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Cabaret
Cabaret (1972), US Laufzeit 117 Minuten, FSK 16, Drama, Musikfilm, Kinostart 15.09.1972
7.8
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Moviemaster:Movie
von Bob Fosse, mit Liza Minnelli und Michael York
Berlin Anfang der Dreißiger Jahre: Die Nazi-Diktatur kündigt sich an. Die US-Sängerin Sally Bowles ist der gefeierte Star des Kit-Kat-Klubs – ein Cabaret, wo man mit grell-aufreizenden Darbietungen für Stunden zu verdrängen sucht, was sich in Deutschland politisch zusammenbraut. Lebenshungrig und ungeniert sucht Sally ihren Weg nach oben. Sie träumt von der ganz großen Karriere und, als sie den Engländer Brian trifft, auch von der großen Liebe. Ihr Traum wird wahr – für kurze Zeit. Doch jedes Glück hat seinen Preis.
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Cast & Crew
Drehbuch
Filmdetails Cabaret
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Kritiken (4) — Film: Cabaret
Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...
Kommentar löschen"Divine decadence darling!"
CABARET zelebriert die therapierende Wirkung der Kunstform des satirischen Musicals in jeder Sekunde und verwendet im selben Moment verstörend dualistische Perspektiv-Montagen, um an den Wahnsinn und Schrecken des Faschismus’ zu erinnern. Stets bestimmt das aktuelle Tagesgeschehen die lasziv-dekadenten Bühnenprogramme des surrealistisch eingefangenen Kit Kat Clubs im Berlin der 1930er-Jahre. Einfältige Bürger der Arbeiterklasse beginnen derweil, sich in fanatischen Gemeinschaften zu gruppieren, sprießen wie Giftpilze hervor und verpesten das ohnehin schon kritische Klima der deutschen Großstadt. Grausam der gefährliche Kontrast aus brutaler Gewalt und künstlerischer Ausgelassenheit, der anfangs nur vereinzelt, später jedoch omnipräsent auf die Leinwand tritt. Entgegen des Ur-Broadway-Stücks richtet Regisseur Bob Fosse neben den karikierenden Bühnenshows seinen Fokus auf die Beziehung zwischen Sally und Brian; beide fungieren als Archetypen für politische Identitäten. In einer frivolen Dreiecksbeziehung eskaliert das Kokettieren mit dem ideologisch oppositären Gegenüber schließlich – Pro und Contra, artifizielle Scheinwelten und Realität. CABARET ist ein Kind des Dualismus. So befreiend und eskapistisch Kunst auch ist, die Welt vermag sie leider nur in den seltensten Fällen zu verändern.
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen"You have to understand the way I am, mein Herr!" -
Sowohl auf inhaltlicher, als auch auf visueller Ebene offenbart sich "Cabaret" wohl als das prägenste, wenn nicht sogar das beste Werk, dass das nur schwer zu umreißende Genre des Musical- und Musikfilms bis dato hervorgebracht hat: Fosse löst sich schon zu Beginn der 70er Jahre von allen Vorurteilen und Konventionen, die dem damaligen Kino anheim waren, und es zumeist noch immer sind, und zelebriert all das, was als landläufig "abnorm" verschrien war:
"Cabaret" und sein Regisseur kennen keine gesellschaftlichen Schranken, vielmehr sucht eine dermaßen unprätentiöse Erweiterung und Verquickung von archetypischen Elementen des Musicals wie der großen Liebe und des exaltierten Glamours der Bühne, mit - auf den ersten Blick schwer damit vereinbaren - Elementen wie der historischen Kulisse mit all ihrer Rassenidiotie und dem, im Kontext der Entstehungszeit des Films, sehr kontroversen…
Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
Mr Vincent Vega Wed, 01 Dec 2010 18:44:36 -0000
Antwort löschenAll time favourite, all time classic.
Hitmanski Wed, 01 Dec 2010 19:23:50 -0000
Antwort löschenHeute zum ersten Mal nach langer Zeit mal wieder gesehen; mal schauen, ob ich gnädig bin, und bei der nächsten Sichtung den ausstehenden Punkt zum vollen 10er springen lasse...
Hitmanski Wed, 01 Dec 2010 19:29:35 -0000
Antwort löschenIch vermisse übrigens dein Review hier auf mp ;)
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Hitmanski Wed, 01 Dec 2010 19:39:49 -0000
Antwort löschenDarüber lässt sich sicher streiten, aber ich find' es passt.
Wirklich wichtig wird der O-Ton aber eigentlich abseits der Songs; das ganze Deutsch-Englisch-Kauderwelsch ist in der deutschen Fassung nur noch sehr rudimentär erkennbar, und manche Dialoge wirken so reichlich sinnentleert.
Stimmt, Wepper - musste ich auch zwei Mal hinschauen...
Mr Vincent Vega Wed, 01 Dec 2010 19:47:29 -0000
Antwort löschenDer Film auf Deutsch - völlig witzlos. Funktioniert gar nicht. Habe CABARET vor drei Jahren in der Bar jder Vernunft live gesehen, da waren ein paar deutsche Versionen der Songs bei, die eher weh getan haben.
@Hitmanski: Ich würde mein Review heute nicht mehr so schreiben, deshalb packe ich es jetzt gar nicht erst hier rein. :)
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenCABARET sieht dank Fosses Inszenierung und besonders aufgrund des sehr modernen Schnitts keinen Tag zu alt aus. Wie kein anderes Musical (wenn man CABARET denn so nennen will) bindet der Film seine exzellenten Songs sinnvoll, kommentierend und manchmal fast surreal in seine Handlung ein - dank der unbeschreiblichen Leistung Joel Greys als allwissendem, geheimnisvollen und bis zur Irrealität dämonischen Confrencier mit maximalem Effekt. Ein wahres Meisterwerk, das die Unausweichlichkeit des Grauens der Nazizeit klug und wohldosiert in seine noch heute durchaus frivole Geschichte einstreut.
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenEin politisches Musical über den Aufstieg des NS-Regimes. Naja, darum geht es nur am Rande. Wie der erste Zombie in "Night of the living Dead", so nähert sich auch der Untergang Deutschlands in "Cabaret", schleichend und subtil. Haupthandlungstechnisch geht es Musical-typisch um die große Liebe, doch Bob Fosse wäre nicht Bob Fosse, wenn er dem ganzen nicht einen Schwall Realität einspritzen würde. Dadurch wird diese Liebesgeschichte zu einem hervorragend gespielten und komplexen Spiel. Die Minelli war nie mehr so gut und was man aus Micheal York und Fritz Wepper rausgeholt hat.
Im Cabaret lässt Fosse dann den Surrealismus walten, der wie losgelöst vom eigentlichen Geschehen wirkt. Unvergesslich bleibt natürlich auch das einschneidende Lächeln Joel Greys als Confrencier.
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Kommentare (13) — Film: Cabaret
MartinNolan Sat, 01 Jun 2013 14:08:31 -0000
Kommentar löschenBis auf das Eröffnungslied haben mich zwar die musikalischen Einlagen nicht wirklich vollends überzeugen können, die übrigen Musik- und Tanzszenen sind aber nichtsdestotrotz unterhaltsam und werden nicht zuletzt dank einer tollen Liza Minelli und insbesondere durch Joel Grey, zu einem amüsanten Spektakel für den Zuschauer. Daneben erstreckt sich allerdings auch eine mehr als uninteressante und oberflächliche Liebesgeschichte, der man sicher hätte weniger Raum geben können.
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der cineast Fri, 29 Mar 2013 13:57:38 -0000
Kommentar löschenZwei Stunden lang purer, hemmungsloser Sex. Doch wenn die Nazis kommen, dann gibt es keine frivole Kunst mehr. Die Show ist aus.
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Le Samourai Wed, 06 Feb 2013 11:01:23 -0000
Kommentar löschenSoeben ein Ticket für die Berlinale erstanden. Gibt's was schöneres, als diesen Film (zum ersten mal überhaupt) in Berlin auf großer Leinwand zu genießen?
bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten
DerDude_ Wed, 06 Feb 2013 11:06:55 -0000
Antwort löschenDa würde mir so einiges einfallen ;)
DeDavid Wed, 06 Feb 2013 11:23:38 -0000
Antwort löschenTatsächlich: Nein! :)
Le Samourai Wed, 06 Feb 2013 11:28:03 -0000
Antwort löschen;)
sweetForgiveness Wed, 06 Feb 2013 11:41:59 -0000
Antwort löschenWürd ich auch gerne sehen! Berlin ist nur zu weit weg und ich hab zu wenig Zeit
slangbanger! Wed, 06 Feb 2013 13:12:22 -0000
Antwort löschenPurer Neid. Weil Wunderbarer Film.
Le Samourai Wed, 06 Feb 2013 14:54:02 -0000
Antwort löschenVorfreude.
Wumz Wed, 06 Feb 2013 17:34:39 -0000
Antwort löschenJa, 2001 in der Kölner Philharmonie mit live Musik, auch wenn ich es leider verpasst habe. =/
Le Samourai Wed, 06 Feb 2013 18:10:11 -0000
Antwort löschen2001 hab ich vor 4 Jahren auf der Berlinale auf 70mm gesehen. Grandiosester Kinobesuch aller Zeiten. :)
schalli Wed, 06 Feb 2013 21:42:56 -0000
Antwort löschen70 mm??? NEID!!! Habe leider volles Gegenprogramm. Aber achte mal auf die Radiodurchsage. Exakt in der Adresse wohne ich :)
Wumz Wed, 06 Feb 2013 22:28:10 -0000
Antwort löschenZwei Tage nach der Aufführung hielt ich den Flyer in der Hand und ich hab mich sooo geärgert :(
Roco De Long Thu, 07 Feb 2013 14:27:35 -0000
Antwort löschenDie Schlusseinstellung von Cabaret... ganz fein.
Roco De Long Thu, 07 Feb 2013 14:32:10 -0000
Antwort löschen...der Rest natürlich auch. Ziehst du dir noch was aus der Retrospektive rein?
Le Samourai Thu, 07 Feb 2013 15:56:01 -0000
Antwort löschenWill noch Tokyo Story sehn! Sonst kenn ich fast alles was mich interessiert...
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Mr Vincent Vega Sat, 09 Feb 2013 14:14:35 -0000
Antwort löschenTokyo Story digital gescreent? Naja, brauch ich nicht.
Le Samourai Sat, 09 Feb 2013 14:20:46 -0000
Antwort löschenStimmt schon.. aber.. große Leinwand. :)
philopee Thu, 23 Feb 2012 15:56:41 -0000
Kommentar löschenDeine Freunde über diesen Film --> mehr --> Sehr viel im oberen Viertel der 10-Punkte-Skala, sehr wenig in der unteren Hälfte und praktisch gar nichts im Mittelfeld.
So sehen also meine Freunde diesen Film.
Es wäre nicht das erste Mal, dass ich mal wieder gegen den Strom schwimme. Ich finde es mal wieder sehr traurig so einen eher enttäuschenden Eindruck zu bekommen, weil bei einer Moviepilot-Community-Bewertung von 7,5 und einer so guten Bilanz unter meinen sonst vertrauenswürdigen Internetbekanntschaften entstehen natürlich gewisse Erwartungshaltungen, die hier einfach nicht befriedigt werden können.
Natürlich ist "Cabaret" in Sachen Musical erste Sahne, um Längen besser als die ganzen überkontrastierten Musikklamotten die heutzutage den Durchschnittskonsumenten in Kino und TV penetrieren. Die bewusst übertriebene Kleidung und Schminke, die extravaganten Bühnenshows und der vollkommen durchgeknallte Host tragen zu einer intensiven Atmosphäre bei, passend ins Berlin der frühen 30er. Die Handlung der kompletten Bühnenshow ist perfekt mit dem Leben der zwei/drei Protagonisten abgestimmt. Nebenher kocht auch noch der damals aufstrebende Nationalsozialismus hoch, schleichend und unerkannt. Trotz der kritischen Auseinandersetzung mit der Vorzeit des NS-Regimes greift diese Thematik nicht um sich und übernimmt auch zu keiner Zeit die Vorherrschaft über die eigentliche dramatisch-komische Liebesgeschichte zwischen der amerikanischen Cabaretsängerin Sally und dem britischen Cambridge-Student Brian. Man könnte "Cabaret" in diesem Stil noch seitenweise weiter loben aber bei mir hats einfach nicht gezündet.
Meistens hab ich bei Filmen die ich für überbewertet halte einen gewissen Standpunkt, den ich auch vertreten könnte, wenn mich jemand mit seinem Enthusiasmus in den Boden argumentieren wollte. Aber diesmal kann ich leider nur sagen: "Es hat mich nicht vom Stuhl gerissen."
Schade.
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DeDavid Sun, 19 Jun 2011 16:30:29 -0000
Kommentar löschen"Divine decadence darling!"
Nun, das war es also. Das Musical, welches Liza Minelli unvergessen bleiben lässt und zurecht einen Legendenstatus innehat. Bob Fosse offenbart dem Rezipienten mit seiner kontrastreichen Inszenierung zwischen brillanten Choreographien im Berliner Kit Kat Club und außerhalb dessen dem langsamen Aufstieg der Nazimacht eine vernügliche bis bedrohliche Mischung. Ein bitteres Zeitkolorit. Eine dreisprachige Geschichte fürs Leben, die auf etlichen Ebenen funktioniert. Nicht weniger als eines der besten Musicals aller Zeiten!
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doctorgonzo Thu, 10 Mar 2011 14:50:57 -0000
Kommentar löschen"I used to pretend I was someone quite mysterious and fascinating. Then I grew up and realized I was mysterious and fascinating"
Eine dröge Liebesgeschichte wird weggeschwemmt im Rausch von Bildern und Musik. Kostümdesign, Score, Kulissenbau und Darsteller sind einfach ganz großes Musikkino.
Zudem kann ich kaum genug darüber freuen, dass in dem Film Nazis auftauchen, weil es die Geschichte so bedingt und nicht die Geschichte gebaut wurde, damit ein paar Nazis auftauchen.
Ein paar Pointen zünden, aber ansonsten finde ich die Geschichte nicht von großer Inspiration getragen. Dass das mehr dem Drehbuch geschuldet sein muss, zeigen die beeindruckenden Darstellerleistungen, nicht nur der Hauptdarsteller Minelli und York, sondern auch von Wepper, Wolter und ganz besonders von Joel Grey und der wunderbaren Marisa Berenson.
Verfilmte Musicals haben mich schon bedeutend schlimmer genervt, aber ich habe mich auch schon deutlicher amüsiert.
Der Humor ist gut, die Besetzung klasse und die Musik sowohl in punkto Inhalt als auch beim Klang um Welten besser als bei der Majorität aller anderen Musicalfilme, aber die Story fesselt mich nicht, gerade weil die Liebesbeziehung oberflächlich bleibt und die Lücken zwischen den toll inszenierten Musik- und Tanzeinlagen mitunter beinahe dilletantisch gefüllt werden.
Aber ich mag Marisa Berenson.
Ihren besten Musik- und Tanzauftritt hatte sie allerdings hier:
http://www.youtube.com/watch?v=HCJD1lMZ8wA
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doctorgonzo Thu, 10 Mar 2011 15:06:28 -0000
Antwort löschenIch kanns schon verstehen, aber mich haut er eben nicht in letzter Konsequenz um.
spanky Mon, 14 Mar 2011 11:47:48 -0000
Antwort löschenDas dürfte Dich interessieren:
http://www.arte.tv/de/programm/242,date=22/3/2011.html
Durch die Nacht mit Fritz Wepper & Liza Minelli in New York
fabel Mon, 21 Feb 2011 19:51:45 -0000
Kommentar löschen„Life is a Cabaret, come to the Cabaret.“
Aufgeheiterte Stimmung, freche Imitationen, taktvolle Choreografien, schwungvolle musikalische Darbietungen. Hier, im Cabaret, ist es Hot und outside, da draußen, in der kalten, erbräunten Welt, ist es windig. Sie sind überall im Biergarten, auf der Straße, an den Wänden. Sagst du was, riskierst du was. Singst du mit, ist der morgige Tag dein.
Ihre aufgesperrten Münder rauben dir den Atem. Unbehagen. Furcht. Bedrohung. Ruhe vor dem Sturm. Alles ist zum Zerreißen gespannt. Es knistert. Aber nicht nur dort, auch im Herzen. Die Liebe. Sie regiert, verwirrt, tut gut, begleitet. Das Geld verändert, aber ohne geht es nicht.
Mann, Frau, irgendwas dazwischen. Katzen, tote Katzen. Schöne Vorgärten, verschmierte Vorgärten.Schöne Menschen, tote Menschen. Blaue Hemden, blaue Pullover.Teure Häuser, billige Häuser. Kommunistenkomplott, Judenkomplott, Komplott der vereinigten Arschlöcher. Frauen mit Peitschen!
Der Kontrast machts:
einerseits die lebenslustigen Figuren, die ihren Vorlieben, Jobs und Leidenschaften nachgehen. Andererseits die braune Pest. Während Sally, Brian, Max und co. sorglos ihr Leben leben, schleicht sie auf leisen Sohlen heran, und ehe man sich versieht, hat sie dich. Spätestens beim Chorgesang im Garten des Gasthofs ist sie nicht mehr zu stoppen.
In einer Welt, in der das Unheil mehr und mehr an Gefolgschaft gewinnt, gibt’s noch ein Fünkchen Hoffnung. Einen Lichtstrahl am dunklen Horizont, eine Art Freudenhaus, eine Art Kontaktbörse, doch eigentlich viel mehr als das. Ein Haus der Leichtigkeit, ein Ort der Unbeschwertheit. Der einzig von all dem Trouble unberührte Fleck.
Ultraschnell geschnitten, eindrucksvoll und teilweise herrlich übertrieben gespielt, zum Hauptbestandteil, den Musikstücken mit den dazugehörigen Tanzeinlagen, bedarf es aufgrund der unglaublichen Brillanz eigentlich keine Worte mehr. Zwar ist Fosses Musikfilm ein wenig anstrengend, aber ebenso lohnenswert. Ein Meisterstück, da gibt’s keine zwei Meinungen.
Unbekümmert und doch so ernst, schwer zu beschreiben - super! ANSEHEN!
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Dolly Zoom Mon, 21 Feb 2011 21:50:47 -0000
Antwort löschen"Ein Meisterstück, da gibt’s keine zwei Meinungen." - das ist doch genau eine solche erstarrte Haltung gegen die sich der Film wendet :-P
Filmkenner77 Wed, 29 Sep 2010 17:01:56 -0000
Kommentar löschenGelungenes Filmmusical mit beschwingten Songs und toller Ausstattung. Liza Minnelli trägt den Film mit ihrer jugendlichen Unbekümmertheit.
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Rezerwat Tue, 22 Dec 2009 11:33:37 -0000
Kommentar löschenMEISTERWERK !!!
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maslobojew Wed, 15 Apr 2009 08:34:21 -0000
Kommentar löschenBin eher ein kritischer Freund von Musicals, dieses hier hat mir - für mich selbst überraschend - sehr gut gefallen.
Joel Grey als Master of Ceremonies und Liza Minelli mit sämtlichen Songs und Choreografien sind wahnsinnig gut gefilmt.
Das NS-Thema wird besonders mit der Biergartenidyll-Szene ebenfalls sehr eindrucksvoll eingefangen - und so mancher Zuschauer beim ersten Sehen sicherlich gleich mit.
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filmbaum Fri, 29 Feb 2008 00:44:40 -0000
Kommentar löschenDagegen sehen die meisten Aufführungen, insbesondere die aktuelle in der "Bar jeder Vernunft" in Berlin, ganz alt aus.
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freedika Mon, 18 Feb 2008 23:21:37 -0000
Kommentar löschenLiza Minnellis Sally Bowles muß man einfach lieben!
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FILMZ Eins Tue, 31 Jul 2007 23:08:56 -0000
Kommentar löschenBob Fosse - oder besser die wunderbare Liza Minnelli - zwingt den Zuschauer, die Augen nicht zu verschließen vor dem steten Kippen der Gesellschaft in die braune Zukunft. Und dennoch ist der Film wendig und gewitzt, klagt an, ohne steif zu werden, beizeiten derb, aber nie abstoßend. Sein bester Film.
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