Blue Car

Blue Car (2003),
Laufzeit 96 Minuten, Drama

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Blue Car - Bild 4081374
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von Karen Moncrieff, mit Agnes Bruckner und David Strathairn

Die talentierte 18-Jährige Meg wurde von ihrem Vater im Stich gelassen und wird von ihrer überforderten Mutter vernachlässigt. Allein muss sie sich um ihre hilfsbedürftige kleine Schwester kümmern. Ihr Leben droht auseinander zu brechen. Das Schreiben von Gedichten und die Unterstützung ihres Englischlehrers geben ihr halt. Doch auch diese Beziehung wird sich als höchst problematisch erweisen…


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Sonse

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Blue Car" von Karen Moncrieff ist ein einfühlsames, exzellent geschriebenes und gespieltes Coming-of-Age-Drama. Megan, ein Teenager mit einem Berg Problemen und poetischem Talent findet trügerischen Halt bei ihrem Englischlehrer, bis sie lernt, dass sie sich nur auf sich selbst verlassen kann.

Mich hat die Geschichte berührt, weil sie sich wahrhaftig angefühlt hat, jenseits von Sensationalismus, erhobenem After School-Special-Zeigefinger und Kitchen Sink-Depressionen, trotz ihrer Indie-Sensibilities. Vor allem auch dank der wunderbaren Darsteller, die Moncrieff für ihre Geschichte gefunden hat.

Agnes Bruckner ist ganz hervorragend in der Hauptrolle. Der Blick auf ihre weitere Filmographie bestehend aus vorwiegend unbekannten B- und C-Movies fällt da leider ernüchternd aus...

Für den Lehrer konnte Moncrieff den von mir verehrten David Strathairn, Unsung Hero of Charakter(neben)rollen, gewinnen. Seine Figur heißt Auster und ich musste grinsen, als Moncrieff in ihrem sehr höhrenswerten Audiokommentar zum Film erklärt, dass sie ihn so nannte, weil sie immer fand Schriftsteller Paul Auster sehe Strathairn ähnlich, und mir das ebenfalls aufgefallen war. Er meistert eine ganz schwierige Rolle jedenfalls ausgezeichnet. Sein Englischlehrer, der eine Schülerin ausnutzt, ist fernab der üblichen stereotypen Schmierlappen. Er spielt ihn sympathisch, hilfsbereit und glaubhaft, um es dann besonders unangenehm und schmerzhaft zu machen, wenn er seinen "Ritter" vom Pferd stürzen lässt und ihn in seiner ganzen Traurigkeit, Lächerlichkeit und Armseligkeit entlarvt.

Margaret Colin als überforderte Mutter und Frances Fisher als Austers Frau sind in kleineren Rollen ebenfalls ausgezeichnet. Moncrieff gibt ihnen und den anderen Schauspielern die Chance selbst mit dem winzigsten Auftritt dem Zuschauer alles zu sagen, was man über ihre Charaktere wissen muss. Einzig die Nebenhandlung um Lily, Megs Schwester, funktioniert nicht richtig.

Ausnahmsweise sind die "Deleted Scenes" einer DVD höchst sehenswert: Moncrieff hat über 20 Minuten aus "Blue Car" geschnitten und beschreibt verständlich warum auf noch so schöne Szenen verzichtet werden bzw. warum sie die Sex-Szene schneiden musste - und ihre Erklärung mit den Zuschauerreaktionen finde ich sehr einleuchtend. In den USA wurde der Film mit einem lächerlichen R-Rating bestraft, damit gerade Heranwachsende ihn nicht sehen können, an die sich der Film sicher vor allem richtet.

"Blue Car" ist ein erstklassiges Regie-Debüt für Karen Moncrieff. Ich merke mir gleich mal ihre anderen Filme vor und lege euch diesen Film ans Herz.

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mommi

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Bewertung5.0Geht so

Soziologische Studie über einen Teenager auf der Suche nach Halt, Orientierung und Vorbildern. Ergebnis der schmerzhaften Suche ist, dass man sich nur auf sich selbst verlassen kann. Trotz des interessanten Themas hat mich die Umsetzung eher wenig beeindruckt, kaum getoucht, die Figuren sind mir fremd geblieben.

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