[...]Entgegen einiger Logiklöcher, so nimmt man es Tom Wilkinson als Onkel Howard nicht wirklich ab, dass ein offensichtlich in finstere Machenschaften verwickelter Geschäftsmann keine ‚professionelle‘ Hilfe zur Beseitigung seines ‚Problems‘ anzuheuern weiß, entwickelt sich ein starkes Psychogramm. Ewan McGregor steigert seinen Ian in eine beinahe dämonische Skrupellosigkeit, Colin Farrell driftet überzeugend in Depression und Wahn ab (wenn auch manchmal etwas arg weinerlich).[...]"Cassandras Traum" ist also vor allem als ansehnlich ausgearbeitetes und dargestelltes Charakterstück zu empfehlen, dem es streckenweise an erzählerischem Einfallsreichtum mangelt. Ein im wohlwollendsten Sinne 'guter' Film, was eben auch wenn (und weil!) der Regisseur Woody Allen heißt, genügt.[...]
Das Drehbuch von Allen setzt nicht wirklich auf Spannung, sondern richtet seinen Blick vielmehr auf die psychologischen Auswirkungen. Die Brüder gehen nämlich ganz unterschiedlich mit der Situation um. Herrlich ist die Rationalisierung von Ian: «If we we're in the army, we'd be expected to kill strangers everyday to profit men who are up to here in corruption.» Wenn sie in der Armee wären, würde von ihnen erwartet, dass sie jeden Tag fremde Menschen ermorden, um Männer zu bereichern, die bis über den Kopf in Korruption stecken. Was ist da schon ein kleiner Mord für einen reichen Verwandten, der sich in einer Notlage befindet.
Im letzten Film seiner britischen Trilogie - „Match Point“ und „Scoop“ - ließe sich „Schuld und Sühne“ erwähnen. Auch die „Brüder Karamasow“ könnten als Zitatwissen eingefügt werden, um die Leere dieses Woody Allen zu überbrücken. Die Idee ist klar, das Drama kleiner, armer Leutchen soll dargebracht werden, als hätte es klassische Größe. Deshalb Cassandra. Deren Traum, oder korrekter: der Traum von ihr erzählt eigentlich eine kleine Geschichte von der großen Gier. Zwar mit besten Zutaten aufgefrischt, doch die Mischung stimmt vorne und hinten nicht. Wahrscheinlich ist Allen nicht der richtige für so ein Drama kleiner Leute. Dafür gibt es in Finnland Aki Kaurismäki und in Großbritannien Ken Loach. Dessen Working Class Heros berühren nicht nur mehr, sich lassen sogar mehr lachen als Woody Allen.
Nach dem Misserfolg von „Cassandras Traum“ in den USA hatte der deutsche Verleih schon erwogen, den Streifen nur auf DVD zu starten.
Schön, dass er es sich doch noch anders überlegt hat, überrascht das Werk doch wie Allens jüngste Krimis „Match Point“ und „Scoop“ mit unvorhersehbaren, hoch spannenden Wendungen, wobei der düstere Soundtrack von Phil Glass eine Klasse für sich ist.
In den letzten Jahren verstand es Woody Allen durchaus, wie man einen intelligenten Thrillerplot geschickt mit einer Prise Humor verbindet und sogar noch einen Fokus auf das Zwischenmenschliche legt. Dabei favorisierte Allen London stets als zentrales setting, samt seiner Oberschicht. Dass es laut Allen gerade hier zu vielen Krimis kommt, spricht für sich. Cassandra's Dream setzt die Tradition fort, jedoch mit einem kleinen aber feinen Unterschied: Allen konzentriert sich dieses Mal nicht auf die oberen Zehntausend, sondern auf zwei Brüder, die charakterlich zwar unterschiedlicher nicht sein könnten, im Kern aber beide gleich sind. Sie stammen nämlich nicht aus der Oberschicht, sondern aus dem normalen Gutbürgertum, der Mittelschicht. Der eine ist erfolgloser Restaurantspekulant, der anderer bodenständiger Automechaniker. Ian (Ewan McGregor) und Terry (Colin Farrell) komplettieren sich dabei perfekt: Während der eine die Autos seiner Kunden zum Gepose seines Bruders dazusteuert, unterstützt der ihn wiederum mit kleinen Finanzspritzen um dessen Schattenseite, das Glücksspiel, zu fördern - denn sie beide hoffen eines Tages auf den Jackpot, eines Tages muss er ja einfach kommen!
[...] Rührend ist's zwar, dass Allen hier zwei Sunny Boys ins Verderben rennen lässt, und hübsch anzusehen ebenso, immerhin geben McGregor und Farrell ein schniekes Brüderpärchen ab, dem man nur alles Beste wünschen kann. Aber der Film interessiert sich nicht die Spur für sie, und so ist es auch egal, ob sie den Coup über die Runden bringen, unbeschadet überstehen und mit reiner Weste aus der Sache herauskommen werden. "Cassandra’s Dream" ist ein ziemlich tristes, unausgegorenes Thriller-Drama, das unbeholfen, staksig und kraftlos von Menschen und Lebensstilen erzählt, zu denen es nicht nur keinen Zugang findet, sondern von denen es auch keine wirkliche Ahnung zu haben scheint. Man könnte den Film als das unenglischste bezeichnen, was englische Schauspieler vor englischen Kulissen so hinbekom- men können, inszeniert von einem ewigen Plappermaul, das mit seinen Arbeiten seit Dekaden nichts Handfestes mehr anzubieten hat. [...]
Das Ergebnis ist ein durchaus origineller Allen-Film, der Fans und Kenner zwar nicht überraschen wird, und auch qualitativ nicht an Allens beste Filme heranreicht. Aber den Kinobesuch lohnen die bösen Taten der Baine-Brüder in jedem Fall.
Woody Allen und die griechischen Mythologie. Diesmal muss die arme Cassandra, die er schon in "Mighty Aphrodite" für einen netten Kalauer nutzte - für seine dramatische Gier-Sühne-Story mit Akropolis-Background herhalten. Zweifelte ich zu Beginn am Cast von Farrell und McGregor, war ich gegen Ende von ihrer Arbeit restlos überzeugt. Die Darstellung der beiden Mittelklasse-Briten, die ihren heuchlerischen Traum leben und dabei das unüberörbare Schreien Kassandras erwartungsgemäß ignorieren, dafür schlussendlich bestraft werden, ist überragend und wird nur durch den vermeintlichen Deus Ex Machina-Auftritt von Tom Wilkinson mit seiner unübertrefflichen Leinwandpräsenz überschattet. Allen gelingt mit der Offenbarung Wilkinsons im strömenden Regen eine Szene, deren Druckkulisse an Intensität nur schwer zu überbieten ist. Man kann fast den Herzschlag der patschnassen Protagonisten hören. Gleichwertig sind die intimen Momente auf dem "Nomen est Omen"-Segelboot "Cassandra`s Dream". Der Rückzugsraum der Brüder, ein symbolischer Elfenbeinturm der Glückseligkeit, der auf Lug und Betrug fußt und zu ihrem Verhängnis wird. Eigentlich kann man Constantin Film nur danken, dass "Cassandras Traum" nach so vielen Monaten doch noch den Weg in die deutschen Kinos gefunden hat. Allens Film, der den Abschluss seiner London-Trilogie bildet, sollte zuerst nur auf Video/DVD erscheinen. Denn der mittlerweile 72-Jährige zeigt mit einem überzeugenden Skript und seiner trockenen Inszenierung, geradlinig und in ihrer direkten Art an junge Klassiker wie "In the bedroom" erinnernd, in dem ebenfall Tom Wilkinson brilliert, einen Überlebenskampf der Darwin anklingen lässt sowie auf ethische Grundfragen trifft - Existentialismus, eben - und knüpft somit an eines seiner Grundthemen an, das er bereits Mitte der 1980er Jahre in "Verbrechen und andere Kleinigkeiten" thematisierte. Beeindruckend.
Fantastische Schauspielerleistung, besonders unerwartet vom Herrn Farrell, der einen schönen schottischen Akzent hinbekommt und der den Konflikt, in dem er steckt, förmlich ausschwitzt! Sehr empfehlenswert!
Was Farrell hier spielt, ist oberste Liga. Er trägt mit seiner Darstellung den gesamten Film, der, zugegeben, etwas behäbig daher kommt. McGregor ist wie meistens austauschbar, aber die Nebenrollen sind ebenfalls erstklassig besetzt. Ein altmodischer Krimi, in dem Woody Allens Handschrift höchstens in manch gewitztem Dialog noch durchschimmert.
Schade, daß Woody Allen es diesmal nicht schafft, die Charaktere so zu inszenieren, daß man in sie "hineinkriechen" kann. McGregor und Farrell sind mit ihrer blassen Darstellung enttäuschend und somit kann sich der Spannungsbogen nur mühsam aufbauen. Alles zu durchschaubar.
Daß die ganze Geschichte bricht, als der Onkel Howard auftaucht ist leider schon vorher klar, und die Aufgabe und die Folgen sind daraufhin schon sehr absehbar und macht den Film mit seinem relativ schwachen und zu kurz kommenden Ende sehr mittelmässig, da hätte man einen großartigen Film draus machen können.
"After all I've done for you, it should be automatic. Family is family! Blood is blood! You don't ask a question! You protect your own."
Wir alle träumen von Ansehen und Wohlhaben. Die Frage, welche sich viele stellen: Bin ich bereit dafür meine Freizeit, meine Freunde und meine Geliebten aufzugeben? Woody Allen geht in "Cassandras Traum" noch einen Schritt weiter. Er erzählt von zwei Brüdern, die für das "gute" Leben die Grenzen der Menschlichkeit überschreiten und ethische Tabus brechen. Diese Konstellation entwickelt sich soweit, bis sie in einen Auftragsmord gipfeln soll.
Woody Allen geht diese Story mit sehr viel Feingefühl an. Die Darsteller, allen voran Ewan McGregor, Colin Farrell und Tom Wilkinson, spielen sehr authentisch. Die Inszenierung ist trocken und düster und wird von biederem Humor begleitet. Immer wieder schafft Allen durch das grandiose Zusammenspiel von Musik, Bild und Mimiken der Darsteller eine sehr spannende Atmosphäre. Bis zum allen entscheidenden Twist bleibt der Film neuartig und kurzweilig. Dann jedoch schlägt er eine komplett andere Richtung ein. Allen beginnt die Psyche seiner Figuren zu erkunden. Dabei bietet er zahlreiche Facetten, nur driftet das ganze Geschehen ab diesem Zeitpunkt leider in altbekannte, genre-typische Muster ab. Das ist zwar alles schön geschauspielert, nur beginnt Farrells weinerliche Miene auf Zeit zu stören. Die letzte halbe Stunde wird langatmig, das Ende kommt nicht überraschend. Das ist nach dem vielversprechenden Anfang sehr dürftig und enttäuschend.
Eine brillante Idee, eine starke erste Stunde, die Settings machen Spass, die eingefangene Stimmung ist einmalig, nur hetzt Allen planlos auf die finale Pointe zu. "Cassandras Traum" hätte locker noch eine halbe Stunde Laufzeit mehr vertragen. Das Resultat ist einer seiner schwächeren Filme. Aufgrund der sympathischen Darsteller und der gelungenen Umsetzung bleibt dennoch ein sehr solides Thriller-Drama mit kritischem Unterton. Für Allen-Fans auf alle Fälle eine Sichtung wert.
Simples aber unterhaltsames Allen-Kino. Dieses Mal geht es nicht vordergründig um Liebe, sondern mehr um Familie, Heuchler, Depression, Mord, was aber rund herum mit einer eher distanzierten und lockeren Atmosphäre ironisch beschrieben wird. So sieht man sich die Motive zuzüglich Allens Kritik an, darf aber keinen sonderlich emotionalen Film erwarten. Macht aber auch nichts, da man dafür das tolle Duo Ewan McGregor / Colin Farrell bewundern darf, die beide ihre sehr gegensätzlichen Rollen meistern. Ewan darf mehr den lockeren Schein-Playboy raushängen lassen und Farrell brilliert mit seiner unsicheren Loser Art und ist derjenige der beiden, der hier seine Skrupel immer wieder anmerkt.
Alles in allem kann man nur sagen, dass "Cassandras Traum" zwar nicht der emotionalste und tiefgründigste Woody Allen Film ist, aber dennoch durchweg solide unterhält und das darf man sich ja auch mal geben.
Mit großem Abstand der schwächste Woody Allen Film. Bin teilweise schockiert ob des hanebüchenen Drehbuches. Selbst die schauspielerischen Leistungen lassen zu wünschen übrig. Besonders Colin Farrell spielt am Rande des Unerträglichen. Gerade für Woody Allen Fans nicht zu empfehlen...für alle anderen halt: Geht so!
"cassandras traum" ist durchgehend langweilig. nachdem nach 20 minuten nun immer noch nichts großartiges passiert ist, soll nun ein großes ereignis stattfinden. doch selbst dass lässt keinerlei spannung aufkommen. das ausführen eines mordes zieht sich ewig in die länge, der zuschauer fragt sich, ob das ereignis jemals stattfinden würde. farell nervt durchgehend durch sein gejammer und nicht mal mcgregor war sympathisch. der moralische unterton ist nur ein beigeschmack, aber im großen und ganzen sagt der film nicht viel aus. nicht mal das ende kam überraschend. 104 langweilige minuten, die man wirklich besser hätte nutzen können.
" ... lass es uns so menschlich wie möglich tun ... !! " ;D ^^
Mit großartigen und schwarzhumorigen Dialogen wie diesem Zitat hier inszenierte Woody Allen ein glänzendes Krimi-Drama, dass mit moralischen Untertönen, einer Prise bitterschwarzem Humor und einem Klasse-Soundtrack unterlegt ist !!
Aber allein schon das wunderbare Zusammenspiel der einfach großartig agierenden Hauptakteure Colin Farrell (.. herrlich selbstbemitleidend und fast genauso stark wie in "Brügge" !!) und Ewan McGregor (.. klasse als Snob in Spee .. !!) macht diese bitterböse Krimi-Farce besonders sehenswert !!
Ein würdiger Abschluss Woody Allens GB-Trilogie (Match Point/Scoop) !!
Fazit: Eine kleine, bitterböse Krimi-Perle !! Stark gespielt !! Großartig !!
Ich habe irgendwo mal gelesen der Film wär eine mittelmäßige Kopie von irgend 'nem anderen Flick. Tja hab' ich leider nicht gesehen. Mal davon abgesehen habe ich nichts gegen Wiederholungen bis zu einem gewissen Maß. Mal davon abgesehen habe ich nichts gegen Wiederholungen bis......schon gut, nicht lustig! Schön gespielt, und mit pessimistischen Ambitionen zeigt uns "Cassandras Traum" wie zerbrechlich unsere Moral sein kann. Eine wahrhaft traurige Geschichte über Reichtum und der Schuldenfalle, welche zwei verzweifelte Brüder auf den Abgrund zu treibt.
Einfach unfassbar spannend.
Dieser Film zeigt die Abgründe des Lebens. Zwei Brüder, die eigentlich nur das wollen, was alle wollen: etwas erreichen. Aber dieses Streben führt sie auf die schiefe Bahn.
Die Musik ist wahnsinnig gut eingesetzt worden, Vor allem Colin Farrell glänzt in seiner Rolle als Terry
Unglaublich dramatisch, einzigartige Darstellung der Psyche des Menschen. Leute, die sich Fragen, ob sie jemals jemanden umbringen könnten, finden hier ihre Antwort, sofern sie sich mit den Charaktern vergleichen können.
Woody Allen, super gemacht!
Enttäuschend lahmarschiger und vorhersehbarer Film, zu routiniert in Szene gesetzt, ohne den Allen'schen Biss im Dialog. Obwohl ich Colin Farrell nicht ausstehen kann, könnte man hier auf den Geschmack kommen...
Simples, aber hervorragend gespieltes kammerspielähnliches Drama aus Woody Allens britischer Trilogie. Colin Farrell und Ewan McGregor machen den Film sehenswert.
Der Titel klingt seltsam, konnte mir darunter auch nichts vorstellen aber der Cast und die Regie war vielversprechend:
Collin Farell ("Alexander", "Miami Vice"), Ewan McGregor ("Star Wars: Episode 1-3", "Die Insel") und Woody Allen ("Was Sie schon immer über Sex wissen wollten", "Matchpoint") der wie ueblich auch das Drehbuch schrieb.
Ohne zu wissen worum es ueberhaupt geht, bin ich einfach mal in die Spaetvorstellung dieses Arthouse-Streifens am sonntagabend und hab ihn mir angeschaut! Bin, vielleicht auch, weil keine Erwartungen an den Film, positiv uebberrascht worden!
Die Story ist recht simpel gehalten aber durchaus gut inszeniert: Zwei Brueder, eben gespielt von o.g. Schauspielern, aus aermeren Verhaeltnissen sollen ihrem reichen Onkel aus Californien einen Gefallen machen, der nicht schwerer fuer die beiden bodenstaendigen Londoner haette sein koennen. Trotz Unsicherheit, Kopfzerbrechen und Angst erledigen sie Onkels Aufgabe. Schliesslich waescht eine Hand die andere!
Hier liegt meiner Meinung nach auch die Botschaft des Film: Enger Zusammenhalt der Familie fuer das ganze Leben wichtig und auch notwendig, ebenso noch als Anhaengsel die Sache bezgl. des Themas das jeder Mensch "kaeuflich" ist. Zu viel moecht ich nicht verraten, da de Plot eventuell vohersehbar ist, aber totzdem ueberraschend wirkt - da es naemlich nicht wirklich ein "Happy-End" gibt!
Definitiv lebt diese "kleine" Produktion von den zwei Hollywood-Stars, die Ihre Sache sehr gut machen. Insgesamt faellt die komplette Darsteller-Crew nicht schlecht auf. Der Einzige, der aber meiner Meinung nach garnicht fuer die Rolle gemacht ist bzw. fehlplatziert wirkt ist "Onkel Howard", gespielt von Tom Wilkinson.
Ansich gefaellt der sehr ruhig und langsam erzaehlte Krimi, muss sich aber ganz klar hinter "Matchpoint" einreihen!
Soweit ich weiß, ist "Cassandra's Dream" der dritte (Matchpoint, Scoop, als Vorreiter) und letzte "London-Film" von Allen! Anschliessend geht es nun mit "Vicky Cristina Barcelona" im Dezember weiter. Schauplatz, wie es der Titel schon anspricht: Barcelona. Unter anderen Penelope Cruz und Scarlett Johansson in den Hauptrollen.
Allein vom Titel her, habe ich mir von diesem Film wenig erwartet. Doch ich war sehr überrascht was Woody Allen aus diesem Film gemacht hat.
Die Auswahl der Schauspieler war hervorragend, Colin Farrell und Ewan McGregor lieferten eine Klasse Leistung ab und überzeugten als Brüderpaar.
Die Aufnahmen der teils blühenden Landschaften brachten einen gewissten Flair in diesen Film welcher sonst in nur wenigen Szenen wieder verflog.
Klasse Film mit ein wenig Schwächen.
Für einen Woody Allen ein leicht unterdurchschnittliches Werk, was natürlich immer noch vergleichweise großartiges Kino bedeutet. Auch die meisten Schauspieler sind eine Kinokarte wert, mit der üblichen Ausnahme von Colin Farrell, der bei der Kritik diesmal unverdient ein bisschen besser wegkommt, weil es ausnahmsweise zur Rolle passt, dass er nervt.
Cassandras Träume sind nicht die schönsten, bleiben sie doch voller Unglück und Tragik. Beide Brüder verlieren sich in ihrer Abhängigkeit und lassen sich verleiten von der großen Verlockung, dem Ausweg, dem Ruhm. Unausweichlich steuern sie ihrer vermeintlich ausweglosen Situation entgegen, ohne auf sich selbst zu hören.
Allen inszeniert sein Drama mit sehr viel Ruhe und einem feinen Gespür für die zwischenmenschlichen Beziehungen seiner Charaktere. Die Begegnungen sind dezent in ihrer Leidenschaftlichkeit und impulsiv zugleich. Sein Werk bleibt aber klassisch und zwängt sich in ein sehr enges Korsett eines Theaterstücks. Insbesondere die Kameraarbeit nimmt dadurch zu oft den Glanz, zu oft die Intensität der Szenen.
Dennoch erlebt der Zuschauer eine hervorragende schauspielerische Leistung aller Darsteller. Mit einem Sonderlob kommt dabei überraschend Colin Farrell davon.
CAssandras Traum vereint klasse Schauspieler in einem würdigen Rahmen, dem leider bewusst die großen Bilder fehlen, verschenkt in meinen Augen. (Trotzdem für einen Filmabend im kleinen Kino um die Ecke ;-) zu empfehlen)
Cassandras Traum - Kritik
US 2007 Laufzeit 108 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 05.06.2008
Kritiken (10) — Film: Cassandras Traum
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Entgegen einiger Logiklöcher, so nimmt man es Tom Wilkinson als Onkel Howard nicht wirklich ab, dass ein offensichtlich in finstere Machenschaften verwickelter Geschäftsmann keine ‚professionelle‘ Hilfe zur Beseitigung seines ‚Problems‘ anzuheuern weiß, entwickelt sich ein starkes Psychogramm. Ewan McGregor steigert seinen Ian in eine beinahe dämonische Skrupellosigkeit, Colin Farrell driftet überzeugend in Depression und Wahn ab (wenn auch manchmal etwas arg weinerlich).[...]"Cassandras Traum" ist also vor allem als ansehnlich ausgearbeitetes und dargestelltes Charakterstück zu empfehlen, dem es streckenweise an erzählerischem Einfallsreichtum mangelt. Ein im wohlwollendsten Sinne 'guter' Film, was eben auch wenn (und weil!) der Regisseur Woody Allen heißt, genügt.[...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenDas Drehbuch von Allen setzt nicht wirklich auf Spannung, sondern richtet seinen Blick vielmehr auf die psychologischen Auswirkungen. Die Brüder gehen nämlich ganz unterschiedlich mit der Situation um. Herrlich ist die Rationalisierung von Ian: «If we we're in the army, we'd be expected to kill strangers everyday to profit men who are up to here in corruption.» Wenn sie in der Armee wären, würde von ihnen erwartet, dass sie jeden Tag fremde Menschen ermorden, um Männer zu bereichern, die bis über den Kopf in Korruption stecken. Was ist da schon ein kleiner Mord für einen reichen Verwandten, der sich in einer Notlage befindet.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenIm letzten Film seiner britischen Trilogie - „Match Point“ und „Scoop“ - ließe sich „Schuld und Sühne“ erwähnen. Auch die „Brüder Karamasow“ könnten als Zitatwissen eingefügt werden, um die Leere dieses Woody Allen zu überbrücken. Die Idee ist klar, das Drama kleiner, armer Leutchen soll dargebracht werden, als hätte es klassische Größe. Deshalb Cassandra. Deren Traum, oder korrekter: der Traum von ihr erzählt eigentlich eine kleine Geschichte von der großen Gier. Zwar mit besten Zutaten aufgefrischt, doch die Mischung stimmt vorne und hinten nicht. Wahrscheinlich ist Allen nicht der richtige für so ein Drama kleiner Leute. Dafür gibt es in Finnland Aki Kaurismäki und in Großbritannien Ken Loach. Dessen Working Class Heros berühren nicht nur mehr, sich lassen sogar mehr lachen als Woody Allen.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenNach dem Misserfolg von „Cassandras Traum“ in den USA hatte der deutsche Verleih schon erwogen, den Streifen nur auf DVD zu starten.
Schön, dass er es sich doch noch anders überlegt hat, überrascht das Werk doch wie Allens jüngste Krimis „Match Point“ und „Scoop“ mit unvorhersehbaren, hoch spannenden Wendungen, wobei der düstere Soundtrack von Phil Glass eine Klasse für sich ist.
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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...
Kommentar löschenIn den letzten Jahren verstand es Woody Allen durchaus, wie man einen intelligenten Thrillerplot geschickt mit einer Prise Humor verbindet und sogar noch einen Fokus auf das Zwischenmenschliche legt. Dabei favorisierte Allen London stets als zentrales setting, samt seiner Oberschicht. Dass es laut Allen gerade hier zu vielen Krimis kommt, spricht für sich. Cassandra's Dream setzt die Tradition fort, jedoch mit einem kleinen aber feinen Unterschied: Allen konzentriert sich dieses Mal nicht auf die oberen Zehntausend, sondern auf zwei Brüder, die charakterlich zwar unterschiedlicher nicht sein könnten, im Kern aber beide gleich sind. Sie stammen nämlich nicht aus der Oberschicht, sondern aus dem normalen Gutbürgertum, der Mittelschicht. Der eine ist erfolgloser Restaurantspekulant, der anderer bodenständiger Automechaniker. Ian (Ewan McGregor) und Terry (Colin Farrell) komplettieren sich dabei perfekt: Während der eine die Autos seiner Kunden zum Gepose seines Bruders dazusteuert, unterstützt der ihn wiederum mit kleinen Finanzspritzen um dessen Schattenseite, das Glücksspiel, zu fördern - denn sie beide hoffen eines Tages auf den Jackpot, eines Tages muss er ja einfach kommen!
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Rührend ist's zwar, dass Allen hier zwei Sunny Boys ins Verderben rennen lässt, und hübsch anzusehen ebenso, immerhin geben McGregor und Farrell ein schniekes Brüderpärchen ab, dem man nur alles Beste wünschen kann. Aber der Film interessiert sich nicht die Spur für sie, und so ist es auch egal, ob sie den Coup über die Runden bringen, unbeschadet überstehen und mit reiner Weste aus der Sache herauskommen werden. "Cassandra’s Dream" ist ein ziemlich tristes, unausgegorenes Thriller-Drama, das unbeholfen, staksig und kraftlos von Menschen und Lebensstilen erzählt, zu denen es nicht nur keinen Zugang findet, sondern von denen es auch keine wirkliche Ahnung zu haben scheint. Man könnte den Film als das unenglischste bezeichnen, was englische Schauspieler vor englischen Kulissen so hinbekom- men können, inszeniert von einem ewigen Plappermaul, das mit seinen Arbeiten seit Dekaden nichts Handfestes mehr anzubieten hat. [...]
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDas Ergebnis ist ein durchaus origineller Allen-Film, der Fans und Kenner zwar nicht überraschen wird, und auch qualitativ nicht an Allens beste Filme heranreicht. Aber den Kinobesuch lohnen die bösen Taten der Baine-Brüder in jedem Fall.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenWoody Allen und die griechischen Mythologie. Diesmal muss die arme Cassandra, die er schon in "Mighty Aphrodite" für einen netten Kalauer nutzte - für seine dramatische Gier-Sühne-Story mit Akropolis-Background herhalten. Zweifelte ich zu Beginn am Cast von Farrell und McGregor, war ich gegen Ende von ihrer Arbeit restlos überzeugt. Die Darstellung der beiden Mittelklasse-Briten, die ihren heuchlerischen Traum leben und dabei das unüberörbare Schreien Kassandras erwartungsgemäß ignorieren, dafür schlussendlich bestraft werden, ist überragend und wird nur durch den vermeintlichen Deus Ex Machina-Auftritt von Tom Wilkinson mit seiner unübertrefflichen Leinwandpräsenz überschattet. Allen gelingt mit der Offenbarung Wilkinsons im strömenden Regen eine Szene, deren Druckkulisse an Intensität nur schwer zu überbieten ist. Man kann fast den Herzschlag der patschnassen Protagonisten hören. Gleichwertig sind die intimen Momente auf dem "Nomen est Omen"-Segelboot "Cassandra`s Dream". Der Rückzugsraum der Brüder, ein symbolischer Elfenbeinturm der Glückseligkeit, der auf Lug und Betrug fußt und zu ihrem Verhängnis wird. Eigentlich kann man Constantin Film nur danken, dass "Cassandras Traum" nach so vielen Monaten doch noch den Weg in die deutschen Kinos gefunden hat. Allens Film, der den Abschluss seiner London-Trilogie bildet, sollte zuerst nur auf Video/DVD erscheinen. Denn der mittlerweile 72-Jährige zeigt mit einem überzeugenden Skript und seiner trockenen Inszenierung, geradlinig und in ihrer direkten Art an junge Klassiker wie "In the bedroom" erinnernd, in dem ebenfall Tom Wilkinson brilliert, einen Überlebenskampf der Darwin anklingen lässt sowie auf ethische Grundfragen trifft - Existentialismus, eben - und knüpft somit an eines seiner Grundthemen an, das er bereits Mitte der 1980er Jahre in "Verbrechen und andere Kleinigkeiten" thematisierte. Beeindruckend.
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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...
Kommentar löschenWoody Allens Filme werden von Jahr zu Jahr klassischer und überholen das klassische Hollywoodkino inzwischen rückwärts.
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al-x: blog:x - Royal with cheese
Kommentar löschenFantastische Schauspielerleistung, besonders unerwartet vom Herrn Farrell, der einen schönen schottischen Akzent hinbekommt und der den Konflikt, in dem er steckt, förmlich ausschwitzt! Sehr empfehlenswert!
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Kommentare (24) — Film: Cassandras Traum
Kommentar schreibenservo80 2011/11/14 21:38:24
Kommentar löschenWas Farrell hier spielt, ist oberste Liga. Er trägt mit seiner Darstellung den gesamten Film, der, zugegeben, etwas behäbig daher kommt. McGregor ist wie meistens austauschbar, aber die Nebenrollen sind ebenfalls erstklassig besetzt. Ein altmodischer Krimi, in dem Woody Allens Handschrift höchstens in manch gewitztem Dialog noch durchschimmert.
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monopixel 2011/10/15 08:40:24
Kommentar löschenSchade, daß Woody Allen es diesmal nicht schafft, die Charaktere so zu inszenieren, daß man in sie "hineinkriechen" kann. McGregor und Farrell sind mit ihrer blassen Darstellung enttäuschend und somit kann sich der Spannungsbogen nur mühsam aufbauen. Alles zu durchschaubar.
Daß die ganze Geschichte bricht, als der Onkel Howard auftaucht ist leider schon vorher klar, und die Aufgabe und die Folgen sind daraufhin schon sehr absehbar und macht den Film mit seinem relativ schwachen und zu kurz kommenden Ende sehr mittelmässig, da hätte man einen großartigen Film draus machen können.
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Oceanic6 2011/09/22 20:39:25
Kommentar löschen"After all I've done for you, it should be automatic. Family is family! Blood is blood! You don't ask a question! You protect your own."
Wir alle träumen von Ansehen und Wohlhaben. Die Frage, welche sich viele stellen: Bin ich bereit dafür meine Freizeit, meine Freunde und meine Geliebten aufzugeben? Woody Allen geht in "Cassandras Traum" noch einen Schritt weiter. Er erzählt von zwei Brüdern, die für das "gute" Leben die Grenzen der Menschlichkeit überschreiten und ethische Tabus brechen. Diese Konstellation entwickelt sich soweit, bis sie in einen Auftragsmord gipfeln soll.
Woody Allen geht diese Story mit sehr viel Feingefühl an. Die Darsteller, allen voran Ewan McGregor, Colin Farrell und Tom Wilkinson, spielen sehr authentisch. Die Inszenierung ist trocken und düster und wird von biederem Humor begleitet. Immer wieder schafft Allen durch das grandiose Zusammenspiel von Musik, Bild und Mimiken der Darsteller eine sehr spannende Atmosphäre. Bis zum allen entscheidenden Twist bleibt der Film neuartig und kurzweilig. Dann jedoch schlägt er eine komplett andere Richtung ein. Allen beginnt die Psyche seiner Figuren zu erkunden. Dabei bietet er zahlreiche Facetten, nur driftet das ganze Geschehen ab diesem Zeitpunkt leider in altbekannte, genre-typische Muster ab. Das ist zwar alles schön geschauspielert, nur beginnt Farrells weinerliche Miene auf Zeit zu stören. Die letzte halbe Stunde wird langatmig, das Ende kommt nicht überraschend. Das ist nach dem vielversprechenden Anfang sehr dürftig und enttäuschend.
Eine brillante Idee, eine starke erste Stunde, die Settings machen Spass, die eingefangene Stimmung ist einmalig, nur hetzt Allen planlos auf die finale Pointe zu. "Cassandras Traum" hätte locker noch eine halbe Stunde Laufzeit mehr vertragen. Das Resultat ist einer seiner schwächeren Filme. Aufgrund der sympathischen Darsteller und der gelungenen Umsetzung bleibt dennoch ein sehr solides Thriller-Drama mit kritischem Unterton. Für Allen-Fans auf alle Fälle eine Sichtung wert.
Bewertung: 66%
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J!GS4W 2011/09/04 15:40:55
Kommentar löschenSimples aber unterhaltsames Allen-Kino. Dieses Mal geht es nicht vordergründig um Liebe, sondern mehr um Familie, Heuchler, Depression, Mord, was aber rund herum mit einer eher distanzierten und lockeren Atmosphäre ironisch beschrieben wird. So sieht man sich die Motive zuzüglich Allens Kritik an, darf aber keinen sonderlich emotionalen Film erwarten. Macht aber auch nichts, da man dafür das tolle Duo Ewan McGregor / Colin Farrell bewundern darf, die beide ihre sehr gegensätzlichen Rollen meistern. Ewan darf mehr den lockeren Schein-Playboy raushängen lassen und Farrell brilliert mit seiner unsicheren Loser Art und ist derjenige der beiden, der hier seine Skrupel immer wieder anmerkt.
Alles in allem kann man nur sagen, dass "Cassandras Traum" zwar nicht der emotionalste und tiefgründigste Woody Allen Film ist, aber dennoch durchweg solide unterhält und das darf man sich ja auch mal geben.
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juraldhahnke 2011/05/29 11:28:14
Kommentar löschenMit großem Abstand der schwächste Woody Allen Film. Bin teilweise schockiert ob des hanebüchenen Drehbuches. Selbst die schauspielerischen Leistungen lassen zu wünschen übrig. Besonders Colin Farrell spielt am Rande des Unerträglichen. Gerade für Woody Allen Fans nicht zu empfehlen...für alle anderen halt: Geht so!
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N1ccolo 2010/11/17 23:18:12
Kommentar löschenGuter Film, unglaubwürdiges Ende.
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*frenzy_punk<3 2010/06/04 00:29:17
Kommentar löschen"cassandras traum" ist durchgehend langweilig. nachdem nach 20 minuten nun immer noch nichts großartiges passiert ist, soll nun ein großes ereignis stattfinden. doch selbst dass lässt keinerlei spannung aufkommen. das ausführen eines mordes zieht sich ewig in die länge, der zuschauer fragt sich, ob das ereignis jemals stattfinden würde. farell nervt durchgehend durch sein gejammer und nicht mal mcgregor war sympathisch. der moralische unterton ist nur ein beigeschmack, aber im großen und ganzen sagt der film nicht viel aus. nicht mal das ende kam überraschend. 104 langweilige minuten, die man wirklich besser hätte nutzen können.
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Chris12zero 2010/03/31 06:13:35
Kommentar löschen" ... lass es uns so menschlich wie möglich tun ... !! " ;D ^^
Mit großartigen und schwarzhumorigen Dialogen wie diesem Zitat hier inszenierte Woody Allen ein glänzendes Krimi-Drama, dass mit moralischen Untertönen, einer Prise bitterschwarzem Humor und einem Klasse-Soundtrack unterlegt ist !!
Aber allein schon das wunderbare Zusammenspiel der einfach großartig agierenden Hauptakteure Colin Farrell (.. herrlich selbstbemitleidend und fast genauso stark wie in "Brügge" !!) und Ewan McGregor (.. klasse als Snob in Spee .. !!) macht diese bitterböse Krimi-Farce besonders sehenswert !!
Ein würdiger Abschluss Woody Allens GB-Trilogie (Match Point/Scoop) !!
Fazit: Eine kleine, bitterböse Krimi-Perle !! Stark gespielt !! Großartig !!
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Bollundus 2010/01/22 01:36:47
Kommentar löschenTrotz aller Vorhersehbarkeit ist der beklemmend dargestellte Gewissenskonflikt sehenswert.
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BlueSquirrel 2010/01/20 01:49:07
Kommentar löschenIch habe irgendwo mal gelesen der Film wär eine mittelmäßige Kopie von irgend 'nem anderen Flick. Tja hab' ich leider nicht gesehen. Mal davon abgesehen habe ich nichts gegen Wiederholungen bis zu einem gewissen Maß. Mal davon abgesehen habe ich nichts gegen Wiederholungen bis......schon gut, nicht lustig! Schön gespielt, und mit pessimistischen Ambitionen zeigt uns "Cassandras Traum" wie zerbrechlich unsere Moral sein kann. Eine wahrhaft traurige Geschichte über Reichtum und der Schuldenfalle, welche zwei verzweifelte Brüder auf den Abgrund zu treibt.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Rorschach_ 2009/11/10 18:42:03
Kommentar löschenEinfach unfassbar spannend.
Dieser Film zeigt die Abgründe des Lebens. Zwei Brüder, die eigentlich nur das wollen, was alle wollen: etwas erreichen. Aber dieses Streben führt sie auf die schiefe Bahn.
Die Musik ist wahnsinnig gut eingesetzt worden, Vor allem Colin Farrell glänzt in seiner Rolle als Terry
Ich bin beeindruckt. Großes Kino.
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Greeble 2009/10/08 16:57:45
Kommentar löschenUnglaublich dramatisch, einzigartige Darstellung der Psyche des Menschen. Leute, die sich Fragen, ob sie jemals jemanden umbringen könnten, finden hier ihre Antwort, sofern sie sich mit den Charaktern vergleichen können.
Woody Allen, super gemacht!
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spanky 2008/12/18 22:39:01
Kommentar löschenEnttäuschend lahmarschiger und vorhersehbarer Film, zu routiniert in Szene gesetzt, ohne den Allen'schen Biss im Dialog. Obwohl ich Colin Farrell nicht ausstehen kann, könnte man hier auf den Geschmack kommen...
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maslobojew 2008/12/06 14:15:48
Kommentar löschenGutes Drama, eigentlich passt alles. Etwas Spritzigkeit und Humor hätte dem Film vielleicht noch gut getan.
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annaberlin 2008/11/30 16:03:52
Kommentar löschenSimples, aber hervorragend gespieltes kammerspielähnliches Drama aus Woody Allens britischer Trilogie. Colin Farrell und Ewan McGregor machen den Film sehenswert.
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Benni-THE-KING 2008/11/29 19:39:45
Kommentar löschenMatchpoint Teil 2
Vielleicht einen Tick besser
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DoM 2008/09/15 22:47:00
Kommentar löschenDer Titel klingt seltsam, konnte mir darunter auch nichts vorstellen aber der Cast und die Regie war vielversprechend:
Collin Farell ("Alexander", "Miami Vice"), Ewan McGregor ("Star Wars: Episode 1-3", "Die Insel") und Woody Allen ("Was Sie schon immer über Sex wissen wollten", "Matchpoint") der wie ueblich auch das Drehbuch schrieb.
Ohne zu wissen worum es ueberhaupt geht, bin ich einfach mal in die Spaetvorstellung dieses Arthouse-Streifens am sonntagabend und hab ihn mir angeschaut! Bin, vielleicht auch, weil keine Erwartungen an den Film, positiv uebberrascht worden!
Die Story ist recht simpel gehalten aber durchaus gut inszeniert: Zwei Brueder, eben gespielt von o.g. Schauspielern, aus aermeren Verhaeltnissen sollen ihrem reichen Onkel aus Californien einen Gefallen machen, der nicht schwerer fuer die beiden bodenstaendigen Londoner haette sein koennen. Trotz Unsicherheit, Kopfzerbrechen und Angst erledigen sie Onkels Aufgabe. Schliesslich waescht eine Hand die andere!
Hier liegt meiner Meinung nach auch die Botschaft des Film: Enger Zusammenhalt der Familie fuer das ganze Leben wichtig und auch notwendig, ebenso noch als Anhaengsel die Sache bezgl. des Themas das jeder Mensch "kaeuflich" ist. Zu viel moecht ich nicht verraten, da de Plot eventuell vohersehbar ist, aber totzdem ueberraschend wirkt - da es naemlich nicht wirklich ein "Happy-End" gibt!
Definitiv lebt diese "kleine" Produktion von den zwei Hollywood-Stars, die Ihre Sache sehr gut machen. Insgesamt faellt die komplette Darsteller-Crew nicht schlecht auf. Der Einzige, der aber meiner Meinung nach garnicht fuer die Rolle gemacht ist bzw. fehlplatziert wirkt ist "Onkel Howard", gespielt von Tom Wilkinson.
Ansich gefaellt der sehr ruhig und langsam erzaehlte Krimi, muss sich aber ganz klar hinter "Matchpoint" einreihen!
Soweit ich weiß, ist "Cassandra's Dream" der dritte (Matchpoint, Scoop, als Vorreiter) und letzte "London-Film" von Allen! Anschliessend geht es nun mit "Vicky Cristina Barcelona" im Dezember weiter. Schauplatz, wie es der Titel schon anspricht: Barcelona. Unter anderen Penelope Cruz und Scarlett Johansson in den Hauptrollen.
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BananenJoe 2008/09/12 20:18:40
Kommentar löschenAllein vom Titel her, habe ich mir von diesem Film wenig erwartet. Doch ich war sehr überrascht was Woody Allen aus diesem Film gemacht hat.
Die Auswahl der Schauspieler war hervorragend, Colin Farrell und Ewan McGregor lieferten eine Klasse Leistung ab und überzeugten als Brüderpaar.
Die Aufnahmen der teils blühenden Landschaften brachten einen gewissten Flair in diesen Film welcher sonst in nur wenigen Szenen wieder verflog.
Klasse Film mit ein wenig Schwächen.
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strangelet 2008/08/06 08:34:22
Kommentar löschenFür einen Woody Allen ein leicht unterdurchschnittliches Werk, was natürlich immer noch vergleichweise großartiges Kino bedeutet. Auch die meisten Schauspieler sind eine Kinokarte wert, mit der üblichen Ausnahme von Colin Farrell, der bei der Kritik diesmal unverdient ein bisschen besser wegkommt, weil es ausnahmsweise zur Rolle passt, dass er nervt.
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Wombat 2008/07/24 23:48:48
Kommentar löschenCassandras Träume sind nicht die schönsten, bleiben sie doch voller Unglück und Tragik. Beide Brüder verlieren sich in ihrer Abhängigkeit und lassen sich verleiten von der großen Verlockung, dem Ausweg, dem Ruhm. Unausweichlich steuern sie ihrer vermeintlich ausweglosen Situation entgegen, ohne auf sich selbst zu hören.
Allen inszeniert sein Drama mit sehr viel Ruhe und einem feinen Gespür für die zwischenmenschlichen Beziehungen seiner Charaktere. Die Begegnungen sind dezent in ihrer Leidenschaftlichkeit und impulsiv zugleich. Sein Werk bleibt aber klassisch und zwängt sich in ein sehr enges Korsett eines Theaterstücks. Insbesondere die Kameraarbeit nimmt dadurch zu oft den Glanz, zu oft die Intensität der Szenen.
Dennoch erlebt der Zuschauer eine hervorragende schauspielerische Leistung aller Darsteller. Mit einem Sonderlob kommt dabei überraschend Colin Farrell davon.
CAssandras Traum vereint klasse Schauspieler in einem würdigen Rahmen, dem leider bewusst die großen Bilder fehlen, verschenkt in meinen Augen. (Trotzdem für einen Filmabend im kleinen Kino um die Ecke ;-) zu empfehlen)
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