Wenn man einen durchweg coolen und hippen Actionfilm erwartet im Stile eines Tarantino oder Ritchie, dann braucht man nicht lange um zu erkennen, dass „In Bruges“ eben dieses nicht ist. Natürlich ist er lustig, aber eben nur stellenweise, denn hauptsächlich kann man den Film wohl Drama nennen, oder meinetwegen Tragikomödie. Hat man diesen Umstand jedoch akzeptiert, offenbart der Film all seine Stärken, Colin Farrell all sein Talent und Brügge all seine Schönheit. Zeit muss man mitbringen, um Brügge kennen zu lernen, und Geduld. Doch bringt man dem Film beides entgegen, wird man belohnt, mit einer spannenden Charakterstudie, dem schlechtesten Touristen aller Zeiten und einem Rudel wütender Elefanten…
Leider ist “Brügge sehen… und sterben?” nicht der erhoffte Komödienhit geworden. Der Film hat zwar durchaus seine hellen und lustigen Momente, doch bewegt er sich aus meiner Sicht dennoch nur im cineastischen Mittelfeld. Einige Überraschungsmomente mehr und eine weniger durchschaubare Story, hätten schon viel ausgemacht.
Dass du eine Komödie erwartet hast, war vielleicht das größte Problem, denn das ist der Film, trotz der vielen großartigen verschroben-lustigen und ganz offensiven Angriffen auf den Lachreflex, meiner Meinung nach gar nicht.
Und war der Film wirklich so durchschaubar?
Tatsächlich glaube auch ich, dass es deine Erwartungen an das Genre der Komödie waren, die dich diesen Film dann so haben aufnehmen lassen- er ist, so habe ich ihn zumindest aufgefasst, viel mehr eine tragisch-komische Charakter-Geschichte, die durch den Kontrast zwischen Handlungsort und innerer Handlung etwas wie absurde Komik erkennen lässt, nicht aber eine klassische Komödie, von der man zu erwarten hat, dass sie leichte, helle, erfreuliche und lustige Momente darstellt, die einen dann zum Lachen bringen. Die Tragik und die Thematik des plagenden Gewissens sind meisterlich dargestellt, klasse Schauspieler, wobei ich erwähnen muss, dass Brendan Gleeson einfach top ist- Mein Fazit zu diesem Film: einfach klasse!
Gehandelt wird "In Bruges" als (wenn auch pechschwarze) Komödie. Ich empfand ihn eher als überwiegend ernstes Drama um Schuld, Sinn und Sinnlosigkeit von Ehre. Vereinzelt gewürzt mit knochentrockenem Humor. Wie auch immer: großartiges Dialog- und Schauspielerkino. Respekt.
Atmosphäre echt gut gelungen, hatte aber was anderes erwartet und war durch die Kommentare hier wohl auch ein wenig zu euphorisch.
Im Endeffekt ganz nett, aber doch zu langatmig und streckenweise zu langweilig.
Dieser Film hat mich fasziniert und in seinen Bann gezogen, unter anderem, weil er es schafft, eine Vielzahl von Genres in sich zu vereinen, wobei er jedem zu genüge dient, sich aber keinem verschreibt und trotzdem nicht überladen wirkt oder sich in diesem Unterfangen verhäddert. Insgasamt ist er eine Mischung aus (pech)schwarzer Komödie mit absurdem und englischem Humor und einem Drama. Zu diesen Genres gesellen sich dank Chloë noch eine Love-Story und als Harry in der Stadt ankommt ein packender Thriller.
Zwei ungleiche Auftragskiller in einer märchenhaften Altstadt. Irgendwas ist da doch nicht normal – Stimmt.
Durch die herausragende Inszenierung wird eine zauberhaft deprimierende Atmosphäre geschaffen, wie man sie nur selten im Film erleben darf. Es wirkt so echt, und doch so bizarr. Der zappelige Pessimist Ray und der ruhige Genießer Ken bilden ein überaus unterhaltsames Paar. Auch die anderen Charaktere sind wunderbar skurril und von den Darstellern exzellent verkörpert. Die eigentliche Tragik weicht immer wieder rabenschwarzem britischem Humor. “Zwei billige Nutten und ein rassistischer Zwerg. Ich glaub ich geh nach Hause.” Köstliche Zitate wie dieses beschreiben den Film recht gut. [...]
Nach einem vergeigten Auftrag müssen die Berufs-Killer Ray (Collin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) in der belgischen Stadt Brügge untertauchen, um dort auf weitere Instruktionen ihres Bosses Harry (Ralph Fiennes) zu warten. Während der Kulturfreund Ken sich schöne Tage in dem mittelalterlichen Ambiente macht, ist Ray nur gelangweilt von dem Städtchen. Bei einer abendlichen Tour durch den Stadt-Kern lernt Ray jedoch die hübsche Chloe (Clémence Poésy) kennen. Nach einem höchst kuriosem Date landen die beiden im Bett. Dort werden sie jedoch von Chloes wütendem Ex-Freund Eirik (Jérémie Regnier) überrascht. Währenddessen bekommt Ken einen Anruf von Harry und den Auftrag, Ray am nächsten Tag zu erschießen…
Regisseur und Drehbuchautor Martin McDonagh inszeniert die Geschichte zweier Prolls in einer Stadt voller Geschichte und Kultur charmant skurill, und trifft den richtigen Ton zwischen Witz, Ironie und tiefer Ernsthaftigkeit. Die Geschichte wird bestimmt von wunderschönen Bilder des winterlich vorweihnachlichen Brügge, das McDonagh in ein fast surreale Licht taucht.
Erzählt wird die Geschichte der beiden irischen Auftragsmörder Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson>), die unterschiedlicher nicht sein könnten und dabei doch so viel gemeinsam haben. Das erste Drittel des Filmes lebt vom Zusammenspiel dieser beiden Männer und von ihrer unterschiedlichen Weltanschauung. Der reife Ken möchte sich alle touristischen Attraktionen ansehen und ist mit voller Begeisterung Fan von Brügges märchenhaftem Äußeren. Ray hingegen ist ein junger Taugenichts, dem diese ganze Geschichte und Kultur auf die Nerven geht und somit im Grunde die gesamte Stadt, von der fortweg nur als "fucking Bruges" spricht. Er nölt herum, spielt in der Kirche mit den Altarbänken und lässt seine Füße schleifen - kurzum: er macht überdeutlich, dass er überall auf der Welt lieber wäre als in Brügge. Grund für den Aufenthalt der beiden ist ein missglücktes Attentat in London, besser gesagt handelt es sich hierbei um Rays ersten Auftragsmord. Gerade der Grund, weshalb dieser schief gegangen ist, bildet die Thematik von McDonaghs Film. Ray ist emotional vorbelastet und auch wenn sich Farrell redlich bemüht, kauft man ihm seine innere Zerrissenheit nicht so recht ab, er ist einfach kein Charakterdarsteller, zumindest noch nicht. "Brügge sehen ... und sterben?" ist aber auch kein Film, der von seinen Schauspielern getragen werden muss, denn er lebt von seinem Witz. Gerade Ray und Ken als missglücktes Touristenpaar, aber auch der restliche Film lebt von der Beziehung der beiden.
Ein bisschen was von Dick und Doof hat dieses viel zu freundliche Killerpärchen von nebenan und entsprechend ist auch dieser Film in erster Linie eine Komödie. Jedoch eine, deren Humor so schwarz ist wie die Seele von Boss Harry und in der so viel Alltäglich-Absurdes geredet wird wie sonst nur bei Woody Allen. Diese locker-coolen Zwiegespräche unter Killern und anderen zwielichtigen Gestalten sind zwar streckenweise etwas ausufernd geraten. Dies wird jedoch ganz eindeutig durch die surreal-märchenhafte Machart dieser Killerkomödie, die aussieht, als wäre sie von der Touristeninformation von Brügge zu Werbezwecken in Auftrag gegeben worden, wieder wettgemacht.
Es gibt Dinge, die hält man gemeinhin nicht für möglich. Vor hundert Jahren war es unvorstellbar, dass ein einzelner Mann es mit Hilfe eines Flugzeuges schaffen würde, die Welt ohne Zwischenlandung zu umrunden. Verschwörungs-Theoretiker zweifeln noch heute genauso an der Mondlandung wie anscheinend viele Politiker an der Polkappenschmelze. Und auch in meinem Weltbild bedurfte es einer gravierenden Erschütterung in Form dieses Filmes, um zu merken: Colin Farrell kann auch mal sympathisch sein! Geschafft hat er das nicht in der Rolle eines wannabe-coolen Sonny Crocket oder des welterobernden Alexanders, sondern als Vollpfosten in der bedrückend-leichten Krimi-Dramödie „Brügge sehen…und sterben?“.
Von Anfang bis Ende genial. Schauspieler, Musik, Story alles hat hier gepasst!!
Toller Film, der Hollywood zeigt wo es lang geht.
Nach Lucky Number Sleven, wieder ein super Thriller mit viel Witz und Charme.
Glaubt man nach dem Trailer noch, einen weiteren Guy Ritchie-Rip-Off vor sich zu haben, wird man schnell eines besseren belehrt. Denn der Film steht in seiner Stimmung einem Klassiker wie "Wenn die Gondeln Trauer tragen" näher als einer knallharten Gangsterstory. Die Shootouts kann man an einer Hand abzählen, es dominiert ein tiefschwarzer und dennoch liebenswerter Humor, eine tiefe Zuneigung zu den Figuren die karikiert gezeichnet werden, ohne gänzlich zur Karikatur zu geraten. Brügge dominiert den Film mit seiner Atmosphäre und wird folgerichtig auch eindrucksvoll ins Bild gesetzt. Melancholie und Trauer mischen sich mit Witz und abstrusen Situationen. Nie wird der Film hektisch, nie langweilig. Collin Farrell manövriert sich mit Dackelgesicht und kindlichen Grimassen durch den Film, doch seine unreife Art, das Benehmen eines verstörten Teenagers passt zu seiner Rolle, die im geerdeten abgeklärt-nachdenklichen Brendan Gleesan ihren passenden Gegenpol findet. Ralpg Fienes als Arschloch mit Ehre überzeugt einmal mehr, als er es je in seinen sympathischen Rollen konnte.Clémence Poésy gibt dem Film seine leichten und lebendigen Momente und schafft es auf sympathische Weise durchtrieben dreinzuschauen. Ein liebenswerter Film, der nach Hirn- und Herzlosem Poser-Geballere wie Smoking Aces dringend gebraucht wurde.
Die britische Produktion «In Bruges» ist gleichzeitig Komödie, Charakterstudie und ein wenig Gangsterfilm. Das Regiedebüt von Martin McDonagh nutzt die Vorteile des Drehorts und die Fähigkeiten seiner Hauptdarsteller voll aus. Für das flotte Drehbuch und die bissig treffenden Dialoge zeichnet er sich ebenfalls verantwortlich.
Geschickt lässt sich Regisseur und Autor Martin McDonagh Zeit, um die wahren Motive hinter dem unfreiwilligen Urlaub aufzudecken. [...] Der pittoreske Ort mit seinen Kanälen, der Kathedrale und dem Kopfsteinpflaster dient als wunderschöne Kulisse, dessen Zauber sich irgendwann nicht einmal mehr der dauerfluchende Ray entziehen kann. Ein beachtliches Langfilmdebüt des Briten McDonagh, der mit seinem Kurzfilm „Six Shooter“ 2006 den Oscar gewann.
[...] "In Bruges" erzählt mit sehr englischer Lässigkeit eine Verlierergeschichte, die Gangsterfilmklischees meist umgeht und gebrochene, uneitle Killer in die Kulturprovinz befördert, wo sie fast schon meditativ das eigene Dasein reflektieren. McDonagh setzt seinen Spielort Brügge glücklicherweise als eigenständigen Charakter in Szene, der die komischen Dialoge der beiden Hauptdarsteller mitkommentiert, mal als bedrohlicher Raum, mal als bildschönes Städtchen oder meist stinklangweilige Kulisse, die diese Figuren führt und lenkt. [...]
Herrlich orginell, tiefgründig, manchmal sehr komisch, manchmal sehr bitter und düster, immer authentisch. Das malerische Städtchen wird durch die schauspielerische Leistung effektvoll gefüllt. Ich war gefesselt... und werde ihn bestimmt noch häufiger sehen.
Musikalisch Toll untermalt, eine schöne Stadt, eine kuriose Story.
Allerdings keinenfalls als reine Komödie zu bezeichnen, da die Story dann doch eher ein dramatisches (aber geniales) Ende findet. Ich geb denoch 7 Punkte da der Film zwar nicht das war was ich erwartet habe, es aber auch unfair wäre den Film nur aufgrund der meiner Meinung nach nicht ganz korrekten Taggung abzustrafen.
EDIT:
Ich glaub ich hätte mich davor informieren müssen was eine schwarze Komödie ist,
Taggung ist somit korrekt deshalb gibts jetzt auch 8 Punkte ;)
Großartige Dialoge und Figuren, stimmungsvolle Musik und Szenerie. Mit der erfrischenden Story erinnert der Film an andere britische oder skandinavische Kleingangsterkomödien - top.
Ich bin verliebt, zumindest ein kleines bisschen. In diesen Film, in seinen sensationellen Soundtrack, in Clémence Poésy. Und vor allem in den eigentlichen Hauptdarsteller: in diese malerische und wunderschöne belgische Stadt namens Brügge.
Verträumte Gassen, malerische Plätze, ruhige Kanäle und klassische Gebäude. „In Bruges“ ist eine beeindruckende kleine Reise durch diese Stadt mit all ihren schönen Ecken. Eine Stadt, die am Tag und in der Nacht einfach nur träumerisch verweilen lässt.
Ohnehin schafft es „In Bruges“ einen träumerisch verweilen zu lassen, melancholisch werden zu lassen. Eine ganz besondere Stimmung, die so erzeugt wird. „In Bruges“ lässt tragische, bitterböse, schwarzhumorige, skurrile Momente ineinander verschmelzen, wie ich es selten in einem Film erlebt habe. Hierzu laden nicht nur die Bilder Brügges ein, auch der herrlich unaufdringliche und doch einprägsame Soundtrack, der primär aus einem einzigen Pianostück zu bestehen scheint, das nur für dieses mittelalterliches Ambiente geschaffen zu sein scheint, tut sein Übriges.
Dazu kommt ein Darstellerensemble, das durchweg begeistert. Clémence Poésy als bezaubernde Drogendealerin hab ich schon eingangs erwähnt, aber auch das Duo Brendan Gleeson und Colin Farrell harmoniert – oder besser disharmoniert – einfach nur unglaublich und sorgt für durch und durch bitteren, feinen und herrlichen Humor. Wenn dann noch Ralph Fiennes als Familienvater und Gangsterboss und Jordan Prentice als unter Pferde-Beruhigungsmittel stehender Lilliputaner, sorry Zwerg, dabei sind, kann nichts mehr schief gehen.
Im Humor ist „In Bruges“ geprägt durch diese speziellen, trockenen und einmaligen Momente wie die Verfolgung durch dicke Amerikaner, Diskussionen über die komischen Namen („They all have funny names, don’t they?“ – „Yes, Flemish.“) oder die Aufklärung der Angebeteten beim ersten Date über den eigenen Job:
Chloe: So what do you do, Raymond?
Ray: I... shoot people for money.
Chloë: What kinds of people?
Ray: Priests, children... you know, the usual.
Chloë: Is there a lot of money to be made in that business?
Ray: There is for priests. There isn't for children. So what is it you do, Chloë?
Chloë: I sell cocaine and heroin to Belgian film crews.
Ray: Do you?
Chloë: Do I look like I do?
Ray: You do, actually. Do I... look like I shoot people?
Chloë: No. Just children.
„In Bruges” ist mit Sicherheit kein Film für Jedermann, vielleicht muss man auch nur in der richtigen Stimmung hierfür sein. Ich bin jedenfalls immer wieder in einer solchen. Da sind auch die zwei, drei, etwas langatmigen Momente, die der Film in der zweiten Hälfte vielleicht beinhaltet, keineswegs störend, sondern in einem Film, der durch seine Ruhe geprägt ist, ohne wirklich ruhig zu sein, kaum zu vermeiden.
Tragik, Humor, Action und Ruhe, so eng miteinander verwoben, macht aus „In Bruges“ einen speziellen Film. Und vielleicht mag Brügge die Hölle sein für den einen oder anderen („Fuck man, maybe that’s what hell is“), aber eines ist Brügge definitiv nicht: „Bruges is NOT a shithole“
Das ist auch gut so, definitiv ein Highlight dieser Film. Auf Deutsch schon gut, auf Englisch natürlich noch ne Spur genialer, vor allem wenn Colin Farrell seinen tiefsten irischen Akzent auspackt...
Oh Mann, ich hab echt ne Schwäche für Filme die Dramatik, Humor und so verdammt gute Dialoge so gut verbinden können. "Brügge Sehen... Und Sterben?" schafft es, den Zuschauer in der einen Szene laut lachen zu lassen, während einem schnell das Lachen schon wieder im Halse steckenbleibt und man schon wieder eher den Tränen nahe ist. Ganz großes Kino.
Erwartungen übertroffen! Schöner Film, schöne Kulisse. Die Atmosphäre stimmt einfach, die Dialoge sind amüsant, voller schwarzer Humor und (ich finde einfach kein passenderes Wort auch wenn das jetzt vllt. ein wenig hochgegriffen klingt) tragisch. Desweiteren finde ich ganz besonders hervorhebenswert die allgemeine Stimmung im Film, die Szenerie, die Stadt als kulisse, und die sehr gute und vor allem sehr gut passende Musik... vor allem die Musik! Das alles berührt und genau das macht diesen Film aus.
Sehr schön bei den DVD-Extras: der Zusammenschnitt von "Fuckin' Bruges"-Aussprüchen. Hat mir sehr gefallen, mit welcher Hingabe eine schöne Stadt ignoriert werden kann.
Finde diese Krimi/Actionkomödie recht gelungen. Colin Farell und Co. beweisen mit hervorragender Mimik und Gestik richtig gutes schauspielerisches können. Die Kulissen von Brügge sind ein wichtiger Bestandteil des Films und sind doch mal nett anzusehen.
"In Bruges" ist ein sehr skurriles und originelles Werk, das von supertrockenem und schwarzem Humor begleitet wird. Parallel zu der wirklich spannenden und wunderbar aufgebauten Gangster-Story wird eine Liebesgeschichte erzählt, welche sich gegen Ende des Films kreuzen und dann ein fantastisches Finale bieten. Eine starke schauspielerische Leistung, spannende Dialoge, schöne Bilder und ein liebevoller Soundtrack vollenden das Meisterwerk.
"Brügge? Wo verdammt nochmal liegt Brügge?" Dass Brügge in Belgien liegt, weiß ich. Dort gewesen bin ich aber noch nicht. Aber - und jetzt schlagt mich - es wird nicht allzu lange dauern, bis ich das nachgeholt habe. Denn das, was man in dem Film von der Stadt sieht, gefällt mir. Der Film übrigens auch. Schwarzer Humor, eine etwas schräge Story, komische Gestalten und Schauspieler, die es vermögen, genau das dem Zuschauer rüber zu bringen. Was will man mehr?
#### Spoileranfang ####
Ein Happy End wäre schön :-)
#### Spoilerende ####
Wirst die Stadt, das Schwuchtelbier, und den Ausblick vom dem Turm LIEBEN!
...nur das raufkommen auf den Turm war sogar noch heftiger als es im Film thematisiert wird! xD
die deutsche version des filmes sollte verboten werden, schaut ihn in englisch. die stimmung die der film bei mir rüberbringt ist unglaublich. ich liebe jeden einzelnen dialog, für mich ist es das vollkommmene kunstwerk.
Die Überschrift der Plakatwerbung "Shoot first. Sightsee later." ist eigentlich irreführend, der Film hat nicht die Leichtigkeit einer Krimikomödie. Doch besonders herausragend ist die Balance zwischen komischen und tragischen Momenten. Die große Überraschung des Films ist Colin Farrell: Der als wenig talentierter Schauspieler gebrandmarkte Darsteller straft hier seine Kritiker Lügen und spielt die komplette Emotionspalette. Eine großartige, kleine Produktion. Einfach klasse!
Absurdität und Scheinheiligkeit sind hier Stichwörter und lassen den Film so, sehr unterhaltsam wie ein düsteres Theaterstück, auf der optischen Zunge zergehen. Trotz oder gerade deswegen teilweise ziemlich bitter und geschmacklos.
Auf jeden Fall hat der Film interessante Stellen. Manche Sprüche von Farell sind richtig lustig und unterhaltend. Aber die Geschichte ist wirklich schwach und ohne wirklichen Tiefgang. Mit ein paar Worten ist die Handlung schon beschrieben und viel mehr passiert in dem Film auch nicht.
Die Sprüche waren cool, von der Handlung bin ich enttäuscht.
Leider habe ich das Ende, ungefähr 10 Minuten verpasst, fand den Film allgemein aber gut bis sehr gut. Ich mag die absurde, actionreiche und ironische Atmosphäre und die Kulissen finde ich einfach wunderschön! Toll finde ich auch, dass trotz der düsteren Stimmung eine "Romanze" vorhanden ist und diese gepaart mit dem Humor eine sehr abwechslungsreiche, interessante Mischung entstehen lässt! Recht sehenswert, aber ich finde, man muss gerade "Bock" drauf haben...
Was soll das mit "Nichts zu verzollen" oder "die anonymen Romantiker" zu tun haben, wurde mir empfohlen da beide angeblich den gleichen Humor hätten, den konnte ich hier nicht finden. Kennt jmd Streifen die wirklich nen ähnlichen Humor haben, oder wie man diesen nennt?
Brügge sehen... und sterben? - Kritik
GB/BE 2008 Laufzeit 107 Minuten, FSK 16, Komödie, Kriminalfilm, Kinostart 15.05.2008
Kritiken (17) — Film: Brügge sehen... und sterben?
Xander8112: at the movies
Kommentar löschenWenn man einen durchweg coolen und hippen Actionfilm erwartet im Stile eines Tarantino oder Ritchie, dann braucht man nicht lange um zu erkennen, dass „In Bruges“ eben dieses nicht ist. Natürlich ist er lustig, aber eben nur stellenweise, denn hauptsächlich kann man den Film wohl Drama nennen, oder meinetwegen Tragikomödie. Hat man diesen Umstand jedoch akzeptiert, offenbart der Film all seine Stärken, Colin Farrell all sein Talent und Brügge all seine Schönheit. Zeit muss man mitbringen, um Brügge kennen zu lernen, und Geduld. Doch bringt man dem Film beides entgegen, wird man belohnt, mit einer spannenden Charakterstudie, dem schlechtesten Touristen aller Zeiten und einem Rudel wütender Elefanten…
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenLeider ist “Brügge sehen… und sterben?” nicht der erhoffte Komödienhit geworden. Der Film hat zwar durchaus seine hellen und lustigen Momente, doch bewegt er sich aus meiner Sicht dennoch nur im cineastischen Mittelfeld. Einige Überraschungsmomente mehr und eine weniger durchschaubare Story, hätten schon viel ausgemacht.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
arillo 2011/08/11 02:10:24
Antwort löschenDass du eine Komödie erwartet hast, war vielleicht das größte Problem, denn das ist der Film, trotz der vielen großartigen verschroben-lustigen und ganz offensiven Angriffen auf den Lachreflex, meiner Meinung nach gar nicht.
Und war der Film wirklich so durchschaubar?
Mr. Danny Boyle 2011/09/01 16:51:06
Antwort löschenTatsächlich glaube auch ich, dass es deine Erwartungen an das Genre der Komödie waren, die dich diesen Film dann so haben aufnehmen lassen- er ist, so habe ich ihn zumindest aufgefasst, viel mehr eine tragisch-komische Charakter-Geschichte, die durch den Kontrast zwischen Handlungsort und innerer Handlung etwas wie absurde Komik erkennen lässt, nicht aber eine klassische Komödie, von der man zu erwarten hat, dass sie leichte, helle, erfreuliche und lustige Momente darstellt, die einen dann zum Lachen bringen. Die Tragik und die Thematik des plagenden Gewissens sind meisterlich dargestellt, klasse Schauspieler, wobei ich erwähnen muss, dass Brendan Gleeson einfach top ist- Mein Fazit zu diesem Film: einfach klasse!
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenGehandelt wird "In Bruges" als (wenn auch pechschwarze) Komödie. Ich empfand ihn eher als überwiegend ernstes Drama um Schuld, Sinn und Sinnlosigkeit von Ehre. Vereinzelt gewürzt mit knochentrockenem Humor. Wie auch immer: großartiges Dialog- und Schauspielerkino. Respekt.
41 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
Cridi 2010/02/08 20:22:12
Antwort löschenDiesem Urteil schließe ich mich zu 100% an.
Meister Qualle 2010/03/04 21:49:05
Antwort löschenfind ich auch dolle ui ui ui
Clooney Toons 2010/03/27 15:59:47
Antwort löschenAuch der Trailer vermittelt einem falsche Werte!
janfedder 2010/04/06 23:08:43
Antwort löschenAlso die Seite http://www.filme24-online.de/ ist auch ganz gut, wenn es um das Thema Filme und Serien online geht.
patcharisma 2010/06/08 13:06:13
Antwort löschenxDDD
Alle 7 Antworten zeigen
fabel 2010/08/06 15:23:37
Antwort löschen^^
McJeen 2010/10/26 21:46:17
Antwort löschenword!
eine komödie sollte man echt nicht erwarten.
Stryke: inderzange.de
Kommentar löschenAtmosphäre echt gut gelungen, hatte aber was anderes erwartet und war durch die Kommentare hier wohl auch ein wenig zu euphorisch.
Im Endeffekt ganz nett, aber doch zu langatmig und streckenweise zu langweilig.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
isinesunshine: isinesunshine.de
Kommentar löschenDieser Film hat mich fasziniert und in seinen Bann gezogen, unter anderem, weil er es schafft, eine Vielzahl von Genres in sich zu vereinen, wobei er jedem zu genüge dient, sich aber keinem verschreibt und trotzdem nicht überladen wirkt oder sich in diesem Unterfangen verhäddert. Insgasamt ist er eine Mischung aus (pech)schwarzer Komödie mit absurdem und englischem Humor und einem Drama. Zu diesen Genres gesellen sich dank Chloë noch eine Love-Story und als Harry in der Stadt ankommt ein packender Thriller.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenZwei ungleiche Auftragskiller in einer märchenhaften Altstadt. Irgendwas ist da doch nicht normal – Stimmt.
Durch die herausragende Inszenierung wird eine zauberhaft deprimierende Atmosphäre geschaffen, wie man sie nur selten im Film erleben darf. Es wirkt so echt, und doch so bizarr. Der zappelige Pessimist Ray und der ruhige Genießer Ken bilden ein überaus unterhaltsames Paar. Auch die anderen Charaktere sind wunderbar skurril und von den Darstellern exzellent verkörpert. Die eigentliche Tragik weicht immer wieder rabenschwarzem britischem Humor. “Zwei billige Nutten und ein rassistischer Zwerg. Ich glaub ich geh nach Hause.” Köstliche Zitate wie dieses beschreiben den Film recht gut. [...]
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenNach einem vergeigten Auftrag müssen die Berufs-Killer Ray (Collin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) in der belgischen Stadt Brügge untertauchen, um dort auf weitere Instruktionen ihres Bosses Harry (Ralph Fiennes) zu warten. Während der Kulturfreund Ken sich schöne Tage in dem mittelalterlichen Ambiente macht, ist Ray nur gelangweilt von dem Städtchen. Bei einer abendlichen Tour durch den Stadt-Kern lernt Ray jedoch die hübsche Chloe (Clémence Poésy) kennen. Nach einem höchst kuriosem Date landen die beiden im Bett. Dort werden sie jedoch von Chloes wütendem Ex-Freund Eirik (Jérémie Regnier) überrascht. Währenddessen bekommt Ken einen Anruf von Harry und den Auftrag, Ray am nächsten Tag zu erschießen…
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J. Christopher: Times, BBC, Daily Mirror J. Christopher: Times, BBC, Daily Mirror
Kommentar löschenEin wundervoll absurder Film.
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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschenRegisseur und Drehbuchautor Martin McDonagh inszeniert die Geschichte zweier Prolls in einer Stadt voller Geschichte und Kultur charmant skurill, und trifft den richtigen Ton zwischen Witz, Ironie und tiefer Ernsthaftigkeit. Die Geschichte wird bestimmt von wunderschönen Bilder des winterlich vorweihnachlichen Brügge, das McDonagh in ein fast surreale Licht taucht.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenErzählt wird die Geschichte der beiden irischen Auftragsmörder Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson>), die unterschiedlicher nicht sein könnten und dabei doch so viel gemeinsam haben. Das erste Drittel des Filmes lebt vom Zusammenspiel dieser beiden Männer und von ihrer unterschiedlichen Weltanschauung. Der reife Ken möchte sich alle touristischen Attraktionen ansehen und ist mit voller Begeisterung Fan von Brügges märchenhaftem Äußeren. Ray hingegen ist ein junger Taugenichts, dem diese ganze Geschichte und Kultur auf die Nerven geht und somit im Grunde die gesamte Stadt, von der fortweg nur als "fucking Bruges" spricht. Er nölt herum, spielt in der Kirche mit den Altarbänken und lässt seine Füße schleifen - kurzum: er macht überdeutlich, dass er überall auf der Welt lieber wäre als in Brügge. Grund für den Aufenthalt der beiden ist ein missglücktes Attentat in London, besser gesagt handelt es sich hierbei um Rays ersten Auftragsmord. Gerade der Grund, weshalb dieser schief gegangen ist, bildet die Thematik von McDonaghs Film. Ray ist emotional vorbelastet und auch wenn sich Farrell redlich bemüht, kauft man ihm seine innere Zerrissenheit nicht so recht ab, er ist einfach kein Charakterdarsteller, zumindest noch nicht. "Brügge sehen ... und sterben?" ist aber auch kein Film, der von seinen Schauspielern getragen werden muss, denn er lebt von seinem Witz. Gerade Ray und Ken als missglücktes Touristenpaar, aber auch der restliche Film lebt von der Beziehung der beiden.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenEin bisschen was von Dick und Doof hat dieses viel zu freundliche Killerpärchen von nebenan und entsprechend ist auch dieser Film in erster Linie eine Komödie. Jedoch eine, deren Humor so schwarz ist wie die Seele von Boss Harry und in der so viel Alltäglich-Absurdes geredet wird wie sonst nur bei Woody Allen. Diese locker-coolen Zwiegespräche unter Killern und anderen zwielichtigen Gestalten sind zwar streckenweise etwas ausufernd geraten. Dies wird jedoch ganz eindeutig durch die surreal-märchenhafte Machart dieser Killerkomödie, die aussieht, als wäre sie von der Touristeninformation von Brügge zu Werbezwecken in Auftrag gegeben worden, wieder wettgemacht.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenEs gibt Dinge, die hält man gemeinhin nicht für möglich. Vor hundert Jahren war es unvorstellbar, dass ein einzelner Mann es mit Hilfe eines Flugzeuges schaffen würde, die Welt ohne Zwischenlandung zu umrunden. Verschwörungs-Theoretiker zweifeln noch heute genauso an der Mondlandung wie anscheinend viele Politiker an der Polkappenschmelze. Und auch in meinem Weltbild bedurfte es einer gravierenden Erschütterung in Form dieses Filmes, um zu merken: Colin Farrell kann auch mal sympathisch sein! Geschafft hat er das nicht in der Rolle eines wannabe-coolen Sonny Crocket oder des welterobernden Alexanders, sondern als Vollpfosten in der bedrückend-leichten Krimi-Dramödie „Brügge sehen…und sterben?“.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenVon Anfang bis Ende genial. Schauspieler, Musik, Story alles hat hier gepasst!!
Toller Film, der Hollywood zeigt wo es lang geht.
Nach Lucky Number Sleven, wieder ein super Thriller mit viel Witz und Charme.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenGlaubt man nach dem Trailer noch, einen weiteren Guy Ritchie-Rip-Off vor sich zu haben, wird man schnell eines besseren belehrt. Denn der Film steht in seiner Stimmung einem Klassiker wie "Wenn die Gondeln Trauer tragen" näher als einer knallharten Gangsterstory. Die Shootouts kann man an einer Hand abzählen, es dominiert ein tiefschwarzer und dennoch liebenswerter Humor, eine tiefe Zuneigung zu den Figuren die karikiert gezeichnet werden, ohne gänzlich zur Karikatur zu geraten. Brügge dominiert den Film mit seiner Atmosphäre und wird folgerichtig auch eindrucksvoll ins Bild gesetzt. Melancholie und Trauer mischen sich mit Witz und abstrusen Situationen. Nie wird der Film hektisch, nie langweilig. Collin Farrell manövriert sich mit Dackelgesicht und kindlichen Grimassen durch den Film, doch seine unreife Art, das Benehmen eines verstörten Teenagers passt zu seiner Rolle, die im geerdeten abgeklärt-nachdenklichen Brendan Gleesan ihren passenden Gegenpol findet. Ralpg Fienes als Arschloch mit Ehre überzeugt einmal mehr, als er es je in seinen sympathischen Rollen konnte.Clémence Poésy gibt dem Film seine leichten und lebendigen Momente und schafft es auf sympathische Weise durchtrieben dreinzuschauen. Ein liebenswerter Film, der nach Hirn- und Herzlosem Poser-Geballere wie Smoking Aces dringend gebraucht wurde.
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenDie britische Produktion «In Bruges» ist gleichzeitig Komödie, Charakterstudie und ein wenig Gangsterfilm. Das Regiedebüt von Martin McDonagh nutzt die Vorteile des Drehorts und die Fähigkeiten seiner Hauptdarsteller voll aus. Für das flotte Drehbuch und die bissig treffenden Dialoge zeichnet er sich ebenfalls verantwortlich.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenGeschickt lässt sich Regisseur und Autor Martin McDonagh Zeit, um die wahren Motive hinter dem unfreiwilligen Urlaub aufzudecken. [...] Der pittoreske Ort mit seinen Kanälen, der Kathedrale und dem Kopfsteinpflaster dient als wunderschöne Kulisse, dessen Zauber sich irgendwann nicht einmal mehr der dauerfluchende Ray entziehen kann. Ein beachtliches Langfilmdebüt des Briten McDonagh, der mit seinem Kurzfilm „Six Shooter“ 2006 den Oscar gewann.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] "In Bruges" erzählt mit sehr englischer Lässigkeit eine Verlierergeschichte, die Gangsterfilmklischees meist umgeht und gebrochene, uneitle Killer in die Kulturprovinz befördert, wo sie fast schon meditativ das eigene Dasein reflektieren. McDonagh setzt seinen Spielort Brügge glücklicherweise als eigenständigen Charakter in Szene, der die komischen Dialoge der beiden Hauptdarsteller mitkommentiert, mal als bedrohlicher Raum, mal als bildschönes Städtchen oder meist stinklangweilige Kulisse, die diese Figuren führt und lenkt. [...]
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (296) — Film: Brügge sehen... und sterben?
Kommentar schreibenskinflowers 2012/02/06 05:23:41
Kommentar löschenBrügge ist nach wie vor eine Top-Adresse!
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The Strange 2012/02/02 12:17:16
Kommentar löschenHerrlich orginell, tiefgründig, manchmal sehr komisch, manchmal sehr bitter und düster, immer authentisch. Das malerische Städtchen wird durch die schauspielerische Leistung effektvoll gefüllt. Ich war gefesselt... und werde ihn bestimmt noch häufiger sehen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
SurfX 2012/01/21 23:27:07
Kommentar löschenMusikalisch Toll untermalt, eine schöne Stadt, eine kuriose Story.
Allerdings keinenfalls als reine Komödie zu bezeichnen, da die Story dann doch eher ein dramatisches (aber geniales) Ende findet. Ich geb denoch 7 Punkte da der Film zwar nicht das war was ich erwartet habe, es aber auch unfair wäre den Film nur aufgrund der meiner Meinung nach nicht ganz korrekten Taggung abzustrafen.
EDIT:
Ich glaub ich hätte mich davor informieren müssen was eine schwarze Komödie ist,
Taggung ist somit korrekt deshalb gibts jetzt auch 8 Punkte ;)
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relaxingdave 2012/01/17 21:53:21
Kommentar löschenGroßartige Dialoge und Figuren, stimmungsvolle Musik und Szenerie. Mit der erfrischenden Story erinnert der Film an andere britische oder skandinavische Kleingangsterkomödien - top.
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kronenhummer 2012/01/16 20:01:27
Kommentar löschenIch bin verliebt, zumindest ein kleines bisschen. In diesen Film, in seinen sensationellen Soundtrack, in Clémence Poésy. Und vor allem in den eigentlichen Hauptdarsteller: in diese malerische und wunderschöne belgische Stadt namens Brügge.
Verträumte Gassen, malerische Plätze, ruhige Kanäle und klassische Gebäude. „In Bruges“ ist eine beeindruckende kleine Reise durch diese Stadt mit all ihren schönen Ecken. Eine Stadt, die am Tag und in der Nacht einfach nur träumerisch verweilen lässt.
Ohnehin schafft es „In Bruges“ einen träumerisch verweilen zu lassen, melancholisch werden zu lassen. Eine ganz besondere Stimmung, die so erzeugt wird. „In Bruges“ lässt tragische, bitterböse, schwarzhumorige, skurrile Momente ineinander verschmelzen, wie ich es selten in einem Film erlebt habe. Hierzu laden nicht nur die Bilder Brügges ein, auch der herrlich unaufdringliche und doch einprägsame Soundtrack, der primär aus einem einzigen Pianostück zu bestehen scheint, das nur für dieses mittelalterliches Ambiente geschaffen zu sein scheint, tut sein Übriges.
Dazu kommt ein Darstellerensemble, das durchweg begeistert. Clémence Poésy als bezaubernde Drogendealerin hab ich schon eingangs erwähnt, aber auch das Duo Brendan Gleeson und Colin Farrell harmoniert – oder besser disharmoniert – einfach nur unglaublich und sorgt für durch und durch bitteren, feinen und herrlichen Humor. Wenn dann noch Ralph Fiennes als Familienvater und Gangsterboss und Jordan Prentice als unter Pferde-Beruhigungsmittel stehender Lilliputaner, sorry Zwerg, dabei sind, kann nichts mehr schief gehen.
Im Humor ist „In Bruges“ geprägt durch diese speziellen, trockenen und einmaligen Momente wie die Verfolgung durch dicke Amerikaner, Diskussionen über die komischen Namen („They all have funny names, don’t they?“ – „Yes, Flemish.“) oder die Aufklärung der Angebeteten beim ersten Date über den eigenen Job:
Chloe: So what do you do, Raymond?
Ray: I... shoot people for money.
Chloë: What kinds of people?
Ray: Priests, children... you know, the usual.
Chloë: Is there a lot of money to be made in that business?
Ray: There is for priests. There isn't for children. So what is it you do, Chloë?
Chloë: I sell cocaine and heroin to Belgian film crews.
Ray: Do you?
Chloë: Do I look like I do?
Ray: You do, actually. Do I... look like I shoot people?
Chloë: No. Just children.
„In Bruges” ist mit Sicherheit kein Film für Jedermann, vielleicht muss man auch nur in der richtigen Stimmung hierfür sein. Ich bin jedenfalls immer wieder in einer solchen. Da sind auch die zwei, drei, etwas langatmigen Momente, die der Film in der zweiten Hälfte vielleicht beinhaltet, keineswegs störend, sondern in einem Film, der durch seine Ruhe geprägt ist, ohne wirklich ruhig zu sein, kaum zu vermeiden.
Tragik, Humor, Action und Ruhe, so eng miteinander verwoben, macht aus „In Bruges“ einen speziellen Film. Und vielleicht mag Brügge die Hölle sein für den einen oder anderen („Fuck man, maybe that’s what hell is“), aber eines ist Brügge definitiv nicht: „Bruges is NOT a shithole“
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MrTrombone 2012/01/17 17:26:10
Antwort löschenOh man, jetzt hast du mich heiß auf diesen Film gemacht *auch sehen will*
kronenhummer 2012/01/17 17:58:30
Antwort löschenDas ist auch gut so, definitiv ein Highlight dieser Film. Auf Deutsch schon gut, auf Englisch natürlich noch ne Spur genialer, vor allem wenn Colin Farrell seinen tiefsten irischen Akzent auspackt...
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Jack_Torrance 2012/01/19 18:27:07
Antwort löschenStark !
kronenhummer 2012/01/19 18:29:45
Antwort löschenDanke! Geht soweit, dass ich den Brügge-Reiseführer jetzt schon zu Hause liegen habe :-)
HxC_Moe 2012/01/08 00:26:03
Kommentar löschenOh Mann, ich hab echt ne Schwäche für Filme die Dramatik, Humor und so verdammt gute Dialoge so gut verbinden können. "Brügge Sehen... Und Sterben?" schafft es, den Zuschauer in der einen Szene laut lachen zu lassen, während einem schnell das Lachen schon wieder im Halse steckenbleibt und man schon wieder eher den Tränen nahe ist. Ganz großes Kino.
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HH_Knorke1993 2012/01/05 02:56:09
Kommentar löschenErwartungen übertroffen! Schöner Film, schöne Kulisse. Die Atmosphäre stimmt einfach, die Dialoge sind amüsant, voller schwarzer Humor und (ich finde einfach kein passenderes Wort auch wenn das jetzt vllt. ein wenig hochgegriffen klingt) tragisch. Desweiteren finde ich ganz besonders hervorhebenswert die allgemeine Stimmung im Film, die Szenerie, die Stadt als kulisse, und die sehr gute und vor allem sehr gut passende Musik... vor allem die Musik! Das alles berührt und genau das macht diesen Film aus.
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sehr_gerne 2012/01/03 23:19:09
Kommentar löschenSehr schön bei den DVD-Extras: der Zusammenschnitt von "Fuckin' Bruges"-Aussprüchen. Hat mir sehr gefallen, mit welcher Hingabe eine schöne Stadt ignoriert werden kann.
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BattlemasterIZ 2012/01/03 13:29:14
Kommentar löschenFinde diese Krimi/Actionkomödie recht gelungen. Colin Farell und Co. beweisen mit hervorragender Mimik und Gestik richtig gutes schauspielerisches können. Die Kulissen von Brügge sind ein wichtiger Bestandteil des Films und sind doch mal nett anzusehen.
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WaaayneTrain 2012/01/03 10:07:36
Kommentar löschen"In Bruges" ist ein sehr skurriles und originelles Werk, das von supertrockenem und schwarzem Humor begleitet wird. Parallel zu der wirklich spannenden und wunderbar aufgebauten Gangster-Story wird eine Liebesgeschichte erzählt, welche sich gegen Ende des Films kreuzen und dann ein fantastisches Finale bieten. Eine starke schauspielerische Leistung, spannende Dialoge, schöne Bilder und ein liebevoller Soundtrack vollenden das Meisterwerk.
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ramondub 2012/01/03 01:59:47
Kommentar löschenschöne stadt, hanebüchene story, colin farell ein hitman? unglaubwürdig. sein partner? noch unglaubwürdiger!
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tylerdurden93 2011/12/30 15:49:07
Kommentar löschenhttp://www.youtube.com/watch?v=jDyEbUUpiLc
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smartyx 2011/12/14 23:15:01
Kommentar löschen"Brügge? Wo verdammt nochmal liegt Brügge?" Dass Brügge in Belgien liegt, weiß ich. Dort gewesen bin ich aber noch nicht. Aber - und jetzt schlagt mich - es wird nicht allzu lange dauern, bis ich das nachgeholt habe. Denn das, was man in dem Film von der Stadt sieht, gefällt mir. Der Film übrigens auch. Schwarzer Humor, eine etwas schräge Story, komische Gestalten und Schauspieler, die es vermögen, genau das dem Zuschauer rüber zu bringen. Was will man mehr?
#### Spoileranfang ####
Ein Happy End wäre schön :-)
#### Spoilerende ####
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SpiceWeasel 2011/12/15 13:27:55
Antwort löschenWirst die Stadt, das Schwuchtelbier, und den Ausblick vom dem Turm LIEBEN!
...nur das raufkommen auf den Turm war sogar noch heftiger als es im Film thematisiert wird! xD
Alexander Supertramp 2011/12/05 18:05:55
Kommentar löschenFan von Farell und schwarzen Komödien. Bisher eine meiner Lieblingsfilme, wenn es um schwarzen Humor geht.
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extrawelt 2011/11/23 23:10:32
Kommentar löschendie deutsche version des filmes sollte verboten werden, schaut ihn in englisch. die stimmung die der film bei mir rüberbringt ist unglaublich. ich liebe jeden einzelnen dialog, für mich ist es das vollkommmene kunstwerk.
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RoosterCogburn 2011/11/09 13:59:43
Kommentar löschenDie Überschrift der Plakatwerbung "Shoot first. Sightsee later." ist eigentlich irreführend, der Film hat nicht die Leichtigkeit einer Krimikomödie. Doch besonders herausragend ist die Balance zwischen komischen und tragischen Momenten. Die große Überraschung des Films ist Colin Farrell: Der als wenig talentierter Schauspieler gebrandmarkte Darsteller straft hier seine Kritiker Lügen und spielt die komplette Emotionspalette. Eine großartige, kleine Produktion. Einfach klasse!
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Sufu 2011/10/29 03:55:54
Kommentar löschenAbsurdität und Scheinheiligkeit sind hier Stichwörter und lassen den Film so, sehr unterhaltsam wie ein düsteres Theaterstück, auf der optischen Zunge zergehen. Trotz oder gerade deswegen teilweise ziemlich bitter und geschmacklos.
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yellowbutterfly 2011/10/23 11:11:09
Kommentar löschenAuf jeden Fall hat der Film interessante Stellen. Manche Sprüche von Farell sind richtig lustig und unterhaltend. Aber die Geschichte ist wirklich schwach und ohne wirklichen Tiefgang. Mit ein paar Worten ist die Handlung schon beschrieben und viel mehr passiert in dem Film auch nicht.
Die Sprüche waren cool, von der Handlung bin ich enttäuscht.
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TinaCocaine 2011/10/03 15:47:47
Kommentar löschenLeider habe ich das Ende, ungefähr 10 Minuten verpasst, fand den Film allgemein aber gut bis sehr gut. Ich mag die absurde, actionreiche und ironische Atmosphäre und die Kulissen finde ich einfach wunderschön! Toll finde ich auch, dass trotz der düsteren Stimmung eine "Romanze" vorhanden ist und diese gepaart mit dem Humor eine sehr abwechslungsreiche, interessante Mischung entstehen lässt! Recht sehenswert, aber ich finde, man muss gerade "Bock" drauf haben...
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nullpunkt 2011/11/16 07:53:17
Antwort löschenDann solltest du ihn nochmals ganz schauen. Die letzten 10 Minuten sind nicht wegzudenken.
TinaCocaine 2011/11/16 21:10:22
Antwort löschenWerde ich bei Zeiten auch tun... Danke :-)
atilla 2011/10/01 06:18:37
Kommentar löschenWas soll das mit "Nichts zu verzollen" oder "die anonymen Romantiker" zu tun haben, wurde mir empfohlen da beide angeblich den gleichen Humor hätten, den konnte ich hier nicht finden. Kennt jmd Streifen die wirklich nen ähnlichen Humor haben, oder wie man diesen nennt?
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