Bye, Bye Berlusconi!
edit edit group membershipsDE 2006
Wenn man einen Film gegen einen der reichsten und mächtigsten Männer Europas macht, läuft man Gefahr, damit nicht im Kino zu landen, sondern vor Gericht. Besonders, wenn es sich dabei um den amtierenden Ministerpräsidenten Italiens handelt. Frühjahr 2005. Ein junges, engagiertes Drehteam aus Genua, plant einen ernsthaften politischen Film über die gewaltsame Entführung Silvio Berlusconis. Ziel der Entführe… — Mehr
Wenn man einen Film gegen einen der reichsten und mächtigsten Männer Europas macht, läuft man Gefahr, damit nicht im Kino zu landen, sondern vor Gericht. Besonders, wenn es sich dabei um den amtierenden Ministerpräsidenten Italiens handelt. Frühjahr 2005. Ein junges, engagiertes Drehteam aus Genua, plant einen ernsthaften politischen Film über die gewaltsame Entführung Silvio Berlusconis. Ziel der Entführer ist es, Berlusconi endlich in einem fairen und unabhängigen Prozess dem Urteil zuzuführen, dem er sich im wahren Leben seit Jahren erfolgreich entzieht. Dieser Film soll Italien wachrütteln und zur realen Abwahl des Ministerpräsidenten im April 2006 führen. Breits am ersten Drehtag zeigt es sich jedoch, dass sich das ambitionierte Drehteam mit diesem Projekt übernommen hat. Der Abbruch droht und um sich notdürftig vor juristischen Angriffen Berlusconis zu schützen und ihren Film als Satire kenntlich zu machen, bedienen sie sich eines absurden Tricks: sie transformieren die Geschichte kurzerhand von Italien nach Entenhausen. Ob das ausreicht, um ein drohendes Verbot des Films zu verhindern, weiß keiner. Dass dieser Film Silvio Berlusconi zur Weißglut bringen wird, ist allerdings sicher…
- Cast
- Maurizio Antonini, Lucia Chiarla, Pietro Bontempo, Pietro Ragusa, Tullio Sorrentino, Fabio Bezzi — Mehr
- Regisseur
- Jan Henrik Stahlberg
- Autoren
- Lucia Chiarla, Jan Henrik Stahlberg
- Genre
- Komödie
Erinnerung, wenn der Film im Fernsehen läuft.
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Kritiker — Film: Bye, Bye Berlusconi!
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Stahlberg sprengt mit seinem Regiedebüt die Grenzen der Genres, und provoziert sogar höchste politische Kreise. BYE BYE BERLUSCONI! ist ein Film, wie man ihn noch nicht gesehen hat. Ein Minuspunkt ist nur die missglückte Synchronisation. Ein Film wie dieser lebt nicht zuletzt von der Direktheit seiner Sprache.
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Kommentare (3) — Film: Bye, Bye Berlusconi!
Surami 2010/05/16 14:33:37
Kommentar löschenHübsche Idee, sehr hübsche Idee mit wirklich ernstem Hintergrund. Nur kommt der Film in der Summe nicht wirklich in Gang.
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Tobias 2008/09/29 17:37:01
Kommentar löschenAuch wenn die Meinungen hier auseinander gehen: ich finde diesen Film weiterhin ausgesprochen gelungen, anarchistisch-witzig, mutig und wichtig. Er hat ein wichtiges und ehrliches Anliegen, das er auf wirklich eigenwillige und originelle Weise umsetzt. Hut ab.
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zorro 2007/02/05 01:32:35
Kommentar löschenDas beste an diesem Film ist der Verleih.
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Trailer zum Film Bye, Bye Berlusconi!
Bilder zum Film Bye, Bye Berlusconi!
News zum Film Bye, Bye Berlusconi!
Nicolas Sarkozy bekommt eigenen Kinofilm
2010/08/28 09:00:00
Das französische Staatsoberhaupt Nicolas Sarkozy soll seinen eigenen Kinofilm bekommen. Vor einigen Tagen begannen bereits die Dreharbeiten zum Film La Conquête, der ein kritisches Bild von seinem Weg vom Innenminister zum französischen Staatspräsidenten zeichnet.
Zwei Trailer zu Short Cut to Hollywood von den Muxmäuschenstill-Machern
2009/08/04 12:01:00
Jan Henrik Stahlberg und Marcus Mittermeier landeten vor fünf Jahren einen Achtungserfolg mit Muxmäuschenstill und erhielten größere internationale Aufmerksamkeit mit Bye Bye Berlusconi. Ihr nächster Film handelt von einem geisteskranken Mediencoup.
Bye, Bye Berlusconi! wird von der moviepilot community mit 5 von 10 Punkten auf Grundlage von 35 Bewertungen und 5 Nutzerkritiken bewertet.

Die Grundidee ist gut und es gibt viele sehr spannende Szenen. Handwerklich überrascht der Streifen, trotz des geringen Budgets durch durchweg gute Leistungen: Schauspieler und Kameraarbeit und vor allem der Schnitt überzeugen. Der Dreh mit der Verfremdung nach "Entenhausen" - grade in der deutschen Übertragung wo aus Topoloni Mickey Laus wird - wirkt dann aber doch etwas ungelenk. Am Ende erscheinen die Film-im-Film-Filmemacher paranoider als gerechtfertigt. Die Bedrohung bleibt eher in ihren Köpfen und so schaden sie vielleicht der (sehr italienischen) Sache mehr, als sie ihr zur Aufklärung nutzen.
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