Bestiaire

Bestiaire (2012), CA/FR Laufzeit 72 Minuten, Dokumentarfilm, Kinostart 25.04.2013

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7.6
Kritiker
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7.4
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10 Bewertungen
5 Kommentare
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Kinostart: 25.04.2013
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von Denis Côté,

Bestiaire ist ein französischer Dokumentarfilm von Denis Côté.
Ein Zeichenkurs, ein Safaripark, die Werkstatt eines Tierpräparators: drei Umgebungen, in denen sich Mensch und Tier begegnen. Im Mittelpunkt der Beobachtung stehen Blick- und Wahrnehmungsverhältnisse, die gleichzeitig oft ungleiche Machtverhältnisse spiegeln. Dabei scheint der Film die Frage mitzudenken, wie man Tiere filmen kann. Vom technisch hochgerüsteten zeitgenössischen Tierfilm, dessen allmächtige Kameras zu Wasser, zu Lande und in den Lüften jede Grenze überwinden und kein Geheimnis der Schöpfung mehr kennen, ist er dabei weit entfernt. Eine kommentarlose nüchterne Betrachtung – die Kamera ist oft unbewegt und beobachtet von einem festen Punkt aus mit feinem Gespür für Formen und Bewegung: Hörner vor einer Betonwand, die Beine nervöser Zebras in der Enge des Stalls, die Sorgfalt in den kundigen Handgriffen des Tierpräparators. Wohlüberlegte Einstellungen lassen Zeit zum Nachdenken über Schönheit und Fremdheit, über die domestizierte Wildnis in der Zivilisation. Orchestriert von den Umgebungsgeräuschen ergibt das eine Choreografie, ein filmisches Bestiarium, in dem sich zu den stoischen, ungerührten, ungeduldigen, wilden und rebellischen Tieren auch der Mensch gesellt.


Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Bestiaire

Cristina Moles Kaupp: fluter Cristina Moles Kaupp: fluter

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7.5Sehenswert

Wer genau hinschaut und sich vom vermeintlich ereignislosen Fortgang nicht verprellen lässt, entdeckt die künstlerische Qualität in der eigenartigen Ästhetik der Bildausschnitte [...].

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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst

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6.5Ganz gut

Coté reiht statische Kameraeinstellungen aneinander, nüchtern und kommentarlos, wobei das Thematische zurückgedrängt wird zugunsten reiner Kontemplation.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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8.0Ausgezeichnet

Man will ihn erst einen Dokumentarfilm nennen, weil das seiner äußeren Gestalt am ehesten zu entsprechen scheint: Über 72 Minuten sieht man Tieren in einem kanadischen Safaripark zu und gelegentlich den Menschen – Pflegern und Besuchern des Parks –, die die Tiere ansehen. [...] Aber dann folgt den Bildern, die nie ganz bequem den Konventionen entsprechen wollen, deren Bildausschnitt irritiert oder belustigt, auch rasch das Nachdenken darüber, wie man eigentlich auf Tiere schaut.

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Kommentare (2) — Film: Bestiaire


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Cayopei

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Bewertung7.0Sehenswert

Weniger ein klassisch-narrativer Dokumentarfilm als ein filmisch-philosophisches Essay über das Zusammenleben von Mensch und Tier sowie inhärenter Machtverhältnisse.

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annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Interessant" ist wohl das, was die meisten sagen werden, die diesen Film gesehen haben. Und das ist er wirklich, im positiven Sinne erinnerungswürdig. Ein Film, der so andersartig ist, dass man ihn wahrscheinlich nicht vergessen wird, egal wieviele Filme man noch sichten wird. Jeder wird Bestiaire auch wohl anders interpretieren, für mich ist er ein kurzer, feiner, fiktionalisierter Dokumentarfilm aus der Sicht von Zootieren, ohne dass die Tiere verniedlicht und vermenschlicht würden. Ein neutraler, objektiver Blick auf das Leben eines Zootieres und die Menschen, die im Zoo arbeiten. Bestiaire gibt keine Denkrichtung vor, für mich gab er mal wieder Anlass darüber nachzudenken, wieso Menschen sich immer für lebenswürdigere Organismen als Tiere halten oder wie wenig wir eigentlich über Tiere wissen und natürlich auch darüber, woher wir das Recht nehmen, Tiere in Betonkäfige einzusperren und anzuglotzen oder zu schlachten und zu essen.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Jek-Hyde

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Genau das ist es. Das Recht haben wir nicht...und wir machen es trotzdem. Was sagt das wohl über die Menschen aus?