Blow - Kritik

Blow

US · 2001 · Laufzeit 124 Minuten · FSK 12 · Drama, Kriminalfilm · Kinostart
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    ist zwar kein highlight aber lässt sich schon gut sichten...die 2te hälfte find ich besser

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      sachsenkrieger 28.12.2015, 17:42 Geändert 28.12.2015, 21:19


      George Jung verlässt Ende der 60er Jahre den kleinbürgerlichen Mief seiner Heimat Massachsetts und gerät fast mehr zufällig auf die schiefe Bahn. Durch geschicktes Vorgehen, ein gewisses kriminelles Talent und die damals noch recht locker gehandelten Kontrollen gelingt es ihm, sich im Laufe der nächsten Jahre zum Wolf of the East Coast zu entwickeln. Er beliefert in den 70er und 80ern nahezu die gesamte Ostküste der USA mit dem Schnee von Morgen und weiß irgendwann nicht mehr, wohin mit der im Schlaf verdienten Kohle. Anfangs besorgt er sich den Stoff über Zwischenhändler, später steht er selbst mit Pablo Escobar in Kontakt und vertickt das Zeug massenweise an die Creme de la creme in Hollywood. Aber irgendwann werden die Jungs von FBI und der neu gegründeten DEA dann doch aufmerksam auf den großangelegten Deal und beginnen die Jagd auf den plötzlich ganz einsamen Wolf.

      Mittlerweile sind die Kartell-Filme ja ein Sub-Genre des Gangsterfilms geworden und haben die ollen Mafia-Schinken eindrucksvoll abgelöst. Der leider, übrigens mit Koks im Blut, mit 37 Jahren viel zu früh verstorbene Ted Demme, hat mit BLOW ein starkes, über weite Teile erschreckend amüsantes Teil-Biopic geschaffen, das in seiner Gesamtheit überzeugt. In heutiger Zeit, wo sich die Kartell-Manager mit Snuff-Filmchen und Massenhinrichtungen amüsieren, ist es interessant zu sehen, wie locker und groovy das Geschäft damals noch, zumindest auf us-amerikanischer Seite ablief. Aber auch hier entwickelt sich alles mit der Zeit zum mörderischen Sumpf und George Jung, der nicht zur Gewalt neigt und als so ziemlich einziger die Freundschaft über alles stellt, wird schnell aufs Abstellgleis befördert. Etliche Mimen zeigen hervorragende Performances, herausstellen muss man wohl Ray Liotta als Vater Jung und Cliff Curtis in seinem kurzen Auftritt als gruselig-charismatischer El Padron Escobar. Für eine "Werkschau" der Filme über die mittel- und südamerikanischen Drogenkartelle, wie z.B. TRAFFIC, SABOTAGE, ESCOBAR, THE COUNSELOR oder SICARIO, sei BLOW von mir als wirklich moderater Einstieg empfohlen...

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      • 10

        Einfach einer meiner Lieblingsfilme, weil die Geschichte super gespielt wurde, alles super umgesetzt ist und man einfach mitfühlt!

        • 7 .5

          Ein unterhaltsames Biopic, das dank eines hervorragenden Johnny Depp über so manche Schwäche im Drehbuch hinwegträsten kann. Der Soundtrack ist dazu echt taop.

          • 7

            Solider Film. Nicht mehr und nicht weniger.

            • 7 .5
              MetalFan92 06.10.2015, 19:59 Geändert 06.10.2015, 20:00

              Vielschichtiger Kriminalfilm der seine Höhen und Tiefen hat.
              "Blow" regt zum nachdenken an und durch die gesamt Grundstimmung wirkt der Film noch echter und auch bedrohlicher.
              Klasse Leistung von Johnny Depp, war wieder voll in seinem Element.

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              • 9

                "Es ist immer der letzte Tag des Sommers. Ich steh draußen in der Kälte und keiner öffnet mir die Tür. Zugegeben es gab in meinem Leben mehr als genug bewegende Momente. An den meisten Menschen zieht das Leben vorüber, während sie damit beschäfftigt sind, grandiose Pläne zu schmieden. Überall, all die Jahre habe ich hier und dort Stücke meines Herzens gelassen und jetzt ist kaum noch genug davon übrig, um weiter zu leben. Doch ich zwinge mich zu lächeln, denn ich weiss, dass mein Ehrgeiz mein Talent bei weitem übertrifft. Es stehen keine prachtvollen Schimmel oder schöne Damen mehr vor meiner Tür." Ein Zitat wie gemalt für einen alten Barkeeper, der seine Zeit 22 Jahre hinter einem Tresen verbracht hat, mehr Whiskey getrunken hat, als Wasser und mehr dumme, als kluge Sachen gemacht hat.
                Zum Film: Blow ist genial. Der Aufstieg und Fall eines Drogenliferanten. So gross und doch so klein. Das einzige was zählt ist sein Herz. Seine kleine Tochter. "Mögest Du immer Rückenwind haben und stets Sonnenschein im Gesicht. Und mögen Dich die Schicksalsstürme hinauftragen, auf dass Du mit den Sternen tanzt... " Bukowski hätte dieses Filmthema nicht besser auf ein Papier gebracht. Die Besetzung ist ein Traum, die Geschichte sollte hinterfragt werden, Soundtrack genial. Niemals langweilig rollt dieses Drama, teils komödiantisch, teils zu dramatisch die Geschichte von George Jung auf. Es ist eine auf wahren Begebenheiten beruhende Story, die ans Herz geht, die einen zum Komplizen macht (In meinem Fall). Manchen mag das bitter aufstossen, in Zeiten von Breaking Bad sollte es einfach wahrgenommen werden. Moralapostel gibt es genug.

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                • 9

                  Bis zum Schluß gibt es keine Szene ohne Johnny Depp und keine Szene ohne guten Grund. »Blow« ist ein großer Wurf. Ein grundtrauriger Film, der den Abstand seines Helden zum Glück randvoll auflädt, mit buntem, flirrendem Tand zum Glitzern bringt. [Heike-Melba Fendel]

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                  • 8 .5

                    ''Es ist immer der letzte Tag des Sommers. Ich steh draußen in der Kälte und keiner öffnet mir die Tür. Zugegeben, es gab in meinem Leben mehr als genug bewegende Momente. An den meisten Menschen zieht das Leben vorüber, während sie damit beschäfftigt sind, grandiose Pläne zu schmieden. Überall, all die Jahre habe ich hier und dort Stücke meines Herzens gelassen und jetzt ist kaum noch genug davon übrig, um weiter zu leben. Doch ich zwinge mich zu lächeln, denn ich weiß, dass mein Ehrgeiz mein Talent bei weitem übertrifft. Es stehen keine prachtvollen Schimmel oder schöne Damen mehr vor meiner Tür.''

                    Und mit diesen Worten endet der Film. Der Film, der mir schon von so vielen Leuten in den letzen Jahren empfohlen wurde. Der Film, den ich dann vor ein paar Monaten endlich geschaut habe. Der Film der nun zu meinen Favoriten zählt und dessen DVD in meinem Regal ganz sicher nicht verstaubt.

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                    • 10

                      10 Punkte verdient! Top Film.

                      • 10

                        In der Essenz die Fabel vom Frosch und dem Scorpion. In längerer Ausführung einer der letzten Filme in dem der Depp als Schauspieler und nicht als überzogene Dauer-Hunter-S-Thompson-Parodie zu sehen war.

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                        • 10

                          Ein klasse Film, der sowohl den schnellen Aufstieg, als auch den schnellen Fall eines Drogenbarons zeigt. Und natürlich auch wieder eine schauspielerische Meisterleistung von Johnny Depp. (Wie in jedem Film)
                          Einer meiner Lieblingsfilme!

                          • 10

                            ein meisterwerk, johnny depp überragend,
                            der film hat alles......guter soundtrack, drama, humor, spannung.....
                            man fiebert 115 min mit......1a mit stern.....i love it

                            "Mögest du immer Rückenwind haben,
                            und stets Sonnenschein im Gesicht.
                            Und mögen die Schiksalsstürme
                            dich hinauftragen,
                            auf das du mit den Sternen tanzt"

                            • 9

                              Klasse Film!
                              Johnny Depp überragend!

                              • 10

                                Dieser Film ist einfach nur ein Meisterwerk, Johnny Depp spielt seiner Rolle
                                hervorragend!

                                ,,Der letzte Tag des Sommers und ich steh draußen in der Kälte und keiner öffnet mir die Tür, zugegeben, es gab in meinem Leben mehr als genug bewegende Momente.
                                An den meisten Menschen zieht das Leben vorüber
                                während sie damit beschäftigt sind grandiose Pläne zu schmieden.
                                All die Jahre habe ich hier und dort Stücke meines Herzens gelassen
                                und jetzt ist kaum noch genug davon übrig um weiter zu leben
                                doch ich zwinge mich zu lächeln
                                denn ich weiß, dass mein Ehrgeiz mein Talent bei weitem übertraf.
                                es stehen keine prachtvollen Schimmel oder schöne Damen mehr vor meiner Tür"

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                                • 10

                                  Ein Meisterwerk...einer meiner Lieblingsfilme...

                                  • 7 .5

                                    JOHNNY UND DIE WEIßE SCHOKOLADE
                                    Ein Jahr nach seinem Dunklen-Schokoladen-Trip mit Juliette Binoche, schnüffelt Johnny kiloweise weiße Schokolade mit Penélope Cruz! 7 Punkte für die letzte Szene und der halbe Punkt für mein Tränchen!

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                                    • 9

                                      Basierend auf das gleichnamige Buch von Bruce Porter präsentiert uns Regieseur Ted Demme die aussergewöhnliche Lebensgeschichte des George Jung (Johnny Depp).
                                      Aus Angst, es könnte ihm genauso wie seinem Vater ergehen, der nämlich sein ganzes Leben lang hart arbeitete und dennoch nie auf einen grünen Zweig kam, beschliesst George ins Drogengeschäft einzusteigen um so an das grosse Geld zu gelangen. Mit diesem Beschluss stürzt sich George in ein völlig anderes Leben, das solange es gut geht sehr viele Höhen hat aber bekanntlich auch Gefahren mit sich bringt und die damit verbundenen Tiefen.
                                      Blow ist ein sehr umfassendes und überaus unterhaltsames Portrait über einen entschlossenen jungen Mann, der trotz seines illegalen Vorhabens keinerlei kriminelle Energien hat sondern einfach nicht so enden möchte wie sein alter Hehr. Das ist sein einziger Antrieb, seine einzige Motivation.
                                      Kostüme und Austattung sind hier einfach genial. Die Wechsel der Jahrzehnte, die die Handlung beinhalten, geht dieser Film nämlich optisch perfekt mit. So wirkt Blow atemberaubend realistisch und überaus glaubwürdig.
                                      Diese Glaubwürdigkeit hat der Film aber auch noch jemand anders zu verdanken denn Johnny Depp überzeugt auch hier wieder in gewohnt bestechender Manier. Ich habe das Gefühl, egal in welche Rolle diese "coole Sau" auch immer hinein schlüpft, dieser Teufelskerl meistert sie alle auf excellente Art und Weise. Franka Potente hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
                                      Wie Anfangs ja schon erwähnt, Blow ist ein ganz stark verfilmtes und beeindruckendes Portrait das dank seiner Schauspieler und einer klasse Regie über die gesamte Laufzeit (immerhin über 2 Stunden) für perfekte Unterhaltung sorgt.

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                                      • 10

                                        PLAYA ..."81"...THAT`s LIFE

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                                          Ganz klar, grandioses Stück Kino, mit einem noch grandioserem J.Depp. Das warten noch Zeiten, als er noch „normale“ Film gedreht hatte und ned Filme die, die goldene Himbeere gewinnen....
                                          Was mich allerdings mehr als nur stört und man hier auch in einigen Kommentaren lesen kann ist, das der Film so endet, das viele Mitleid mit dem armen Jung empfinden. Aber sonst gehts noch gut?
                                          Wie viel Familien hat er zerstört/ruiniert? Wie viele Männer sind dank ihm im Knast gelandet und wie viele Frauen auf dem Strich? Wie viel Kinder hattn dank dem Sunnyboy keine richtige Kindheit? Und vor allem, an wie vielen Toten ist er mitverantwortlich? Er sagt ja selber, dass 85 % des ganzen Coki durch ihn in die USA kamen! Ich finde es echt übel, wenn solche Mörder noch Glorifiziert werden!
                                          Dope handeln ist cool. Bringt Geld, Partys, Mädchen und du hast immer viel Spass! Geile Botschaft!
                                          Wäre das ganze nur eine fiktive Story, könnte man einfach drüber hinweg schauen.
                                          Und wenn man bedenkt das er für das alles gerade mal 20 (Zwanzig) Jahre absitzen muss. Richtig wäre, einsperren und Schlüssen wegwerfen!
                                          Für alle die den dem gefallen Helden mit einer Party empfangen wollen, können das am 27.11 dieses Jahr in Burlington County, New Jersey. Da wird er entlassen! Vergesst das Coks nicht

                                          Grandioses Kino mit verehrender falscher Botschaft!!

                                          In 1982 there were approximately 10 million cocaine users in the United States. By 1985, just three years later there were 22 million cocaine users in the US. This magnificent increase in cocaine abuse is said to be the work of George Jung, a home town boy who made millions in the drug trade and is now known as one of the most prolific drug smugglers in the history of the United States. In just years after starting his career in trafficking cocaine, George Jung became responsible for roughly 85 percent of cocaine being used in the United States. George was making about 300 million a year in the drug trafficking business. He’d been in and out of jail for most of his life but it finally seemed like he had it all; a beautiful wife, a daughter, a nice home and millions and millions of dollars but that still wasn’t enough. This is the story of a man who had everything and lost it all in the blink of an eye.

                                          Quelle:http://www.georgejung.com/blog/

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                                          • 10

                                            Die story ist der hammer und super umgesetzt von Johnny Depp.
                                            sehr fassend der film. kann es kaum in worte fassen einfach klasse.

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                                              Aufstieg und Fall.
                                              Das sind im Grunde genommen das A und Z der Geschichte. Depp spielt, wie man es eigentlich immer schon von ihm erwartet großartig, auch wenn die blonde Mähne anfangs etwas befremdlich wirkt.
                                              Wer will schon enden wie die Eltern. Und endet trotzdem so. Nach all dem Aufstieg, all dem Geschick und dem Ehrgeiz, all der irren Manöver ist der Knackpunkt genau an der Stelle, wo eigentlich immer der Knackpunkt liegt = Der Familie.
                                              An der Familie bricht alles in zwei. Ganz einfach weil Geld nur einen symbolischen Wert hat. Weil es nicht mehr um die Frau geht, die man zur Not in den Wind schießen kann, sondern weil es um die Eigenen Investitionen in ein neues Leben geht, die Tochter und die hat natürlich nicht das geringste von dem im Blick, was der Vater für sie durchmacht...wie so viele Kinder eben.
                                              Doch wo ist eigentlich das Problem?
                                              Sind es die Drogen? Nicht wenn man ihnen abgeschworen hat.
                                              Sind es die familiären Verhältnisse? Nicht wenn man alles mit Dollars flicken kann.
                                              Ist es das Geld? Nicht wenn man weiß wie man an welches kommt.
                                              Also, was ist der es?
                                              Das ist der Staat. Der Staat ist hier der Böse. Und die Geschichte ist nach wahren Begebenheiten. Er ist der, der die Menschen überhaupt dazu treibt mit Drogen zu handeln, wenn sie nicht den Hauptteil ihres Verdienstes als Steuer zahlen wollen. Daran zerbricht alles. FBI-Wichser, die Geburtstage überfallen, Leute beim Letzten Versuch erwischen.
                                              Amerika ist ein schlechtes Land zur flucht. Wäre er damals lieber bei Tuna geblieben.
                                              Vermutlich ist dass, was uns Blow erzählt, eine Lektion der Höhen und Tiefen.
                                              Doch ich fürchte, dass ich nun nach dem zweiten Mal Blow auch nicht mehr geben kann, als ich ihn damals gegeben hätte. Ich bin kein Mensch für Film gewordenes Opium, sondern für Film gewordenes LSD oder Film gewordenes Speed.
                                              Er erstirbt mir zu traurig, zu einfach in dem Staub des Versagens. Kein Letzter Aufstand gegen das Unvermeidliche. Kein letzter Angriff gegen das Unvermeidliche.
                                              Er erstirbt einfach...vermutlich bevorzuge ich deshalb Scarface? Einfach wegen: „Say hello to my little friend!“
                                              Ich bin kein Melancholiker...das ist wohl, warum ich dem Film nicht so viel abgewinnen kann.

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                                              • 8 .5

                                                Sehr, sehr starker Depp in einem Film, der am Ende so radikal stringent ist, dass er dem Hauptcharakter alles, aber auch alles nimmt.

                                                • 10

                                                  Der Film fängt so locker-flockig an und haut dich dann emotional vollkommen um. Einer meiner Lieblingsfilme.

                                                  • 7

                                                    Johnny Depp in seiner wohl angenehmsten Rolle. Nach all dem Jack Sparrow & Co Hype in der Neuzeit ist es schön ihn in 'Blow' in einer seiner älteren seriösen und überzeugenden Rolle anzutreffen. Die hochgelobte Penelope Cruz wirkt jedoch eher wie eine kreischende Kreissäge, die dem Film keinen positiven Impuls geben kann. Das Drehbuch kommt weiß Gott nicht von einem anderen Stern, aber als wahre Geschichte kann es durchaus überzeugen und auch kleinere Längen zwischendurch werden immer wieder gut aufgefangen. Die Story über einen unbelehrbaren Drogendealer, der eigentlich nur für seine Tochter da sein will punktet durchaus, wobei das Ende dem Film noch einmal einen tollen Schub gibt und die Zuschauer bewegt zurücklässt. Vor allem die Vorstellung, dass diese Geschichte so oder so ähnlich in Wirklichkeit passiert ist, lässt einen nachdenklich zurück.

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