Chronicle - Wozu bist du fähig? - Kritik

GB/US 2012 Laufzeit 84 Minuten, FSK 12, Drama, Science Fiction-Film, Thriller, Kinostart 19.04.2012

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Kritiken (30) — Film: Chronicle - Wozu bist du fähig?

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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7.0Sehenswert

[...] Ich war ja doch skeptisch, ob "Chronicle" für mich funktionieren würde, zumal ich ja kein ausgewiesener Freund von sogenannten Found-Footage-Filmen bin. Am Ende muss ich aber sagen, dass dieser Superheldenfilm der etwas anderen Art doch zumindest einer der besseren Vertreter der Gattung ist und weitestgehend ohne Längen auskam. Verschenktes Potential hat es trotzdem gegeben, was aber durch viele nette Plot-Ideen zumindest teilweise relativiert werden konnte. Vor allem aber macht die Handkamera-Optik ja durchaus Sinn im konzeptionellen Rahmen der ungleichen Jungs, die plötzlich Kräfte entwickeln und ihre immer waghalsigeren Versuche und Spielereien festhalten möchten. Die Eskalation ist dabei jederzeit absehbar und vergleichsweise glaubhaft in die Handlung gebettet, wenn mir hier auch einige Dinge sauer aufgestoßen sind. [...]

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Arthur A.: www.filmfutter.com

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8.5Ausgezeichnet

Ein überaus gelungener "Found Footage" Beitrag zum Superhelden-Genre. Trotz einiger Schwächen ist Chronicle ein rasanter Trip mit gut entwickelten Charakteren und beeindruckenden Effekten.

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Corsovilla: SchönerDenken

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7.5Sehenswert

Endlich mal ein Superheldenfilm, in dem das passiert, was wirklich passieren würde: Junge Männer sind mit Superkräften überfordert und werden ihre Kräfte brutalstmöglich an die Wand fahren.

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Martin Beck: Giga Martin Beck: Giga

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6.0Ganz gut

Trotz „found footage“ ist der dramatische Bogen des Films nämlich fest in den fiktiven Klischeeklauen Hollywoods, was mindestens die Beinchen der CGI-Spinne und höchstens das finale Gedonner aus durchschlagenen Wänden und irrem Gelächter ziemlich überflüssig macht.

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Mr.Film: City of Cinema

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7.0Sehenswert

"Chronicle" ist im gesamten eigentlich nicht mehr, als ein verfilmter Traum eines jeden Menschen. Die Jungs hier können fliegen, Sachen mit ihren Gedanken bewegen, wollen damit nicht die Welt retten sondern einfach Spaß haben. Und so ist es auch kein Film über ein paar Leute die jetzt Superkräfte haben und sich denken "Year, jetzt können wir was gutes tun", sondern einfach eine mit einer Handkamera dokumentierte Erlebnissreise dreier Teenager die Kräfte erlangen, die sich jeder wünscht.

Es ist schön wie ungezwungen man an diese Geschichte rangegangen ist, man erzählt locker, absolut ohne verkrampft zu wirken von dem Leben eines (nicht so) normalen Jugendlichen und seiner zwei Freunde. Und obwohl man dieses "Superkräfte"-Thema im Rücken hat, bleibt man am Boden, zeigt die erste Stunde nicht mehr als den Quatsch den die Jungs mit ihren neu erworbenen Talenten anstellen. Das reicht auch. Es ist Spaß pur, jeder hat schonmal davon geträumt und deswegen gibt es diese gewisse Verbindung zum Zuschauer. Zwar musste man auch hier kleine, traurigere Nebengeschichten mit reinwerfen, wie zum Beispiel einen ziemlich tiefgreifenden Streit mit dem Vater, doch passt das gut rein, vor allem zum Ende hin läuft alles zu einem schönen roten Faden zusammen. Wo am Ende der rote Faden zusammenläuft, explodiert er dann auch, denn umso stärker die Jungs, vornedran Andrew(Dane DeHaan), umso gefährlicher werden sie. Das Dreiergespann, das aus Jungdarstellern besteht, kann sowieso durchgehend überzeugen, vor allem Michael B. Jordan als Steve sammelt viele Pluspunkte. Wo in der ersten Stunde das CGI ziemlich sympathisch aussah(nicht hübsch, aber sympathisch), hat man zum Ende hin mit viel Action auch noch was für die Optik gemacht. In Verbindung mit der Persönlichkeitsimplosion von Andrew ist das ein bombastisches Finale das absolut nicht too much ist.

Der Found Footage Style hat mich nicht unbedingt gestört, mit einer normalen Kameraführung hätte man zwar noch schönere Bilder einfängen können, doch dann hätte dieser Film nicht diese authentische und angenehme Ausstrahlung. Was jedoch sehr schade ist, ist das man mit der Dramartugie, die nach dem Streit von Andrew und seinem Dad ausgebrochen ist, etwas sehr übertrieben hat, es sind Sachen ausgeartet(und damit meine ich eine ganz bestimmte) die man nach der ersten, spaßigen Stunde einfach nicht sehen wollte.

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 10 Antworten

Mr.Film

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Grade zum Ende hin wirds wirklich Actionreich, sowas kommt im Kino eben viel besser. Aber wenn du den Ton etwas hochdrehst, lässt er sich bestimmt auch sehr gut zu Hause anschauen :)


freakualizer

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Der Kritik am Ende stimme ich zu. Wie ich schon in meinem Kommentar erwähnte, war mir der Film einfach zu kurz. Noch 30 - 45 Minuten mehr, dann hätte man das Ende auch nicht so voll packen müssen.


CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

Drei Freunde finden ein außerirdisches Element, das ihnen telekinetische Kräfte verleiht. Anfangs ist das für die Jungs ein großer Spaß, nutzen sie ihre neu gewonnenen Fähigkeiten doch, um anderen alberne Streiche zu spielen. Doch aus Spaß wird bitterer Ernst, als einer der drei einen schweren Unfall auslöst. Plötzlich stehen sie auf verschiedenen Seiten. - Realistisch gestalteter Superheldenfilm ohne Kostüme, aber dafür mit viel Drama.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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9.0Herausragend

Wow. Gibt es ein schöneres Gefühl, als aus dem Kino zukommen und begeistert zu sein? Begeistert weil man genau das bekommen hat, was man erwartete? „Chronicle“ war so ein Fall. Ich hoffte auf eine einnehmende Inszenierung, echtwirkende Figuren, netten Radau und eine gute Mischung aus Amüsement und Drama. Genau das, exakt das bekam ich und obwohl ich diesem ganzen Found Footage mittlerweile eher genervt gegenüber stehe, wirkten die Bilder dennoch passend. Sie transportierten Emotionen zielgenau. Dass die Kamera meist immer den perfekten Blick hatte störte mich nicht im Geringsten, war sie doch für Protagonist Andrew schon so etwas wie ein Freund. Außerdem lieber so als im Dauerwackel-ADHS-Modus a la „Cloverfield“.

„Chronicle“ ist für mich neben „Watchmen“ einer der interessantesten Superhelden-Filme, weil er sich ernsthaft mit der Frage beschäftigt, was aus einem wird, dem unbeschreibliche Kraft geschenkt wird. Dass dies in einer Hybris endet ist klar, wird sogar von einen der Figuren regelrecht angekündigt und eingeleitet, aber es war trotz der Vorhersehbarkeit jeder Zeit packend und unterhaltsam und die Wandlung vom spaßigen Streichespielen, hin zum dramatischen, überbrodelnden Finale (dass viele andere große Blockbuster alt aussehen lässt) war schlüssig (wenn auch recht simpel) erzählt und endet damit, dass ich während des Abspanns etwas fassungslos zurück blieb. Warum? Weil ich das bekommen habe, was ich erwartete. Ist selten geworden.

34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten

Le Samourai

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White_Tip, nicht viel... :)


A.V.

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der trailer gibt eigentlich ein ziemlich klares bild, bzw ne kurzzusammenfassung des films wieder, also magst du ihn wahrscheinlich nicht ;)


Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

[...]
“Chronicle” ist ein sehenswerter Superhelden-Film ohne wirkliche Helden, dafür sind sie halt super. Ein Drama mit der richtigen Dosis Action, die vor allem im Finale noch mal alles gibt. Der beste “Found-Footage”-Film seit “Blair Witch” – bzw. der erste, der das Prinzip seitdem wieder sinnvoll einsetzt.

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DonDisdi

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trollhunter? behind the mask?


Xander8112

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"Trollhunter" ist ja im Grunde wie "Blair Witch", die Innovationskraft hält sich doch arg in Grenzen. "Behind The Mask" ist als Film ja sehr gut, aber, um mich einfach mal selber zu zitieren: "Denn leider vergibt der Film sein gesamtes Potenzial im letzten Drittel, wenn die “Kameras aus” sind. Der komplette Mockumentary-Stil ist vorbei, die Genrezitate, der Spaß – denn hier wird der Film leider zu dem, was er die ganze Zeit im Vorfeld zitiert hat: Ein typischer Slasher."


Filmering: Filmering.at

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7.0Sehenswert

Chronicle ist ein Superheldenfilm der etwas anderen Sorte und überzeugt dank Found Footage Konzept und neuen Ideen mit einem frischen Stil, der speziell in der ersten Hälfte für einen hohen Unterhaltungswert sorgt. Hinzu kommt eine Prise Melancholie, die dafür sorgt, dass das Spektakel nicht zum reinen Klamauk verkommt, sondern sich immer seinen ernsten Zwischenton behält. Gegen Ende hin fällt der Film aber spürbar ab. Das liegt unter anderem daran, dass er seinen eher zurückhaltenden Stil fallen lässt und sich einen großen Showdown gönnt und zum anderen, dass man es sich doch nicht hat nehmen lassen die üblichen Heldenklischees breit zu treten (nachdem man sie zuvor so geschickt vermieden hat). Doch trotz diesen Schwächen ist Chronicle dank seines frischen Ansatzes ein überaus unterhalsamer Film geworden.

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Sabine Metzger: Radio Köln Sabine Metzger: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Einziger Störfaktor in dem 84 Minuten kurzen Thriller ist die Kameraführung. Chronicle ist ein sogenannter Found-Footage-Film [...]. Nötig wäre die holprige Erzählweise nicht unbedingt gewesen, zusätzliche Facetten gewinnt die Geschichte dadurch kaum.

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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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6.0Ganz gut

Josh Trank und sein Auor Max Landis, beide in ihren Zwanzigern, haben mit Chronicle ein beachtliches Debüt mit guten Special Effects hingelegt. Hätten sie bloß auf die Handkamera verzichtet.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.5Ausgezeichnet

Den beiden jungen Kaliforniern Josh Trank und Max Landis (Jahrgang 1985) gelang mit Chronicle ein bei aller Bodenhaftung sagenhafter Film mit „Donnie Darko“-Potential.

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S. Staake: Filmszene.de S. Staake: Filmszene.de

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7.0Sehenswert

Als einmaliges Experiment ist Chronicle allemal gelungen. Jetzt darf es dann aber auch langsam mal gut sein mit dem gefundenen Videomaterial.

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Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online

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8.5Ausgezeichnet

Die hervorragenden Jungdarsteller – allen voran der vielversprechende Theaterschauspieler Dane DeHaan – tun ihr Übriges, um aus Chronicle gleichzeitig ein überzeugendes Teenager-Drama als auch einen ambitionierten Science-Fiction-Thriller zu machen. Oder anders gesagt: ein kleines Meisterwerk.

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Martin Schwickert: Die Zeit Martin Schwickert: Die Zeit

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7.5Sehenswert

Seinen besonderen Charme entwickelt Chronicle dadurch, dass er zunächst wie ein Amateurvideo aussieht, in das sich die zahlreichen Spezialeffekte organisch einfügen, so dass das Unfassbare visuell völlig selbstverständlich wirkt.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Die lange erwartete positive Überraschung im Found Footage-Bereich. Das Genre das in den letzten Jahren genervt hat wie kein anderes, bekommt jetzt endlich mal wieder einen ansehbaren Beitrag. Chronicle, mit einem Mikrobudget gedreht (zumindest für Hollywood-Verhältnisse) bietet gute Schauspieler, ordentliche Dialoge und eine ausgewogene Mischung aus Witz und Drama. Der Showdown lässt es ordentlich krachen und bietet originellere Bilder als so mancher Big-Budget-Film, die Tricks sind effektiv und zielgerichtet - es gibt vieles was an Chronicle überzeugt und Spaß macht.

Natürlich holpert die Logik und die Story an ein paar Stellen und auch wenn er der beste Found-Footage-Film seit langem ist, plagt ihn sein eigenes Gimmick nach dem ersten Drittel schon ganz gewaltig. Größter Haken des Films ist, dass einen immer wieder das gefühl befällt, die Macher suchen ständig Loopholes um die "Found Footage"-Prämisse zu umgehen. Da werden unnötige Bloggerfreundinnen eingeführt, die wahllos alles mitdrehen um Gegenschüsse zu bekommen, der Hauptdarsteller lässt die Kamera fliegen um kinogerechte Fahrten zu rechtfertigen und für die Multiperspektive im Finale wird einfach jede verfügbare Kamera irgendwie in die Story gebogen. Dass das Bildmaterial qualitativ selten mit der verwendeten Kamera korrespondiert und es nie wirklich plausibel gemacht wird, warum die Hauptfigur überhaupt alles mitfilmt (er scheint nicht wirklich vorzuhaben mit dem Material irgendetwas anzufangen) und die YouTube-Kultur auch nicht verstanden wurde, versteht sich da fast von selbst.

Das ruiniert nicht den Spaß an diesem kurzweiligen Film mit seinen sympathischen Hauptdarstellern, stellt aber die Frage warum sich die Macher selbst das Leben so schwer machen. Denn diese männliche Version von Carrie hätte auch ohne die ganzen Found-Footage-Sperenzchen genug zu bieten um wirklich gut zu unterhalten. Und würde er vor dem aufgezwungenen Epilog enden, wäre er wirklich super.

Trotzdem angucken: Denn einen besseren Film um ambivalente Nachwuchs-Superhelden, der ganz zurecht die Frage stellt, ob die Kräfte nicht in erster Linie für selbstsüchtige Zwecke benutzt würden, werdet ihr vor den Avengers nicht zu sehen bekommen.

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schalli

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Na SUPER! Jetzt bin ich noch gespannter auf den Film...


Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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7.0Sehenswert

[...] Sein Superhelden-Sujet nutzt "Chronicle", um auch die eng abgesteckten Erzähl- und Darstellungsmöglichkeiten der Kamera zu lockern. So lässt Andrew diese eben schlicht Kraft seiner telekinetischen Fähigkeiten im Raum schweben, um so natürlich nicht nur seinen, sondern auch den unsrigen Blick zu erweitern, das Geschehen zu strukturieren und damit vielleicht den ersten subjektiv perspektivisierten Genrefilm in Heimvideoästhetik zu drehen, der auch auktorial zu Bildern findet. Dieses mindestens so spannende wie effektive Konzept erreicht im Schlussakt einen Höhepunkt, der die Abläufe durch alle verfügbaren Aufnahmemedien filtert – und damit ein (vermeintlich) rekonstruiertes Mosaik dokumentierter Superheldenereignisse formt. "Chronicle" ist der interessanteste Versuch eines alternativen Superheldenfilms seit M. Night Shyamalans "Unbreakable".

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José Garcia: Textezumfilm

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4.5Uninteressant

Der 25-jährige Regisseur Josh Trank setzt in seinem Spielfilmdebüt zunehmend auf Action. Obwohl er dies handwerklich durchaus gut tut, wie übrigens im gesamten Film auch, um mit einem verhältnismäßig bescheidenen Budget halb Seattle in die Luft fliegen zu lassen, hinterlässt die sich bei einer Gesamt-Filmlänge von nur 84 Minuten viel zu sehr in die Länge ziehende Materialschlacht einen schalen Beigeschmack. Denn diese Überhandnahme der reinen Action wirkt wie ein Vorwand, um sich nicht um die Charakterentwicklung kümmern zu müssen. Obwohl der unbekannte Schauspieler Dane DeHaan Andrews anfänglichen Frust und den späteren Spaß an den neuen Fähigkeiten durchaus glaubwürdig verkörpert, hat er gegen lauter Klischees anzukämpfen, so dass seine Wandlung vom Außenseiter zum Super-Bösewicht mit jeder solchen Figur in einem Superheldenfilm völlig austauschbar bleibt. Vielleicht liegt es daran, dass der Regisseur bislang lediglich bei einigen Folgen einer TV-Serie Regie und der Drehbuchautor bisher nur Skripte für Kurzfilme verfasst hatte. Jedenfalls taugt die Geschichte um die drei Jugendlichen, die unverhofft zu Superkräften kommen und damit nichts anzufangen wissen, kaum zu einem abendfüllenden Film

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SchnabelPower: filmosophie.com

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7.0Sehenswert

Chronicle ist eigentlich gar kein Superheldenfilm, sondern eine Mischung aus einem Coming of Age Drama und dem Psychogramm eines potentiellen Highschool-Amokläufers. Im Zentrum stehen nicht die Superkräfte, sondern Andrews Persönlichkeitsentwicklung. Hierbei bedienen sich Regisseur Josh Trank und Drehbuchautor Max Landis meiner Ansicht nach zu vieler Klischees. Die aggressive Vaterfigur, die das Selbstwertgefühl des eigenen Kindes zerstört, und die schwache Mutter, die beschützt werden muss – plakative Elemente, die Andrews Sinneswandel erklären und rechtfertigen sollen, unterm Strich aber wie ein Kapitel aus dem Lehrbuch für pädagogische Psychologie wirken. So können wir uns emotional trotz der lobenswerten Schauspielleistung von Hauptdarsteller Dane DeHaan nie ganz auf die Gefühlswelt von Andrew einlassen.
Chronicle ist in seiner Erzählung der etwas anderen Superheldengeschichte leider nicht wirklich originell. Auch Spiderman & Co mussten sich auf der Leinwand schon mit ihrer dunklen Seite auseinandersetzen. Doch Film sticht durch seine Hauptcharaktere heraus, außergewöhnliche Underdogs, die uns mit ihrem tapsigen Umgang mit den Superkräften einige Lacher entlocken. Wenn wir von der missglückten Sozialstudie einmal absehen, lässt sich Chronicle insgesamt als durchaus gelungenes Unterhaltungskino bezeichnen. Nicht mehr und nicht weniger.

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ismirwurst

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Wo ist es bitte ein Klichee das es sozial schwache Familien gibt wo die Eltern so drauf sind wie in diesem Film, das ist kein Klischee sondern Realität.....


SchnabelPower

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Das Klischee besteht ja nicht darin, dass es solche Dinge in der Realität nicht gibt, sondern in der undifferenzierten Darstellung stereotyper Charaktere. Damit wird die Glaubwürdigkeit der Geschehnisse riskiert, was gerade deshalb ein Problem ist, da es diese Situation im wahren Leben sehr wohl gibt.


Holger Römers: Film-Dienst.de Holger Römers: Film-Dienst.de

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7.5Sehenswert

Chronicle bleibt im Kern eine simple Teenager-Tragödie. Eben das gewährleistet die Anteilnahme der Zuschauer.

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Edward Nigma: CinemaForever

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5.5Geht so

"Andrew, don't fart, we'll never find you again!"

Zwei Filmgenres haben in Hollywood momentan Hochkonjunktur, zum einen Comicverfilmungen und zum anderen sogenannte Found-Footage-Filme. Letztere, die seit dem 1999 erschienenen „Blair Witch Projekt“ auch im Mainstream angekommen sind und spätestens seit dem Erfolg der „Paranormal Activity“-Reihe auch Produzentenherzen wieder höher schlagen lassen, versuchen durch verwackelte Handkameraaufnahmen einen hohen Grad an Authentizität zu erzeugen, was im besonderen Maße als spannungsförderndes Mittel in Horrorfilmen eingesetzt werden kann. Doch inzwischen sind die Tage, an denen Found-Footage alleine im Horrorgenre zu finden ist, längst gezählt, denn Hollywoods Produzenten haben begriffen, wie viel Geld auch in anderen Genres mit den verwackelten Kameraaufnahmen zu machen ist, und so können wir demnächst nicht nur sturzbesoffenen Halbgewalkten beim Komasaufen in „Projekt X“ über die Schultern schauen, sondern dank Josh Tranks („The Kill Point“) „Chronicle“ auch den Werdegang eines waschechten Superhelden aus nächster Nähe miterleben. Leider wird der in den USA gefeierte „Chronicle – Wozu bist du fähig?“ seinen Vorschusslorbeeren nur selten gerecht, denn zumeist verläuft der Found-Footage-Superheldenfilm in vorhersehbaren Mustern, die jedem, der schon einmal ein Comicheft durchgeblättert hat, nur allzu bekannt vorkommen sollten.

Der Teenager Andrew (Dane DeHaan) ist der absolute Außenseiter an seiner Schule und verbringt die meiste Zeit allein. Als er jedoch gemeinsam mit seinem Cousin Matt (Alex Russell) und dessen Kumpel Steve (Michael B. Jordan) eine ungewöhnliche Entdeckung macht, ändern sich die Dinge abrupt für ihn. Auf einem Feld entdecken die drei Jungen ein riesiges Loch, indem sie auf einen Kometen stoßen, der ihnen übermenschliche Kräfte verleiht. Anfangs kann es keiner der Teenager so richtig glauben und gemeinsam beginnen sie die Grenzen ihrer Fähigkeiten zu erforschen. Doch als einer der Drei beginnt, seine Kräfte zu missbrauchen, wird aus anfänglichem Spaß plötzlich bitterer Ernst.

„Chronicle“ hat bisher weltweit satte 120 Millionen Dollar eingespielt, bei Produktionskosten von gerade einmal 12 Millionen Dollar ein satter Erfolg für alle Beteiligten. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis von „Chronicle“? Die verwackelte Kameraführung? Sicher nicht, denn diese ist inzwischen ein alter Hut und lockt allein höchstens noch Genrefreunde ins Kino. Auch storytechnisch hat „Chronicle“ wenig zu bieten und bedient sich munter an den klassischen Themen der Comicliteratur. Einen echten Glücksgriff hat Regisseur Josh Trank jedoch mit der Wahl seiner Schauspieler gelandet, so wirken seine drei Jungschauspieler Dane DeHaan („True Blood“), Alex Russell („Bait“) und Michael B. Jordan („The Wire“) allesamt spielfreudig, frisch und angenehm authentisch. Besonders die Szenen, in denen sie beginnen die Grenzen ihre Fähigkeiten auszutesten, sind ein wahres Gag-Feuerwerk und können ein wenig für die zähe zweite Hälfte des Films entschädigen.

Zäh zieht sich die zweite Hälfte des Films, was einem bei der knapp bemessenen Spielzeit von 84 Minuten zu denken geben sollte, und schafft es trotz einiger dramatischen Augenblicke nicht, den Zuschauer wirklich zu fesseln. Dies könnte in erster Linie daran liegen, dass man mit dem von Dane DeHaan hervorragend gespielten Andrew Detmer ausgerechnet den Charakter in den Mittelpunkt gestellt hat, der dem Zuschauer am wenigsten Raum zur Identifikation bietet. Zu eigenwillig und stellenweise fast schon unheimlich benimmt sich der Kamerafetischist Andrew, als das man nicht verstehen könnte, warum gerade dieser Teenager der Außenseiter schlechthin an seiner Schule ist. Wenn er dann schlussendlich dem Wahnsinn verfällt, über natürlich Auslese philosophiert und beginnt, seine dunkle und sadistische Seite zu entdecken, macht ihn das zwar zu einem interessanten Charakter, jedoch aber nicht gerade zu einer Identifikationsfigur.

Eine andere Schwierigkeit ist die zwingend erforderliche Anwesenheit einer Handkamera in den einzelnen Szenen. Das ist kein Problem, solange Kamerafreak Andrew in die Szenen integriert ist, denn dieser lernt schnell seine Kamera mit Hilfe seiner übermenschlichen Kräfte zu kontrollieren und ermöglicht somit dem Regisseur auch Aufnahmen abseits der sonst üblichen Wackelkamera-Einstellungen. Sofern aber Andrew mal nicht in einer Szene zu sehen ist, übernimmt die Bloggerin Casey (Ashley Hinshaw), die zufällig auch sämtliche Nichtigkeiten ihres Lebens mit einer Videokamera aufzeichnet, dessen Funktion. Diese Lösung wirkt nicht nur plump, sondern sorgt stellenweise (während des finalen Showdowns) auch für unfreiwillig komische Momente. Dennoch bleibt positiv anzumerken, dass in „Chronicle“ nicht stur darauf bestanden wurde, das Geschehen nur durch eine Kamera zu verfolgen. Besonders im letzten Drittel des Films werden vermehrt Aufnahmen von anderen Kameratypen, zum Beispiel einer Handykamera oder einer Überwachungskamera, eingestreut.

Fazit: Trotz vieler Schwächen ist „Chronicle – Wozu bist du fähig?“ kein Totalausfall. Gut aufgelegte Jungschauspieler und die äußerst knappe Spieldauer von 84 Minuten retten den Film letztendlich doch noch in die Mittelmäßigkeit. Bleibt zu hoffen, dass die Schwächen in dem bereits angekündigten „Chronicle 2“ ausgemerzt werden können, ob es sich dann wieder um einen Found-Footage-Film handeln wird, bleibt abzuwarten.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

Edward Nigma

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Danke :) Dürften den sogar in der gleichen Vorstellung gesehen haben, in Anwesenheit der Schauspieler...


Le Samourai

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Am Potsdamer Platz? Yep da war ich auch..


Julio Sacchi: Das Manifest

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6.0Ganz gut

Außer budgetrelevanten Überlegungen gibt es keinen Grund, warum CHRONICLE im Found Footage-Stil gedreht wurde; nichts in diesem etwas prätentiösen Superpower-Thriller rechtfertigt diese Ästhetik zwingend, und dementsprechend muß sich der Film auch merklich anstrengen, die sich selbst auferlegte "Alles wird gedreht!"-Maxime halbwegs glaubwürdig umzusetzen. Die drei Hauptfiguren unterhalten sich größtenteils auf Beavis & Butthead-Niveau ("Uhh... I don't know, dude"), die Nebenfiguren sind unterentwickelt (besonders unerträglich: ein Girl, das ständig die Kamera in der Hand hält... auch wenn sie mit ihrem Auto vom Seattle Tower zu stürzen droht, hier hat der Film einen dann endgültig verloren). Dennoch ist CHRONICLE eine recht unterhaltsame Angelegenheit, die sich geschickt beständig steigert und nach einigen hübschen Kabinettstückchen in ein überraschend heftiges Effektgewitter mündet.

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Julio Sacchi

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BLAIR WITCH geguckt oder was


BlueSquirrel

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*leicht amüsiert*^^


goodspeed: ANIch

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8.0Ausgezeichnet

Ein Bubentraum meiner Kindheit wurde Filmrealität. Chronicle besitzt keine eigentliche Handlung, sondern behandelt Träume, Ängste und Verluste. Ansätze ethischer Grundsatzfragen wechseln sich mit einfallsreichen "How to be" Szenen ab. Doch der angepriesene Anti-Hollywood-Streich blieb aus. Kein Element von Chronicle ist neu. Cloverfield, Monsters, Kick-Ass, Star Wars. Die Mischung stimmt, aber man sollte aus dem Film nicht mehr machen als er ist.

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Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

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7.0Sehenswert

Chronicle - Wozu bist du fähig? ist ein Film, der seinem Hype zwar nicht ganz gerecht wird, aber trotzdem einiges an Faszination mitbringt und deshalb auch sehenswert ist.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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7.0Sehenswert

Josh Tranks Erstling entpuppt sich als insgesamt angenehm frischer Atemzug für das Genre-Kino - in einer Zeit, in der den Hollywood-Studios einfach nichts anderes einfällt, als alte Stoffe zu rebooten, zu kreuzen oder schlicht fortzusetzen.
Er verknüpft Erzählform und Inhalt auf interessante Weise:
In der ersten Szene beobachten wir, wie Andrew seine neu erworbene Kamera, durch die wir den Großteil der Handlung verfolgen, vor seiner verschlossenen Zimmertür positioniert.
Das Gerät wird zum Zeugen der väterlichen Gewalt, zu einem selbst gesteuerten, verlängerten Auge des Protagonisten.
[...]
Der Film lebt seine amüsante „Was wäre wenn...“-Idee über weite Strecken hemmungslos aus, lässt aber seine tragische Note dennoch stets deutlich mitschwingen.
Man sollte hier wahrscheinlich besser kein sonniges Happy End für sämtliche Figuren erwarten. Dafür stürzt der Spass später in einen allzu tiefen Abgrund.
[...]
Restlos überzeugt hat das Werk mich vielleicht nicht; trotzdem hat es mich fasziniert mitgenommen, auf seine abenteuerliche wie gefährliche Reise zur Schwelle zum Übermenschlichen.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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8.5Ausgezeichnet

John Tranks Chronicle wächst sich zu einem ungewöhnlich unterhaltsamen Film aus, der eine Mischung aus Superhelden- und Science-Fiction-Fantasy-Geschichte ist, wie auch ein Drama über einen gestörten Teenager.

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Ty Burr: The Boston Globe Ty Burr: The Boston Globe

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6.5Ganz gut

Chronicle wird wohl nie für einem künstlerischen Durchbruch gehalten werden, aber er hat eine tragfähige originelle Idee und Teile des Filmes sind schlichtweg brillant.

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Richard Corliss: TIME Magazine Richard Corliss: TIME Magazine

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5.0Geht so

Chronicle ist gleichzeitig unterhaltsam und verärgernd.

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Marjorie Baumgarten: Austin Chronicle Marjorie Baumgarten: Austin Chronicle

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7.5Sehenswert

Chronicle mag mit seinem Höhepunkt ein wenig übers Ziel hinausschießen, aber für solch einen Schwindel erregenden Film ist er doch erstaunlich bodenständig.

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Steve Persall: St. Petersburg Times Steve Persall: St. Petersburg Times

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8.5Ausgezeichnet

Chronicle bedient sich so clever des Absurden und macht so viel Spaß, dass ich fast schon enttäuscht bin, dass das Ende keinen Platz für ein Sequel lässt.

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Kommentare (278) — Film: Chronicle - Wozu bist du fähig?


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bestseimon

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

CHRONICLE hat mich nicht nur positiv überrascht, sondern am Ende sogar richtig begeistert. So einen intensiven Film hätte ich im Vorfeld nämlich nicht im entferntesten erwartet. Es fängt auch alles ganz amüsant an. Josh Trank bringt viele neue, erfrischende Ideen in seinen Film und sorgt somit für einen hohen Unterhaltungsfaktor. Auch der Found-Footage-Stil entpuppt sich hier als Gewinn. Keine ständigen Wackelaufnahmen, hier wird viel bedachter und kreativer mit dieser Möglichkeit umgegangen, was zu einigen beeindruckenden Aufnahmen führt und einem mitunter wirklich das Gefühl vermittelt mittendrin zu sein. Zwar schleichen sich wie so oft einige Logikfehler mit ein, die ab und an ein Dorn im Auge sind, aber alles in allem auch nicht so dramatisch oft vorkommen. Es wird aber deutlich, dass der Found-Footage-Stil einen großen Nachteil hat, nämlich in jeder Szene rechtfertigen zu müssen, warum gerade eine Kamera vor Ort ist. Hier gelingt das in einigen Momenten nicht und nimmt CHRONICLE dadurch ein wenig an Glaubwürdigkeit. Wie schon erwähnt, lässt sich darüber allerdings am Ende hinwegsehen. Denn der Streifen macht ansonsten sehr viel richtig. Die größte Stärke sind vielleicht sogar die Charaktere, und damit natürlich auch die Darsteller. Einige Figuren sind zwar etwas klischeehaft, aber irgendwie haben alle eine gewisse Tiefe und etwas Interessantes an sich. Vor allem Andrew macht einem zu schaffen, da man nicht genau weiß, was man von ihm halten soll. Er ist eine Mischung aus unheimlich und faszinierend. In jedem Fall eine hervorragend geschrieben Figur, die von Dane DeHaan absolut großartig verkörpert wird. Wie authentisch und mit welcher Intensität er in seine Rollen eintaucht, ist für mich immer wieder beeindruckend.
Aus dem unterhaltsamen und lustigen Beginn von CHRONICLE, wird irgendwann ein ungemein düsteres Action-Drama, das mich auf der Zielgeraden ganz schön mitgenommen hat. Zu erwähnen sind außerdem noch die mehr als ansehnlichen Effekte, die für einen Film dieser Art schon sehr beachtlich sind. Sowas würde man gerne öfters sehen!

bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

StrykeOut

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

*Leichte Spoiler*

"Chronicle" kommt recht unscheinbar daher. Geringes Budget, keine großen Namen, unbekannter Regisseur. Zusätzlich die ausgelutschte Superhelden-Thematik und dazu dieser unsägliche Found Footage Stil. Ich hatte also eher geringe Erwartungen an den Streifen, habe ihn mir aber aufgrund vieler positiver Kritiken doch mal angeschaut. Und was soll ich sagen...

Er hat mich vom Stuhl gehauen. "Chronicle" ist der wohl authentischste Superheldenfilm, den ich kenne. Die Hauptcharaktere sind keine rechtschaffenen Helden mit bunten Kostümen, keine ironischen, popkulturell bewanderten Kick-Ass Figuren. Sie sind einfach mehr oder weniger normale Jugendliche, die plötzlich Superkräfte bekommen. Und sie tun damit das, was jeder Jugendliche damit machen würde und wovon wohl jeder schon mal geträumt hat: Unsinn anstellen. Sie spielen Fremden Streiche, zahlen es ihren Schulrowdys heim und spielen Football in den Wolken. Das alles wirkt herrlich ungezwungen und natürlich.
Das ist auf jeden Fall auch dem hervorragenden Schauspiel der Hauptdarsteller zu verdanken. Gerade Michael B. Jordan und Dane DeHann spielen absolut glaubwürdig.
Auch der Found Footage Stil nervt mich hier längst nicht so, wie in vielen anderen Filmen. Durch die Telekinesefähigkeiten der drei Hauptfiguren hat die Kamera die Möglichkeit durch die Luft zu fliegen, frei zu schweben und um das Geschehen zu kreisen, wie es bei normalen Found Footage Filmen nicht möglich wäre. Auch das typische Gewackel und Verwische beschränkt sich auf ein Minimum. Das Konzept sorgt hier sogar dafür, dass man als Zuschauer näher an den Charakteren ist. Der Hauptcharakter Andrew, ein Außenseiter, nutz die Kamera oft als eine Art Freundesersatz, spricht mit ihr oder beschäftigt sich anderweitig damit. Dies ermöglicht dem Zuschauer viele glaubwürdige Einblicke in dessen Charakter.

Komplett nachvollziehbar ist das Found Footage Konzept zwar nicht, aber das ist es meiner Meinung nach bei fast keinem Film.

Im letzten Drittel schwenkt die Handlung dann von harmlosen Kindereien zu deutlich ernsteren, härteren Themen. Die Wandlung der Charaktere, die dabei vonstattengeht, ist zwar recht simpel, aber stehts glaubhaft. Andrew ist kein Bösewicht, er ist ein Außenseiter, dem es irgendwann einfach reicht, alles in sich hineinzufressen. Er explodiert. Ohne Superkräfte hätte der Film auch durchaus den Leidensweg eines jugendlichen Amokläufers zeigen können.

"Chronicle" verzichtet zwar nicht ganz auf Klischees, er ist aber trotzdem ein authentischer, über weite Strecken locker erzählter und extrem unterhaltsamer Beitrag zum sonst so formelhaften Superheldengenre. Ein erfrischend anderer Film, der es auf jeden Fall wert ist, gesehen zu werden.

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Suspektianer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film stellt in eigentlich durchschnittlicher Weise eine Aussage dar, die schon 10.000 mal dargestellt wurde, aber... er ist einfach so unterhaltsam. Bis auf die kitschige Entschuldigung ganz zum Schluss habe ich mich wirklich nie gelangweilt und war die ganze Zeit fasziniert. Der Film fühlt sich ziemlich frisch und neu an. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er nicht so viel Geballer braucht, um actionreich zu sein; die Action und die Schauwerte sehen nicht selten, wie soll man sagen, "brainy" aus.

Ich persönlich habe nichts gegen found footage und fand es hier eigentlich ganz passend. Bis auf ein paar Szenen ganz zum Schluss, wo man sich fragt, wo die Kamera jetzt sein soll, wurde dieser Stil ja auch ganz galant eingesetzt.

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batman84

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Bewertung7.5Sehenswert

Der etwas andere superheldenfilm in dem normale kids mit den Problemen neu erlangter superkràfte zurecht kommen müssen. Die idee den film kompkett aus der handkamera Perspektive zu drehen ist auch sehr gut umgesetzt.

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djstoewi

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Bewertung10.0Herausragend

Wohl einer der größten überrschend genialsten Filme der letzten Jahre. Hier wird das aussergewöhnliche Fähigkeiten Erhalten- Thema einfach genial auf neue Art und Weise gezeigt. Irgendwie leidet man total mit Andrew mit und so schrecklich es auch ist, es ist absolut plausibel wie er sich verhält.
Meiner Meinung nach ist der Film einfach wertvoll.

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sibisch

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film überzeugt am anfangt und ist sehr unterhaltsam, gute Idee, gut umgesetzt. Gute Schauspieler. Nur ist gegen ende des film wohl die Idee noch mehr reinzustecken verloren gegangen und ich habe mich gefragt ob innen das Geld ausgegangen ist. Wirklich schade!

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djstoewi

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Kann man so oder so sehen. Ich fand das Ende zwar auch abrupt und nicht wirkich befriedigend aber andererseits auch genial. Andrew lebt als Kamera weiter und es ist völlig unklar was eigentlich passiert ist und wie es weitergeht. Es soll ja angeblich einen zweiten Teil geben. Ich finde persönlich, dass man keine Fortsetzung machen sollte, weil die Gefahr groß ist dem Erstling Schaden zuzufügen.


Melzer

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Bewertung7.5Sehenswert

Toller Film! Die Schauspieler kannte ich bis dato noch gar nicht, aber sie machen ihre Sache gut. Die Idee des Filmes erinnert an die eines Superhelden Films, ist jedoch ganz anders umgesetzt. Die Story ist nicht extrem originell, der Film schaft es aber trotzdem zu faszinieren. Die Effekte sind für einen Low-Budget Film auch nett anzusehen.
Die Kameraführung gefällt mir auch sehr gut und wie sie mit der Geschichte verknüpft ist, ist irgendwie mal was anderes.
Das Ende hat mich allerdings leider überhaupt nicht überzeugen können:

(Spoiler!!!)

Auf ein mal ist der Protagonist auf seinem Höhepunkt tot !?

Warum?

Das kam mir so vor, als wollte da jemand plötzlich möglichst schnell einen Film fertig stellen.

Insgesamt aber ein netter Streifen, den man sich ruhig mal anschauen kann!
Erinnerte mich außerdem stark an die Serie "Misfits". Wem der Film gut gefallen hat, sollte sich die mal anschauen ;)

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marius.martinez.5

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Bewertung9.5Herausragend

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme!

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Cinematic

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wo bleibt dann die 10 mit Herz ^^


freakualizer

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Die Antwort gefällt mir, kann ich leider nicht liken, also so.. :D


JohnBishop

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Idee des Films ist zu Beginn sehr gut umgesetzt, hier geht es nicht groß um die Kräfte die sie erhalten und auch geht es nicht um Helden, es geht hier darum, was passieren könnte, wenn Jugendliche solch eine mächtige Macht in ihre Hände bekommen. Ich finde auch alle Schauspieler machen ihren Job hier sehr gut, vor allem Dane DeHaan.
Allerdings beginnt der Film für mich an einer ganz gewissen Stelle abstrus zu werden:

[Achtung Spoiler]

Als Andrew nämlich den Wagen von der Straße ablenkt. Wieso tut er das? Der bis dahin so ruhige und stille Charakter übertreibt es hier maßlos. Es mag sein, dass er seine Kräfte nicht komplett unter Kontrolle hat, aber trotzdem ist seine Absicht, den störenden Fahrer abzudrängen, klar ersichtlich. Hier verliert der Film ein wenig an Glaubwürdigkeit. Andere Momente in denen ich die Figur Andrew hinterfrage ist, wenn er beginnt andere auszurauben, ich hätte in einer Nacht eine Bank ausgeraubt, bevor ich "arme" Schläger zusammenschlage. So ziehen sich ein paar nicht ganz so nachvollziehbare Dinge durch den Film, welche ich aufgrund der Berücksichtigung von Andrews sich dann verändernden Charakters noch als annehmbar am abstempeln kann (das bezieht sich auf die Sache mit Steve, die Auseinandersetzungen mit seinem Vater und andere Dinge).

Eine weitere Sache, die ich kritisieren würde, ist dass der Found-Footage Look zu Beginn eindeutig Sinn ergibt, allerdings im Verlaufe des Filmes (ca. sobald man auch andere Kameras mit einbezieht als die der wichtigen Charaktere) langsam an Sinn verliert, vor allem ist dies aber zum Ende des Films der Fall. Für das Finale hätte man andere Perspektiven nutzen sollen, da der Kampf aus einer anderen Perspektive besser gewirkt hätte (Andrew nimmt sich unnötigerweise Kameras von Passanten, damit Szenen eingebaut werden können?!).
Ja vor allem das Finale des Films ist nicht wirklich gelungen, dem Rest hätte ich sehr leicht auch eine höhere Wertung geben können, aber da hier der Found-Footage Look keinen Sinn mehr ergibt und trotzdem beibehalten wird (ich hatte das Gefühl die beiden treffen sich in der Nähe von Kameras, reden kurz, heben ab, kämpfen im Flug, landen, kurzes Gerede in der Nähe von Kameras, fliegen, kämpfen, landen usw.) und hier die Entscheidungen der Charaktere nicht mehr wirklich nachvollziehbar sind. Weiterhin wird am Ende viel zu wenig meiner Meinung nach auf die Folgen des Schlagabtausches von Andrew und Matt eingegangen, er hebt dann einfach ab und in der nächsten Szene fliegt er nach Tibet?! Mich hätte interessiert, was die Folgen für Matt und auch für die ganze Stadt gewesen sind. Kann Matt sein Leben jetzt einfach weiterleben? Ich denke doch wohl kaum. Wie viele Verletzte/Tote gab es bei dem Kampf?

Der Film setzt sich für mich sehr gut mit der Frage auseinander, was Jugendliche mit einer solchen Kraft anstellen würden, driftet aber zum Ende hin immer mehr in ein epische Richtung ab, wobei es aber nicht wirklich zu einem epischen Finale kommt.
Letztlich ist der Film nicht schlecht, verschenkt aber zum Ende hin leider sehr viel seines Potentials. Stark begonnen und schwach enden, ist sonst tödlich für jeden Film, dennoch bleiben mir coole Momente in Erinnerung, ich für meinen Teil hätte gerne zu Beginn mehr von der Leichtigkeit gesehen und zum Ende hin weniger Epik und noch mehr Dramaturgie, denn Andrews Tod ist leider weder episch noch sonderlich dramatisch.

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Riah

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Egal was alle vor mir gesagt haben, der Film ist einfach genial. Das Thema ist spannend, die Schauspieler sind auch gut (allen voran Dane DeHaan) und ich finde die Story ist zwar bis zum Ende etwas ungelöst geblieben, aber mich hat sie total gepackt. Klar hätte man viel mehr "hineinpacken" können, aber genauso ist es richtig – der Film soll nun mal nur erzählen, was passiert, wenn Jugendliche plötzlich eine Macht kriegen, mit der sie nicht umgehen können und das ist ihm ziemlich authentisch gelungen.

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xElectrox

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film hatte viel Potenzial (was nicht ganz genuzt wurde). Die Effekte sind gut gemacht. Ich finde es gut, dass für diesen Film relativ unbekannte Schauspieler geholt wurden. Dane DeHaan und seine Kollegen spielen ihre Rollen gut.

SPOILER!

Warum lässt man Dane DeHaans Charakter am ende so unnötig sterben? Man meint er legt jetzt richtig los und dann wird er einfach aufgespießt!?

Aber dennoch kann man sich den Film einmal ansehen.

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donmike65

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Bewertung5.5Geht so

Achtung kann Spoiler enthalten!

Fande den Film von der Idee Super genau auf sowas steh ich. Jedoch wurde Potenzial auf höchstem Niveu verballert. Alleine das der coolste Charackter so schnell und unspektakulär stirbt ist total Bannane. Noch dazu kahm mir das Ende viel zu schnell zu viele unnötige stellen am Anfang. Und naja wenn ich Superkräfte kriegen würde, würde ich mich ganz anders verhalten, ich könnte es nicht fassen würde denken es ist ein Traum oder würde rum brüllen. Die 3 Jungs haben sich aber nach nichtmal 24h sehr schnell eingelebt als würde man in eine andere Schule kommen oder sowas.

Dennoch kann man aus der Idee sehr viel machen. Würde mich über einen anständigen Reboot freuen. Mit Schnitt diesmal. im Film könnte man ja trozdem zeigen das die Jungs ich Fähigkeiten drehen.

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vanilla

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Bewertung5.0Geht so

Vielleicht ein wenig zu viel des Guten.
Das Fliegen z. B. sollte meiner Meinung nicht sein, war irgendwie blöd und Jenseits von Gut und Böse.
Trotzdem muss ich sagen, dass es insgesamt eine positive Überraschung war, denn hier bekommt man einen völlig anderen Superheldenfilm.
Interessante Geschichte, die auch zu einem etwas anderen Ende führt, als ich das erwartet habe.
Kameraarbeit ist stark, außer dass es wieder einiges an Wackel-Dackel-Aufnahmen gab, im Stile von "Cloverfield" und "End of Watch".
Wer damit seine Probleme hat, könnte hier richtig enttäuscht werden.
Erfrischend sind auch die unbekannten Darsteller, das muss auch mal sein.
Nicht immer die selben etablierten Stars, Neuland tut auch mal gut.
Auch die Spezial-Effekte sollte man nicht außer Acht lassen, denn die können sich wahrlich sehen lassen.
Wer ein Freund von Superheldenfilmen ist, mal wieder etwas anderes sehen möchte, als immer nur "Avengers", "Iron Man" oder "X-Men" und kein Problem mit Wackel-Kamera hat, wird hier definitiv seinen Spaß haben.
Für mich war es ein durchschnittlicher Film, nicht mehr und nicht weniger.

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BenAffenleck

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@vanilla: ganz nah dran. Ist auf jeden Fall auch so ein Musik Ding. Ich bin absoluter Grunge-Fan. Nirvana, Pearl Jam usw. Seattle war ja in den 90ern die Hauptstadt des Grunge. Ich find die Stadt aber auch immer von den Bildern her total malerisch. Ich hoffe, dass ich da noch mal irgendwann hin komme. Aber momentan mit Haus und 2 Kindern könnte nix weiter weg als Seattle. Aber davon Träumen darf man trotzdem...


vanilla

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cool, Grunge hör ich auch gern;-))
Und 2 Kinder hab ich auch;-)) Da haben wir schon wieder paar Gemeinsamkeiten entdeckt;-)


inceptionfan

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Bewertung6.5Ganz gut

"Chronicle" ist im Found Footage-Genre durchaus ein guter Film, der außerhalb des Horror-Genres mal wieder ein paar neue Ideen bietet! Die Story ist dabei wirklich extrem gut gelungen und man kann das Verhalten der Figuren auch oftmals verstehen. Dabei ist die erste Hälfte des Films auch in einigen Momenten recht witzig, während die zweite Hälfte dann etwas ernster und spannender wird. Dane DeHaan spielt hier seine Rolle wirklich gut, aber auch die anderen Schauspieler überzeugen. "Chronicle" hat einige wirklich extrem starke und originelle Momente, in denen das Found Footage auch grandios eingesetzt wird, aber dennoch muss ich sagen, dass mich der Film in manchen Punkten nicht ganz so überzeugen konnte! Bei den Spezialeffekten gab es zum Beispiel ziemliche Schwankungen: Vor allem am Ende waren die Effekte oftmals wirklich gelungen, aber dann gab es auch einige Szenen, in denen die Computereffekte ziemlich billig aussahen. Auch das Finale war mir persönlich ein wenig zu übertrieben und zu lang ausgedehnt. Insgesamt hat mir außerhalb des Horrorgenres im Found Footage-Bereich "Cloverfield", der ja oftmals in Verbindung mit diesem Film genannt wird, auch viel besser gefallen.
Fazit: "Chronicle" hat auf alle Fälle viele starke und originelle Momente und bietet auch gute Unterhaltung, aber es ist kein Film, der mich jetzt umgehauen hat oder mir großartig im Gedächtnis bleiben wird.

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Val Vega

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Bewertung6.0Ganz gut

Und ich war dann eben doch überrascht! Der Footage-Look schadet dem Film nicht, da der regisseur es schafft so extrem intime Momente zu kreieren, wenn auch der Sinn, der immer vorhandenen Kamera im Film nicht vollständig ersichtlich ist. Dane DeHaan spielt durchgehend sehr gut und auch seine Kollegen machen ihren Job recht ordentlich. Der Film besticht vorallem dadurch, dass er sich Zeit nimmt seine Charaktere vorzustellen und sie vorallem sympathisch zu machen. Ein paar Szenen kommen im Film richtig geil und die Personen tun das, was auch ich mit Superkräften machen würde. Spaß haben. Dennoch ist er nicht wirklich mehr als eine Leicht zu verdauene und schnell wieder ausgeschissene und vergessene Nummer.

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Hueftgold

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Fand den auch sehr gut! :) Hätte ich nicht gedacht!


L-viz

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Bewertung6.0Ganz gut

Durchaus interessant unter dem Gesichtspunkt eines Superheldenfilms gemäßigter Art. Man zieht nicht sofort alberne Kostüme an, nur weil man Superkräfte erlangt. Ebenso wenig zieht man gleich gegen einen zufällig (rein zufällig) zur gleichen Zeit auftauchenden Superschurken ins Feld. Die erste Hälfte ist unter dem Fun-Aspekt auch noch ganz gelungen; man probiert halt alles Mögliche aus, macht einige Späße. Nur dann fehlt gegen Ende die dramaturgische Spitze, die dem Film wirklich zu mehr Bedeutung hätte verhelfen können.

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LiaMiller

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Bewertung6.5Ganz gut

Viele hier mögen anscheind dieses Found-Footage nicht, aber ich finde es bei diesem Film wirklich angenehm, ist nicht zu übertrieben oder so.
Die Figuren waren etwas sehr einfach und durchschaubar, hat der Unterhaltung aber nicht wirklich geschadet.
Nur von dem Ende war ich wirklich enttäuscht...

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el-deglabolo

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Bewertung7.0Sehenswert

Abgesehen vom schnell nervigen Found-Footage-Stil ein klasse Film.

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abendrot

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Bewertung7.0Sehenswert

Der "Found Footage"-Stil macht bei diesem Film anfangs Sinn, weil der Zuschauer so vor Augen geführt bekommt, wie sich parapsychische Fähigkeiten wie Dinge schweben zu lassen oder Fliegen in der Realität aussehen könnten, wenn man sie mit spärlichen Mittelchen wie uralten Kameras oder Handycams abfilmt. In sofern darf sich der Film gerade beim Thema Effekte keinen Fehltritt erlauben, was auch gelingt. Zum Ende hin wird es allerdings immer unrealistischer, das in eskalierenden Szenen jemand auf die blöde Idee käme, die Situation auch noch zu filmen. Besser wäre gewesen, den Kamera-Stil dann ganz zu verlassen oder von vornherein eine Mixtur aus beidem zu machen, so dass man dann gegebenfalls drauf verzichten kann.
Lobenswert fand ich auch die Story hinter dem Film, die um einiges dramatischer daherkommt als das übliche Loser-entwickeln-Superkräfte-und-retten-die-Welt-Gedöns. Die Charaktere sind sehr nuanciert und ausgearbeitet und versuchen nicht, heldenhaft herüberzukommen, sondern nutzen ihre Kräfte zu ihrem Spaß oder ihrem Vorteil. Da sie menschlich bleiben, bekommt man auch zu sehen, was passiert, wenn besagte Fähigkeiten in die falschen Hände geraten.
Das Finale kam dann allerdings doch leider sehr Hollywood-mäßig um die Ecke und unterscheidet sich kaum von Amokläufen à la Godzilla oder King Kong.
[SPOILER] Ich behaupte außerdem, zum Deeskalieren hätte ein kräftiger KO-Schlag des ,,Antagonisten" gereicht, anstatt ihn gleich brutalstmöglich aufzuspießen, nachdem man Sekunden zuvor noch (wie über den gesamten Film) probiert hat, seine Haut zu retten [SPOILER ENDE].

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uncut123

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Bewertung6.5Ganz gut

wo der trailer rauskam war ich schon gespannt wie der rockt und fand den überraschend gut...der film hat viele momente die einfach laune machen

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