Broken Flowers
US 2005 — Kritik
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Kritiker — Sehenswert 7.4
Der Film Broken Flowers wurde von 20 Kritikern bewertet.
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Ich habe lange keinen Film mehr gesehen, der in seiner Narration so unaufgeregt und gemächlich daherkam wie Jim Jarmuschs Tragik-Komödie „Broken Flowers“. Natürlich, Bill Murray ist das zentrale Element dieses Film, der den gealterten Frauen-Held Don Johnston spielt, der sein Leben mittlerweile völlig antriebslos auf dem Sofa sitzend vor dem Fernseher verbringt, bis er eines Tages von einem rosa Brief aufgerüttelt wird, in dem geschrieben steht, dass er Vater eines nunmehr neunzehnjährigen Sohnes sein Angetrieben von seinem einzigen Freund Winston macht sich Don auf die Reise durch das Land um fünf Verflossene zu besuchen, die als Mutter seines angeblichen Sohnes in Frage kommen könnten. Diese Odyssee führt Don nicht nur durch das Land, gleichzeitig inszeniert Jarmusch eine Reise quer durch alle Schichten der amerikanischen Gesellschaft. Voller Melancholie erzählt, wird der Film zu keinem klaren Abschluss kommen, der Zuschauer bleibt ratlos zurück, mit mehr als nur eine offenen Frage im Kopf. Was von diesem Film bleibt sind ruhige, schöne Bilder und ein Bill Murray, der seinen Charakter mit seiner ihm eigenen Mimik vortrefflich zu verkörpern weiß. Nicht zu vergessen der schöne Score, der den ganzen Film mit einer melodisch-fröhlichen jazzigen Musik unterlegt, die somit die gezeigten Bilder wunderbar kontrastiert. „Broken Flowers“ ist ein ungeheuer intensiver Film, der seine Wirkung vor allem aus der Atmosphäre zieht, die er selbst erzeugt. Exemplarisch sei an dieser Stelle auf das Dinner mit einer seiner Ex-Frauen (Tilda Swinton) und deren Mann hingewiesen, welches auf Grund der vortrefflichen Inszenierung und des tollen Spiels der Schauspieler eine so unbehagliche Stimmung erzeugt, dass der Zuschauer am liebsten selber aufstehen und den Raum verlassen möchte
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Bill Murrays resignierter Gesichtsausdruck ist schlichtweg grandios. Je älter er wird, desto tragikomischer scheint er spielen zu können. Genau das macht „Broken Flowers“ zu einem wunderbaren Film, da der Hauptdarsteller die Gesamtatmosphäre in sich vereint. Für leise Komik sorgen die verschiedenen (ebenfalls toll besetzten) Figuren, auf die Don trifft und die seine Reise zu einem fesselnden Erlebnis machen. Dabei zeigt Ausnahmeregisseur Jim Jarmusch alles höchst lakonisch und mit größter Ruhe, aber ohne Langeweile, perfekt untermalt mit einem träumerischen Soundtrack. Es werden viele Symbole und Anspielungen platziert, aber ohne zu erklären. Da ist dann der Zuschauer gefragt.
Die verschiedenen Situationen, in die sich der Protagonist begibt, sind manchmal leicht skurril aber doch lebensnah, was zum Teil wie ein originelles Gesellschaftsportrait anmutet. „Broken Flowers“, Jury-Liebling bei den Filmfestspielen von Cannes, ist ein humoriger aber letztendlich sehr ernüchternder Film, der ohne erhobenen Zeigefinger nachdenklich stimmt, und dabei sehr angenehme Unterhaltung für einen ruhigen Abend bietet.
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DietmarKammerer: die tageszeitung, kolik.fil...
Damit hat Jarmusch tatsächlich so etwas wie Neuland für sich betreten. Zeichneten sich seine bisherigen Filme doch gerade dadurch aus, dass sie in ihrer Zelebration des Abwegigen, ihrer Vorliebe für die abgelegenen Ecken und die toten Winkel gerade immer an konkret bestimmbaren Orten spielten. [...] Mit jedem anderen Darsteller als Bill Murray wäre das Pathos einer solchen Geschichte sofort ins Unerträgliche geschnellt. Aber Murray erweist sich einmal mehr als Meister eines mimischen Minimalismus, der noch die geringste Gestik so weit zurückschrauben kann, dass ein Zucken am Mundwinkel genügt, um Welten auszudrücken.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Der schönste, kauzigste, hinreißendste und lustigste Wettbewerbsbeitrag des diesjährigen Festivals von Cannes: Ein sensationell entspannter Jim Jarmusch schickt seinen ebenso lässigen Hauptdarsteller Bill Murray auf einen absurd-komischen Roadtrip durch seine Vergangenheit und gibt ihm alle Möglichkeiten, sein brillantes schauspielerisches Talent auszuspielen...
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Kommentare — Sehenswert 7.4
Der Film Broken Flowers wurde von 1467 Mitgliedern bewertet.
Lippo Lengua 2010/01/17 17:57:23
meine erwatungen - zerschmettert. kein zweifel, dass jarmushs filme einen teilweise ruhigen spannungsaufbau sich vorbehalten, was bis jetzt für mich auch immer sehr amüsand und interesant war, aber der auslösende effekt, der alles zusammen führt bleibt in meinen augen hier gänzlich auf der strecke. die hausbesuche hielten zu viele fragen offen, die auch bis zum schluss nicht geklärt werden. seine unendlichen autofahrten, die entschieden also entschieden zu lang sind erzielen für mich die vernutlich gewünschten absichten ebenso wenig. schauspielerisch hat mich das ganze von murrays seite sehr an "lost in translation" erinnert. und gerade das verstehe ich nicht. warum eine solche leistung so überbewertet wird. es gehört ja nicht viel dazu 30 sekunden still auf einer couch zu sitzen.
und das so gelobte ende ist für mich das ärgernis schlechthin. ich kann die idee nachvollziehen, aber auch hier fehlt jegliche dramatik. es wird alles reduziert auf die banale tatsache das er wieder am anfang steht. ich empfinde es als imperfekt. als würde ein großes wichtiges stück fehlen.
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GrafKoks 2010/01/10 12:27:30
Bill Murray als sympatisches Treibholz auf einer Odysee zu sich selbst.
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mistral36 2010/01/05 22:28:23
Selten einen langweilig-spannenderen Film gesehen. Und selten so viel gelacht, bei so wenig direkter Komik. Bill Murray war mal wieder überzeugend trübsinnig, wie nicht anders zu erwarten.
Das Ende kam dann zwar sehr plötzlich, ist aber im Grunde absolut passend und gliedert sich gut in den recht empfindsamen Film ein.
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Prestigeww 2009/11/17 12:06:48
Der Film lohnt sich allein aufgrund der wunderbaren kurzen Traumsequenzen Bill Murrays, in welchen die weiblichen Tageseindrücke zu erotischen Bildfolgen zusammenfließen. Vom lakonischen Humor, der subtilen Story, dem genialen Ende und den überzeugenden Charakteren einmal abgesehen.
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kristallrainer 2009/11/14 18:05:42
Bewegt sich Bill Murray überhaupt in dem Film ? Murray schafft es wirklich wie kein anderer Schauspieler so glaubhaft lethargisch-resignativ zu spielen. Er passt daher auch wie angegossen in diesen etwas gemächlichen Jarmusch. Hat mir - nicht zuletzt auch wegen der guten Nebendarstellerinnen(Julie Delpy,Tilda Swinton,Sharon Stone etc.) sehr gut gefallen!
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fitzefatze 2009/11/11 22:47:16
Ein Film wo so gut wie gar nichts passiert. Trotzdem grossartig dank Bill Murray und lakonischen Humor und jeder Menge Tragik. Ein echter Jim Jarmusch eben.
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brocklanders 2009/10/29 17:52:02
Ein Film wie Bill Murrays Mimik. Und die hat mir immer schon gefallen.
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KlapTrap 2009/08/30 02:33:14
Lange habe ich schon keinen Film mehr gesehen, der unter seiner ruhigen Oberfläche soviel unterschiedliche Strömungen,Gefühle und Möglichkeiten aufgreift.
Und neben seiner ruhigen Inszenierung liegt es natürlich vor allem an Murrays lakonischem Tonfall und Gesichtsausdruck, der einem permanent das Gefühl gibt, man könnte ihm auch zwei Stunden beim Rasenmähen zuschauen, und es wäre ganz wunderbar.
Da wäre zunächst der McGuffin, ein Brief, ein angeblicher Sohn, der Don Johnston dazu bringt seine lethargischen Sofa-Tage zu durchbrechen.
Und während wir in episodenhafter Manier eine handvoll der Ex-Beziehungen von Johnston treffen dürfen, werden die unterschiedlichsten Frauen zum Gegenstand der Handlung.
Und dabei ist es völlig egal, welche Rolle sie in der Gesellschaft spielen, sogar welchen Typus sie vertreten, spätestens wenn Nebenfiguren ihre Knie in die Kamera halten dürfen, und Kreuzworträtslerinnen den Focus von Johnstons Aufmerksamkeit erhalten, erscheint es einem fast so, als habe Jarmusch hier seinen "Frauen"-Film gedreht.
Als Ode, nicht als Analyse.
Und gleichzeitig sagen sie mehr über Johnston aus, als sie es in der kurzen Zeit über sich selber könnten.
Immerhin, der aufgefahrene Frauen-Bilderbogen dem wir hier begegnen, bebildert nur ein Bruchteil seines Lebens, und ist dabei so mannigfaltig wie überraschend.
Wäre man böse, man könnte sagen : Wählerisch ist Johnston wohl nie gewesen.
Aber warum sollte er auch, umreißt er am Ende die Wege seines Lebens doch glasklar : "ICh habe mein Leben gelebt".
Und das man das nicht zurückholen kann, schon gar nicht wieder aufleben, das erfährt er schmerzhaft am eigenen Leib.
Die Vergangenheit, man lässt sie besser ruhen.
Da passt es nur zu wunderbar, das der Film typisch für Jarmusch, auf einer offenen Note endet.
Denn wie Johnston selber formuliert : "Es gibt nur das Jetzt".
Das davor, das danach, es bleibt Offscreen, und somit nur im Kopf des Zuschauers.
Und der Film spielt mit diesem Zustand, legt Finten impliziert Möglichkeiten, und lässt dann alle Türen sperrangelweit offen.
So entsteht pure Lebendigkeit, ein Gefühl für Figuren, die nach dem Abspann weiteratmen.
Irgendwo, da draußen.
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Rocky22 2009/08/21 23:21:05
Ein echter Jarmusch wie leichte Bläschen im Seeckt Glas.
Bill Murray spielt wie schon in Lost in Translation einen abgehalfterten Lebemann,
Der an einen Punkt angekommen ist wo es besser ist zu ruhen. Als weiter denn Don Juan zuspielen, was er mal wieder brillant unter Beweis Stellt. Auch die Stimmungs- vollen Dialoge die an Realismus nicht zu übertreffen sind, ohne rührselig oder andere entfinden her vor zuheben sind gekonnt in Szene gesetzt. Und trotzdem mit denn gewissen Humor der Trockenenart im Gepäck. Zitat:
(Donny. Was machst du den hier? Ich suche nach einer Schreibmaschine. Ah! Jetzt weis ich es wider.)
Zudem sind die üblichen Jarmusch Kleinigkeiten auch eingepackt. Lange Kamera Fahrten ins Blaue, mit Klasse Musik Untermahlung die mich an Ghost Dog erinnerte.
Genügend Tee Pausen, und eine kleine Ernennung bezüglich des Rauchens (Nicht Rauchens). Alles Dinge die sich halt ein Jarmusch nicht nehmen läst.
Das Ende ist irgendwo etwas unbefriedigend, aber passt sich dem gesamt Bild an. Und läst fiel Raum für Spekulationen, insgesamt also einruhiges Gemälde zum Nachdenken und zur Besinnung.
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emaka 2009/08/11 23:25:04
sehr lustig. aber bei diesem film hab ich mich echt geärgert dass es keine auflösung gab....rrhhh
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white avenger 2009/08/09 15:15:35
Bill Murray auf der Suche nach seinem Sohn, konfrontiert mit seiner Vergangenheit. Langsam aber gefühlvoll, nachdenklich aber amüsant erzählt. Jarmusch zeigt einmal mehr, dass der gesprochene Dialog nicht zwingend notwendig ist.
Das Roadmovie und seine individuellen Charaktere, Murrays grandiose Art mit seinem eigenen Stil immer wieder die verschiedensten Figuren zum Leben zu erwecken, das genial gesetzte offene Ende, das alles macht "Broken Flowers" zu einem eindringlichen Erlebnis.
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JimiHendrix 2009/08/03 16:38:55
Ja ich muss sagen, Jarmuschs Filme aus mittelalten Zeiten waren erheblich besser und hatten mehr Charme. Ich verweise da gerne auf Schmuckstücke wie "Coffee and Cigaretts", "Night on Earth" oder "Dead Man".
Jetzt fehlt mir einfach dieses schwarz-weiß-Feeling und natürlich die Originalfassung. Dadurch geht etwas an Substanz verloren, die aber Bill Murray fast wett machen kann durch seinen zerknirschten Gesichtsausdruck.
Aber als Tipp sollte man natürlich jeden Jim Jarmusch Film in der Originalfasssung gucken.
Auch die Geschichte ist wieder etwas speziell, aber reißt mich nicht total von meinem Pc-Sessel.
Es ist natürlich interessant zu beobachten wie sich Liebende nach Jahren wieder sehen und feststellen zu können, wie der andere sich weiter entwickelt hat.
Auch die verschiedenen Frauen mit ganz unterschiedlichen Weiterentwicklungsstadien sind amüsant zu betrachten.
Das Ende war jarmuschistisch natürlich so schon voraus zu ahnen, seien wir mal ehrlich, in welchem Jarmusch-Film ist eine Handlung schon abgeschlossen.
Also hoffe er besinnnt sich wieder etwas auf seine älteren Werke, weil mit "Limits of Control" konnte ich auch nur sehr wenig anfangen.
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Acry 2009/07/26 18:40:23
Da mir Jim Jarmuschs Filme bisher nicht soo sehr zugesagt haben, war ich auch bei diesem hier etwas skeptisch, wurde aber positiv überrascht.
Der Film ist wieder sehr ruhig, passiv und fast bewegungslos, da bestimmte Kameraeinstellungen oft länger als gewohnt gehalten werden, oder aber Bill Murray bewegungslos in einer bestimmten Position verharrt. Dies wirkt aber keinesfalls langweilig, sondern verdeutlicht nur den Charakter des Don, den Murray verkörpert und verleiht dem Film eine ganz besondere Intensität.
Letztendlich passiert nicht wirklich viel: Murray sucht eine Exfreundin nach der anderen auf, redet, fährt weiter...
Aber obwohl man die einzelnen Exfreundinnen nur kurz sieht und sie nicht wirklich "kennen lernt" sprechen ihre Blicke, Gesten, ihre Verhaltensweisen und das, was sie sagen Bände.
Für all das und das gelungene Ende 7.5 Punkte.
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horstkalauer 2009/07/25 17:32:38
Nach Lost in Translation ist Broken Flowers wieder ein Tiefgründiger Film mit einem großartigen Bill Murray. Aber Jim Jarmusch kannte immer schon die Qualitäten von Bill Murray, und setzt im mit diesem Film ein Cineastrisches Denkmal!
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Donald Dungeon 2009/04/14 05:44:49
„Broken Flowers“
Jim Jarmusch ! Ja, er kann es.
Wo fange ich am besten an und wo höre ich am besten auf ?
I don´t know !
Zoomen wir uns doch einfach in das Leben einer übergroß gewordenen Couchkartoffel namens Don Johnston (die Betonung liegt auf dem „T“ in dem Johnston, denn mit dem Vorzeige Sunnyboy aus der Retortenserie Namens „Miama Vice“ hat unser guter „Dr. Peter Venkman, ähem ich meine Bill Murray rein gar nichts am Hut).
Bill Murray aka Don Johnston hat ausgesorgt und lässt es sich gut gehen.
Sein Leben wird bestimmt von Nichtstun, auf der Couch Rumliegen und in den Fernsehapparat schauen und gelegentlichen Besuchen seines Nachbar Winston.
Eines Tages bekommt unser Hauptprotagonist, der filmisch eine Mischung aus ehemaligen Don Juan und heutigem modernisierten Eremiten darstellt, Post von einer Unbekannten.
Aus dem Brief ist zu entnehmen, dass Donnie und eine alte Flamme ein Kind gezeugt haben und das mittlerweile 20 Jährige Resultat auf dem Weg ist, um seinen Vater kennen zu lernen.
Bill Murray aka Don Johnston / aka Donnie will von seinem unbekannten Sohn nichts wissen, lässt sich aber von Nachbar Winston (einem zum schreien komischen Möchtegern Kriminalromanschriftsteller) auf eine Reise schicken, um die Unbekannte Mutter seines unbekannten Sohnes zu finden.
Das ist der Plot und mehr muss der noch ahnungslose Zuschauer gar nicht wissen.
Denn hier gilt, selbst sehen und sich überraschen lassen.
„Broken Flowers“ ist kein Film der mit einer „auf-die-Tränendrüsse-Drücker“ Story punkten will, sondern lockerflockig daher kommt und mit seinem ganz eigenem Charme überzeugt.
Bill Murray der durch die „Ghostbusters“ Filme zum Meister der Zynismus aufgestiegen ist, hält sich hier sehr wortkarg. Trotzdem schafft er es durch kurze bissige Sätze und genial gelangweilten Ausdruck die Lacher auf seine Seite zu ziehen.
Sehr schnieker Film mit sehr feiner musikalischen Untermalung.
8.5/10
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juraldhahnke 2009/03/19 12:04:43
Einfach ein Genuss! Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber darstellerisch ein Highlight!
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cannibal83 2008/12/17 02:28:01
Ein ganz typischer Independent-Streifen, der sich viel Zeit für die ruhigen Momente nimmt. Bisweilen reizt Jarmusch diese Momente bis an die Grenze aus, besitzt gleichzeitig aber auch das Timing, den Zuschauer an den richtigen Stellen wieder mehr zu "begeistern".
Zugegebenermassen verliert sich die, anfangs viel versprechende, Handlung später praktisch im Nichts. Letztlich ist es aber der "Moment" und das "Jetzt" das diesen Film ausmacht (worauf wahrscheinlich auch Don's "philosophischer" Erguss anspielt). Und so fühlt man sich bei Murray's mysteriöser Reise größtenteils kurzweilig unterhalten, auch wenn das Ziel schon längst im Hintergrund zu stehen vermag.
Ganz toll besetzt ist der Cast: U.a. mit Sharon Stone und Jessica Lange. Aber besonders loben muss man Hauptdarsteller Bill Murray dessen "Lost In Translation"-Hundeblick hier ein Revival feiert. Ohne den Ex-Geisterjäger hätte dieser Film wohl nur halb so gut funktioniert.
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carlotta 2008/11/16 12:21:29
liebe ich auch
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8martin 2008/09/01 18:45:52
Broken Flowers
Am Regisseur Jim Jarmusch scheiden sich die Geister: den einen sind seine Kameraeinstellungen zu lang, die Handlung zu dürftig – zu wenig Action – und die Schauspieler agieren oft mit Gesichtslähmung. Für andere hingegen machen gerade diese Kriterien die Qualität der Jarmuschfilme aus.
Der in die Jahre gekommene Computerexperte Don Johnston – mit „t“ – bekommt einen rosaroten Brief, in dem ihm eine Verflossene mitteilt, dass sie vor etwa 20 Jahren einen Sohn von ihm bekommen hat. Vom Nachbarn gedrängt, beginnt Don nach der möglichen Mutter seines Sohnes zu suchen. Auf seiner Reise trifft er die skurrilsten Vertreterinnen der amerikanischen oberen Mittelschicht: eine Maklerin in sterilem Ambiente mit hohlem Ehemann, eine Tierpsychologin, die hört, was die Tiere sagen, ein übrig gebliebener Althippie-Freak bei der ihm von ihren Freunden das Licht ausgeknipst wird.
Und schließlich einen Tramper, der sein Sohn sein könnte – sicher ist man aber nicht. Ihm teilt er seine Lebensphilosophie mit: “Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht da, alles was zählt ist das Jetzt.“
Wenn man sich die Zeit nimmt und mit auf das Roadmovie geht, bemerkt man die vielen kleinen Hinweise, die wie bei einer Schnitzeljagd den Weg weisen könnten.(rosa Brief, Bademantel, Visitenkarte, Schreibmaschine, Schleife am Rucksack) Doch sicher ist hier gar nichts. Vor allem das Ende hinterlässt viele Zuschauer ratlos. Hat Don denn nun seinen vermeintlichen Sohn gefunden oder nicht? Darauf kommt es anscheinend überhaupt nicht an. Die Suche ist Selbstzweck, der Weg ist das Ziel. Dem suchenden Don geht es eigentlich besser – er ist aktiv - als dem daheim auf der Couch liegenden, Fernsehenden Nichtstuer.
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feininger75 2008/09/01 10:21:46
Melancholische Reise in die Vergangenheit mit einem glänzenden Bill Murray. Traurig und komisch zugleich und sehr menschlich.
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alanger 2008/07/28 01:45:00
ziemlich öde und über weite strecken langweilige angelegenheit. murray ist gut und rettet das ganze vor dem völligen absturz in die bedeutungslosigkeit, war aber auch schon um klassen besser. vor allen anfangs sind die dialoge so grottig, dass man sich in einer parodie wähnt. der ganze film biedert sich teilweise richtig ekelhaft bei der avisierten zielgruppe an. und wie das ständig ausverkaufte york-kino zeigte hat sowas sein publikum: die ganzen erbsenaufhalbsechsitalienischfüranfängerallesaufzucker-kucker. die welt ist eine öde kleinstadt und amerika schaut aus wie sachsen-anhalt oder brandenburg. ein film für alle die IMMER an den falschen stellen lachen.
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magX 2008/05/31 13:26:16
Ein wirklich interessanter Film über eine Reise in die Liebschaften der Vergangenheit, hervorragend besetzt mit Bill Murray. Der Rest der Schauspieler ist natürlich auch weit über dem Durchschnitt. Ausserdem finde ich das Jarmusch das Ende sehr gut gemacht hat. Man weiß nicht ob es den Sohn gibt, nicht mal der Nachbar kann einen klaren Kommentar abgegeben. Die letzte Szene soll wahrscheinlich noch stärker zeigen, das der Weg zwar schmezlich war und der Protagonist zwar Erfahrungen gewonnen hat, doch das entscheidende Wissen hat er nicht auf seiner Reise erlangt. Aber zumindest hat er sich geändert. Zudem hat der Film auch eine ruhige Musikuntermalung, durch welche die Handlung des Filmes noch unterstrichen wird. Langweilig fand ich den Film überhaupt nicht, eiegntlich bleibt der Film die ganze Zeit spannend - natürlich sehr ruhig, aber das unterstreicht die Spannung, statt ihr zu schaden.
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Belze 2008/01/22 07:10:35
Ein bischen Klassentreffen. Soll sich jeder selbst die Frage stellen was ist aus meinen früheren Beziehungen geworden. Was ist aus meinen Idealen geworden? Sinnvoll und ein Murray stoisch wie immer ein Augenschmauß mit offenem Ende, blöd jetzt muß man glatt selber weiterspinnen. Wer wie was.
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alter.native 2008/01/09 13:33:33
Jarmusch Filme sind nun mal langsam, und Murray ist natürlich in dieser Rolle die bestmögliche Besetzung. Vielleicht muss man ein gewisses Alter erreicht haben, um die Story gut zu finden.
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keepon 2007/12/26 14:27:23
Bill Murrays erneut als Kauz, diesmal als Kauz Potato, der zwischendrin im Bett der leicht überkandidelten Sharon Stone landet - nicht die schlechteste Destination in einem Road Movie.
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Torsten 2007/11/28 01:19:20
wie immer, ein stiller Film,... Jim sollte mal das Tempo anziehen....
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Chriterius 2007/10/13 01:02:09
Langsamer (bis langweiliger) melancholischer Film mit einem phantastischen Soundtrack (von Mulatu Astatke)
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Jonni 2007/04/25 18:11:05
Die Jarmusch Liste (abnehmend):
1. Stranger than paradise
2. Down by Law
3. Broken Flowers
4. Night on Earth
5. Mistery Train
6. Ghost Dog
....
x. Dead Man
Auf welchen Platz kommt Coffee & Cigarettes?
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Sonse 2007/03/09 01:01:07
Murray does it again. Gut, v.a. Jeffrey Wright... Aber mir kommen die alten Flammen etwas zu kurz. Etwas mehr als solche skizzenhaften Charaktere (Schlampe mit Lolita-Tochter; Vertrocknet in Suburbia-Hell; lesbische Tierärztin und White Trash-Braut) hätte ich mir schon gewünscht.
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