Brazil - Kritik

GB 1985 Laufzeit 130 Minuten, FSK 18, Science Fiction-Film, Komödie, Fantasyfilm, Kinostart 26.04.1985

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Kommentare (102) — Film: Brazil


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moviee

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Bewertung6.0Ganz gut

Groß. Größer. Brazil! Terry Gilliam („Twelve Monkeys“) leistete mit „Brazil“ einen gigantischen Beitrag zum Themenbereich der Dystopie. Die Sci-Fi-Satire ist von brillant bis eigenwillig so ziemlich alles, der Zuschauer muss sich von vornherein auf einen opulenten Bilderrausch inmitten surrealer Traumszenarien und despotischer Alptraumszenarien einstellen um in dieser unwirklichen Zukunftsvision nicht völlig unterzugehen. Geschmackssache lautet hierbei das Stichwort. Entweder man liebt „Brazil“ von Herzen, man nimmt in ohne große Bewunderung dankend an oder man leht ihn aus Gründen der Fremd­ar­tig­keit vollkommen enttäuscht ab. Letztendlich bleibt der Klassiker enorm schwer einzuordnen, weil er dem gängigen Betrachter schlichtweg unglaublich bizarr und fast schon zu befremdlich erscheint. Ein ganz schwieriges Gesamtkunstwerk; eine Mischung aus Kafka, Orwell und Monty-Python halt.

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MrDepad

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In "Brazil" entwirft Terry Gilliam eine gleichermaßen furchteinflößende wie unterhaltsame Dystopie. Die Inszenierung ist typisch Gilliam und überaus detailreich. Themen wie Kontrolle durch den Staat, eine bürokratisierte Gesellschaft und der Konsumwahn werden satirisch überspitzt dargeboten, dabei gleitet die Erzählung nie in zu düstere Gefilde ab, sondern präsentiert immer wieder schwarzhumorige Momente mit einem Augenzwinkern. Terry Gilliam konnte sich glücklicherweise gegen das Studio durchsetzen, die sein Werk für zu verstörend und pessimistisch hielten und es auf knapp 90 Minuten kürzen ließen. Die finale 145 Minuten Fassung ist zwar für meine Geschmack mit einigen Längen behaftet, trotzdem finde ich es gut, dass Gilliams Vision letztendlich gesiegt hat. Großartig ist zudem das Ende, welches eine überraschende Wendung bietet, wodurch die Botschaft des Films letztendlich perfekt wird.

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REDDF1VE

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Bewertung6.0Ganz gut

Vielleicht war der Film ZU durchgedreht und nahm sich dabei trotzdem wieder zu ernst, ich weiß es nicht. Jedenfalls fand ich keinen rechten draht zu dem Film. Schade, denn eigentlich mag ich Skurriles und auch die Gesellschaftskritik...

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SebastianK

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Bewertung5.0Geht so

Weiß nicht wieso... Den Schlüssel zu diesem Film habe ich nicht gefunden...
Ich kann mich bei "Ritter der Kokosnuss" und "The Life of Brain" weglachen... Verschmelzung von Traum und Realität fasziniert mich schon seit klein auf... Verschwörerische Theorien und Gesellschaftskritik interessieren mich brennend! Ich finde/erfinde oft Symbolik in einem Film, die gewagter nicht sein könnten...
Ich bin ein großer Fan von Ian Holm und vor Robert De Niro knie ich nieder...
Eigentlich müsste der Film mir gefallen und ich wollte auch das er mir gefällt. Ich hab mich praktisch in den Film hineingelegt. Ich habe nichts gespürt... Schade.

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REDDF1VE

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Danke, quasi genau das Selbe hier


krisdtina

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

wundervoll! gilliam ist ein genie!

szenenbild, kamera, licht, zitate, kostüm und regie einfach TOP!

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cpt. chaos

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Bewertung4.0Uninteressant

Fehler verursachen, Fehler kaschieren, bloß keine Schuldeingeständnisse! Weshalb sollte es schließlich auch in der Zukunft anders laufen, als im hiesigen Leben? Grundsätzlich nicht uninteressant, aber letztendlich war es mir dann doch eine Spur zu schräg, sodass sich meine Sehgewohnheiten partout nicht darauf einlassen wollten.

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Brentano

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Und dem hinfügen möchte ich noch und das kannst du deinem Freund "Chaos.cpt." gerne bestellen, den du hier auch anständiger-weise verteidigst, das es mir nicht darum geht, ihn speiell persönlich "anzugreifen" sondern ich möchte nur mal zur Reflexion, zum Nachdenken einladen und auch "Filme als Denkleistungen" engagierter Menschen hier mit-verteidigen bisweilen und habe etwas dagegen, das diese mit Häme (aus Unwissenheit oder Frust?) überschüttet werden, .. also


Zhuge

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Hiermit kommt mein letztes Statement, denn wie man so schön sagt :
"Don´t feed the troll" , werde ich dir Trottel der sich an solchen Texten aufgeilt keine Gelegenheit mehr geben mir auf die Nerven zu gehen. Tut mir wirklich leid, wenn du dann stündlich die Kommentarleiste checkst und merkst das sich keiner für dich mehr interessiert :(
Und ich verweise nocheinmal auf den oben genannten Satz:

Mach den Mund zu es kommt eh nur scheiße raus ;D


TheCineast

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Bewertung9.5Herausragend

Das Inhaltliche:

Gaga... Der Film ist gaga! Unsere Gesellschaft ist gaga!
"Unterschreiben Sie hier!"

Wir sind gaga! Sind wir?
>>Die Skepsis ist die Eleganz der Angst.
Je mehr man sich dem Nichtigen öffnet, je mehr man sich von ihm durchdringen läßt, desto mehr entzieht man sich der Schicksalhaftigkeit, man selber zu sein, Mensch zu sein, Lebender zu sein.
Das Leben ist nur möglich durch das Verleugnen des Unwiederbringlichen, durch die Ablehnung des Offensichtlichen.
Warum geben sogar die Skeptiker oft den Reizen der Naivität nach? Weil es widernatürlich ist, sich vor der Allmacht des endgültigen Nicht-Sinnes zu beugen.
"Aufgeben [...] das sollte der Traum eines jeden sein."<<
- Cioran

Hier ist es das "Entkommen". "Er ist uns entkommen." Ein Traum!
Man beachte die 'Wandbeschmierungen': Reality is shit!

"Unterschreiben Sie hier!"

Das Filmische:

Details, Andeutungen, Kleinigkeiten, 1.000.000 Interpretationsmöglichkeiten, visuelles Meisterwerk, tiefschwarz, bunt, philosophisch, grandios!

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Telebaum

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Könntest du mir verraten, aus welchem seiner Bücher das Cioran-Zitat ist? Danke


TheCineast

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Das war zugegebener Maßen ein Potpourri aus mehreren Texten. Hauptbestandteil:
Cioran, E.M., "Die negative Seite des Fortschritts" aus
Sloterdijk, Peter, "Vor der Jahrtausendwende: Berichte zur Lage der Zukunft" (zweiter Band)


franticfury

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Bewertung9.0Herausragend

Ein wunderschöner Tag, die Sonne scheint, wir fliegen durch die Wolkendecke hindurch, fühlen uns frei... Im Fernsehen redet ein Mann über stylische Belüftungsschächte, zur Weihnachtszeit der letzte Schrei... Da sehen wir einen Obdachlosen am Schaufenster vorbeilaufen, das erste Anzeichen dafür, dass in dieser scheinbar heilen Welt, doch manches im Argen liegt. Dann plötzlich ein Knall, eine Explosion... Willkommen in Brazil, dem Land der Zukunft!

Terry Gilliam hat mit "Brazil" eine düstere, surreale Zukunftsvision geschaffen. Eine Welt, in der die Bürokratie regiert, in der kein Platz für Individualismus ist. Jeder Charakter ist nur ein kleines Zahnrad im riesigen Getriebe dieser Maschinerie, George Orwell lässt grüßen. In der Tat kann man "Brazil" als eine ausgeflippte, übersteigerte Version von 1984 verstehen. Gilliam versteht es hierbei meisterhaft seinen herrlichen schwarzen Humor mit knallharter Gesellschaftskritik zu verbinden.

Protagonist Sam Lowry war Jahre lang eines eben dieser Zahnräder. Von seiner reichen Mutter gedrängt soll er aufsteigen im Verwaltungsapparat. Für... ja wofür eigentlich? Für ein eigenes Büro, das so klein ist, dass jede Gefängniszelle einen Luxus dagegen darstellen würde? Für noch mehr Papierkram als ohnehin schon?
Er flüchtet sich in seine Träume, es muss da draußen doch etwas Anderes geben als den grauen, stets gleichen Alltag. Er will ausbrechen aus dieser Welt, doch kann man das überhaupt? Oder ist es längst schon zu spät?

Bürokratie, sie soll die Dinge einfacher machen, regulieren... Was wir in Brazil sehen ist eine Welt, die so überreguliert ist, so komplex, dass sich niemand mehr zurechtzufinden weiß. Man will den Kampf gegen den Terror gewinnen, doch zuallererst muss man den eigenen Papierkrieg führen. Diese Welt ist von innen heraus krank, kann auf Dauer nicht funktionieren. Doch so Recht ausbrechen möchte keiner, man fröhnt seinem Schönheitswahn, arbeitet wie ein Tier, da man sich sagt, dass einen das System eines Tages dafür belohnen werde...

Brazil wirkt so krank, so unwirklich. Alles ist irgendwie überdimensioniert, prunkvoll und gleichzeitig verfallen. Streng reguliert und doch zufällig... Und irgendwie ist man froh wenn man nach Filmende selbst ausbrechen kann aus dieser unmenschlichen Welt. Und man sagt sich, dass es ja Gott sei Dank nur ein Film sei.
Nur ein Film? Vielleicht leben ja wir alle bereits schon in "Brazil" und merken es noch nicht einmal...

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TFX

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Natürlich, finde Brazil auch wesentlich besser. Hab sogar überlegt, ihn zu meinen Lieblingsfilmen hinzuzufügen.


franticfury

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Ja, ging mir auch so, aber ich dachte er muss sich vielleicht davor nochmal bei einer Zweitsichtung beweisen, ist aber ein heißer Anwärter :)


benutzerbenutzer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Überwältigungskino- Terry Gilliam's dystopischer Albtraum voller visueller Skurrilitäten

Utopien waren im 20. Jahrhundert sowohl im Film als auch in der Literatur ein besonders beliebtes Thema, unter dessen Eindruck literarische Meisterwerke wie George Orwell's "1984" oder Aldous Huxley's "Brave New World" entstanden. Neben einer stark gesellschaftskritischen Motivik waren es vor allem die Erschaffung neuer Welten oder Gesellschaften mit gänzlich von unseren Normen abweichenden Werten, die diese Werke auszeichneten. Hierfür bedurfte es eines enorm kreativen Verstandes, schließlich geht es in diesem Genre ja gerade darum, ein möglichst drohendes, aber dennoch bis zu einem gewissen Punkt glaubwürdiges Szenario einer zukünftigen Gesellschaft zu kreieren. Was läge da also näher, als ein dystopischer Film eines ausgewiesenen visuellen Genies vom Schlage eines Terry Gilliam?

So sind es tatsächlich vor allen Dingen die visuellen Aspekte, die "Brazil" kennzeichnen. Die Szenerien sind immer wieder vollgepackt mit unzähligen kleinen Details, die sich unmöglich alle beim ersten Sehen entdecken lassen. Da tauchen plötzlich monströse babygesichtige Kreaturen auf, die riesige Käfige hinter sich herziehen, ein Schreibtisch muss für zwei Büros reichen, die Schönheitsoperationen gleichen eher Verstümmelungen, werden aber trotzdem nie in Frage gestellt ("Meine Komplikation hatte eine Komplikation"), und hinter den Wänden befindet sich ein buntes Sammelsurium verschiedener Rohre und Leitungen in den unterschiedlichsten Variationen. Die Arbeitsatmosphäre wirkt kalt und unpersönlich, alles ist grau in grau und man erfährt niemals wirklich, worin die Arbeit der Heerscharen von Bürokraten eigentlich besteht. Leider führt Gilliams visueller Einfallsreichtum mitunter dazu, dass die Botschaft in manchen Szenen hinter den Eindrücken des Gesehenen zurücksteht, da der Film das ein oder andere Mal überfrachtet wirkt. So erinnert die völlig verwüstete Wohnung Sams frappierend an die zerstörten Hotelzimmer aus Gilliam's späterem Meisterwerk "Fear and Loathing in Las Vegas", erreicht beim Zuschauer allerdings nicht dieselbe Wirkung.

So eindrucksvoll gelungen der Film auf rein visueller Ebene daherkommt, so vielfältig sind die thematischen Ansätze, die dem Zuschauer hier aufgezeigt werden. Das ganze Leben ist bestimmt von einem alles beherrschenden bürokratischen System, das keinen Schritt ohne vorherige Antragsstellung genehmigt. Bei einigen beschränkten Individuen führt das mitunter zu einer Überhitzung des Gehirns, wenn man einen Auftrag ausführt, ohne das entsprechende Formblatt mitzuführen. Als Folge der ständigen Kontrolle durch das System sind die Menschen abgestumpft, sie haben das freie Denken verlernt. Ihr einziges Interesse gilt der Schönheit (Krankenhäuser sind in diesem Film für Schönheitsoperationen gedacht, nicht etwa für Notfälle) und der Karriere: Was Gilliam uns zeigt, ist Konformismus in seiner übelsten Form. Niemand will auffallen und das Allerschlimmste ist es, einen Fehler zu begehen.

Doch gerade aus diesen grotesken Auswüchsen der Bürokratie zieht der Film sein enormes komödiantisches Potenzial. Immer wieder wird die Lächerlichkeit der Betriebsabläufe sowie der vorherrschende Mentalität dem Zuschauer deutlich vor Augen geführt. Beispiel gefällig? Wenn Sams Chef vom Tod des fälschlich verurteilten Archibald Buttle erfährt, entgegnet er Sam zunächst mit einem tonlosen "Das ist ja schrecklich!". Nach einer Pause fügt er dann hinzu: "Nun werden wir diesen Scheck niemals los.". Diese Szene zeigt viel von dem, was "Brazil" ausmacht: Die verkommene Moral der Menschen, die Gewissheit, ein Menschenleben mit Geld abgelten zu können, und die Karikierung des übermächtigen bürokratischen Apparates.

Bei all diesen unpersönlichen Charakteren, die dem Zuschauer immer wieder begegnen, bedarf es natürlich einer Identifikationsfigur, die Gilliam mit Sam Lowry, dem einzigen Charakter, der wirklich so etwas wie Menschlichkeit zu besitzen scheint, im Film verankert.

Das Ende von "Brazil" ist dann schlichtweg genial. Es ist nicht etwa ein schlechtes oder gar trauriges Ende, sondern es ist das Richtige, das konsequente Ende: Wer eine Flucht Sams, oder gar den Sturz des Systems tatsächlich für möglich gehalten hat, der hat wohl nicht Recht verstanden, worauf es Gilliam's Horrorversion einer zukünftigen Gesellschaft ankommt. Die Botschaft lautet klar und eindeutig: Wir dürfen es niemals so weit kommen lassen, denn wenn wir uns erst einmal in einer solchen Gesellschaft wiederfinden, dann ist Wahnsinn tatsächlich der einzige Ausweg, der uns noch bleibt, um frei zu sein.

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Brentano

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Bewertung9.0Herausragend

Ein weiteres, Sagen umwogenes Meisterwerk von Terry Gilliam. Die Deco und Ausstattung in diesem Film sind schon in sich besser, als das was andere mühsam in komplette Filme an Inhalt zu packen versuchen. Jedes Detail könnte eine eigene Geschichte erzählen, die gesamte Atmosphäre ist dem Plot entsprechend subtil durchgestylt. Und das besondere an diesem Film, jedes mal wenn ich ihn angeschaut habe, hat er völlig anders gewirkt, wie eine Metamorhose. Es ist ein Film mit vielen Unterfilmen, die man erst nach und nach entdeckt, bei mehrmaliger Besichtigung.
Diese sehr gesellschaftskritische, auch zynisch ausgelegte Inzenierung des Gilliam Kosmos vermag es, lange anhaltende für manche sicher störende Fragen aufzuwerfen und immer wieder neue, subtil verschachtelte Antworten zu "liefern".

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Brentano

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wahrscheinlich, besonders in der Tiefe, ..!?


Mr.Bungle

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Bewertung5.5Geht so

Ich hatte mir etwas volkommen Anderes vorgestellt, weshalb ich hier ziemlich enttäuscht wurde. Mit Filmen solcher Art, kann ich einfach nicht viel anfangen.

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Brentano

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Ja Schade


Mr.Bungle

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Das fand ich auch.^^


Uwe B.B.B.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein brillanter surrealistischer Film, der eine gut erzählte Geschichte mit atmosphärisch dichten Bildern und jeder Menge Gags garniert.

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KonTaicho

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Bewertung5.5Geht so

Ich gebe zu, das Ende von "Brazil" ist auf eine mir sich nicht völlig erschließende Weise genial;
Der Rest dieses Machwerks, oder eher gefühlten Fiberwahns, bleibt dafür größtenteils einfach nur nervig, Gesellschaftskritik hin oder her.
Das ganze erinnerte mich an eine Mischung aus "Fear and Loathing in Las Vegas", "A Clockwork Orange" und Kafkas "Der Proceß", wobei mir zumindest letztere zwei um Längen mehr zugesagt haben als das, was sich mir hier geboten hat.
An was es lag? - Keine Ahnung.
Lediglich mein Gefühl sagt mir, dass ich nicht gerade begeistert bin.

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Dr. Armitage

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Bewertung9.0Herausragend

A nightmare in a dream or vice versa.

Herrlich, unbedingt sehen.

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jennifer-hagen

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wie Orwells 1984, nur viel grotesker und farbenfroher. Sich durch Tagträumen den hiesigen "totalen Institutionen" zu entziehen und so der vollkommenen Durchrationalisierung und dem Verwalten und "Verwaltet werden" zu entziehen ist gar nicht mal so unrealistisch - auch in unserer heutigen Welt. Obwohl man Brazil den Stempel "Dystopie-Film" aufdrücken kann, ist er wahrlich schwer einzuordnen und enthält eine ganze Reihe an Stilmitteln, die bis heute einzigartig sind. Elemente des Science Fiction verbinden sich hier mit Fantasy, Action, Satire und bunter Popkultur. Abgedreht aber originell!

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eastergaard

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hauptdarsteller Jonathan Pryce hat einmal über Brazil gesagt, dass der Film halb Traum, halb Albtraum sei. Er hatte recht und doch nicht recht, denn Brazil ist nicht nur Traum und Albtraum, es ist auch Dystopie und Märchen, es ist ebenso Komödie und Drama.
Brazil ist ein Meisterwerk.
Zunächst muss erwähnt werden, dass der Albtraumhafte Staat die perfekte Karikatur unserer Welt ist. Und dass heute leider immer noch viel mehr der angeprangerten Dinge existieren als Terry Gilliam 1985 befürchtet hatte. Das große Spiel um des Spieles willen lässt sich traurigerweise auf die Finanzwelt ummünzen und das begehren des Staates nach "Informationen" dürfte auch vielen bekannt vorkommen. Weitere Kritikpunkte wie die Bürokratie oder den Konsumwahn sind immer noch aktuell.
Eigentlich ist Brazil ein Film über Träume, Sehnsüchte und deren Verwirklichung. Die Drohkulisse der Dystopie schiebt sich wie eine unüberbrückbare Hürde zwischen die Träume und Verwirklichung. Der Konflikt zwischen Traum und Realität zieht sich durch den ganzen Film bis zur Verschmelzung beider Zustände zum Schluss. Am Ende bleibt der Zuschuer mit der Frage zurück, was denn nun besser sei.
Das Darstellerensemble sowie die von ihnen gespieletn Charaktere sind wunderbar anzusehen.
Terry Gilliam besticht einmal mehr mit überbordender Fantasie sowohl was Handlung als auch das Visuelle angeht. Und vom Soundtrack braucht man gar nicht erst anfangen zu schwärmen.
Brazil ist wahrlich ein Meisterwerk, welches sich jeder Kategorisierung entzieht. Es ist eine Welt,
die bei jedem neuen Besuch weitere Entdeckungen und Aspekte bereithält. Und Brazil ist extrem witzig.

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Dead_Eye_Dodo

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Bewertung3.5Schwach

Hat mich einfach nicht berührt, im Gegenteil. Ich finde brazil nervig, unlustig und ... tja, doof. Gesellschaftskritik blabla ... schon klar. Trotzdem gar nicht meins.

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Martin Tetrahydroc

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Meiner Meinung nach einer der besten, wenn nicht gar der beste Film aus der Dystopie Kategorie! Allein, weil er einer der ganz wenigen ist, die klarstellen, dass es keinen übergeordneten Despoten gibt, keine Gruppe von Verschwörern. wir sind schuld an diesem system, weil wir ihm ausgeliefert sind und trotz dieses bewusstseins mitmachen. es gibt kein entkommen (geniales ende!!) aus diesem system. die kafkaeste überzeichnung schafft es einen spiegel auf unseren alltag zu werfen, in dem wir arbeit, konsum und schönheitswahn unterworfen sind, weil WIR es für wichtig erachten. ein großartiges werk mit genialer bildsprache! kurz um: ein klasse film!

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Sigmund

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Top Kommentar!


Martin Tetrahydroc

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Danke, immer wieder gerne!


noway

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Bewertung9.0Herausragend

gesichter sind nichts im vergleich zu titten und ärschen.

:D

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dieguuhulia

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hast du das wo du geschriben hast ich soll mir den ansehen gelöscht? wollte grad schrieben dass ich ihn nämlich gesehen habe :D


noway

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ja. weil ich daraufhin kurz gecheckt hab ob du den gesehen hast und siehe da: du hast. :D


DerDude_

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Bewertung10.0Herausragend

Tja ,ein neuer Tag beginnt. Raus aus den Federn. Frühstück gegessen? Gut! Geniesse diese ruhigen Minuten die dir noch bleiben ,bevor es wieder raus in die Schule geht. Es ist noch dunkel ,sehr dunkel. Und Kalt noch dazu. Aber es dauert nicht lange ,da ist man in der Schule angekommen. Die Menschen begrüßt du stereotypisch mit einem "Hallo" und dennoch meinst du es nicht so,genauso wenig wie die ,aber dennoch grüßen sie zurück. Irgendwie quälst du dich schon durch den Unterricht.Und wenn der Tag dann endet ,kann ich nach Haus gehen. Stereotypisch esse ich zu Mittag , zu Abend und nach allem dazwischen ,gönne ich mir einen Film. Doch auch dieser findet sein Ende ,genau wie der Tag. Ab ins Bett und sieh zu das du einschläfst. All das geschieht stereotypisch. Und ich bin mir sicher ,fast alle Menschen unterziehen sich einem täglichen Tagesablauf. Tja ,wo bleibt in dieser kühlen ,völlig maschinerellen Welt noch Platz für Freiheiten ?
Nur in den Träumen ,mein lieber ,nur den Träumen.
Und do banal es sich anhört ,so nah ist sie doch : Die Dystopie aus "Brazil". Die Männer leben nur noch für ihre Karriere und die Frauen nur noch für ihr Aussehen. Schließlich ist es das ,was der Staat will. Und versuche nicht ,dich dagegen zu wehren ,denn gegen einen ganzen Staat hast du keine Chance. Nur deine Träume bleiben dir ;)
Und das erschreckende ist das Producktionsjahr : 1985 ?
Kann Terry Gilliam in die Zukunft sehen ? Blödsinn ,er konnte nur erkennen das es unmöglich ist ,sich in einem System zu entfalten ,welche schlicht und einfach falsch ist. Und wenn wir jetzt noch die große Technologie hätten ,wie in "Brazil" ,welche wir haben ,doch leider stecken wir sie in IPhones und all den Scheiß ,so wäre "Brazil" das Spiegelbild unserer Welt . Und in ein paar Jahren werden uns Google und Facebook Tag und Nacht überwachen und die Freiheit wird ein Relikt der Vergangenheit sein. Naja ,aber dann bleiben mir ja noch meine Träume :)

So sehen Meisterwerke aus und nicht anders !

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