Bessere Zeiten

Svinalängorna (2010),
Laufzeit 100 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 08.12.2011

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von Pernilla August, mit Noomi Rapace und Ola Rapace

Bessere Zeiten – Eines Morgens erhält Leena (Noomi Rapace) einen Anruf von einem Krankenhaus ihrer Heimatstadt. Ihre Mutter (Outi Mäenpää) liegt im Sterben, sie soll sofort kommen. Doch Leena zögert. Sie hat lange damit gekämpft, ihre Kindheit hinter sich zu lassen. Mittlerweile hat sie eine eigene Familie und führt ein zufriedenes Leben mit ihrem Mann Johan (Ola Rapace) und ihren beiden kleinen Töchtern. Doch Johan lässt Leena keine Ruhe und macht sich mit ihr und den Kindern auf den Weg zur Mutter. Es ist der Beginn einer Reise, während der Leenas Kindheitserinnerungen wieder aufleben. Erinnerungen an ihre Eltern, die ihre Hoffnungen auf eine glückliche Zukunft im Alkohol ertränkten und deren Streitereien immer mehr die kleinen Momente des Glücks zerstörten. Leena und ihr Bruder versuchten währenddessen ihr Leben zu meistern: ihr Bruder, indem er sich in seine eigene Welt zurückzog. Sie selbst, indem sie zwischen Schwimmwettkämpfen und Treffen mit ihrer besten Freundin den Schein der Normalität zu wahren versuchte. Als Leena zum ersten Mal seit Jahren wieder ihrer Mutter gegenüber steht, ist sie jedoch gezwungen, sich mit den Schatten ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.

(Quelle: Presse-Text)

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Kritiken (6) — Film: Bessere Zeiten

Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.0Ausgezeichnet

In Bessere Zeiten geht es um Selbstbetrug, eine geschönte Erinnerung, die einem das Leben leichter macht – aber nur auf der Oberfläche. Augusts großartige Leistung ist es, diese falsche Wahrnehmung zuzulassen, Realismus und Psychologie zu verbinden.

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Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de

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8.0Ausgezeichnet

Ihr perfekt inszeniertes psychologisches Sozialdrama um traumatische Wunden, die kaum heilen, besticht nicht nur durch klare, rhythmische Bilder.

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Claudia Nitsche: Radio Köln Claudia Nitsche: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Zusammen mit Noomi Rapace warten wir auf die Versöhnung, eine Entschuldigung. Nur um festzustellen, dass uns von viel zu vielen Hollywood-Filmen der Blick auf die Realität verschoben wurde.

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Vanja Budde: Deutschland Radio Vanja Budde: Deutschland Radio

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7.5Sehenswert

Das Buch zu Bessere Zeiten ist eine erschütternde und zugleich poetisch zarte Erzählung über eine arme Kindheit in einem reichen Land. Auch der Film vermeidet es erfolgreich, ins kitschige Sozialdrama abzurutschen.

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José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Die Erzählstruktur in Rückblenden erweist sich als hervorragende Finesse, um dem Zuschauer das traumatische Sozialdrama erträglich zu machen. Der distanzierte Blick auf die kruden Szenen, in denen Leena (Tehilla Blad) zusehen muss, wie ihre Eltern dem Alkohol verfallen, während das Mädchen ihren kleinen Bruder Sakari (Junior Blad) zu beschützen versucht, lässt darüber hinaus die Hoffnung auf die Verarbeitung der schmerzhaften Kindheit und dadurch auf eine Versöhnung zu.

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Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info... Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info...

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8.0Ausgezeichnet

„Bessere Zeiten“ ist das schonungslose Psychogramm eines familiären Teufelskreises, aus dem jeder Einzelne seine eigenen Fluchtmöglichkeiten filtert.

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