Bruder Sonne, Schwester Mond

Fratello sole, sorella luna (1972), IT/GB
Laufzeit 115 Minuten, FSK 6, Historienfilm, Drama

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- Kritiker
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Skala 0 bis 10
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von Franco Zeffirelli, mit Graham Faulkner und Judi Bowker

Bruder Sonne, Schwester Mond erzählt von den frühen Jahren des Mönchs “Franz von Assisi”, der sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens machte. Er entsagte den Reichtum seiner Familie, um seine wahre Bestimmung zu finden – unbelastet von materiellen Gütern. Man könnte sagen, daß Franz der erste Aussteiger der Geschichte war; er ließ allen Komfort zurück, um spirituelle Einheit mit der Welt zu finden. Bruder Sonne, Schwester Mond ist ein außergewöhnlich bereicherndes und tiefsinniges Filmerlebnis.


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Bruder Sonne, Schwester Mond

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mattxl

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Bewertung9.0Herausragend

Erklärung notwendig: "Nur 9 Punkte" und ein "Lieblingsfilm". Warum fehlt der eine Punkt? Hab den Film inzwischen x mal gesehen. Beim ersten mal war ich so um die 12. Bei vielen Filmen, die man mit 12 sah, denkt man: Wie konntest du nur????

Das ist hier anders. Das ist kein Meisterwerk (vielleicht doch?), neue Bildsprachen werden hier nicht erschlossen, Zefferelli fängt auf, was ihm zufliegt. Er ist sicher ein etwas trutschiger Regisseur, der sich gern in ausgelatschten Bahnen bewegt (das ist der eine Punkt Minus). Aber hier gelingt ihm etwas besonderes: Er bringt zwei Zeiten in Verbindung. Mittelalter meets Flower Power. Es ist unendlich selten, dass es Regisseuren gelingt, Vergangenheit für die Gegenwart so relevant füreinander werden zu lassen.

Brother Sun, Sister Moon ist ein Bad - in Bildern, Gefühlen, Geschichten. Absolut verzeihbar ist, dass dabei nicht jede Verästellung mittelalterlicher Theologie eingefangen wird. Die Message bleibt klar. Ganz im Sinne des Protagonisten.

PS: Der Donovan-Soundtrack wird spätestens 2030 als Meisterwerk erkannt.

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Ripley1

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Bewertung9.0Herausragend

Franziskus als sanfter Heiliger, der im Stil der Siebziger als stiller Revoluzzer, Aussteiger und Naturmensch angelegt ist. Dabei absolut glaubwürdig und ernsthaft. Dazu die passende Musik von Donovan. Schließlich noch ein wunderbarer Auftritt von Alec Guinness als Papst. Poetisch und sehenswert.

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