Broken Flowers - Kritik

FR/US 2005 Laufzeit 106 Minuten, FSK 0, Road Movie, Komödie, Kinostart 08.09.2005

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Kritiken (3) — Film: Broken Flowers

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.0Herausragend

Ich habe lange keinen Film mehr gesehen, der in seiner Narration so unaufgeregt und gemächlich daherkam wie Jim Jarmuschs Tragik-Komödie „Broken Flowers“. Natürlich, Bill Murray ist das zentrale Element dieses Film, der den gealterten Frauen-Held Don Johnston spielt, der sein Leben mittlerweile völlig antriebslos auf dem Sofa sitzend vor dem Fernseher verbringt, bis er eines Tages von einem rosa Brief aufgerüttelt wird, in dem geschrieben steht, dass er Vater eines nunmehr neunzehnjährigen Sohnes sein Angetrieben von seinem einzigen Freund Winston macht sich Don auf die Reise durch das Land um fünf Verflossene zu besuchen, die als Mutter seines angeblichen Sohnes in Frage kommen könnten. Diese Odyssee führt Don nicht nur durch das Land, gleichzeitig inszeniert Jarmusch eine Reise quer durch alle Schichten der amerikanischen Gesellschaft. Voller Melancholie erzählt, wird der Film zu keinem klaren Abschluss kommen, der Zuschauer bleibt ratlos zurück, mit mehr als nur eine offenen Frage im Kopf. Was von diesem Film bleibt sind ruhige, schöne Bilder und ein Bill Murray, der seinen Charakter mit seiner ihm eigenen Mimik vortrefflich zu verkörpern weiß. Nicht zu vergessen der schöne Score, der den ganzen Film mit einer melodisch-fröhlichen jazzigen Musik unterlegt, die somit die gezeigten Bilder wunderbar kontrastiert. „Broken Flowers“ ist ein ungeheuer intensiver Film, der seine Wirkung vor allem aus der Atmosphäre zieht, die er selbst erzeugt. Exemplarisch sei an dieser Stelle auf das Dinner mit einer seiner Ex-Frauen (Tilda Swinton) und deren Mann hingewiesen, welches auf Grund der vortrefflichen Inszenierung und des tollen Spiels der Schauspieler eine so unbehagliche Stimmung erzeugt, dass der Zuschauer am liebsten selber aufstehen und den Raum verlassen möchte

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

maria-ri-mann

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Hallo! Tilda Swinton spielt in diesem Film aber die Rockerbraut Penny, und nicht die Dora, mit der er zu Abend isst.


Bandrix

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Genau!


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

Bill Murrays resignierter Gesichtsausdruck ist schlichtweg grandios. Je älter er wird, desto tragikomischer scheint er spielen zu können. Genau das macht „Broken Flowers“ zu einem wunderbaren Film, da der Hauptdarsteller die Gesamtatmosphäre in sich vereint. Für leise Komik sorgen die verschiedenen (ebenfalls toll besetzten) Figuren, auf die Don trifft und die seine Reise zu einem fesselnden Erlebnis machen. Dabei zeigt Ausnahmeregisseur Jim Jarmusch alles höchst lakonisch und mit größter Ruhe, aber ohne Langeweile, perfekt untermalt mit einem träumerischen Soundtrack. Es werden viele Symbole und Anspielungen platziert, aber ohne zu erklären. Da ist dann der Zuschauer gefragt. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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6.5Ganz gut

Der schönste, kauzigste, hinreißendste und lustigste Wettbewerbsbeitrag des diesjährigen Festivals von Cannes: Ein sensationell entspannter Jim Jarmusch schickt seinen ebenso lässigen Hauptdarsteller Bill Murray auf einen absurd-komischen Roadtrip durch seine Vergangenheit und gibt ihm alle Möglichkeiten, sein brillantes schauspielerisches Talent auszuspielen...

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Bandrix

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Da hat Moviepilot sich aber verklickt. Von Grass gibt "Broken Flowers" 4 von 5 Sternen. Das sind mehr als 6,5!



Kommentare (60) — Film: Broken Flowers


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kobbi88

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bill, du alter Charmebolzen, du kannst es also immer noch.
Du siehst zwar nicht besonders toll aus. Dein Gesicht hat ne merkwürdige Form, dein Körper noch mehr. Du kuckst immer so melancholisch, so traurig. Lächeln sieht man dich nur selten. Und oft schaust du auch so, als ob dich die Welt um dich herum nichts angeht. Und trotzdem kriegst du Sharon Stone ins Bett, schaffst es, dass dich Alexis Dziena in Unterwäsche beim Abschied nicht aus den Augen lassen will.
Auf deiner Reise zu deinen Verflossenen irrst du durch die Vereinigten Staaten. Lustlos, antriebslos. Und doch macht es eine solche Freude, dir dabei zuzusehen.
Obwohl du langsam durch die Gegend schleichst, meistens nur irgendwo rumsitzt und hin und wieder ne höfliche Antwort vor dich hingrummelst, so wirkst du so unglaublich sympathisch wie kaum ein anderer. Selbst im Trainingsanzug wirkst du nie lächerlich, du hast immer einen gewissen, sehr eigentümlichen Stil.
Und du schaffst es, diesem Film von Jim Jarmusch, diesem scheinbar bunt zusammen gewürfelten Haufen verschiedenster, zum Teil doch sehr merkwürdiger Damen, diesem Querschnitt durch die amerikanischen Sozialschichten, ein verbindendes Element zu geben. Ein (ziemlich zerknautschtes) Gesicht. Durch dich hält der melancholische und humorvolle Film, dieser untypische Roadmovie zusammen. Durch dich und, wie sollte es bei einem Jarmusch-Film auch anders sein, durch die Musik.
Du gibst der Jarmusch-Stimmung, dieser melancholisch-witzigen, ein bisschen swingend-jazzigen und einfach nur sympathischen Jarmusch-Stimmung in diesem Film ein Gesicht.

Und dafür, lieber grummeliger, zerknautschter und so megasympathischer Bill, dafür wollte ich einfach mal Danke sagen.

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DTokarsky

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Jarmusch ist wirklich ein unglaublich guter Regisseur. "Dead man" fand ich auch klasse aber denke auch "Night on earth" und vor allem "Down by law" sind gute Einstiegsfilme der Jarmusch.Werke.


Hfonda15

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Werde den Werken von ihm dann doch mal ein bisschen Zeit widmen. Vielleicht gefallen mir andere seiner Streifen besser.


Alienator

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Bewertung5.5Geht so

Das alte Problem bei Jarmuschfilmen ist, das sich die Art der Betrachtungsweise eines Jarmusch dem normnalen Betrachtungswinkel eines üblichen Films entzieht. Seine Art zu drehen ist sehr langsam. Die Kamera verharrt auf Gesichtern oder Situationen ohne wirklich was zu sagen. Eine gradlinige Geschichte ist selten der Fall. Aber genau das ist ja der Reiz solch eines Filmes. Jarmusch betont selbst, dass das Leben nicht rational sondern emotional verläuft. Und so dreht er auch seine Filme. Sie folgen eher den Emotionen statt dem Rationalen. Hauptaugenmerk seiner Filme liegt nunmal auf den Charakteren. Auch wenn Figuren nur für ein paar Minuten auf der Leindwand zu sehen sind (wie hier die Reihe der weiblichen Schauspieler), gibt noch jede kleine Nuance die Chance auf Charakteriserung. Das ist manchmal schwer verdaulich, weil man beim ersten Hinsehen keine Intention der Figuren entdeckt. Nur später wird einen klar, was dort passiert ist.Die stärkste Szene in diesem Film ist die Friedhofsszene.

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Hfonda15

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Bin da hundertprozentig bei dir! Ich liebe Murray in all seinen Comedy Filmen durch seine einzigartige Art. Will nicht behaupten er knn nichts anderes aber mir gefällt der bei Komödien am Besten. Und zum Glück erfreut er uns Fans alle paar Jahre immer wieder durch Produktionen mit Wes Anderson :D


Alienator

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Muss ich auch so unterstreichen.


BigGizzle

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Bewertung5.0Geht so

Mein Kollege meinte, denn muss ich mir einfach anschauen. Klasse Film und so weiter. Als der Abspann lief habe ich mich gefragt warum eigentlich. Ganz ehrlich, ich glaube es liegt daran das er 30 Jahre älter ist als ich und somit viel mehr paralellen zu Don Juan sieht als ich.
Klar Murray spielt wie gewohnt den gelangweilten Frauenheld, dass funktionert auch. Die Mimik ist einfach Klasse, daher auch meine mittelmäßige Bewertung.
Aber der Rest war doch extrem langweilig und ich konnte mich einfach null mit Murray´s zerrissenheit identifizieren.

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makemyday

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

netter, ruhiger film mit vielen trockenen, witzigen situationen. schön.

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DTokarsky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es macht einfach Spaß Filme von Jim Jarmusch zu schauen. Zum einen habe ich immer das Gefühl, auch bei wenig Handlung sehr unterhalten zu werden zum anderen merkt man einfach immer mit was für einer Liebe bis hin zum kleinsten Detail dieser Mann an seine Filme ran geht. So haben wir bei "Broken flowers" einen altgewordenen Don Juan, der sich auf eine schöne, skurile, traurige aber doch sehr unterhaltsame Odyssee begibt um die Mutter seines ihm unbekannten Sohnes ausfindig zu machen.

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hier gefallen mir vor allem die kleinen Dinge. Minimale Gesten in Schauspiel und Inszenierung, subtiler Humor, wie wenn Winstons Frau ihm sagt, dass er nicht mehr rauchen soll und er gleich darauf um die Ecke geht, um sich einen Joint anzuzünden, oder wenn er Don dann sagt, er solle auf rosafarbenes achten, und es das natürlich bei allen Frauen zu finden gibt, die Herz-Ohrringe von Lolita und so weiter und so fort. Solche und viele andere Details machen diesen Film zu etwas ganz Besonderem. Und auch sonst ist das Ganze überaus gelungen und gefällt mir sehr. Ein alternder Don Juan begibt sich ungewollt auf einen bewegenden Road Trip, um seine vergangenen Beziehungen aufzuarbeiten. "Broken Flowers" ist dabei ein sehr ruhiger, leiser Film, der weniger durch eine spannende Geschichte oder ausgefeilte Dialoge überzeugt, sondern eher durch die magische Atmosphäre, die Dons Reise durch die Weltgeschichte hier umgibt. Und natürlich liegt es auch an Bill Murray, dass alles so gut funktioniert. Er passt hier mit seiner lakonischen Art perfekt rein. Unterstützt von ebenso tollen Nebendarstellern spielt er seine Rolle immer mit einer hervorragenden Mischung aus trockenem Humor und dramatischem Ernst, sodass es auf mich absolut faszinierend wirkt, wenn Don Johnston (mit 't'!) sinniert, reflektiert und versucht, sich selbst zu finden.

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Hfonda15

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Bewertung5.0Geht so

Für alle die diesen Film sehen, sollte als erstes klar sein, dass es sich hier nicht um eine typische Murray Komödie handelt, sondern um einen Roadmovie in dem der alternde Don Johnston, der nichts mit seinem Leben anzufangen weiß. auf der Suche nach seinem Sohn ist, was mit unter auch recht deprimierend ist.
Der Streifen lässt sich insgesamt viel Zeit(trotz keiner zwei Stunden Laufzeit) um die Charaktere einzuführen und es kommen auch viele Szenen vor in denen man einfach nur eine Aufnahme von Bill Murray hat, der schweigend irgendwo sitzt und nichts sagt. Solche Szenen die den Zuschauer kaum unterhalten kommen des öfteren vor und dienen in meinen Augen dazu eine Tiefe im Film zu gestalten auch wenn er in meinen Augen nicht umbedingt sehr tiefgründig war. Der Film ist in gewisser Weise gut inszeniert, da mir STELLENWEISE der Stil des Films auch zusagt aber insgesamt ist der Film recht nichtssagend auch wenn mir meine zweite Sichtung um um einiges besser gefallen hat als die erste und ich mich hier auch mit dem Soundtrack des Films anfreunden konnte der zum Thema des Films passt.
Trotzdem sollte man bei dieser Thematik, dann doch eher auf Lost in Translation zurückgreifen der ein paar Nummern besser ist. Dort passt die ,,passive" Art von Bill Murray auch um einiges besser den ich hier zum aller ersten mal in einem Film, nicht umbedingt fehlbesetzt aber schon als austauschbar bezeichnen würde.
Das Ende des Films mag keine gute Auflösung liefern aber der leicht ironische Ausgang passt zu diesem Streifen und ist recht gut gelungen.

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Hfonda15

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Als ich den Streifen hier das zweite Mal betrachtet hab, hat sich mir dieser Sinn der dahinter steckt auch erschlossen, doch trotzdem konnte ich mit diesem Film nichts richtiges anfangen. Der ganze Film hat mich leider nicht so berührt wie er es wollte und ich war leider eher gelangweilt als diese stillen Szenen als Kunst anzuerkennen.
Bei deinem Kommentar habe ich mich etwas an the Tree of life erinnert, auch ein ,,ereignisloser" Film der den Zuschauer ebenfalls nicht durch eine fesselnde Handlung unterhalten soll, sondern auch zum nachdenken anregen soll. Bei The Tree of life(der nicht umbedingt vergleichbar mit Broken Flowers ist, da TOL viel intensiver war) war ich nachhaltig beeindruckt und hinterher hat mich dieser Film auch dazu angeregt über das Leben nachzudenken aber zu Broken Flowers hab ich leider keinen wirklichen ,,Zugang" bekommen weshalb ich diesem Werk auch nicht mehr als 5 Punkte geben würde.


jacker

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Solch eine Ebene ist auch viel subjektiver, es gibt viel weniger greifbares, was man als Anker nutzen kann. Entweder die Stimmung schlägt über, oder eben nicht. Da gibt es keine Garantie für und es ist extrem typabhängig!


loveissuicide

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Bewertung7.5Sehenswert

Es passiert nicht viel, schon klar, aber trotzdem reicht das Wenige an Handlung, um unterhaltsam zu sein. Den Rest erledeigt eh Bill Murray. Der fasziniert mich: der hat immer nur einen Gesichtsausdruck auf Lager, und trotzdem ist er so kultig. Mir gefällt Bill Murray, mir gefällt der Film. Kein Meilenstein, aber dennoch sehenswert.

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GRAND

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Bewertung7.0Sehenswert

Kann mir vielleicht irgend jemand sagen, was am Ende klar bzw. nicht klar wird ?
hab das nicht so verstanden... wurde da nur ein Streich gespielt ???

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Markbln

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Bewertung4.0Uninteressant

Überflüssiges Filmchen mit dem dauergelangweilten Bill Murray als dauerunglaubwürdiger Womanizer. So heiß wie jede der besuchten Damen im Film aussieht, ist das ganze nur ein feuchter Traum eines Langweilers namens Don Johnston.

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DeZeiter

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vorgemerkt

???...keine Ahnung wie ich bewerten soll.Der Film hat tolle Darsteller einige amüsante Szenen, er ist durchaus sehenswert. Warum? Keine Ahnung. Er ist aber auch irgendwie lame. Warum? Keine Ahnung. Übrigens mein erster Jim Jarmusch. Ob ich noch mehr von ihm sehen werde? Keine Ahnung... er lässt mich zumindest nicht wirklich los. Warum? ... Naja, ihr wisst Bescheid.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

DeZeiter

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oh. das soll heißen "...tolle Darsteller und einige amüsante Szenen..."


Derboywiealleanderen

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Die leichten Längen sind nicht lame, die sind Jarmusch.


Mac_C_Tiro

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Bewertung9.0Herausragend

Ich lese Jim Jarmusch und bin versucht den Film nicht anzusehen. Jarmusch steht für mich seit "Coffe and Cigarettes" für Kunst der Kunst wegen, eitel inszeniert und mit großen Stars querbett garniert. Ganz anders als zu Anfang seines Schaffens als er mich echt begeisterte. Angesehen hab ich den Film dann doch, wegen Bill Murray. Diese Entscheidung war absolut korrekt denn er erinnerte mich in punkto Erzählweise und Bildsprache endlich mal wieder an Jarmuschs Klassiker "Stranger Than Paradise"! Im ersten Moment erscheint er gewöhnlich und sehr trocken, fast karg und lieblos, genau wie der Hauptdarsteller.. dies wandelt sich aber im Laufe der Handlung immer mehr und mit jeder mileulastigen Eigenart der zu besuchenden Person, mit jeder alltäglichen Absurdität gewinnen Film und Protagonist an Tiefe und Botschaft und (dank des göttlichen Murray) an der dem Hauptdarsteller eigenen tragischkomischen Note! Ein Film in den man hineinwächst und der einem so viel zu sagen hat über das Leben und den Sinn in scheinbarer Sinnlosigkeit wie es selten der Fall ist!

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snu-snu

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Bewertung7.5Sehenswert

also die erste hälfte dacht ich mir nur so "lame" aber dann war der film rum und ich les jarmusch im outro, was mich schon beim intro gefreut hat, aber beim ende dann noch ein bischen mehr!

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AltH85

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DU liest im Abspann Jarmusch und das macht den Film nicht mehr "lame". Seltsam...


snu-snu

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ich meinte das eher metaphorisch, quasi die zweite hälfte verging wie im flug und der film ist gut wenn man die erste hälfte passieren lässt, glaub ich ^^


r3sortiane

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich weiß nicht recht wieso, aber Bill Murray gefällt mir in vielen Filmen irgendwie nicht so richtig. Mag es an seiner trockenen Art, seinem lethargischen Ausdruck oder vielleicht einfach an seinem Gesicht liegen ... ich weiß es nicht so recht.

"Broken Flowers" indes hat mich sehr gut unterhalten: Ein Film voller wunderbar unangenehmer Situationen, skurriler Momentaufnahmen und sich plötzlich und nur momentartig tangierender Lebensgeschichten.

DIE HAUPTFIGUR
Bill Murray passt dieses Mal ausgezeichnet in seine Rolle - er gibt Don Johnston sogar erst, was ihn so besonders macht - "Broken Flowers" ist sozusagen auf Bill Murray zugeschnitten: Ein emotionsloser, lethargischer und resignierter Ex-Macho, der seine besten Tage weit hinter sich zu haben scheint. Träge, lustlos, wortkarg ... anscheinden im Geiste schon fast erstorben. Was wäre dieser Mann ohne seinen energetisierenden Nachbarn - einen lebensfrohen, aktiven Hobby-Fahnder, der an den Vorfällen des Lebens seines Nachbars irgendwie mehr Feuer fängt, als dieser selbst. Möglicherweise gibt es da einen erwachsenen Sohn aus einer alten Liebschaft ...

WAS PASSIERT
Auf des Nachbars Initiative hin lässt sich unsere Hauptperson also auf eine Suche ein ... widerwillig zunächst und unmotiviert ... nicht einmal wirklich, um Gewissheit zu erlangen oder seiner Einsamkeit, Langeweile und Sinnlosigkeit zu entkommen - eher fast schon, um dem sympathischen Nachbarn einen Gefallen zu tun. Doch je länger er unterwegs ist und je mehr Schicksale der Frauen seiner Vergangenheit er kennenlernt, desto größer scheint auch sein eigenes Interesse an dieser Spur zu sein, die er in seinem Leben hinterlassen haben könnte.

FAZIT
Manchmal erscheint einem Johnston wie ein Tauber, inmitten seiner Welt: Er beobachtet, rezipiert, nimmt auf, steckt ein ... und wirkt dabei merkwürdig unbeteiligt. Das es trotzdem in ihm arbeitet, wird erst im Verlauf seiner Reise deutlich. Hier gelingt es "Broken Flowers" auf subtile Art und Weise, Tiefe und Entwicklung in eine Figur zu bringen.
Daneben ist der Film wunderbar skurril, beschämend und schrullig. Die erstklassige soulige, jazzige und insgesamt sehr variable Musik gestaltet den Film kurzweilig. Die Situationskomik ist kreativ und authentisch. Einige Zitate sind im Kontext einfach köstlich:
"Ich bin Lo - eigentlich heiße ich aber Lolita."
"Als einer der einem ein Sandwich ausgegeben hat, haben Sie da philosophische Tipps?"

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LynchFan1706

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Ich möchte, dass meine Filme nachwirken beim Zuschauer, dass das Gesehene sie noch eine Weile bewegt." J. Jarmusch

Ich mag Bill Murray seit "Ghostbusters"... Er ist genial... Dieser unnachahmliche Blick, mit leicht geneigtem Kopf, der eigentlich seine Form des Ausdrucks für nahezu alles ist... All seine Gefühle kann man auch Don Johnston vom Gesicht ablesen... Man muss ihn nur beobachten... Und obwohl sich dieser Gesichtsausdruck die gesamte Zeit nie wirklich ändert, erkenne ich, was Don Johnston in jeder Episode dieses Weges empfindet... Jim Jarmusch hat Bill Murray durchschaut und ihm hier die Rolle des Don Johnston auf den Leib geschneidert... "Broken Flowers" lebt ausschließlich vom genialen Schauspiel des Bill Murray... Dies ist so reduziert, seine Ausdrucksweise so lakonisch, dass es beeindruckend, einzigartig und bewegend für mich war, ihm bei diesem Trip in die Vergangenheit zuzusehen... Im Hintergrund stets die coole Musik von Winstons gemixter CD...
Es spielt gar keine Rolle, was in diesem Film aufgelöst wird bzw. worüber man im Dunkeln gelassen wird, es geht einzig und allein um die Gegenwart... Um das Jetzt und Hier... Ich denke, das hat auch Don Johnston gelernt...
Ohne Bill Murray hätte dieser Film für mich allerdings nicht funktioniert...

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Birdcage

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Bewertung7.0Sehenswert

Gelangweilt. Depressiv.Desillusioniert. Erdrückt von der Sinnlosigkeit und Leere in seinem Leben. Erstickt am Überkonsum, was seine Lieblingsbeschäftigung betrifft:Frauen. So könnte man den gealterten Junggesellen Don Johnston beschreiben. Er lebt in seinem Designvakuum völlig uninteressiert an Umfeld und Geschehen. So könnte man Don Johnston beschreiben. Eines Tages fliegt ein Brief herein...Was, er hat einen Sohn? Wer ist die Mutter?Vor zwanzig Jahren? Nicht mal das bringt Don aus seiner Lethargie. Widerwillig, vom Nachbar angestichelt, macht er sich dann aber doch auf die Suche nach der Frau, die ihm diesen anonymen Brief geschrieben hat. Dabei trifft er auf fünf Frauen aus der Zeit vor zwanzig Jahren. Und kaum zu fassen! Die meisten Weiber fliegen immer noch auf ihn. Die meisten haben sich aber auch sehr verändert...Wird sich Don verändern?
Sehr langsam und ruhig erzählt. Jim Jarmusch setzt auf Reduktion, Aneinanderreihung, keine Dialogüberfrachtung und auf den excellenten Bill Murray. Hat er alles richtig gemacht, müsste man meinen! Hat er auch. Der Zuschauer wird bestens unterhalten und auch zum Schmunzeln gebracht, besonders durch Murrays Mienenspiel. Es wird trotz Reduktion überraschenderweise ziemlich gut Spannung aufgebaut, so dass man nie gelangweilt ist. Doch das Ende....eine offenes Ende ist nicht schlecht, es ist aber in diesem Falle auch nicht gerade überragend. Der Zuschauer wartet vergeblich auf Antworten, sie kommen aber nicht. Vielleicht ist dann aber gerade das nicht mehr entscheidend.

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Punsha

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Bewertung6.0Ganz gut

BROKEN FLOWERS zeigt das triste und einsame Leben eines ehemaligen Casanovas und dessen zuerst widerspenstige, dann jedoch unermüdliche Suche nach dem zweiten Frühling. Eine Mischung aus HIGH FIDELITY und ABOUT SCHMIDT, denn in dieser staubigen und faden Geschichte, die sich vollkommen seiner Hauptfigur anpasst, sucht der alte, einschläfernde und melancholische Don Johnston, geradezu typisch für die letzten Rollen Bill Murrays, seine ehemaligen Beziehungen auf. Angestachelt von einem mysteriösen Brief und überredet von seinem sympathischen Freund Winston, der gegenüber Murray geradezu wirkt wie ein junger Hund, der einem Knochen nachjagt, begibt sich Don auf die Reise, um Detektiv zu spielen und herauszufinden, ob er tatsächlich einen Sohn hat. Dabei begegnen ihm die skurrilsten Personen, die einem teilweise ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, in anderen Szenen wiederum viel zu übertrieben auf Eigenartig machen, jedoch allesamt trotz ihrer kurzen Auftritte mit einer ungeheuerlichen Präzision gezeichnet wurden. Mittendrin Don Johnston, wie eine Wachsfigur im Museum und er kann einem nur leid tun. Aber immerhin hält die Story den Zuschauer halbwegs bei Laune, sodass dieser gespannt nach dem nächsten Besuch Ausschau hält und sich fragt, wer hinter der nächsten Tür wohl stecken mag. Und auch wenn das Ergebnis dann weitaus uninspirierter ausfällt als man annehmen darf, vermag es BROKEN FLOWERS doch so etwas wie Spannung aufzubauen. Konträr dazu stehen Szenen der innere Leere und Einsamkeit, bis in die Unendlichkeit hinaus gezogen, werden aber durch statische und geräuschlose Bilder perfekt übertragen, die wiederum andererseits nur mit dem ein oder anderen Kaffee auszuhalten sind. Doch nach Stationen überwiegendem Desinteresse schafft es Jarmusch letztendlich den Zuschauer noch auf emotionaler Ebene zu erreichen. Die Wandlung der Hauptfigur ist authentisch vollzogen, weshalb diese dem Zuschauer am Ende näher steht als je zuvor und einem in den Abspann mit Wehmut und Mitgefühl begleitet. Warum denn nicht gleich so, Herr Jarmusch?

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Punsha

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Zwei Punkte Unterschied sind nichts, zumal meine Höchstwertung nach dem ersten Mal sehen sowieso nur eine 8 ist. :)
Lass uns bitte Freunde bleiben! :D


r3sortiane

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Sehr treffend - vor allem der Hinweis auf die Wandlung der Hauptfigur!


DrPhil

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der ewige Junggeselle Don Johnston bekommt einen Brief mit der Nachricht, dass sein Sohn auf der Reise zu ihm ist. Da allerdings der Absender nicht bekannt ist und Don von einem Sohn nichts weiß, kann bezweifelt werden ob diese Schreiben korrekt ist. Da aber der Freund und Nachbar von ihm, ein großer Krimi-Fan ist wird er von ihm überredet nach dem Absender dieses Briefes zu suchen.
Und so beginnt eine charmante Reise in die Vergangenheit, auf der Suche nach der Frau seines vielleicht existierenden Kindes.
Bei diesem Film sind mir einige Dinge besonders aufgefallen: Ein wirklicher Soundtrack ist nicht vorhanden, die einzige Musikkulisse kommt aus seinem Soundsystem von Zuhause bzw. seinem Auto. Desweiteren sehen seine ehemaligen Gespielinnen alle sehr ähnlich aus und die Farbe Rosa ist wohl die Farbe die am häufigsten vor kommt. Und seien wir mal ehrlich, keiner würde diese Fahrt auf sich nehmen. Jeder Mensch würde an dem Ort bleiben wo man sich am häufigsten aufhält und auf diese Person einfach warten.
Der Film lässt einen mit vielen Fragen zurück, die allerdings nicht ohne Spoiler erzählt werden können. Nichtsdestotrotz ist „Broken Flowers“ sehr amüsant und auch etwas tragisch, eben genau für Bill Murray geschaffen.

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bill Murray ist das zentrale Element dieses Film. Er trägt den Film. Seine Odyssee führt ihn nicht nur durch das Land, gleichzeitig zeigt seine Reise quer durch alle Schichten die amerikanische Gesellschaft. Ein eindrucksvoller Hauptdarsteller der in seiner Rolle aufgeht. "Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft ist noch nicht hier. Daher, denke ich, gibt es nur das Jetzt." – diese Plattitüde ist vielleicht Ausdruck der Lebenshaltung der Hauptfigur. "Broken Flowers" ist ein ungeheuer intensiver Film, der seine Wirkung vor allem aus der Atmosphäre zieht, die er selbst erzeugt. Einfach wunderbar!

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horstkevin

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Bewertung5.5Geht so

Da habe ich wirklich mehr erwartet. Ein Bill Murray, welcher ein genialer Schauspieler ist, der aber anscheinend den Auftrag bekommen hat den Film nur durch seine Mimik wirken zu lassen. Zu wenig!
Nachdem man sich damit abgefunden hat das es ist wie es ist, wartet man Vergeblich auf einen Big Bang oder gar eine Auflösung. Das ist per se nichts schlechtes, aber wenn der Film schon eine ganze Zeit vor sich hindümpelt, muss da schon noch irgendetwas kommen.
Man wird zurückgelassen mit dem Gefühl das der Film um einiges besser hätte ausfallen können.

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Deine Meinung zum Film Broken Flowers

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