Captain Invincible

The Return of Captain Invincible (1982),
Laufzeit 96 Minuten, Komödie

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Captain Invincible - Bild 6878744
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von Philippe Mora, mit Alan Arkin und Christopher Lee

Der ehemalige Superheld der Nation, Captain Invincible, ist über die Jahre zum Trinker verkommen. Als der böse Mr. Midnight die Welt bedroht, rafft er sich noch einmal auf.

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Abronsius

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Bewertung7.5Sehenswert

Halfen erdachte Comic-Helden in den 30/40zigern noch fleißig Nazisäcke fiktiv zu Brei zu hauen und Kriegsanleihen zu verhökern,setzte Anfang der 50ziger Jahre der Psycho Fredric Wertham und die "Comic Code Authority"den gezeichneten Helden hart zu.Man warf ihnen vor,sie suhlen sich in unnötiger Brutalität und verherrlichen den Kommunismus.Viele Comicserien überquerten den Jordan.Einige der populärsten Helden mussten harte Veränderungen hinnehmen.
Alfred starb-Batman bekam eine Haushälterin.
Aus diesem Boden zieht"Captain Invincible"1982 äußerst fruchtbare Ideen hoch.Und weil die Ideen auch heute noch so frisch wirken,stören einige billige Pappkulissen und preiswerte Effekte nicht die Bohne. Im II Weltkrieg ein Held -wie Captain Invincibles deutsche Stukas vom Himmel holt, ist so einfach wie schreiend komisch –,ist er in der McCarthy-Ära nur noch jemand der mit Schlüpper und Rot-Front-Cape illegal den Luftraum verschandelt. Gedemütigt ätzt er sich mit Suff die Organe weg und vergisst seine Fähigkeiten. ..und die Welt vergisst ihn. Mit Jack-Kirby-Tolle und den ihm eigenen Hang zur Melancholie, macht sich Alan Arkin als versoffene Superman-Persiflage mehr als gut. Irgendwo hinter Arkins Gesichtszügen lauert immer eine Portion Tragik,die seine ungewollte Trotteligkeit nur noch witziger macht. Wie mittlerweile staatlich anerkannt, braucht jedes Überwesen einen Konterpart. Das absolute Böse,denn nur wenn der Held sich dem Schrecken stellt,kann er sich vor dem Untergang retten.
Als dämonisch-asozialer Mr. Midnight,der schon den Nazi-Hirnis diente,glänzt der große Christopher Lee-Länge 1,93m. Erst mittels geklauter Hypno-Waffe willenlose Biohaufen produzieren, um später das übliche 08/15-Ziel anzustreben,das ist der Plan.
Mal Satire,mehr Klamauk,glänzt der Film mit einer ganzen Anzahl von merkwürdigen Szenen, einmaliges Entertainment wird er aber erst durch die Gesangs-und Tanznummern. Christopher Lee schlägt hier zumindest „Invincible“ vernichtend. Im finalen Fight dient sein sonorer Bariton als treffsichere Waffe,um die Achillesferse vom Captain zu malträtieren. War ich als Kind vom Film verärgert,wird er heute als ein Werk des gehobenen Blödsinns privat gefeiert.

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