Carrie - Des Satans jüngste Tochter

Carrie (1976), US
Laufzeit 98 Minuten, FSK 18, Horrorfilm, Drama, Kinostart 22.04.1977

7.3 Kritiker
29 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.8 Community
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50 Kommentare
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von Brian de Palma, mit John Travolta und Sissy Spacek

Die kleine Carrie, die bei ihrer strengstreligiösen Mutter aufwächst, hat noch nie etwas von der weiblichen Periode gehört. So fällt sie aus allen Wolken, als sie – ausgerechnet im Sportunterricht – zum ersten Mal eine Monatsblutung bekommt. Carrie wird von ihren Mitschülerinnen verspottet, und auch von den Lehrern wird sie provoziert, was erstmals ihre telekinetischen Kräfte ausbrechen lässt. Wegen der Ereignisse im Sportunterricht darf Chris, eine Mitschülerin von Carrie, nicht zum lange ersehnten Abschlußball gehen. Daher will sie sich an Carrie und ihrem Begleiter Tommy rächen: Genau über der Mitte der Tanzfläche verstecken sie einen Eimer voller Schweineblut, der die beiden während des Balls treffen soll. Der Plan geht auf – aber Carries Rache ist schrecklich, denn je größer ihre Wut ist, desto größer sind auch ihre telekinetischen Kräfte.

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Kritiken (2) — Film: Carrie - Des Satans jüngste Tochter

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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5.0Geht so

Seit ich als Kind Stephen Kings "Carrie" las, habe ich mich immer wieder an Brian De Palmas Kinoadaption des Stoffes gewandt, in der Hoffnung, der Film würde mich ähnlich fesseln und verstören wie Kings kluger Debütroman über die entfesselten Kräfte eines jungen repressiven Mädchens. Doch ich werde einfach nicht warm mit De Palmas Manierismen, die kaum etwas vom behutsam erarbeiteten, subtilen und sorgfältigen Psychohorror der Vorlage auf die Leinwand übertragen können. Der Film findet zu keinem homogenen Tonfall, an deplatziert komische reiht er wenig wirkungsvoll erschreckende Momente. Die starken Figuren des Buches sind im Film gut bis sehr gut besetzt, aber es fehlt De Palma an charakterlichem Fokus (vielleicht, weil er mehr damit beschäftigt ist, die Kamera scharf zu stellen). Der visuelle Einfallsreichtum ist sicherlich beachtlich, und die üblichen handwerklichen Kniffe des Regisseurs sind bemüht, das in der Vorlage geradezu apokalyptische, quasi unverfilmbare Finale in zermürbende Bilder zu übersetzen. Dennoch bleibt "Carrie", zumindest für mich, nur eine schale Interpretation des psychologisch feinfühligen, brillant die Ängste junger Heranwachsender thematisierenden Romans. Und es hätte bei der Umsetzung eines derart femininen und theoretisch eine Fülle an Gender-Diskursen anstoßenden Stoffes doch einen Regisseur gebraucht, der – ohne mir den langen Kritikerbart vom vermeintlich misogynen De Palma anheften zu wollen – etwas mehr von Frauen versteht, als nur Duschszenen in Slow-Motion zu filmen.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Die einzige King-Verfilmung die besser ist als ihre Vorlage. Die großartige Besetzung und experimentierfreudige Inszenierung macht auch heute noch Spaß!

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ed.wibeau

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Und was is mit "Shining"?^^



Kommentare (48) — Film: Carrie - Des Satans jüngste Tochter

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JackoXL

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Bewertung7.0Sehenswert

Etwas angestaubt ist die Verfilmung von Stephen Kings Debutroman nach 35 Jahren schon, aber wirklich nur ein wenig. Wenn man sich heutige Horrorfilme so anschaut, dürfte "Carrie" viele jüngere Zuschauer auch nicht mehr sooo schocken, die Latte hängt inzwischen einfach recht hoch. Wobei ich damit nur die Darstellung von Gewalt meine. Was Spannungsaufbau und besonders dessen Entladung angeht, da könnte so mancher heutige Film was von lernen.
Man merkt schon, dass hier nicht irgendwer Regie führt. Brian De Palma legte in den Folgejahren einen Topfilm nach dem anderen hin, was leider seit Jahren auch nicht mehr der Fall ist. Hier zeigt er schon seine Handschrift, die auch seine späteren Hits prägte: Ein Auge für tolle Einstellungen und die sehr wirkungsvolle Inszenierung von Schlüsselszenen. Den Höhepunkt des Films (wegen Spoilergefahr nicht näher erklärt) setzt er grandios um, viel besser kann man das aus meiner Sicht nicht machen. Auch heute noch gespenstisch, eindrucksvoll und visuell beeindruckend. Ohne De Palma würde der Film wohl heute nicht mehr so present sein.
Und dann ist da ja noch Sissy Spacek, der zweite Hauptgewinn für die Produktion. Sie spielt es klasse, von der ersten Minute an als verängstigt, gedemütiges Mauerblümchen bis zur besagten Szene, in der einem bei ihren Anblick ein kalter Schauer über den Rücken läuft. Ganz große Leistung.
Trotz gewisser Abnutzungserscheinungen, "Carrie" kann auch heute noch faszinieren und durch seine Stärken beeindrucken. Allein das Finale, obwohl im Verhältniss zum Rest recht kurz gehalten, lohnt das Ansehen.

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Reload

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Muss ich mir echt mal bald ansehen, schieb den schon so lange vor mir her.


L-viz

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Bewertung2.0Ärgerlich

Eine der wenigen King-Verfilmungen bei denen nicht die Stephen-King-Atmosphäre aufkommt. Normalerweise empfinde ich diese Filme immer gleich und konnte ab einem bestimmten Punkt schon erahnen, ob es eine King-Verfilmung ist, allein anhand der Atmo. Das funktioniert so: Bis zur Mitte bin ich noch motiviert, habe Hoffnung auf einen gelungenen Film, bin interessiert. Ab der Mitte allerdings fühle ich mich sediert - kein Interesse mehr an Handlung, Charakteren und Ende. Ich hoffe dann nur, dass es schnell vorbei ist.
Dies alles kam bei "Carrie" nicht auf. Ich habe erst vor kurzem erfahren, dass der Film auf Stephen King basiert. Trotzdem die schlechte Bewertung, weil mich einerseits schon von Anfang an die Charaktere genervt haben: die religiotische Mutter, die Klasse, Carrie, der Kerl, dem der Eimer auf den Kopf fällt. Dann kommt noch hinzu, dass die Handlung - Mobbingopfer rächt sich - auch nicht so meine Tasse Tee ist.

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morlock

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nach Shining beste Stephen King-Verfilmung.

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Joeyjoejoe17

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich fand ihn einfach nur langweilig...

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MiicHii_x3

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Bewertung2.5Ärgerlich

Horrorfilm kann man das wirklich nicht nennen.
Nach den Ersten 45 Minuten war ich bereits so genervt dass es mir schwer fiel weiter zuschauen. Die Mutter von Carrie ist einfach nur abscheulich, die Lehrerin kam mir oft etwas dämlich vor und Carrie selbst ist einfach nur unsympathisch.
Die "Horrorszene" ist ein kurzer Abschnitt in einem Rest langweiligen Film.
Früher mag der Film gut gewesen sein und für damalige Verhältnisse ein echter "Schocker" (Meinung meiner Eltern), aber für die gewohnten Filme heute kein wirklicher Vergleich.

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hoffman587

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Ach ja, das waren noch Zeiten als der Horrorfilm nicht nur aus blutrünstigen Sachen bestand, sondern doch auch eher viele Elemente eines Psychodramas enthielt und ihre Mutter soll einfach nur abscheuchlich sein, ein tiefgründiger, alter Schocker, ach du meine Güte, so was gabs auch nur damals:)
Heute ist der Horrorfilm mit Perlen wie "Saw 56" und Hostel" besser dran...


MiicHii_x3

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Der begriff "Horrorfilm" ist irgendwie so weitläufig. Entweder ist er gruselig, brutal und was weiß ich noch alles. Aber der Film enthielt meiner Ansicht nach nichts, was den Eindruck eines "guten" Horrorfilms gemacht hätte.


BibbelDiBubb

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Bewertung7.5Sehenswert

Bis auf die grässlichen 70erJahre-Frisuren ein netter Film, der leider zu oft als reiner Horrorfilm missverstanden wird. "Carrie" ist zweifellos brutal und erschreckend - aber da gibt es noch ein anderes Adjektiv, um den Film zu beschreiben, und dieses Adjektiv heißt... abstrakt? Ich bin mir nicht sicher, irgendwie finde ich kein Wort, dass hier passen könnte, aber dieser Begriff trifft es schon ziemlich genau. Der Film zeigt nicht die Welt, wie sie wirklich ist. Stattdessen zeichnet er ein Ebenbild von ihr, eine nahezu identische Parallelwelt, die sich von der Wirklichkeit nur in einer Sache unterscheidet. In der cineastischen Welt, die uns "Carrie" ausmalt, wird einer unscheinbaren, verhassten Außenseiterin, wie man sie von jedem Schulhof kennt, die Chance gegeben, zurückzuschlagen. Jeder von uns kennt eine Carrie, auch wenn wir sie, nachdem wir sie aus den Augen verloren haben, rasch wieder vergessen. Ein Ventil für Agressionen, ein Boxsack, der nie widerspricht oder sich wehrt - wir sehen diese Menschen, aber wir sehen sie nicht wirklich, und es fällt uns leicht, wegzusehen, weil wir wissen, dass sie sich nie aus ihrem Schneckenhaus trauen, dass sie uns nie verletzen können.
Und dann ist da dieses Mädchen, das zu genau dieser Sorte gehört, und King und DePalma stellen in ihrem Werk eine ganz einfache Frage: Was wäre, wenn ein solcher Mensch nur einmal die Macht hätte, sich dennoch aufzulehnen? Was wäre, (O-Ton King), wenn die Welt genauso fair zu jungen Mädchen wie Carrie wäre, wie sie hart ist?
In erschreckenden Bildern und knalligen Farben sagt der Film uns die Antwort. Alles ist dort, wo es hingehört: Die höhnischen Stimmen, die gelacht haben, heben sich zu Schreien, die Schule, der Ort von Carries täglichen Demütigungen, geht in Flammen auf. Nicht jeder der Menschen, die in dieser Turnhalle ihr Leben lassen werden, ist schuldig - aber der Film will uns ja auch keine Gerechtigkeit gegenüber der Welt zeigen, sondern einzig und allein Gerechtigkeit gegenüber Carrie - ein einziges Mal Gerechtigkeit gegenüber den Carries dieser Welt. Und es ist ja nur ein Film. Letztendlich ist es nur ein Film.

Ein sehenswerter Klassiker, auch für Horrorfans, allerdings bin ich froh, das Buch, das um einiges kompromissloser und verstörender ist, zuerst gelesen zu haben.

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seven

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Super Kommentar.


morlock

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Nancy Allen hat doch tolle Haare.xD
Anders als in Robocop.


La Bardot

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Bewertung4.0Uninteressant

Lächerlich im Vergleich zum Buch. Außerdem muss ich während des Filmes immer an eine Szene aus King of Queens denken:

Doug: "Nach mir haben sie wenigstens noch keinen Horrorfilm benannt ... CARRIE !!!"

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Mr.Film

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Bewertung3.5Schwach

Erstmal bitte das Wort "Horrorfilm" aus der Genre-Angabe raus. Denn Horrormäßig war hier wohl nur Carrie's Aussehen. Hinzu kommt Carrie's fanatisch religiöse Mutter die mich unglaublich genervt hat. Achja, habe ich schon erwähnt das fast alle Nebendarsteller(vor allem die weiblichen) unglaublich übertrieben spielen? Nervig.
Dieser Film würde eher in die Schublade "Drama" reinpassen, denn hier geht es eigentlich nur darum das eine junge Frau von ihren Mitschülern und Lehrern ausgelacht wird. Klar, Mobbing ist schlimm, das kann der Film auch gut vermitteln. Drama schön und gut, aber was soll diese Schose mit den Telekinetischen Kräften? Sie lässt die Tür zu knallen. Super. Sie lässt einen Aschenbecher vom Tisch fallen. Wow. Sie lässt noch mehr Türen zu knallen.
"Carrie" hat mich einfach kaum gefesselt, die Schauspieler mich wenig überzeugt und die Geschichte war auch kein Highlight. Was ich dem Film aber zu gute sprechen kann sind die tollen musikalischen Unterstreichungen und das Finale was ich so nicht ganz erwartet habe. Inszenierungen undso waren natürlich auch nicht schlecht, aber der Film soll unterhalten und ich wurde fast durchgehend gelangweilt.

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Mr.Film

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Da gibts auch einen 2ten Teil? Ob ich mir den antu^^ Danke :)


mikkean

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War auch wesentlich kostengünstiger und schlechter konzipiert ...


patcharisma

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Neben "Schwarzer Engel" (1976) ist "Carrie" mein absoluter Lieblingsfilm von Brian DePalma. Die erste King-Verfilmung seines ersten Buches, das damals King durch einen Lokal-Zeitungsartikel zur Story inspirierte, fesselte DePalma sofort. Beeindruckt hatte ihn vorallem an der Provinz-Geschichte, dass sowohl die Haupt-Quälende (die zu Unrecht vergessene Nancy Allen) wie die Gequälte (also Sissy) sehr jung und praktisch zur selben Zeit starben und soziologisch kleinmiefig und "wohlumsorgt" aufwuchsen. King selbst war damals schwer alkoholabhängig ("I needed it in my system"), aber er schrieb völlig fanatisch und koplett mittelos an seinem ersten Überraschungserfolg und Bestseller, den die Hausfrauen für den Nachmittag im Eisen-Gitter-Ständer des Local Store als Billig-Taschenbuch kauften.

DePalma lässt hier die ineinander verwobenen Themen "Mobbing im Schulhof" und "Religions-Fanatismus als systematische Psycho-Unterdrückung und purer Terror" dramaturgisch so geschickt und auch "straight", also entgegen seines genialen Vorgängers "Obsession", "ohne Subtilität" aufeinanderprallen, dass es heute immer noch schmerzt, um es dann in einem einzigartigen, nicht endend wollenden Showdown eskalieren zu lassen, wie das vorher noch nie im Kino zu sehen war. Er kopierte sein eigens erfundenes Element dann nochmals in "Teufelskreis Alpha", was dann aber komplett in die Hose ging. Bemerkenswert ist auch die Ausstattung mit all diesen Kruzifixen und ähnlich Schauder-auslösendem Karsumpel: DePalma und seine Crew hatten sie über Wochen an Flohmärkten, in Brockenhäusern und ähnlichen staubbefallenen Orten zusammengesucht. Die Szene, als die Messer den Alt-Star Piper Laurie ("I hadn't had ages of fun of doing a movie like this one") so toll aus der Luft durchbohren ist fürs nicht computer-animierte Zeitalter, noch heute ein unglaublich grosser Effekt. Die sich immer wiederholende Symbolik der ganzen, an der oberen Grenze harten Szenen, lassen einem auch noch heute, also 35 Jahre später, immer noch tief erschaudern. Nicht mal für die eigentlich nette Lehrerin Betty Buckley gibt es Gnade, denn alle versinken schlussendlich im Gleichstrom der Heuchelei für die geplagte Carrie. Genau in der gleichen "Billig"/B-Movie-Tradition des Ganzen erfolgt dann der köstliche Splatter-Schock-Schluss - unglaublich direkt und gut!

Die psychologische Note und die brutal-böse Gesellschaftskritik des gemein geradeaus erzählten Films ist bis heute eigentlich einzigartig, Pino Donaggio's Musik ("Wenn die Gondeln Trauer tragen") hypnotisch und die visuellen Einfälle erschlagend.

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der cineast

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Schön! Meine Kritik auch gelesen?


patcharisma

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Noch nicht, machs dann grad... ;-)


der cineast

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Bewertung7.0Sehenswert

Gottgläubige sind besessen, die erste Menstruation kommt in der Dusche, eine Schülerin kann Dinge bewegen mit Gedankenkraft, ein Schulball wird zum Massaker; DePalma erzählt die Geschichte der gehänselten Carrie äußerst plakativ, aber auch unfassbar anregend, verstörend und wunderschön zugleich.

Erstaunlich geschrieben und inszenert sind auch die von King entworfenen Charaktere, sie sind in einer Sekunde hassenswert, dann wieder unglaublich liebenswürdig, keine Figur, bleibt eine Karikatur oder klischeehafte Marionette. Selbst Carrie ist Protagonist und Antagonist zugleich. Schwer umzusetzen, diese Zerrissenheit der Figuren, da weicht der Regisseur gern einmal auf platte Symbolik aus, im Grunde schafft er es aber die Geschichte spannend und stringent zu erzählen.

Was Kameramann Mario Tosi und seine Linse abliefern ist filmischer Genuss der alten Schule, er bietet nicht nur eine der schönsten Tanzszenen der Filmgeschichte, sondern bleibt nah an den Figuren, er überreizt und verstört durch seine Bilder, aber bleibt nah am Menschen. Das Konzept geht auf.

Sissy Spacek, sowie die anderen Darsteller auch, leisten erstaunliches: Sie bleibt unnahbar, hässlich, in der nächsten Sekunde aber wieder schön, fast schon lasziv. Da sieht man auch gerne mal über DePalmas Frauenbild unter Einsatz von Slowmotionduschszenen und roten sinnlichen Lippen in Großaufnahme hinweg. Der Mann hat ein absolut gestörtes Verhältnis zur Frau. Davon mal ganz abgesehen; der Film bleibt packend. Nicht zu unrecht ist dies ein Klassiker, der es sich lohnt geschaut zu werden, denn alt oder verstaubt, ist dieser Film zu keiner Sekunde.

Fazit: Audiovisuell aufregendes Drama, geschickt fotografiert, gespielt und inszeniert. Guter Horror ist schön.

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der cineast

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Ich danke dir :)


patcharisma

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Yes! ;-)


Spielberg_Fan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Carrie „ ist ein Film, der es schafft den Zuschauer schon von Anfang an zu fesseln. Zu Beginn des Films erlebt der Zuschauer eine Kamerafahrt quer durch die Umkleide einer High School. In Zeitlupen - Ästehtik springen mehr oder weniger nackte High School Mädchen munter durch den Raum, bis letztlich die Kamera halt bei Carrie ( Sissy Spacek) macht. In diesen ersten Minuten wird Carrie uns als armes, zerbrechliches Ding vorgestellt. Gehänselt von ihren fast schon diabolischen Mitschülerinnen. Hier sticht vor allem Nancy Allen als exzellentes Miststück heraus. Im verlauf des Films hat man großes Mitleid mit Carrie, schon deshalb weil ihre religiös-fanatische Mutter (klasse gespielt von Piper Laurie ) diesem armen Mädchen schreckliches antut und damit zu einem der verhasstesten Filmcharakteren wird. Wenn dann der Film auf das große Finale auf dem Schul-Abschlussball zusteuert, erlebt man erst eine relativ glückliche Carrie, die sich offenbar von der Unterdrückung ihre Mutter gelöst hat und es kaum fassen kann, dass sie mit einem der beliebtesten Jungen der Schule zu diesem Ball geht. Natürlich weiß man als Zuschauer bereits, dass ihre Mitschüler ihr auf dieser Veranstaltung nichts gutes wollen.

So kommt es zu einer der legendärsten Szenen der Filmgeschichte. Die Schweineblut-Sequenz. Als ein Eimer Schweineblut auf Carrie niederschlägt, die gerade frisch zur Abschlussball-Königen gekürt worden ist, wird das anfängliche, arme Mädchen zu einer Killermaschine. Durch ihre telekinetischen Fähigkeiten, die sie im laufe des Films auch erforscht hat, läuft sie praktisch Amok. Den Blick den Sisssy Spacek in dieser Szene aufsetzt ist so was von furchterregend. Ich hatte richtig angst. Brian De Palma setzt auch hier wieder gekonnt seinen bekannten Splittscreen ein, der dem ganzen Szenario noch die nötige Dramatik verleiht.

Somit ist „Carrie“ ein unvergesslicher Klassiker der 70er Jahre und Brian De Palmas Einstand in die Oberliga Hollywoods. Zu erwähnen sei noch, dass der Film eine der besten Kinoadaptionen eines Stephen King Romanes ist.

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cherimadame

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Bewertung4.0Uninteressant

Vorlage ist um längen besser..

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Janus Winter

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Bewertung5.0Geht so

Wieder ein Klassiker, mit dem ich nicht so viel anfangen kann. Die eindeutige Zuordnung der Figuren in Gut und Böse finde ich einfach fad. Darüber hinaus ist mir die Inszenierung viel zu behäbig und simpel. Und wozu es die Porno-Introduktion braucht, ist mir auch schleierhaft.

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veseria

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eben. es heißt ja auch kommentar und nicht kritik. Jeder kann hier schrieben was er will.^^
ach und carie ist wirklich enttäuschend! nur das ende ist toll!


JimSommer

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So ist das mit den abgewrackten Klassikern, die meisten haben ihre große Zeit gehabt ...


Teknik

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Bewertung7.0Sehenswert

Guter Film. Der deutsche Titel wundert mich ein bisschen. Dachte ich schaue einen Film über den Teufel usw. Dabei wird Carrie ja eigentlich nur durch ihre Mitmenschen zu Satans Tochter und setzt ihre telekenetischen Kräfte zur Rache ein.

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C_C

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"Dabei wird Carrie ja eigentlich nur durch ihre Mitmenschen zu Satans Tochter... "

Ja. Ist das letztlich nicht immer so? Littleton? Erfurt?

Mitmenschen sind was schönes...


Miike

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich bin kein großer King fan obgleich einige der Verfilmungen seiner Werke mich überzeugen konnten, hierzu gehört eindeutig Carrie. Dieser lebt hauptsächlich von der wirklich perfekt in die Rolle passenden Sissy Spacek, das Ende auf dem Ball ist für mich einer der erinnernstwertesten Filmmomente. Die weit aufgerissenen Augen, dazu der zierliche Körper der in Blut getaucht ist, untermalt mit einem unglaublich dichten atmossphärischem Soundtrack, entfesselt sich ein wahres Feuerwerk (den wollt ich mir jetzt geben) Das der Film mehr Drama als Horrorfilm ist wurde glaube ich schon oft genug erwähnt. Besonders die Kritik am religiösen Fanatismus hat mir gut gefallen. Einer der besten von Palma.

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fabel

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Bewertung7.5Sehenswert

„Ich will versuchen ein ganz normaler Mensch zu sein, bevor es zu spät ist.“

Nein, hier rede nicht ich. Hier spricht Carrie zu ihrer Mutter und hofft, dass sie Ja sagt zum Abschlussball. Carries Chance endlich mal wahrgenommen zu werden in der Welt.
In der Schule tanzen die Frauen nicht nur in knappen Höschen im Sportunterricht herum. Oben drauf machen sie Carrie das Leben zu einer wirklichen Hölle. Kein Tag vergeht
ohne Getuschel und ohne verachtende Blicke. Kein Tag vergeht, ohne dass Carrie sich auf einen anderen Stern wünscht um sich weg zu beamen von dem ganzen seelischen Schmerz, der ihr zugefügt wird. Doch wer jetzt denkt: „Hey, sie kann doch nach Hause. Dort wartet doch eine fürsorgliche Mutter,“, der hat sich geirrt. Zuhause wartet das nächste Unheil. Ihre Mutter, ihrerseits verfolgt von einem gigantischen religiösen Wahn. Ihre Mutter scheint des Teufels rechte Hand auf Erden zu sein und hinter ihrer menschlichen Fassade befindet sich ein bestialisches Inneres, welches sie plagt und verfolgt.
Carries Leben gleicht einer Einbahnstraße, die nur geradewegs in den Abgrund führt. Ein Entrinnen ist nicht möglich. Oder doch ?

Diese Reise samt Intrigen, Annäherungsversuchen und zerschlagenen Träumen und Wünsche entpuppt sich nach und nach als knallharter Psychenhorror und entfernt sich immer mehr vom scheinbaren Genre des Außenseiterdramas. Der Umgang mit Carrie tut einem in der Seele weh und schmerzt mit zunehmender Dauer immer mehr. Das ist kein normales Drama mehr. Nein, ihr verkorkstes, aussichtsloses Leben ist wirklich Horror. Undzwar von der schlimmsten Sorte. Nicht hoppelt wie heutzutage üblich die Vergangenheitsform von „See“ durch die Gegend und singt dabei „Ich will doch nur spielen“. Es ist der geistige Horror, die geistige Zertrümmerung der Carrie die mich fasziniert, schockt, fesselt, erfreut um im nächsten Augenblick mich wieder traurig zu machen. Das ist kein greifbarer Horrorschmarn mit Axtkillern oder hüpfenden Irgendwas aus dem Schrank. Nein- das ist die schmerzvolle Erkenntnis, dass nicht jeder das Leben bekommt was man eigentlich verdient hat. Die Erkenntnis, dass nicht jeder sich frei entfalten kann. Dass nicht jeder überhaupt eine Chance auf ein Leben hat. Denn Carries Dasein ist kein Leben mehr, dass ist einfach nur noch ein Schrecken. Ein schwarzes Loch.

Weil vor allem Sissy Spacek als Carrie unmenschlich gut aufspielt und am Ende sich die Spannung bis ins schier Unmermessliche steigert, kann ich dem Film auch gerne ein paar kleinere Längen verzeihen und auch handwerklich wird es am Ende nochmal richtig, richtig klasse.
Somit bleibt mir nun am Ende nicht mehr übrig als zu hoffen, dass ich den Leuten, die Carries Niedergang noch nicht beiwohnen durften, hiermit ein wenig Lust gemacht habe sich diesen ziemlich sehenswerten Streifen mal einmal anzugucken.
Für den Rest kann ich dann nur noch hoffen, dass Carries Mutter euch nicht überfällt und die bösen, gruseligen Kräfte der Carrie euch in Frieden lassen. Wenn ihr nicht verschont bleibt - selber Schuld.

Eine Empfehlung ?- Und wie !

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fabel

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Das freut mich, danke. :)


philopee

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Ziemlich zynisch fabel! (Deine letzte Antwort, der arme Hitti)


cannibal83

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Bewertung7.5Sehenswert

Spoiler!

Die erste Stunde ist im Grunde nicht mehr als ein relativ dämlicher Teenie-Film mit reichlich unrealistischen Charakteren und einigen schwachbrüstigen Horroranleihen. Beim Abschlussball entfaltet "Carrie" dann jedoch seine ganze Klasse.

Schlichtweg genial wie de Palma die "Schweineblut-Szene" bis ins letzte Detail auskostet und mit den Gefühlen des Zuschauers spielt. Im Bewusstsein das sie gleich in Blut getränkt wird, empfindet man richtig Mitleid für die lächelnde Carrie auf ihrem Weg zur Ballkönigin, nur um später erschrocken zurückzubleiben wenn das blasse Mädchen alle Gäste zur Strecke bringt und die ganze Halle niederbrennt. Die experimentelle Inszenierung inklusive Splitscreen verstärken das Bild des totalen Wahnsinn's dieser Szene und tragen viel zur Eigenständigkeit des Streifens bei. Auch das End-Duell mit der Mutter ist nochmals ein absoluter Höhepunkt, nicht nur aus Sicht der Spannung sondern weil hier auch die Story recht klug zusammengeführt wird.

Wirklich schade das der Film einen so schwachen Auftakt und Mittelteil hat, denn der letzte Teil ist klasse, klasse und nochmals klasse! Und deswegen ist die blutverschmierte Carrie auch unbedingt sehenswert!

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Hendrik

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Bewertung3.5Schwach

Sorry, aber mir war dieser Film einfach zu heftig - und damit meine ich nicht die entfesselte Carrie auf dem Schulball, sondern das meiste, was vorher passiert ist.

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patcharisma

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Explain, Hendrik! ;-)


ComicFan

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Bewertung9.5Herausragend

Obwohl ich mich nicht wirklich (garnicht) gegruselt habe, gafällt mir "Carrie" als
tragisches Mystic-Drama. Sowohl schauspielerisch als auch technisch hat der Film so einiges zu bieten. Die Kameraführung ist sehr gut und harmoniert toll mit den Emotionen der jeweiligen Szenen.
Die Geschichte ist echt gut, ist ja auch vom King.
Besonders Sissy Spacek überzeugt als gemobbte Mauerblume, aber auch John Travolta als blöder Dreckskerl.
Der Film ist die ganze Zeit spannend und verliert nicht an Intelligenz. Dafür das der Film schon ein alter Sack ist wirkt er doch sehr modern. Ich hab echt Mitleid mit Carrie.

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baser

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Film hat mich kalt gelassen. Das Ende ist grafisch zwar opulent, wirkt aber aufgesetzt, symbolüberfrachtet und effekthascherisch. Vielleicht aber auch einfach nicht mein Genre.

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