Bonnie und Clyde

Bonnie and Clyde (1967), US Laufzeit 111 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Road Movie, Actionfilm, Thriller, Kinostart 30.06.2005

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7.8
Kritiker
39 Bewertungen
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7.0
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38 Kommentare
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von Arthur Penn, mit Warren Beatty und Faye Dunaway

Im Klassiker Bonnie & Clyde von Arthur Penn begibt sich Titel gebendes Gaunerpärchen auf eine blutige Tour durch mehrere Staaten treu dem Motto: Live fast, die young.

Ihre bürgerlichen Namen lauteten Bonnie Parker und Clyde Barrows, doch berühmt wurden sie schlicht unter Bonnie und Clyde.

Es ist die Zeit der Großen Depression. Anfang der 1939er lernen sich der junge Tunichtgut Clyde Barrows (Warren Beatty) und die wohlbehütete Bonnie Parker (Faye Dunaway) kennen, als Clyde versucht, den Wagen von Bonnies Mutter zu stehlen. Bonnie fühlt sich direkt von dem gutaussehenden Clyde angezogen und folgt dem Kleinkriminellen auf seinem Weg aus der Stadt, verspricht sie sich doch eine Flucht aus ihrem langweiligen Leben.
Schon bald machen die Beiden als Bankräuber über die texanischen Staatsgrenzen hinweg von sich reden, da sie von der breiten Bevölkerung als moderne Robin Hoods angesehen werden. Unterstützung erhalten Bonnie und Clyde durch Clydes Bruder Buck (Gene Hackman) und dessen Frau Blanche (Estelle Parsons) sowie dem leicht begriffsstutzigen C.W. Moss (Michael J. Pollard).

Spätestens nachdem Clyde auf der Flucht einen Bankdirektor erschießt, ist ihnen die Polizei unter Führung des Texas Rangers Frank Hamer (Denver Pyle) dicht auf den Fersen.
Als Buck bei einer Verfolgungsjagd getötet und Estelle verletzt wird, gelingt Bonnie, Clyde und C.W. noch die Flucht. Sie kommen bei C.W.’s Vater Ivan Moss unter (Dub Taylor), doch dieser verrät Bonnie und Clyde schließlich, nicht zuletzt, weil er sie dafür verantwortlich macht, C.W. zur Sünde verführt zu haben.

Ivan führt Bonnie und Clyde in einen Hinterhalt, wo sie im Kanonenhagel förmlich zerfetzt werden. Doch ihre Legende lebt weiter.

Hintergrund und Infos zu Bonnie und Clyde
Bei den Simpsons, genauer in der 12. Episode der 19. Staffel namens Love, Springfieldian Style, übernehmen Marge und Homer die Rollen von Bonnie und Clyde, um die Geschichte aus Homers Sicht nachzuerzählen, inklusive der finalen Exekutionsszene, die hier noch einmal länger dauert als die legendäre Vorlage. Bonnie und Clyde waren als moderne Mythen nun endgültig auch Teil der Popkultur.

Aber auch zuvor sorgte der von Arthur Penn inszenierte und deutlich von der französischen Novelle Vague geprägte Film für Furore, nicht zuletzt wegen der exzessiven Gewaltdarstellung in Zeitlupenoptik (zwei Jahre vor Sam Peckinpahs The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz), aber auch als Ausdruck der Gegenkultur-Bewegung der 1960er.

Bonnie und Clyde war eine Herzensangelegenheit von Hauptdarsteller Warren Beatty. Und sein Einsatz hat sich gelohnt: Nicht nur machten ihn die Gewinnbeteiligungen von 40% zu einem reichen Mann, der Film gewann in den Kategorien Beste Nebendarstellerin (Estelle Parsons) und Beste Kamera (Burnett Guffey) zwei Oscars nach insgesamt zehn Nominierungen.

’They’re young. They’re in love. They rob banks.’
Zur Nachahmung nicht unbedingt empfohlen. (MS/EM)

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Bonnie und Clyde

Julio Sacchi: Das Manifest

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9.5Herausragend

Urknall des New Hollywood. Fehlerlos inszeniert, grandios gespielt von allen Beteiligten, mit Dunaway und Beatty als unvergleichlich schönes, trauriges, wildes Liebespaar, in einem Film, der wie kaum ein anderer so mühelos von Komödie zu Tragödie wechselt und sich mittig - beim Besuch von Bonnies Mutter - sogar eine traumähnliche Zäsur erlauben kann, in der der drohende Sturm des Unvermeidlichen heranschwillt. Ein unglaublicher Film, immer noch modern genug, um alles andere alt aussehen zu lassen.

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

lieber_tee

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Yes! Und wie!


Kubrick_obscura: CinemaForever

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8.5Ausgezeichnet

Heute als Beginn einer neuen Ära in Hollywood gefeiert, ist Arthur Penns "Bonnie & Clyde" abseits des Klassiker-Tritratrullalas ein bewegendes und ungehemtes Porträt zweier Liebender, die sich dem System widersetzen. Dass sich an der politischen Zündkraft des Stoffes heute nichts geändert hat, stimmt nachdenklich. Unnachahmlich ist Penns Regie, z.B. bei Bonnies Aufwachen zu Beginn des Films oder die unerfüllte Liebesszene. Der Vorwurf der Romantisierung des Stoffes kann zwar nicht wirklich entkräftet werden, aber der Film schafft es dennoch aus den amerikanischen Ikonen einfache Sterbliche mit Beziehungsproblemen zu machen, ein wundervoller Film.

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Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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9.0Herausragend

Heimatlosigkeit, Impotenz des erhofften Retters, die Zurückweisung der Mutter. Während all diese tragischen Aspekte des Lebens in zurückhaltendem, fast nüchternem und gerade deshalb so ernsthaftem Ton angesprochen werden, wird ihr Raubzug, der in einem schockierenden Chaos aus Blut und Verzweiflung endet, fast in satirischen Ton mit karikierender Banjo-Musik begleitet. Es ist nur ein Spiel für Bonnie und Clyde, wenn sie auf einem in Abendrot getauchtem Kornfeld der Polizei entfliehen, denn bevor Beruf und Privatleben gänzlich verschmelzen, gibt ihnen der Raubzug durch die Banken des Landes Gelegenheit, ihrem privaten Drama zu entkommen. Das Lachen im Fluchtwagen, wenn sie über die Felder fliehen wird zur zweifelhaften, zeitweiligen Erlösung und der Zuschauer kann gar nicht fassen, was er da sieht.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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9.0Herausragend

Wer “Bonnie und Clyde” noch nicht kennt, der sollte dies filmische Bildungslücke schnellsten schließen. Der Film ist ein echter Klassiker und besteht gegen so manchen Actionfilm der Neuzeit mit Bravour. Toll inszeniert und herausragend gespielt, sollte jeder diesen Film mindestens einmal gesehen haben.

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Binturong

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Stimme dem Cineasten zu.


der cineast

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Danke sehr :)


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

[...] Sie avancierten innerhalb kürzester Zeit zu Volkshelden während der Weltwirtschaftskrise in den USA. In einem Land, in dem Chaos und Hoffnungslosigkeit vorherrschten, in einer Periode, die gemeinhin als "Ära der Volksfeinde" bezeichnet wurde. Stets durch den Südwesten reisend, spezialisierten sie sich hauptsächlich auf Banküberfälle, doch wenn man des Mordens nicht drumherum kam, mordeten sie eben auch. Das Resümee ihrer Verbrechen von 1931-35 ist beachtlich: Schätzungsweise dreizehn Morde und unzähige Raubüberfälle, noch dazu ungezählte Überfälle auf kleinere Läden gehen auf ihr Konto. Großes Aufsehen erlangten ihre Verbrechen in den Medien, so sehr, dass sie sich schon bald "Fans" ausgesetzt sahen, die ihnen angesichts ihres Mutes und ihrer Verwegenheit nacheifern und sich ihrer Bande anschließen wollten. Die Rede ist natürlich vom berühmt-berüchtigen Gangster- und Liebespaar Bonnie Elisabeth Parker und Clyde Chestnut Barrow, besser bekannt unter dem heutigen legendären Namen Bonnie und Clyde, die förmlich als Helden ihrer sozialen Schicht gefeiert wurden. [...]

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Kommentare (33) — Film: Bonnie und Clyde


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Abettertomorrow

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Bewertung9.0Herausragend

Ein grosser Gangsterfilm-Klassiker, brillant besetzt und fulminant umgesetzt.

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ezemeze

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Bewertung9.5Herausragend

Einfach nur grossartig und seiner Zeit einfach dermaßen vorraus, dass er nach 45 Jahren immer noch nichts an seiner Frische, Brillianz und Esprit eingebüsst hat. Kameraführung, Schnitt, Schauspiel, Story einfach nur genial. Wo ist meine Tommy-Gun?

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ursusmajor

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Bewertung5.5Geht so

Der Film wußte halbwegs zu gefallen, kam aber steif und holperig daher. Die Figuren liessen mich bis auf Fr. Dunaway kalt. Warren Beatty nervte mit seinem Gezappel und als er sagte, dass er, wenn er ganz neu anfangen könnte, anders Banken ausrauben würde, war die Figur auch intellektuell tot.

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AcademyAwardFan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bonnie und Clyde sind berüchtige Liebes und Gangsterpaare, die Banken ausrauben Ein lustiger Krimi Film, der zugleich auch auf einer wahren Begebenheit geschah. Blanche (Estelle Parsons), die zurecht ihr Oscar für die beste Nebenrolle bekommen hat. Ich finde es immer zum Unterhalten, wenn die 4 eine Bank überfallen und die Polizei sie dann verfolgen wollen.

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Begbie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wirkt manchmal etwas angestaubt, aber 2 unglaubliche Hauptdarsteller und ein perfektes Ende machen diesen Film trotzdem zu einem Must-see-movie.

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lil.weeze

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Bewertung7.0Sehenswert

Bonnie und Clyde wirkt zwar aus heutiger Sicht manchmal etwas angestaubt und gerade in der ersten Hälfte teilweise recht langatmig, dafür entschädigen dann aber die spannende und rasante zweite Hälfte, das legendäre Finale und natürlich die zwei großartigen Hauptdarsteller Warren Beatty und Faye Dunaway.

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Einar

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Bewertung7.0Sehenswert

Wenn Warren Beatty seine Finger im Spiel hat, dann ist es meistens ein guter Film. Schade, dass es nicht an noch mehr Streifen beteiligt war.
Bonnie und Clyde ist ein schöner Gangsterfilm, der auch mit Elementen der Romanze und des Roadmovies aufwarten kann. Die Besetzung mit Faye Dunaway und Gene Hackman ist super. Von der Athmosphäre wird der Film gut getragen, dazu trägt auch die spärliche Musik bei - für mich persönlich hätte es etwas mehr sein können.
Die Bilder werden aber gut gezeichnet und das Alter ist diesem Klassiker nicht direkt anzumerken. Schön, dass damals nicht gleich alles explodiert ist, wie es heutzutage üblich scheint.
Das Ende ist dramatisch, episch und ebenso ein Klassiker wie die "Sage" um das Ganoven-Duo. Toll festgehalten, da muss man auch nichts mehr zu sagen; darum schweigen wohl auch alle, als Bonnie und Clyde tot am Boden liegen.
Ein wenig mehr Pepp hätte es zeitweise sein können, aber es ist dennoch ein beeindruckender Beitrag zum US-amerikanischen Kino.

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cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

Warren Beatty und Faye Dunaway in der Rolle des legendären schießwütigen Gangsterpärchens, das sich in Arthur Penns Verfilmung dem Ende nahe, als Märtyrer betrachtet, ungeachtet dessen, dass die beiden mit freundlicher Unterstützung ihrer Weggefährten seinerzeit nicht nur Banken ausraubten, wofür sie von einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung regelrecht verehrt wurden und nach wie vor mitunter noch werden, sondern auch unzählige Menschenleben auf dem Gewissen haben.

Den moralischen Aspekt aber nun mal außen vor gelassen, ist es insbesondere für damalige Verhältnisse ein teils recht blutiger, aber auch relativ provokanter Filmbeitrag, der nach anfänglichen Misserfolgen für Lobeshymnen sorgte und heute gar zum Kult-Klassiker aufgestiegen ist.

Inzwischen aber dann doch ein wenig angestaubt, und zudem mit einem Gene Hackman als Bruder des berühmt berüchtigten Clyde Barrow, der in anderen Rollen schon besser glänzen konnte. Klasse fand ich hingegen "Knautschnase" Michael J. Pollard, der als arg paddelig geratener Fluchtwagenfahrer sein Unwesen treiben darf.

Trotz meiner bescheidenen Bewertung, bin ich dennoch der Meinung, dass man "Bonnie und Clyde" mal gesehen haben sollte.

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JackoXL

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Du und deine Bewertungen, ein einziges Rätsel. Like das trotzdem, gut geschrieben und dein ewiges Gequängel gefällt mir einfach. 8,5 bei mir. ;)


cpt. chaos

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Ja, der ewige Quengler, mit fast nichts zufrieden.
Tja, so bin ich nunmal, kann aus meiner Haut einfach nicht raus!
Aber weißt du was? Das macht verdammt Spaß!!! ;o)))


Turokko

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Bewertung7.0Sehenswert

Immer noch richtig unterhaltsam für einen Film der aus den 60ern kommt !
Muss man auf jeden Fall gesehen haben !

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JackoXL

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ende der 60er war "Bonnie & Clyde" eine Art Revolution in Hollywood und leutete eine neue Ära ein. Der Film entsprach in keiner Weise den damaligen Sehgewohnheiten und dürfte sogar ein gewisses Skandalpotential gehabt haben. Statt dem sonst klassischen Bild vom strahlenden Helden und dem durchtriebenen Bösewicht wurden hier die Schurken zu Helden. Heute nichts besonderes mehr, Antihelden sind an der Tagesordnung. Doch damals die Verbrecher nicht nur zu den Hauptfiguren, sondern sogar zu den Sympathieträgern zu machen, war genau so gewagt wie prägend für die kommenden Jahrzehnte.
Arthur Penn ist mit "Bonnie & Clyde" ohne jeden Zweifel ein wegweisender Klassiker gelungen, dem das Kunststück gelingt, trotz der Sympathie, trotz des Mitfieberns mit seinen Hauptfiguren, das Verbrecherdasein nicht zu stark zu glorifizieren oder zu verharmlosen. Auch wenn die Titelfiguren stellenweise wie Helden mögen wirken, ihre skrupellosigkeit wird eben so gezeigt wie die Konsequenzen ihrer Taten. "Bonnie & Clyde" verschönt nichts, im Gegenteil. Der Film zeigt ruppige, blutige Shootouts, die mit voller Wucht präsentiert und deren Resultat dem Zuschauer schonungslos gezeigt werden. Auch in dieser Hinsicht anders als in den üblichen Werken dieser Zeit. Das "Bonnie & Clyde" heute als Synonym für eine gewisse Romantik steht, wirkt für mich eher durch die Jahre verwässert. Einen leicht romantischen Anteil mag der Film haben, tatsächlich ist er viel kompromissloser und härter, als er heute gerne gemacht wird. Speziell in der letzten Stunde erweißt er sich als ein recht harter Gangsterfilm, der zugegebenermassen trotzdem noch eine leichte Lässigkeit enthält. Über die gesamte Laufzeit gelingt der Spagat zwischen fast lockerer Unterhaltung und der bereits angesprochenen Kompromisslosigkeit äußerst gekonnt, bis hin zum legendären Finale.

Sagenhafte 45 Jahre hat der Film nun schon auf dem Buckel, Abnutzungserscheinungen sind praktisch nicht festzustellen. Das liegt nicht zu letzt an der hervorragenden Inszenierung. Anderen Filmen dieses Alters mangelt es, gemessen an heutigen Standards, etwas an Tempo, davon ist hier nichts zu spüren. Seine Coolness hat er über die Jahre kein Stück eingebüßt. Hinzu kommen durch die Bank großartige Darsteller. Nicht nur das unheimlich charismatische Hauptdarstellerduo, bis in die Nebenrollen (Oscar für Estelle Parsons) wird tolle Arbeit abgeliefert. Erwähnenswert ist auch unbedingt die tolle Kameraarbeit, für die Burnett Guffey ebenfalls ausgezeichnet wurde.
Ein Klassiker, der diese Bezeichnung nicht nur wegen seines Stellenwertes für die Entwicklung des Hollywoodfilms, sondern auch wegen seiner heute noch vorhandenen Qualität, absolut verdient hat.

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TiH

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Absolut beste B&C Verfilmung und in jedem Fall ein Klassiker. Angucken! ;)

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doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das ikonisierte Traumpaar der Kriminalgeschichte wird so in Szene gesetzt, dass sich das damalige Hollywood schon verwundert die Augen rieb.

Tough, hart, mitreißend, aber nicht annähernd so romantisierend wie es zur Entstehungszeit gern gehandhabt wurde.

Mit einem bis in die Nebenrollen stark besetzten Cast (Dunaway ist eine echt heiße Gangsterbraut), tollen Schnitten, gelungenem Biss und hervorragend eingefangenen Bildern (mal ein echt berechtiger Oscar).

Was mir aber ewig in Erinnerung bleiben wird, ist die Musik:

Earl Scruggs´ "Foggy Mountain Breakdown" ist als Country Instrumental mindestens so intensiv wie "Dueling Banjos" und geht mir immer wieder durch und durch. Ein Hammerstück Musik.

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phoenix409

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Some day, they'll go down together
They'll bury them side by side
To a few, it'll be grief
To the law, a relief
But it's death for Bonnie and Clyde."

Eines der wichtigsten Pionierwerke des New American Cinema, in erster Linie aber einfach ein toller Film.
Über die Geschichte muss man sicherlich keine Worte mehr verlieren, nicht oft genug loben kann man allerdings Burnett Goffey's tolle Bilder, die authentische Atmosphäre und die intensive, vom Nouvelle Vague-Stil inspirierte Inszenierung, die das Lebensgefühl der Depressionszeit wunderbar roh rüberbringt.
Warren Beatty, der den Film auch produzierte, ist als Clyde ebenso großartig wie Gene Hackman als sein älterer Bruder, während Nasen wie Michael J. Pollard, Estelle Parsons oder Gene Wilder tolle Nebenrollen haben.
Wirklich umwerfend ist aber Faye Dunaway. Was für eine Frau, was für ein Gesicht! Wenn sie in einer der ersten Szenen neben Beatty steht und an ihrer Coke-Flasche nuckelt, ist's bei mir vorbei.
Weiterhin toll ist die verzweifelte Liebesszene auf dem Motelbett und die einzigartige Anziehung zwischen den beiden, die bis zum großartigen Todesballett-Finale anhält, obwohl sie sexuell nicht funktionieren kann ("I told you, I'm not much of a lover boy."). Der bis dahin ungewohnt offene Umgang mit Sexualität wirbelte damals (genauso wie die Gewaltdarstellung) natürlich mächtig Staub auf, bevor man nach und nach die Bedeutung des Films anerkannte.

Clyde: "...the truck drivers come in to eat greasy burgers and they kid you and you kid them back, but they're stupid and dumb, boys with big tattoos all over 'em, and you don't like it... And they ask you for dates and sometimes you go... but you mostly don't, and all they ever try is to get into your pants whether you want to or not... and you go home and sit in your room and think, when and how will I ever get away from this?... And now you know."

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LunaticPrincess

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Bewertung4.0Uninteressant

Clyde hätte die nervtötende Bonnie versehentlich erschießen sollen, aber hätte hätte Fahrradkette.

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diceman

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Bewertung6.0Ganz gut

Die filmhistorische Bedeutung ist mir bewusst, sicherlich hat die melancholische Gangster-Romantik damals einen Nerv getroffen. Die Dramaturgie ist holperig, insbesondere der Beginn, wenn sich Beatty und Dunaway zum ersten Mal begegnen, wirkt ungeschickt und überhastet, andererseits wohnt dem stilisierten Auftakt wiederum ein gewisser märchenhafter Charme inne: schließlich will man keine dröge Biographie abfilmen, sondern Geschichte über zwei Legenden schreiben, welche das Schicksal zusammengeführt hat. And yet ...
Trotz superber Cinematographie hat mich BONNIE AND CLYDE weitgehend kalt gelassen: zu unnahbar die Charaktere, zu fragmentarisch die Stationen ihrer Reise. Das Ende kennt man, gesehen habe ich es gerade zum ersten Mal, und auch hier bin ich Opfer überhöhter Erwartungen geworden; mehr Pathos, anyone? Für Faye Dunaway indes hätte auch ich ein paar Kugeln eingesteckt; die war zum Verrecken toll - die dt. Synchro weniger ... die ist 'ne Vergewaltigung. Konnte die Anwesenden aber zum Glück überreden, auf O-Ton (mit Untertiteln) umzuschalten.
Ach ja, eines muß ich noch loswerden (sonst kann ich nicht schlafen): Für das non-stop hysterisch kreischende Nervenbündel hat Estelle Parsons jetzt nicht wirklich den Oscar bekommen, oder?

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der cineast

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Schlecht.


Julio Sacchi

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Dice! Was redest Du denn da?
Deutsche Synchro übrigens herausragend.


based_god

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Bewertung7.0Sehenswert

Guter Film über ein legendäres Pärchen.

Der Film ist natürlich unterdessen genauso zur Legende geworden wie Bonnie und Clyde selber. Den Überfilm habe ich in diesem Werk nicht gesehen, jedoch sehr wohl ein ziemlich blutiger und unverblümter Film über eine wahre Begebenheit. Die Machart ist in Ordnung und auch die Effekte gehen klar. Warum eine Leiche nach 20 Schüssen in den Körper noch weiter zuckt ist mir ein Rätsel, war aber zur Produktionszeit des Filmes irgendwie so.

Sehenswert...

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Nico Gecko

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Bewertung7.5Sehenswert

„Eines Tages werden sie zusammen untergehen,
Man wird sie begraben Seit’ an Seit’;
Einige wären erfüllt mit Traurigkeit -
das Gesetz aber fühlte sich erleichtert und befreit -
jedoch ist es der Tod für Bonnie und Clyde.“

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G.a.G Spencer

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Bewertung9.0Herausragend

Großartiger Filmklassiker! Tolle Darsteller, witzige Dialoge, fantastische Story - Rundum gelungender Film!

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ElMagico

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Bewertung7.0Sehenswert

Rasanter Gangster-Roadmovie der Kultstatus genießt, mich aber leider nicht gänzlich Überzeugen kann.
Das grösste Problem, das ich mit dem Film hatte, war das ich mich nie wirklich irgendeiner Person Verbunden oder Nahe gefühlt habe, alles ging so schnell und ließ mich rätselnd und auf eine Eklärung wartend zurück. Schon allein der Einstieg in die Geschichte ging mir viel zu hastig von statten, innerhalb 2 Minuten ist Bonnie, die Clyde noch eben bestehlen wollte, einverstanden mit ihm Banken zu überfallen und durchzubrennen. Das ging mir definitiv zu schnell...ich bin alt, ich brauch da etwas Zeit ;)
Auch ihre Bank-Robbery-Tour durch Amerika mit einigen Untertauch-Stops wurde mir viel zu Fragmenthaft dargestellt. Aufgrund dieser sprunghaften Umsetzung kam nie das Gefühl auf, dazu zu gehören, fühlte mich nie als Mittäter, sonder immer nur als weit Aussensstehender.
Anonsten hat man aber Spass an ihren überdrehten Überfällen und ihren, oberflächlich gesehen, Harikiri-Aktionen. Denn schon schnell scheint diese Spass-Ebene, dieses Outlaw-Getue nicht mehr echt zu sein und unbewusst wollen sie wohl, dass die ganze Farce schnell endet. Ihre Sehnsüchte, Gefühle und Ziele im Leben sind teilweise völlig konträr zu dem was sie machen, womit eine grosse Kluft zwischen ihrem emotionellem Dasein und ihren reelen Taten entsteht...sie aber immer wieder versuchen, das eine mit dem anderen zu überspielen. Aber auch hier hätte man mehr in Tiefe gehen können, es bleibt, bis zum Besuch bei der Mutter, alles nur Andeutung, denn Regisseur Penn ist mehr damit beschäftigt, möglichst viel Action zu zeigen.
Guter, schön bebildeter Film, der ein riesiges Potential hat, mir aber fehlt einfach etwas der psychologische Tiefgang dabei. Auch Warren Beatty als Clyde konnte mich nicht vollends überzeugen.
Und wenn ich mir auch der historischen Bedeutung des Films bewusst bin, kann ich ihn lediglich als Gut befinden, ich vermisste die letzte Konsequenz in die eine oder andere Richtung, sprich: entweder etwas mehr psychologischen Gehalt oder eben dann doch einen puren Action-Film.
Aber so ist mir "The Wild Bunch", der sich ähnlich auf die Film-Geschichte auswirkte, doch um einiges lieber.

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Spielberg_Fan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Bonnie und Clyde“ gehört zu den Filmen, die das New Hollywood einläuteten. Meine Faszination für die Filme, die aus dieser Ära stammen, nahm die letzten Jahre immer mehr zu. Als Filmemacher noch wirklich Filme machen wollten, weil sie das Medium liebten war zu dieser Zeit fast jedem Projekt anzumerken.

So auch bei „Bonnie und Clyde“. Die Gangsterballade überzeugt durch ihre herausragenden Darstellern Warren Beatty und Faye Dunaway , die ihre Rollen wahrlich leben. Kamera, Schnitt und Musik fließen in sich zusammen und präsentieren dem Zuschauer großartige Bilder. In Sachen Gewaltdarstellung lehnt sich der Streifen für die damalige Zeit ziemlich aus dem Fenster, was wohl damals auch erst mal für schlechte Kritiken sorgte, bevor der Film wenig später zum absoluten, wegweisenden New Hollywood Klassiker wurde.

So reiht sich „Bonnie und Clyde“ ohne Mühe zwischen Filme wie „Die Reifeprüfung“ oder „Easy Rider“ ein, die ebenfalls ihren Beitrag zum New Hollywood hervorbrachten.

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