Bis später, Max!

Love Comes Lately (2007), DE/US/AT
Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 09.04.2009

6.2 Kritiker
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Skala 0 bis 10
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von Jan Schütte, mit Otto Tausig und Rhea Perlman

Obwohl er schon auf die 80 zugeht, denkt der Autor Max Kohn nicht daran, es langsamer anzugehen. Viel mehr träumt er von der großen Liebe, wobei er allerdings seine Beziehung zu Reisel auf’s Spiel setzt, der Frau, die er zwar liebt aber vernachlässigt.

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Kritiken (3) — Film: Bis später, Max!

E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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5.5Geht so

Zuerst entstanden, nämlich als Kurzfilm im Jahr 2001, ist die Verfilmung von "Old Love", die Schütte nun einigermaßen nahtlos in seinen Langfilm integriert. Anders als in den anderen Episoden ist hier Singers/Tausigs Erzählerstimme fast durchweg zu hören, was allerdings deutlich macht, dass in der Sprache von Singer eine andere Musik drin ist als in den gemütlich dahinzockelnden Bildern dieses Films. Wo Singer trocken ist, ist Schütte warm und weich. Man geht durch diesen Film wie durch Nebel. Die Konturen verschwimmen und irgendwo spielt ziemlich aufdringlich Streichermusik.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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5.5Geht so

Ein besonderer Pluspunkt ist der großartige Otto Tausig in der Hauptrolle, die hier eine multiple Persönlichkeit ist, weil sie auch noch Max' literarische Figuren einschließt. Im hohen Alter von 87 spielt der Wiener Volksschauspieler diesen Max und seine Literatur-Alter-Egos als fesche Rentner, mit einem Hauch von Wiener Schmäh, dabei auch verschmitzt. Sein Auftritt ist von der ersten bis zur letzten Szene ein Genuss. Leicht in den Hintergrund geraten können dabei die nicht minder überzeugenden weiblichen Darsteller. Besonders Rhea Perlman und Elizabeth Peña, aber auch Tovah Feldshuh beeindrucken. Demgegenüber wirkt nur Barbara Hershey blass.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.5Ausgezeichnet

Das Ergebnis ist ein wunderbar unspektakulärer, unzeitgemäßer Essay über das Alter und den Wunsch nach ein bisschen Liebe. Sein betagter Hauptdarsteller agiert darin, als wäre er im falschen Film. Man sagt auch Leben dazu.

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Kommentare (2) — Film: Bis später, Max!

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8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Hier hat Jan Schütte seinen Lieblingsschauspieler (Otto Tausig) mal nicht in einer Komödie eingesetzt, obwohl es schon komische Dialoge und Situationen gibt, die zum Schmunzeln anregen, wenn der 80-Jährige Max von diversen Frauen immer wieder angebaggert wird. Und es sind auch ganz unterschiedliche Typen von Frauen mit unterschiedlichen Motiven. Aus der Reihe der mehr oder weniger liebeshungrigen älteren Damen sei nur Barbara Hershey erwähnt, von der man lange nichts gesehen hat und die als Einzige souverän zum Zuge kommt. Es wird aber auch von den Schwierigkeiten erzählt, die man beim Anknüpfen von Beziehungen im Alter hat. Die Hilflosigkeit des alten Max, der zum Helden wider Willen wird, wird sehr warmherzig dargestellt.
Dann gegen Ende gelingt dem Regisseur eine Überschneidung von literarischen Begebenheiten (er liest aus einer Kurzgeschichte vor) und der Realität. Beide Elemente haben den gleichen Inhalt. Damit nimmt er uns mit auf eine Ebene, in der Ort und Zeit bedeutungslos werden. Man ist sich nicht sicher, ob das Geschehen lediglich Fiktion ist oder Wirklichkeit. Das weckt unser Interesse, macht betroffen und lässt schließlich auch wieder aufatmen.
Natürlich ist die Zielgruppe 70 plus, aber auch Gerontologen werden gut unterhalten.

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alter.native

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Bewertung7.5Sehenswert

Der 80-jährige Hauptprotagonist schreckt offenbar viele von diesem Film ab unter dem Motto: nich schon wieder soviel altes Fleisch! Es ist aber ein Fehler aus diesem Grund vor dem Film zurück zu schrecken. Der Hauptdarsteller ist wunderbar und die Verknüpfung von Fiktion und Wirklichkeit zeigt uns ein paar weitere Facetten des Lebens.

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