Brazil - Kritik

GB 1985 Laufzeit 130 Minuten, FSK 18, Science Fiction-Film, Komödie, Fantasyfilm, Kinostart 26.04.1985

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Kritiken (3) — Film: Brazil

SoulReaver: CinemaForever

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7.5Sehenswert

Eine Gesellschaft am Abgrund. Wo Menschen nur noch zierliche Zahnrädchen in einem bürokratischen Staatsapparat sind und einzig die ausufernden Tagträume unseres Protagonisten Sam Lowry noch einen Ausweg aus dem überladenen Alltag gewähren. Das Ministerium für Information strebt die vollständige Kontrolle an, jede Marginalie wird penibel analysiert, einst unkomplizierte Handgriffe verlangen nun nach einer hochkomplexen Praktik und eine winzige Fliege kann für einen kleinen Angestellten den Tod bedeuten. Willkommen in Brazil. Willkommen in der Welt von Terry Gilliam. Monty Python und Franz Kafka gehen Hand in Hand, dystopischer Zynismus, visueller Irrsinn, illusionäre Groteske und visionäre Tragik verschmelzen. Unter seiner kritischen (Sozial-)Schale und der optischen Anarchie, die gelegentlich über das Ziel hinaus schießt und die Augen des Zuschauers kurzweilig dazu veranlassen aus den Höhlen zu kullern, hält „Brazil“ ein rauschartiges Charakter-Drama bereit. Lowry, der Sklave der Administration, ein Niemand im hierarchischen System, gefangen in den Ketten der Exekutive, lehnt sich auf, versucht zu fliehen, will die Wolkendecke mit seiner Liebsten nicht nur in seinen Imaginationen durchschlagen, die Flüge nicht nur in der Phantasie in Richtung Ewigkeit spannen. Doch die kontemporäre Idiotie ergreift jeden, Wachträume bleiben der letzte farbenfrohe Besitz in einer abgestumpften Zeit. Endstation Wahnsinn. Sind wir nicht schon alle Opfer von Brazil?

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

SoulReaver

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Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. :)


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

Kafka auf Ecstasy. So oder so ähnlich lässt sich „Brazil“ beschreiben, der konsequent den Weg weiter geht, den Filme wie „Metropolis“ oder „Der Prozeß“ einschlugen. Monty Python-Mitgründer Terry Gilliam, später durch „12 Monkeys“ und „Fear and Loathing in Las Vegas“ zum Kultregisseur geworden, zeigt schon in diesem frühen Soloprojekt sein ganzes Potential. Mit Scharfsinn und immenser Kreativität zeichnete er eine surreale Anti-Utopie, die die fragwürdigsten Ansätze unserer Gesellschaft gnadenlos zu Ende denkt. [...]

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Flibbo

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Nach meiner Recherche hab ich beschlossen, das Wort "Dystopie" extra nicht zu verwenden, weil ich nicht so tun wollte, als wäre das Wort tatsächlich in meinem Wortschatz. ;-)


britz-sebastian

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Ach der Herr Stroh!
Danke für den Tip mit Moviepilot!
Find ich sehr gut.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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10.0Lieblingsfilm

Bureaucrazy! Ein düsteres zynisches Meisterwerk, das sein Publikum immer noch polarisiert!

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (103) — Film: Brazil


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EvertonHirsch

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wie entkommt man einer Welt, in der Menschen nur noch für die Bürokratie funktionieren, größtenteils (in ihren Jobs sowieso) nur als Nummern bekannt sind, Freundschaften kaum noch existieren und alles dem System untergeordnet ist? “Brazil“ gibt eine interessante Antwort auf diese Frage, verliert dabei aber nie den nötigen komödiantischen Aspekt aus den Augen.

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Hfonda15

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Würde mich mal sehr interessieren, in Deutschland ist das System ja gar nicht so unähnlich ;D
Hab schon viel gutes zu dem Streifen gehört, als großer De Niro Fan, muss ich den endlich mal ansehen :)


Alienator

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Ebenfalls zu empfehlen "1984" aus dem Jahr 1984 von Michael Radford. Sehr guter Streifen und eins meiner Lieblingsbücher.


NewZooYorker

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Bewertung7.0Sehenswert

SPOILER!
Das wahrscheinlich "schönste schlechte Ende" aller Zeiten.

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metal1bob

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Bewertung7.5Sehenswert

Puh, das ist mal wirklich schwere Kost. Als Kulftilm, als Meisterwerk wird "Brazil" verehrt und zumindest zweiterem kann ich nicht zustimmen. Wie immer bei Gilliam beeindrucken vor allem die fantastische Ausstattung und Optik, die künstlerische Gestaltung der Welt mitsamt kleinster Details ist wirklich ein Augenschmaus. Überall finden sich skurrile Einfälle und Charaktere, die bis ins Extremste überzeichnet werden. Ebenso verhält es sich mit der Kritik an Bürokratie, Überwachung, einem totalitären System und dem Auflehnen gegen all das. Es wird doch recht schnell klar, was hier angeprangert und verurteilt wird, über eine Laufzeit von über zwei Stunden ist das in dieser Form beinahe schon zu viel der Skurrilität und Überspitzung. Wie so oft bei Gilliam hapert es auch hier an der Umsetzung: Das ist viel zu häufig unnötig hektisch, oft holprig inszeniert.

Klar, die Botschaft erreicht mich und oft genug habe ich gelacht, nur um im Moment darauf zu merken, wie mir das Lachen im Halse stecken bleibt - spätestens beim großartigen Ende dann so richtig. Gerade auch die anfangs wirren Traumsequenzen muss ich hier lobend hervorheben. Die Handlung und viele Szenen erschließen sich - wie bei Gilliam üblich - beim ersten Sehen nicht vollständig und teils überhaupt nicht, da gibt es beim zweiten Sehen sicher noch einiges zu entdecken. Nichtsdestotrotz suchte ich in manchen Momenten wohl mehr Sinn, als unter dem Mantel der Skurrilität zu finden ist.

"Brazil" gilt völlig zurecht als Kulftilm, schließlich beinhaltet er viele traurige und grausame Wahrheiten und war 1985 ein außergewöhnlicher, einzigartiger, intelligenter Film - und ist es auch heute noch. Zum filmischen Meisterwerk fehlt dann aber doch ein Stück.

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Jek-Hyde

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Bewertung7.5Sehenswert

Was zeigt uns Terry Gilliam den hier? Eine Welt, die nicht mehr für Menschen geeignet ist, den Menschen sind keine Maschinen und auch keine aufgezogenen Orangen. Menschen laufen nicht nach Plan. Wir haben hier ein groteskes Zerrbild unserer Gesellschaft, alles nur noch irgendwelche Informationen, zahlen, Buchstaben, die dem eigentlich Wort Information widersprechen, da sie nicht mehr informieren, nichts mehr zeigen, sondern nur noch abstrakt sind. Eigentlich eine Welt, die es verdient hat vom Planeten Melancholia zerstört zu werden. Doch dass dies nicht passiert müsste uns klar sein.
SPOILER:
Was so alles passieren kann, wenn ein Büropenner mal eine Fliege erschlägt und gleich mal der Falsche verhaftete und zu Tode gefoltert wird. Brazil ist die Welt, die Terry angst macht und er lässt uns an seinem Albtraum teilhaben. Es ist wahrliche eine abstrakte, alptraumhafte Welt, fiel schlimmer als Saw oder Hostel. Eine wahre Welt der Folter, wo der einzige Rückzug in der Fantasie besteht, doch auch der ist nicht von Dauer. Es ist eine Welt, in der die einzige Flucht der Wahnsinn ist. Tja, das beste Versteck ist immer noch der Wahnsinn.

Das unsere Welt nicht mehr weit weg davon ist, oder ähnlich müsste inzwischen allen klar sein (auch wen Brazil extrem übersteigert ist), und da wundern sich mache Leute noch dass all die Irren langsam durchdrehen...und Amok laufen?
Man kann nicht sagen, dass es ein schöner Film ist, obwohl er schon seine eigenen Stellen hat...aber ein intelligenter und witziger ist es alle mal und skurril ist er auch.

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AshleyWilliams

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Ich möchte dein Kommentar nicht schlecht machen, aber kannst du mir verraten warum du diesen Film, welcher für mich ein Meisterwerk ist, nur 7.5 Punkte gegeben hast? Eigentlich schreibst du hauptsächlich Positives. Was hat dich aber zu der Bewertung bewegt. War er zu konfus? Fandest du die Schauspieler schlecht?


Jek-Hyde

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Das ist gar nicht mal so einfach zu erklären, aber ich versuch's mal:
Ich glaube es liegt hauptsächlich daran, dass Brazil mich ganz einfach deprimiert. Ich verstehe die Genialität des Streifens, aber er berietet mir Unbehagen, und keines von der Sorte, die ich gern verspüre, sondern eine auswegloses, deprimierendes Unbehagen, ich sehe diese Welt und erkenne wie ähnlich sie der unseren ist und wie wütend mich das macht. Der Film verschlechtert meine Laune und lässt mich in gewisser weise resignieren, das mag ich nicht. Er ist einfach unbefriedigend und ich habe nie das Verlangen, ihn noch einmal zu sehen. (merkwürdigerweise ist dieses Unbehagen bei ähnlichen Filmen nicht vorhanden) Also rein Gefühls bedingt, deswegen treibt mich mein Gefühl eher dazu an, ihn schlechter zu bewerten, aber eine noch schlechtere Bewertung hat Brazil nicht verdient. Ich bin in dem Fall wohl ein gefangener meiner Subjektivität und der Willkür meiner Gedanken...ich glaube besser kann ich es nicht erklären. Ich will ihn mehr mögen, aber es geht nicht. Genauso wie ich Apocalypse Now wegen der Kuh am ende hassen will, doch auch das kann ich nicht. Du weißt nicht zufällig genaueres über die Apocalypse Cow? Das macht mich nämlich wahnsinnig nicht bescheid zu wissen, den Apocalypse Now ist so großartige, aber meine Ideale wollen das mit einer echten Kuh nicht tolerieren, vielleicht ist sie Falsch, vielleicht kann ich mein Gewissen trotz einer echten Kuh beruhigen, doch wie nur? Verstehst du was ich meine? Kannst du mir da helfen?


jedi37

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Bewertung7.5Sehenswert

Habe Brazil zum ersten mal nach 20 Jahren wieder gesichtet... Skurril, verrückt, kritisch.
Tolle Darsteller bewegen sich hier in einer humoristischen und etwas actionreicheren Variante von 1984. Dystopie vom feinsten mit einem gutem Schuss Monty Python machen das ganze trotz der langen Laufzeit zu einem typischen Terry Gilliam-Erlebnis wie "12 Monkeys"
Genial Robert de Niro als terroristischer Heizungsmonteur
Spoiler:
Das krasse, aussichtlose Ende lässt einen das Lachen im Halse stecken... einfach genialer Streich!

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Alex.de.Large

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es gibt nur wenige Filme, die sich mir nach dem Kinobesuch so dermaßen nachdrücklich ins Gedächtnis eingebrannt haben. "BRAZIL", ist derjenige, der das bei mir am eindrucksvollsten hingekriegt hat. Zum ersten Mal "durfte" ich den schon 1985 mit 4 Freunden zusammen erleben. Wir wussten nichts über den Film, ausser daß das was mit "Monty-Pythons-Humor" zu tun hätte. Und so sind wir auch an den Film herangegangen. Wir erwarteten groteske Situationen und Handlungsstränge, hahnebüchene Dialoge, Gesellschaftskritik, skurrile Charaktere ...Etcetera-Etcetera. Aber "BRAZIL" ist wirklich GEMEIN. Ja,"BRAZIL" ist ein gemeiner Film. Hundsgemein sogar. Er hat zwar Alles geliefert, was wir auch sehen wollten, aber dann läßt er uns über Situationen lachen, die in Ihrer Konsequenz eigentlich traurig sind, er tut dauernd so, als wäre er eine Komödie, ist dabei aber eine der besten Gesellschaftssaitiren. Die meisten Lacher entspringen nur der Groteske einer durchaus vorstellbaren Dystopie. Er möchte uns weismachen, es gäbe ein Happy-End, und wir folgen dem Regisseuer durch völlig unglaubwürdige Szenarien, in der Hoffnung, das egal wie abwegig das Gesehene ist, wir doch trotzdem erwarten, dieses wäre wahr. Wir wünschen unserem "Antihelden" Sam Lowry so sehr das er gegen das System gewinnt, das wir jegliche Logik aufgeben. Da wir ja auch schon vorher im Film irgendwie skurrille Situationen sehen konnten, akzeptieren wir auch Sam´s Fantasien, ...und dann ist das ENDE... ist dann...sooo...HEFTIG. Auf der Rückfahrt vom Kino hat keiner von Uns auch nur ein Wort rausgebracht, und am nächsten Tag haben wir uns den direkt nochmal angesehen.

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Alienator

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Wie Orwell auf Koks! Wunderbarer Film


Alex.de.Large

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Oder auf LSD. Und ja, natürlich wunderbarer Film. Das kam glaube ich in meinem Kommentar gar nicht so richtig rüber, wie genial ich den finde.


Hoey-Lestrate

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Brazil ist wahrscheinlich einer der außergewöhnlichsten Filme aller Zeiten. Im ersten Moment erinnert er an eine Neuinterpretation des klassischen „1984“- Stoffes von Orwell, ist dabei aber noch viel mehr. Brazil verbindet unglaublich geschickt das Unterhaltungskino mit dem des Arthausfilms. Die Bildkompositionen sind überwältigend, die Handlung lustig, tragisch und erschreckend. Noch lacht man bei einer Szene, kurz danach bleibt einem dieses im Halse stecken. Eine Flut von Gefühlen überschwemmt den Zuschauer und lässt diesen tief in die alptraumhafte Kulisse einer schockierenden Zukunftswelt eintauchen.
Terry Gilliams antiutopische Zukunftsvision einer dystopischen Gesellschaft ist dabei wirklich beängstigend und furchteinflößend. Skurrile Szenen und groteske Figuren gibt es zu Hauf. Der Film ist in vielen Genres zuhause, er bedient sowohl das Fantasy-, das Science-Fiction- und in gewisser Weise auch das Horrorgenre und ist dabei zudem eine Tragik-Komödie mit bitterbösem satirischem, gesellschaftskritischen und surrealem Einschlag. Die Suche nach der geheimnisvollen Frau, die große Liebe Sams, erinnert dabei in manchen Momenten sogar an den klassischen Film Noir. Schattenspiele und expressionistische Elemente verstärken das kunstvolle Setting des Films dabei noch. Die Ausstattung und die Effekte des Filmes sind großartig und selten wurde ein fiktives totalitäres System in einem Film so erschreckend und beängstigend und gleichzeitig doch so unterhaltsam gezeigt. Vor allem das Ende ist in seiner Großartigkeit kaum noch zu überbieten. Denkt man anfangs noch, die Geschichte würde auf ein Happy End hinauslaufen, folgt kurz darauf der unerbittlich harte Schlag in die Magengrube des Zuschauers, die alle Hoffnung verfliegen lässt und eines der intensivsten, erschreckendsten und deprimierendsten Enden der Filmgeschichte zeigt. Man wird meiner Meinung nach, nach Anschauen des Filmes noch lange über diesen nachdenken. Jonathan Pryce als Sam Lowry ist einfach die perfekte Besetzung. Er spielt die Rolle mit einer leicht melancholischen und humorvollen Art, eine Figur, die etwas von der Humphrey Bogart Verkörperung der Chandler und Hammett Verfilmungen hat und mich somit wieder an den klassischen Film Noir erinnert. Auch Katherine Helmond als seine Mutter, die unter der zwanghaften Vorstellung leidet wieder jung sein zu müssen und sich den absurdesten Schönheitsoperationen unterzieht – eine vorausgenommene Kritik an der heutigen Gesellschaft, spielt ihre Rolle perfekt. Das gleiche gilt für Kim Greist , die die anfänglich – für den Hauptprotagonisten – geheimnisvolle Schönheit verkörpert. Auch Ian Holm, Bob Hoskins und Michael Palin passen perfekt in ihre Rollen. Sogar Robert de Niro hat hier eine Nebenrolle.
Etwas Intensiveres habe ich selten gesehen. Für mich handelt es sich hierbei um einen der besten, aber auch intensivsten Filme aller Zeiten, da er absolut zeitlos ist und eine Gesellschaft zeigt von der wir nur beten können, dass es sie niemals so geben wird. Ein die Sinne vollkommen überwältigendes Meisterwerk!
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme

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Nebelung

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dieser Film vermittelt so viel grausame Wahrheit...

Ich machte den Fernseher nach dem Schauen aus und...

fürchtete mich.

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Jamo1138

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Bewertung5.0Geht so

Habe den Film endlich mal gesehen und es ist unverkennbar die irre Ader von Terry Gilliam. Leider bin ich mit dem Film nicht warm geworden. Er ist sicherlich als Unikat und künstlerisch wertvoll anzusehen, ebenso ist Robert de Niro in seiner Rolle wirklich grandios. Der Film ist allerdings unnötig hektisch und dadurch irgendwie anstrengend, die Handlung ist mmmh nennen wir es mal überschaubar und der extrem merkwürdige surreale Stil ist bestimmt auch nicht jedermanns Sache. Die Kritik an Politik, Gesellschaft, Bürokratie etc. ist klar und simpel formuliert und hat anscheinend keinen tieferen Sinn.
Mich überkam bei dem Film das Gefühl ein zweidimensionales Gemälde in einer Gallerie zu betrachen. Zudem hat Brazil gute Überlänge und zog sich dadurch gegen Ende wie ein Kaugummi. Mir persönlich hat er leider nicht gefallen außer vielleicht ab und zu die Situationskomik. Aber so ist das eben mit Filmen, dieser hier hat auf alle Fälle das Zeug dazu zu polarisieren.

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Andy Dufresne

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Bewertung9.0Herausragend

-"Was hat er getan?"
-"Er steht unter dem Verdacht der freischaffenden Subversion."

Ein Kommentar ohne (eigene ) Worte, denn was Gilliam selbst dazu sagte, trifft komplett was mich persönlich an diesem Film fasziniert.

"Er handelt wohl vor allen Dingen von meinen eigenen Frustrationen und meiner anscheinenden Unfähigkeit zu erreichen, was ich erreichen möchte, und meiner Unfähigkeit, ein System wirkungsvoll zu treffen, welches gänzlich falsch ist.
Die Ängste von Brazil betreffen eigentlich nicht die Gefahr, die Welt könnte uns wegen des Systems aus den Fingern gleiten, denn wir sind ja das System.

Worum es in Brazil wirklich geht, ist, dass das System nicht aus großartigen Führern besteht, oder aus großartigen Maschinisten, die es kontrollieren.
Es besteht aus einzelnen Menschen, die einfach ihren Job tun, als kleines Zahnrad, und Sam beschließt ein kleines Zahnrad zu bleiben und letztendlich zahlt er den Preis dafür.
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-"Ich möchte eine unrechtmäßige Verhaftung melden."
-"Dann müssen Sie zur Informationsausgleichstelle. Andere Abteilung."
-"Aber da war ich doch schon, ich komme gerade von da. Die haben mich hergeschickt. Sie sagten, dass Sie ein Formular haben, dass ich ausfüllen muss."
-"Haben Sie eine Verhaftungsquittung?"
-"Ja."
-"Ist sie gestempelt?"
-"Gestempelt?"
-"Nein nein. Da ist kein Stempel drauf. Sehen Sie!
Ich kann Ihnen das Formular nicht geben, bevor das nicht gestempelt ist."
-"Und wo kriege ich das gestempelt?"
-"Informationsausgleichstelle."
----------------------------------
[…] Auf der anderen Seite merkte ich, dass es ein Wunschbild gibt, das sagt, wenn wir alle unseren kleinen Beitrag leisten, würde die Welt eines Tages besser werden.
Dann gibt es auch die Pessimisten, die meinen:
‚Genug von diesem Geschwätz, es macht sowieso keinen Unterschied, am Ende stürzen wir wie die Lemminge die Klippe runter‘.

Daraus ergab sich die Frage:
‚Wie entkommst du denn dieser Welt?‘
und Sam entkommt ihr, indem er wahnsinnig wird.

Ich begann diesen Film mit der Frage im Hinterkopf, ob man einen Film machen könne, bei welchem das Happy End ist, dass jemand verrückt wird? …“

– Terry Gilliam: Ausschnitte aus einem Interview während der South Bank Show am 29. Juni 1991. -

"Haben Sie einen 27 B-6?"

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SKURRIL

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De Niros Rolle finde ich so wahnsinnig gut. Damals ich ihn zum Ersten mal sah, habe ich erst garnicht bemerkt, dass ers wirklich ist :D


Andy Dufresne

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Stimmt schon, da muss man schon richtig hinschauen :)


DailyMotion

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich habe mir diesen Film sehr sehr oft angeschaut. Ich brauchte einige Male, bis ich anfing, ihn zu verstehen und auch zu genießen. Ich finde Jonathan Pryce als Schauspieler relativ farblos und langweilig, und damit passt er perfekt auf die Rolle eines bürokratischen Mitläufers in diesem Orwell'schen Staat. Nur nachts, in seinen Träumen, kommen seine wahren Sehnsüchte zum Vorschein..... und als er die Frau seiner Träume im realen Leben sieht, reagiert er, auf seine farblose Weise, sehr emotional und sein Leben gerät aus den Fügen..... bis in der persönlichen Katastrophe endet.

Erschreckend und zugleich faszinierend sind einige der Details, bspw. die Verhaftungen und dass die Verdächtigen, die ja unschuldig sein können, die Verhörkosten auch noch selbst bezahlen müssen. Ein wahrhaft dystopischer Film, ein Meisterwerk auf seine eigene Art.

Brazil ist keine leichte Kost und keine unbeschwerte Unterhaltung. Brazil ist bedrückend. Brazil ist eine Warnung. Auch das muss es geben.

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AshleyWilliams

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Bewertung9.5Herausragend

Eigentlich überbewerte ich den Film gerade. Ich finde er ist viel zu konfus geraten. Er hat keine richtige Struktur, was es schwer macht der Story zu folgen. Vielleicht ist das ja ein Stilmittel, aber es spricht mich einfach nicht an. Was den Film aber so besonders macht ist das Ende. Das beste "Happy End" das ich jemals gesehen habe. Schon allein dafür hat er eigentlich 10 Punkte verdient. Jedes mal wenn es mir mies geht, weil ich mich von unseren System eingesperrt fühle oder weil es mir vorkommt die Welt würde auf meinen Schultern ruhen, denke ich an das Ende von Brazil und summe die Melodie...
danach gehts mir immer besser. Im schlimmsten Fall kann ich mich ja noch immer in den Wahnsinn flüchten...

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Tytus

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Bewertung7.0Sehenswert

Es ist einige Jahre her das ich diesen Film gesehen hatte, deshalb mit der Bewertung abgewartet.
Gestern für eine Neusichtung zeit gefunden und ich muss sagen der Film ist zwar Klasse aber eine Dystopie ist dieser ja leider nicht mehr, die Realität hat denn Film schon ein & überholt.

Details könnten Spoiler enthalten:

· Verwechslung Buttle/Tuttle

Da hatten wir ja schon einige Polizei Einsätze wo aufgrund von Falscher Hausnummer, Etage, Straße usw ganze Familien niedergeknüppelt wurden.

· Entführung & Folter

Guantanamo, CIA Geheimgefängnisse in Europa und die Weltweite Eliminierung (Tötung) von US und nicht US Bürgern ohne Gerichtsurteil.

Folter wird dann aber heute in denn Medien nett als Waterbording bezeichnet.

Für Kollateral Schäden gibt’s dann auch einen Check pro Afghanen 100$, oder so :)

Kurnaz nicht vergessen

·Bürokratie

Ich sage nur Gremien die sich mit der Begradigung von Bananen und Gurken beschäftigen.

·Schönheitschirurgie

also die Szene in der Katherine Helmond vom Schönheitschirurgen bearbeitet wird, musste ich herzlich lachen, aber da haben ja unsere Promis auch schon überholt.
Die ganzen Botox & Co geschädigten sehen ja schon lange so aus :D

Trotzdem, oder sogar deshalb ist der Film Sehenswert.

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Dahmer

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Was für ein geniales Kommentar ! Echt witzig geschrieben :)


Otto Normal

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film hat mich 1985 dermaßen geschickt! Mein Leben war danach nie mehr dasselbe. Ein Meisterwerk. Für mich der wichtigste Film überhaupt.

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AbrahamCityRangers

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Da geht es mir genauso. Nichts kommt an Brazil. nie:)


CaptainHowdy

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr gelungene Satire, die im ein oder anderen Moment zu lange ist und zum Ende hin etwas durcheinander gerät...

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Simon Moon

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Einer der besten SF-Filme die gibt (und nicht nur weil er von Terry Gilliam ist oder De Niro den Klempner mimt), sondern weil da alles dran stimmt.


Otto Normal

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Dieses "Durcheinandergeraten am Schluß" ist eventuell die Folge eine ganz üblen Zensurschnitts in der deutschen Kinofassung. Ohne diesen Zensurschnitt ist eine saubere Trennung zwischen Realität und Traum gegeben. Man sieht da nämlich, daß die langen Haare von Traumfrau Jill nur eine Perücke sind.


TheDrPepperPower

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Bewertung9.0Herausragend

Nachdem ich kürzlich im Zuge meines Podcast-Projekts wieder einmal den wundervollen "Twelve Monkeys" sehen durfte, verspürte ich heute den Drang, Terry Gilliams anderen dystopischen Klassiker mit einer zweiten Sichtung zu belohnen. "Brazil" war für mich nach dem ersten Schauen vor gut einem Jahr schlichtweg nicht abschließend einzuordnen. Er gefiehl mir zwar gut, aber zugleich wusste ich, dass ich mich erst nach einem erneuten Anschauen zu einer ausformulierten Meinung berechtigt fühlen würde. Ganz ähnlich wie ein "Apocalypse Now" benötigt dieser Film einfach einen gewissen persönlichen Reifeprozess. Man wächst in seinem Leben immerfort sowohl als Mensch als auch als Filmfreund und kann daher manche Werke erst nach einem gewissen Grad an persönlicher Auseinandersetzung mit ihnen angemessenen verarbeiten, einordnen und würdigen.

"Brazil" ist der filmische Wahnsinn. Verwirrend, amüsierend, beklemmend, faszinierend, im doppelten Sinne wahrhaft fantastisch. Ein Film, der sich eigentlich kaum in Worte fassend lässt. Genau wie z.B. "Blade Runner" ist er mit einer optisch beeindruckenden Fülle von liebevollen Details bestückt, die allesamt ihren kleinen Teil zu seinem Gesamtkonzept beitragen. Die Absurdität der Bürokratie wird auf vielerlei Weise immer wieder in einem neuen Mantel in Szene gesetzt. Die fruchtlosen Bemühungen des Menschen, die seiner Kontrolle letztendlich entzogene Umwelt künstlich zu beherrschen zeigen sich im Film selbst in der Lüftungsautomatik der Wohnungen, die ungeheuer komplex und lächerlich umständlich sind, aber gleichzeitig selbst durch den kleinsten Fehler völlig lahmgelegt werden können. An anderer Stelle sorgt nichts weiter als ein einziger falscher Buchtstabe dafür, dass eine unschuldige Person ihr Leben verliert. Der Mensch muss versuchen, sich Systeme zu erschaffen, mit denen er sein Leben gliedern und sich unterordnen kann. Er darf dabei aber niemals aus den Augen verlieren, dass alles, was durch menschliche Hand geschaffen wird, niemals fehlerfrei und über jeden Zweifel erhaben ist. Irgendwie denke ich gerade ans Filme bewerten. Letztendlich sind wir Moviepiloten doch auch nichts anderes als verkappte Bürokraten. :)

Oft wird "Brazil" mit George Orwells Klassiker "1984" verglichen, ein Bezug, der meiner Meinung nach relativ unergiebig ist. Nur weil sich beide Werke mit einer dystopischen Gesellschaftsvision beschäftigen, sind sie nicht zwangsläufig verwandt. "1984" ist inhaltlich sicher die ausgereiftere Geschichte mit der besser ausformulierten Essenz, eignet sich aber vielleicht gerade deswegen relativ schlecht für eine Visualisierung, was die Verfilmung mit John Hurt gezeigt hat. Ganz im Gegenteil dazu besticht "Brazil" hauptsächlich durch sein Aussehen, durch die groteske, abgedrehte Bildsprache, die seine Botschaft auf gleichsam belustigende wie verstörende Weise vermittelt. Wenn auch nicht so weitläufig durchdacht wie Orwells Werk, bietet der Film dafür eine Menge Denkanstöße und satirische Bissigkeit. Tiefgründige Analyse ist eine Methode, wiederholtes vor den Kopf Stoßen eine andere. Keine ist der anderen per se überlegen, nur der persönliche Geschmack präferiert eine Art der Auseinandersetzung mit einem Thema.

Brilliant abgerundet wird "Brazil" durch sein gerade für Hollywood-Verhältnisse mutiges Ende. In diesem Absatz möchte ich vor SPOILERN warnen. Letztendlich bleibt dem Protagonisten in seiner hoffnungslosen Verzweiflung nichts anderes übrig, als sich dem Wahnsinn hinzugeben, um der ihn für immer kleinhaltenden und völlig vereinnahmenden Welt zu entfliehen. Durch die wiederholt eingesetzte Traumsequenz wird dieses Ende wundervoll vorbereitet und sorgt daher schließlich auch für die angemessene emotionale Wirkung beim Zuschauer. Eine konsequente und in ihrer Umsetzung hervorragende Klimax für den Ausgang der Geschichte.

Kritik am Werk kann ich im Grunde nur sehr wenig vorbringen. Vielleicht könnte man bemängeln, dass die Geschichte stellenweise etwas unfokussiert verläuft und sich manchmal zu lange in einem bestimmten Abschnitt aufhält. Darauf könnte man allerdings sofort erwidern, dass dies gerade zum Konzept und der Botschaft des Films passt und von Gilliam auch so beabsichtigt war. Nichtsdestotrotz habe ich persönlich das Gefühl, dass mir gewisse Passagen deutlich mehr geben als andere, wobei der Film dennoch niemals ins Belanglose abdriftet. Villeicht könnte ich für mich persönlich konstatieren, dass ich "Brazil" mehr respektiere und ihn aufgrund seiner Ideen interessant finde als dass ich sein direktes filmisches Erlebnis liebe. Bei einem Film wie "Seven" z.B. kommen beide Aspekte viel mehr zusammen. Trotzdem kann ich mich problemlos mit dem Status des Films anfreunden und - auch wenn ich ihn nicht als völlig fehlerfrei empfinde - ihn als einen meiner Favoriten bezeichnen.

Um ehrlich zu sein, wage ich nicht, eine Empfehlung für diesen Film für eine bestimmte Art von Cineasten auszusprechen. "Brazil" erinnert mich am ehesten noch an den eingangs erwähnten "Twelve Monkeys", operiert aber viel realitätsferner. Für ein geglücktes Filmerlebnis ist sicher eine Offenheit für surreale und satirische Elemente die notwendige Voraussetzung. Für wen genau "Brazil" aber letztendlich gemacht ist, vermag ich einfach nicht zu sagen. Sofern Interesse besteht, möge man sich weitestmöglich öffnen und dem Film die nötige Zeit und Aufmerksamkeit widmen, um ihn sich frei entfalten zu lassen.

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AbrahamCityRangers

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Toller Kommentar,ich empfehle Dir wármstens eine Drittsichtung in Zukunft!


TheDrPepperPower

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Danke, eine Drittsichtung wird sicher kommen, aber in nächster Zeit möchte ich erst einmal ein paar andere Filme abklappern, die ich noch gar nicht kenne. "Brazil" ist genau wie "Blade Runner" oder "Apocalypse Now" ein Film, der mich sicher mein ganzes Leben lang begleiten wird.


spacyfreak

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Science Fiction / Satire Klassiker.
Und für mich einer der 10 besten Filme die je gedreht wurden.
Kult hin oder her.
Der Film sprüht auch heute noch über vor Ideen und Kreativität, dass es nur so eine Freude ist. Einfach ein Unikat.

hmmm... die 10 besten Filme ever? Schaun wir mal...

Natural born killers.
Brazil.
Requiem for a dream.
District 9.
Goodfellas / Casino. :-)
The Happening.
The dark knight.
Soylent Green.
Planet of the apes.
Aliens.

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spacyfreak

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The happening find ich einfach genial.
Hab seit dem Film ANGST VOR WIND!!


styx.canomo

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ja aber unter den besten filmen ALLER ZEITEN ? sorry, da waren für mich dann beim besten willen zu viele schwächen drin. den kann man in meinen augen höchstens sehenswert finden...


AbrahamCityRangers

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hallo, ich habe mich nun endlich auf moviepilot.de angemeldet, nur um diesen film bewerten zu können.

Etwas intelligenteres, fesselnderes , aber auch schwermütigeres habe ich noch nie gesehen. Brazil begegnete mir das erste mal vor 15 Jahren, und seitdem gucke ich den Film traditionell jedes jahr einmal und entdecke immernoch neues. Und das ist das typische für terry gilliam filme, alles ausgedacht bis ins letzte detail. Wohl das beste was er je gedreht hat, und für mich persönlich der film den ich von allem, was ich je gesehen habe, die meisten punkte geben würde. 990/1000 !

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Otto Normal

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Absolute Zustimmung!


L-viz

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Bewertung3.5Schwach

Die Handschrift Terry Gilliams ist eindeutig zu erkennen, was ja zunächst mal gut ist. Bürokratische Inkompetenz und blinder Karrierismus und die damit einhergehende Einengung sind die großen Themen. Manche Metaphern sind dahingehend auch leicht zu verstehen, wie das Fliegen im Traum und die Kämpfe gegen übergroße Feinde. Gegen Ende dreht der Film richtig ab und führt zu einem konsequenten Ende. Also alles richtig gemacht, oder? Irgendwie passt es doch nicht, es kommt nicht die richtige Atmosphäre von Einengung und Befreiungsschlag auf. Das liegt vielleicht an den skurillen Charakteren, die zwar typisch für Gilliam sind, aber eben stark im Vordergrund und damit im Weg stehen. Manche wirken zu sehr wie Witzfiguren, wie der neue Vorgesetzte und seine Meute oder der Staatsfeind Nr. 1 mit seinem Superheldenauftritten. So ist es vielleicht zu erklären, dass mir das futuristisch Wissenschaftler-Regime in "Twelve Monkeys" eher zusagt, weil es mehr im Hintergrund steht und agiert.

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guggenheim

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Bewertung5.5Geht so

Ja, ich hab's verstanden. Da gehört allerdings auch nicht viel dazu, denn wahnsinnig kompliziert ist "Brazil" nun nicht. Leider ist Gilliams Werk nicht so verspult, dass man großartig herausgefordert wird. An sich ist das kein statthafter Kritikpunkt, sondern womöglich auf eine falsche Erwartungshaltung zurückzuführen, aber mir fehlte stets der letzte Punkt, an dem Gilliams Können voll zum Tragen kommt. Auch hier zieht allerdings das Argument, dass dies auf eine inkorrekte Erwartung meinerseits zurückgeführt werden kann. Unter diesen Umständen bleibt mir einfach nichts anderes übrig, als eine angestaubte Phrase aus der Mottenkiste zu holen: Nicht mein Ding.

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Brentano

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Wahrscheinlich , uff, aber gut das es einer "sieht", ..


Brentano

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Respekt: dazu ein treffendes Zitat aus einem Werk von "Cellu-Loyd":

"du liba konsument komm geh mit mir
gar schönä filmä zeigä ich dir
meinä bunten bilder voll cii-gii-eiii
und 3-d und laböff sind auch noch dabei"



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