Carandiru

Carandiru (2003), BR/AR
Laufzeit 139 Minuten, FSK 16, Drama

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Carandiru - Bild 28994
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von Hector Babenco, mit Luiz Carlos Vasconcelos und Milton Gonçalves

In Lateinamerikas größtem Gefängnis “Carandiru” herrschen unmenschliche Zustände: Überfüllte Zellen, heruntergekommene Gebäude, Unterernährung. Krankheiten wie Tuberkulose und eine beginnende Aids-Epidemie breiten sich aus. Den Häftlingen wird weder medizinische noch soziale Hilfe zuteil – bis sich ein Arzt bereiterklärt, regelmäßige Besuche und “Sprechstunden” abzuhalten. Den neuesten Stand medizinischer Erkenntnisse gewohnt, ist er hier gezwungen, seine Patienten mit einfachsten Mitteln zu behandeln – und wird mit der Zeit mehr als ein Arzt: Er wird zum Vertrauten der Gefangenen und erfährt Hunderte von Lebensläufen und Geschichten über Verbrechen, Freundschaft und Leben – und über den von Gewalt geprägten Alltag in der Haftanstalt, der eines Tages unerwartet eskaliert: Am 2. Oktober 1992 kommen bei einem brutalen Massaker hinter den Mauern Carandirus 111 Häftlinge auf tragische Weise ums Leben!


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Kommentar — Film: Carandiru

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schon von Anfang an wird der Zuschauer in eine andere Welt entführt, die man sich schrecklicher kaum vorstellen kann. Dass die Gefängnisse in Brasilien überfüllt sind und dass Revolten zur Tagesordnung gehören, weiss jeder. Aber wie sieht das Leben in einem solchen Knast aus? Genau dies beantwortet der Film. Zudem bekommt man noch von einigen Insassen in Rückblenden erzählt, warum sie im Gefängnis sitzen.
Der wohl authentischste Gefängnisfilm den ich bis jetzt gesehen habe, denn er wirkt noch lange nach.

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