Blood Diamond - Kritik

US 2006 Laufzeit 143 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Actionfilm, Kinostart 25.01.2007

  • 8 .5
    angelo.cirillo.5 19.02.2015, 20:41 Geändert 19.02.2015, 20:43

    Unter meinen Moviepilot Freunden ist es längst kein Geheimnis mehr, ich bin ein riesen Fan von Leonardo DiCaprio. Er allein steigert meiner Meinung nach die Qualität der ohnehin schon guten Filme. Natürlich möchte ich trotzdem näher auf Blood Diamond eingehen.

    Edward Zwick schafft es, eine schwierige Thematik mit fantastischen Bildern und emotionalen Charakteren auf die Leinwand zu bringen, ohne dabei künstliche Spannung oder Emotionalität zu erzeugen. Man kann die Handlungen und Entscheidungen der Charaktere nachvollziehen. Djimon Hounsou hat mir schon in Gladiator gefallen, aber hier gehört die Bühne ihm. Er spielt die ganze Palette die ein Familienvater drauf haben muss. Mit DiCaprio hat er einen begnadeten Partner an seiner Seite, der aber unterschiedlicher nicht sein könnte. Beide verfolgen das selbe Ziel mit unterschiedlichen Absichten. Das macht den Film interessant. Jennifer Connelly auch stark wie gewohnt.
    Unterm Strich ein wirklich packender und dramatischer Film, der ein heikles Thema behandelt und mit fantastischen Darstellern punktet.

    6
    • 8 .5

      Hi Leute,

      ein politisch hoch brisanter Film über Bürgerkrieg, unerträgliches menschliches Leid und Blut-Diamanten-Schmuggel in West-Afrika.
      Weiter unter mir hat @Sachsenkrieger die Worte aus dem Mund genommen, besser hätte ich es nicht formulieren können. Es wird alles gesagt und offen gelegt. Hut ab!

      Noch ein Wort zu Djimon Hounsou. Für mich ist er der Inbegriff des stolzen, kraftvollen und leidenden Afrikaner. Keiner kann Afrika besser darstellen als er. Ein Afrikaner durch und durch. Leo zeigt hier, das er mir nicht auf den Sack geht. Außer zum Schluss, sein Helden-Akt etwas peinlich aber sei es drum. Und die wunderschöne Jennifer Connelly, wie immer eine Augenweide. Und natürlich Afrika, obwohl nicht viel zu sehen ist, merkt man die Uhren dort ticken anders.

      Mein Fazit: Die Welt meint es nicht gut mit Afrika. Unfassbar was sich dort abspielt. Alle guten Sitten und Bräuche aus Europa, werden dort drauf geschissen. Wie eine nutzlose Hure bis zum letzten Tropfen ausgeschöpft.

      16
      • 10

        Super Film!

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        • 7 .5
          Maniac 12.01.2015, 12:51 Geändert 12.01.2015, 12:55

          Blood Diamond ist ein Action-Drama das ein sehr wichtiges Thema angeht, allerdings nicht frei von Fehlern.
          Zum einen ist die Handlung aufgrund der Thematik äusserst vorhersehbar.
          Mag dies noch ein Punkt sein, der sich kaum vermeiden liesse hat der Film aber auch noch ein anderes Problem. Mit fortlaufender Spieldauer nämlich wird die Story doch immer unglaubwürdiger. Das ist wohl darauf zurück zuführen das Regisseur Edward Zwick zusehr versucht, dem Zuschauer seine Botschaft klar zumachen, wodurch der Film stellenweise auch etwas zu gewollt herüber kommt.
          Diese Kritikpunkte können aber auch nichts dadran ändern, das Blood Diamond ein sehenswerter Beitrag geworden ist denn die positiven Aspekte überwiegen hier durchaus.
          Das wiederum hat zwei entscheidende Ursachen.
          Da wären , erstens, die wirklich überaus gelungenen Action-Sequenzen.
          Diese sind von Zwick äusserst kompromisslos, brutal und vor allem sehr realistisch in Szene gesetzt. Anmerken muss man hier auch , das Zwick dafür keinerlei Computer-Tricks verwendete, wodurch das ganze um so höher einzuschätzen ist.
          Und Punkt 2, ist der ausgewählte Cast. Diese Besetzung überzeugt wirklich in jedem Punkt. Nur sehr selten habe ich einen Film gesehen, indem die Protagonisten ihre Charakter-Darstellungen so überzeugend rüber bringen wie in Blood Diamond. Eine wahrhaftige Glanzleistung von allen Beteiligten.
          Das es sich um eine Hollywood-Produktion handelt wird aber auch hier in einem Punkt wieder mehr als deutlich.
          Sicherlich mag es Gegenden geben, in denen es afrikanische Rebellen gibt , die ohne jegliche politische Motivation kaltblütig und skrupellos handeln. Etwas differenziertester hätte man das ganze dennoch in Szene setzen können, bekommt man doch leicht den Eindruck, das der ganze Kontinent so bestialisch zu Werke geht.
          Fazit: Letz endlich erreicht Edward Zwick mit Blood Diamond sein Ziel denn er kann das Publikum durchaus dazu bewegen, über eines der wichtigsten globalen Themen nachzudenken. Sein Werk ist grandios spannend inszeniert und wird von den Schauspieler-Leistungen excellent getragen.
          Allerdings ist Blood Diamond für meinen Geschmack etwas zu lang geraten , wodurch von seiner Wucht im Verlauf doch einiges verloren geht.

          20
          • 6 .5

            Blockbuster, mehr nicht. Wer da mehr sieht, naaaja...

            • 10

              Ein erschüttender, aber zugleich faszinierender Film !!! Leonardo DiCaprio spiel hier ziemlich überzeugend, hätte den Oskar sichtlich verdient. Djimon Hounsou spielt auch echt gut (erinnere mich an die Szene, wo er mit der Schauspieler auf den Typen losgeht, wahnsinn!) Eine Story wirderzählt, die realer nicht sein kann. Ein Film, den man so leicht nicht vergisst.

              1
              • 8

                Unsägliches Leid, erzeugt durch unerträgliche Gier, aller Beteiligter, in allen Ländern. Afrika von seiner schlimmsten Seite. All das verbindet sich mit 'Blood Diamond', einem Begriff, der jedem geläufig ist, dessen wahre Bedeutung sich für Unbeteiligte und weit entfernt im Fernsehsessel Sitzende wohl erst mit diesem Film offenbart. Unerhört berührend. Sehr starker Auftritt von Leonardo di Caprio und Djimon Hounsou in einem packenden und schonungslosen Drama, interessant bis zur letzten Minute.

                3
                • 9

                  Das ist Kino! Emotional, echt und gnadenlos bis zum Schluss! Ein Film mit einer klaren Botschaft und drei enorm starken Hauptcharakteren.
                  Der Soundtrack ist klasse. Blood Diamond ist ein Film, den ich mir ruhig einmal im Jahr ansehen kann :)

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                  • 10

                    Gehört auch zu meinen Favoriten. Leonardo hat gleich zwei Filme die zu meinen Top 20 gehören. Blood Diamond und The Beach. WAs soll man zu Blood Diamond noch gross sagen. Hammer Musik hammer Story Hammer Schauspieler die mich mitgerissen haben.

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                    • 6 .5

                      Schöner Film, herzergreifend bis zum Ende.

                      • 7

                        Die erste Hälfte ist wirklich stark und eindringlich, was nicht zuletzt an den sehr harten Bildern vor malerischer Kulisse liegt. Die zweite Hälfte ist zwar immer noch sehenswert, zieht sich aber etwas im Vergleich. Zudem gewinnt der Film zum Ende hin immer mehr den typischen Hollywood-Charakter.

                        • 4 .5

                          Blood Diamond macht es mir schwer. Zum einen finde ich es toll das ein Film authentisch ist und neben einem Haufen Action-Blockbuster mal an eine brisante Thematik realistisch heran gegangen wird. Aber hier kann mich die Story trotz der Blutdiamaten-Thematik nicht fesseln. Die Handlung ist mir oft zu sprunghaft, und doch auch klischehaft obwohl gerade das versucht wurde zu vermeiden. Die Schauspieler sind gut, aber auch hier wäre mehr gegangen. Vor Leonardo DiCaprio hätte hier mehr zeigen können. dafür war Dijimon Housoun erstklassig. Aber ich weiß auch nicht, was soll ich machen wenn mir die Erzählweise nicht gefällt.

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                          • 8

                            Blood Diamond ist mal wieder einer dieser authentischen Filme, die sehr sehr gut sind.

                            Der Film spielt sich an Afrika ab und baut immer mehr Gefühl auf. Während Leo hinter dem großen Blutdiamanten her ist, will Djimon nur seine Familie wieder zusammenbringen.

                            Toll, wie die Welt doch ist, wird daraus anfangs leider nichts und er beziehungsweise sie muss viel dafür tun.

                            Tolle Atmosphäre, spannende Actionszenen, rührende Handlung, super schauspielerische Leistungen (nicht nur von Leo) und ein guter Soundtrack machen diesen Film zu einen Mustsee-Film für Drama- und Actionfans.

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                            • 7 .5

                              Durchwegs spannender Film, ohne Sci-Fi-Sujet, das nötig ist um die Message rüberzubringen.
                              Ab und an lockern Hollywood-Spuren den sonst gut gemachten Film auf, was mich persönlich rausgehohlt hat und besonders das Timing des Endes nicht vertragen lässt.

                              • 5

                                "Fast? Wie meinst du das, Albert?"
                                Tja, ein Actionfilm mit (natürlich)gutem Leo und dem Hintergrund: Blutdiamanten. Ah, diese Dinger, konnte ich ja noch nie leiden und würd ich mir ja auch nie kaufen,puh. Nur "Die" da oben, die Reichen und Mächtigen stecken sich die an die Finger oder bammeln sich die um den Hals. Die kann ich ja auch nich leiden, jetzt noch viel weniger. Guter Film. Da schmeckt das Popcorn gleich viel besser. Nicht auszudenken würde es noch um Coltan gehen, dass brauche ich dann doch für mein Handy und auch für das neue das ich mir als nächstes kaufe.
                                Oder was war mit diesem Öl oder Uran, Kupfer, den Sauereien der Pharmaindustrie, die riesigen Elektroschrottberge in denen Kinder rumwühlen und und und. Nee, da schmeckt das Popcorn gleich nich mehr so gut. Zielgruppe bitte beachten! Ganz wichtig! Unsere schöne erste Welt ist eben nicht so einfach am laufen zu halten. Wer das Eine will, muß den Anderen erschlagen. War doch so, oder?
                                Ach und die dritte Welt: hm tschuldigung, aber den Film hab ich gesehen!!
                                Und fast dachte ich es gibt nur eine Welt. Fast.

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                                • 9

                                  Packend und dramatisch, von der ersten bis zur letzten Minute.
                                  Leo spielt wie immer ÜBERRAGEND.
                                  wann bekommt der Junge endlich seinen wohlverdienten OSCAR

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                                  • 8
                                    sachsenkrieger 10.06.2014, 22:26 Geändert 21.01.2015, 00:48

                                    Achtung. Kommentar könnte Spoiler enthalten!

                                    D.I.A. - Das ist Afrika! In der deutschen Übersetzung ist das zufälligerweise auch der Name von Solomon Vandy´s Sohn, der sich zusammen mit dem "Blutdiamanten" als zentraler Punkt der Geschichte erweist. Eine Geschichte, die auf den ersten Blick chaotisch daherkommt, aber.....

                                    D.I.A. - Das ist Afrika! Ein Kontinent, der schon früh die Begehrlichkeiten der nahegelegenen Großreiche weckte. Schließlich kamen die Europäer. Sklavenhandel, dann eine kurze Atempause, und schließlich die Kolonialisierung und Ausbeutung der Ressourcen. Dann entdeckten wir unsere Menschlichkeit ..... äh, die mangelnde Rentabilität der Kolonien ..... äh, sorry, selbstverständlich unsere Menschlichkeit und entließen die Kolonien in ihre "Freiheit". Destabilisiert, ihrer Kultur und Identität beraubt, die wichtigsten Rohstoffe immer noch in westlicher Hand, dem Weltmarkt ausgeliefert bis heute.

                                    D.I.A. - Das ist Afrika! Ein wunderschöner Kontinent, vom Schöpfer reich ausgestattet an wilder und einmaliger Natur. Wahrscheinlich die Quelle allen menschlichen Lebens auf unserem Planeten. Von dieser Schönheit bekommen wir nicht viel zu sehen in diesem Film, sondern von den Auswirkungen westlicher Einmischung und Ausbeutung über Jahrhunderte.

                                    D.I.A. - Das ist Afrika! Skrupellose Menschen ..... nein ..... Monster in Menschengestalt spannen ebensolche Monster vor ihren Eselskarren. Menschenleben interessieren sie einen Dreck. Es geht um Destabilisierung, um weiterhin billig an die Rohstoffe, in diesem Fall Diamanten, zu gelangen. Rebellen werden unterstützt, Söldner angeheuert, Regierungen destabilisiert, um ein Chaos zu erschaffen, und jeder verdient irgendwie daran. Gebrochene Kinder erschiessen wahllos Menschen und bekommen dafür einen Gameboy.

                                    D.I.A. - Das ist Afrika! Eine unendlich erscheinende Geschichte des Leids. Vor diesem Hintergrund spielt die teilweise etwas aufgesetzte und pathetische Geschichte um den afrikanischen Fischer Solomon Vandy, den rhodesischen Söldner Danny Archer und die US-amerikanische Journalistin Maddy Bowen. Die kleinen Schwächen des Films verblassen aber angesichts der teilweise ungeschönten Gewalt und der Darstellung der allumfassenden Hilflosigkeit. Herausheben möchte ich nur noch die hervorragende schauspielerische Leistung von Djimon Hounsou, der in diesem Film, ebenso wie bereits in "Amistad", einen Mann aus dem "Löwengebirge" spielt.

                                    GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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                                    • 8 .5

                                      Ein meiner Meinung nach wirklich sehr guter Film !
                                      Er ist trotz seiner Länge die ganze Zeit über Spannend, und wirklich gut erzählt. Aber auch der Hintergrund des Film´s ist gut und sehr tragisch zu gleich.. Der Handel von Blut Diamanten, Kindersoldaten etc. wird hier gut erklärt und gezeigt.

                                      Leonardo DiCaprio spielt wie gewohnt gut und zeigt viele Emotionen. Honsou zeigt ebenfalls eine Tolle Leistung.

                                      • 10

                                        Ein absolut gelungener Film, der das tragische Schicksal von unzähligen Menschen auf dem afrikanischen Kontinent und vorallem in Sierra Leone zur Zeit des Bürgerkrieges einfängt und darstellt.

                                        Leonardo DiCaprio als Danny Archer ist perfekt für die Rolle des Anti-Helden der sich über die Laufzeit hinweg weiterentwickelt und den Einfluss von guten Taten selbst zu spüren bekommt und damit weiter umsetzt, zumindest zuletzt.

                                        Ein Thema was in den westlichen Ländern viel zu wenig thematisiert wird und dringend häufiger auch in Hollywood gut aufgegriffen werden sollte. Spannung und Action gibt es wirklich zu genüge in anderen Filmen, die jedoch nicht von einer so guten, und gleichwohl tragischen Geschichte wie der von Blood Diamond begleitet werden.

                                        Die Filmmusik ist absolut passend und gut komponiert, man hätte es wenig besser machen können.

                                        Empfehlung: Absolut sehenswert! Jedoch nichts für einen seichten Abend.

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                                        • 7 .5

                                          Der Film war gut aber auch etwas zu lang und ermüdend...

                                          DiCaprio als Danny Archer ist grandios, Djimon spielt wie ich es schonmal gelesen habe "explosiv" der Rest des Cast ist eigentlich nicht erwähnenswert. Nicht schlecht aber eben auch nicht so Leinwand stehlend wie diese beiden! Die Story ist gut durchdacht und spannend man hätte sie aber an manch einer Stelle locker kürzen können.

                                          Ein guter Film mit zwei sehr überzeugenden Darstellern und einer Story (und einem Hintergrund) der schon ein bisschen an die Nieren geht.

                                          "D.I.A. Das ist Afrika" ;)

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                                          • 9 .5

                                            Großartiger Film und Leo in einer seiner besten Rollen. Der Film greift eine wahre Geschichte auf. Das ist das Brutalste daran. Man sieht mal wieder, das die Mächtigen der Welt für Geld über Leichen gehen.

                                            • 8

                                              Unglaublich harter aber wahrer Film! Ich finde ihn toll aber auch so schwer.
                                              Die Schauspieler in diesem Film sind super, nicht nur Leonardo DiCaprio spielt hier grandios- so wie eigentlich immer aber auch Djimon Hounsou fand ich richtig gut hier, er kann gut neben Leo bestehen wie ich finde.
                                              Auch die kleine Liebesgeschicht stört mich ehrlich gesagt nicht, ich finde sie sogar gut, aber nur deshalb weil sie ziemlich nüchtern wirkt. Man merkt Archi und Maddie haben Sympathien füreinander aber es wird nich stundenlang rumgekitscht oder rumgemacht, das hat mir gut gefallen. Es ist einfach ein echt guter Film über eine grausame Realität

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                                              • 7 .5

                                                Als Produzent gab es für ihn schon einmal den Oscar. Als Regisseur schon öfter nominiert, hat es noch nicht geklappt. Doch vielleicht ja für seinen neuen Film. Mal schauen wie es bei der nächsten Verleihung aussieht für Edward Zwick. Seine Bandbreite ist schon erstaunlich. Wobei er seine Stoffe auf allen Kontinenten sucht. Nach Asien und dem „Last Samurai“ spielt sein neuer Streifen in Afrika.

                                                In den 90iger Jahren des letzten Jahrhundert. In Sierra Leone tobt ein mörderischer Bürgerkrieg. Zwei Menschen werden vom Schicksal zusammen geführt. Der Ex-Söldner Danny Archer (Leonardo DiCaprio) und der Fischer Salomon Vandy (Djimon Hounsou). Rebellen überfallen das Dorf von Salomon, trennen ich von seiner Familie und verschleppen ihn zur Arbeit auf den Diamantenfelder.

                                                Er findet einen großen Rohdiamanten und es gelingt ihm diesen zu verstecken. Archie verdient seinen Lebensunterhalt, indem er Diamanten gegen Waffen tauscht. Im Gefängnis treffen Archie und Salomon zusammen und Archie erfährt von dem Diamanten. Während Salomon den Diamanten als seine Zukunftssicherung für sich und seine Familie ansieht, braucht Archie das Geld um aus Afrika zu fliehen.

                                                In dieser Situation treffen beide auf die amerikanische Journalistin Maddy Bowen (Jennifer Conelly). Sie will die Machenschaften der Diamantbosse aufdecken. Von Archie erhofft sie sich Insiderinformationen. Dafür bringt sie die beiden durch das Rebellengebiet. Werden alle drei ihre Ziele erreichen?

                                                „Blutdiamanten“ ist der politische Namen für solche Steine die dazu benutzt werden den Krieg in vielen Regionen Afrikas zu finanzieren. Das war es auch was Regisseur Edward Zwick interessierte. Eine politische Botschaft in einem Hollywood Film zu verarbeiten. Und das ist ihm auch hervorragend gelungen. Trotz vieler brutaler Szenen mit Kindersoldaten gibt es auch wunderschöne Passagen und gefühlvolle Momente. Ein Film der sicher zu kontroverser Diskussion führen wird. Aber das hat Ed Zwick bestimmt gewollt. Die drei Hauptdarsteller geben eine glaubwürdige Performance ab.

                                                140 Minuten anspruchsvolle Unterhaltung.

                                                • 7

                                                  Edward Zwicks Blood Diamond ist ein bildgewaltiges und hervorragend gespieltes Abenteuer und erzählt von einem sehr düsteren Kapitel Sierra Leones: dem illegalen Handel mit sogenannten Konfliktdiamanten, deren Verkaufserlös den Bürgerkrieg über Jahre mitfinanzierte. Ein in der westlichen Welt und Grossteil der Zielgruppe des Films wohl eher unbekanntes Thema, welches durch den Film mit Nachdruck, um nicht zu sagen mit dem Vorschlaghammer, bekannt gemacht wird.

                                                  Zwick zeigt mit schonungsloser Härte und Brutalität das grausame Vorgehen der RUF gegenüber der Zivilbevölkerung. Kindern werden Arme abgehackt und sie werden unter Zuhilfenahme von Drogen, zu willen- und seelenlosen Killermaschinen gedrillt. Gezeigt wird dies zwar etwas gar Klischee beladen und mitunter nahe am Voyeurismus, aber immerhin hat Zwick den Mut, nicht wegzuschauen und den Zuschauer mit einer unbequemen Wahrheit zu konfrontieren.

                                                  Problematisch ist allerdings, dass nur Gewalt von Seiten der RUF gezeigt wird und die Rebellen als diabolische Schlachter dargestellt werden. Es entsteht dabei ein stark vereinfachtes und falsches Bild einer der Fraktionen im Bürgerkrieg, das der Thematik nicht wirklich gerecht wird. Ohne Frage wurden die gezeigten Praktiken vollzogen und Gräueltaten sind in grossen Zahlen belegt. Doch auch die Militärs und die Regierung sind genauso an diesem Bürgerkrieg beteiligt gewesen und dürften auch die eine oder andere Schuld auf sich geladen haben. Blood Diamond zeigt hier nur eine Seite, und zwar die hässlichste. Dies ist zweifelsohne schockierend, aber dem Thema wird der Film damit nicht gerecht. Selbiges gilt auch für die Titel gebende Problematik der Blutdiamanten, die der Film nur mit sehr grober Federführung nach zu zeichnen weiss. Auch hier sind die Rollen klar verteilt und an der Konstellation wird nicht gerüttelt.

                                                  Ist der Hintergrund des Bürgerkriegs und des Diamantenhandels also nur ein Vehikel für einen Hollywood Actionreisser? Blood Diamond ist zweifelsohne sehr Actionreich und geizt nicht mit spektakulären Momenten, die den Tod von vielen Afrikanern beinhalten. Sei es nun mitten im Kampfgetümmel in einer Grossstadt oder zum Schluss während dem Showdown in der Diamantenmine. Dabei fiebert man ständig mit den Protagonisten mit, ungeachtet der vielen Unschuldigen, die ihr Leben im Bürgerkrieg oder Kugelhagel der Söldner lassen. Der politische Hintergrund geht dabei sehr schnell vergessen und man kann dies durchaus Edward Zwick vorwerfen.

                                                  Dass Blood Diamond aber nicht einfach zum zynischen Kracher abgestempelt werden kann, ist der Hauptfigur Danny Archer zu verdanken. Selten sieht man eine solch ambivalente Figur in einem Hollywoodfilm agieren und noch seltener handelt es sich dabei um den Helden. Danny Archer ist ein Antiheld, den man nicht wirklich mögen kann. Er ist arrogant, selbstsüchtig und nur auf den eigenen Nutzen bedacht. Er benutzt Solomons traurige Situation für die eigene Flucht aus Afrika, die dank dem letzten Verkauf des grossen Diamanten ermöglicht werden soll. Archer kann durchaus als Parabel auf und Symbol für den Umgang der weissen Elite mit der afrikanischen Mehrheit gedeutet werden. Ein zynischer und beissender Kommentar zur Ausbeutung der afrikanischen Welt auf Kosten ihrer Bevölkerung entfaltet an einem Blutdiamanten.

                                                  Umso negativer fällt die Zeichnung der zweiten Hauptfigur, Solomon, auf. Er ist zwar nie unsympathisch, aber im Vergleich zu Archer sehr stereotyp und wird nicht selten etwas unwissend, um nicht zu sagen dumm, dargestellt. Immer wieder handelt er unüberlegt und überhastet, die Situation wird meistens durch den Antihelden entschärft. Dafür, dass Zwick mit dem Film den Opfern eine Stimme geben wollte, ist dies reichlich paradox. Die völlig unlogische und reichlich kitschige Schlusssituation kann hier auch nicht entschädigen und bestätigt die Kritik an der Figurenzeichnung Solomons zusätzlich. Zwar wird ihm von den Weissen Respekt gezollt, aber eine Stimme bekommt er im Film nicht. Es ist die Reporterin, die die Weissen informiert, nicht der betroffene Afrikaner.

                                                  Maddy Bowen ist ähnlich wie Danny Archer ziemlich vielseitig ausgestaltet worden. Sie handelt grösstenteils idealistisch, verdient ihr Geld aber auch dank des Bürgerkriegs, und in Bezug auf die Haupthandlung auch dank des Schicksals von Solomon und seiner Familie. Auch Maddy kann als Sinnbild für die Haltung des Westens und der westlichen Medien gegenüber diverser Afrika bezogener Problematiken gedeutet werden und ist damit wieder eine viel interessantere Figur als Solomon.

                                                  Dramaturgisch und formal kann man den Film aber kaum kritisieren. Die Protagonisten hasten von Schauplatz zu Schauplatz, wunderschöne Landschaftstableaus wechseln sich mit grossartig gefilmten Actionszenen ab. Die Geschichte um Solomon und seiner Suche nach der Familie, der hoch emotionale Moment des Wiedersehens mit dem entfremdeten Sohn und der versöhnliche, wenn auch erwartbare, Schluss, entschädigen über so manchen Mangel an Differenzierungsvermögen.

                                                  Trotz der klaren Kritikpunkte ist Blood Diamond also durchaus sehenswert und ein guter Film. Er ist unterhaltsam, durchs Band hervorragend gespielt - allen voran ein phänomenaler DiCaprio) und schafft es nicht zuletzt, einem breiten Publikum eine äusserst traurige Problematik näher zu bringen. Dass dies so grobschlächtig und reisserisch geschehen muss, ist einerseits problematisch, andererseits aber auch die logische Konsequenz einer Hollywood-Grossproduktion mit dem Ziel, möglichst viel Geld zu generieren. Immerhin kann nun niemand mehr sagen, er hätte nichts gewusst, wenn er das nächste Mal einen Diamanten kauft.

                                                  filmfotoblog.tumblr.com

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                                                    Gutes Actiondrama.
                                                    Nachdem ich diesen Film gesehen habe, musste ich erst einmal kräftig Luft holen.
                                                    Die Zustände, die in diesem Film ja mehr als deutlich thematisiert werden, sind ja wirklich realitätsnah. Genau das macht den Film so authentisch und beängstigend.

                                                    Finde es aber irgendwie blöd, dass immer wieder dieser Diamant in den Vordergrund gestellt wurde, wobei meiner Meinung nach, die Suche nach dem Sohn viel spannender gewesen ist.

                                                    Tolle schauspielerische Leistung seitens von Leonardo DiCaprio.
                                                    Auf jeden Fall sehenswert !