Videos zu Brokeback Mountain
Alle Trailer, Clips & Videos (5)
Ansehen Brokeback Mountain
Bilder zum Film Brokeback Mountain
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
News zum Film Brokeback Mountain
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Die 5 populärsten Serien
in den letzten 30 Tagen
Top 5 vorgemerkte Filme













Brokeback Mountain - Kritik
US 2005 Laufzeit 134 Minuten, FSK 12, Drama, Western, Kinostart 09.03.2006
Setze Brokeback Mountain auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!
Melde dich an!
Setze Brokeback Mountain auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!
Auf Merkliste Login
Kritiken (12) — Film: Brokeback Mountain
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] 'Brokeback Mountain' ist der ehrlichste Liebesfilm überhaupt, der sich nicht in Ansichten und Vorschriften wälzt, sondern die Liebe so zeigt wie sie ist, ungebunden, frei und unkontrollierbar. Noch nie war Liebe an verschiedene Geschlechter gebunden, das muss man sich immer vor Augen halten, denn wenn sie sich ihr Ziel sucht und gefunden hat, dann können wir nichts dagegen tun. [...]
Kritik im Original 29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
SoulReaver Sat, 09 Jun 2012 19:24:36 -0000
Antwort löschenAch vielen Dank. :)
Dani95 Sat, 16 Jun 2012 14:58:45 -0000
Antwort löschenSoo toll. :)
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenSchöner und treffender als Daniel Kothenschulte hat es seither niemand beschrieben:
"Besser als 'Brokeback Mountain' werden Filme im Allgemeinen nicht mehr. Noch nie hat es einen solchen Film gegeben. Nie hat jemand eine schwule Liebesgeschichte gedreht, die sich nicht nur an eine Minderheit wendet. Darum wird man 'Brokeback Mountain' noch in hundert Jahren sehen. […] Dies ist kein altmodischer Film, denn einen "Brokeback Mountain" hat es nie gegeben. Das alte Hollywood hat sich zwar immer wieder mutig an ein solches Thema gewagt, aber nie in dieser Entschiedenheit. Es sind viele ähnliche Geschichten für ein schwules Kinopublikum erzählt worden, doch den Kontext konnten und wollten sie kaum überwinden. Ang Lee ist niemand, der Zäune einreißt, aber er ist ein begnadeter Vermittler. Stets argumentiert er über den Weg der Empfindung. 'Brokeback Mountain' gibt jedem ein Gefühl dafür, wie sich eine solche Liebe anfühlt und weckt schließlich eine so tiefe Wehmut nach etwas Ähnlichem, dass mancher sein eigenes Leben dabei in Frage stellt. Tatsächlich weckt er auch die Sehnsucht nach einem ähnlichen Kinoerlebnis. [...] 'Brokeback Mountain' ist ein Film, so klar und unverstellt, als könne man Kino machen wie beim ersten Mal."
(aus "Östlich vom Western" und "Komplimente" von Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau 2006)
32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten
Kubrick_obscura Sat, 05 Feb 2011 18:51:34 -0000
Antwort löschenHast du dich ja doch endlich für einen indirekten Kommentar hinreißen können. Sehr gut!
Kothenschultes Text trifft es wie ein Seziermesser. Als ich damals im Kino saß, hatte ich das Gefühl etwas komplett neues und gleichzeitig vertrautes zu sehen. Schlichtweg ein Meisterwerk!
Mr Vincent Vega Sat, 05 Feb 2011 18:55:11 -0000
Antwort löschenMan soll ja eigentlich nicht durch die Münder anderer sprechen, aber einmal muss das auch erlaubt sein. :)
dustyOn3 Sun, 13 Feb 2011 06:59:18 -0000
Antwort löschenWas für ein kitschiger Kommentar. Du glaubst ehrlich, dass man sich diesen Humbug noch in 100 Jahren angucken wird? Der Film hat doch jetzt schon seinen Reiz verloren. Wer redet schon noch davon? Da gibt es zig bessere Beispiele, als "Brokeback Mountain", wenn du meinst, dass Filme generell nicht besser werden als eben erwähnter.
Alle 5 Antworten zeigen
Dox Mon, 18 Jul 2011 14:48:06 -0000
Antwort löschenEin wirklich klasse Zitat. Einzig der Punkt, an dem er fester Überzeugung ist, dass Filme im Allgemeinen nicht besser werden, stört mich.
Super8951 Sun, 20 Jan 2013 16:20:49 -0000
Antwort löschenAmen. Besser werden Filme nicht mehr.
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen"It's nobody's business but ours." -
Große Liebe in den Weiten der Prärie: Man muss Ang Lees Dekonstruktion archaischer Cowboy-Mythen noch nicht einmal als herausragenden Film in Erinnerung behalten, um festzustellen, dass BROKEBACK MOUNTAIN eine nicht für möglich gehaltene Kehrtwende innerhalb eines scheinbar durchdeklinierten Genres darstellt: Vollkommen losgelöst von der homosexuellen Komponente der Erzählung, emotionalisiert Lee den Western - eine Sparte, die jahrzehntelang zwischen verlogener A-Sexualität und herben Macho-Charme gefangen war - ohne Berührungsängste und mit großer Leichtigkeit.
Der Prototyp der einzigen Liebe fungiert hier weder als Auslöser einer Rache, noch kommt ihr sonstiger narrativer Triebfeder-Charakter zu - sie steht vorliegend unumstößlich im Zentrum des gesamten Geschehens, und wirkt gerade durch jene Bodenständigkeit um ein Vielfaches ehrlicher.
Diese Zentrierung auf die beiden Hauptdarsteller erscheint innerhalb…
Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
Hitmanski Sat, 05 Feb 2011 12:38:34 -0000
Antwort löschenJein. Dass der Film als Melodram funktioniert, schließt seine Zugehörigkeit zum Western, der zwischen NOBODY und UNFORGIVEN ja schon immer mehrere Spielarten zugelassen hat, in meinen Augen noch nicht aus.
Die historische Verortung ist sicherlich richtig und nicht von der Hand zu weisen, steht für mich aber beim Aufgreifen vieler klassischer Genremotive eher hinten an, wohl auch, um die Flucht in undefinierte Neologismen a la "Anti-Western" zu umgehen.
Billmaik Sat, 05 Feb 2011 13:59:30 -0000
Antwort löschenIch erachte die Klassifizierung für legitim, auch wenn Joe hinsichtlich der "strengen" AFI-Definition des Genres zweifelsohne Recht hat. In erster Linie würde ich "Brokeback Mountain" zwar ebenfalls als Melodram bezeichnen, aber alleine die geographische Komponente, freilich gepaart mit dem Vorhandensein einiger klassischer Western-Motive, ist nach meinem Dafürhalten ausreichend. Sicherlich ist thematisch jeder zweite Kurosawa mehr "Western" als Ang Lee's Drama, aber, auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, erscheint mir die Tatsache, dass die Handlung im mittleren Westen stattfindet als maßgebend.
Zumal man das Problem mit der historischen Verortung durch eine Einordnung ins - im Gegensatz zum Anti-Western durchaus definitierte - Subgenre des KONTEMPORÄREN Western elegant umschiffen kann. ;)
Mr Vincent Vega Sat, 05 Feb 2011 15:59:11 -0000
Antwort löschenKann dem Text nicht im Geringsten zustimmen. "Oberfläche", "Klischees", "Baukastenprinzip"... das sind die überhaupt nur abwegigsten Begriffe, die ich mit diesem formvollendeten Ultrameisterwerk in Bezug setzen würde.
Hitmanski Sat, 05 Feb 2011 16:14:40 -0000
Antwort löschen"Ultra" mutiert zu deinem liebsten Superlativ, oder? :)
Naja, der ganze Ablauf der Beziehung (Unsicherheit - Selbstzweifel und Bestreiten wollen - Doppelleben und Verleugnen gegenüber der Gesellschaft etc.) entspricht ziemlich genau dem Ablauf anderer Coming-Out-Geschichten, ich sehe da einfach keine bahnbrechende Originalität in der Entwicklung der Beiden.
Und die Klischees bei der Charakterisierung des direkten und indirekten sozialen Umfelds, die ich ja sogar für gewollt halte, kann man eigentlich auch nicht leugnen; vom homophoben Arbeitgeber bis hin zur überforderten Ehefrau ist da doch alles dabei.
Mr Vincent Vega Sat, 05 Feb 2011 16:30:54 -0000
Antwort löschenIch glaube du legst hier falsche Maßstäbe an und solltet die postmoderne Brille absetzen (:P): Dieser "Ablauf" ist nun einmal für gewöhnlich so, erst recht im wertkonservativen zeitlichen und räumlichen Kontext des Films, aber auch durchaus noch heute. Die Kritik an den Nebenfiguren ist mir auch rätselhaft, dass ein schmieriger Cowboy seine zwei nicht sonderlich tätigen Cowboyschützlinge beim Turteln durchs Fernglas erwischt und das mit einem implizit (!) homophoben Spruch quittiert, oder dass eine Ehefrau und Mutter, die herausbekommt, dass ihr Mann schwul ist (etwas, das nicht sein *kann*, nicht sein *darf*) und entsprechend "überfordert" reagiert, erscheint mir nicht nur vollkommen logisch, sondern geradezu zwingend und absolut nicht klischeehaft. Lee geht hier doch eben gerade permanent nicht den einfachsten Weg, seine Regie ist meisterhaft, mit Blick für entscheidende Details, komplexe Zusammenhänge, Figuren von höchster Ambiguität und Leidenschaft, einer - da stimme ich zu - radikalen, aber dennoch leisen Dekonstruktion des Westernmythos'... alles an diesem Film ist groß. Es ist das größte Melodramenmaterial seit Sirk und Fassbinder, und es übersteigt diese mitunter sogar.
Hitmanski Sat, 05 Feb 2011 16:50:16 -0000
Antwort löschenIch widerspreche dir da in vielen Punkten ja nicht einmal; dass Lee unglaublich detailverliebt inszeniert und Handlungen und Emotionen geschickt miteinander verknüpft, würde ich gar nicht abstreiten wollen. Es geht mir grundsätzlich ja nur darum, dass der Plotverlauf inklusive vieler Stationen in ihm relativ offensichtlich ist, und mich der Film letztlich zwar emotional eingenommen, aber nicht "überrascht" (über die Schwammigkeit und Unkorrektheit dieses Begriffs bin ich mir im Klaren...) hat. Man kann das sicherlich mit dem Aspekt des historischen Kontext erklären und entschuldigen, aber vollständig überzeugt es mich trotzdem (noch) nicht. Ich sehe mich jetzt allerdings indirekt dazu veranlasst, den Film nochmal anzuschauen :P
Billmaik Sat, 05 Feb 2011 16:53:46 -0000
Antwort löschenRecht hat er, der Vega. Bis zur Veröffentlichung der für mich wahrscheinlich unerträglichen "The King's Speech"-Kritik kann er sich meiner unermesslichen Wertschätzung gewiss sein ^^
Mr Vincent Vega Sat, 05 Feb 2011 17:00:10 -0000
Antwort löschen@Hitmanski:
Gönne ihm ruhig etwas Abstand. Fakt ist, und ich hasse es das zu erwähnen, weil es eigentlich nicht rühmlich, notwendig oder sonderlich relevant ist, dass BROKEBACK MOUNTAIN den Melodramendiskurs, obwohl das eine fragile Begrifflichkeit ist (besser wohl: Diskussion), neu angeheizt und enorm bereichert hat. Ich glaube es gibt kaum einen Film der letzten 10 Jahre, der mehr filmwissenschaftliche Texte hervorgebracht hat (zumindest habe ich hier einen Ordner, der vor englisch- und deutschsprachigen Queer-Study-Analyen überquirlt). Anlesetipp diesbezüglich: Matthias Bauer, Brokeback Mountain, in: Filmgenres: Melodram und Liebeskomödie (Reclam).
@Bilmaik:
:)
Alle 10 Antworten zeigen
der cineast Sat, 05 Feb 2011 22:08:09 -0000
Antwort löschen@Vega: Ist das dein liebster :) ?
Kubrick_obscura Sat, 08 Sep 2012 17:02:33 -0000
Antwort löschenENDLICH! 9 Punkte! :)
TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenZwar hebt sich Brokeback Mountain von seiner Tragik nicht von anderen Liebesmelodramen großartig ab, wurde (und wird) jedoch in der Rezeption aufgrund seiner Prämisse der gleichgeschlechtlichen Liebe jedoch etwas bedeutsamer aufgenommen. Die Tragweite des Filmes mag jeder für sich selbst ermessen, sicherlich unbestreitbar ist, dass Ang Lee mit seinem neunten Spielfilm eine epische Romanze erschafft hat, die ihren Weg in die Kinogeschichte fand.
Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Burning Brain Sun, 06 Sep 2009 18:01:05 -0000
Antwort löschenSorry, ich muss mal fragen, was Du an diesem Film episch fandst? Wenn es um verbotene Liebe geht, hat schon der gute, alte William ca. 1595 eine tatsächlich epische Geschichte geschrieben. Aber hier wird doch nur das Thema Homosexualität ausgeschlachtet um einer langweiligen Story Bedeutung zu verleihen. Daraus entstand eine Medienhype und auf einmal war es `in´ Brokeback Mountain gut zu finden. Wäre es hier um heterosexuelle Liebe gegangen hätte man den Film zerrissen. Atemberaubende amerikanische Landschaften haben wir auch schon genügend gesehen, u.a. in „The Horse Whisperer“. Nur die Musik von Santaolalla ist gut.
Alle 3 Antworten zeigen
derHOBBIT Tue, 06 Oct 2009 14:35:50 -0000
Antwort löschenAlso ich muss schon sagen, wir haben es hier tatsächlich mit einem Meisterwerk zu tun, das weit davon entfernt ist, Homosexualität auszuschlachten. Die Geschichte mag nichts Neues sein, allerdings mit diesen beiden Männern und mit dem Thema der Homosexualität, die großenteils in unserer Gesellschaft immer noch nicht akzeptiert wird, bildet dieser Film einen Mainstream Film für das gesamte Kinopublikum. Von diesem haben mit Sicherheit 90 Prozent noch nie zwei sich küssende Männer gesehen, daher ist es mit dieser meisterhaften Filmmusik ein tadelloses Meisterwerk von Ang Lee, einem der wenigen, die sich getraut haben, sich eines solchen Themas anzunehmen.
jjdd Tue, 16 Aug 2011 02:18:14 -0000
Antwort löschenps:in Italien wurde die Kuss-szene îm Kino herausgeschnitten.......Vatikan lässt grüßen...
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenSorry, aber der Film ist für mich total überbewertet. Schön er Thematisiert Homosexualität unter Cowboys (so neu nun auch wieder nicht siehe die Band Village People) aber bis auf die Reaktion der Ehefrau von Ennis und des Farmers, der die beiden Protagonsiten den Cowboyjob gegeben hat, wird das Umfeld und deren Reaktion zu sehr ausgeklammert.
Warum hat Jack am Ende den "Unfall" mit der Radkappe? Hier wäre mehr Hintergrund mehr gewesen.
Nichtsdestotrotz eine mutige Darstellung von Jake Gyllenhaal und Heath Ledger.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Sigmund Sun, 11 Nov 2012 08:45:11 -0000
Antwort löschenBei der Radkappenszene "wäre mehr Hintergrund mehr gewesen"?
Bitte vor dem Filme verreißen nicht vergessen das Gehirn einzusetzen.
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenFür mich ist es unverständlich warum "Brokeback Mountain" so viele Preise gewonnen hat. Der Film ist unnötig lang und präsentiert eine Geschichte die man in deutlich weniger Zeit erzählen könnte. Zugegeben die Naturbilder sind toll, die Hauptdarsteller gut und um mitreden zu können sollte man sich "Brokeback Mountain" wenigsten einmal angesehen haben. Mehr aber auch nicht.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenBrokeback Mountain, der mit dem leicht schrägen Label versehen wurde, ein schwuler Western zu sein, reiht sich [in die Ikonografie des Ang Lee] trefflich ein: Indem er dem Archetypus des Genres, dem Cowboy, etwas von seiner demonstrativen Virilität nimmt, erzählt er vom Anpassungsdruck einer Gesellschaft. Brokeback Mountain ist deshalb dem Melodram stets näher als dem Western.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenAng Lee reißt keine Witze und versprüht kein Mitleid. Es gibt nichts, signalisiert er, wofür sich seine Helden zu entschuldigen hätten, und dementsprechend inszeniert er ihren Sex, unverhüllt und selbstverständlich. Lee erzählt einfach von einer Liebe, und sie erscheint so natürlich und unvermeidlich wie die von Jack und Rose am Bug der Titanic. [...] "Brokeback" ist ein Meilenstein, weil er Homosexualität normalisiert. Bisher hatte Kino Schwulsein verdammt, bemitleidet, gefeiert oder eine bürgerrechtliche Lanze dafür gebrochen. Für Ang Lee jedoch ist die Tragödie von Ennis und Jake allgemeingültig wie die von Romeo und Julia.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenIm Zweifel dann doch lieber Andy Warhols schwule Cowboy, als diese sülzige Westerngegenstück zu James Ivory-Streifen und ähnlichen Gefühlsdröseln. Lieben heißt leiden, zumindest wenn man vom Mainstreampublikum akzeptiert werden will. Bis Heteros sich mal einen Film ansehen in dem schwule Figuren nicht leiden oder sterben oder den Käfig voller Narren aufmachen, wird es wohl noch lange dauern. Nicht umsonst betonten alle Beteiligten immer wieder, daß es ja kein Schwulenfilm sei, sondern um eine universelle Liebesgeschichte ginge. Sicher sicher. Und den Darstellern wurde rundherum gratuliernd, für ihre Todesverachtung mit der sie Kuss- und Sexszenen überstanden haben. Was ihnen natürlich sehr schwer fiel, wie sie nicht müde wurden zu erzählen. Wahrlich, es ist noch ein weiter Weg, wenn diese Westernantwort auf Hedwig-Courths-Mahler herhalten muß, als Beweis für die Toleranz des Publikums. Nächster.
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
Mr Vincent Vega Thu, 09 Jul 2009 14:20:44 -0000
Antwort löschenIch weiß nicht wieso, aber ich stolpere immer wieder über deine Bewertung... ein ewiger Dorn in meinen Augen. Ein einziges großes Missverständnis. :)
Liam Quinn Wed, 29 Jul 2009 16:58:58 -0000
Antwort löschenIch würde das jetzt nicht ganz so ernst oder extrem nehmen wie du. Guck dir doch Ang Lee´s Filmographie an. Fast jeder seiner Filme lässt Personen leiden ( ob Homo oder Hetero ). Ob Brokeback Mountain, Hulk , Wo hu cang long, The Ice Storm, usw. Wär der Film nicht zu Mainstream geworden hätte es doch keinem interessiert.
svunzel Sun, 17 Jan 2010 17:32:22 -0000
Antwort löschenWarten wir mal auf "I Love You Phillip Morris" ...;)
BlueSquirrel Thu, 04 Mar 2010 19:48:30 -0000
Antwort löschenVielleicht übertrieben gepunktet aber Amen!
J0J0 Fri, 25 Jun 2010 12:13:25 -0000
Antwort löschenPuh, auch noch gleich "Hassfilm"! Das kann ich zwar nicht verstehen, aber in dem Kommentar sprichst du einige wichtige Punkte an, was die Rezeption angeht. Bei dem "Und wie war das so, einen Mann zu küssen? Muss doch ganz eklig sein!"-Gesabbel krieg ich auch Krämpfe... sehr guter Kommentar, obwohl ich die Wertung so gar nicht teile.
Laura Eissenberger Tue, 12 Apr 2011 10:05:47 -0000
Antwort löschen"Westernantwort auf Hedwig-Courths-Mahler" - Bullseye! Wenn man das in dem Zusammenhang so sagen darf.
Andy Dufresne Wed, 22 Jun 2011 18:24:10 -0000
Antwort löschenHassfilm? mit welcher Begründung denn?
Finde bei dir keine Einzige die einen Totenkopf rechtfertigt.
Welche Filme magst du denn?
Welche mit schlechten Schauspieler,einer nicht nachvollziehbaren,lebensfernen Story,einer schlechten Kamera und unterirdischer Musik?
Dann wäre klar das du Brokeback nicht magst,er ist ja schließlich das Gegenteil dessen:)
Vielleicht willst aber auch nur auffallen...
Laura Eissenberger Mon, 06 Aug 2012 16:24:01 -0000
Antwort löschenWenn irgendetwas jenseits von Homophobie oder ihrem weichgespülten Zwilling, der Homophilie, ist, dann diese Rezension. Bitte so weitermachen, Batzman, danke.
Alle 10 Antworten zeigen
Super8951 Sat, 19 Jan 2013 01:06:13 -0000
Antwort löschenIn der Schule wäre das ein klares Thema verfehlt. In pseudo-intellektuelles Gewand gefasster, geistiger Dünnschiss. Nicht mehr, nicht weniger. So was schreit sich dann auch noch Kritiker. Du siehst Brokeback Mountain also auf einer Stufe mit den cineastischen Auswüchsen der Michael Bays, Uwe Bolls etc. ?
fuerchtegott Fri, 15 Feb 2013 14:31:41 -0000
Antwort löschen@super8951: Jedem seine Meinung, selbst wenn du damit nicht umzugehen weisst.
Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenAng Lees Provokation besteht darin, seinen Liebenden Cowboyhüte aufzusetzen - und ihre Liebe im Übrigen so diskret und einfühlsam abzufilmen, wie er das immer tut, etwa in "Sinn und Sinnlichkeit" (1995). "Brokeback Mountain" ist ein Melodram, also die Geschichte einer verbotenen Liebe, die an den gesellschaftlichen Umständen scheitert, aber auch an der innerlichen Beschränktheit des einen, der weniger liebt oder seine Liebe verleugnet.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenEs ist eine Offenbarung, wie das Westerngenre hier mit seinen eigenen Mitteln - spröde Bildern einer überwältigen, aber auch übermächtigen Landschaft - gegen den Strich gebürstet wird, den hohlen Mythos vom einsamen Cowboy aushöhlt. [...] Eine wunderbar inszenierte, mit großer Stille und Sensibilität belauschte Romanze, die keine sein darf.
Kritik im Original 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenEin warmer Western? Ja warum denn eigentlich nicht. Wer noch immer den Skandal wittert, wenn sich zwei Mannsbilder küssen, hat ohnehin nichts verstanden. Dessen ungeachtet stürzt der in Taiwan geborene Regisseur Ang Lee mit seinem "Brokeback Mountain" ein amerikanisches Monument vom Sockel: den Marlboro Man.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
veseria Mon, 16 May 2011 08:56:26 -0000
Antwort löschenNein zur Bewertung xD und ein dickes Ja zu den ersten 2 Sätzen!!!!
sebastianxxx Mon, 11 Feb 2013 01:17:54 -0000
Antwort löschen... wieso vom Sockel ... ich dachte immer die Marlboro Man sind auch gay :-)
Kommentare (167) — Film: Brokeback Mountain
elmnope Sun, 12 May 2013 23:21:40 -0000
Kommentar löschenEine leise und traurige Geschichte von einer Liebe, die an den äußeren Widerständen scheitert, an den damit verbunden inneren Widerständen zu zerbrechen droht und die nur unter der Oberfläche existieren kann und doch wahrhaftiger ist, als alles andere im Leben der beiden Hauptfiguren.
Ihre Leben, die Liebe zu ihren Familien sind nicht mal wirklich Lügen, aber sie sind die einzige Möglichkeit, die es wirklich gibt, selbst wenn die Männer innerlich daran zu zerbrechen drohen.
Ang Lees Film braucht nicht die ganz großen Gesten, die großen Worte, keinen Pathos um zu berühren, er tut es einfach!
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
dilan.or.5 Mon, 13 May 2013 19:47:15 -0000
Antwort löschenSchande über mich, ich kenne ihn nicht! XD
Aber ich empfehle ganz doll "A Single Man".
elmnope Tue, 14 May 2013 14:07:52 -0000
Antwort löschenJa, der steht allerdings auch schon ewig auf meiner Merkliste; langsam wirds mal Zeit.
arnd1964 Wed, 03 Apr 2013 09:01:08 -0000
Kommentar löschenDas ist der Film, den ich am öftesten im Kino angesehen habe: viermal.
Seine Magie hat sich von Mal zu Mal mehr entfaltet.
Beim ersten Mal war ich entsetzt über die Homophobie damals und die Angepasstheit und Feigheit der Protagonisten: warum sind sie nicht ausgebrochen und haben ihre Liebe gelebt?
Beim zweiten bis vierten Mal haben dann Liebe und Mitgefühl für die beiden und große Traurigkeit über die Schwierigkeit, seine Liebe zu leben, die Oberhand gewonnen, und ich habe sie alle in mein Herz geschlossen.
Für mich ist der Film ein Meisterwerk.
Ang Lee kann einfach alles (Icestorm, Taking Woodstock, Life of Pi, Hochzeitsbankett).
Noch nie habe ich soo schöne Landschaftsbilder im Kino gesehen, was für grandiose Berge.
Die Schauspieler: Jake Gyllenhaal! Heath Ledger! Michelle Williams! Anne Hathaway! Ang Lee hat sich die besten ihrer Generation ausgesucht: Michelle Williams mit Mut zur Hässlichkeit, Anne Hathaway mit bizarrer Frisur und der besten Telefonszene der Filmgeschichte, sexy Jake Gyllenhaal, der mutig und offensiv den Schwulen spielt während Heath Ledgers Unsicherheit und Verklemmtheit absolut glaubwürdig rüberkommen, er hat das wohl tatsächlich so empfunden beim Spielen eines Schwulen.
Oscar für beste Musik: absolut verdient, zum Weinen schön :-)
Das einzige, was mir nicht gefallen hat, waren die schwulen Sexszenen, die waren mir zu grob und schnell, fand ich für "das erste Mal" völlig unpassend, das hätte ein schwuler Regisseur bestimmt anders gedreht.
Trotzdem: Lieblingsfilm, 10 Punkte!
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Vergalduk Wed, 27 Mar 2013 16:26:44 -0000
Kommentar löschenSo sehr es mir widerstrebt, mich dem allgemein und besonders hier bei diesem Film vorherrschenden Rechtfertigungswahnsinn anzuschließen: ich stelle hiermit klar, dass ich in keinster Weise homophob bin. So und nun zum Eigentlichen.
Ich war ja anfangs schon skeptisch, ob mich ein Film über schwule Cowboys wirklich interessiert. Einen persönlichen Bezug habe ich nicht wirklich dazu und die Gerüchte über eine recht visuell gehaltene Sexszene im Zelt haben mich nicht wirklich begeistert. Umso positiver wurde ich dann von "Brokeback Mountain" überrascht. Angenehm clichéarm und gleichzeitig "männlich" genug wird das Drama über zwei Liebende, die ihrer Zeit auf tragische Weise voraus sind erzählt. Besonders in der zweiten Hälfte hat man das Gefühl, einen ganz "normal" (sorry, ich weiß gerade nur nicht, wie ich's anders ausdrücken soll) verliebeten Typen in einer schweren Zeit zu beobachten (hier wird nicht gespoilert!), nur um im nächsten Moment niedergeschlagen zu werden, wenn er auf die Intoleranz seiner Gesprächspartner trifft. Großartig gespielt und umgesetzt!
Und "Brokeback Mountain 2" dreht sich bitte um zwei lesbische Cowgirls :)
bedenklich? Kommentar gefällt mir 1 Antworten
TheAvenger68 Thu, 28 Mar 2013 10:44:34 -0000
Antwort löschenDann bin ich dabei. Fahre sofort zum Drehort ;-)
Martin Oberndorf Sun, 24 Mar 2013 11:04:21 -0000
Kommentar löschenIch werde in kürzerer Zeit (=spätestens in 3 Tagen folgte der zweite) zwei Kommentare schreiben, die beide für mich wahnsinnig berührende Filme mit zwei für mich äußerst wichtigen Themen behandeln.
Die beschriebenen Filme haben gemeinsam, dass sie sich bei den Oscars 2006 einen harten Konkurrenzkampf um den besten Film lieferten. Einer der beiden konnte das Rennen machen, der andere nicht. In diesem Kommentar wird letzterer gewürdigt.
Dieser Kommentar behandelt das Drama "Brokeback Mountain".
Normalerweise lasse ich mir etwas Zeit, bis ich einen Film ein Herz schenke, warte ca. einen Monat ab, ob ich immer noch fasziniert bin. Bei "Brokeback Mountain" (wie auch beim anderen Film) war das nicht so.
Ich hab die DVD zu Weihnachten bekommen, zusammen mit einigen anderen Stücken für meine Sammlung. Ich weiß nicht wieso, die Reihenfolge war ja auch eher zufällig gewählt, aber ich habe "Brokeback Mountain" immer irgendwie hinten angeschoben.
Das lag nicht an der Thematik direkt, sondern an deren Umsetzung.
Bei Filmen mit einem solchen Thema kann viel schiefgehen. Da kann es einerseits mit Klischees überladen sein, zu kitschig wirken, zu langatmig sein, melodramatisch herüberkommen oder schlicht unglaubwürdig sein.
Als ich vor ca. 2 Wochen den Gewinnerfilm der Oscars 2006 sah, und von dem hin und weg war, musste ich mich doch sehr wundern, als ich Kommentare las wie "Dieser Film hat den Oscar nicht verdient, Brokeback Mountain hätte das Rennen machen sollen!"
Ein Blick auf die Liste, wie meine Freunde den Film bewerteten, sagte mir: 6 Leute gaben den Film 10.0 Punkte, darunter 3 Herzen, 5 Leute gaben zwischen 8.5 und 6.5 und einer gab 0.0 mit einem Totenkopf.
Da dachte ich mir: "So! Jetzt leg dir den Film ein."
130 Minuten lang durfte ich meine Filmerfahrung erweitern.
Ich durfte leiden, jedes Mal wenn Jack und Ennis ihre Gefühle verstecken mussten.
Ich durfte mich herzlich freuen, jedes Mal, wenn sie sich sehen konnten.
Und außerdem durfte ich den Joker einmal ohne die Schminke bewundern. (badumtsss)
Spaß beiseite, einen Film wie "Brokeback Mountain" habe ich noch nie gesehen.
Ich dachte mir: "Verdammt, die beiden lieben sich. Es wirkt so aufrichtig und echt, wirklich real. Wieso hauen sie nicht ab? Brennen durch? Kehren der Welt den Rücken?"
Bei ihren Ausflügen in den Brokeback Mountain können die beiden ohne über Konsequenzen nachzudenken ihre innersten Gefühle und Träume, ja Sehnsüchte, ausleben. Wäre es nur länger. Wäre es nur für immer.
Ach, Brokeback Mountain, was hast du mit mir gemacht!?
Ich bin abends (eigentlich eher Morgens) zum Schlafen im Bett gelegen, und das letzte, an was ich dachte, war Brokeback Mountain.
Ich bin heute vormittags aufgewacht, dachte zuerst an die Uhrzeit, dann an Brokeback Mountain.
Dieser Film ist einzigartig, etwas ganz besonderes.
Besonders nicht nur in seinen cineastischen Qualitäten, wie die wirklich überragenden Schauspieler (ach kommt, zumindest ein Schauspieloscar hätte drin sein müssen!), oder die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen, sondern vor Allem anderen, besonders und einzigartig, weil er am Effektivsten zeigt, was wir eigentlich schon so lang wissen und doch immer wieder vergessen: Niemand kann sich aussuchen wo die Liebe hinfällt.
Sie klopft nicht an die Tür und fragt, wen du gerne lieben würdest.
Sie macht keine Kompromisse, sondern überwältigt dich und lehrt dich, nicht mit deinen Augen, sondern mit deinem Herzen, mit deinen Gefühlen zu sehen.
Ennis und Jack sind nicht homosexuell, sie haben sich zuvor wie danach zu Frauen hingezigen gefühlt, doch für diesen einen Zeitraum in 1963 hat die Liebe sie ausgesucht und zueinandergeführt.
Das war damals, am Brokeback Mountain.
bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Hfonda15 Sun, 24 Mar 2013 11:45:02 -0000
Antwort löschenRichtig guter Kommentar, sehr schön geschrieben, finde immer bei einem Lieblingsfilmstatus sollte man seine Meinung schon irgendwie begründen, was du richtig gut gemacht hast! Muss mir diesen Film auch umbedingt noch einmal ansehen!
Alle 3 Antworten zeigen
Martin Oberndorf Sun, 24 Mar 2013 12:00:36 -0000
Antwort löschenIst aber glaub ich das erste Mal, dass ich nach nicht mal 24 Stunden gleich einen Kommi schreibe. (Außer bei "Fargo", aber den kannte ich schon vorher)
Martin Oberndorf Sun, 24 Mar 2013 12:06:50 -0000
Antwort löschenAber mich freut, dass dir der Kommi gefällt.
Cayopei Fri, 22 Mar 2013 13:34:08 -0000
Kommentar löschenEin sehr schöner Film mit noch schöneren Aufnahmen. Allerdings mit Lindenstrassen-Medien-Sozialisations-Background höchstens so brisant wie ein Weidenkorb voll mit jungen Kätzchen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
franticfury Wed, 27 Feb 2013 14:44:11 -0000
Kommentar löschenAng Lee Tribut Teil II: "Brokeback Mountain"
Wie bereits erwähnt, mir gefällt Lee am besten, wenn er ruhige Dramen erzählt, wenn er seinen Figuren den Raum gibt sich so zu entfalten, dass wir als Zuschauer beinahe das Gefühl haben, dass sie jeden Moment die Leinwand verlassen und lebendig werden könnten. Mit "Brokeback Mountain" schaffte es Lee seinerzeit nun einmal mehr mich vom Hocker zu hauen und war nun endgültig angekommen im Regie-Olymp.
Seinem 8 Jahre zuvor erschienen "The Icestorm" setzte Lee sogar noch einen drauf, erzählt er uns in "Brokeback Mountain" doch eine außergewöhnliche (und das liegt durchaus nicht an der Tatsache, dass es sich hier um eine homosexuelle Beziehung handelt, auch wenn man bei der gruseligen mp Durchschnittsbewertung das Gefühl nicht loswird, dass die Thematik des Films manchen Individuen in unserer angeblich liberalen und aufgeklärten Gesellschaft immer noch zuviel ist) Liebesgeschichte, die sich über knapp zwei Jahrzehnte erstreckt.
In wunderschön fotografierten Bildern, meisterhaft festhgehalten von Kameramann Rodrigo Prieto, erzählt Lee eine epische, großartige und tragische Geschichte über die Liebe zweier Männer, aber auch, über das ganze Leben.
Die Beziehung zwischen Ennis Del Mar und Jack Twist ist hierbei geprägt von Widrigkeiten und Gegensätzen. Ennis ist der aufbrausende, seine Gefühle zumeist unterdrückende und verschlossene Einzelgänger, während Jack den emotionalen Part der beiden übernimmt, schließlich gehen die ersten Annnäherungsversuche von ihm aus. Was als Romanze (irgendwie erscheint mir das Wort für dieses großartige Drama furchtbar fehl am Platz, aber ich verwende es trotzdem) eines Sommers auf dem Brokeback Mountain beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Liebe, ja mehr noch, zu einer Art gegenseitigen Abhängigkeit. Doch der gesellschaftliche Druck in den USA der 60er Jahre erlaubt es ihnen nicht, ihre Liebe offen auszuleben und so ziehen sich beide in ihre Scheinleben zurück. Beide heiraten, werden Väter. Ennis selbstzerstörerische Art fordert allerdings auch schnell innerhalb seiner eigenen Familie seinen Tribut. Er ist aufbrausend, gewalttätig. Sein wahres Gesicht sehen wir eigentlich nur in den Sommern, in denen er mit Jack zusammen ist. Die Charakterzeichnung der beiden ist hierbei so unglaublich ehrlich und feinfühlig, wie man es von Ang Lee gewohnt sein darf. Die beiden Männer ergänzen sich, wobei Jack der deutlich einfühlsamere, emotional reifere der beiden ist. Ihm ist es zu verdanken, dass Ennis seinem selbstzerstörerischen Hang nicht vollends nachgibt. (Auf die schauspielerische Leistung werde ich an dieser Stelle nicht groß eingehen, die ist über jeden Zweifel erhaben und kann gar nicht genug gelobt werden!)
Doch das ständige Verstecken, Verheimlichen, aus Angst vor den gesellschaftlichen Konsequenzen wirkt sich auch auf ihre Beziehung aus. Gerade Jack leidet unter der Tatsache, dass er nicht das Leben führen kann, nach dem er sich doch so sehr sehnt, ein Leben mit Ennis.
Denn wenn "Brokeback Mountain" auch eins ist, dann ein Statement für mehr Toleranz! Ist schließlich nicht in der amerikanischen Verfassung von "Life, Liberty and the pursuit of happiness?" als eines der zentralen Rechte des Menschen die Rede?
Ang Lee hat hierbei eines der wahrhaftigsten, stärkesten und besten Dramen des 21. Jahrhunderts geschaffen. Wie dieses Meisterwerk gegen die Holzhammerinszenierung mitsamt oberlehrerhaften Rassismusbelehrung "L.A. Crash" verlieren konnte, ist eine wirkliche Schande, aber das ist eine andere Geschichte. Denn wenn "L.A. Crash" der Holzhammer unter den Filmen ist, dann ist "Brokeback Mountain" eine zerbrechliche Perle, die man vorsichtig behandeln sollte, deren Schönheit man sich aber einfach nicht verschließen kann. Und so holt man sie immer wieder aus der sicheren Schublade, damit man sie immer wieder ansehen kann. So geht es mir mit "Brokeback Mountain", ein Film, wahrscheinlich für die Ewigkeit!
bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten
nerdkiller Wed, 27 Feb 2013 15:31:44 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar, fand den Film nach der letzten Sichtung auch erstmals wirklich klasse (hatte ihn zuvor bei 5 Punkten).
Aber: "dass die Thematik des Films manchen Individuen in unserer angeblich liberalen und aufgeklärten Gesellschaft immer noch zuviel ist"
Hmm, das ist immer mein Problem mit der Diskussion um den Film gewesen, und war auch oft das Problem, warum ich mich nicht auf den Film einlassen konnte. So nach dem Motto: Wer das nicht gut findet, ist homophob. Zu einer liberalen und aufgeklärten Gesellschaft gehört auch, dass man sagen kann, dass man einen Film über homosexuelle Cowboys einfach belanglos/mittelmäßig findet. So ging es mir lange.
Aber ich will nicht zu sehr abdriften: schöner Text, schöner Film.
franticfury Wed, 27 Feb 2013 15:38:10 -0000
Antwort löschenDanke :) Ja du, ich will ja auch niemanden nachsagen er sei homophob, weil er den Film bei 4-5 Punkten stehen hat, versteh mich da bitte nicht falsch. Denn da sind wir wieder beim anderen Extrem. Es darf und muss erlaubt sein, dass man diesen Film nicht mag und auch argumentieren kann, WARUM man diesen Film nicht mag. Da ist man auf keinen Fall homophob. Wenn ich mir da allerdings einige 1-2 Punkte Kommentare hier durchlese, sieht die Sache ein wenig anders aus. Dinge wie "Ein Film über zwei schwule Cowboys?! Na ja, wers mag..." Ich will mich da auch keinenfalls als moralische Instanz hervortun, denn solche Leute kann ich selbst auf den Tod nicht ab :)
franticfury Wed, 27 Feb 2013 15:43:01 -0000
Antwort löschen"Zu einer liberalen und aufgeklärten Gesellschaft gehört auch, dass man sagen kann, dass man einen Film über homosexuelle Cowboys einfach belanglos/mittelmäßig findet" - Da stimme ich dir übrigens 100% zu :)
Alle 5 Antworten zeigen
nerdkiller Wed, 27 Feb 2013 15:45:20 -0000
Antwort löschenJa, ist auch verständlich, finde sowas auch unter aller Sau. Wollte es nur mal ansprechen, da ich mir schon öfters was wegen meiner (früheren) Haltung zu dem Film anhören... Der Film hat mich halt immer kalt gelassen und mehr an ne Marlboro Werbung erinnert. Naja, hat sich geändert. Konnte ihn mir vor ein paar Wochen auch endlich mal in Ruhe ansehen, hatte davor immer mindestens zwei andere Leute um mich rum. ;)
nerdkiller Wed, 27 Feb 2013 15:56:05 -0000
Antwort löschenDanke, sollte man nämlich auch bedenken, dass es auch andere Gründe geben kann, den Film nicht zu mögen, denn sonst ist man auch nicht wirklich besser als die, die noch ziemlich von vorgestern sind, und den Film im Voraus hassen. ;)
Und einmal *müssen oben hinzufügen.
Tautou Thu, 21 Feb 2013 13:34:00 -0000
Kommentar löschenHollywood sei noch nicht bereit für schwule Cowboys, hieß es damals auf SPIEGEL ONLINE nach der Oscar-Verleihung. Heute, sieben Jahre danach, kann man sich durchaus die Frage stellen, ob das Gros der Gesellschaft überhaupt bereit ist für irgendeine Form des Andersseins. Was will man von der staubigen Hollywood-Oscar-Fabrik schon erwarten, für Überraschungen und Tabubrüche war der goldene Glatzenmann erst selten gut – was für ein einschneidendes Erlebnis das doch war, als 2002 tatsächlich zwei afroamerikanische Schauspieler in den Königsdisziplinen geehrt wurden. Aber könnten wir von uns nicht wenigstens etwas mehr erwarten? Warum nicht, zeigt uns Brokeback Mountain anrührend wie ehrlich.
Dass der Film in den 60-er Jahren spielt, frappiert nämlich nicht. Wir könnten ihn in zehn Jahren noch einmal gucken, vielleicht weil er ein gut gemachter Film ist, Jake Gyllenhaal und Heath Ledger harmonieren großartig zur beklemmenden Musik; wir könnten ihn aber auch in 20 Jahren nochmal gucken, weil sich bis dahin nichts geändert haben wird. Im Jahr 2023 würden wir vielleicht sagen: Damals, 2013 waren wir schon weit, selbst Frankreich hatte in diesem Jahr die Homo-Ehe gebilligt, obwohl die Franzosen seit 1958 verfassungsgemäß nach liberté, égalité (!), fraternité leben. Vielleicht würden wir auch sagen, dass es die Zeit war, in der in den Medien so oft über ein potentielles Outing eines Fußballers gesprochen wurde. Oder vielleicht würden wir noch das Bundesverfassungsgericht erwähnen, das die Adoptionsrechte homosexueller Paare in Deutschland stärkte. Und vielleicht würden wir uns auf die Schulter klopfen und sagen, dass wir alle ach so tolerant waren. Hoffentlich aber würden wir uns die Frage stellen, warum uns das alles überhaupt wichtig war. Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität, Religion – und wo bleibt der Mensch dahinter?
Ich mag solche Filme, solche zeitlosen Spiegelbilder. Denn offenbar haben wir noch immer nichts dazu gelernt und es ist gut, wenn uns etwas daran erinnert. Nur so wissen wir wohl, dass wir nicht träumen, denn wir träumen schließlich immer von einer besseren Welt. So, wie die Menschen vor uns das auch taten. Und das nennen wir dann Fortschritt.
bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten
Andy Dufresne Thu, 21 Feb 2013 19:48:21 -0000
Antwort löschenWahre Worte!
Mac_C_Tiro Sat, 23 Feb 2013 04:47:40 -0000
Antwort löschen„Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“ Ja der Mensch konstruiert zu gern.. durch Beschreibung und beschränkte Erwartungen, Klischees und zuweisung von Eigenschaften und Adjektiven erschliessen wir uns unsere Umwelt. Ein nötiger Prozess um unserer Existenz einen "Sinn" und unserem Sein einen verortbaren Platz zu verleihen. Nur leider mangelt es uns an Reflexion und Ehrlichkeit für die Schwächen/Gefahren dieser Vorgehensweise und so übertreiben wir es mit dem kategorisieren bzw. erkennen nicht wozu diese Einteilung und Beschränkung des Sichtfelds eigentlich dient. Diese Tatsache, gepaart mit Urinstinkten wie Angst usw. bildet die Basis dafür das Kunst wie "Brokeback Mountain" überhaupt nötig ist und vielleicht immer sein wird.
Andy Dufresne Sat, 23 Feb 2013 18:02:50 -0000
Antwort löschenVor allem an Reflexion mangelt es...Alles kommt viel zu spät immer (so wie die CDU sicht jetzt wohl für die Gleichstellung/Homoehe durchringt.Etwas das schon seit Jahren hätte kommen MÜSSEN...
Alle 5 Antworten zeigen
Mac_C_Tiro Sun, 24 Feb 2013 05:42:49 -0000
Antwort löschenRechtlich (vorallem steuerrechtlich) gesehen votiere ich für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher und gemischtgeschlechtlicher Paare, aber der Begriff "Homoehe" ist mir zuwider, Andi. Auch hier mangelt es wieder an Reflexion und Selbstverortung im gesellschaftlichen Raum. Warum braucht man eine Extravorsilbe um die Liebe zwischen 2 Menschen zu definieren? Was hat deren Geschlecht damit zutun? Warum ist es nötig an heterosexuellen Wertigkeiten und Ritualen zu partizipieren? Soll das Ziel eine Angleichung an den absurden Begriff der "Nomalität" sein oder gilt es Respekt und Akzeptanz zu erlangen? Ich persönlich möchte niemals in einer Homoehe leben oder mit meinem Partner als Homoehegemeinschaft bezeichnet werden, denn dieses Wort ist ein Zugeständnis an die Normalität und zugleich ein (ab-) wertender Begriff bzw. eine Beschränkung durch die Mehrheit.
Andy Dufresne Sun, 24 Feb 2013 23:48:30 -0000
Antwort löschen"Homoehe " griff ich nur auf weil dies der Begriff ist der überall rumschwirrt,du hast aber mit allem recht! Liebe ist Liebe und hat Liebe zu heißen!
Donzaffi Mon, 18 Feb 2013 13:15:20 -0000
Kommentar löschenTypische Verfilmung in Romeo und Julia Manier, nur halt mit Cowboys gemischt wird es den noch mit einem Feel Good Movie was hier aber eher Mittel zum Zweck ist um eine Geschichte die tausendfach erzählt wurde nur besser zu verkaufen
bedenklich? Kommentar gefällt mir 10 Antworten
N. Hornblower Mon, 18 Feb 2013 13:24:27 -0000
Antwort löschen"Feel Good Movie" :D
Donzaffi Mon, 18 Feb 2013 16:04:24 -0000
Antwort löschenja komm, die Charaktere in dem Film sind nichts weiter als Karikaturen.
N. Hornblower Mon, 18 Feb 2013 16:45:06 -0000
Antwort löschenDas sei mal dahingestellt (hab ich allerdings nicht so empfunden); unter einem "Feel Good Movie" verstehe ich aber einen Film, der dafür sorgt, dass man sich gut fühlt. "Brokeback Mountain" endete dagegen nach meiner Erinnerung mit einem ziemlichen Schlag in die Magengrube - so schön er zwischendrin auch an vielen Stellen war.
Donzaffi Mon, 18 Feb 2013 16:55:34 -0000
Antwort löschenJa ich verstehe genau das selbe darunter ;)
Ich beziehe mich da nur auf die Charakterzeichnung die aus eben diesen Filmen stammen könnte, es reicht ja wen du dir einige Kommentare hier durchliest, jeder wird als Homophob bezeichnet der den Film nicht mag, damit stellt man was in den Vordergrund was im Prinzip völlig austauschbar ist in diesem Film.
Es hat ja einen bestimmten Grund das die Charaktere so gezeichnet sind und das Bashing hier auf MP zeigt sie haben ihr Ziel erreicht.
N. Hornblower Tue, 19 Feb 2013 09:23:04 -0000
Antwort löschenIch seh schon, wir haben eine völlig unterschiedliche Sichtweise auf den Film. :)
Donzaffi Tue, 19 Feb 2013 13:00:05 -0000
Antwort löschenIst ja nicht schlimm ;)
Wen es keine unterschiedlichen Meinungen auf dieser Welt geben würde, dann würden wir immer noch glauben die Erde ist flach ;)
Mac_C_Tiro Thu, 21 Feb 2013 14:29:01 -0000
Antwort löschenVerstehe ich dich richtig, Donzaffi? Meinst Du die Darsteller wären völlig austauschbar oder meinst Du die Form der Liebe wäre austauschbar? In vielem gebe ich dir recht, z.B. darin das der Film einige Klisches enthält, wobei es bedeutend weniger sind als bei anderen Filmen mit schwulem Hintergrund. Eben dieser Hintergrund ist für meine Begriffe aber keinesfalls austauschbar, schließlich ist eine Unvereinbarkeit zwischen der individuellen Empfindsamkeit und der allgemeinen moralischen Befindlichkeit ja eines der Hauptthemen des Films.
Donzaffi Thu, 21 Feb 2013 15:45:00 -0000
Antwort löschenDie Darsteller, sie bringen das einfach zu Klischeemäßig rüber so das der ganze Film wirkt wie die verbotene Lieber zweier Menschen die den Stereotypen von Homosexuellen darstellen den soviele Menschen im Kopf haben
Alle 10 Antworten zeigen
Mac_C_Tiro Thu, 21 Feb 2013 16:27:20 -0000
Antwort löschenHm.. empfand ich eigentlich nicht so als ich ihn im Kino sah, aber mein Ex war deiner Meinung. Trotzdem hat ihm der Film damals gefallen weil er so ein Faible fürs tragisch- romantische hat, genau wie ich. ;) Aber als homophob würde ich dich nicht bezeichnen, nur weil dir Heath und Jacks Charakterzeichnung nicht zusagt, denke das ist einfach Erfahrungsunterschied oder Ansichtssache.
Donzaffi Thu, 21 Feb 2013 17:06:45 -0000
Antwort löschenAch quatsch, dann hättest du aber was von mir zu hören bekommen ;) Ich beurteile Menschen aufgrund ihrer Taten und als Individuen, nicht aufgrund dessen woran sie glauben oder wen sie lieben. Meiner Erfahrung nach war es halt einfach so das man sich zur Darstellung Klischees bedient, meiner Erfahrungen nach kann man einen Menschen nicht ansehen wen sie lieben, konnte ich meiner Besten Freundin auch nicht ;)
Mein Motto tolerance for all ;)
fuerchtegott Sat, 16 Feb 2013 14:18:29 -0000
Kommentar löschenHallo, ich bin fuerchtegott, zuweilen fuerchtegottohgott (@craax:aufrichtigen Dank für das gelungene Wortspiel), und nach der Sichtung einiger Äusserungen hier homophob, da die persönliche Vorhersage unter 8 bei 5 Punkten liegt, was in etwa auch meiner tatsächlichen Wahrnehmung des Films entspricht. Obschon ich offenbar unbewusst homophob bin, möchte ich darauf hinweisen, dass ich nicht Anhänger des Dogmas "gehet hin und mehret euch", sondern "gehet hin und liebet euch" und zwar egal mit wem, was oder wievielen, bin. Aber nun zum Film: Die Story, "eine Liebe, die sein will, aber nicht darf", ist schon recht verbraucht. Romeo und Julia lassen grüssen! Da muss man sich was einfallen lassen, weil Standesunterschiede bei uns nicht mehr Interesse wecken. Ein schwarzer Romeo vielleicht? Auch davon gibt's bereits genug Filmmaterial. Zwei Romeos vielleicht? Auch das erweckt zumindest im aufgeklärten Westen - völlig zu Recht -nur noch Schulterzucken. Aber Homosexualität in Cowboystiefeln; DAS verspricht doch zumindest im prüden Teil Amerikas noch Rabatz und volle Kinokassen. Eine solche Filmhülse birgt nun mal aber auch die Gefahr in sich, dass sie bei der Filmbewertung eine überschiessende Tragweite erhält. Für mich spricht der homosexuelle Hintergrund nicht gegen den Film. Allerdings ist er aber für mich auch nicht wirklich qualitätsstiftend. Und mutig eigentlich auch nicht (mehr). Aus meiner Sicht kein ernsthafter Konkurrent zu Parada. Und die manischen Homophobenjäger -die für mich nur leicht über den Homophoben rangieren - möchte ich fragen: Ist das ernsthaft eure Lesart des Films, dass jeder, der den Film nicht gut findet, ein Homophober ist? Es würde weniger Böses auf der Welt geben, wenn es nicht immer im Namen des Guten begangen würde...
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
sebastianxxx Mon, 11 Feb 2013 01:16:21 -0000
Kommentar löschenIch finde den Film über weite Strecken wundervoll intensiv - große schauspielerische Leistung - das einzige was mich etwas stört ist das zeitweise etwas zu gewollte 60er Jahre Colorit
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
movie.max Tue, 29 Jan 2013 22:45:00 -0000
Kommentar löschenBilder und Musik sind kaum zu toppen und Ledger spielt einfach unfassbar gut.
Dagegen ist Jake Gyllenhaal leider etwas fehl am Platze.
Auch in den Dialogen liegt definitiv nicht die Stärke von 'Brokeback Mountain', da vom Gesagten leider vieles viel zu genau das Genre abdeckt und hin und wieder vor Kitsch trieft. Gerade letzteres passt absolut nicht zu dem, was nicht gesagt wird. Blicke, Gesten und Tragik kommen ohne jede Romantisierung aus. Gerade das macht aus 'Brokeback Mountain' einen so tollen und ruhigen Film.
Und dass er so toll ist macht ihn so wichtig.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Daniellaspot Tue, 29 Jan 2013 11:31:44 -0000
Kommentar löschenEin unglaublich schöner und zugleich trauriger Film.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Janus Winter Fri, 25 Jan 2013 17:28:41 -0000
Kommentar löschenhttp://www.queermdb.de/film/brokebackmountain2005.html
Ich bin grad einigermaßen entsetzt, dass die Community-Bewertung so schlecht ist. Selbst die IMDB bewertet zwei Punkte höher. Das gibt mir grad zu denken...
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 14 Antworten
Harrigan Fri, 25 Jan 2013 17:55:44 -0000
Antwort löschenIst halt n Film über Homos. Da schalten viele Kleingeister auf Durchzug und geben ne 0 ohne den Film gesehen zu haben. Ist ja bei Twilight nicht anders, wobei ich den nicht kenne.
Crumpler Wed, 30 Jan 2013 23:06:46 -0000
Antwort löschenAch das hat nix mit anti-gay oder so zu tun, ich mochte den Film einfach überhaupt nicht.
Velly Tue, 05 Feb 2013 18:07:47 -0000
Antwort löschenharrigan meinte auch die Leute, die 0 Punkte geben, OHNE den Film gesehen zu haben. Da weiß ich nicht, ob mich das ärgern soll, weil die Menschen so engstirning sind, oder ob ich Mitleid haben soll, weil sie zu dumm sind, den "Kein Interesse"-Button zu finden. ^__^
vega_vincent Thu, 14 Feb 2013 08:44:40 -0000
Antwort löschenWo ist denn der «Kein Interesse»-Button?
fuerchtegott Thu, 14 Feb 2013 16:27:50 -0000
Antwort löschenWäre sicherlich ne gute Idee so ein "no go-button", vor allem für das Filmempfehlungsprofil bzw. Vorhersagetool. Sagt mir auch Bescheid, wo es den gibt. Würde bei Titanic sicherlich heiss laufen das Ding!
Velly Fri, 15 Feb 2013 15:35:15 -0000
Antwort löschenAuf der Hauptseite der Filme. (rechts oben, unterhalb der Angabe wie man bewertet hat).
Da wo auch die Buttons "Auf Merkliste" und "Kommentar schreiben" sind.
vega_vincent Sat, 16 Feb 2013 11:47:44 -0000
Antwort löschenDanke, Velly! Habe den Button zwischenzeitlich selbst entdeckt. Meine Frage war allerdings nicht ganz ernst gemeint. Bei Filmen wie diesem darf man ja nicht sagen, dass man null Punkte gibt, ohne auch nur eine Sekunde davon gesehen zu haben. Bei Titanic kratzt das offensichtlich niemanden, aber dort gibts ja auch keine Schwule. Hier würde ich gleich als Homophober angeschaut und verbal gesteinigt. Ups, jetzt habe ich mich geoutet …
fuerchtegott Sat, 16 Feb 2013 18:37:58 -0000
Antwort löschenThanx velly!
Velly Sun, 17 Feb 2013 10:53:22 -0000
Antwort löschenMan sollte bei GAR KEINEM Film 0 Punkte geben, wenn man ihn nicht gesehen hat. Denn das Punktesystem sollte sich nach der Sichtung richten und nicht nach den eigenen Vorurteilen.
So einfach ist das.
vega_vincent Sun, 17 Feb 2013 11:35:34 -0000
Antwort löschenDenkst du, ich würde irgendwie positiv überrascht, wenn ich mir den Film oder Titanic antun würde? In diesen (seltenen) Ausnahmefällen gilt für mich: Vorurteil = Urteil nach Sichtung, und zwar mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90%. Also gebe ich dem Punktesystem eine faire Chance.
Velly Sun, 17 Feb 2013 22:29:28 -0000
Antwort löschenDu kannst tun und lassen, was Du möchtest. Ich sage nur meine Meinung.
vega_vincent Mon, 18 Feb 2013 07:18:56 -0000
Antwort löschenDas wäre ein gutes Schlusswort. Aber du bist eine Frau, und wenn eine Frau sagt, man könne tun und lassen, was man möchte, dann heisst das doch meistens: «Wehe dir, wenn!» Ich bin nun etwas verunsichert und hoffe, du findest nicht raus, dass ich noch bei anderen Filmen 0 Punkte gegeben habe, ohne sie gesehen zu haben …
Alle 14 Antworten zeigen
JimSommer Fri, 29 Mar 2013 16:15:53 -0000
Antwort löschenÄh ... hast Du den Film erste vor 2 Monaten gesehen - wenn ja - wo ist deine Entschuldigung? ;)
Janus Winter Sat, 30 Mar 2013 19:59:57 -0000
Antwort löschenIch hab den *natürlich* im Kino gesehen. Der Kommentar ist zwei Monate alt, that's it.
TheJoker Wed, 23 Jan 2013 20:08:00 -0000
Kommentar löschenManchmal findet man nicht annährend die richtigen Worte, um einen Film zu beschreiben. Wenn man von einem Werk so stark berührt, so fasziniert ist, dass man beim Abspann einfach sprachlos zurückgelassen wird. Wenn einem ein kleines Tränchen herauszubrechen droht und man einfach dankbar ist, Zeuge einer der vielleicht emotionalsten Geschichten der Neuzeit geworden zu sein.
Dann, ja genau dann muss auch mal ein Wort reichen: Meisterwerk!
bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten
DonChris Wed, 23 Jan 2013 20:29:19 -0000
Antwort löschenManchmal reichen aber auch wenige Worte, um einen Film auf den Punkt zu bringen ;)
TheJoker Mon, 28 Jan 2013 21:36:46 -0000
Antwort löschendanke für's Kompliment ;)
Alle 4 Antworten zeigen
Ray-ver Mon, 18 Feb 2013 13:52:35 -0000
Antwort löschenToller Kommentar und 88 % Übereinstimmung. So jemanden darf ich einfach nicht aus den Augen verlieren. Daher die Anfrage. Viele Grüße und Bestes vom Ray-ver.
TheJoker Mon, 18 Feb 2013 18:43:14 -0000
Antwort löschengerne angenommen :)
dAShEIKO Wed, 23 Jan 2013 06:55:54 -0000
Kommentar löschenSo, jetzt hab ich den auch mal gesehen.
Ein Film über 2 schwule Cowboys in der Neuzeit? Bei Ang Lee eben nicht. Denn ähnlich wie Life of Pi kein Film über eine Bootsfahrt mit Raubkatze ist, sind die beiden hervorragend gespielten Schafhirten zusammen mit ihrer Sexuellen Orientierung nur vordergründig das Transportmittel für philosophische Ansichten. Soll man sich an die Konventionen der Gesellschaft halten, oder sollte man eine Sehnducht, einen Wunsch leben um der Depression des "hätt ichs doch gemacht2 zu entgehen?
Unterm Strich schöner ruhiger Film.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Super8951 Sat, 19 Jan 2013 00:59:47 -0000
Kommentar löschenWie, um alles in der Welt, konnte diesem Meisterwerk der Oscar verwehrt bleiben?
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
krunoslavandre.marcius Fri, 18 Jan 2013 11:57:07 -0000
Kommentar löschenIch kann nur eines sagen, diesen Film muss manN/frau gesehen haben!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
David "Noodles" Aaronson Mon, 07 Jan 2013 14:49:36 -0000
Kommentar löschenBrokeback Mountain - Hügel der Leidenschaften.
Ang Lees großes Liebesdrama, ohne den üblichen Herzschmerz. Schmerzen tut er selbstverständlich immer noch, nur am ganzen Körper. Wenn man so will: Angst essen Seele auf, Fassbinders Titelgebender Ausspruch erhält hier wieder einmal seine Gültigkeit. Einprägsam vorgelebt von Ledgers Ennis Del Mar, besonders in seiner Beziehung zu Jack'Fuckin'Twist, welche nie wirklich funktioniert oder stattfindet. Weil eben nicht sein kann was nicht sein darf; was in den Köpfen drin ist (Verbote, Tabus etc.), das geht nicht mehr so leicht heraus. Wobei dies für alle Seiten gilt, auch die Drangsalierten schaffen keinen Ausbruch, Ennis kann nicht aus seiner Haut - wer kann das schon! Mag man auch verzweifelt zum Bildschirm schreien, ob der gerade wieder verstrichenen Möglichkeit zur Zweisamkeit. Aus. Vorbei. Ausweglosigkeit für immer. Es geht einfach nicht.
An unsichtbaren Reglementierungen, Gewohnheiten kommt keiner vorbei. Die Seele wird, aus Furcht vor den allgemeinen Konsens, von Angst nahezu erstickt. Vielleicht ist die Seele auch schon so weit deformiert, dass sie den ganzen Körper als Gefängnis umschließt!?
Als Darstellung für dieses Gefängnis dient nun (wie es die Tagline des Films selbst angibt) die größte Naturgewalt von allen: Liebe.
Liebe aber auch Leidenschaft, Verlangen nach Sex. Jene lässt der Film nicht aus, wie er auch die andere Seiten, die Betrogenen Ehefrauen zum Beispiel (welche genauso leiden müssen), nicht ausspart. Ein weiteres Merkmal für die Größe des Films.
Und Jungs schauen darin eben Football, wie der alte Patriarch der Twists - der seinen Schwiegersohn auf Grund seiner Herkunft verachtet - bestimmend angibt. Eine Mustergültige Szene für das Verständnis der USA (und anderer Länder?), damals wie heute. Etwas anderes als Football kämme auch nicht in den Sinn, vlt. sogar doppelt schlimm weil gewiss nicht einmal eine böse Absicht dahinter steckt!
Wieso auch sollten scheinbar harmlose gewöhnliche Sachen (sogar Gedanken) irgendwie schlimm sein, jemanden stören, macht ja jeder. Doch warte nur wenn jemand abweicht, egal ob es dabei um Dinge wie Sexualität geht. Das heißt wenn überhaupt jemand abdriftet und nicht aus Furcht vorher schon den Rückzug antritt. Ins innere Exil.
"Brokeback Mountain" macht nun aus der, explizit mit einer Homosexuellen Agenda ausgestatteten, Vorlage laut Ang Lee einen reinen Liebesfilm! Ist er das wirklich?
Wie oft muss ich unter negativen Kommentaren lesen, dass der Texter den Film nicht mag aber auf jeden Fall nichts gegen Schwule habe! Der Streifen gefällt aufgrund seiner reduzierten Dramatik sicher nicht jeden, wieso also immer dieser Ausspruch? Tja, ist es womöglich die Furcht und die Angst in einer toleranten Gesellschaft als Homofeind gebrandmarkt zu werden!? Oder doch nur der Nonsens: ich habe nichts gegen nicht-Heterosexuelle solange sie mich nicht anfassen???
Entscheiden sie jetzt :)
bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Fabes Wed, 06 Feb 2013 02:06:11 -0000
Antwort löschenToller Kommentar!
don_quijott Sun, 06 Jan 2013 07:06:19 -0000
Kommentar löschendanke rodrigo!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Enzian Fri, 04 Jan 2013 09:24:16 -0000
Kommentar löschenSo, jetzt bin ich auch endlich dazu gekommen, mir "Brokeback Mountain" anzusehen.
Wie erwartet, hat er mir ziemlich gut gefallen, allerdings war er mir letztendlich doch ein bisserl zu nüchtern. Normalerweise hab ich nichts gegen Nüchternheit und das ganze sollte auch nicht in eine einzige Gefühlsduselei ausarten, aber hier hätten mir ein bisschen mehr Emotionen besser gefallen. So fiel es mir oft schwer, mit den beiden Hauptcharaktern mitzufühlen (vor allem mitzuleiden).
An den Schauspielern lag es nicht, die Leistungen von Jake Gyllenhaal und Heath Ledger waren überzeugend.
--------- Spoiler ---------
Aber manchmal hab ich mir eben gedacht "Komm schon, Film. Sag mir nicht nur, dass die beiden sich vermissen, zeig es mir auch. Oder den Schock, wenn man vom Tod eines geliebten Menschen erfährt."
----- Spoiler Ende -----
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Martin Oberndorf Sun, 21 Apr 2013 16:37:38 -0000
Antwort löschenKlingt dann aber nicht nach Lieblingsfilm (?)
Bitte logge dich ein Brokeback Mountain
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Film Brokeback Mountain