Biester

La Cérémonie (1995), FR/DE
Laufzeit 111 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 02.11.1995

8.8 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
64 Bewertungen
5 Kommentare
Biester - Bild 31546
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von Claude Chabrol, mit Isabelle Huppert und Virginie Ledoyen

Die Lelièvres haben in der schüchternen Sophie endlich eine erstklassige Haushälterin gefunden. Sie bringt die pompöse Villa auf Hochglanz und kocht vorzüglich. Ansonsten ist sie recht anspruchslos und verbringt ihre knappe Freizeit fast ausschließlich vor dem Fernseher. Als die Familie in die Ferien fährt, freundet sich Sophie mit der frechen Postbeamtin Jeanne an. Ein dunkler Fleck in der Vergangenheit macht die beiden Frauen zu Verbündeten. Jeanne hegt zudem einen tiefen Hass gegen die Familie Lelièvre und animiert Sophie zur Rebellion. Ein missglückter Erpressungsversuch führt schließlich zu Sophies Entlassung. Die beiden “Biester” verbünden sich gegen die großbürgerliche Familie und planen eine makabre Zeremonie.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Biester

Ulrich Behrens

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9.0Herausragend

Isabelle Huppert und Sandrine Bonnaire kooperieren als „Biester” in einer fast genialen Verbindung. Ganz anders denn als Mika in Chabrols „Süßes Gift” (2000) spielt die Huppert hier nicht die introvertierte, an den Grenzen zum Psychopathischen handelnde Frau, die ihr Schicksal durch die Diktatur über das Schicksal anderer bestimmen will, sondern eine extrovertierte Zynikerin, die statt der heimlichen Waffe des Gifts die offene Gewalt der Gewehrläufe sprechen lässt. Beide Figuren scheitern. Sandrine Bonnaire überzeugt in ihrer genialen Darstellung einer Frau, die ihre Schwächen geschickt verheimlichen kann und im „richtigen” Moment zuschlägt. Ihr Hass und ihre Rache bleiben dennoch in einer merkwürdigen Weise „still”, „leise”, ja fast verhalten.

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Kommentare (4) — Film: Biester

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Wumz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zwei Frauen, beide wurden schon einmal verdächtigt jemanden umgebracht zu haben, finden zueinander und befreunden sich. Sie vereint ihr Stand in der Gesellschaft und die Wut darüber so weit unten zu stehen, klar das jemand früher oder später dafür büßen muss.
Isabelle Huppert und Sandrine Bonnaire spielen ihre Rollen so hervorragend, dass ein Sonderlob absolute Pflicht ist.
Toll inszeniertes und Spannungsgeladenes Drama, welches man hier auch als Psychothriller führen könnte.

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Kubrick_obscura

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Obwohl die Figuren psychologisch bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sind, bleiben sie geheimnisvoll, hinterlässt ihre Zeremonie am Ende trotzdem ein großes Fragezeichen und nur dadurch wird der Film zu großem Kino. Die Figuren, die wir meinen zu kennen, überraschen uns auf die grausamste Weise. Psychologischer Realismus!

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annaberlin

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Bewertung9.0Herausragend

Herrlich. Einer der bissigsten Filme Chabrols neben zwei brillanten Darstellerinnen.

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Darbon

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine unheimliche Spannung, wenn Sandrine Bonnaire als Analphabetin versucht, den Auftragszettel zu entziffern und so versucht, ihr peinliches Geheimnis zu hüten. Die Not war damals im Kino unerträglich spürbar. Cassel und Bisset als scheinheilige Gutmenschen erweisen sich als dünkelhafte Bourgeois und werden im makabren Finale von Chabrols Vollstreckerinnen - wie schon immer die Vertreter dieser Klasse - gerichtet. Für mich ist "Biester" von den neueren Chabrols der beste.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

stalker

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Find ich auch.


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