Von der britischen Lotterie gestiftete Projekte kommen selten lauter daher als Bronson, ein echtes Schwergewicht unter den Anwärtern auf den geschmacklosesten, häßlichsten und sinnlosesten Film des Jahres 2009. Nicht nur, dass der Film die Gewalt feiert, ist dieses brutalste aller Bio-Pics auch noch rasend homophob. Die zusätzliche prätentiöse und theatralische Garnierung machen den Film zu einer einzigartig furchtbaren Erfahrung.
völlig überzogen finde ich ihre kritik !
sone heuchler wie sie,was ist denn so schlimm daran das er ein paar wärter verdroschenhat,soll er dafür lebenslang sitzen,ich finde er hätte einen vernünftigen manager gebraucht der ihn bareknockleboxer und er ist ein superkämpfer ! gefördert hätte,dann wäre die agression in rechte bahnen gelenkt worden und er wäre reich geworden !
mal nicht so zimperlich hier das doch purer neid.
wo denn homophob es wird synthi pop gespielt,sein lieblingsonkel ist offensichtlich schwul den er nicht verdrischt !
nur weil er nicht zu den beckackten pet shop boys ttanzen will,und gerne flucht??? oh oh da ist aber jemand sehr zart beseitet !
Arbeite an deiner Rechtschreibung oder schreibst du immer, wenn du betrunken bist?
Wie alt bist du?
12!
Irgendwann gibt es Tabletten für deine Krankheit.
Das Besondere am Biopic BRONSONs ist nicht, dass trotz der vehementen Versuche die Hauptfigur sympathisch erscheinen zu lassen selbige ein Arschloch bleibt. Eher ist es die Art, wie man hier eine bizarre Erzählweise konstruiert, die durch das perfide/grandiose Spiel des Hauptdarstellers wiederum etwas anderes schafft: bleibenden Eindruck, ohne am Ende wirklich zu gefallen. Ich weiß nicht wann ich das zuletzt von einem Film behaupten konnte.
Einblick in das wahre Leben eines asozialen Gewalttätigen. Ohne Wertung folgen kurzweilige und überdrehte Fragmente bestehend aus verspieltem Irrsinn und brutalen Schlägereien, die wie ein trashiges Schmuddel-Comicheftchen unter der Ladentheke weitergereicht werden. „Bronson“ will ja so was von gern unter die Haut gehen, verheddert sich aber in gestylten Bildern und dem nervigen Battle zwischen bräsiger Klassik und blechernder Synthie-Mucke, der "emotional" so gut wie jede Einstellung untermalen muss. Bisweilen wirkt der britische Streifen wie ein über-ambitionierter Rammstein-Clip. Und nur Tom Hardys engagierte Performance reicht da leider nicht aus.
'Bronson' ist also kein Psychogramm oder eine Lebensgeschichte, eher ein Rückblick aus der eigenen Wahrnehmung heraus. Immer wieder sieht man Bronson auf einer Bühne stehen, ein großes Publikum vor sich, das meistens schweigt und zwischendrin frenetisch applaudiert. Natürlich stand der Mann nie auf einer solchen Bühne, er ist Publikum und Star zugleich, die Bühne ist allein in seinem Kopf, er selbst ist sein bester Zuschauer, mehr braucht er nicht. ... Refn bleibt darin konsequent, Bronsons Lebensgeschichte keine Erklärung, Moral oder nur ein Resümée aufzuzwingen. Die Erzählung bleibt episodenhaft, wird immer wieder von Bronsons Off-Erzähler unterbrochen, von den Szenen auf der Bühne. Die Bildsprache ist offenbar erfolgreich an Stanley Kubrick geschult (Kameramann Larry Smith hat mehrfach für Kubrick gearbeitet), und auch in der Musik lehnt sich der Film insbesondere an 'A Clockwork Orange' an.
Eigentlich zu abstoßend und auch zu wenig Entwicklung, um als Film begeistern zu können. Refn hat aber aus dem "Biopic-Basismaterial" eine ganz eigene Show gemacht, und von einem "Biopic" bleibt dabei nicht mehr viel übrig.
Gerade der Rahmen - Bronson steht auf der Bühne eines leicht surrealen Theaters und stellt dabei sich und sein Leben nicht weniger surreal vor - macht deutlich, dass hier mehr reine Filmkunst als dokumentarischer Ansatz angestrebt wird.
Und in Ansätzen wird das auch eingelöst: Die Darsteller(Innen gibt es wenige) sind durch die Bank stark, und die Figur des Bronson bekommt einen sehr eigenen Charakterzug aufgedrückt, den Tom Hardy sehr hübsch inszeniert und durch den Film aufrecht erhält.
"Facettenreich" ist das allerdings nicht - aber das ist wohl auch das reale Vorbild nicht so sehr. Es sind mehr die Konstellationen, die faszinieren, das Aufeinandertreffen von roher Gewalt und einer Welt, die damit nicht zurecht kommt (kommen kann).
Da der Film weder Doku noch reales Porträt ist und auch offensichtlichst nicht sein will, sehe ich auch die Vorwürfe einer zu positiven Darstellung sehr relativiert.
Ganz sicher nicht Refn's bestes Werk, aber zumindest mal wieder etwas sehr Besonderes, wenn auch ganz sicher nicht jedermanns Geschmack, keine Frage; auch ich kann mich nur mit Mühe zu 8 Punkten hinreißen lassen, und das eigentlich auch nur vor dem Hintergrund des Refn'schen Gesamtwerks, bei dem ich weiß - hier hat er eine einfach mal ne brutale Vorlage genommen und überstilisiert. Why not. Wem's "Spaß" macht ;-)
Dieses Biopic hat es geschafft, dass ich danach erstmal 2 Stunden lang den echten gegoogelt habe...sehr faszinierend und grandios umgesetzt von Tom Hardy.
Charlie Bronson aka Michael Peterson ist schon eine ziemlich dämliche Arschkrampe. In Ermangelung jedweden Talents, haut er Allem und Jedem aufe Fresse, um somit mit seiner narzisstischen Affirmationssucht im kriminellen Segment berühmt zu werden. Chapeau. Geschafft.
Hier erzählt er im bizarren Theaterkontext als exaltierter Conférencier die merkwürdig-groteske Geschichte seines zweifelhaften Ruhms. Wahlweise macht er dies in einer s/w-face-to-cam-Perspektive wobei sich sein gewinnendes Lächeln durch schnellen Wechsel in eine nüchtern-aggressive Mimik selbst als Grimasse entlarvt. Der hattse doch nicht mehr alle.
Man hat das Gefühl, er verliert zwischendurch für sich selbst den Faden und erklärt das vermeintlich Ersehnte als Übel.
Anfänglich mit der Attitüde dieses Typen zaudernd, empfand ich die BildGEWALT in zunehmendem Maße als genial. Der musiscore, bestehend aus Indie-Elektro-Pop wie New Order und andere ´Perlen´, sowie populäre Klassikdampframmen werden diametral oder verwirrt eingesetzt;… macht für mich aber Spaß und abseitigen Sinn. Die Szenen haben eine starke visuelle Kraft und grad zum Ende hin war ich auch durch die geile schauspielerische Leistung davon überzeugt hier einen großen Film gesehen zu haben.
Wowy.
Kann mich dem Kommentar nur anschließen, der Film entwickelt eine Eigendynamik die ich sehr mag. Immerwieder musste ich dabei an Szenen aus Clockwork Orange oder Einer Flog übers Kuckucksnest denken. Hat mir sehr imponiert.
Refn gelingt dank dem brillianten Hardy ein Film der Charles Bronson als den zeigt, der er ist : Gewalttäter und künstlerisches Genie ! Irres Filmexperiment, dass einem ironischer Weise auch Spaß bereitet !
Tom Hardy for President!!!! Aber mal ohne Witz, bei dem Typen zieht´s mir die Schuhe aus. Unglaublich vielschichtig und äußerst talentiert. Ein Super-Film, ohne wenn und aber!
Nicht schlecht aber auch nicht herausragend.
Ich hatte nie das gefühl das mich der Film in der story überrascht, was auch nicht fall war.
Ab und zu kamm der Film ein bisschen Trashig rüber, bei den Bare Knuckle fights hatte ich das gefühl das das sich die Kämpfer nicht mal berühren, hätte mann besser machen können.
Die schuspielerische leistung von Tom Hardy bringt mich zum schwärmen er spielt sie rolle wirklich mit bravour.
Also das ist der erste Film in dem ich Hardy gesehen habe und ich würde ihn gerne in anderen rollen sehen also wenn ihr ein paar entfehlungen habt immer her damit.
Mein Fazit der Film wäre nur halb (wenn überhaupt) so gut hätte Hardy nicht die Hauptrolle.
Von mir 7.0
Bronson wird ausnahmslos durch seinen genialen Haptdarsteller(tom Hardy) getragen.Eine der besten Leistungen der letzten Jahre.Leider basiert der Film nur lose auf der wahren Geschichte von Englands gefährlichsten Gefangenen.So werden viele Dinge wie die Geiselnahme von 43 Personen und anschliessendem Anzünden des Gefängnisses nur kurz angerissen.Es entsteht so eine gewisse Distanz zum Gesehenen und die intensität geht in meinen Augen verloren.Auch kommen seine beiden Ehen überhaupt nicht vor.Geht man allerdings ohne Vorwissen an den Film,weiss er wegen seines genialen Hauptdarstellers und der ungewöhnlichen Bilder von Refn durchaus zu Gefallen.
Wer Regisseur Nicolas Winding Refn und seine Filme wie Pusher oder Valhalla Rising kennt, der weiß, dass er auch bei Bronson kein Mainstream-Kino zu erwarten hat. Und so liefert er mit Bronson einen sehr speziellen und eigenwilligen Film ab, dessen skurrile und bizarre Inszenierung an einigen Stellen jedoch einfach übertreibt und so an der Grenze des Erträglichen kratzt.
So wie die bizarre Inszenierung sind auch die Charaktere sehr überzeichnet, was die Beurteilung der schauspielerischen Leistungen mitunter natürlich erschweren kann. Nichtsdestotrotz kann Tom Hardy vollkommen überzeugen, ja sogar beeindrucken. Lachend, weinend, psychopathisch oder katatonisch – Hardy präsentiert gekonnt die mannigfaltigen Facetten des nicht ganz fassbaren, durchaus gestörten und muskelbepackten Schwerverbrechers.
Bronson ist ein bizarrer, mitunter verstörender Film, dessen Inszenierung in einigen Punkten zwar überzeugen kann, an einigen Stellen seine Bizarrheit und Skurrilität jedoch viel zu sehr auf die Spitze treibt und den Zuschauer am Ende seltsam unbeholfen über die Intention des Films im Dunkeln lässt. Will er unterhalten? Aufklären? Mahnen? Oder will er Peterson/Bronson gar die Bühne geben, die dieser immer gesucht hat? Letzteres wäre natürlich mehr als fragwürdig, für ein reines Unterhaltungsprojekt ist der Film jedoch viel zu sehr bizarres Kunstkino. Will er also aufklären oder anmahnen? Aber was? Das System? Der Film bleibt letztlich nicht so richtig fassbar, womit Nicolas Winding Refn aber vielleicht auch genau die Parallele zu seinem Protagonisten ziehen wollte.
Tom Hardy gibt den Berüchtigten als asozialen Außenseiter, dessen Lebensvorstellungen mit dem Konsens unvereinbar sind. Seine Darstellung ist zum einem enorm körperlich und auf der anderen Seite ebenso eloquent. Charlie Bronson hat keine Schwierigkeiten sich auszudrücken, ob nun sprachlich oder gewalttätig. So ist er Moderator, oder eher Confrencier des Films und führt uns durch einen Bildersturm aus Blut, Schweiß und Schnurrbarthaaren. Nicolas Winding Refn versteht sich als filmender Kosmopolit, als Europäer mit amerikanischer Ausbildung und das sieht man seinen Filmen auch an. Wie ein Chamäleon stülpt er sich die Maske des British Cinemas über und inszeniert in "Bronson" einen Fiebertraum ganz im Stile eines "A Clockwork Orange", doch wo Kubrick sein Material versucht wo es geht zu hinterfragen, da lässt sich Refn aufsaugen mit seiner Kamera und so taumelt der Film zwischen echter Gewaltverherrlichung, überladender musikalischer Untermalung und einer Spur Homophobie umher und schafft es nie seine Hauptfigur wirklich zu packen. "Bronson" ist manchmal eine kritiklose Huldigung eines gefährlichen Straftäters, der auch manchmal sehr sympathisch sein kann. Dieser Strudel der Ambivalenz ist schier unkontrollierbar und so wird bei "Bronson" jeder einen anderen Film sehen. Gut ist: Vergessen wird man diesen Film nicht so leicht. Warum das so ist: Das weiß wohl nicht mal Refn selbst.
Hardy ist in der Tat großartig und die Inszenierung ist durchaus stylish, aber aufgrund der Tatsache, dass das Script die Figur überhaupt nicht hinterfragt, sondern im Gegenteil sogar noch glorifiziert, hat mich enorm gestört, weshalb ich das Ganze dann auch wenig unterhaltsam fand.
Okay, dieser Film hat mich echt überrascht. Positiv. Die meisten Biopics beschränken sich darauf ihre Geschichte zu erzählen und gut is. Refn jedoch schafft es durch eine Vielzahl an Stilmitteln und Hardys hervorragendem Schauspiel aus der Geschichte Bronsons ein Biopic der besonderen Art zu machen. Dass das Resultat nicht jedermans Sache ist, stört mich persönlich nicht. Bin ich doch davon überzeugt, dass der wirklich gute Shit immer polarisiert. BRONSON ist brutal (wenn auch meines Erachtens nicht sooo brutal, wie hier von einigen moniert wird, aber ich mag Härteres gewohnt sein...), innovativ, amüsant, laut und vor allem schräg. Ich fühlte mich tatsächlich das ein oder andere Mal seltsam an CLOCKWORK ORANGE erinnert.. Ich habe in diesem Fall die Originalfassung nicht gesehen, aber selbt die Synchro ist mir angenehm aufgefallen. Insofern man bei Bronsons Stimme, die nur eine Facette kennt: Brüllen, überhaupt von angenehm sprechen kann. Es passte jedenfalls. Und Tom Hardy ist ja mal wohl der hundertmal bessere Jason Statham!
Ein Streifen, der einzig die wahnsinnig sympathische Ausstrahlung des Tom Hardy dokumentiert, darüber hinaus als abendfüllender Film aber nicht im Ansatz funktioniert. Viel mehr präsentiert sich dieses äußerst subjektiv gehaltene Biopic als eine Aneinanderreihung Musikvideo-ästhetischer Versatzstücke, die in den lauten Momenten an den Zuschauernerven sägt und in den Verschnaufpausen nicht Ruhe sondern Langeweile erzeugt. Ein Film, wie er dem tatsächlichen Michael Peterson aka Charles Bronson wohl gefallen hätte, wenn er ihn sich denn mal hätte ansehen dürfen. Generell erweckt 'Bronson' nur Interesse für den wahren Häftling und dessen unglaubliche Lebensgeschichte. Die filmische 'Aufarbeitung' dieser gehört jedenfalls weggesperrt.
Der Film treibt von einer Schlägerei zur nächsten und es stellt sich sehr schnell die Frage was der Film sein will. Als Biopic funktioniert er nicht, da man zu wenig über den eigentlichen Hauptcharakter erfährt und als und die Geschichte kann auch nicht wirklich fesseln, da es keine Entwicklung und kein Ziel gibt.
Die Erzählweise ist so abgedreht wie wie das Innenleben des Protagonisten. Zu Beginn weckt genau das Interesse, nutzt sich aber extrem schnell ab und was bleibt ist sind aneinandergereihte Szenen bei denen kein wirklicher Erzählfluss aufkommt.
Und doch gibt es etwas was dafür sorgt, dass man den Film unbedingt gesehen haben sollte. Und das ist die grandiose Leistung von Tom Hardy. Mit einer schier unglaublichen Intensität verkörpert Tom Hardy den extremen Charakter und demonstriert so sein Talent.
Ich wollte soeben ziemlich das selbe schreiben, kann ich mir aber in demfall sparen. Sehr guter Kommentar, erfasst so ziemlich alles was es über den Film zu sagen gibt. Möchte aber noch anmerken, dass ich ihn mir wegen den anderen Kommentaren wesentlich brutaler vorgestellt hatte. Die Gewalt ist zwar allgegenwärtig, aber wirklich zu sehen bekommt man sie dann doch nicht.
Bronson will anders sein und verstören, das schafft er auch! Man muss sich allerdings darauf einlassen können, ansonsten wird man arg entäuscht.
Ein absoluter Geheimtipp!!!!!!!!
Viel mehr (zum Inhalt) will ich garnicht sagen,auf diesen Film sollte man sich einfach einlassen,am besten man kennt nur den Titel und denkt sich:Bronson?Charles oder was? Und dann schaut man sich ihn einfach an.
Ich fand ihn Hammer,Anders,total Special.
Ich bin mir aber sicher das viele das Gegenteil sagen werden,was ein Scheiß,viel zu brutal,viel zu unzusammenhängend,viel zu abseitig.
Ein Film wie ein Experiment,ein Film wie Helge Schneider:man liebt ihn oder man hasst ihn,ich glaube nicht das es hier viel dazwischen gibt.
Der Film weiß durch die geniale Schauspielleistung durch Tom Hardy und die super passende Hintergrundmusik eindeutig zu überzeugen. Der Film ist teilweise sehr derb und gewaltätig auf der anderen Seite aber auch sehr lustig und skurill. Diese Mischung macht den Film wirklich sehenswert. Durch die super schauspielerische Leistung könnte man fast eine Sympathie für Bronson entwickeln, doch eigentlich ist man froh wenn man ihm nicht begegnet. Das der Film auf einer wahren Begebenheit beruht, macht ihn für mich noch interessanter. Was hat eigentlich Charles Bronson zu dem Film gesagt?
Nicolas Winding Refn zum zweiten: Wild, fies, brutal widerspenstig und ein absoluter Showman, Charles Bronson hat das Zeug zur lebenden Legende. Denkt er jedenfalls. Da gibt's nur zwei kleine Probleme: Erstens, dieser Bronson ist nicht der knautsch-gesichtige Hollywood-Vollstrecker der mit rotem Blick dreckige Creeps ins Jenseits pustete. Und zweitens, dieser Bronson sitzt die meiste Zeit seines Lebens im Knast oder in der Klapse. Er kann weder singen, noch tanzen oder gar schauspielern. Aber für Michael Peterson ist das kein Hindernis, sich seinen Weg zum Ruhm nicht frei zu räumen. Schließlich winkt der Ruf als gefährlichster Insasse des Königreichs, der Ruhm eines ganzen Kerls. Müssen nur noch ein paar Kiefer, Arme, Beine und was der menschliche Körper sonst noch hergibt, gebrochen werden. Puh, was für ein Film. Weder ganz verständnisvolle Charakter-Studie, noch ins verklärende Glanz und Glorie getunktes Biopic, wäre ja noch schöner. Nein, "Bronson" ist ein dreckiges Viech von einem Film. Grobkörnige Bilder, die selbst Blu Ray wie eine verkratzte Schallplatte erscheinen lassen. Eine herausfordernde Dramaturgie mit gestelzten Bildern, meist im positiven Sinne. Jepp, wer da seine unbedarfte Nase reinsteckt, kann sie schnell verlieren. Tom Hardy, der eloquente Kompagnon aus "Inception" ist hier nicht wieder zu erkennen. Muckis, echte Muckis wie ein Schläger, Glatze, Schnauzer und dann dieses geifernde Wesen. Mal unterhaltsamer Clown, Witzereißer, aber nicht jeder Scherzkeks ist ungefährlich. Nein, Bronson betritt die Bühne des Lebens nach seinen eigenen Regeln. Er bezeichnet das gewaltsame Ruhig-Knüppeln lapidar als Entertainment-Paket der Knast-Stätten und bereitet sich gern darauf vor wie auf einen Boxkampf. Mal entlassen kommt ein normales Leben erst gar nicht in Frage. Show-Kämpfe müssen her. Für die Liebe ist da irgendwie Platz, jedenfalls möchte unser Bronson das auch zulassen. Aber einem echtem Kerl kommen Gefühle ja schwer über die Lippen. Man ist ja auch keine Schwuchtel, ist ja auch ein echter Männerfilm. Jo, bei "Bronson" darf man nicht zartbesaitet sein. Da wird geflucht, beleidigt, gewürgt, gespuckt, gepisst und geblutet. Für sanftere Nuancen wie die Bilder Bronsons ist da wenig Platz. Was rede ich da eigentlich? Dieser Film ist mehr wie ein mächtiger Gong auf die Zwölf. Wird ruhig, wenn man Krach erwartet, wird krass, wenn man es für unnötig hält und bereitet der Legende des echten Charles Bronson - dem berüchtigtsten Knastbruder Englands - einen roten Teppich, wie ihn nur wenige bekommen. Meist ja geschönte Bio-Stoffe, so einer ist "Bronson" sicherlich nicht. Das macht auch den Reiz des Films aus. Mal strahlender Unterhaltungs-Künstler, dem man seine Gewaltausbrüche fast lächelnd abkaufen will, dann wiederum auch eine tragische Figur, der ja eine echte Perspektive fehlt. Denn was wäre "Bronson" ohne Muskeln, seine Bühne und sein Publikum - dem Knast? Diesem Gedankenspiel setzt Herr Refn einen interessanten Film entgegen, der wirklich nicht jedermanns Sache sein kann. Und das ist auch gut so.
Die Zahl 5/10 Punkten ist für diesen Film kein Maßstab.
Es ist eher so, das viele diesen Streifen gut und genau so viele schlecht finden werden.
Gut bzw. schlimm genug, das es solch einen Chaoten überhaupt gibt.
In jedem Fall sollte man sich den Streifen anschauen, damit man weiß, das es diesen Typen immer noch gibt. Ganz kranker Streifen.
Bronson ist definitiv kein leicht verdaulicher Film.
Das Biopic über Michael Peterson/Charlie Bronson sollte wohl eher aus Autobiopic verstanden werden, denn hier erzählt uns der "most violent prisoner in Britain" höchstselbst seine Lebensgeschichte. Von einem wirklich grandiosen Tom Hardy dargestellt zeigt uns Charles Bronson Ausschnitte seines Lebens, unterbrochen von etwas surrealen Theatereinlagen, die aber in meinen Augen nur unterstreichen, wie es im Kopf dieses extremen Soziopathen zugeht.
Den Vergleich mit A Clockwork Orange kann ich nur bedingt nachvollziehen, denn bis auf Gewaltverbrecher im britischen Vollzugssystem wars das dann auch schon an Ähnlichkeiten. Während uns Kubrick zeigt, was Alex passiert, wie es ihm ergeht und wie er sich (gezwungenermaßen) wandelt, zeigt uns Refn den ganzen Wahnsinn direkt aus Charles Bronsons Kopf. Er lernt nichts, er ändert sich nicht, er reist nur von Hotel zu Hotel um weiterhin ein bisschen Spaß zu haben...
Ein Film mit dem man wohl entweder klar kommt oder nicht. Ich war auf jeden Fall beeindruckt und (ein klein wenig) verstört.
Wenn Bronson eine Enttäuschung war - was muss dann Valhalla Rising erst sein?! ;-) (DER war für mich, naja, Enttäuschung kann ich gar nicht sagen, ich fühlte mich schlicht verarscht von Refn.)
Bronson - Kritik
GB 2009 Laufzeit 88 Minuten, FSK 0, Drama, Actionfilm
Kritiken (4) — Film: Bronson
Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail
Kommentar löschenVon der britischen Lotterie gestiftete Projekte kommen selten lauter daher als Bronson, ein echtes Schwergewicht unter den Anwärtern auf den geschmacklosesten, häßlichsten und sinnlosesten Film des Jahres 2009. Nicht nur, dass der Film die Gewalt feiert, ist dieses brutalste aller Bio-Pics auch noch rasend homophob. Die zusätzliche prätentiöse und theatralische Garnierung machen den Film zu einer einzigartig furchtbaren Erfahrung.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
theONEinsane 2010/06/09 16:20:26
Antwort löschenvöllig überzogen finde ich ihre kritik !
sone heuchler wie sie,was ist denn so schlimm daran das er ein paar wärter verdroschenhat,soll er dafür lebenslang sitzen,ich finde er hätte einen vernünftigen manager gebraucht der ihn bareknockleboxer und er ist ein superkämpfer ! gefördert hätte,dann wäre die agression in rechte bahnen gelenkt worden und er wäre reich geworden !
mal nicht so zimperlich hier das doch purer neid.
wo denn homophob es wird synthi pop gespielt,sein lieblingsonkel ist offensichtlich schwul den er nicht verdrischt !
nur weil er nicht zu den beckackten pet shop boys ttanzen will,und gerne flucht??? oh oh da ist aber jemand sehr zart beseitet !
Alle 3 Antworten zeigen
aufNsack 2011/01/13 10:30:38
Antwort löschenArbeite an deiner Rechtschreibung oder schreibst du immer, wenn du betrunken bist?
Wie alt bist du?
12!
Irgendwann gibt es Tabletten für deine Krankheit.
küsschen...
Stahlkocher 2011/08/30 00:06:21
Antwort löschen@aufNsack
Wer nicht gscheit schreiben kann hat nichts zu sagen. Wer nichts zu sagen hat soll den Mund halten.
Auch für deine Krankheit gibt es Tabletten...
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenDas Besondere am Biopic BRONSONs ist nicht, dass trotz der vehementen Versuche die Hauptfigur sympathisch erscheinen zu lassen selbige ein Arschloch bleibt. Eher ist es die Art, wie man hier eine bizarre Erzählweise konstruiert, die durch das perfide/grandiose Spiel des Hauptdarstellers wiederum etwas anderes schafft: bleibenden Eindruck, ohne am Ende wirklich zu gefallen. Ich weiß nicht wann ich das zuletzt von einem Film behaupten konnte.
11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenEinblick in das wahre Leben eines asozialen Gewalttätigen. Ohne Wertung folgen kurzweilige und überdrehte Fragmente bestehend aus verspieltem Irrsinn und brutalen Schlägereien, die wie ein trashiges Schmuddel-Comicheftchen unter der Ladentheke weitergereicht werden. „Bronson“ will ja so was von gern unter die Haut gehen, verheddert sich aber in gestylten Bildern und dem nervigen Battle zwischen bräsiger Klassik und blechernder Synthie-Mucke, der "emotional" so gut wie jede Einstellung untermalen muss. Bisweilen wirkt der britische Streifen wie ein über-ambitionierter Rammstein-Clip. Und nur Tom Hardys engagierte Performance reicht da leider nicht aus.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschen'Bronson' ist also kein Psychogramm oder eine Lebensgeschichte, eher ein Rückblick aus der eigenen Wahrnehmung heraus. Immer wieder sieht man Bronson auf einer Bühne stehen, ein großes Publikum vor sich, das meistens schweigt und zwischendrin frenetisch applaudiert. Natürlich stand der Mann nie auf einer solchen Bühne, er ist Publikum und Star zugleich, die Bühne ist allein in seinem Kopf, er selbst ist sein bester Zuschauer, mehr braucht er nicht. ... Refn bleibt darin konsequent, Bronsons Lebensgeschichte keine Erklärung, Moral oder nur ein Resümée aufzuzwingen. Die Erzählung bleibt episodenhaft, wird immer wieder von Bronsons Off-Erzähler unterbrochen, von den Szenen auf der Bühne. Die Bildsprache ist offenbar erfolgreich an Stanley Kubrick geschult (Kameramann Larry Smith hat mehrfach für Kubrick gearbeitet), und auch in der Musik lehnt sich der Film insbesondere an 'A Clockwork Orange' an.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (64) — Film: Bronson
Kommentar schreibendbeutner 2012/02/01 17:49:18
Kommentar löschenEigentlich zu abstoßend und auch zu wenig Entwicklung, um als Film begeistern zu können. Refn hat aber aus dem "Biopic-Basismaterial" eine ganz eigene Show gemacht, und von einem "Biopic" bleibt dabei nicht mehr viel übrig.
Gerade der Rahmen - Bronson steht auf der Bühne eines leicht surrealen Theaters und stellt dabei sich und sein Leben nicht weniger surreal vor - macht deutlich, dass hier mehr reine Filmkunst als dokumentarischer Ansatz angestrebt wird.
Und in Ansätzen wird das auch eingelöst: Die Darsteller(Innen gibt es wenige) sind durch die Bank stark, und die Figur des Bronson bekommt einen sehr eigenen Charakterzug aufgedrückt, den Tom Hardy sehr hübsch inszeniert und durch den Film aufrecht erhält.
"Facettenreich" ist das allerdings nicht - aber das ist wohl auch das reale Vorbild nicht so sehr. Es sind mehr die Konstellationen, die faszinieren, das Aufeinandertreffen von roher Gewalt und einer Welt, die damit nicht zurecht kommt (kommen kann).
Da der Film weder Doku noch reales Porträt ist und auch offensichtlichst nicht sein will, sehe ich auch die Vorwürfe einer zu positiven Darstellung sehr relativiert.
Ganz sicher nicht Refn's bestes Werk, aber zumindest mal wieder etwas sehr Besonderes, wenn auch ganz sicher nicht jedermanns Geschmack, keine Frage; auch ich kann mich nur mit Mühe zu 8 Punkten hinreißen lassen, und das eigentlich auch nur vor dem Hintergrund des Refn'schen Gesamtwerks, bei dem ich weiß - hier hat er eine einfach mal ne brutale Vorlage genommen und überstilisiert. Why not. Wem's "Spaß" macht ;-)
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Firin 2012/01/29 12:29:55
Kommentar löschenDieses Biopic hat es geschafft, dass ich danach erstmal 2 Stunden lang den echten gegoogelt habe...sehr faszinierend und grandios umgesetzt von Tom Hardy.
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sikkmeidack 2012/01/26 15:47:28
Kommentar löschenCharlie Bronson aka Michael Peterson ist schon eine ziemlich dämliche Arschkrampe. In Ermangelung jedweden Talents, haut er Allem und Jedem aufe Fresse, um somit mit seiner narzisstischen Affirmationssucht im kriminellen Segment berühmt zu werden. Chapeau. Geschafft.
Hier erzählt er im bizarren Theaterkontext als exaltierter Conférencier die merkwürdig-groteske Geschichte seines zweifelhaften Ruhms. Wahlweise macht er dies in einer s/w-face-to-cam-Perspektive wobei sich sein gewinnendes Lächeln durch schnellen Wechsel in eine nüchtern-aggressive Mimik selbst als Grimasse entlarvt. Der hattse doch nicht mehr alle.
Man hat das Gefühl, er verliert zwischendurch für sich selbst den Faden und erklärt das vermeintlich Ersehnte als Übel.
Anfänglich mit der Attitüde dieses Typen zaudernd, empfand ich die BildGEWALT in zunehmendem Maße als genial. Der musiscore, bestehend aus Indie-Elektro-Pop wie New Order und andere ´Perlen´, sowie populäre Klassikdampframmen werden diametral oder verwirrt eingesetzt;… macht für mich aber Spaß und abseitigen Sinn. Die Szenen haben eine starke visuelle Kraft und grad zum Ende hin war ich auch durch die geile schauspielerische Leistung davon überzeugt hier einen großen Film gesehen zu haben.
Wowy.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Invitro 2012/02/01 19:46:53
Antwort löschenKann mich dem Kommentar nur anschließen, der Film entwickelt eine Eigendynamik die ich sehr mag. Immerwieder musste ich dabei an Szenen aus Clockwork Orange oder Einer Flog übers Kuckucksnest denken. Hat mir sehr imponiert.
sikkmeidack 2012/02/01 20:27:12
Antwort löschendie Vergleiche zu den beiden Filmen taugen
Louis B 2012/01/12 14:35:05
Kommentar löschenRefn gelingt dank dem brillianten Hardy ein Film der Charles Bronson als den zeigt, der er ist : Gewalttäter und künstlerisches Genie ! Irres Filmexperiment, dass einem ironischer Weise auch Spaß bereitet !
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LaSunnylein 2012/01/05 19:24:10
Kommentar löschenTom Hardy for President!!!! Aber mal ohne Witz, bei dem Typen zieht´s mir die Schuhe aus. Unglaublich vielschichtig und äußerst talentiert. Ein Super-Film, ohne wenn und aber!
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G0DsTylA 2011/12/19 21:08:13
Kommentar löschenNicht schlecht aber auch nicht herausragend.
Ich hatte nie das gefühl das mich der Film in der story überrascht, was auch nicht fall war.
Ab und zu kamm der Film ein bisschen Trashig rüber, bei den Bare Knuckle fights hatte ich das gefühl das das sich die Kämpfer nicht mal berühren, hätte mann besser machen können.
Die schuspielerische leistung von Tom Hardy bringt mich zum schwärmen er spielt sie rolle wirklich mit bravour.
Also das ist der erste Film in dem ich Hardy gesehen habe und ich würde ihn gerne in anderen rollen sehen also wenn ihr ein paar entfehlungen habt immer her damit.
Mein Fazit der Film wäre nur halb (wenn überhaupt) so gut hätte Hardy nicht die Hauptrolle.
Von mir 7.0
Mfg G0DsTylA
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Kloppo09 2011/11/22 22:43:17
Kommentar löschenBronson wird ausnahmslos durch seinen genialen Haptdarsteller(tom Hardy) getragen.Eine der besten Leistungen der letzten Jahre.Leider basiert der Film nur lose auf der wahren Geschichte von Englands gefährlichsten Gefangenen.So werden viele Dinge wie die Geiselnahme von 43 Personen und anschliessendem Anzünden des Gefängnisses nur kurz angerissen.Es entsteht so eine gewisse Distanz zum Gesehenen und die intensität geht in meinen Augen verloren.Auch kommen seine beiden Ehen überhaupt nicht vor.Geht man allerdings ohne Vorwissen an den Film,weiss er wegen seines genialen Hauptdarstellers und der ungewöhnlichen Bilder von Refn durchaus zu Gefallen.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Anton Chigurh 2011/10/08 03:49:36
Kommentar löschenSehr Überzeugend gespielt!!!!!!!
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Ichundso 2011/10/08 11:15:16
Antwort löschenSatzzeichen sind keine Rudeltiere.
Anton Chigurh 2011/10/08 15:14:09
Antwort löschen@Ichundso
Sorry Mr Perfekt.:.
Finnigan 2011/09/19 14:43:35
Kommentar löschenWer Regisseur Nicolas Winding Refn und seine Filme wie Pusher oder Valhalla Rising kennt, der weiß, dass er auch bei Bronson kein Mainstream-Kino zu erwarten hat. Und so liefert er mit Bronson einen sehr speziellen und eigenwilligen Film ab, dessen skurrile und bizarre Inszenierung an einigen Stellen jedoch einfach übertreibt und so an der Grenze des Erträglichen kratzt.
So wie die bizarre Inszenierung sind auch die Charaktere sehr überzeichnet, was die Beurteilung der schauspielerischen Leistungen mitunter natürlich erschweren kann. Nichtsdestotrotz kann Tom Hardy vollkommen überzeugen, ja sogar beeindrucken. Lachend, weinend, psychopathisch oder katatonisch – Hardy präsentiert gekonnt die mannigfaltigen Facetten des nicht ganz fassbaren, durchaus gestörten und muskelbepackten Schwerverbrechers.
Bronson ist ein bizarrer, mitunter verstörender Film, dessen Inszenierung in einigen Punkten zwar überzeugen kann, an einigen Stellen seine Bizarrheit und Skurrilität jedoch viel zu sehr auf die Spitze treibt und den Zuschauer am Ende seltsam unbeholfen über die Intention des Films im Dunkeln lässt. Will er unterhalten? Aufklären? Mahnen? Oder will er Peterson/Bronson gar die Bühne geben, die dieser immer gesucht hat? Letzteres wäre natürlich mehr als fragwürdig, für ein reines Unterhaltungsprojekt ist der Film jedoch viel zu sehr bizarres Kunstkino. Will er also aufklären oder anmahnen? Aber was? Das System? Der Film bleibt letztlich nicht so richtig fassbar, womit Nicolas Winding Refn aber vielleicht auch genau die Parallele zu seinem Protagonisten ziehen wollte.
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Kubrick_obscura 2011/09/11 18:44:41
Kommentar löschenTom Hardy gibt den Berüchtigten als asozialen Außenseiter, dessen Lebensvorstellungen mit dem Konsens unvereinbar sind. Seine Darstellung ist zum einem enorm körperlich und auf der anderen Seite ebenso eloquent. Charlie Bronson hat keine Schwierigkeiten sich auszudrücken, ob nun sprachlich oder gewalttätig. So ist er Moderator, oder eher Confrencier des Films und führt uns durch einen Bildersturm aus Blut, Schweiß und Schnurrbarthaaren. Nicolas Winding Refn versteht sich als filmender Kosmopolit, als Europäer mit amerikanischer Ausbildung und das sieht man seinen Filmen auch an. Wie ein Chamäleon stülpt er sich die Maske des British Cinemas über und inszeniert in "Bronson" einen Fiebertraum ganz im Stile eines "A Clockwork Orange", doch wo Kubrick sein Material versucht wo es geht zu hinterfragen, da lässt sich Refn aufsaugen mit seiner Kamera und so taumelt der Film zwischen echter Gewaltverherrlichung, überladender musikalischer Untermalung und einer Spur Homophobie umher und schafft es nie seine Hauptfigur wirklich zu packen. "Bronson" ist manchmal eine kritiklose Huldigung eines gefährlichen Straftäters, der auch manchmal sehr sympathisch sein kann. Dieser Strudel der Ambivalenz ist schier unkontrollierbar und so wird bei "Bronson" jeder einen anderen Film sehen. Gut ist: Vergessen wird man diesen Film nicht so leicht. Warum das so ist: Das weiß wohl nicht mal Refn selbst.
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Filmsuechtiger 2011/09/11 18:56:36
Antwort löschenSehe ich ganz genauso; schöner, gut beobachteter Kommentar.
Kubrick_obscura 2011/09/11 19:06:03
Antwort löschenDu findest ihn ja noch ein bisschen schlimmer. Ich bin da etwas gnädiger, obwohl es viel zum ärgern gibt, aber Tom Hardy ist schon toll. :)
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Filmsuechtiger 2011/09/11 19:38:46
Antwort löschenHardy ist in der Tat großartig und die Inszenierung ist durchaus stylish, aber aufgrund der Tatsache, dass das Script die Figur überhaupt nicht hinterfragt, sondern im Gegenteil sogar noch glorifiziert, hat mich enorm gestört, weshalb ich das Ganze dann auch wenig unterhaltsam fand.
taumeltierchen 2011/12/22 14:41:48
Antwort löschenIch stimmt dem Kommentar voll zu. Danke!
goddess.pain 2011/06/14 23:47:45
Kommentar löschenOkay, dieser Film hat mich echt überrascht. Positiv. Die meisten Biopics beschränken sich darauf ihre Geschichte zu erzählen und gut is. Refn jedoch schafft es durch eine Vielzahl an Stilmitteln und Hardys hervorragendem Schauspiel aus der Geschichte Bronsons ein Biopic der besonderen Art zu machen. Dass das Resultat nicht jedermans Sache ist, stört mich persönlich nicht. Bin ich doch davon überzeugt, dass der wirklich gute Shit immer polarisiert. BRONSON ist brutal (wenn auch meines Erachtens nicht sooo brutal, wie hier von einigen moniert wird, aber ich mag Härteres gewohnt sein...), innovativ, amüsant, laut und vor allem schräg. Ich fühlte mich tatsächlich das ein oder andere Mal seltsam an CLOCKWORK ORANGE erinnert.. Ich habe in diesem Fall die Originalfassung nicht gesehen, aber selbt die Synchro ist mir angenehm aufgefallen. Insofern man bei Bronsons Stimme, die nur eine Facette kennt: Brüllen, überhaupt von angenehm sprechen kann. Es passte jedenfalls. Und Tom Hardy ist ja mal wohl der hundertmal bessere Jason Statham!
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davidleeuw 2011/06/08 11:56:35
Kommentar löschenEin Streifen, der einzig die wahnsinnig sympathische Ausstrahlung des Tom Hardy dokumentiert, darüber hinaus als abendfüllender Film aber nicht im Ansatz funktioniert. Viel mehr präsentiert sich dieses äußerst subjektiv gehaltene Biopic als eine Aneinanderreihung Musikvideo-ästhetischer Versatzstücke, die in den lauten Momenten an den Zuschauernerven sägt und in den Verschnaufpausen nicht Ruhe sondern Langeweile erzeugt. Ein Film, wie er dem tatsächlichen Michael Peterson aka Charles Bronson wohl gefallen hätte, wenn er ihn sich denn mal hätte ansehen dürfen. Generell erweckt 'Bronson' nur Interesse für den wahren Häftling und dessen unglaubliche Lebensgeschichte. Die filmische 'Aufarbeitung' dieser gehört jedenfalls weggesperrt.
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tobiasschoeler 2011/06/04 22:17:21
Kommentar löschenDer Film treibt von einer Schlägerei zur nächsten und es stellt sich sehr schnell die Frage was der Film sein will. Als Biopic funktioniert er nicht, da man zu wenig über den eigentlichen Hauptcharakter erfährt und als und die Geschichte kann auch nicht wirklich fesseln, da es keine Entwicklung und kein Ziel gibt.
Die Erzählweise ist so abgedreht wie wie das Innenleben des Protagonisten. Zu Beginn weckt genau das Interesse, nutzt sich aber extrem schnell ab und was bleibt ist sind aneinandergereihte Szenen bei denen kein wirklicher Erzählfluss aufkommt.
Und doch gibt es etwas was dafür sorgt, dass man den Film unbedingt gesehen haben sollte. Und das ist die grandiose Leistung von Tom Hardy. Mit einer schier unglaublichen Intensität verkörpert Tom Hardy den extremen Charakter und demonstriert so sein Talent.
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Cowboy86 2011/06/17 09:56:56
Antwort löschenIch wollte soeben ziemlich das selbe schreiben, kann ich mir aber in demfall sparen. Sehr guter Kommentar, erfasst so ziemlich alles was es über den Film zu sagen gibt. Möchte aber noch anmerken, dass ich ihn mir wegen den anderen Kommentaren wesentlich brutaler vorgestellt hatte. Die Gewalt ist zwar allgegenwärtig, aber wirklich zu sehen bekommt man sie dann doch nicht.
Bronson will anders sein und verstören, das schafft er auch! Man muss sich allerdings darauf einlassen können, ansonsten wird man arg entäuscht.
Andy Dufresne 2011/06/02 08:31:13
Kommentar löschenEin absoluter Geheimtipp!!!!!!!!
Viel mehr (zum Inhalt) will ich garnicht sagen,auf diesen Film sollte man sich einfach einlassen,am besten man kennt nur den Titel und denkt sich:Bronson?Charles oder was? Und dann schaut man sich ihn einfach an.
Ich fand ihn Hammer,Anders,total Special.
Ich bin mir aber sicher das viele das Gegenteil sagen werden,was ein Scheiß,viel zu brutal,viel zu unzusammenhängend,viel zu abseitig.
Ein Film wie ein Experiment,ein Film wie Helge Schneider:man liebt ihn oder man hasst ihn,ich glaube nicht das es hier viel dazwischen gibt.
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mad02 2011/05/27 22:40:57
Kommentar löschenDer Film weiß durch die geniale Schauspielleistung durch Tom Hardy und die super passende Hintergrundmusik eindeutig zu überzeugen. Der Film ist teilweise sehr derb und gewaltätig auf der anderen Seite aber auch sehr lustig und skurill. Diese Mischung macht den Film wirklich sehenswert. Durch die super schauspielerische Leistung könnte man fast eine Sympathie für Bronson entwickeln, doch eigentlich ist man froh wenn man ihm nicht begegnet. Das der Film auf einer wahren Begebenheit beruht, macht ihn für mich noch interessanter. Was hat eigentlich Charles Bronson zu dem Film gesagt?
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mikkean 2011/05/11 23:55:29
Kommentar löschenNicolas Winding Refn zum zweiten: Wild, fies, brutal widerspenstig und ein absoluter Showman, Charles Bronson hat das Zeug zur lebenden Legende. Denkt er jedenfalls. Da gibt's nur zwei kleine Probleme: Erstens, dieser Bronson ist nicht der knautsch-gesichtige Hollywood-Vollstrecker der mit rotem Blick dreckige Creeps ins Jenseits pustete. Und zweitens, dieser Bronson sitzt die meiste Zeit seines Lebens im Knast oder in der Klapse. Er kann weder singen, noch tanzen oder gar schauspielern. Aber für Michael Peterson ist das kein Hindernis, sich seinen Weg zum Ruhm nicht frei zu räumen. Schließlich winkt der Ruf als gefährlichster Insasse des Königreichs, der Ruhm eines ganzen Kerls. Müssen nur noch ein paar Kiefer, Arme, Beine und was der menschliche Körper sonst noch hergibt, gebrochen werden. Puh, was für ein Film. Weder ganz verständnisvolle Charakter-Studie, noch ins verklärende Glanz und Glorie getunktes Biopic, wäre ja noch schöner. Nein, "Bronson" ist ein dreckiges Viech von einem Film. Grobkörnige Bilder, die selbst Blu Ray wie eine verkratzte Schallplatte erscheinen lassen. Eine herausfordernde Dramaturgie mit gestelzten Bildern, meist im positiven Sinne. Jepp, wer da seine unbedarfte Nase reinsteckt, kann sie schnell verlieren. Tom Hardy, der eloquente Kompagnon aus "Inception" ist hier nicht wieder zu erkennen. Muckis, echte Muckis wie ein Schläger, Glatze, Schnauzer und dann dieses geifernde Wesen. Mal unterhaltsamer Clown, Witzereißer, aber nicht jeder Scherzkeks ist ungefährlich. Nein, Bronson betritt die Bühne des Lebens nach seinen eigenen Regeln. Er bezeichnet das gewaltsame Ruhig-Knüppeln lapidar als Entertainment-Paket der Knast-Stätten und bereitet sich gern darauf vor wie auf einen Boxkampf. Mal entlassen kommt ein normales Leben erst gar nicht in Frage. Show-Kämpfe müssen her. Für die Liebe ist da irgendwie Platz, jedenfalls möchte unser Bronson das auch zulassen. Aber einem echtem Kerl kommen Gefühle ja schwer über die Lippen. Man ist ja auch keine Schwuchtel, ist ja auch ein echter Männerfilm. Jo, bei "Bronson" darf man nicht zartbesaitet sein. Da wird geflucht, beleidigt, gewürgt, gespuckt, gepisst und geblutet. Für sanftere Nuancen wie die Bilder Bronsons ist da wenig Platz. Was rede ich da eigentlich? Dieser Film ist mehr wie ein mächtiger Gong auf die Zwölf. Wird ruhig, wenn man Krach erwartet, wird krass, wenn man es für unnötig hält und bereitet der Legende des echten Charles Bronson - dem berüchtigtsten Knastbruder Englands - einen roten Teppich, wie ihn nur wenige bekommen. Meist ja geschönte Bio-Stoffe, so einer ist "Bronson" sicherlich nicht. Das macht auch den Reiz des Films aus. Mal strahlender Unterhaltungs-Künstler, dem man seine Gewaltausbrüche fast lächelnd abkaufen will, dann wiederum auch eine tragische Figur, der ja eine echte Perspektive fehlt. Denn was wäre "Bronson" ohne Muskeln, seine Bühne und sein Publikum - dem Knast? Diesem Gedankenspiel setzt Herr Refn einen interessanten Film entgegen, der wirklich nicht jedermanns Sache sein kann. Und das ist auch gut so.
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stuforcedyou 2011/05/12 09:22:42
Antwort löschenEin wirklich "besonderer" Film, mit einen genialen Tom Hardy
Andy Dufresne 2011/07/06 14:36:44
Antwort löschenSehr guter,reflektierter Kommentar...gibts nix dran auszusetzen oder hinzuzufügen...
ePred 2011/04/30 22:45:16
Kommentar löschenDie Zahl 5/10 Punkten ist für diesen Film kein Maßstab.
Es ist eher so, das viele diesen Streifen gut und genau so viele schlecht finden werden.
Gut bzw. schlimm genug, das es solch einen Chaoten überhaupt gibt.
In jedem Fall sollte man sich den Streifen anschauen, damit man weiß, das es diesen Typen immer noch gibt. Ganz kranker Streifen.
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Thadeuz 2011/04/26 17:25:28
Kommentar löschenBronson ist definitiv kein leicht verdaulicher Film.
Das Biopic über Michael Peterson/Charlie Bronson sollte wohl eher aus Autobiopic verstanden werden, denn hier erzählt uns der "most violent prisoner in Britain" höchstselbst seine Lebensgeschichte. Von einem wirklich grandiosen Tom Hardy dargestellt zeigt uns Charles Bronson Ausschnitte seines Lebens, unterbrochen von etwas surrealen Theatereinlagen, die aber in meinen Augen nur unterstreichen, wie es im Kopf dieses extremen Soziopathen zugeht.
Den Vergleich mit A Clockwork Orange kann ich nur bedingt nachvollziehen, denn bis auf Gewaltverbrecher im britischen Vollzugssystem wars das dann auch schon an Ähnlichkeiten. Während uns Kubrick zeigt, was Alex passiert, wie es ihm ergeht und wie er sich (gezwungenermaßen) wandelt, zeigt uns Refn den ganzen Wahnsinn direkt aus Charles Bronsons Kopf. Er lernt nichts, er ändert sich nicht, er reist nur von Hotel zu Hotel um weiterhin ein bisschen Spaß zu haben...
Ein Film mit dem man wohl entweder klar kommt oder nicht. Ich war auf jeden Fall beeindruckt und (ein klein wenig) verstört.
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SpiceWeasel 2011/04/20 14:34:21
Kommentar löschenNIE haben die "Pet Shop Boys" besser zu einer Szene gepasst als hier!
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BigDi 2011/04/20 23:19:25
Antwort löschenWas läuft denn da von den Pet Shop Boys? O.O
SpiceWeasel 2011/04/21 12:16:50
Antwort löschenhttp://www.youtube.com/watch?v=vIEH_KZ-wmI
BigDi 2011/04/21 12:53:34
Antwort löschenGeilo. :D
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goddess.pain 2011/06/14 21:07:57
Antwort löschenAmen.
dbeutner 2012/02/01 14:04:44
Antwort löschenhttp://www.youtube.com/watch?v=6y2X5NsF-gQ (Original-Video ist in Deutschland gesperrt, GEMA, ich lecke Deine Füße)
mar (-ion-) 2011/04/11 13:12:32
Kommentar löschenfür mich die erste enttäuschung von Nicolas Winding Refn!
da erwarte ich deutlich mehr...
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dbeutner 2012/02/01 14:06:04
Antwort löschenWenn Bronson eine Enttäuschung war - was muss dann Valhalla Rising erst sein?! ;-) (DER war für mich, naja, Enttäuschung kann ich gar nicht sagen, ich fühlte mich schlicht verarscht von Refn.)
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