Broken Flowers - Kritik

FR/US 2005 Laufzeit 106 Minuten, FSK 0, Road Movie, Komödie, Kinostart 08.09.2005

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Kritiken (4) — Film: Broken Flowers

kobbi88: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

Bill, du alter Charmebolzen, du kannst es also immer noch.
Du siehst zwar nicht besonders toll aus. Dein Gesicht hat ne merkwürdige Form, dein Körper noch mehr. Du kuckst immer so melancholisch, so traurig. Lächeln sieht man dich nur selten. Und oft schaust du auch so, als ob dich die Welt um dich herum nichts angeht. Und trotzdem kriegst du Sharon Stone ins Bett, schaffst es, dass dich Alexis Dziena in Unterwäsche beim Abschied nicht aus den Augen lassen will.
Auf deiner Reise zu deinen Verflossenen irrst du durch die Vereinigten Staaten. Lustlos, antriebslos. Und doch macht es eine solche Freude, dir dabei zuzusehen.
Obwohl du langsam durch die Gegend schleichst, meistens nur irgendwo rumsitzt und hin und wieder ne höfliche Antwort vor dich hingrummelst, so wirkst du so unglaublich sympathisch wie kaum ein anderer. Selbst im Trainingsanzug wirkst du nie lächerlich, du hast immer einen gewissen, sehr eigentümlichen Stil.
Und du schaffst es, diesem Film von Jim Jarmusch, diesem scheinbar bunt zusammen gewürfelten Haufen verschiedenster, zum Teil doch sehr merkwürdiger Damen, diesem Querschnitt durch die amerikanischen Sozialschichten, ein verbindendes Element zu geben. Ein (ziemlich zerknautschtes) Gesicht. Durch dich hält der melancholische und humorvolle Film, dieser untypische Roadmovie zusammen. Durch dich und, wie sollte es bei einem Jarmusch-Film auch anders sein, durch die Musik.
Du gibst der Jarmusch-Stimmung, dieser melancholisch-witzigen, ein bisschen swingend-jazzigen und einfach nur sympathischen Jarmusch-Stimmung in diesem Film ein Gesicht.

Und dafür, lieber grummeliger, zerknautschter und so megasympathischer Bill, dafür wollte ich einfach mal Danke sagen.

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Lydia Huxley

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Eine sehr schöne Danksagung! Der Mann ist so großartig, in dem was er tut. Vor allem habe ich das Gefühl, dass er sich selbst immer treu bleibt :)


kobbi88

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Danke Lydi :D Murray ist wirklich immer er selbst. Ich glaub auch, dass er sich gar nicht groß verstellen braucht, eigentlich spielt er sich immer nur selbst. Aber wenn man so toll ist wie der Bill, warum sollte man dann was anderes spielen :D


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.0Herausragend

Ich habe lange keinen Film mehr gesehen, der in seiner Narration so unaufgeregt und gemächlich daherkam wie Jim Jarmuschs Tragik-Komödie „Broken Flowers“. Natürlich, Bill Murray ist das zentrale Element dieses Film, der den gealterten Frauen-Held Don Johnston spielt, der sein Leben mittlerweile völlig antriebslos auf dem Sofa sitzend vor dem Fernseher verbringt, bis er eines Tages von einem rosa Brief aufgerüttelt wird, in dem geschrieben steht, dass er Vater eines nunmehr neunzehnjährigen Sohnes sein Angetrieben von seinem einzigen Freund Winston macht sich Don auf die Reise durch das Land um fünf Verflossene zu besuchen, die als Mutter seines angeblichen Sohnes in Frage kommen könnten. Diese Odyssee führt Don nicht nur durch das Land, gleichzeitig inszeniert Jarmusch eine Reise quer durch alle Schichten der amerikanischen Gesellschaft. Voller Melancholie erzählt, wird der Film zu keinem klaren Abschluss kommen, der Zuschauer bleibt ratlos zurück, mit mehr als nur eine offenen Frage im Kopf. Was von diesem Film bleibt sind ruhige, schöne Bilder und ein Bill Murray, der seinen Charakter mit seiner ihm eigenen Mimik vortrefflich zu verkörpern weiß. Nicht zu vergessen der schöne Score, der den ganzen Film mit einer melodisch-fröhlichen jazzigen Musik unterlegt, die somit die gezeigten Bilder wunderbar kontrastiert. „Broken Flowers“ ist ein ungeheuer intensiver Film, der seine Wirkung vor allem aus der Atmosphäre zieht, die er selbst erzeugt. Exemplarisch sei an dieser Stelle auf das Dinner mit einer seiner Ex-Frauen (Tilda Swinton) und deren Mann hingewiesen, welches auf Grund der vortrefflichen Inszenierung und des tollen Spiels der Schauspieler eine so unbehagliche Stimmung erzeugt, dass der Zuschauer am liebsten selber aufstehen und den Raum verlassen möchte

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

maria-ri-mann

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Hallo! Tilda Swinton spielt in diesem Film aber die Rockerbraut Penny, und nicht die Dora, mit der er zu Abend isst.


Bandrix

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Genau!


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

Bill Murrays resignierter Gesichtsausdruck ist schlichtweg grandios. Je älter er wird, desto tragikomischer scheint er spielen zu können. Genau das macht „Broken Flowers“ zu einem wunderbaren Film, da der Hauptdarsteller die Gesamtatmosphäre in sich vereint. Für leise Komik sorgen die verschiedenen (ebenfalls toll besetzten) Figuren, auf die Don trifft und die seine Reise zu einem fesselnden Erlebnis machen. Dabei zeigt Ausnahmeregisseur Jim Jarmusch alles höchst lakonisch und mit größter Ruhe, aber ohne Langeweile, perfekt untermalt mit einem träumerischen Soundtrack. Es werden viele Symbole und Anspielungen platziert, aber ohne zu erklären. Da ist dann der Zuschauer gefragt. [...]

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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6.5Ganz gut

Der schönste, kauzigste, hinreißendste und lustigste Wettbewerbsbeitrag des diesjährigen Festivals von Cannes: Ein sensationell entspannter Jim Jarmusch schickt seinen ebenso lässigen Hauptdarsteller Bill Murray auf einen absurd-komischen Roadtrip durch seine Vergangenheit und gibt ihm alle Möglichkeiten, sein brillantes schauspielerisches Talent auszuspielen...

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Bandrix

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Da hat Moviepilot sich aber verklickt. Von Grass gibt "Broken Flowers" 4 von 5 Sternen. Das sind mehr als 6,5!



Kommentare (71) — Film: Broken Flowers


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quastenflosser

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Bewertung7.5Sehenswert

Bill fking Murray, was für eine Legende.
Schon als kleiner Junge fand ich den Mann großartig. Wenn ich damals mit meinem Vater 'Ghostbusters' oder 'und täglich grüßt das Murmeltier' anschauen dürfte kam es mir vllt gar nicht so auf die Handlung und die Witze an, ich hab diese Filme allein schon wegen Murray einfach gerne geschaut und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich weiß nicht ob es nur mir so vor kommt oder vllt. ist es wirklich so, aber Bill Murray spielt sich in jedem Film selbst. Egal welche Rolle er annimmt, sie ist so authentisch das man meinen könnte, er spielt diesen Charakter nicht, nein er ist diese Person. So ist es auch in diesem Film und das macht ihn unglaublich symphatisch.
'Broken Flowers' braucht nicht viel Tempo oder einen enormen Spannungsbogen um zu Unterhalten. Allein die Dialoge und kuriosen Szenen bringen mich immer wieder zum lachen. Alle Schauspieler machen ihre Arbeit gut, der Soundtrack ist klasse und als Kirsche oben drauf gibt es noch Alexis Dziena zu sehen, welche ich auch in 'Wrong' schon super fand. Abzüge kann man bei der spärlichen Charakterausbildung der einzelnen Damen machen und die vielen Abblenden sind auch irgendwie gewöhnungsbedürftig. Aber das ist jammern auf hohem Niveau.

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quastenflosser

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Monuments Men habe ich bisher noch nicht gesehen, bin mir auch nicht sicher ob ich das überhaupt will. ;)


sachsenkrieger

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MM hat auf jeden Fall keinen dunklen Fleck auf der Weste Bill Murrays hinterlassen, weil er eigentlich gar nicht mitspielt, wie alle anderen Schauspieler auch ;)


MrDepad

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Bewertung9.0Herausragend

Jim Jarmusch und Bill Murray. Zwei Namen, die in "Broken Flowers" in Kombination gebracht werden und die ohnehin so perfekt zusammenpassen, dass es fast schon verwundert, dass eine Zusammenarbeit der beiden auf voller Spielfilmlänge nicht schon eher zustande kam.
In den Werken von Jarmusch geht es meist um Figuren, die sich stets in Bewegung befinden, aber irgendwie ziellos zu sein scheinen.
Don Johnston passt anfangs so gar nicht in dieses Schema. Bill Murray spielt den zerknitterten, gealterten und müden Melancholiker, der meist faul auf dem Sofa liegt und völlig resigniert hat. Ein rosa Brief, der ihn unfreiwillig dazu aufruft, sich mit seiner Vergangenheit, genauer gesagt seinen verflossenen Liebschaften, auseinander zu setzen, und sein detektivischer Nachbar, toll gespielt von Jeffrey Wright, bringen Don zu einem eigenwilligen Road-Trip in typischer Jarmusch-Manier.
Vor allem für Fans von Independent-Ikone Jim Jarmusch ist dieser Film eine schiere Offenbarung. In einem langsamen, behäbigen Erzähltempo schildert der Regisseur die Reise von Don als melancholischen, episodenhaften Trip, bei dem an jeder Station eine Frau wartet, mit der Don früher mal zusammen war. Mithilfe einiger hervorragender Schauspielerinnen offenbaren die einzelnen Stops von Don viele Überraschungen, teilweise tolle Situationskomik und interessante Einblicke.
Dabei ist "Broken Flowers" vor allem auch ein Film voll mit stillen Gesten und subtilen Augenblicken. Genauso wie Don ist der Zuschauer dazu aufgerufen, nach Merkmalen oder Details zu suchen, welche der Hauptfigur Antworten zu seiner Frage liefern, die der anfängliche Brief aufgeworfen hat. Dabei verkommt die Reise natürlich auch zu einer Auseinandersetzung Don´s mit Vergangenheit und Gegenwart im Wechsel und der Sinnsuche in der persönlichen Lebenslage.
Ebenfalls sehr markant ist der wundervolle Soundtrack, der schon beim fantastischen Intro hervorsticht. Die teilweise jazzigen Stücke fügen sich perfekt in den elegischen Erzählrhythmus von Jarmusch und geben dem Zuschauer in ruhigen Momenten Zeit, die einzelnen Stationen Revue passieren zu lassen.
Denn wie Jarmusch seine Geschichte schließlich beendet, soll hier nicht verraten werden, doch Kenner seiner Werke können sich sicherlich denken, in welche Richtung alles führen wird.
"Broken Flowers" darf sich ohne Zweifel zu den allerbesten Werken von Jim Jarmusch zählen. Die schöne Geschichte, der grandiose Soundtrack, die melancholisch-jazzige, minimalistische Atmosphäre und ein brillanter, ebenfalls melancholischer Bill Murray in Kombination mit einem hervorragenden, weiblichen Darstellerinnen-Ensemble sorgen für ein angenehmes, wundervolles und nachdenklich stimmendes Meisterwerk, das aufgrund der subtilen Verweise und stillen Rätsel zu mehrfachen Sichtungen einlädt.

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Ener

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Bewertung7.0Sehenswert

Zum Teil fehlt mir etwas das Tempo für eine Komödie, so ganz ruhig tue ich mich in dem Genre schwerer. Darüber hinaus sehr kreativ gestaltete Charaktere in einer Geschichte, die eine tolle atmosphärische Spannung erzeugt. Ein wirklich passendes Ende ist hier kaum möglich, jedoch tut der Film sein Bestes. Nicht weit gefehlt. Sehenswert.

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d3af

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Bewertung6.5Ganz gut

k.A. mit dem Ende kann ich irgendwie nichts anfangen.
Bestimmt voll philosophisch... is mir zu hoch.

Der Film selber war mir Stellenweise zu still und einschläfernd.

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jacker

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Bewertung9.0Herausragend

On the road to nowhere und irgendwo unterwegs auch noch falsch abgebogen.

Das beschreibt wohl in etwa das Stadium in dem sich Bill Murray als Don Johnston in BROKEN FLOWERS befindet. Er macht den Anschein eines alternden Playboys ("You never had any trouble, getting to know some interesting women" sagt sein Nachbar Winston im Nebensatz), der völlig den Faden im Leben verloren hat - in verscheidensten Variationen des gleichen Jogginganzuges vegetiert er auf seinem Sofa vor sich hin, guckt alte Filme ohne sie wahrzunehmen und wird nichtmal aus der Bahn geworfen, als seine aktuelle Freundin ihn unerwartet verlässt. Eher lässt es ihn fast völlig kalt.

Don macht generell nicht den Anschein von großen, intensiven Gefühlsregungen übermannt zu werden - im Gegenteil, er wirkt ziemlich entfremdet vom Leben. Oder präziser: speziell von seinem Leben. Kurze Momente des Aufblühens erleben wir nur, wenn Don mit der Familie, vor allem den fünf Kindern, seines Nachbars Kontakt hat. Plötzlich zeichnet sich anstatt distanzierter Teilnahmslosigkeit der Hauch eines Lächelns auf seinem Gesicht ab. Doch selber Kinder will er nicht - eigentlich will er gar nichts, was ihn aus der Comfort-Zone aus Sofas, äthiopischem Kaffee und Langeweile herauslocken könnte.

Was Jim Jarmusch uns im Folgenden erzählt, ist eine Geschichte über Verlorenheit. Über das Wachrütteln aus einem ewigen Winterschlaf. Über die Wiederentdeckung des eigenen Selbst - ein Schritt in die Zukunft, der nur über den Umweg der Vergangenheit gegangen werden kann.

Don erhält einen seltsamen Brief und begibt sich widerwillig auf einen noch seltsameren Roadtrip. Durch die endlosen Weiten des Mittleren Westens der USA, auf der Suche nach den Frauen aus vergangenen Tagen und einem nie gekannten Sohn. Und un(ter)bewusst auf der Suche nach sich selbst. Nach neuer Lebensfreude, nach Sinn, nach einem Grund. Auffällig ist, wie so oft bei Jarmusch, die Wahl der Kulisse - Don's Reise muss hier, und zwar genau hier stattfinden. Verloren in der endlosen Weite. Auf nie enden wollenden Straßen, von denen eine der anderen gleicht wie ein Zwilling, vorbei an sich endlos wiederholenden Häusern, für die das gleiche gilt.
Eine monotone Ödnis, deren Gleichförmig- und Auswechselbarkeit Jarmusch über eine tolle verkettung von Szenen herausarbeitet: Auf jeder Etappe kommt Don im Auto auf eine Kurve zu, diese ist natürlich eine andere als vorher, sieht aber ähnlich aus und biegt in etwa im gleichen Winkel nach rechts ab. Und jedes Mal kommt ihm ein LKW auf der Gegenspur entgegen - vielleicht Zufall, vielelicht ein geschickter Trick, der die völlige Monotonie transportiert.
Und Leere.

All das strahlt (vor allem in verbindung mit den äthiopischen Jazz-Stücken, die Don im Auto hört - BROKEN FLOWERS hat einen der besten Soundtracks aller Zeiten) eine tiefe Melancholie aus. Der Körper verloren in weiter Endlosigkeit, der Geist genauso. Jarmusch gelingt hier wieder etwas für ihn charakteristisches: die Landschaft und Umgebung als direkter Ausdruck des Inneren eines Protagonisten. Ein Stilmittel was schon 1995 in DEAD MAN seinen Anfang nahm, von Jarmusch im Laufe der Zeit (und besonders hier in BROKEN FLOWERS) perfektioniert wurde und 2013 in ONLY LOVERS LEFT ALIVE, wo er den sinnbildlichen Verfall der gesamten Menschheit über die leere und dunkle "Geisterstadt" Detroit transportierte, seinen bisherigen Höhepunkt fand.

Und irgendwie hilft es Don zu sehen wer er mal war, um darüber zu realisieren wer er geworden ist. Und dass das Leben einen Wert hat, den er verlernt hat zu achten. BROKEN FLOWERS - ein langsam-stiller, melancholischer, oft auch skurril-befremdlicher Selbstfindungstrip der besonderen Art.
Ganz großartig!

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/05/19/broken-flowers-2005]

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jacker

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Das einzige was ich empfehlen würde, ist nicht mit LIMITS OF CONTROL anzufangen. Der ist selbst als Jarmusch-Fan nah an der Grenze zur Anstrengung (wenn auch ganz wundervoll anzusehen). Nimm vielleicht einfach diesen hier, oder vielleicht GHOST DOG..


Big_Kahuna

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Dieser hier wirds dann wohl. :P


cule0809

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein im alter Gekommener Don Juan erfährt, dass er einen Sohn hat. Er macht sich dann auf den Weg, mit Hilfe seines Nachbarn (gut gespielt von Jeffrey Wright heute bekannt aus der Serie Boardwalk Empire). Trotz einer eigentlich traurigen Persönlichkeit und einer depressiven Geschichte, macht der Film gute Laune. Auch hier wieder eine starke Leistung von Bill Murray der diesem melancholischen Roadmovie allein durch den bedröbbelten Gesichtsausdruck, eine gewisse Komik verleiht. Der Film hat weder Längen noch übertriebene schnulzige Szenen. Der Witz ist nicht übertrieben und ist eher zum Schmunzeln da. Interessant sind die einzelnen Geschichten seiner ehemaligen Frauen. Findet er nun seinen Sohn? Dies ist vielleicht gar nicht so relevant, aber Don Johnsten (mit t!!!!!) findet sich selbst und nimmt uns mit auf seine Reise. Ein netter und sehenswerter Film den man sich mal rein schieben kann, wenn man einen charmanten Roadmovie sehen will.

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based_god

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Bewertung9.0Herausragend

Unterkühlt und doch herzerwärmend.

Die Suche Don Johnstons (dessen Name nicht zu unrecht Don Juan ähnelt, grandios gespielt von Bill Murray) nach seinem Sohn und den damit verbundenen Besuchen bei seinen Ex-Liebschaften ist eine Geschichte, die sich oft wiederholt. Anstatt auf seiner Reise etwas dazu zu lernen bleibt er immer gleich verschlossen und gleich verunsichert. Jim Jarmusch versteht es dabei wie eh und je, den Zuschauer keine Bindung zum Hauptcharakter aufbauen lassen und sich somit mehr auf die eigene Weisheits-Suche zu konzentrieren. Hoffentlich mit mehr Erfolg als der Protagonist. Gleichzeitig karikiert er das Bild eines Amerikas, in dem es von resignierten Persönlichkeiten nur so zu wimmeln scheint. Die Charaktere (allen voran Don Johnston und sein Nachbar Winston) sind wie man es sich vom Regisseur gewohnt ist toll gezeichnet und die Musik-Auswahl ist exzellent. In unterkühlter Atmosphäre und nicht ohne Humor tritt unser Held also von einem Fettnäpfchen zum nächsten und versteht am Ende, wie der Zuschauer die Welt nicht mehr.

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jacker

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Unvergleichlicher Film! Seitdem höre ich immer mal wieder Ethio-Jazz :)


CalrethTBL

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Bewertung7.0Sehenswert

Es erscheint merkwürdig, dass ein Gefühl wie Melancholie gelegentlich auch gute Laune hervorruft. Diese Verbindung gelingt Regisseur Jim Jarmusch mit "Broken Flowers" auf beeindruckende Art und Weise. Denn der Film ist genau das: ein toller, kurzlebiger Feel-Good-Movie, dessen Plot eigentlich alles andere vermuten lässt.

Gespickt mit zahlreichen bekannten Darstellern blickt Bill Murray als alternder Lebemann "Don Johnston" zurück in seine romantische Vergangenheit. Mit der unerwarteten Botschaft, einen Sohn zu haben, reist er durchs Land und besucht all seine ehemaligen Flammen, um Hinweise zu sammeln. Unterstützt wird er dabei vom großartigen Jeffrey Wright, den man unlängst auch in "Boardwalk Empire" bewundern kann.
Was womöglich etwas langatmig oder gar langweilig wirken könnte, entwickelt sich zu einem so liebevoll inszenierten Roadmovie, der so gut wie keine dramaturgischen Längen hat - getragen wird das Ganze selbstverständlich von Bill Murray, dem Großmeister der melancholisch-zynischen Auftritte.

Ohne eindeutiges Ende, aber mit der schönen, alten Frage nach dem Sinn des Lebens (mit dem dankbaren Verzicht, diese nicht pathetisch zu beantworten!) folgt man Don Johnston durch seine Vergangenheit und beobachtet ihn sehr gern dabei, wie er darüber nachdenkt; Murray schafft das in den meisten Szenen sogar, ohne auch nur ein Wort zu sprechen!

Insgesamt erscheint "Broken Flowers" wie ein Musikvideo eines alten Bob Dylan-Hits: voller Melancholie und menschlicher Fehler, aber niemals die Hoffnung verlierend. Der Film verleiht ein angenehmes Gefühl - eine schöne, kurze Erfahrung. Mehr aber auch nicht.

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Kurono

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Bewertung7.5Sehenswert

Don Johnston (man beachte das t) hat die besten Jahre seines Lebens hinter sich, doch schlimm ist das für ihn nicht, hat er doch sein Leben genossen. Vor allem mit den Frauen hatte er seinen Spaß. Auch seine berufliche Lebensleistung kann sich durchaus sehen lassen.
Einzig mit einer eigenen Familie hat es nicht geklappt, wobei das auch nie ein Thema für ihn war, zumindest bis ihn ein Brief erreicht. Seine vielen Frauengeschichten hatten wohl doch Folgen, denn in dem Brief heißt es, er wäre Vater eines inzwischen 19-jährigen Sohns.
Die Glaubwürdigkeit des Briefes scheint zweifelhaft, erst recht da der Absender nicht bekannt ist. Dennoch macht sich Don widerstreben auf die Reise, um die Mutter seines hypothetischen Sohnes zu finden oder zumindest die Autorin des Briefes. Eine Reise durch Dons Vergangenheit und Amerikas Gegenwart beginnt.

„Broken Flowers“ kommt im bekannten Indie-Schick daher. Gemächliches Tempo, verschrobener, scheinbar emotionsloser Protagonist, lange Einstellungen, und das fast schon zelebrieren des Alltäglichen. Das dabei keine Langeweile aufkommt, liegt an der interessanten Geschichten und am Humor, der sich zwar nie stark in den Vordergrund drängt aber dem Ganzen doch eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Das ist auch ganz gut so, denn je länger wir mit Don zusammen sind, desto deutlicher spüren wir seine Einsamkeit aber auch die Einsamkeit der Menschen, die er auf seiner Reise begegnet. Auch der Jugend scheint man nachzutrauern. Das ist ja aber auch verständlich. In der Jugend gibt es nur die Zukunft. Sie ist voller Hoffnung und Träume. Diese Hoffnungen und Träume sind nun von der nüchternen Realität verdrängt und es gibt nicht nur die Zukunft, sonder auch eine inzwischen recht große Vergangenheit. Vielleicht hat man inzwischen sogar schon mehr Vergangenheit als Zukunft.

„Broken Flowers“ ist insgesamt sehr nüchtern. Wirklich dramatisch wird es nie, andererseits ist es auch kein Feelgoodmovie. Unaufgeregt reisen wir mit Don durch die USA und fragen uns vielleicht dabei selbst, was wir vom Leben eigentlich erwarten.
Ein irgendwie schöner Film.

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aimee

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich mag Bill Murray, sehr sogar. Und ich mag auch seine 100 Variationen des Gesichtsausdrucks "Zero Fucks Given". Im Ernst, dem Mann dabei zuzusehen wie er scheinbar seine Emotionslosigkeit ins Unendliche perfektioniert, dabei wird es mir nie langweilig. Dann sagt er auch noch einige Worte und die treffen lakonisch, wie sie daherkommen, immer auch noch ins Schwarze, so oder so. - "Ich hab nichts gesagt."

Leider ändert das nichts daran, dass der Film insgesamt etwas lahmt und irgendwie zwischen Tür und Angel herumsteht ohne was zu sein. Der eigentlich tolle Plot hat sich besser gelesen, als er für meinen Geschmack letztlich inszeniert wurde. Alles ist um die Figur Don herum arrangiert, grundsätzlich der richtige Ansatz für diese Story. Mir scheint jedoch, als färbte die Figur zu sehr auf alles andere ab. Leicht behäbig wie Don, schleppt sich der Film dann gleichfalls so dahin, und die Szenerie ist allenfalls so grau wie des Protagonisten Haarpracht. Wenn das so gewollt war, dann funktioniert es für mich nicht hundertprozentig. Die Figur der Tilda Swinton erschließt sich mir leider gar nicht und die letzten 15 Minuten, die sich Jim Jarmusch zudem überlegt hat, sind mir dann auch leider etwas zu konfus. Das Ende empfinde ich als unbefriedigend. Was will man mir sagen? Mir fehlt hier einfach die Aussage und -- Achtung Spoiler -- ich bleibe ähnlich ratlos zurück, wie ein Don Johnston in der letzten Einstellung.

(Der Soundtrack ist toll!)

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aljoscha.overkamp

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Streifen strahlt eine angenehme melancholische Ruhe aus... passt gut wenn man selbst in einer ähnlichen Stimmung ist, weder erheiternd noch unangenehm. Schöne Bilder und natürlich Bill Murray machen das ganze ziemlich sehenswert.

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Bassewitz

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Bewertung5.0Geht so

Dieser Film hat mir vor Augen geführt, wie ungeduldig ich sein kann. Ich habe nichts gegen Filme oder Bücher die sich etwas Zeit nehmen um beispielsweise Charakteren mehr Tiefe zu verleihen oder eine Atmosphäre rund um eine bestimmte Gegend zu schaffen oder ein Gefühl zu vermitteln. Dieser Film wirkte auf mich wie eine Version von mir, die an einem Sonntag mit Kater vorm Fernseher liegt. Es ist irgendwie Gang und Gebe geworden in Indie-Filmen Charaktere so zu zeigen, wie sie völlig emotionslos und steif irgendwo rumstehen, aber Bill Murray treibt es meiner Meinung nach auf die Spitze damit, hier wurde echt etwas übertrieben. Das blöde ist nämlich, dass sein Charakter als Don Juan bezeichnet wird, aber ich musste mich ganze Zeit während dem Film fragen, wie zum Teufel er mit seiner tranigen Art all diese Frauen überhaupt verführen konnte.
Dazu kommt der Rest, der einfach nicht meins ist: sehr unnötig lange Szenen in denen nichts passiert (Autofahrten, Wartereien etc.), generell hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte eigentlich sehr spannend ist, wenn man sie von diesen unnötigen nichtssagenden Szenen (besonders die am Anfang) befreit hätte. Denn die Szenen in denen er die Frauen trifft, fand ich grandios, vor allem durch die vielen weiblichen Darsteller (auch wenn Tilda Swinton gerade mal einen zwei Minütigen Auftritt hinlegt). Als schließlich der Abspann kam, dachte ich nur: Achso, das war's jetzt, ja? Ok... Schade.

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Moncineo

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Exakt meine Empfindungen über dieses Werk wiedergegeben.
Schließe mich daher wortlos an.


d3af

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Seh ich genauso.
Die Szenen wo er die Frauen trifft waren interessant. Der Rest war monoton und ermüdend.
Etwas weniger nichtssagenden Stummszenen etwas mehr Frauen und ein würdiges Ende.
Dass er doch noch seinen Sohn findet. Oder er ihn? Oder meinetwegen auch nicht von beiden aber dafür gibts nen interessanten Twist am Ende. Keine Ahnung... IRGENDWAS... aber nicht einfach bums aus. "Hä?"


KAbitz

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Stoisch getaktet präsentiert der Independant-Guru Jim Jarmusch eine melancholische und grotesk verzerrte Heldenreise, in der Bill Murray auf den Spuren der Vergangenheit stichprobenartige Einblicke in amerikanische Haushälte erhält.

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Jxnx1312

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr liebevoll gestalteter Film.
Ich habe vorher den Trailer gesehen und die Kurzbeschreibung gelesen und dachte eigentlich ,dass er mich etwas langweilen würde, dem war aber nicht so.
Bill Murray ist ein großartiger Schauspieler, der auch hier wieder sein Können unter Beweis stellt.

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Kalkwerker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein unbeteiligt und leicht somnambul wirkender Bill Murray erhält in seinem tristen Heim einen Brief mit einer Nachricht, welche sein Leben verändern könnte. - Spoiler ! -Die Hoffnung auf etwas Lebenssinn erfüllt sich auf seiner großen Reise aber nicht. Alle ehemaligen Partnerinnen scheinen aber ein gleichfalls banales und tristes Dasein zu fristen. Es wird weder das Geheimnis gelüftet, noch eine verpasste Chance erkennbar.
Ein Film, den man sich ohne den grandiosen Bill Murray mit seinem desillusionierten, traurigen Blick, schwer vorstellen kann.

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thraka

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Bewertung5.0Geht so

Konsequent für und in einem Jarmusch-Film: SLEEP´s beseelte Hymne "Dopesmoker"!

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Alienator

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Bewertung5.5Geht so

Das alte Problem bei Jarmuschfilmen ist, das sich die Art der Betrachtungsweise eines Jarmusch dem normnalen Betrachtungswinkel eines üblichen Films entzieht. Seine Art zu drehen ist sehr langsam. Die Kamera verharrt auf Gesichtern oder Situationen ohne wirklich was zu sagen. Eine gradlinige Geschichte ist selten der Fall. Aber genau das ist ja der Reiz solch eines Filmes. Jarmusch betont selbst, dass das Leben nicht rational sondern emotional verläuft. Und so dreht er auch seine Filme. Sie folgen eher den Emotionen statt dem Rationalen. Hauptaugenmerk seiner Filme liegt nunmal auf den Charakteren. Auch wenn Figuren nur für ein paar Minuten auf der Leindwand zu sehen sind (wie hier die Reihe der weiblichen Schauspieler), gibt noch jede kleine Nuance die Chance auf Charakteriserung. Das ist manchmal schwer verdaulich, weil man beim ersten Hinsehen keine Intention der Figuren entdeckt. Nur später wird einen klar, was dort passiert ist.Die stärkste Szene in diesem Film ist die Friedhofsszene.

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The Freewheelin Fonda

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Bin da hundertprozentig bei dir! Ich liebe Murray in all seinen Comedy Filmen durch seine einzigartige Art. Will nicht behaupten er knn nichts anderes aber mir gefällt der bei Komödien am Besten. Und zum Glück erfreut er uns Fans alle paar Jahre immer wieder durch Produktionen mit Wes Anderson :D


Alienator

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Muss ich auch so unterstreichen.


BigGizzle

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Bewertung5.0Geht so

Mein Kollege meinte, denn muss ich mir einfach anschauen. Klasse Film und so weiter. Als der Abspann lief habe ich mich gefragt warum eigentlich. Ganz ehrlich, ich glaube es liegt daran das er 30 Jahre älter ist als ich und somit viel mehr paralellen zu Don Juan sieht als ich.
Klar Murray spielt wie gewohnt den gelangweilten Frauenheld, dass funktionert auch. Die Mimik ist einfach Klasse, daher auch meine mittelmäßige Bewertung.
Aber der Rest war doch extrem langweilig und ich konnte mich einfach null mit Murray´s zerrissenheit identifizieren.

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makemyday

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

netter, ruhiger film mit vielen trockenen, witzigen situationen. schön.

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hier gefallen mir vor allem die kleinen Dinge. Minimale Gesten in Schauspiel und Inszenierung, subtiler Humor, wie wenn Winstons Frau ihm sagt, dass er nicht mehr rauchen soll und er gleich darauf um die Ecke geht, um sich einen Joint anzuzünden, oder wenn er Don dann sagt, er solle auf rosafarbenes achten, und es das natürlich bei allen Frauen zu finden gibt, die Herz-Ohrringe von Lolita und so weiter und so fort. Solche und viele andere Details machen diesen Film zu etwas ganz Besonderem. Und auch sonst ist das Ganze überaus gelungen und gefällt mir sehr. Ein alternder Don Juan begibt sich ungewollt auf einen bewegenden Road Trip, um seine vergangenen Beziehungen aufzuarbeiten. "Broken Flowers" ist dabei ein sehr ruhiger, leiser Film, der weniger durch eine spannende Geschichte oder ausgefeilte Dialoge überzeugt, sondern eher durch die magische Atmosphäre, die Dons Reise durch die Weltgeschichte hier umgibt. Und natürlich liegt es auch an Bill Murray, dass alles so gut funktioniert. Er passt hier mit seiner lakonischen Art perfekt rein. Unterstützt von ebenso tollen Nebendarstellern spielt er seine Rolle immer mit einer hervorragenden Mischung aus trockenem Humor und dramatischem Ernst, sodass es auf mich absolut faszinierend wirkt, wenn Don Johnston (mit 't'!) sinniert, reflektiert und versucht, sich selbst zu finden.

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