Brokeback Mountain - Kritik

US 2005 Laufzeit 134 Minuten, FSK 12, Drama, Western, Kinostart 09.03.2006

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Kritiken (11) — Film: Brokeback Mountain

SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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10.0Lieblingsfilm

[...] 'Brokeback Mountain' ist der ehrlichste Liebesfilm überhaupt, der sich nicht in Ansichten und Vorschriften wälzt, sondern die Liebe so zeigt wie sie ist, ungebunden, frei und unkontrollierbar. Noch nie war Liebe an verschiedene Geschlechter gebunden, das muss man sich immer vor Augen halten, denn wenn sie sich ihr Ziel sucht und gefunden hat, dann können wir nichts dagegen tun. [...]

Kritik im Original 34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Dani95

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Soo toll. :)


Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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10.0Lieblingsfilm

Schöner und treffender als Daniel Kothenschulte hat es seither niemand beschrieben:

"Besser als 'Brokeback Mountain' werden Filme im Allgemeinen nicht mehr. Noch nie hat es einen solchen Film gegeben. Nie hat jemand eine schwule Liebesgeschichte gedreht, die sich nicht nur an eine Minderheit wendet. Darum wird man 'Brokeback Mountain' noch in hundert Jahren sehen. […] Dies ist kein altmodischer Film, denn einen "Brokeback Mountain" hat es nie gegeben. Das alte Hollywood hat sich zwar immer wieder mutig an ein solches Thema gewagt, aber nie in dieser Entschiedenheit. Es sind viele ähnliche Geschichten für ein schwules Kinopublikum erzählt worden, doch den Kontext konnten und wollten sie kaum überwinden. Ang Lee ist niemand, der Zäune einreißt, aber er ist ein begnadeter Vermittler. Stets argumentiert er über den Weg der Empfindung. 'Brokeback Mountain' gibt jedem ein Gefühl dafür, wie sich eine solche Liebe anfühlt und weckt schließlich eine so tiefe Wehmut nach etwas Ähnlichem, dass mancher sein eigenes Leben dabei in Frage stellt. Tatsächlich weckt er auch die Sehnsucht nach einem ähnlichen Kinoerlebnis. [...] 'Brokeback Mountain' ist ein Film, so klar und unverstellt, als könne man Kino machen wie beim ersten Mal."

(aus "Östlich vom Western" und "Komplimente" von Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau 2006)

37 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Dox

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Ein wirklich klasse Zitat. Einzig der Punkt, an dem er fester Überzeugung ist, dass Filme im Allgemeinen nicht besser werden, stört mich.


Super8951

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Amen. Besser werden Filme nicht mehr.


TheCorey: MovieMaze

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10.0Herausragend

Zwar hebt sich Brokeback Mountain von seiner Tragik nicht von anderen Liebesmelodramen großartig ab, wurde (und wird) jedoch in der Rezeption aufgrund seiner Prämisse der gleichgeschlechtlichen Liebe jedoch etwas bedeutsamer aufgenommen. Die Tragweite des Filmes mag jeder für sich selbst ermessen, sicherlich unbestreitbar ist, dass Ang Lee mit seinem neunten Spielfilm eine epische Romanze erschafft hat, die ihren Weg in die Kinogeschichte fand.

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derHOBBIT

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Also ich muss schon sagen, wir haben es hier tatsächlich mit einem Meisterwerk zu tun, das weit davon entfernt ist, Homosexualität auszuschlachten. Die Geschichte mag nichts Neues sein, allerdings mit diesen beiden Männern und mit dem Thema der Homosexualität, die großenteils in unserer Gesellschaft immer noch nicht akzeptiert wird, bildet dieser Film einen Mainstream Film für das gesamte Kinopublikum. Von diesem haben mit Sicherheit 90 Prozent noch nie zwei sich küssende Männer gesehen, daher ist es mit dieser meisterhaften Filmmusik ein tadelloses Meisterwerk von Ang Lee, einem der wenigen, die sich getraut haben, sich eines solchen Themas anzunehmen.


jjdd

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ps:in Italien wurde die Kuss-szene îm Kino herausgeschnitten.......Vatikan lässt grüßen...


sushi25: movie-fan.de

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4.0Uninteressant

Sorry, aber der Film ist für mich total überbewertet. Schön er Thematisiert Homosexualität unter Cowboys (so neu nun auch wieder nicht siehe die Band Village People) aber bis auf die Reaktion der Ehefrau von Ennis und des Farmers, der die beiden Protagonsiten den Cowboyjob gegeben hat, wird das Umfeld und deren Reaktion zu sehr ausgeklammert.

Warum hat Jack am Ende den "Unfall" mit der Radkappe? Hier wäre mehr Hintergrund mehr gewesen.

Nichtsdestotrotz eine mutige Darstellung von Jake Gyllenhaal und Heath Ledger.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Sigmund

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Bei der Radkappenszene "wäre mehr Hintergrund mehr gewesen"?
Bitte vor dem Filme verreißen nicht vergessen das Gehirn einzusetzen.


Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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5.0Geht so

Für mich ist es unverständlich warum "Brokeback Mountain" so viele Preise gewonnen hat. Der Film ist unnötig lang und präsentiert eine Geschichte die man in deutlich weniger Zeit erzählen könnte. Zugegeben die Naturbilder sind toll, die Hauptdarsteller gut und um mitreden zu können sollte man sich "Brokeback Mountain" wenigsten einmal angesehen haben. Mehr aber auch nicht.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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9.5Herausragend

Brokeback Mountain, der mit dem leicht schrägen Label versehen wurde, ein schwuler Western zu sein, reiht sich [in die Ikonografie des Ang Lee] trefflich ein: Indem er dem Archetypus des Genres, dem Cowboy, etwas von seiner demonstrativen Virilität nimmt, erzählt er vom Anpassungsdruck einer Gesellschaft. Brokeback Mountain ist deshalb dem Melodram stets näher als dem Western.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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10.0Herausragend

Ang Lee reißt keine Witze und versprüht kein Mitleid. Es gibt nichts, signalisiert er, wofür sich seine Helden zu entschuldigen hätten, und dementsprechend inszeniert er ihren Sex, unverhüllt und selbstverständlich. Lee erzählt einfach von einer Liebe, und sie erscheint so natürlich und unvermeidlich wie die von Jack und Rose am Bug der Titanic. [...] "Brokeback" ist ein Meilenstein, weil er Homosexualität normalisiert. Bisher hatte Kino Schwulsein verdammt, bemitleidet, gefeiert oder eine bürgerrechtliche Lanze dafür gebrochen. Für Ang Lee jedoch ist die Tragödie von Ennis und Jake allgemeingültig wie die von Romeo und Julia.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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0.0Hassfilm

Im Zweifel dann doch lieber Andy Warhols schwule Cowboy, als diese sülzige Westerngegenstück zu James Ivory-Streifen und ähnlichen Gefühlsdröseln. Lieben heißt leiden, zumindest wenn man vom Mainstreampublikum akzeptiert werden will. Bis Heteros sich mal einen Film ansehen in dem schwule Figuren nicht leiden oder sterben oder den Käfig voller Narren aufmachen, wird es wohl noch lange dauern. Nicht umsonst betonten alle Beteiligten immer wieder, daß es ja kein Schwulenfilm sei, sondern um eine universelle Liebesgeschichte ginge. Sicher sicher. Und den Darstellern wurde rundherum gratuliernd, für ihre Todesverachtung mit der sie Kuss- und Sexszenen überstanden haben. Was ihnen natürlich sehr schwer fiel, wie sie nicht müde wurden zu erzählen. Wahrlich, es ist noch ein weiter Weg, wenn diese Westernantwort auf Hedwig-Courths-Mahler herhalten muß, als Beweis für die Toleranz des Publikums. Nächster.

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Super8951

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In der Schule wäre das ein klares Thema verfehlt. In pseudo-intellektuelles Gewand gefasster, geistiger Dünnschiss. Nicht mehr, nicht weniger. So was schreit sich dann auch noch Kritiker. Du siehst Brokeback Mountain also auf einer Stufe mit den cineastischen Auswüchsen der Michael Bays, Uwe Bolls etc. ?


fuerchtegott

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@super8951: Jedem seine Meinung, selbst wenn du damit nicht umzugehen weisst.


Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.5Ausgezeichnet

Ang Lees Provokation besteht darin, seinen Liebenden Cowboyhüte aufzusetzen - und ihre Liebe im Übrigen so diskret und einfühlsam abzufilmen, wie er das immer tut, etwa in "Sinn und Sinnlichkeit" (1995). "Brokeback Mountain" ist ein Melodram, also die Geschichte einer verbotenen Liebe, die an den gesellschaftlichen Umständen scheitert, aber auch an der innerlichen Beschränktheit des einen, der weniger liebt oder seine Liebe verleugnet.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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8.5Ausgezeichnet

Es ist eine Offenbarung, wie das Westerngenre hier mit seinen eigenen Mitteln - spröde Bildern einer überwältigen, aber auch übermächtigen Landschaft - gegen den Strich gebürstet wird, den hohlen Mythos vom einsamen Cowboy aushöhlt. [...] Eine wunderbar inszenierte, mit großer Stille und Sensibilität belauschte Romanze, die keine sein darf.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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4.5Uninteressant

Ein warmer Western? Ja warum denn eigentlich nicht. Wer noch immer den Skandal wittert, wenn sich zwei Mannsbilder küssen, hat ohnehin nichts verstanden. Dessen ungeachtet stürzt der in Taiwan geborene Regisseur Ang Lee mit seinem "Brokeback Mountain" ein amerikanisches Monument vom Sockel: den Marlboro Man.

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veseria

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Nein zur Bewertung xD und ein dickes Ja zu den ersten 2 Sätzen!!!!


sebastianxxx

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... wieso vom Sockel ... ich dachte immer die Marlboro Man sind auch gay :-)



Kommentare (185) — Film: Brokeback Mountain


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DerDude_

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Bewertung6.0Ganz gut

...und der Dude macht sich weiterhin unbeliebt.

Leicht überbewertet muss ich leider sagen...
Handwerklich ist BROKEBACK MOUNTAIN wirklich Sahne, da kann ich nicht viel bemängeln. Die Landschaftsaufnahmen sind wunderschön, der Soundtrack ebenso, dazu allgemein sehr gute schauspielerische Leistungen von Heath Ledger und Jake Gyllenhaal. In meinen Augen wird gerade Ledger in dieser Rolle sehr unterbewertet. Leider harpert es für mich an der Geschichte. Ich will nicht sagen sie hätte mich nicht berührt, nein, der Film hat wirklich großartige Stellen. Nur leider war sie für mich nichts wirklich besonderes. Ob Mann und Frau oder eben Mann und Mann ist mir ziemlich egal und so war auch diese homosexuelle Liebesgeschichte zweier Cowboys zwar keineswegs uninteressant, aber auch nicht wirklich herausragend für mich.
Ich muss dazu allen Leuten widersprechen, die behaupten, BROKEBACK MOUNTAIN sei in erster Linie ein Liebesfilm. Nein, es ist ein Film der ein Milieu oder eine Zeit schildert, die so eine Liebe unmöglich macht. Geschildert werden hier nur die äußeren Umstände der Liebe. Die Liebe selbst ist in jeder Szene bedingungslos und vorhanden. Es gibt nicht keinen wirklichen Konflikt der beiden unter einander, nur gegenüber der Gesellschaft.
Gleichzeitig auch, ist der Film sehr unkritisch mit seinen Protagonisten. Ihr Handeln wird nicht kritisiert dabei ist ihr Verhalten, besonders gegenüber ihrer Ehefrauen, keineswegs komplett korrekt.
Wie gesagt, schön ist das alles trotzdem, aber für mich in keinsterweise herausragend.

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Murray

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Buuhhh


DerDude_

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Sorry...


Friendly

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Der Film hat Tiefgang.Die beiden schweigsamen Helden sind glaubwürdig in ihrer Darstellung des zwischen "So muss man Leben" und "Könnte ich nicht auch ganz anders?" hin- und hergerissenen Rollenverständnisses. Eigentlich bis zum Stetson-Rand unemanzipiert, kommt ihnen die eigene Persönlichkeit mit Macht in die Quere. Aus diesem Film kann man (und das sage ich nicht leichtfertig über einen amerikanischen Film) etwas für das eigene Leben lernen, und wenn es nur das ist, seine Chancen nicht zu vertrödeln. Nicht zu vergessen: der Film ist auch von einer betörenden Schönheit: Wyomings wilde Landschaften, atmosphärisch dichte Aufnahmen aus der Rodeoszene, Heath Ledgers Lächeln...

Mehr zum Film unter: http://friendly101.blogspot.de/2014/06/brokeback-mountain.html

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Kai_Asmus

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Bewertung9.0Herausragend

Großartig!

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Troublemaker69

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auch wenn der Film einige Längen hat, ist er ein sehr gefühlsvolles und andersartig umgesetztes Drama.
Zum einen sind gewisse Szenen von der gleichen Hintergrundmusik hinterlegt, was in diesem Fall ein wirklich sehr passendes und originelles Stilmittel ist.
Außerdem agieren Gyllenhaal und Ledger wie gewohnt wunderbar vor der Kamera und bilden ein zärtliches, wenn auch oft grobes, Liebespaar.
Der Film trägt viele verdeckte Botschaften, unter anderem, dass man nie zu lange mit etwas warten sollte, weil es sonst sein kann, dass es einem schnell wieder genommen wird.
Zudem konfrontiert uns der Film auf wunderbare Art und Weise mit dem sogenannten "Romeo-und-Julia-Konflikt"
Trotz einiger Längen eine tolle Regiearbeit mit gut unterlegter Musik, grandiosen Darstellern und einem wunderbaren Drehbuch.

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Kai_Asmus

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Schöner Kommentar! Sehe ich auch so.


Troublemaker69

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Vielen Dank! Das freut mich :)


Lili 9ochefort

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Brokeback Mountain ist ein sensibles und eindringliches Drama. Es wird sicher Leute geben die gleichgeschlechtliche Liebe an den Pranger stellen, aber ich nicht und deswegen sollte man Ang Lee´s Film unbedingt eine Chance geben. Und vielleicht kann´s ja passieren das man dann doch einen anderen Blickwinkel erhält. In dem bewegenden Film überzeugen Jake Gyllenhall und Heath Legder in ihren Rollen, absolut, und nebenbei gelingt es Ang Lee auch noch viel von dem wunderschönen Panorama ein zu fangen. Habe ich schon oft im Tv gekuckt wenn er gelaufen ist, und war immer wieder berührt. Ich denke ich sollte mir den Film mal kaufen. :)

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Dr.Hasenbein

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ang Lee kleidet sein Männer-Liebesdrama "Brokeback Mountain" in tolle Landschaftsaufnahmen und geht die ganze Sache wie man es von ihm gewohnt ist angenehm ruhig und unspektakulär an.
Das gibt einem Zeit in die Geschichte einzutauchen, seine Figuren kennen und verstehen zu lernen, und natürlich die schönen Landschaften zu genießen.
Dabei schafft er es sogar nicht in die typischen Genreklischee-Fettnäpfchen zu treten und umschifft diese sogar gekonnt.
Außerdem versucht er nicht mit aller Gewalt die beiden ständig beim knutschen oder vögeln zu zeigen.
Das ganze ist einfach sehr schlicht und würdevoll in Szene gesetzt.
Der größte Pluspunkt sind aber wohl die beiden Hauptdarsteller
"Heath Ledger" und "Jake Gyllenhaal" ,
die völlig uneitel, ungeniert und realistisch ihre Rollen verkörpern.
Die Chemie zwischen ihnen stimmt einfach und man nimmt ihnen ihre Zuneigung zueinander in jeder Einstellung ab.
Ganz fair ist es hierbei nicht dass meistens "Ledger"
(natürlich wegen der dankbareren Rolle) die größeren Lorbeeren für sein Spiel einstreicht, denn "Gyllenhall" steht diesem in nichts nach.
Die wenigen erwähnenswerten Nebenrollen sind ebenfalls gut besetzt, ordnen sich aber komplett den beiden Hauptakteuren unter.
"Brokeback Mountain ist ein schöner und trauriger Film über eine Liebe die keine Chance bekommen hat und immer im geheimen stattfinden mußte.

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Samweis_Gamdschie

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr sehr sehr gewagter Film von Ang Lee, hätte auch richtig in die Hosen gehen können. Ich finde dem Film nicht schlecht, er ist aber auch kein Meisterwerk.
Besser als 80% der heutigen Filme.

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vicktoria.piekarz

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das ist einfach mein Absoluter Lieblingsfilm 4 Ever ... der Film hat so viele Gefühle das mir ganze Zeit die tränen gelaufen sind ... ein Meisterwerk das jeder sehen muss

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Filmfan30

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Bewertung7.5Sehenswert

Ang Lee hat Mut bewiesen. Das muss man ihm lassen. Nicht nur, dass eine schwule Liebesgeschichte unter zwei Männern erzählt wird, die nicht romantisch verklärt ist, sondern völlig normale Menschen zeigt, die an den Widerständen der damaligen Gesellschaft scheitern.

Er spielt außerdem noch in der konservativsten und engstirnigsten Ecke von Amerika. Gerade am Land schauen die Leute selten über den Tellerrand hinaus. Deshalb hat die Liebe von Jack und Ennis keine Chance. So weit, so schon 1000 Mal in anderen Romeo-und-Julia-Verschnitt-Filmen gesehen.

Ihre Liebe ist von Anfang an grob und verzweifelt. Zärtlichkeit kommt gar nicht auf weil sie innerlich so zerrissen sind, dass sie sich für ihre "sündigen" Gefühle wohl bestrafen wollen. Dann kommt die homophobe Gesellschaft noch dazu. Natürlich muss das im Drama enden.

Andererseits ist der Film dann wieder doch kein glühendes Statement für die freie Liebe. Zu klischeehaft ist das Ganze und außerdem ist eine Handlung, deren einziger Spannungsbogen im versuchten Brechen von Tabus liegt, eine für Gutmenschen angelegte unrunde Sache.

Ich meine, der hauptsächliche Reiz an dem Film liegt daran, dass zwei Homosexuelle sich gegen eine intolerante Gesellschaft stellen müssen. Da können viele bequem auf der Coach sitzen und mitleiden.

Eines Tages, hoffe ich, wird Homosexualität nichts Besonderes mehr sein. Dann werden wir es alle als das Selbstverständliche akzeptieren was es ist und dann wird der Unterhaltungswert solcher Dramen drastisch sinken weil keiner mehr nachvollziehen kann was daran "anders" sein soll.

Dennoch hat Ang Lee, wie gesagt, Mut bewiesen. Der Film ist schwere Kost und nimmt einen oft in seiner beeindruckend nüchtern erzählten Weise ziemlich mit. Heth Ledger war grandios und Jake Gyllenhall nicht weniger gut.

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sweeneytodd

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Bewertung9.0Herausragend

Es ist schon ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, dass ein Film wie "Brokeback Mountain" in der heutigen Zeit noch solche Diskussionen auslöst. Vor allem im angeblichen "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" finde ich so eine Einstellung schon reichlich seltsam. Man will aufgeschlossen sein, verwendet in jedem zweiten Satz das Wort "Fuck" und auch kein noch so schmutziger Gag ist den Amis zu platt. Doch sobald sich zwei Männer in einem Film küssen, geht der große Aufschrei durchs Land. Schon lustig!

Schön, dass sich Ang Lee davon nicht beeindrucken ließ, denn, was er hier auf die Beine stellte, ist wirklich mehr als sehenswert. Die beiden Hauptdarsteller schaffen es, dass man in der Geschichte voll mitgeht. Hin und wieder gibt es Szenen, die für mich ein wenig dahinplätschern und den Film ein wenig die Fahrt verlieren lässt. Vor allem die Szenen im Hause Ledger/Williams sind da zu nennen. Am Ende geben alle Beteiligten allerdings nochmal alles. Ich kann mich nicht an viele Filme erinnern, die mich am Ende so sehr berührt haben wie dieses Meisterwerk und obwohl ich den Film schon mehrere Male gesehen habe, schafft er dies immer noch. Starke Vorstellung aller Beteiligten und einer der besten Filme, die ich je gesehen habe.

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Prinzessus

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Bewertung0.0Hassfilm

Manche Filme richten den Scheinwerfer auf Dinge, die ich lieber nicht sehen will.....

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HellGreetings

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Schnullernazi-Alarm!


emmaranza

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der kommentar und die bewertung hätten doch echt nicht sein müssen


mabellecomunication

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Bewertung9.0Herausragend

Ein stiller Film in großartigen Bildern. In dem es nicht vordergründig, wie ich dachte, um Homosexualität geht. Nein, der Film inszeniert einen schüchternen, respektvollen Versuch, sich dem Phänomen zu nähern: Dass zwei Männer mit Vieh sich treffen - und sich irgendwann lieben. Schüchtern wie der Film selbst und gleichsam unausweichlich. Natürlich wird das auch zu einem Gesellschaftsdrama. Aber das spielt sich genauso still und jäh und unabdingbar ab, wie die Liebe selbst. Es ist ein sehr eindringlicher Film. Wer seinen Figuren nicht nah kommen will, der sollte ihn nicht schauen. 
Ich hatte mich gewundert, dass schließlich Lee und nicht Van Sant, wie vorgesehen, den Film gemacht hat. Ich glaube aber, dass die Entscheidung für Lee die richtige war, denn die Ästhetik Lees holt den Menschen hervor - was Van Sant vielleicht anders gemacht hätte... 

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Arschhoernchen

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Bewertung1.5Ärgerlich

Brokeback Mountain erzählt, kurz gefasst, die Geschichte zweier verkappt Schwuler Kuhhirten im Amerika der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die beiden arbeiten zusammen, verlieben sich, gehen auseinander, heiraten und können doch nicht von einander lassen. Und wie es sich für ein anständiges Drama werden sie am Ende alt und schrecklich unglücklich und dann sterben sie. Diese nicht wirklich abendfüllende „Handlung“ bläst Starregisseur Ang Lee mit vielen leidlich schönen Landschaftsaufnahmen zu einem Langfilm auf.

Außer der gut geratenen Kameraarbeit hat „Brokeback Mountain“ aber nicht viel zu bieten, außer Klischees über Schwule, wie sie jeder Homophobe tadellos unterschreiben könnte. Schwuler Sex ist in diesem Film immer roh, schwerzhaft und beide müssen sogar dabei weinen. Es hat etwas schuldiges und sündiges, wenn sich die beiden Cowboys in ihrem einsamen Zelt brutal durchnehmen. Natürlich führt schwule Liebe zu Unglück und natürlich sind die beiden Schwulen verlogen und feige. Warum Homophobe „Brokeback Mountain“ nicht lieben kann man nur damit begründen, dass die meisten ihn wohl nicht gesehen haben werden. In der Liebe der beiden Kuhhirten ist nichts schönes, helles oder romatisches. Alles ist blutig, traurig und irgendwie wahnsinnig krampfig.

Aber warum Schwule diese überlange bildreiche Tränensülze lieben ist unerklärlich. An den holzschnittartigen Schauspielleistungen der beiden Hauptdarsteller kann es nicht liegen. Die spielen ihre harten Kerls als grobmotorische Puppen ohne Mimik und brüllen und stammeln ihre Texte erbarmungswürdig dahin. „Brokeback Mountain“ mag als Landschaftsfilm ohne Ton erträglich sein, als Spielfilm versagt der erbärmlich langweilige Streifen aber völlig. Schade, dass hier Ang Lee, Regisseur des wunderbaren "Das Hochzeitsbankett" hier so tragisch auf ganzer Linie versagt.

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Weltenkind

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Bewertung9.0Herausragend

[...] Die Liebe zweier Individuen ist der Mittelpunkt aller Konspiration. Ennis Del Mar begegnet der Liebe mit Abneigung. In ihrer ersten Nacht reagierte er aggressiv und später abweisend. Er ist sich der gesellschaftlichen Ausgrenzung Seinerselbst bewusst, während Jack Twist, der naive und lebenslustige Jüngling, in seinen Gefühlen lebt. Beide Gegenpole zementieren ihre Liebe ganz individuell, aber verlieren sie niemals. Während Ennis nach ihrer Trennung heiratet, ein geordnetes Leben zu führen versucht, gleitet Jack verloren durch die Welt. Der Versuch, ein Jahr später auf den Brokeback zurückzukehren, endet mit der Einsicht, dass ihr Geheimnis nicht so geheim war, wie erhofft.
Dennoch bleibt die Liebe der beiden zueinander, trotz verschiedener Lebensstile, allgegenwärtig. Die Suche der Gefahr, das fehlende Gefühl des Zusammenseins, verstärkt sich im Laufe der Jahre, verliert sich in vorgeheucheltem Interesse an Frauen und dem Aufbau anderer Existenzen. Dann der Versuch der Wiedervereinigung: Im Schatten der eigenen Ehen zelebrieren sie eine Affäre. Zurück auf dem Brokeback besprechen sie ihre Zukunft. Aussichtlos, verloren, unmöglich – da ist nichts, was sie zusammenhält. Ihre Liebe besteht nicht die Prüfung der Gesellschaft. „Wie lange denn?“, fragt Jack und Ennis resümiert nur vage: „So lange, wie wir können.“ [...]

http://www.cereality.net/kritik/brokeback-mountain-12622

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Punsha

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Empfandest du ihr Interesse an Frauen wirklich so vorgeheuchelt? Vorsicht! ;)


Weltenkind

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Allerdings. Zumindest in der Beziehung, dass Ennis' Ehe aus reiner gesellschaftlicher Konvention entstanden ist. Natürlich haben sich im Laufe der Jahre und durch die Kinder gegenseitige Gefühle entwickelt, aber niemals so sehr, dass ein Vergleich mit seinen Gefühlen zu Jack standhalten würde. Auch nach der Scheidung hatte Ennis diese Freundin, die für ihn ohne Interesse war. Seitens Jack geht das relativ gut hervor, als er mit der anderen Frau getanzt hat, anstatt mit seiner Frau. Auch wenn ich Brokeback nicht als schwulen Liebesfilm sehe, ist er dennoch nicht im Geringsten heterosexuell. Die sexuelle Basis der Protagonisten ist jederzeit homosexuell. Die Ehen belaufen sich auf reiner gesellschaftlicher Konvention. Auch wenn Ennis vor der Zeit am Brokeback bereits in einer Beziehung war, ist diese seit dem Abstieg nicht mehr an Liebe gebunden. Wenn ich von "vorgeheuchelt" spreche, meine ich Interesse im Sinne von Gefühlen.


hnnng

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Bewertung6.5Ganz gut

Eine alte Volksweisheit besagt:
Schwule Cowboys schützen vor Langeweile nicht.

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Brenda von Tarth

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehenswerter, trauriger, beeindruckender und sehr mutiger Film - jenseits aller Klischees über Cowboys! Mich haben die Darsteller sehr berührt - traut euch und überzeugt euch selber!

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Otto Normal

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Ich finde den Film alles andere als mutig, denn er entspricht sehr dem amerikanischen Zeitgeist. Und das "jenseits aller Klischees" ist auch etwas daneben. Der Film ist schön, aber ein einziges Marlboro-Cowboy-Klischee. Nur sind die Klischeecowboys eben schwul, das wars aber auch schon. Trotzdem kein schlechter Film....


Brenda von Tarth

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Oha. Jetzt habe ich gedacht, dass das Klischee vom Cowboy das ist, dass er ein harter Hetero-Mann zu sein hat.
Der Klischee-Cowboy darf so ziemlich alles sein - ausser halt eben schwul.
So kann man sich täuschen...


EvertonHirsch

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Bewertung4.0Uninteressant

Schöne Landschaften und wirklich gute Kameraarbeit (vor allem eben in den Gebirgen) und Ledger spielt ebenfalls gut (Gyllenhall fand ich eher durchwachsen). Aber mein Thema ist es nicht und der Film schaffte es auch nicht, bei mir Interesse für die Charaktäre zu wecken. Das liegt wahrscheinlich zum großen Teil an der ermüdenden Erzählweise - und dass eben Wichtigeres gestern um fast die gleiche Zeit lief.

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EvertonHirsch

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Ich glaube, wenn das wirklich so wäre, hätte ich den Film erst gar nicht geguckt. Ich denke bei Brokeback Mountain weiß man vorher, auf was man sich thematisch einlässt.


EvertonHirsch

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Und auch ich finde Queen genial, allen voran Freddie Mercury


FilmFreeza

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Bewertung6.5Ganz gut

„Brokeback got us good, don't it?“

Mit dem 2005 erschienenem Western-Drama BROKEBACK MOUNTAIN erschuf Ang Lee nicht nur einen äußerst viel diskutierten Film, sondern auch eine einzigartige Geschichte. Viele anstößige und unverständliche Kommentare und Bemerkungen trudelten auf den Streifen ein, viele Verbände sahen es als ihre Pflicht an gegen den Film vorzugehen und ihn anzuprangern. Letztlich setzte sich die Kunst durch. Lee kreirte einen zeitlosen und berührenden Western-Film, der es aber in seiner Beschaulichkeit verschlaft den Zuschauer restlos zu beeindrucken und zu erreichen.

Ennis del Mar ist ein neunzehnjähriger Burscher der auf einer Ranch groß geworden ist, Im Jahre 1963 nimmt er einen Job auf dem Brokeback Mountain an. Dort muss er eine Schafherde hüten. Mit ihm arbeitet der ein Jahr ältere Jack Twist der schon Erfahrung in diesem Beruf hat. Zusammen müssen sie in der Einsamkeit des vor ihnen aufstrebenden Berges ihre Zeit verbringen. Mit der Zeit entwickelt sich eine Kameradschaft zwischen den Beiden, welche in einer Affäre gipfelt. Geplagt vom Druck der Gesellschaft, Unsicherheit und intensiven Gefühlen gehen die Beiden nach Abschluss der Arbeit wieder getrennte Wege. Sie finden Frauen, heiraten, bekommen Kinder, versuchen ein normales Leben zu führen. Die Sehnsucht jedoch obsiegt und schon bald finden sich Ennis und Jack in einer Flucht aus einem Leben wieder, dass sie nie wirklich haben führen wollen.

BROKEBACK MOUNTAIN ist ein unheimlich tragischer Film. Eine wahre Tragödie. Zwei Menschen, eine Liebe. In einer Zeit in der Homosexualität verachtet wird, finden zwei Männer zueinander und entwickeln Gefühle füreinander, die jedweder Norm und Sitte widersprechen. Schüchternheit und Mut treffen einander, Angst und Hoffnung, Traum und Realität. In der Abgelegenheit und Kälte des Brokeback Mountain´s ist die einzige Wärmequelle das unbändige Verlangen der beiden Protagonisten füreinander. Zwischen kalten Bergflüssen, kühler Schafswolle und Dosengerichten ist das einzig edle und anmutige die Leidenschaft, welche sich zwischen zwei Individuen entwickelt. Auch wenn BROKEBACK MOUNTAIN häufig als Stichwort für Witze über Homosexualität fällt, gibt es doch rein gar nichts abstoßendes an diesem Film. Möglicherweise sind einige Bilder ungewohnt, aber keinesfalls unappetitlich oder gar ekelerregend. Ein ehrlicher Film über ein unehrliches Paar.

Ang Lee jedoch verpasst es in den wichtigen Momenten wahre Highlights zusetzen. Die Dramaturgie des Streifens entfacht erst gegen Ende der Laufzeit. Erst dann werden Gefühle freigesetzt, erst dann wird dem Zuschauer erst bewusst wie ernst die Lage überhaupt ist. Bis dorthin ist der Film zwar faszinierend und keinesfalls langweilig, jedoch nicht die Gefühlsexplosion die man aufgrund der Kritiken und Resonanz erwartet hätte.

„I wish I knew how to quit you.“

Filmtechnisch liefert Ang Lee jedoch wieder einiges ab. Die Settings sind sorgsam ausgewählt und perfekt eingegliedert worden. Kalte Orte, triste Atmosphäre, alles ein wenig kahl und trostlos. Sie spiegeln die Gefühlslage und die Situation in denen sich die Protagonisten befinden sorgsam wieder. Die Berglandschaft macht einiges her. Auf der einen Seite ruft sie eine beklemmende und abschreckende Wirkung hervor, auf der anderen Seite hat bietet eben diese Landschaft den genau richtigen Ort für die Geschichte um diese glaubwürdig zu bebildern.
Beim Score patzt BROKEBACK MOUNTAIN zum größten Teil, was den Oscargewinn für die beste Filmmusik ein wenig dubios erscheinen lässt. Erst zum Ende des Filmes können die Kompositionen Santaolalla´s das Publikum ernsthaft erreichen. Bis zu diesem Punkt bleibt der Soundtrack unscheinbar und unspektakulär. Er unterstützt das emotionale Schauspiel der Hauptdarsteller nur selten und hat somit eine gewisse Teilschuld an dem oftmals fehlenden gewissen Etwas, welches den Film in den etwas stärkeren Durchschnitt rutschen lässt.

Schauspielerisch bietet BROKEBACK MOUNTAIN ganz großes Kino. Der tragischerweise schon verstorbene Heath Ledger und sein Kollege Jake Gyllenhaal zeigen einmal mehr das sie Ausnahmekönner sind/waren und in emotionalen Rollen ein ums andere Mal aufblühen. Heath Ledger der den dominanteren Part im Film einnimmt besticht vor allem durch den Kampf mit sich selbst. Während Gyllenhaals Figur Jack ganz genau weiß was er will und auch entschlossen ist diesen Weg zu gehen, lässt sich Ennis häufig von der Meinung der Gesellschaft unterjochen und flüchtet so in seinen fleischgewordenen Alptraum. Beide spielen am absoluten Limit, eine gewaltige Vorstellung, die trotz der sehr starken Konkurrenten mit einem Oscar hätte honoriert werden müssen.

BROKEBACK MOUNTAIN ist ein Film der mehr Emotionen zeigt als er hervorruft. Diesen Umstand hätte Ang LEE beispielsweise umgehen können indem er den Kampf der Protagonisten nicht nur im Innern austrägt sondern auch in der Gesellschaft und dem direkten Umfeld. Hiermit werden die Figuren Ennis und Jake leider zu selten konfrontiert, was dazu führt dass die Tragödie zwar stattfindet, jedoch nicht in der Intensität wie es hätte sein können.

„Jack, I swear...“

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craax

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differenzierter und sensibler Kommentar, ich frage mich nur, wie da die doch eher eingeschränkte Punktzahl (sind Schall und Rauch) nicht etwas höher hinaus möchte...? (einmal klingt an: erst zum Schluß würd's etwas 'dramatischer',- aber ist das nicht eigentlich ein übersteigerter Schlußakkord, der vor allem der Tatsache Rechnung trägt, das die Mißachtung der "Gesellschaft" bishin zu Mord (tatsächlich: KZs) vor (nichts) je zurückschreckt(e)? - die Dramatik ist doch eher (m.M.n) die >stille< Tragödie, die (uns) jeden Tag umgibt - heute, hier und jetzt, -wie zumeist allen Epochen. Das Drama ist die (stattfindende, nicht >damalige<) Ächtung einer -völlig schuldlosen- Minderheit. Reicht mir schon, als Spannungsgenerator. In jedem Fall einen lieben Gruß, danke für die Worte. Ernst. :)


danklorix

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Bewertung6.5Ganz gut

So muß ma einschreiten...Mit welcher Leidenschaftlichkeit manchmal Beschimpfungen die Runde machen, zeigt schon das, dass Thema die Leute peinlich berührt. Irgendwie sehr ironisch, dass sich Menschen an nem Thema aufhängen das sie eigentlich gar nichts angeht...was in anderen Betten abgeht sollte ja eigentlich Privat bleiben, aber dank dem Internet und Fernsehn is das ja mittlerweile passe.

Weiterhin muß festgestellt werden, das sich bei diesem Film alle über das falsche Thema echouffieren, denn man muß doch sagen das hier eine Randgruppe von Leuten glorifiziert wird die in meinen Augen keine Toleranz verdient haben....nämlich: COWBOYS!!!!!
Cowboys sind dafür verantwortlich das tausende Amerikanische Ureinwohner ihr Leben verloren...Cowboys haben unzählige unschuldiger Büffel und Bären getötet...Cowboys sind dafür verantwortlich das Millionen Amerikaner mit ner Wumme im Hosenbund über die Straßen von Detroit flanieren...Cowboys tragen die alleinige Schuld an einem Klamaukwestern von Bully Herbig...Cowboys tragen total geschmacklose Hüte....Cowboys geben ihren Kindern die dämlichsten Namen...Cowboys kaufen bei Wal Mart...Cowboys hassen Kommunisten...Cowboys kommen meistens aus fucking Texas...Cowboys sehen aus wie George W. Bush...Cowboys scheissen in die Wüste...Cowboys fahren Umweltverpestende Geländewagen...Cowboys nerven genauso wie Gunther Gabriel...Cowboys kommen nicht mit Marty McFly klar....Cowboys reden total unverständliches Kauderwelsch...und Last but not Least....Cowboys rauchen Malboro!

So wer jetzt immernoch meint Homosexuelle seinen irgendwie störend, der sollte mal zu ner Squaredance-Party gehen und sich 2 Std. mit nem Waffenfanatiker aus dem mittleren Westen unterhalten...

Ah ja, der Film noch...irgendwie sehr verstörend...mußte immer an Scary Movie denken;-)

PRÄDIKAT: Ey Bush....wat hältst du denn von dem Streifen?

"Was ist das hier? Holy-Gay on Ice?"
Queer as Folk

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Filmfan30

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Lol. Danke für den lustigen Kommentar und die herrlichen Vergleiche!


Hartigan85

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wie kann man nur? So einen Scheiß guck ich mir nicht an. Das ist ein Film über Schwuchteln und Tucken, so einen Mist gucken doch nur Schwule! So in etwa klingen die häufigsten Reaktionen, wenn man über den 2004 entstandenen „Brokeback Mountain“ spricht oder davon hört, bzw. liest.
Doch Fakt ist:
Ang Lee hat mit "Brokeback Mountain“ ein fantastisches Liebes-Drama über die jahrelange homosexuelle Liebe zweier Cowboys gedreht. Der Film wurde zu Recht mit vielen Filmpreisen und Nominierungen bedacht. Und ich als heterosexueller Kerl muss sagen, dass mir der Film verdammt gut gefällt. Ich habe ihn jetzt zum mittlerweile dritten Mal gesehen, jedes Mal konnte er mich begeistern.
Ang Lee erzählt hier die tragische Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen 2 Männern, die sich kennenlernen, als sie zusammen in Wyoming Schafe hüten. Diese schwierige und immer wieder von Enttäuschungen und Trennungen geprägte Beziehung beginnt Anfang der 60er Jahre und erstreckt sich über einen Zeitraum von knapp 20 Jahren…
„Brokeback Mountain“ ist vor allem auch ganz großes Darstellerkino! Der leider viel zu früh verstorbene Heath Ledger brilliert hier in der Rolle des Ennis del Mar. Für mich die beste Leistung seiner Karriere, noch vor seiner (ebenfalls herausragenden!) Performance als Joker in „The Dark Knight“. Auch Jake Gyllenhaal zeigt einer seiner stärksten Leistungen als Jack Twist. Und auch die leider immer wieder unterschätzte Anne Hathaway überzeugt in ihrer nicht unwichtigen Nebenrolle. Selbiges gilt für Michelle Williams, die hier Alma, die Ehefrau von Ennis spielt. Auch Randy Quaid darf kurz in einer kleinen Nebenrolle als fieser und homophober Schafzüchter glänzen.
Der Regisseur lässt sich viel Zeit, um seine Charaktere einzuführen und ihre emotionale Geschichte zu erzählen. Seine unaufdringliche Inszenierung, wie er sich mit diesem schwierigen Thema auseinandersetzt, ist aller Ehren wert. Zu Recht durfte Ang Lee dafür den Regie-Oscar entgegennehmen. Der Film begeistert auch durch tolle Landschaftsaufnahmen Wyomings und durch einen schönen ohrwurmverdächtigen Soundtrack.
Ang Lees „Brokeback Mountain“ ist ein mutiges, großartiges, intensiv-bewegendes, ehrlich-authentisches und tragisches Liebes-Drama. Ein wichtiger Film, der von jedem gesehen werden sollte um mehr Toleranz und Respekt im Umgang mit diesem (scheinbar immer noch) Tabu-Thema zu erreichen…

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mary84

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Sensationelle Vorstellung der 3 Hauptakteure :) sehr unterhaltsam, danke dafür. ;)


fuerchtegott

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@paba: Auch dir seien deine 5 Minuten gegönnt. ;-)



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