Bis zum Horizont, dann links! - Kritik

DE 2012 Laufzeit 92 Minuten, FSK 0, Komödie, Kinostart 12.07.2012

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Kritiken (8) — Film: Bis zum Horizont, dann links!

CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

Das Altersheim ist in der Regel kein Hort der Freude. Das ist auch in der fein gesponnenen Seniorenkomödie des Dresdners Bernd Böhlich nicht anders. Bis die Senioren das Heft des Handelns selber in die Hand nehmen: Ein Grüppchen Betagter kapert während eines Rundflugs eine alte JU 52 und fliegt ans Mittelmeer. Sie haben ihren Spass - und wir auch bei den spitzbübischen Aktionen der Altstars Angelica Domröse, Ralf Wolter, Herbert Feuerstein und Otto Sander. Ein herzerwärmender Trip mit Hintersinn.

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Tobias Martin: BR Tobias Martin: BR

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4.0Uninteressant

Leider ist die Inszenierung über weite Strecken dröge und vorhersehbar, die Nebencharaktere einfältige Klischees.

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José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

„Bis zum Horizont, dann links“ macht nicht nur präzise Beobachtungen am Rande – etwa bei einer Szene im Speise-, oder auch im Fernsehzimmer, als alle nebeneinander sitzen so wie sie im Altersheim nebeneinander herleben. Darüber hinaus zeigt der Film zu Beginn die Stimmung der Seniorenheim-Insassen, die von der Resignation bis zum Schwermut reicht. Ohne zu beschönigen, liefert Bernd Böhlich somit auf durchaus realistische Weise das Bild eines Lebens in zwar gediegener, aber auch entmündigender Atmosphäre. Die Art etwa, wie Schwester Amelie mit den Senioren umgeht, spricht davon Bände. Dass die Handlung nach der Flugzeugentführung eine beinah märchenhafte Anmutung annimmt, tut dieser ungeschönten Analyse keinen Abbruch. „Bis zum Horizont, dann links“ ist jedoch vor allem ein bis in die Nebenrollen bestens besetzter Schauspielerfilm. Insbesondere Angelica Domröse und Otto Sander gestalten ihre Figuren äußerst glaubwürdig. Dadurch transportieren sie eine angesichts der demografischen Entwicklung aktuelle Botschaft: Die Alten wehren sich gegen eine Abschiebung durch die jüngere Generation, sie wollen nicht in einem sie entmündigenden Ghetto ihren „Lebensabend“ verbringen, sondern den letzten Lebensabschnitt möglichst sinnvoll und möglichst selbstbestimmt gestalten.

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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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8.5Ausgezeichnet

Nicht wenige Zuschauer werden das Kino mit der Frage im Hinterkopf verlassen, wie sie selbst handeln wollen, wenn ihre Eltern einmal in ein Alter kommen, in dem sie Hilfe benötigen. Und die Frage wird dort eine ganze Weile bleiben: Weil man sich gern daran erinnert, wie geschickt, wie rührend, wie amüsant sie Böhlisch einem einflüsterte.

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H.P. Koll: film-dienst H.P. Koll: film-dienst

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7.0Sehenswert

Ästhetisch bietet die streng in drei zeitlich gleich große Handlungsteile gegliederte Komödie gewiss nicht allzu viel, und doch finden sich im Rahmen des (finanziell) Machbaren manche schöne Momente.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.5Ausgezeichnet

Pfiffige Senioren, die aus dem Altenheim ausbüchsen oder gar einen letzten großen Coup landen, erobern nicht zum ersten Mal die Leinwand. Aber die schönsten Komödien dieser Art, "Der Pfingstausflug" mit Elisabeth Bergner und Martin Held und "Lina Braake" mit Lina Carstens und Fritz Rasp, liegen schon mehr als 30 Jahre zurück. Bernd Böhlich hat das Genre der Seniorenkomödie nun frisch belebt und seine Protagonisten trefflich besetzt. "Bis zum Horizont, dann links!" wirkt vor allem auf Angelica Domröse und Otto Sander wie zugeschnitten. Die beiden Kino-Legenden verkörpern ihre Figuren natürlich, ungeschminkt und selbstbewusst mit Mut zum eigenen fortgeschrittenen Alter. Er brilliert als ein schlagfertiger Zyniker, sie als eine tiefsinnige Melancholikerin, die unverhofft zur ausgefuchsten Komplizin aufblüht.

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Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

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6.0Ganz gut

Ein Film, den man ohne schlechtes Gewissen mit den eigenen Eltern schauen kann - zum Beispiel an einem regnerischen Sonntagnachmittag.

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SchnabelPower: filmosophie.com

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5.5Geht so

Insgesamt ist Bis zum Horizont, dann links! nicht mutig genug, sein Thema angemessen zu präsentieren. An dem Thema Alter wird nur leicht gekratzt, doch statt wahrhaft gebrechlicher Protagonisten werden uns adrett gekleidete Hauptfiguren präsentiert, denen wir nächtliches Bettnässen auch mit viel Wohlwollen nicht abnehmen können. Somit beraubt sich der Film selbst seiner Überzeugungskraft und reduziert das Thema Senioren einmal mehr zu einem müden Lächeln.

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Kommentare (6) — Film: Bis zum Horizont, dann links!


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DKennyK

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Bewertung5.5Geht so

»Bis zum Horizont, dann links!« hätte ein verdammt guter deutscher Film werden können, würde er nicht an seinem eigenen grottoiden Drehbuch zu Grunde gehen.

Das Drehbuch ist unterm Strich dann auch fast das Einzige, das einem hier negativ auffallen kann. Die schauspielerische Leistung, insbesondere von Otto Sander und Angelica Domröse, ist gut und wird lediglich durch die unglaublich unsympathischen Robert Stadlober und Anna Maria Mühe getrübt. Insgesamt haben alle Beteiligten das Beste aus dem vorhandenen Material gemacht, was »Bis zum Horizont, dann links!« aber leider nur zu leicht überdurchschnittlicher Komödienkost, insbesondere für die angepeilte Zieltruppe, macht.

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mannypenny

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Bewertung7.0Sehenswert

Schade, eine gute idee leider verschenkt. Der Beginn im Altersheim wirkt dröge, aber das noch zurecht denn man kann sich vorstellen das es wirklich so abläuft. Aber ab der Entführung wünscht man sich dann einen kompletten umschwung der grundstimmung der aber fast völlig ausbleibt. Da sind dem Autoren leider die Ideen ausgegangen was schade ist.
Da wäre viel mehr möglich gewesen.
Positiv: Das eigentliche Grundthema
Gute Schauspieler (Sander ,Domröse)
Schöne Flugaufnahmen der JU-52
Negativ: verschenktes Thema
verschenkte leistungen von herbert feuerstein (ein paar mal rummotzen das wars)
ralf wolter (nur stichwortgeber)
herbert köfer (drei sprüche, das wars)
der catering typ am wiener flughafen (sollte das witzig sein?)
und das ende, das leider abrupt daherkommt.
Schade, den Schauspielern hätte ich etwas besseres gegönnt. ich denke ein Andreas Dresen hätte da viel mehr draus gemacht.

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Babztriol

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Bewertung7.0Sehenswert

Im Gesamten ist der Film ein bisschen schleppend, wird aber getragen von interessanten Charakteren und witzigen Einfällen.

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film schafft es, eine gelungene Balance zu schaffen zwischen einem Oldies Spaß und einer ernsthaften Darstellung der Probleme der Alten. Das wechselt so ganz nett hin und her, wobei das hervorragende Ensemble – angeführt von Angelica Domröse und Otto Sander – seinen Beitrag leistet. Viele Episoden sind allerdings etwas kurz geraten, wären ausbaufähiger gewesen. So bleibt vieles nur als Andeutung im Raum stehen; wie z.B. das Liebesverhältnis von Schwester Amelie (Anna Maria Mühe), weil das ja auch wichtige Komponenten für die spätere Entwicklung enthält (Pistole!). Auch das zart angedeutete Liebeswallen von Sander und Domröse bot noch Möglichkeiten. Ganz im Sinne der eigentlichen Intention: ernsthaft aber nicht traurig, lustig aber ohne Klamauk. Der Witz in den Dialogen kommt von der oftmals entwaffnenden Offenheit der Alten oder ihrem knorrigen Eigensinn. Und das zündet immer! Das gilt vor allem für den ersten Teil im Seniorenheim ‘Abendstern‘. Doch dann gehen dem Drehbuchschreiber die Ideen aus und es wird fade. Und was das Ende betrifft rettet man sich in Richtung Märchen. Das verzeiht man den sympathischen Oldies und würde gerne mit ihnen weiter träumen. Gelungener, etwas knapp geratenen Spaß mit den Alten, ein Thema, das zu Beginn des 21. Jahrhunderts offenbar Konjunktur hat.

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alter.native

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Bewertung6.0Ganz gut

Er fängt ganz gut an mit treffsicheren, witzigen, aber in der Tiefe das Problem des Abschiebens alter Menschen gut beschreibenden Dialogen und Szenen, getragen von Angelika Domröse und Otto Sander. Aber dann, mit der Flugzeugentführung schmiert der Film buchstäblich ab, da werden nur noch ein paar Einfälle aneinander gepappt. Schade, aber wenn die Alten jetzt hip sind als Filmsujet, muss man sich schon etwas mehr einfallen lassen!

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Auteuil

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich habe mich von der Zeitungskritik nicht abschrecken lassen und habe mir den Film angesehen. Das größte Plus am Film sind natürlich die Darsteller, wer da noch alles vor die Kamera gekommen ist, das ist nicht von schlechten Eltern. Zuviel darf man von solch einem vorhersehbaren Rentner "Road Movie" natürlich nicht erwarten. Was nicht heißen soll er ist schlecht, der Film hat Charme, das liegt zum einen an der Geschichte, die erzählt wird, man kann mitfühlen, alter werden wir ja alle mal. Auch der eine oder andere Karakter im Film (siehe Herbert Feuerstein) ist gelungen. Negativ war für mich die schauspielerische Leistung von Robert Stadlober.

Fazit ein kleiner feiner Film, der einem vor Augen führt, was es bedeutet, älter zu werden. Sehenswert aus meiner Sicht.

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