Broken Flowers - Kritik

Broken Flowers

US/FR · 2005 · Laufzeit 106 Minuten · FSK 0 · Komödie, Road Movie · Kinostart
Du
  • 8

    Einfach ein Genuss! Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber darstellerisch ein Highlight!

    • 8

      Bill Murrays resignierter Gesichtsausdruck ist schlichtweg grandios. Je älter er wird, desto tragikomischer scheint er spielen zu können. Genau das macht „Broken Flowers“ zu einem wunderbaren Film, da der Hauptdarsteller die Gesamtatmosphäre in sich vereint. Für leise Komik sorgen die verschiedenen (ebenfalls toll besetzten) Figuren, auf die Don trifft und die seine Reise zu einem fesselnden Erlebnis machen. Dabei zeigt Ausnahmeregisseur Jim Jarmusch alles höchst lakonisch und mit größter Ruhe, aber ohne Langeweile, perfekt untermalt mit einem träumerischen Soundtrack. Es werden viele Symbole und Anspielungen platziert, aber ohne zu erklären. Da ist dann der Zuschauer gefragt. [...]

      • 7 .5

        Ein ganz typischer Independent-Streifen, der sich viel Zeit für die ruhigen Momente nimmt. Bisweilen reizt Jarmusch diese Momente bis an die Grenze aus, besitzt gleichzeitig aber auch das Timing, den Zuschauer an den richtigen Stellen wieder mehr zu "begeistern".

        Zugegebenermassen verliert sich die, anfangs viel versprechende, Handlung später praktisch im Nichts. Letztlich ist es aber der "Moment" und das "Jetzt" das diesen Film ausmacht (worauf wahrscheinlich auch Don's "philosophischer" Erguss anspielt). Und so fühlt man sich bei Murray's mysteriöser Reise größtenteils kurzweilig unterhalten, auch wenn das Ziel schon längst im Hintergrund zu stehen vermag.

        Ganz toll besetzt ist der Cast: U.a. mit Sharon Stone und Jessica Lange. Aber besonders loben muss man Hauptdarsteller Bill Murray dessen "Lost In Translation"-Hundeblick hier ein Revival feiert. Ohne den Ex-Geisterjäger hätte dieser Film wohl nur halb so gut funktioniert.

        • 10

          liebe ich auch

          • 7

            Broken Flowers

            Am Regisseur Jim Jarmusch scheiden sich die Geister: den einen sind seine Kameraeinstellungen zu lang, die Handlung zu dürftig – zu wenig Action – und die Schauspieler agieren oft mit Gesichtslähmung. Für andere hingegen machen gerade diese Kriterien die Qualität der Jarmuschfilme aus.
            Der in die Jahre gekommene Computerexperte Don Johnston – mit „t“ – bekommt einen rosaroten Brief, in dem ihm eine Verflossene mitteilt, dass sie vor etwa 20 Jahren einen Sohn von ihm bekommen hat. Vom Nachbarn gedrängt, beginnt Don nach der möglichen Mutter seines Sohnes zu suchen. Auf seiner Reise trifft er die skurrilsten Vertreterinnen der amerikanischen oberen Mittelschicht: eine Maklerin in sterilem Ambiente mit hohlem Ehemann, eine Tierpsychologin, die hört, was die Tiere sagen, ein übrig gebliebener Althippie-Freak bei der ihm von ihren Freunden das Licht ausgeknipst wird.
            Und schließlich einen Tramper, der sein Sohn sein könnte – sicher ist man aber nicht. Ihm teilt er seine Lebensphilosophie mit: “Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht da, alles was zählt ist das Jetzt.“
            Wenn man sich die Zeit nimmt und mit auf das Roadmovie geht, bemerkt man die vielen kleinen Hinweise, die wie bei einer Schnitzeljagd den Weg weisen könnten.(rosa Brief, Bademantel, Visitenkarte, Schreibmaschine, Schleife am Rucksack) Doch sicher ist hier gar nichts. Vor allem das Ende hinterlässt viele Zuschauer ratlos. Hat Don denn nun seinen vermeintlichen Sohn gefunden oder nicht? Darauf kommt es anscheinend überhaupt nicht an. Die Suche ist Selbstzweck, der Weg ist das Ziel. Dem suchenden Don geht es eigentlich besser – er ist aktiv - als dem daheim auf der Couch liegenden, Fernsehenden Nichtstuer.

            • 9 .5

              Ein wirklich interessanter Film über eine Reise in die Liebschaften der Vergangenheit, hervorragend besetzt mit Bill Murray. Der Rest der Schauspieler ist natürlich auch weit über dem Durchschnitt. Ausserdem finde ich das Jarmusch das Ende sehr gut gemacht hat. Man weiß nicht ob es den Sohn gibt, nicht mal der Nachbar kann einen klaren Kommentar abgegeben. Die letzte Szene soll wahrscheinlich noch stärker zeigen, das der Weg zwar schmezlich war und der Protagonist zwar Erfahrungen gewonnen hat, doch das entscheidende Wissen hat er nicht auf seiner Reise erlangt. Aber zumindest hat er sich geändert. Zudem hat der Film auch eine ruhige Musikuntermalung, durch welche die Handlung des Filmes noch unterstrichen wird. Langweilig fand ich den Film überhaupt nicht, eiegntlich bleibt der Film die ganze Zeit spannend - natürlich sehr ruhig, aber das unterstreicht die Spannung, statt ihr zu schaden.

              • 8

                Ein bischen Klassentreffen. Soll sich jeder selbst die Frage stellen was ist aus meinen früheren Beziehungen geworden. Was ist aus meinen Idealen geworden? Sinnvoll und ein Murray stoisch wie immer ein Augenschmauß mit offenem Ende, blöd jetzt muß man glatt selber weiterspinnen. Wer wie was.

                • 7 .5

                  Jarmusch Filme sind nun mal langsam, und Murray ist natürlich in dieser Rolle die bestmögliche Besetzung. Vielleicht muss man ein gewisses Alter erreicht haben, um die Story gut zu finden.

                  • 8

                    Bill Murrays erneut als Kauz, diesmal als Kauz Potato, der zwischendrin im Bett der leicht überkandidelten Sharon Stone landet - nicht die schlechteste Destination in einem Road Movie.

                    • 8

                      wie immer, ein stiller Film,... Jim sollte mal das Tempo anziehen....

                      • 6 .5

                        Der schönste, kauzigste, hinreißendste und lustigste Wettbewerbsbeitrag des diesjährigen Festivals von Cannes: Ein sensationell entspannter Jim Jarmusch schickt seinen ebenso lässigen Hauptdarsteller Bill Murray auf einen absurd-komischen Roadtrip durch seine Vergangenheit und gibt ihm alle Möglichkeiten, sein brillantes schauspielerisches Talent auszuspielen...

                        8
                        • 6 .5

                          Langsamer (bis langweiliger) melancholischer Film mit einem phantastischen Soundtrack (von Mulatu Astatke)

                          • 9

                            Die Jarmusch Liste (abnehmend):
                            1. Stranger than paradise
                            2. Down by Law
                            3. Broken Flowers
                            4. Night on Earth
                            5. Mistery Train
                            6. Ghost Dog
                            ....
                            x. Dead Man

                            Auf welchen Platz kommt Coffee & Cigarettes?

                            • 7

                              Murray does it again. Gut, v.a. Jeffrey Wright... Aber mir kommen die alten Flammen etwas zu kurz. Etwas mehr als solche skizzenhaften Charaktere (Schlampe mit Lolita-Tochter; Vertrocknet in Suburbia-Hell; lesbische Tierärztin und White Trash-Braut) hätte ich mir schon gewünscht.