Blood Diamond - Kritik

US 2006 Laufzeit 143 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Actionfilm, Kinostart 25.01.2007

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Kritiken (12) — Film: Blood Diamond

kobbi88: Die Drei Muscheln

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9.0Herausragend

Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen... Teil 15
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Liebes Tagebuch,

mir geht’s nicht gut. Was los ist? Ich hab (mal wieder) meine Traumfrau getroffen. Ja, und mal wieder sagte sie „Nö“ zu mir. Das heißt, gesagt hat sie es nicht. Aber ihr Verhalten machte deutlich, dass sie eher Interesse an jemand anderem hatte.
Aber der Reihe nach. Ich hab ja geschrieben, dass ich über Jeff die Journalistin Maddie kennen gelernt hat. Eine wunderbare Frau. Und gemeinsam mit Maddie bin ich in einem Jeep durch Sierra Leone gefahren. Ein eigentlich sehr schönes Land. Mit tiefem Dschungel, wilden Tieren, fantastischen Bergen. Aber zerrüttet durch einen brutalen Bürgerkrieg. Sogar Kinder kämpfen hier auf brutalste Weise. Fast immer gibt es irgendwelche Attentate, Überfälle auf Dörfer, Bombenanschläge und vieles mehr. Wer politisch nicht passt, wird beseitigt oder wenigstens zurechtgestutzt. Eine grausame und eine untragbare Situation. Aber so richtig interessierte Maddie das gar nicht. Ihr ging es eher um Diamanten. Und um den Schmuggel damit. Und ich interessierte mich eher für Maddie. Naja, aber meine sehr zurückhaltenden Annäherungsversuche (sie sollten noch stattfinden, liebes Tagebuch. Ganz ehrlich), die waren nicht besonders erfolgreich. Und dann kam das Ende für meine Liebes- und Familiengründungs. Und gemeinsam-alt-wird-Pläne.

Wir trafen uns mit einem jungen, weißen Afrikaner. Etwa 30 Jahre alt. Sein Name war Danny Archer. Er sah fast so aus, als ob er früher eher der Romantiker war. Er sah meinem Kumpel Jack von der Titanic sogar ein bisschen ähnlich. Allerdings hat er ein paar Kilo Muskeln draufgepackt. Begleitet wurde er von einem großgewachsenen Schwarzen namens Solomon Vandy. Sie erzählten uns eine schlimme Geschichte. Solomons Dorf wurde von Rebellen der Revolutionary United Front überfallen, Solomon mitgenommen und als Arbeiter in eine Diamantenmine gesteckt. Was mit seiner Familie passiert ist, das weiß er nicht. Aber bei seiner Arbeit, da stieß er auf einen unheimlich großen Diamanten. So groß, wie es ihn nur ganz ganz selten gibt. Er hat ihn vergraben, noch bevor die Mine von Regierungstruppen zurückerobert werden konnte. Alle Rebellen und Arbeiter wurden mitgenommen und in den Knast gesteckt, wo Solomon auf Danny traf. Er gab sich damals sehr interessiert an diesem Diamanten und versprach, er würde ihn zu seiner Familie zurückbringen, wenn Solomon den Diamanten mit ihm teilen würde. Während einer brutalen und chaotischen Eroberung der Hauptstadt Freetown durch die Rebellen konnten Danny und Solomon fliehen.

Maddie war natürlich hellhörig geworden. Danny Archer, der als Diamantenschmuggler sein Geld verdiente, war genau der Mann, den sie gesucht hatte. Wegen ihrer Story und…naja…da war wohl auch noch mehr. Meine Maddie, mit diesem Idioten. Mir kann er nichts vormachen. Ich war mir sicher, dass ihm Solomon und seine Familie am Arsch vorbei gingen. Dass es ihm einzig und allein um diesen riesigen Diamanten ging. Auch Maddie merkte das wohl, aber anscheinend war ihr das nicht ganz so wichtig. Zumindest warf sie ihm eindeutige Blicke zu und ich wusste schnell: Ich hab da keine Chance.

Okay, Maddie wollte also Danny. Und sie brauchte ihn dazu noch für ihre Story. Und sie wollte auch Solomon helfen. Da wusste ich schnell, dass ich keinen Platz mehr hatte. Trotzdem sind wir gemeinsam zu einem Flüchtlingslager außerhalb Sierra Leones gefahren. Der Weg dorthin war alles andere als ein Zuckerschlecken. Anschläge. Überfälle. Es wurde verdammt gefährlich, aber wir sind angekommen und das ist, was zählt. Und tatsächlich, Solomon fand Frau und Kinder wieder. Aber sein ältester Sohn war nicht dabei. Er wurde von den Rebellen damals geschnappt und mitgenommen, wohl um durch extreme Gehirnwäsche ebenfalls als Kindersoldat in den Krieg zu ziehen. Solomon wollte ihn zurück. Archer, Solomon und Maddie schmiedeten einen riskanten und verdammt gefährlichen Plan, den Sohn aus den Händen der Rebellen zu holen.
Ich hab mich derweil verdrückt, weiß deshalb weder, ob sie es geschafft haben, ob sie den Diamanten wirklich gefunden haben und auch nicht, was letztlich zwischen Archer und Maddie passiert ist. Ich wollte nur noch weg. Vielleicht wartet ja woanders eine andere Traumfrau auf mich. Und da kam mir ein Angebot einiger Angestellter einer nahegelegenen Ölfirma gerade recht. Sie wollten nach Bengasi fliegen und ich bin spontan mit eingestiegen, denn von dort hätte ich die Möglichkeit, weiter nach Casablanca zu gelangen. Casablanca. Tja, und wenn Maddie nur mehr Augen für Archer (und ein bisschen für Solomons Situation) hatte, dann wollte ich wenigstens diese Chance nutzen, denn von Casablanca hört man viele tolle Geschichten.

Ich muss jetzt aufhören, liebes Tagebuch. Unser Käptn hat gerade gemeint, dass wir durch eine Gewitterfront fliegen werden und alle Passagiere der kleinen Maschine sollten sich anschnallen und gut festhalten. Darum kann ich nun nicht mehr weiterschreiben, aber ich werde mich wieder melden, wenn ich in Casablanca angekommen bin.

Dein heute etwas trauriger Kobbi

PS: Meine bisherige Route: http://www.moviepilot.de/liste/mein-filmisches-reisetagebuch-kobbi88

36 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 18 Antworten

Dahmer

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oh sry dann habe ich es missverstanden :)


kobbi88

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Na, ich hätts auch klarer machen können und nur "@Tee" schreiben sollen ;)


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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7.5Sehenswert

[...] Was wir in den Nachrichten hin und wieder angeschnitten vorgeführt bekamen, zeigt uns Edward Zwick in "Blood Diamond" ohne Scheu. Wir finden uns in Sierra Leone wieder und werden direkt in den Bürgerkrieg gestoßen. Hier werden Kindern die Arme oder Hände abgeschlagen, Babys und Frauen offen erschossen und ganze Massenmorde von manipulierten Kindersoldaten durchgeführt, die anderen Menschen ohne mit der Wimper zu zucken den Gnadenstoß geben. Und dabei muss man Zwicks Inszenierung eindeutig dafür loben, dass er sich nicht den Hollywoodgesetzten hingegeben hat und alles bei angeschnittenen Andeutungen belassen hat, sondern die Kamera bei all dem Grauen draufhält. Allerdings besitzt "Blood Diamond" nicht nur einen wichtigen politischen Standpunkt und eine mehr als kritische Aussage, die natürlich auch, wie der Titel schon zeigt, in die Richtung des illegalen Diamantenhandel geht, der in bestimmten Ländern Afrika einzig und allein dafür da ist, um die Bürgerkriege anzufeuern und zu unterstützen, sondern weiß genauso auf der Unterhaltungsebene zu überzeugen. In dieser Hinsicht ist der Film ein waschechtes Abenteuer, bei dem zwei vollkommen unterschiedliche Männer in den Dschungel ziehen, um einen vergrabenen Diamanten zu finden und die eigene Zukunft zu sichern. Es kommt zu Reibereien zwischen den Männern, es gibt Probleme von außen und es darf auch mal richtig krachen, ohne das Zwicks Inszenierung sich dabei auf überzogene Effekte stürzt, sondern immer auf handgemachte Acton setzt. "Blood Diamond" kann dank seiner straffen Führung die gut 140 minütige Laufzeit blendend ausfüllen und konzentriert sich voll und ganz auf das Wesentliche, ohne überfrachtet oder rührselig zu wirken. [...]

Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Hartigan85

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Sehr schön, ich hab doch gesagt, die 8 wird er mindestens bekommen, bei mir ist er nur knapp an der 10 vorbeigeschrammt. Vielleicht bekommt er sie irgendwann noch...:-)


SoulReaver

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Danke! Ist ein verdammt guter Film, ohne Frage. :)


Mr.Film: City of Cinema

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7.5Sehenswert

Mit „Blood Diamond“ ist Edward Zwick ein schwieriges Thema angegangen, den Handel mit Blutdiamanten und den Bürgerkrieg in Sierra Leone. Die Handlungsstränge der beiden Protagonisten Danny Archer(Leonardo DiCaprio), der zunächst als Blutdiamantenschmuggler vorgestellt wird und Solomon Vandy(Djimon Hounsou), dessen Familie von einer Rebellentruppe auseinander gerissen wurde, werden zwar etwas zufällig, aber dennoch ideenreich zusammengefügt.

Das Thema Blutdiamanten sollte jeder Mal in Angriff genommen haben, wer es noch nicht getan hat sollte hier unbedingt reinschauen, denn das ist Blockbusterkino für die Schule. Zwar werden einige Klischees nicht ausgelassen, dennoch kann man da ein Auge zudrücken wenn man den Herrn DiCaprio auf dem Bildschirm agieren sieht, wie er den facettenreichen Schmuggler/Söldner mimt ist erschreckend, in dem einem Moment der nette Mann der nur helfen möchte, im nächsten hält er dir ein Messer an die Kehle. Jennifer Connely die ich letztens erst in „A Beautiful Mind“ bewundern durfte, konnte mal wieder überzeugen, was sie aus ihrer Stereotypischen Figur gemacht hat ist ebenfalls bemerkenswert. Djimon Hounsou darf sich auch auf die Schulter klopfen, er ist einer der emotionsvollsten Schauspieler die ich in letzter zeit gesehen habe, ganz groß.

So einnehmend das Thema und die Geschichte an sich auch ist, das was dem Film den Boden unter den Füßen wegziehen will ist die Länge, man wollte ein spannendes Abenteuer draus machen doch eben wegen der Laufzeit kam dies nur lauwarm rüber.
Auch wenn es schablonenhaft ist wenn eine Familie gerettet werden muss um die Tränendrüse zu strapazieren, es klappt doch immer wieder und man achtet dann auch nicht unbedingt drauf warum man denn gerührt ist. Man ist es einfach, wieso sollte man das immer zu sehr in Frage stellen.

DiCaprio sagte einmal das die Drehzeiten in Südafrika die wohl schwierigsten für ihn waren, die Zeit in denen er sein Blickfeld über die Probleme in Afrika erweitert hat und feststellte das die kleinen Schwierigkeiten die wir zu Hause zu bewältigen haben dagegen nichts sind. Damit hat er Recht, und diese Sichtweise wurde auch im Film gut rübergebracht. Ist bestimmt nicht so wirkungsvoll wie es für DiCaprio war, aber wer sich nach oder während dem Film keine Gedanken macht, bei dem läuft irgendwas schief. Das folgende Engagement das DiCaprio dann an den Tag gelegt hat zeigt das es keine leeren Worte waren. Er hat sich gegen den Blutdiamanthandel und Kindersoldaten eingesetzt, das sind wirkliche Stars.

Die faszinierenden und erschreckenden Bilder Afrikas wandern auf einem schmalen Grat zwischen Aufschluss und Unterhaltung, untermalt mit einem traumhaften Score wird man auf eine düstere Reise mit einem (teilweise) schönen Ausblick geschickt.

„D.I.A“

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

FilmFreeza

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Siehste, war doch okay ^^


Mr.Film

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War sogar top :)


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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4.0Uninteressant

Der liberianische Bürgerkrieg in den 90er Jahren bildet den zeitlichen und räumlichen Hintergrund für Edward Zwicks "Blood Diamond". Der Titel verweist auf die so genannten "Konfliktdiamanten", die als Währung der Rebellenführer, Terroristen und Schmuggler die Unruhen in Sierra Leone finanzierten, und auch als "Blutdiamanten" bezeichnet werden – für die Gewinnung der begehrten Steine wurden zahlreiche Teile der afrikanischen Bevölkerung misshandelt, bis 1999 über 5000 Kindersoldaten zwangsweise rekrutiert. Der illegale Handel mit den Diamanten ist auch nach Beendigung des Krieges ein Problem: Nur schwer lässt er sich kontrollieren, gelangen Steine aus Konfliktregionen in den regulären Handel – ungewiss, welche korrupten Wirtschaftsunternehmen mit ihrer Beteiligung dadurch weiterhin Unruhen in Krisengebieten finanzieren. [...] Sind die narrativen Stränge erst einmal geschnürt, entfernt sich der sicherlich ambitionierte "Blood Diamond" allerdings schnell von seiner strengen Nüchternheit. Zwick ist zunehmend weniger an problemorientierten Kernpunkten, denn kantenloser Abenteueraction interessiert. Über die reine Darstellung grausiger, Gänsehaut erzeugender Aufnahmen von Kindern mit Maschinengewehren geht das nicht hinaus – weder Ursachen noch Auswirkungen in ihrer eigentlichen Komplexität werden im Film verhandelt (die Rebellen erscheinen als dumpfe Meuchelmörder und die Figuren im politischen Kabinett, beispielsweise Präsident Joseph Saidu Momohs, spielen überhaupt keine Rolle!). Stattdessen mimt Leonardo DiCaprio in einer Mischung aus den Bogart-Charakteren eines "The Treasure of the Sierra Madre" und dem Typus des Indiana Jones den egoistischen Schmuggler, trägt dabei jedoch nicht nur einige Zentimeter zu dick auf, sondern verdrängt vor allem den eigentlichen Mittelpunkt des Films: Die Geschichte eines Ex-Söldners, dessen Sohn entführt und zum Kindersoldaten ausgebildet wird. [...]

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.5Sehenswert

Dass auf dem schwarzen Kontinent Afrika Bürgerkriege und politische Instabilität eine weitreichende Realität sind, ist in Europa inzwischen hinreichend bekannt. Dass der reiche Westen hier aber nicht nur eine politische, sondern auch eine moralische Verantwortung hat, weiß dagegen nicht jeder. Das Schlagwort heißt „Blutdiamanten“, Edelsteine, die illegal auf den internationalen Markt geworfen werden und dadurch Waffenkäufe und Diktatoren finanzieren.

Eine traurige Berühmtheit errang in diesem Zusammenhang der Bürgerkrieg in Sierra Leone Ende der 90er Jahre, der die Rahmenhandlung für „Blood Diamond“ stellt. Bei einem Überfall der Revolutionstruppen auf sein Dorf wird der Fischer Salomon Vandy (Djimon Honsou) von seiner Familie getrennt. Seine Frau und Tochter können fliehen, sein minderjähriger Sohn wird als Kindersoldat zwangsrekrutiert und Vandy selbst als Zwangsarbeiter in den von den Rebellen kontrollierten Diamantenminen verdingt. Dort findet er einen ausserordentlich wertvollen Diamanten, den er verstecken kann, kurz bevor die Mine von Regierungstruppen angegriffen wird. Im Gefängnis wird der Schmuggler Danny Archer (Leonardo DiCaprio) auf seine Geschichte aufmerksam und verhilft ihm durch seine Beziehungen zur Entlassung, denn er will den Diamanten. Schließlich geht Vandy einen Handel mit ihm ein: Wenn Archer ihm hilft, seine Familie wiederzufinden, will er ihm im Gegenzug den Diamanten überlassen. Doch nicht nur Archer, sondern auch dessen Ex-Vorgesetzter, der Söldner-Colonel Coetzee und ein Offizier der Rebellenarmee wollen den Blutdiamanten für sich haben. Eine dramatische Jagd beginnt und gestaltet die Suche nach Vandys Familie inmitten von Flüchtlingsströmen als ein schier unlösbares Unterfangen. Nur die Kontakte der amerikanischen Journalistin Maddy Bowen (Jennifer Conelly) ermöglichen schließlich die Flucht aus der Hauptstadt Freetown.

Für einen Blockbuster zeigt „Blood Diamond“ ein verhältnismässig differenziertes Bild der politisch-moralischen Botschaft des Films und bringt die Bürgerkriege und Korruption Afrikas einem breiten Publikum nahe. Um allerdings ein politischer Film zu sein, ist dann „Blood Diamond“ trotz seiner schockierenden Bilder zu sehr Unterhaltungskino und weit von seinen Ambitionen entfernt. Immerhin ein mutiger, wenn auch unglücklicher Versuch. In der Kategorie „Unterhaltungswert“ kann man „Blood Diamond“ dagegen seine Qualitäten nicht absprechen, wenngleich es auch hier einiges zu kritisieren gäbe. Vor allen Dingen ist der Film letztlich sehr vorhersehbar mit einem typischen Hollywood-Ende, das erst nach stolzen (und etwas zu langen!) 143 Minuten zu sehen ist. Ein weiterer Kritikpunkt ist auf jeden Fall auch der übliche fehlende Realismus eines Actionfilms, der immerhin eine politische Aussage macht. Da geht es in bester Rambo-Manier über Stock und Stein, durch Raketenfeuer und Schlangenstrotzenden Dschungel, was natürlich reichlich Action, aber wenig inhaltliche Relevanz und Glaubwürdigkeit bedeutet. Hinzu kommt die schon 1000 Mal gesehene Läuterung des desillusionierten Schurken, die man sich ebenfalls getrost hätte sparen können. Neben seinen Popcorn-Qualitäten besticht das überambitionierte Action-Drama vor allem mit seinen beiden Hauptdarstellern, die eine herausragende schauspielerische Leistung abgeben. Vor allem DiCaprio schafft es, sich endgültig von seinem Titanic-Softie-Image zu emanzipieren. Damit rückt er an die Spitze der besten Darsteller seines Alters, was gleich 2 Oscarnominierungen in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ eindrucksvoll beweisen und nebenbei noch keinem Schauspieler in einem Jahr gelang. Auch wenn er letztlich leer ausging, werden wir Leonardo wohl in den nächsten Jahren öfters über den Roten Teppich bei den Academy Awards laufen sehen und der Oscar dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein.

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Evie: www.inderzange.de

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8.5Ausgezeichnet

Sehr gutes Actiondrama, mit einem super DiCaprio, der mir immer von Film zu Film immer besser gefällt.
Atmosphäre war dicht und Story nett umgesetzt, jedoch musste am Ende wie immer ein Hollywoodende rausspringen schade...

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sushi25: movie-fan.de

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7.0Sehenswert

Ein guter DiCaprio, Jeniffer Connelly ist eh in allem (ausser in Tintenherz) sehenswert, eine Story mit ernstem Hintergrund und ausreichend Action, also alles was man neben Popcorn für einen Videoabend braucht.

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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8.0Ausgezeichnet

"Blood Diamond" ist ein sehenswerter Film mit einem ernsten Thema. Er lebt von seiner gut erzählten Geschichte und den guten Schauspielern und ist durchaus für einen ernster angehauchten Videoabend geeignet.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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4.0Uninteressant

Roh-realistisch zieht Zwick sein spannendes Afrika-Action-Abenteuer auf und bringt mit eindringlichem Schauspiel ein in der Öffentlichkeit nur wenig thematisiertes Problem auf die Agenden des Publikums.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

DiCaprio weiß in seiner Rolle zu gefallen. Dank seiner überzeugenden Darstellungen in „The Departed“ und jetzt „Blood Diamond“ kann ich ihn endlich als „Kerl-Darsteller“ ernstnehmen. Auch Djimon Hounsou überzeugt auf ganzer Linie, gibt einen glaubwürdigen Mann auf der Suche nach seiner Familie, der sich von Archer nicht zur Edelstein-Trüffelsau degradieren lässt.

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Chuchaqui: Critic.de

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7.0Sehenswert

Die Problematik von sogenannten Konflikt-Diamanten, das Grauen afrikanischer Bürgerkriege und der Ausbildung von Kindersoldaten und das Thema Kriegs-Journalismus. All dies versucht Edward Zwick mit seinem neuen Film unter einen Hut zu bringen. Größtenteils gelingt ihm das zwar, der letzte Teil seines zu lang geratenen Films nimmt der Geschichte durch die stark an herkömmliche Hollywood-Schemata angelehnte Dramaturgie allerdings etwas die Wucht. Die Spannung des Films, die grandiose Inszenierung und vor allem die großartige Arbeit der Hauptdarsteller macht "Blood Diamond" dennoch sehenswert. Ein Film, der großartig unterhält und nachdenklich stimmt, das Risiko dieses Kontrastes durchaus bewusst eingeht und im Endeffekt trotz einiger Mängel doch beeindruckt.

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alviesinger: bummelkino

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8.0Ausgezeichnet

Blockbuster-Schulfernsehen, das die Boulevard- und Nichtzeitungsleser wachrüttelt: viel Geballer und Explosionen mit einem ernsten und realistischen Hintergrund. Ich kann auch dem Ende etwas abgewinnen, dass die Stränge des Films zu einem sinnvollen und ergreifenden Ganzen zusammenfügt. Dieses ewige Rumgehacke auf dem Zeigen von Gefühlen, welches sofort mit Hollywood-Reißbrettschreiberei gleichgesetzt wird, nervt. Schreibt Euch das hinter die Ohren, Ihr emotionslosen Kühlschränke! Und was lernen wir am Ende? Bloody Diamonds are a girl's worst friend.

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patcharisma

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Mich nervt das ebenfalls, wenn bei jedem 2.Film geschrieben wird: "Der Schluss war mir zu hollywoodmässig!", statt dass man auch mal ein Engagement lobt. Bestimmt hat der Film gerade durch seine taugliche Erzählweise sehr vielen Leuten die Augen für die nahezu unbeleuchtete Thematik geöffnet. Dummerweise hilft nun auch nicht mal mehr der ewige Bush-Stereotyp des ach so bösen Amerika, der ist nämlich nicht länger US-Präsident & Michael Moore daher wahrscheinlich arbeitslos.



Kommentare (181) — Film: Blood Diamond


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Friedsas

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film war gut aber auch etwas zu lang und ermüdend...

DiCaprio als Danny Archer ist grandios, Djimon spielt wie ich es schonmal gelesen habe "explosiv" der Rest des Cast ist eigentlich nicht erwähnenswert. Nicht schlecht aber eben auch nicht so Leinwand stehlend wie diese beiden! Die Story ist gut durchdacht und spannend man hätte sie aber an manch einer Stelle locker kürzen können.

Ein guter Film mit zwei sehr überzeugenden Darstellern und einer Story (und einem Hintergrund) der schon ein bisschen an die Nieren geht.

"D.I.A. Das ist Afrika" ;)

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MaceWindu1998

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Großartiger Film mit großartigem DiCaprio!
Spannend und schockierend, wie es in manchen Teilen der Welt zugeht!
Der Film stellt den Bürgerkrieg gut dar (jedenfalls besser, als wenn John Rambo nach Burma kommt und alles ausrottet).
Kann man sich öfter anschauen, denn die Optik des Films ist sehr schön und hat tolle Landschaftsaufnahmen!

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jurassicnerd

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Bewertung9.5Herausragend

Großartiger Film und Leo in einer seiner besten Rollen. Der Film greift eine wahre Geschichte auf. Das ist das Brutalste daran. Man sieht mal wieder, das die Mächtigen der Welt für Geld über Leichen gehen.

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Eponine07

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unglaublich harter aber wahrer Film! Ich finde ihn toll aber auch so schwer.
Die Schauspieler in diesem Film sind super, nicht nur Leonardo DiCaprio spielt hier grandios- so wie eigentlich immer aber auch Djimon Hounsou fand ich richtig gut hier, er kann gut neben Leo bestehen wie ich finde.
Auch die kleine Liebesgeschicht stört mich ehrlich gesagt nicht, ich finde sie sogar gut, aber nur deshalb weil sie ziemlich nüchtern wirkt. Man merkt Archi und Maddie haben Sympathien füreinander aber es wird nich stundenlang rumgekitscht oder rumgemacht, das hat mir gut gefallen. Es ist einfach ein echt guter Film über eine grausame Realität

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filmfuzzy

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Bewertung7.5Sehenswert

Als Produzent gab es für ihn schon einmal den Oscar. Als Regisseur schon öfter nominiert, hat es noch nicht geklappt. Doch vielleicht ja für seinen neuen Film. Mal schauen wie es bei der nächsten Verleihung aussieht für Edward Zwick. Seine Bandbreite ist schon erstaunlich. Wobei er seine Stoffe auf allen Kontinenten sucht. Nach Asien und dem „Last Samurai“ spielt sein neuer Streifen in Afrika.

In den 90iger Jahren des letzten Jahrhundert. In Sierra Leone tobt ein mörderischer Bürgerkrieg. Zwei Menschen werden vom Schicksal zusammen geführt. Der Ex-Söldner Danny Archer (Leonardo DiCaprio) und der Fischer Salomon Vandy (Djimon Hounsou). Rebellen überfallen das Dorf von Salomon, trennen ich von seiner Familie und verschleppen ihn zur Arbeit auf den Diamantenfelder.

Er findet einen großen Rohdiamanten und es gelingt ihm diesen zu verstecken. Archie verdient seinen Lebensunterhalt, indem er Diamanten gegen Waffen tauscht. Im Gefängnis treffen Archie und Salomon zusammen und Archie erfährt von dem Diamanten. Während Salomon den Diamanten als seine Zukunftssicherung für sich und seine Familie ansieht, braucht Archie das Geld um aus Afrika zu fliehen.

In dieser Situation treffen beide auf die amerikanische Journalistin Maddy Bowen (Jennifer Conelly). Sie will die Machenschaften der Diamantbosse aufdecken. Von Archie erhofft sie sich Insiderinformationen. Dafür bringt sie die beiden durch das Rebellengebiet. Werden alle drei ihre Ziele erreichen?

„Blutdiamanten“ ist der politische Namen für solche Steine die dazu benutzt werden den Krieg in vielen Regionen Afrikas zu finanzieren. Das war es auch was Regisseur Edward Zwick interessierte. Eine politische Botschaft in einem Hollywood Film zu verarbeiten. Und das ist ihm auch hervorragend gelungen. Trotz vieler brutaler Szenen mit Kindersoldaten gibt es auch wunderschöne Passagen und gefühlvolle Momente. Ein Film der sicher zu kontroverser Diskussion führen wird. Aber das hat Ed Zwick bestimmt gewollt. Die drei Hauptdarsteller geben eine glaubwürdige Performance ab.

140 Minuten anspruchsvolle Unterhaltung.

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nilswachter

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Bewertung7.0Sehenswert

Edward Zwicks Blood Diamond ist ein bildgewaltiges und hervorragend gespieltes Abenteuer und erzählt von einem sehr düsteren Kapitel Sierra Leones: dem illegalen Handel mit sogenannten Konfliktdiamanten, deren Verkaufserlös den Bürgerkrieg über Jahre mitfinanzierte. Ein in der westlichen Welt und Grossteil der Zielgruppe des Films wohl eher unbekanntes Thema, welches durch den Film mit Nachdruck, um nicht zu sagen mit dem Vorschlaghammer, bekannt gemacht wird.

Zwick zeigt mit schonungsloser Härte und Brutalität das grausame Vorgehen der RUF gegenüber der Zivilbevölkerung. Kindern werden Arme abgehackt und sie werden unter Zuhilfenahme von Drogen, zu willen- und seelenlosen Killermaschinen gedrillt. Gezeigt wird dies zwar etwas gar Klischee beladen und mitunter nahe am Voyeurismus, aber immerhin hat Zwick den Mut, nicht wegzuschauen und den Zuschauer mit einer unbequemen Wahrheit zu konfrontieren.

Problematisch ist allerdings, dass nur Gewalt von Seiten der RUF gezeigt wird und die Rebellen als diabolische Schlachter dargestellt werden. Es entsteht dabei ein stark vereinfachtes und falsches Bild einer der Fraktionen im Bürgerkrieg, das der Thematik nicht wirklich gerecht wird. Ohne Frage wurden die gezeigten Praktiken vollzogen und Gräueltaten sind in grossen Zahlen belegt. Doch auch die Militärs und die Regierung sind genauso an diesem Bürgerkrieg beteiligt gewesen und dürften auch die eine oder andere Schuld auf sich geladen haben. Blood Diamond zeigt hier nur eine Seite, und zwar die hässlichste. Dies ist zweifelsohne schockierend, aber dem Thema wird der Film damit nicht gerecht. Selbiges gilt auch für die Titel gebende Problematik der Blutdiamanten, die der Film nur mit sehr grober Federführung nach zu zeichnen weiss. Auch hier sind die Rollen klar verteilt und an der Konstellation wird nicht gerüttelt.

Ist der Hintergrund des Bürgerkriegs und des Diamantenhandels also nur ein Vehikel für einen Hollywood Actionreisser? Blood Diamond ist zweifelsohne sehr Actionreich und geizt nicht mit spektakulären Momenten, die den Tod von vielen Afrikanern beinhalten. Sei es nun mitten im Kampfgetümmel in einer Grossstadt oder zum Schluss während dem Showdown in der Diamantenmine. Dabei fiebert man ständig mit den Protagonisten mit, ungeachtet der vielen Unschuldigen, die ihr Leben im Bürgerkrieg oder Kugelhagel der Söldner lassen. Der politische Hintergrund geht dabei sehr schnell vergessen und man kann dies durchaus Edward Zwick vorwerfen.

Dass Blood Diamond aber nicht einfach zum zynischen Kracher abgestempelt werden kann, ist der Hauptfigur Danny Archer zu verdanken. Selten sieht man eine solch ambivalente Figur in einem Hollywoodfilm agieren und noch seltener handelt es sich dabei um den Helden. Danny Archer ist ein Antiheld, den man nicht wirklich mögen kann. Er ist arrogant, selbstsüchtig und nur auf den eigenen Nutzen bedacht. Er benutzt Solomons traurige Situation für die eigene Flucht aus Afrika, die dank dem letzten Verkauf des grossen Diamanten ermöglicht werden soll. Archer kann durchaus als Parabel auf und Symbol für den Umgang der weissen Elite mit der afrikanischen Mehrheit gedeutet werden. Ein zynischer und beissender Kommentar zur Ausbeutung der afrikanischen Welt auf Kosten ihrer Bevölkerung entfaltet an einem Blutdiamanten.

Umso negativer fällt die Zeichnung der zweiten Hauptfigur, Solomon, auf. Er ist zwar nie unsympathisch, aber im Vergleich zu Archer sehr stereotyp und wird nicht selten etwas unwissend, um nicht zu sagen dumm, dargestellt. Immer wieder handelt er unüberlegt und überhastet, die Situation wird meistens durch den Antihelden entschärft. Dafür, dass Zwick mit dem Film den Opfern eine Stimme geben wollte, ist dies reichlich paradox. Die völlig unlogische und reichlich kitschige Schlusssituation kann hier auch nicht entschädigen und bestätigt die Kritik an der Figurenzeichnung Solomons zusätzlich. Zwar wird ihm von den Weissen Respekt gezollt, aber eine Stimme bekommt er im Film nicht. Es ist die Reporterin, die die Weissen informiert, nicht der betroffene Afrikaner.

Maddy Bowen ist ähnlich wie Danny Archer ziemlich vielseitig ausgestaltet worden. Sie handelt grösstenteils idealistisch, verdient ihr Geld aber auch dank des Bürgerkriegs, und in Bezug auf die Haupthandlung auch dank des Schicksals von Solomon und seiner Familie. Auch Maddy kann als Sinnbild für die Haltung des Westens und der westlichen Medien gegenüber diverser Afrika bezogener Problematiken gedeutet werden und ist damit wieder eine viel interessantere Figur als Solomon.

Dramaturgisch und formal kann man den Film aber kaum kritisieren. Die Protagonisten hasten von Schauplatz zu Schauplatz, wunderschöne Landschaftstableaus wechseln sich mit grossartig gefilmten Actionszenen ab. Die Geschichte um Solomon und seiner Suche nach der Familie, der hoch emotionale Moment des Wiedersehens mit dem entfremdeten Sohn und der versöhnliche, wenn auch erwartbare, Schluss, entschädigen über so manchen Mangel an Differenzierungsvermögen.

Trotz der klaren Kritikpunkte ist Blood Diamond also durchaus sehenswert und ein guter Film. Er ist unterhaltsam, durchs Band hervorragend gespielt - allen voran ein phänomenaler DiCaprio) und schafft es nicht zuletzt, einem breiten Publikum eine äusserst traurige Problematik näher zu bringen. Dass dies so grobschlächtig und reisserisch geschehen muss, ist einerseits problematisch, andererseits aber auch die logische Konsequenz einer Hollywood-Grossproduktion mit dem Ziel, möglichst viel Geld zu generieren. Immerhin kann nun niemand mehr sagen, er hätte nichts gewusst, wenn er das nächste Mal einen Diamanten kauft.

filmfotoblog.tumblr.com

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dannydiaz

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und jetzt musst du dir "the ambassador" als Kontrast dazu angucken


Critical

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Bewertung7.5Sehenswert

Gutes Actiondrama.
Nachdem ich diesen Film gesehen habe, musste ich erst einmal kräftig Luft holen.
Die Zustände, die in diesem Film ja mehr als deutlich thematisiert werden, sind ja wirklich realitätsnah. Genau das macht den Film so authentisch und beängstigend.

Finde es aber irgendwie blöd, dass immer wieder dieser Diamant in den Vordergrund gestellt wurde, wobei meiner Meinung nach, die Suche nach dem Sohn viel spannender gewesen ist.

Tolle schauspielerische Leistung seitens von Leonardo DiCaprio.
Auf jeden Fall sehenswert !

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Moviegod

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Spannend, packend, mit bodenständiger Action und sehr emotional. Blood Diamond mag seine Längen haben, doch keine Szene wirkt zu viel oder überflüssig. Die Geschichte ist interessant angelegt und super gespielt. DiCaprio, Hounsou und Conelly schenken sich nichts.

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Moritz01

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Bewertung9.0Herausragend

Eine großartig erzählte Geschichte über den Diamantenhandel in Afrika, mit einem wieder einmal fantastischen Dicaprio.

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marius.martinez.5

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr guter DiCaprio. Schauspielerisch top und Story top.

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sieeefdiggah

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Bewertung9.5Herausragend

Blood Diamond ist ein sehr brutaler, spannender und realitätsnaher Film.
Der Film macht einem bewusst, wie schlimm sich ein Krieg auf die Zivilbevölkerung auswirkt.
die Lovestory war ein bischen überflüssig, aber die gut eingesetzten Actionszenen machen das wieder gut.
Fazit: sehr empfehlendswerter Film !

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el_presidente87

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Überwältigende Bilder, fesselnde Story, unterhaltsame wenn manchmal auch recht pathetische Dialoge, hervorragende herausgearbeitete Charaktere, packendes Spiel, viel Tragik und sogar ein gewisser Hauch von Afrika machen "Blood Diamond" zu einem nahezu lehrbuchhaften Film. Die Geschichte eines Diamanten, dessen Suche eine Spur von Blut durch die zerrütteten Verhätnisse Sierra Leones nach sich zieht, ist technisch, darstellerisch und atmosphärisch erstklassig umgesetzt. Auch wenn auf die in Hollywood authentische Liebesgeschichte verzichtet wird, wirkt die Inszenierung der Beziehung zwischen den Danny Archer und Maddy Bowen etwas schmalzig, was gerade beim eigentlich sehr starken Ende etwas zu sehr ausgetreten wird und wirkt. Daneben kommt durch den thematischen Rundumschlag -Vertreibung, Kindersoldaten, Warlords, Rassismus, Imperalismus, Diamantenschmuggel- gerade in der ersten Hälfte des Film die Spannung nur langsam in die Gänge.

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MartinJentsch

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Bewertung7.0Sehenswert

Boah, wie bewertet man so einen Film?!? Die Thematik des Diamantenhandels und den verschiedenen Interessensgruppen wird recht transparent dargestellt, die Bilder sind stimmig, teilweise überwältigend schön, teilweise sehr ergreifend. Die Story passt größtenteils auch, und das bei Hollywood auch eine Romanze mit eingebaut wird, verwundert nicht.
Aber: Warum um alles in der Welt werden die "Action"-Szenen dermaßen überzeichnet? Wie kann bei so einer ernsthaften Thematik mehrmals der Hauptdarsteller quer durch das Schussfeld von Kriegsparteien geschickt werden, die mit schweren Waffen in erheblicher Anzahl aufeinander schießen, ohne ernsthafte Kratzer abzubekommen? Diese Mischung aus Indiana-Jones und 007 sind mMn absolut unnötig und ziehen den Gesamtfilm runter.
Deshalb am Ende nur eine "7" weil es ein guter, aber keinesfalls ein sehr guter Film ist.

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lorenz.lang.9

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Bewertung3.5Schwach

Mit einem Wort:
Enttäuschend....

Ich hätte von dem Film in erster Linie eine realistischere Story gewünscht,
sowie dass man ein wenig die Hintergründe des ganzen aufzeigt... abgesehen mal davon,
das alle Schwarzen in diesem Film entweder Opfer, oder hemmungslose Täter sind.

diCaprio's Rolle konnte mich auch nicht überzeugen, absoluter Unsymphat,
auch Antihelden können sympathisch werden!

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benni565

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Alter, geh nach Afrika !
Leider sind dort wirklich alles hemmungslose Täter oder Opfer !!!
Glaubs mir, ich war dort, in humanitärer Absicht...
uns es ist dort noch viel schlimmer !!..
... ein Ansatz davon ist im Film gut angedeutet !
Mein Tip: Geh hin, und du kommst auf mehr als 3,5 !
Originalzitat : Thats Africa !


mannheim2

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Bewertung9.0Herausragend

Erstklassiger Film!! Ein abolutes MUSS!!

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Ioosh698

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Edward Zwicks Blood Diamond, ein Film mit einer sehr ernsten Problematik, die mir persönlich schon sehr nahe ging und mich etwas nachdenklich stimmte. Denn wie schon erwähnt spricht Zwick ein sehr sensibles Thema an, von dem manche vor dem erscheinen des Filmes eventuell noch nichts gehört hatten.
Der Film vereint zwei verschiedene, jedoch trotzdem zusammenhängende, Komponente miteinander. Das eine funktioniert nicht ohne das andere.
Zum Inhalt:
Der Film spielt zur Zeit des Bürgerkrieges in Sierra Leone, der von 1991 bis 2001 tobte. Von einen Tag auf den anderen ändert sich das Leben des Fischers Solomon Vandy. Der friedlebende Fischer läuft mit seinem Sohn durch ein Dorf, das kurz darauf Rebellen der RUF zum Opfer fällt. Schon hier, am Amfang des Filmes, wird dem Zuschauer einiges zugemutet. Männer, Frauen und Kinder werden auf Grausame Weise verstümmelt. Wahllos werden Zivilisten erschossen, auch Kindersoldaten sind am Geschehen beteiligt. Nach dem Angriff ist die Familie Solomons zersplittert. Während seine Frau und seine Tochter fliehen können, wird sein Sohn Dia gefangen und fortan als Kindersoldat eingesetzt. Solomon wird in eine Diamantenmine gesteckt um, wie man schon annehmen kann, Diamanten zu finden von denen sich die Rebellen Waffen etc. erkaufen. Ihm gelingt es unbemerkt einen sehr großen Diamanten zu verstecken. Augenblicke später wird die Mine jedoch von Regierungstruppen zurückerobert und alle Arbeiter landen im Gefängnis.
Zur selben Zeit landet der Söldner Danny Archer wegen Diamantenschmuggels im selben Gefängnis in dem Solomon sitzt. Archer erfährt von dem Diamanten und macht Vandy einen Vorschlag: Er macht Solomon das Angebot, ihn und seine Familie wieder zu vereinen. Als Gegenleistung will er einen Anteil an dem Diamanten. Die beiden einigen sich und können kurz darauf durch einen Angriff der RUF entkommen. Danach gilt es den geschmiedeten Plan in die Tat umzusetzten...
Ich muss schon sagen, Ich bin eher zufällig auf diesen Film gestoßen und er hat mich begeistert. Das hätte ich vorher nicht gedacht! Edward Zwick schafft es, dieses Thema unglaublich realistisch und zugleich verstörend darzustellen. Ich meine, dieser Film ist nichts für schwache Nerven. Hier wird an brutalität etc. nicht gespart. Es wird so dargestellt wie es sich zugetragen hat. Schonungslos, Grausam, Brutal. Famillien werden zerstört, ganze Dörfer ausgeräuchert und aus Kindern werden mit den abscheulichsten Mitteln Soldaten gemacht, die nicht einmal ihre eigene Familie wiedererkennen. Und das alles für was? Das ist die Frage!?
Zwick zeigt einem die ungeschminkte Wahrheit über die teils noch immer existierenden Probleme in Afrika. Fast in jedem Land gibt es unruhen und schreckliche Bürgerkriege in denen sich Landsleute gegenseitig ausradieren ( aktuelles Beispiel: Syrien).
Und wodurch werden diese ganzen Dinge finanziert ( in den meisten Fällen): durch Korruption, illegalen Schmugel bzw. Handel und und und. Eine Meisterleistung wie Edward Zwick es schafft den Zuschauer zu bewegen und über die oben genannten Dinge nachzudenken. Die Schauspieler gefallen mir alle sehr gut, genau wie der der super Soundtrack. Alles passt! Die Geschichte Archers, der sich vom egoistischen nur auf sich selbst bedachten Schmuggler, zum nachdenklich und am Ende guten Menschen entwickelt...der erkennt das das eigene Wohl nicht alles ist im Leben.

Ein sehr sehr guter Film. Die Geschichte und ihre Darstellung hat mich berührt und einige male musste ich schon mal Schlucken, da manche Szenen sehr intensiv sind und einem schon ein kalter Schauer über den Rücken läuft. Es wird nichts beschönigt oder verharmlost. Die Story bleibt bis zum rührenden Ende Spannend. Für mich ein Meisterwerk!

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Copacabanasun

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Bewertung7.5Sehenswert

Hartes Thema mit sehr guten Schauspielern.

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StefSmart

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wow sehr gut und unterhaltsam!! Einfach ansehen und geniessen ;)

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FilmFan92

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Blood Diamond ist anspruchsvolles, actiongeladenes und politisches Blockbusterkino. Spannend und hervorragend besetzt und mit heiklem Thema. Die Geschichte um die sog. "Blood Diamonds" die inmitten des Bürgerkrieges in Sierra Leone unter härtesten Bedinungen geschürft werden, bietet jede Menge an politischem Zündstoff und anpsruchsvollen, geschichtlichen Aspekte. Diese Möglichkeit wird hier eher nur angerissen, Blood Diamond ist nun mal ein Blockbuster. Dazu gehört auch die eher störende und vermutlich nur für das Mainstream-Publikum, um die gezeigte Härte und Brutalität des Bürgerkrieges und der dargestellten Gewalt besser zu verarbeiten, eingefügte Lovestory. Ebenso das zu dick aufgetragene Ende und die etwas zu lange Laufzeit schmälern den Unterhaltungswert ein wenig.
Insgesamt fällt das allerdings kaum ins Gewicht, denn die Action ist tadellos, die Story nie langweilig, Dicaprio spielt großartig wie immer und auch die anderen Darsteller wissen zu überzeugen. Und auch wenn die starke Thematik um den Bürgerkrieg, Kindersoldaten und Diamantenhandel, ausführlicher hätte behandelt werden können, ist Blood Diamon anspruchsvoll und interessant. Ein Film von dem jeder etwas hat. Einzig die harte Brutalität und das Vorgehen der Rebellen könnte dem ein oder anderen auf den Magen schlagen, was hier gezeigt wird ist teilweise recht radikal, für alle Anderen sei Blood Diamond aber äußert zu empfehlen!

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TheFahil

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr spannender mitreissender Film. Die Musik wurde toll eingesetzt sowie enthält es einige wunderbare Landschaftsszenen. Leonardo Di Caprio spielt seine Rolle wieder einmal sehr gut.
Blood Diamond ist kein leichte Kost. Der Film spricht ein wirklich sehr schockierendes Thema an, was nicht unbeachtet werden sollte.

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