Calvaire - Tortur des Wahnsinns

Calvaire (2004), FR/LU/BE
Laufzeit 88 Minuten, FSK 18, Thriller, Horrorfilm

7.4 Kritiker
8 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.0 Community
140 Bewertungen
17 Kommentare
Calvaire - Tortur des Wahnsinns - Bild 6072389
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von Fabrice Du Welz, mit Laurent Lucas und Jackie Berroyer

Eine Autopanne in einem abgelegenen Waldstück zwingt den herumtingelden Sänger Marc Stevens die Nacht im Hotel eines gewissen Bartel zu verbringen, einem mehr als seltsamen Kauz. Doch schon bald muss Marc feststellen, dass nahezu alle Personen in der Umgebung dieser Absteige sehr seltsame Wesenszüge an den Tag legen. Als Bartel ihm eröffnet, dass er Mitnichten ein einfacher Gast ist, sondern sein Gefangener, beginnt für Marc eine Zeit gewalttätiger Grausamkeit. Denn um an das heranzukommen, was der mysteriöse Hotelbesitzer in dem Entertainer vermutet, bedarf es einer besonderen Foltermethodik.


Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Calvaire - Tortur des Wahnsinns

SiameseMax: SiameseMovies

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6.0Ganz gut

[...] Natürlich ist von vornherein vorhersehbar, dass das abgelegene Setting von „Calvaire“ nichts Gutes für unseren Protagonisten, dem reichlich talentlosen Altenheim-Weihnachtsfeier-Star Marc Stevens, verheißt. Die typischen Hinterwäldler des Terrorkinos haben eben schon länger keine Frau oder generell Menschen von außerhalb ihres mittelalterlich anmutenden Mikrokosmos mehr gesehen und geben sich mit dem zufrieden was sie haben: Schweine, Kühe und die bereits ganz zu Anfang in die Handlung eingeführte „Hündin“ Bella. Ganz pragmatisch, die Jungs. Erfreulich ist in diesem Kontext auch das Wiedersehen mit der französischen Genreikone Philippe Nahon, unter Anderem bekannt aus Gaspar Noes „Menschenfeind“ (1998) und Alexandre Ajas „Haute Tension“ (2003), der mit seiner echt hässlichen, angsteinflössenden Visage (Pardon, Monsieur Nahon) in dieses Genre passt wie der Huf auf den Pferdefuß.
„Calvaire“ ist vollgestopft mit amüsanten Genre-Referenzen und suhlt sich geradezu im Ekel-mit-bisschen-Kotze-Flair der sich der Sodomie verschriebenen, geisteskranken Landeier. Dabei nimmt sich der solide gespielte Schocker zu keiner Zeit ernst (man achte dabei besonders auf die herrlich unecht aussehenden Stofftiere, bei denen Regisseur Du Welz bestimmt erst an einer Schnur ziehen musste, bis sie Geräusche von sich gaben), und dieses selbstironische Moment rettet den mit wenigen Mitteln produzierten Geheimtipp dann auch vor der Überflüssigkeit. Wer einen starken Magen hat und in den Genuss eines fernab des Mainstreams etwas anderen, altmodischen Backwood-Terror-Flicks kommen möchte, hat bei „Calvaire“ nicht nur einiges zu lachen, sondern wird auch mit den fast vollständig fehlenden Spannungsbogen wett machender, grenzwertiger und schön irrsinniger, verstörend inszenierter Brutalität belohnt, die angewidertes Kopfschütteln provoziert. Aber diese Reaktion ist in diesem Genre ja nicht unbedingt unerwünscht.

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Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM

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8.0Ausgezeichnet

CALVAIRE, der erste abendfüllende Spielfilm des belgischen Regisseurs Fabrice Du Welz geht den Weg der Reduzierung: Zwei Hauptcharaktere, fast keine Musik, im Fokus stehen die beiden hervorragenden Darsteller, das durchdachte Script und die herrlichen Bilder des Top-Kameramanns Beboît Debit (IRRÉVERSIBLE). So einfach kann exquisites Genre-Kino funktionieren.

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peter-noster: Mostly Movies

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8.0Ausgezeichnet

Beklemmeder und verstörender Film im Stile des 70er Jahre Terrorkinos mit religiösem Unterton.

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Kommentare (14) — Film: Calvaire - Tortur des Wahnsinns

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HxC_Moe

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich hab jetzt meine Bewertung von 4 auf 7 hochgestuft, denn ich denke dass das absolut beschissene Ende mir den Film vermiest hat. Ansonsten ist der Film nämlich Atmosphärisch verdammt gut und herrlich durchgeknallt. Schade dass Calvaire im großen und ganzen extrem sinnloses Kino ist.

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Jade

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Ab sofort werde ich nur noch Filme ausleihen auf deren Klappentext Dinge stehen wie "absolut nicht sehenswert" oder "kompletter Schrott - nicht mitnehmen" . Dann könnte die Option bestehen, dass mir der Film gefällt. Mit den Worten "Französischer Schocker" lasse ich mich in jedem Fall nicht mehr locken!

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Sheeeeep

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Wenn Sarkorzy auf dem Cover ist und der Text dabei steht passt es dann aber!


Bartel aka Faniel Dranz

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Endlich!!! Endlich wieder, eine von der Masse nicht gern gesehene, cineastische Liebesperle, die einem, Kraft ihrer Kunst, das "Hosentürle" sprengt ohne das man selbst noch Hand anlegen braucht!
Der Film handelt von einem Franzosen der seinem prolligen Heten-Dasein ein für allemal den Rücken kehren muss!
ER (Name v.d.Red. geändert) sehnt sich nach bäuerlicher Nächstenliebe a lá Hansi Hinterseher die er durch auf ARTE laufenden TV-Serien deutscher Herkunft zu kennen glaubt.
Da er kein CSU-Mitglied (im engeren Sinne) ist und Bayern strenge Einwanderungsgesetze & -auflagen auf Ausländer ausübt, sucht ER sein Glück samt seinem besten Stück, in der jungfräulich-perversen französischen Backwood-Cómmúnité. Angekommen machen IHM die allesamt aktiv männlichen Dorfproleten inklusive ihrer tierischen Leidensgenossen schnell klar, daß Sie offen für alles sind.
Aufnahmerituale a lá "Frühschoppen mit Penis im Kalbe", Sportarten wie "Saustall! Hosenstall! Überfall!", und hinterländisch-kulinarische Spezialitäten wie das "Sodom Bléu" begeistern und gefallen (nicht nur dem liberalen Rezensenten und Zuschauer) und lassen sogar allen Schauspielern (frz.:actéurs) Raum für denkwürdige, merkwürdige ja sogar menschliche Interpretationen ihrer Rollen, wie man sie seit Transforners nicht mehr gesehen hat.
Die Musikauswahl dieses (trau mich es gar nicht laut zu sagen) '"Klassikers" reicht von
"Muuuhh, steck in mir rein!" bis "Määähh, zieh in wieder raus!".
Nach dem unsittlichen Finale jedoch nimmt der Film ein jähes tragisches Ende,....da er aus ist!!!
Da hilft dem geneigten Sodomist während des Abspanns nur noch der Griff in die Hose um dieses "warme, gute Gefühl" welches bei Sichtung dieses St(r)eifen allgegenwärtig war, für noch wenigstens 5 minutés zu erhalten.
5 Minuten die für alle Liebhaber des französischen-Schwulenfilms zur Ewigkeit werden können....

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LokisSon

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein Film, der ein gepflegtes "WTF!?" ausnahmsweise wirklich verdient.
Verwundert über diverse religiöse Symbolik, verärgert über die scheinbare absolute Sinnfreiheit, amüsiert von den vielen grotestken Elementen, genervt durch die Absenz jeglicher Substanz, erfreut über einige atmosphärisch dichte Stelle, geschockt von so mancher Handlungslogik, gelangweilt von unglaublich viel Leerlauf in nicht einmal 1 1/2h, fasziniert von der überaus kruden Mischung, erinnert an Texas Chainsaw Massacre, außerhalb meiner momentanen Rezeptionsfähigkeit, gibt es diplomatische 5 Punkte!

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

BigDi

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Träum was Schönes, mwaha. :D


LokisSon

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Na gut, du hast mich überzeugt: einen Bonuspunkt für die grandiose Klavierszene ;)


horro

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Bewertung6.0Ganz gut

Belgischer Backwood-Torturer mit einer ungesunden Abartigkeit. Das ganze Treiben hier ist schon recht speziell. Wirklich viel Sinn macht das meiste davon nicht. Ein richtig guter Horrorfilm müsste eigentlich auch unterhalten, das ist leider kaum der Fall. Lange weiss man hier überhaupt nicht worauf man sich einlässt. Und dann kommen die Ereignisse in solcher Heftigkeit, dass man sie gar nicht mehr mit gesundem Verstand unterbringen kann. Auf der Suche nach einem tieferen Sinn, sind mir fast die Synapsen gerissen; aber wirklich weitergekommen bin ich nicht. Was man dem Film sicher lassen muss ist, dass er eine Weile im Gedächtnis bleibt, so toll ist das aber gar nicht. Einmal mehr die Frage, die sich mir auch schon bei Salo gestellt hat ... Kunst oder Unsinn, wie in der wahren Welt liegt auch beim Film vieles irgendwo dazwischen.

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lieber_tee

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Gibt es Menschen die Joe D'Amato Werk schätzen? Wobei, "Absurd" ist durchaus sehenswert.


lieber_tee

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Und wenn man an Abgründen des Exploitation-Trivial-Schund der Siebziger Jahre Interesse hat kommt man an ihn nicht vorbei.


Daemonik

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Bewertung7.5Sehenswert

"Tortur des Wahnsinns". Welch passender Titel. Calvaire beginnt merkwürdig, wird mit der Zeit immer bizarrer und gipfelt spätestens ab der genialen Klavier-Szene schließlich im völligen Wahnsinn. Absolut sehenswert.

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veseria

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Bewertung7.0Sehenswert

Dieser Film lässt sich mit dem Wort "SELTSAM" so gut beschreiben, wie kein anderer Film.
Eigentlich ist der Film langweilig. Die Metaebenen recht leicht zu erkennen. Doch sind es manche Szenen und die seltsame art der Inszenierung die den Film doch sehenswert machen. Gerade die letzten zwei Szenen und der Abspann sind so seltsam...so verstörend und deshalb so sehenswert.
Der Höhepunkt ist aber die "KLAVIER"-Szene. Ich verrate nichts aber wer den FIlm kennt weiß was ich meine.

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Ardacris

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Keine Ahnung...

Ein kranker und sehr spezieller Film!
Wunderbar Künstlerisch! Religiös (angehaucht)! Zynisch! Asolut Verstörend!
Wer auf sehr spezielle Filme zum nachdenken und die so unglaublich verstörend sind steht sollte diesen Film nicht verpassen^^

Und mein erster gedanke wärend und nach dem Film war "keine Ahnung" so ein großes "keine Ahnung" ich habe mich sehr schwer getan den Film überhaupt zu bewerten noch mir ein kommentar einfallen zu lassen. Der Titel passt auf jedenfall auch hervorragend,dannach war ich wahnsinnig^^

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FineCut

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Bewertung2.0Ärgerlich

Drittklassiger Schlagerfuzzi trifft im belgischen Niemandsland auf degenerierte Hinterwäldler, die im Schlagerheini die Reinkarnation von GLORIA sehen und Sodomie mit ihren Kälbern betreiben. Darauf folgt die Tortur des Wahnsinns.
Ehrlich, das war ganz großer Mist und unfreiwilliger Schenkelklopfer (es sei denn es war als Satire gemeint). Die Punkte gibt es nur wegen dem hervorragenden Hauptdarsteller.

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Kairesma

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Bewertung2.5Ärgerlich

Habe aufgrund der positiven Kritiken einen einigermaßen sinnvollen , spannenden , ja auch blutigen Backwood Film erwartet.
Naja naja.
Schön schaurige Bilder teilweise , aber das wars dann auch.
Frage mich , warum der gute Mann nicht in seinem buseigenen Bettchen schläft ,dann wäre Ihm und mir einiges erspart geblieben , nein dann lieber mitten in der Nacht einem "Bella" suchenden Irren auf einen abgelegenen Bauernhof folgen.
Zudem störte mich das dauernde Schweinegequieke und der Umstand , dass an diesem mysteriösen Ort scheinbar Nebel die durchweg gängige Wetterlage ist.
Empfand den Film aufgrund seiner fehlenden durchgängigen Handlung , fehlenden Dialogen und dann plötzlich überdrehten extatischen Kameradrehungen verbunden mit wirren Geräuschsangriffen nicht unterhaltsam und teilweise auch anstrengend.
Insgesamt zieht Calvaire im Vergleich zu Filmen wie Frontiers oder auch Sheitan den klar Kürzeren.

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xXxWantedxXx

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Eigentlich mag ich außergewöhnliche Filme, eigentlich mag ich sie sogar sehr gerne. Doch wie sagt man so schön: Außnahmen bestätigen die Regel. Für mich bildet 'Calvaire' eine solche Ausnahme. Wirklich brutal ist er zu keiner Zeit, Gewaltszenen werden meist nur angedeutet, was ja eigentlich gar nicht schlecht ist. Doch irgendwie kommt 'Calvaire' nicht richtig in die Gänge. Die ersten etwa 40 Minuten dienen als Einführung, was bei einer Gesamtlaufzeit von 88 Minuten definitiv zu lang ist. Was dann folgt ist einfach nur "strange". Hier werden Kälber vergewaltigt, dort wird wer ans Kreuz genagelt und wieder wo anders tanzen Belgier 'nen Polka. So viel dazu.

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xXxWantedxXx

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6 Punkte auseinander und trotzdem einer Meinung ;)


BustaBuzz

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es ist der abartigste film denn ich je gesehen hab. ich denke der film wird zu unrecht als kunstvoll angesehen, weswegen die kritiken hier (8.3) bei weitem zu positiv sind.ach ja und die spontane tanzeinlage fand ich beinahe fast schon zu grotesk-lächerlich, hat ein wenig die bis dahin beklemmende stimmung zerstört.


guggenheim

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Bewertung6.5Ganz gut

Irgendwo zwischen grenzdebil und grenzgenial, mutig und missmutig, gekonnt und gekotzt. Guten Gewissens kann ich den Film niemandem empfehlen, das ist zeitweise schon recht abseitig. Schweine sodomierende und krank herumtanzende belgische Hinterhinterhinterwäldler sind nicht jedermanns Sache.
Ich bin mir nicht so sicher, was ich von dem Film halten soll. Eigentlich müsste ich ihn nochmal angucken - das möchte ich aber nicht. So, 6,5 Punkte und den Deckel drauf...

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KlapTrap

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Interessant, mutig, schräg, schön, schrecklich, beklemmend, verstörend, spannend, abgefahren, dreckig, psychedelisch.....mir gehen die Vobalen aus, wenn es darum geht in Sätze zu pressen, was nur schwer in Sätze passt.
Fakt ist : Calvaire ist nach hunderttausend CHAiNSAW-MASSACRE-Klonen der erste der es richtig macht.
Alles richtig macht.
Und Klon ist eigentlich schon eine Beleidigung für diesen Film, stellt er sich auf komplett eigene Füße, aber es gibt da eine Szene, die die gedankliche Nähe zu CHAINSAW ganz klar in den Fokus rückt, zitiert und als Hommage versteht.
Genau wie in Hoopers Terrorofilm bekommen wir auch ein "nettes heimeliges" Stelldichein in gemütlichster "Famielienatmosphäre" zu sehen, und die Kamera, die Aktionen sind zeitweise identisch mit der großen Vorlage.
Das ist aber auch alles an Referenz, denn mit CAVAILRE haben wir ansonsten ein Film, der endlich mal verstanden hat, wie man sich auf Wurzeln beruft, und trotzdem dabei völlig eigen bleiben kann.
Zunächst, und wichtig : CALVAIRE ist kein Splatter und im eigentlich Sinne auch kein Torturemovie (verdammt sein die deutschen Verleihtitel-Part 16754 !).
Gewalt passiert Offscreen, und wird oft nur lückenhaft angedeutet.
Wenn sich zwei Menschen gegenüberstehen, und der eine eine Autobatterie in Händen hält, und in der nächsten Szene einer der beiden mit blutigem Kopf am Boden liegt, können wir uns denken was passiert ist - sehen tun wir es nicht.
Und dachte ich zuerst noch an mein Pech, schon wieder eine Cut-Version erwischt zu haben, straft der weitere Verlauf dem Lügen - der ganze Film nutzt dieses Stilmittel der Auslassung.
Mit überragendem Effekt.
Was weiterhin sofort auffällt : das Ausbleiben einer Score !
Dramatik wird in CALVAIRE nicht mit enervierenden Geigen gepusht, angespannte Stille nicht mit einem ins leere laufende Bassgedröhne untermauert.
Und während der Film so langsam eine suggestive, beklemmende Atmosphäre aufbaut, und in eine Richtung zu laufen scheint, die man aus hunderten von Vorgängern zu genüge kennt, passiert der gewollte Stilbruch.
Oder besser : Stilausweitung.
CALVAIRE nimmt die schizoide Stimmung aus Hoopers-Festbankettszene und weitet sie aus, auf eine gefüllte Kneipe, und erreicht damit eine Form von Surrealität auf die selbst ein Lynch neidisch wäre.
Der Film erreicht den Punkt, an dem man nicht mehr weiß ob man lachen, schreien, oder jemals seine Kinnlade wieder einklappen kann, weil das was da vor den Augen abläuft viel zu abgepfiffen, viel zu "far out" ist.
Und in dieser Form keinerlei Referenzpunkte in der Thrillergeschichte besitzt.
Deswegen ist mir CALVAIRE die hohe Punktzahl auch wert.
Nicht weil hier ein wirklich guter Terror gelungen wäre, nicht weil die Verneigung vor Hooper so brilliant war (beides stimmt) - sondern weil CALVAIRE tatsächlich mal die üblichen Versprechen der Filmindustrie einhält und "anders" ist.
"Frisch" ist.
Und einem immer dann genau übers Gemüt fährt, wenn man denkt man hat schon alles gesehen.....

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stalker

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Hat nix mit Fischen gemein, und bei Calvaire fühlte ich mich doch sehr an Barracuda erinnert, statt Backwood eben Nachbarswohnung, blöd, dass manche Filmtitel die "eigentliche" Zielgruppe oft verschrecken, schaut "Barracuda" und dankt dem stalker für den Filmtipp!!!


Marie Krolock

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Wird gemacht, Stalker! ;)


sikkmeidack

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der für Altenheime durchaus unwiderstehliche, charismatische Entertainer Marc Stevens gerät beim Tingeln um die Weihnachtszeit unglücklicherweise in die surreale Welt eines psychotischen Wirtes eines Gasthauses. In dieser Umgebung wird er sukzessive zum Opfer, der wirren Phantasien und Gewalttätigkeiten seines „Gastgebers“. Die Dorfgemeinschaft hilft da wenig, denn sie scheint auf krank-inzestiöse Weise ähnliche Schieflage zu haben, wie der Wirt Barthel – (Sodomie und kuriose Tänze mit anschließender Hatz)
Der Film bietet geniale Momente, wo einem recht komisch zu Mute wird, hier und da gruselt´s , beklemmt einen, doch zumeist mutet er an wie eine absolut wirre, groteske Posse. Der Musik-Titel im Menü und zu Beginn des Films ist allein schon großartig.
Für mich ein OFF-mainstream-Titel, dem jeder mal eine Chance geben sollte. Mir hat er gut gefallen, dieser "Leidensweg" im Rock.

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sikkmeidack

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pschhhth ;)


stalker

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So, spoiler gelöscht. Ach seufz, muss den glaub ich bald wieder sehen.


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