. Doch die Freundschaft erlebt eine jähe Wende, als bei einem römischen Truppenauflauf sich ein Ziegel von Hurs Haus löst, den römischen Stadthalter trifft und dies irrtümlicherweise als Attentat aufgefasst wird. Judahs Mutter Miriam und Schwester Tirza werden ins Gefängnis geworfen und er selbst wird in Ketten auf die Galeere verbannt. Auf dem Weg dorthin gelangt er mitsamt anderen Deportierten zu einem kleinen Dorf, wo er in seinem Elend eine Begegnung macht, die sein Leben entscheidend prägen sollte: Ein Zimmermann gibt ihm Wasser, wo es ihm vorher gerade noch verweigert wurde. Die beiden Geschichten treffen zum ersten Mal aufeinander...

Mit 50 Jahren auf dem Buckel merkt man „Ben-Hur“ das technische Alter an – das lässt sich nicht wegdiskutieren. Hingegen braucht er sich qualitativ mit der neu überarbeiteten Version (erhältlich als 4-Disc Box, inkl. Stummfilmversion von 1925) absolut nicht hinter moderneren Monumentalfilmen zu verstecken. Wer die Möglichkeit hat, den Film auf Grossbild zu erleben, der sollte auf keinen Fall zögern – denn nur so entfaltet er seine bildgewaltige und emotionale Wucht optimal! Mit knapp 4 Stunden Laufzeit erfordert er zwar nicht nur etwas Sitzleder, sondern auch die Geduld, sich einer ruhigen Erzählstruktur und einem langsam sich aufbauenden Spannungsbogen hinzugeben. Wer dies entgegenbringt, der wird mit unvergesslichem Kino belohnt, welches durch herrliche Schauplätze, grossartig orchestralischer Musik und einer einzigartig expressiven Dramaturgie die Zeit für einen Moment stehen zu lassen vermag.

Bleibt mir nur noch wiederzugeben, was ein renommierter Filmkritiker der „New York Times“ schrieb: „Ein überragendes, strahlendes Drama, das alle Grenzen üblicher Spektakel überwindet.“

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cpt. chaos

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Imposantes Monumentalwerk mit überwältigenden Kulissen und gigantischen Massenszenen, das zu Recht mit elf Oscars regelrecht überhäuft wurde.
Das legendäre Wagenrennen stellt hierbei natürlich alles bis dahin filmisch bekannte in den Schatten und beeindruckt auch heute noch zutiefst, sodass das kleine Herz regelrechte Purzelbäume schlägt.
Faszinierend gespielt dann auch der anschließende Todeskampf Messalas in den Katakomben der Arena.

Einziger Wermutstropfen ist das biblisch etwas fett aufgetragene Finale, worüber man aber wohlwollend hinwegsehen kann.

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AlArenal

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Meine Großeltern väterlicherseits (RIP) schenkten mir in meiner Grundschulzeit - Bücher. Darunter ein Karl May, den ich nach 20 Seiten beiseite legte und nie wieder anfasste (außer bei irgendeiner Entsorgungsaktion Jahre später) und ein Schuber mit Klassikern der Lietratur. 20.000 Meilen unter dem Meer, In 80 Tagen um die Welt, Moby Dick, Robinson Crusoe, Die Schatzinsel und Ben Hur.

Ben Hur wurde zu meinem ersten Buch, meinem Lieblingsbuch und jedes jahr zu Ostern im TV zu meinem absoluten Lieblingsfilm. Nun gibt es ihn auch auf Blu-Ray und was ich las soll er in genialer Bildquali drauf sein im schier unmöglichen Bildformat von 2,75:1 ... Die Vorfreude ist schon riesig und irgendwann mache ich dann mal einen Sandalen-Tag mit Quo Vadis, Die 10 Gebote, Ben Hur, Spartacus und Gladiator.

Für Filme wie Spartacus wurden Film und Kino erfunden.

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m.laterne

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ich überleg gerade, ob das rein rechnerisch an einem Tag zu schaffen ist.


AlArenal

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Zur Not müsste ich dazu einen Flieger besteigen und entgegen der Erdrotation fliegen...


russel

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Bewertung9.0Herausragend

william wyler schuf ein zeitloses meisterwerk welches mit solcher hingabe inszeniert wurde, dass es einem die sprache verschlägt. allein die massenszenen sind die 220 minuten wert. lange habe ich mich davor gedrückt diesen klassiker zu schauen, aber sind es nicht letztendlich diese monumentalwerke vergangener zeiten für die das kino erfunden wurde?! mich jedenfalls hat dieser film von der ersten bis zur letzten minute fasziniert. dafür grossen dank an w. wyler.

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Punk

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Bewertung9.5Herausragend

Zeitlos!

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moviereporter

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bei dem Wort 'Monumentalfilm' fällt mir als erstes Ben Hur ein, aus folgendem Grund: Der Film ist so dermaßen groß und gewaltig und wuchtig dass 'monumental' schon fast untertrieben wirkt. Kuslissen, Kamera, Lauflänge, Kostüme, Ausstattung und Musik sind derart bombastisch und imposant, dass des umhaut - einfach gewaltig. Die Story ist vielleicht nicht die originellste und die Schauspieler agieren zeitweilig ein wenig gediegen und dann doch wieder übertrieben, aber man muss eben auch die Zeit der Entstehung berücksichtigen.

Fazit: Muss man einfach gesehen haben -enttäuscht wird man von diesem Mammutklopfer nicht.

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Sylvie22

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Bewertung4.5Uninteressant

tja ich bin wohl alleine mit meiner meinung, jedoch ist diese neuverfilmung so ziemlich das schlechtest inszenierte monumentalwerk, dass ich je gesehen habe. langatmig und vor allem die kameraführung teilweise mehr als mies! dafür, dass es teilweise in marokko gedreht wurde und man da mehr rausholen hätte können, waren die szenen im meer stets so gefilmt, dass auch ein swimming-pool dafür gereicht hätte. einzig die innenaufnahmen der galeere waren gut. spannung - gleich null! sogar beim wagenrennen kann man sich nur dann reinfühlen, wenn man das seinerzeitige (mit viel weniger technik ausgekommene) epos vor augen hat. es waren wirre aufnahmen und teilweise hab ich bei dem film gar nicht bemerkt, dass die werbung dazwischen schon zu ende war. zu den schauspieler möchte ich mich nicht so äußern, weil jeder mal klein anfangen muss ... herausragend war jedenfalls keiner, am allerwenigsten die hauptfigur. und diesen "reservejesus" die worte sprechen zu lassen, die er eigentlich (ich hoffe da liege ich jetzt nicht ganz falsch) erst am kreuz spricht, fand ich geschmacklos. aber ich teile seine meinung an die produzenten und den regisseur: "vergebt ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!"

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hoffman587

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Dann solltest du es aber zu der Seite der 2009 Version und nicht von die deer 59 Fassung, das könnte sonst jemanden verwirren:)


Sylvie22

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oha, das tut mir leid! ich schrieb mir nur meinen frust von der seele! danke für den hinweis. war noch niemals zuvor hier.


Kaiser1337

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Bewertung4.5Uninteressant

4 Jahre nach dem Juda Ben Hur ausversehen einen Stein von der Fassade löste und dieser auf Pilatus bei seiner Einzugsfeier fiel, der daraufhin wehleidig Aua schrie und den "Attentäter" zum Tode verurteilte, ist Ben Hur wieder zurück. Diesmal als Römer. Pilatus spricht von diesem Namen und dem Attentat noch mehrere Male. Auch als Ben Hur sein Haus zurückkauft. Zu diesem Zeitpunkt kennen ihn nur alle als Sixtus Octavius. Anstatt ein Geheimnis daraus zu machen, erzählt er allen, wer er wirklich ist. Beim Rennen verkündet Pilatus die Namen der Teilnehmer: BEN HUR!!! Oh, aber mehr war dann auch nicht.
Und nebenbei immer dieser Jesus: "Sie wissen sehr wohl, was sie tun." Ah ne, so hat er es ja nicht gesagt, damit die Armen den Verbrechern alles verzeihen und in Ohnmacht bleiben. Sorry, ich bin gerade ein bisschen zynisch und habe Spaß dran. Nach Monty Python und dazu noch diese GZSZ mäßigen Kameraeinstellungen, Affekte, Stimmungen und Probleme, kann ich es immer noch nicht glauben, dass der Streifen aus dem Jahr 1959 ist =)

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shadowhunting

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Bewertung7.5Sehenswert

Großartig inszenierter Historienfilm, der nicht nur durch seine unglaublichen technischen Aufwand sehenswert ist, sondern vorallem durch seine gewaltige Bildgewalt, die jeden Zuschauer für dieses Monumentalfilmwerk, die einen bis zum Ende begeistert durch eine Galerie an Kunstwerken und eine beinahe endlose Kette von Aufnahmen, die Filmtechniker bis heute noch bestaunen. Die Handlung spielt in dem Film bewusst eine Nebenrolle, ist aber dennoch für historisch Interessierte und Leute, die mit einer antiken Geschichte auch unterhalten werden können, empfehlenswert. Man muss in Ben Hur schlicht unterscheiden zwischen technischer Perfektion und zweifellos talentierter Inszenierung, und einer mittelmäßigen Geschichte, die nicht mit Dialogen glänzen kann, dafür aber mit Figuren, in die man sich leicht hinein versetzen kann und somit einen Blick in das damalige Gesellschaftsleben durch reine optische Darstellung erlangen kann. Sicherlich ein Meilenstein für den technischen Bereich der Filmgeschichte, inhaltlich ist ''Ben Hur'' klassisch aber nicht außergewöhnlich.

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son of the godfather

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich würde nicht sagen, dass Ben Hur einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist, obwohl ich ihm 10.0 gebe, aber dieser Film ist ein absolutes Meisterwerk. Was an Massenszenerien und Effekten zu sehen ist für diese Zeit unglaublich. Zudem gesellt sich eine Story mit symphatischen Charakteren und einem Kampf auf Leben und Tod zwischen zwei ehemals besten Freunden was will man mehr. Muss man gesehen haben

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Discostu

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein monumentaler Epos ist "Ben-Hur" unbestreitbar und vor allem die großen Massenszenen und das berühmte Wagenrennen sind sehr beeindruckend. Doch mich haben einige Dinge auch deutlich gestört: Charlton Hestons Schauspiel ist wie gewohnt grenzwertig und die Verwebung mit der Geschichte von Jesus Christus wirkt doch recht bemüht und am Ende auch einfach nur kitschig. Ein Weglassen dieser Szenen hätte meiner Meinung nach dem Film (auch in Bezug auf seine Überlänge) mehr genutzt als geschadet , denn für mich haben sie den qualitativen Gesamteindruck doch stark geschwächt. Hinzu kommen übliche Probleme bei Filmen dieses Alters wie gestelzte Dialoge und dick aufgetragene Musik, so dass ich Ben Hur insgesamt zwar wegen einer Hand voll gut gemachter Szenen zwar für durchaus sehenswert, aber entgegen der mehrheitlichen Meinung für kein herausragendes Meisterwerk halte.

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Conan Doyle

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Bewertung7.0Sehenswert

Großartiger Monumentalfilmklassiker. Zum Ende hin verkommt er leider immer mehr zum christlicher Propagandafilm. Die letzte halbe Stunde ist für meinen Geschmack überflüssig.

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Blonder

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn man Charlton Heston hört, denkt man unweigerlich an Ben Hur, und wenn man Ben Hur hört, denkt man sofort an das Wagenrennen.
Die Geschichte wird so rasant erzählt, dass man das Gefühl hat man sitze nur zwei Stunden vorm Fernseher. Der aber absolute Höhepunkt ist das Wagenrennen, das eindeutig zu den unvergesslichsten Szenen der Filmgeschichte gehört.
Ein Klassiker, der auch noch in Hunderten von Jahren nichts an Faszination verlieren wird. Eben ein Meilenstein der Filmgeschichte.

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Filmkenner77

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Für mich bleibt Ben Hur der Film, für den das Kino erst erfunden wurde. Längst hatte das Fernsehen in den 50er Jahren Einzug in die amerikanischen Wohnzimmer gehalten und so musste das Kino als direkte Konkurrenz immer aufwendigere Produktionen mit immer mehr Stars auf die Leinwand bringen, um die Menschen noch in die Lichtspielhäuser zu locken. Insofern stellten Ben Hur und Cleopatra, der 1963 entstand und das Produktionsstudio 20th Century Fox beinahe in den Ruin stürzte, den Höhepunkt dieser Gigantomanie dar. Mit Ben Hur wurden 1959 nahezu alle Superlative, die die Filmwelt bis dahin kannte, aus den Angeln gehoben. Regisseur William Wyler, schon Regieassistent bei der Ben Hur-Fassung von 1925 und bekannt durch Werke wie "Lockende Versuchung", "Weites Land" oder "Ein Herz und eine Krone", bekam von den MGM Studios die verantwortungsvolle Aufgabe zugetragen, alles bis dahin auf der Leinwand gesehene in den Schatten zu stellen und einen Blockbuster zu inszenieren, der das finanziell angeschlagene Studio mit einem Schlag sanieren sollte. Das gewagte Vorhaben sollte Erfolg haben. Bereits 1953 begannen die Vorbereitungen der Megaproduktion. Insgesamt betrugen die Produktionskosten 16,2 Millionen Dollar (damals eine gewaltige Summe) und die Drehzeit dauerte sagenhafte 2 Jahre. Es gab 365 Sprechrollen und man verpflichtete 50000 Komparsen. Bei der Oscarverleihung erhielt der Film 11 Oscars bei 12 Nominierungen. Kein anderer Film kann bis heute solch eine Bilanz vorweisen. Zwar erhielten "Titanic" und "Die Rückkehr des Königs" auch 11 Oscars, jedoch waren sie öfter nominiert und es gab mehr Oscarkategorien als 1959. Heutige Filmklassiker wie "Das Tagebuch der Anne Frank", Manche mögens heiß" oder "Der unsichtbare Dritte" hatten der geballten Übermacht von Ben Hur nichts entgegenzusetzen. Um den Erfolg an den Kinokassen noch zu erhöhen, versuchte man alle Kopie der Version von 1925, die man nach wie vor als Konkurrenz empfand, zu vernichten. Ein derart rabiates Vorgehen konnte man auch bei "Gaslicht" (1940) und dem Remake ""Das Haus der Lady Alquist" (1944) feststellen oder bei "Dr. Jekyll and Mr. Hyde" (1931) und "Arzt und Dämon" (1941). Charlton Heston, der bereits durch "Die zehn Gebote" Erfahrungen mit dem Genre des Monumentalfilms gemacht hatte, war für Ben Hur nicht erste Wahl. Namhafte Schauspieler wie Paul Newman oder Marlon Brando waren zunächst angefragt worden. Die Rolle des Messala, für die Heston zunächst vorgesehen war, wurde übrigens auch dem jüngst verstorbenen Leslie Nielsen angeboten. Lilo Pulver sollte die weibliche Hauptrolle spielen, musste aber wie später auch bei El Cid, wegen anderweitiger Verpflichtungen ablehnen. Es gibt über Ben Hur viele Anekdoten, von denen hier zwei kurz erwähnt werden sollten. William Wyler, ein Jude, amüsierte sich in einem Interview einmal über die Tatsache, dass er als Jude einen der bedeutendsten Romane des Christentums inszeniert hätte. In die Wiedersehensszene zwischen Ben Hur und Messala baute Wyler nach Absprache mit Costar Stephen Boyd eine homosexuelle Komponente mit ein, ohne davon dem erzkonservativen Charlton Heston zu erzählen. Nachdem die Szene abgedreht war und Heston später davon erfuhr, soll er außer sich vor Wut gewesen sein.
Der Film selbst ist eine Aneinanderreihung von legendären Szenen, die in die Filmgeschichte eingingen. Die Galeerensequenz, das Wagenrennen, die Wiedervereinigung der Familie nach Jahren - all das hat sich in das Gedächtnis eines jeden gebrannt, der diesen Film gesehen und geschätzt hat. Der Film schafft es über nahezu 3,5 Stunden perfekt, die packende und zu keiner Zeit langatmige Geschichte eines Mannes zu erzählen, der mit seinem besten Freund bricht, nach einer Intrige sein Hab und Gut und seine Familie verliert, zum Galeerenskalven wird, den Befehlshaber der Galeere vor dem sicheren Tod bewahrt und schließlich dessen Adoptivsohn wird. Getrieben von der Rache an Messala, der ihm alles genommen hat, kommt es schließlich zum spektakulären Wagenrennen, in dem Messala den Tod findet. Am Ende wird Ben Hur der Kreuzigung von Jesus beiwohnen, der ihm einst in der Not geholfen hat. Erst hier weicht der abgrundtiefe Hass von Ben Hur und er schließt seine Familie, die er für tot gehalten hat, wieder in seine Arme. Erzähltechnisch wie inszenatorisch ist Ben Hur ein Meisterwerk sondergleichen, das man gesehen haben muss. Sicherlich kann man bei diesem Film, wie bei jeden anderen auch, Schwächen herausarbeiten, doch für mich ich der Film nahe an der Perfektion.

13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Framesurfer

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Schließe ich mich an. Hervorragende Kritik.


Filmkenner77

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Danke.


Klausemann1

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Bewertung9.0Herausragend

für damalige Zeiten ein gewaltiges Filmepos und noch immer ein toller Klassiker, indem die Geschichte um die Entstehung des Christentums und die Macht des römischen Reichs aus dem Blickwinkel einer schwierigen Freundschaftsbeziehung interessant erzählt wird

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Pryanka

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Bewertung10.0Herausragend

Ausgezeichnet mit 11 Oscars.
Im Jahre 26 nach Christi Geburt: Ben Hurs Jugendfreund, der römische Soldat Messala, der ihn einst vor dem Ertrinken gerettet hat, wird Befehlshaber in Jerusalem und ist gewillt, jeden Akt der Rebellion im Keim zu ersticken. Die Wiedersehensfreude ist sowohl bei Judah, seiner Mutter Miriam und seiner Schwester Tirzah als auch bei Messala groß. Die Freundschaft der beiden Männer gerät jedoch in Gefahr, als Messala für den römischen Nationalstolz eintritt und von Judah verlangt, die Aufständischen zu verraten, was dieser jedoch ablehnt.
Messala ,Freund der Kindcheit, ruinirte Judas Leben, durch Hass bis zu seinem Tod.
Judah war schwach und oft kurz vom sterben, doch die Liebe zu seinem Volk, die Lust für Rache und Gottes Pläne gaben ihm Kraft und Stärke um Aufrech zu bleiben...

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Hobgoblin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schwer beeindruckende sowohl auch dramatische Bilder in einem monumentalen Meisterwerk!

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AylaView

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Bewertung9.0Herausragend

Fantastische Settings und Kostüme, eine spannende und nie langatmige Geschichte, fulminante Stunts, grandioser Soundtrack - ein Meisterwerk.

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tin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

trotz des wenig sympathischen hauptdarstellers hat mich dieser film doch sehr positiv überrascht. sein nicht geringer umfang ließ dennoch keine längen aufkommen und einige szenen (besonders das wagenrennen) sind nicht nur für damalige filmverhältnisse spektakulär.
auch der umgang mit dem christentum und insb. der geschichte von jesus war erträglich, mal abgesehen von einer wunderheilszene am ende.

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