Bilanz eines Lebens
Ikimono no kiroku (1955), JP Laufzeit 100 Minuten, FSK 12, Drama
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45 Bewertungen
9 Kommentare
Keine
von Akira Kurosawa, mit Toshirô Mifune und Minoru Chiaki
Erschütterndes Psychodrama eines Durchschnittsbürgers, der durch existentielle Verzweiflung und persönliche Verantwortung angesichts der Indifferenz seiner Umgebung zum tragischen Propheten der modernen Gesellschaft wird.
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Cast & Crew
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Akira Kurosawa
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Toshirô Mifune
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kiichi Nakajima
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Minoru Chiaki
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jiro Nakajima
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Eiko Miyoshi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Toyo Nakajima
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Kyôko Aoyama
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sue Nakajima
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Haruko Togo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Yoki Nakajima
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Noriko Sengoku
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kimie Nakajima
Regie
Schauspieler
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Akemi Negishi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Asako Kuribayashi
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Hiroshi Tachikawa
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ryoichi Sayama
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Yoshio Tsuchiya
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Shinobu Hashimoto
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Hideo Oguni
- Genre
- Drama
Drehbuch
Filmdetails Bilanz eines Lebens
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Kritiken (1) — Film: Bilanz eines Lebens
Kazushi: FILMSTARTS.de, TakashiMiike.de Kazushi: FILMSTARTS.de, TakashiMiike.de
Kommentar löschenGerade einmal ein Jahr nach dem er als junger ungestümer Bauer, der gerne ein richtiger Samurai wäre in Kurosawas Meisterwerk "Die sieben Samurai" brillierte, spielt Toshiro Mifune in Ikimono no kiroku / Bilanz eines Leben nun einen alten, verängstigten Familienpatriarch. Der hat Angst vor dem Einsatz der Wasserstoffbombe gegen Japan und will deswegen nach Brasilien auswandern. Mitkommen sollen seine Frau, seine zahlreichen Kinder aus der Ehe samt Familienanhang, seine beiden Geliebten und insgesamt drei weitere Kinder aus drei unehelichen Beziehungen. Alles hat der begüterte Mann organisiert, es müssen nur noch die letzten Zahlungen getätigt werden. Doch die Familie will gar nicht nach Brasilien und hat zudem Angst, dass der Vater auf diese Weise sein Vermögen verjubelt. Man will ihn als verrückt entmündigen lassen, was auch zu klappen scheint, sind die zuständigen Richter nach intensiver Diskussion der gleichen Ansicht wie die Familie. Nur einer hat Zweifel.
Kurosawa gelingt hier trotz klitzekleiner Längen ein erneut sehr berührender und emotionalre Film, der viele magische Momente hat. Geschickt werden Themen wie die Auswirkungen der beiden Atombobenabwürfe, die daraus resultierende Angst der Menschen während des Kalten Krieges, der Patriarchenstatus und die Blicke hinter die Fassaden einer Großfamilie verknüpft. Mifune gelingt in Verbindung mit der Maske das Bravourstück seinen Charakter, der rund doppelt so alt sein dürfte wie der Schauspieler, glaubhaft zu verkörpern und dessen langen Leidensweg zu illustrieren. Ein unbedingt sehenswerter Film.
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Kommentare (8) — Film: Bilanz eines Lebens
Kommentar schreibenaberaber 2011/11/24 15:05:30
Kommentar löschenEin ernsthafter Film über ein ernsthaftes Thema. Die ersten Minuten sind allerdings aufgrund des hyperaktiven Spiels der Darsteller nur schwer erträglich. Danach wird sowohl der Film als auch die Darstellung ruhiger. Wie ich finde für Europäer aber nur schwer nachvollziehbare Gefühlslage.
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Tyler__Durden 2011/02/01 23:17:49
Kommentar löschen"Of course everyone has to die someday. But I just don't want to be murderd."
Wo andere zuvor nur angedeutet und mit Metaphern verschleiert haben sieht Kurosawa direkt in den Kern der Angst des Post Nuklearen Zeitalters welches unsere gesamte Zivilisation so ungemein prägte. Wo dem Godzilla die Bombe aufn Kopp gefallen ist geht sie hier unserem Protagonisten in dem Kopf. Dieser, aus Angst vor der aussichtslosen Vernichtung die jederzeit zuschlagen könnte hat es sich in den Kopf gesetzt nach Brasilien aus zuwandern mit samt seiner Sippe um in ruhe Leben zu können. Das seine Familie da, verständlicher weiße nicht mitmacht und seine überheblichen Vorhaben nicht Unterstützen will sollte klar sein. Genauso klar wie die Angst des Mannes. Ist es doch selbst für jemanden von außerhalb sehr einfach Empathie zu empfinden. Wenn die schlimmste von Mensch erschaffene Waffe gleich zwei mal in deinem Land gegen Zivilisten benutzt worden ist schürt das nicht gerade eine Basis für ein sorgloses und friedliches Leben. Kurosawa schafft es geschickt jeder Moralischen Richtig und Falsch Einteilung aus dem Weg zu gehen und das Dilemma in all seiner Härte und Verbundenheit darzustellen. So ist es für ihn auch am Ende klar das er keine Antwort geben kann auf solch ein Problem, für solch Ängste die Existentieller sind als weiße Rollkragenpullis. Wäre es doch zu scheinheilig das Publikum mit smarter Lebensweisheit davon zu lassen. Nein! Der Wahnsinn und die Angst, das ist alles was bleibt. Und die Fragen die mal wieder gestellt worden sind.
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Godfather 2011/01/10 18:31:43
Kommentar löschenKurosowas Filme sind ohne frage gut...
Aber - ohne irgendjemanden hier verunglimpfen zu wollen - manchmal sind sie mir doch ein wenig zu langatmig.
Eine Stunde, vierzig Minuten kamen mir wie drei Stunden vor...
Vielleicht komme ich ja irgendwann später mal auf den Geschmack
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Miike 2010/07/11 18:32:33
Kommentar löschenAkira Kurosawa zeigt in diesem Film ein weiteres Mal ein Bild des Nachkriegjapans. Diesmal erzählt er eine Geschichte anhand des Industriellen Kiichi Nakajimaden der traumatisiert durch die Atombombenangriffe auf Japan, in ständiger Angst vor einer weiteren Attacke lebt und seine Familie retten will indem er nach Brasilien auswandert, in der Anahme das Südamerika der einzige Kontinent sei wo man sicher ist vor Atomregen etc. Man merkt auch in diesem Film dass sich der 6. August 1945 tief in die Seelen eines ganzen Volkes eingebrannt hat. Kurosawa erzählt hier aber auch eine Geschichte über den Zerfall einer Familie die sich durch Neid, Eifersucht und Geldgier selbst zerstört und am Ende alles verliert. Toshiro Mifune spielt den greisen Kiichi Nakajimaden absolut grandios, den innerlichen und äußerlichen Verfall und die Verzweiflung die sich breit macht da er seine Familie wohl nicht retten kann. Ein bewegender Film der zu einer Frühen Zeit erschütterede Wahrheiten über eine sich langsam auflösende Tradition wie das Patriachat und den Familiären Zusammenhalt aufzeichnet.
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Bradbury 2009/09/11 16:14:57
Kommentar löschenKurosawa analysiert am Beispiel des Industriellen Kiichi Nakajimaden den Gesellschaftswandel im Nachkriegsjapan, das Auflösen strenger Familienhierarchien und überholter Wertvorstellungen. Der damals erst 36 Jahre alte Toshirō Mifune glänzt in der Rolle des greisen Patriarchen, der in dieser schönen neuen Welt erst den Halt, später den Verstand verliert.
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Geistertexter 2009/03/30 20:49:27
Kommentar löschenWie viele von Kurosawas Gegenwartsfilmen etwas zu plakativ und sentimental. Trotzdem gut.
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Blonder 2009/03/15 18:20:59
Kommentar löschenDer Film geht irgendwie an die Nieren.
Es ist praktisch die Geschichte eines alten Mannes, der von der modernen Zeit überholt wird und er kapiert, dass für die gesamte Menschheit der Fortschritt zu schnell kommt. Gleichzeitig wird ihm klar, dass Menschen sich irgendwann selbst vernichten werden. Kurz um, die Geschichte ist heute immer noch so aktuell wie damals. Die zweite Story in dem Film spielen die Verwandten, die nur aufs Geld aus sind und ihr Familienoberhaupt entmündigen wollen. Auch in diesem Bezug hat sich bis heute nichts geändert.
Toshiro Mifune, der bei den Dreharbeiten gerade mal 35 Jahre alt war, spielt das alte Oberhaupt der Familie herausragend. Aber man sollte auch nicht Takashi Shimura vergessen, den ich schon in "Ikiru-Einmal wirklich Leben" schätzen gelernt habe. Er spielt nämlich einen Beisitzer des Gerichtes und er ist der Einzige der den Angeklagten für unschuldig hält. Die Kameraarbeit ist auf jeden Fall erwähnenswert, denn ihr ist es gelungen, dass fast jedes Bild als Kunstwerk wirkt.
Wieder einmal hat es Kurosawa geschafft einen Film zu drehen, der einfach und für alle Zeiten zeitlos bleiben wird. Man könnte zum Vergleich auch sagen, dass es damals die Bedrohung von Atombomben war und heute sind es die Terroristen. Oder ist beides eine Bedrohung........
Am besten nicht zu viel nachdenken, sondern das Leben geniessen, denn so interpretiere ich die Botschaft des Films.
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JimiHendrix 2009/01/08 22:01:46
Kommentar löschenIch wurde positiv überrascht vom ersten "nicht Samurai-Film", den ich von Kurosawa sah.
Grade weil es um so ein komplett anderes Thema ging, war ich schon sehr angetan, vom etwas anderen Kurosawa.
Toshiro Mifune zeigt hier wiedermal aufs Neue seine exzellenten Schauspielerqualitäten, indem er eine greises Familienoberhaupt spielt, was Angst vor einem Wasserstoffbombenanschlag und Atomregen über Japan hat. Er hat deshalb den Wunsch mit seiner gesamten Familie nach Brasilien auszuwandern.
Tief emotionales Familienporträt, welches mit guter Story gefüttert ist. Mifunes schwierigste Rolle.
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Strikerth 2009/08/11 02:03:06
Antwort löschenHabe deine Kritik zu dem Lied The Lonely Shepherd (Kill Bill Soundtrack) gehört und schon dabei ne Träne im Auge gehabt. Werde mir den Film auf jedenfall mal angucken.