Captive

Captive (2012),
Laufzeit 120 Minuten, Drama

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6.2 Kritiker
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7 Community
17 Bewertungen
6 Kommentare

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von Brillante Mendoza, mit Isabelle Huppert und Maria Isabel Lopez

Eine französische Missionarin wird auf den Philippinen zusammen mit zwölf anderen Ausländern von Terroristen gekidnappt.


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Captive

Andreas Borcholte: Der Spiegel Andreas Borcholte: Der Spiegel

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4.0Uninteressant

Brillante Mendoza hat zu viel gewollt und nichts richtig hinbekommen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Roco De Long

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Kurz, aber treffend.


Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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7.5Sehenswert

Der philippinische Regisseur Brillante Mendoza gilt spätestens seit seinem Cannes-Erfolg "Kinatay" vor drei Jahren als ein besonderer Liebling der europäischen Festival-Cinéphilie und selbstverständlich auch des so genannten Weltkinos (siehe "The Woman in the Septic Tank"). Das Kernthema seines letzten Films greift der Regisseur nun erneut auf: Wie schon "Kinatay" kreist auch "Captive" um Gefangenschaft, Isolation und die vielen Gesichter der Gewalt. [...]

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Mr Vincent Vega

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Haha, solche Kunden saßen heute auch im Tsui Hark.


Le Samourai

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Furchtbar.



Kommentare (4) — Film: Captive

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Le Samourai

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Bewertung7.0Sehenswert

Krasses Ding.
Brillante Mendozas Anti-Unterhaltungsfilm ist ein wahnsinnig intensiv inszeniertes, dokumentarisch schilderndes, auf wahren Ereignissen beruhendes Geiseldrama, welches von seiner fantastischen HD-Bebilderung und seinem authentischen Schauspiel lebt. Die Kamera ist im ständigen Wechsel mal kraftvoll entfesselt, mal streng beherrscht, eine Meisterleistung bei mit Sicherheit zermürbenden Drehs mitten im philippinischen Dschungel.
Das Ensemble aus größtenteils Laiendarstellern, philippinischen Schauspielern und der Grande Dame Isabelle Huppert leistet durchweg überzeugende Arbeit, Höhepunkte sicherlich ihr Monolog in die Kameralinse einer Reporterin sowie die Szene gegen Ende mit Hamed, dem 12jährigen Dschihad-Krieger. Intensiver geht's nicht.
Die dargestellte Ambivalenz der Geiselnehmer weiß ebenfalls zu überzeugen, sie wirkt zu keiner Zeit aufgesetzt oder konstruiert, sondern macht den Terror und die Determiniertheit ihrer Aktionen noch unfassbarer und erschreckender.
Sicherlich keine leichte Kost, kein Film der Spaß macht, aber in jedem Fall eine brillant vorgetragene Geschichtsstunde, der man auch so manch kleinere Längen gerne verzeiht.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 22 Antworten

Roco De Long

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Oh, das ist gut! Eine extra Rubrik, da es eh nicht oft vorkommt. Kannst du das einfach so verändern? Ich kenne mich mit bloggen so sehr aus wie mit Synchronschwimmen. Nice.
PS: Warum postet MP die User-Tipps für die Oscars?? Schräg...


Le Samourai

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Hab jetzt einfach beide Texte untereinander gepostet, wie bei Tree of Life und Melancholia. Kenn mich mit Bloggen auch nur slightly besser aus wie mit Synchronschwimmen.
PS: KEINE AHNUNG! TOTAL schräg. Das schön alle Nachzügler noch tolle Konsenstipps abgeben können.


Agentin Erdbeere

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Bewertung7.0Sehenswert

„Captive“ ist ein Film, dem man vor dem Start der Berlinale zugetraut hat, dass er nicht nur ein Kandidat für den Goldenen Bären ist, sondern diesen auch gewinnen könnte. Auch ich war gespannt auf den Film und der stach bei der Vorentscheidung, welche Filme für mein 80-Euro-Budget ich mir ansehen werde, „Young Adult“ und „Haywire“ aus. Da letztere ohnehin bald im Kino laufen werden, entschied ich mich für das Geisel-Drama, das in absehbarer Zeit noch nicht in den „normalen“ Kinos laufen wird. Bereut habe ich diese Entscheidung keineswegs gestern Abend, dennoch hätte ich vielleicht weniger erwarten sollen. Es geht im Film primär darum, wie die Geiseln und auch die Entführer sich im Laufe ihres gezwungenen Zusammenlebens im philippinischen Urwald verhalten und entwickeln. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht einer französischen Entwicklungshelferin (Isabelle Huppert), die über ein Jahr in der Gewalt der muslimischen Entführer-Gruppe ist. Es entstehen beinahe so etwas wie Beziehungen zwischen Geiseln und Entführern, manchmal aus Interesse, manchmal aus Zwang. Eine wirkliche Charakterisierung gibt es nicht, man bemüht sich, Menschen unter Extremsituationen und ihre Reaktionen darauf zu zeigen. Es soll echt aussehen, anders, authentisch, möglicherweise soll man sich identifizieren mit diesen Personen. Trotzdem, und das ist der größte Negativ-Punkt: Der Film ist monoton. Nicht, dass man sich so sehr langweilt, aber er wirkt absolut gleichförmig. Positiv wiederum ist, dass der Film einen guten Einblick in die Ereignisse gibt und zwar viele Fragen zum Hintergrund aufwirft, es dennoch schafft, einen Überblick über das System, Verhältnisse und Motivationen zu geben und das tiefergehende Interesse zu wecken. So ist er zumindest informativ geworden, für alle die, die sich auf Filme einlassen können, die nicht dem üblichen Sehverhalten entsprechen.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Agentin Erdbeere

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Danke, ja, ich war hin und her gerissen, wie die genaue Punktzahl letztlich aussieht. Die 7 trifft aber letztlich meinen Gesamteindruck ganz gut. Er war nicht nur informativ, sondern hatte durchaus seine starken Momente und war zumindest so interessant, dass ich mich nicht gelangweilt habe.
Mit Sehgewohnheiten spielte ich nicht auf die Kameraführung an, sondern auf das, was landläufig als "Mainstream" identifiziert wird;-)
Zum Goldenen Bären: Im Vorfeld wurde er ja als Favorit gehandelt, mittlerweile sieht das anders aus. Wir werden sehen^^ - ach ja, "Tabu" habe ich nicht gesehen - der ist wohl so empfehlenswert!?


Roco De Long

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Klar, die Zahlen sind eh oft wenig aussagekräftig.
Also TABU hat mich jetzt nicht komplett umgehauen - wie viele der weiblichen Kolleginnen, was an einem gewissen Darsteller liegen könnte :) - aber es ist schon ein sehr poetischer, witziger und auch vielschichtiger Film. Und ungewöhnlich erzählt. Auf jeden Fall einer meiner Top 3 der Berlinale. Allerdings habe ich auch nicht sooo viele gesehen, ist mir zu stressig... OK, vom Thema abgekommen. CAPTIVE. Yo. Wie auch immer :)


Stefan Ishii

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit "Captive" hab ich endlich meinen ersten Film von Brillante Mendoza gesehen. Gekannt hab ich seinen Namen schon länger, leider hatte ich bisher nie die Gelegenheit, etwas von ihm zu sehen.

Während des Schauens von "Captive" war ich etwas zwiegespalten. Gefällt mir dieser Film eigentlich? Vieles, das gezeigt wird, entspricht nicht meiner Vorstellung von Filmkunst. Die wirkliche Wirkung entfaltete sich bei mir erst so richtig im Nachhinein als ich schon längst das Kino verlassen hab. Die Kunst des Filmes liegt irgendwo zwischen den Bildern versteckt.

Die hektische, bedrohliche Atmosphäre blieb irgendwie in mir stecken. Was mir insbesondere gefiel, war die Tatsache, dass man gegenüber jeglicher Figur und allem Geschehenen eine merkwürde Form von Ambivalenz empfand.

Noch ein paar Worte zu Isabelle Huppert, die ich als eine meiner Lieblingsschauspielerinnen bezeichnen würde. Irgendwie fand ich sie hier nur in den ruhigen Szenen wirklich überzeugend - aber in diesen genial.

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Roco De Long

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Bewertung4.0Uninteressant

Einen spannenden Geiselthriller zu inszenieren ist bestimmt schwer, ein tiefgründiges Geiseldrama zu schaffen wohl noch schwerer, beides zu kombinieren könnte man als "verdammt schwer" bezeichnen. CAPTIVE jedenfalls versucht sich an letzterem und scheitert auf ganzer Linie.
Geldgier unter dem Deckmantel des Dschihad, die physischen und psychischen Leiden in monatelanger Geiselhaft, Kritik am Versagen der Behörden: viele Fässer will Regisseur Mendoza aufmachen, aber irgendwie sind alle leer. Wie man ein so komplexes Thema derart mit dem Holzhammer bearbeiten kann, ist für mich unverständlich. Nie gibt es eine echte tiefere Auseinandersetzung mit den Wurzeln von religiösem Fanatismus, globalen Vorurteilen oder den diversen Dynamiken, die sich innerhalb einer solchen Gruppe abspielen. Aber Moment! Ich höre und lese es schon: "Der Regisseur deutet nur an. Er wertet nicht. Er überlässt die Auseinandersetzung dem Zuschauer." Das kann man natürlich machen und es kann auch funktionieren. In diesem Fall jedoch werden verschiedene Blickwinkel einfach plakativ und uninspiriert hintereinander weg erzählt. Das ist weder zurückhaltend noch intelligent, das ist einfach oberflächlich, in jeder Hinsicht langweilig und in keinster Weise berührend. Und am schlimmsten: es geht weit unter der Messlatte hindurch, die sich Mendoza selbst viel zu hoch legt.
Zwischendurch werden die Geiselnehmer zu so guten Menschen, dass selbst das Dschungelcamp mehr Konfliktpotenzial bietet. Aber das löchrige Blatt wendet sich hier sehr schnell und schwupps! - zeigen uns die Krieger wieder allerhand Klischees von Osamas phrasendreschenden Jüngern. Allahu Akbar. Die Gruppe ihrerseits bewegt sich von hier nach da, wird in den standesgemäß wackeligen und unscharfen Handkamerabildern in Counterstrike-Optik angegriffen, einige verletzten sich, sie gehen weiter. Animierte Hornissen, Ameisen und anderes Getier komplettieren diesen zähen und (filmisch) völlig wahllosen Trip.
Isabelle Huppert, die ich zu meinen Lieblingsschauspielerinnen zähle, ist auf verlorenem Posten. Bei so manchen Dialogzeilen ("Do you like Chocolate?") wirkt sogar sie wie die Laiendarsteller, die sie großenteils umgeben. Ganz selten dringt ihr Können durch, beispielsweise in Form eines Monologs, den sie in die Kamera der Geiselnehmer spricht. Generell wird jedoch keine Figur näher beleuchtet, alle wirken wie Pappkameraden. Sie kämpfen, leiden, schöpfen Hoffnung, weinen, lachen, sterben und man weiß, dass das alles schlimm ist. Wenn man sich aber dabei ertappt (und auch die Kollegen um einen herum), dass einem das irgendwann nicht nur egal ist, sondern dass man es auch unglaubhaft und lächerlich findet, dann ist echt was schief gelaufen.
Ich bitte von einigen zynischen Stellen meines Textes abzusehen, aber sie sind nur das Reslutat meiner Enttäuschung und des Gefühls der Zeitverschwendung. Filmfestivals sind Wundertüten. Aber das Gute ist, dass es nach CAPTIVE eigentlich nur besser werden kann.

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Le Samourai

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Ist mir echt ein Rätsel was du gegen den Film hast. Was für ein Anspruch an sich selbst? Sind doch toll inszenierte, spannende, authentische 120 Minuten ohne große Schwächen. Der Film ist gut. :)


Le Samourai

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... hab die Spiegelkritik gerade gelesen. Blödsinn. Offensichtlich haben die den Film nicht verstanden.


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