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Cinema Jenin

Cinema Jenin (2011), DE/IL/PS Laufzeit 100 Minuten, FSK 6, Dokumentarfilm, Kinostart 28.06.2012


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7.3
Kritiker
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6.4
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25 Bewertungen
11 Kommentare
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von Marcus Vetter

Cinema Jenin dokumentiert die ambitionierte Initiative von Marcus Vetter, das in den frühen 1960er Jahren erbaute gleichnamige Kino, das sich in der Stadt Jenin in der West Bank befindet und mit dem Ausbruch der ersten Intifada im Jahr 1987 geschlossen wurde, wiederzueröffnen.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Cinema Jenin
Genre
Dokumentarfilm
Zeit
Gegenwart
Ort
Palästina
Handlung
Araber, Dokumentarfilm, Entwicklungshelfer, Film und Kino, Friedensarbeit, Kind und Jugendlicher, Kino, Palästinenser
Zielgruppe
Familienfilm
Verleiher
Senator/Central
Produktionsfirma
Arte, Bayerischer Rundfunk, Boomtown Media, Cinephil, Filmperspektive GmbH, Project Cinema Jenin, Senator Film, Südwestrundfunk, Yes TV

Kritiken (11) — Film: Cinema Jenin

Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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7.0Sehenswert

Dokumentarfilmer Marcus Vetter hat vor einiger Zeit mit seinem Film "Herz von Jenin" einen Hit gelandet. Die Geschichte von Ismail Khatib, einem palästinensischen Vater im Westjordanland, der die Organe seines erschossenen Sohnes an Israelis spendet, sorgte vielerorts für Aufsehen. Aber den wirklich richtigen Vorführsaal hatte der Regisseur offensichtlich noch nicht gefunden.
Das Cinema Jenin ist ein Kino, das durch Intifada und israelische Angriffe stark mitgenommen wurde. In den sechziger Jahren errichtet, einst ein schönes Haus und später vor allem als Taubenschlag dienend, fiel der Bau Vetter bei den Dreharbeiten auf. Gemeinsam mit Khatib fasste er den Plan, das Kino wiederzueröffnen. Und Vetter machte daraus, was er am besten kann: Er drehte den nächsten Film über sich. Naheliegender Titel: "Cinema Jenin".
Und der ist spannend: Da wird hoffnungsvoll nach Sponsoren gesucht, wo es keine Wirtschaft gibt, es müssen Widerstände bekämpft werden, wo es kaum Förderung gibt. Denn, man glaubt es kaum, so groß ist das Interesse am Film vor Ort nicht: Alles was aus dem „Westen“ kommt - und dazu gehört das Kino wohl im Allgemeinen und Vetter im Besonderen -, wird verteufelt. Es gibt Kräfte, die sagen, jetzt geht die eigene Kultur zugrunde. Der Spielplan muss mit dem Mufti abgesprochen werden, und was die Israelis zu dem Projekt sagen, ist noch gar nicht raus. Nichts ist einfach, nichts klappt beim ersten Mal. Eine irrwitzige Dokumentation über ein irrwitziges Projekt.

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Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel

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7.0Sehenswert

Was denn aber doch stört bei allem auch filmischem Einsatz: Regisseur Vetter setzt sich in „Cinema Jenin“ penetrant selbst in Szene, am liebsten mit Zigarette in Pascha-Pose.

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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6.5Ganz gut

Es wirkt wie eine Mahnung, dass eine soziale Initiative stets auch eine politische Position erfordert und dass in Zeiten von Krieg und Terror der Einsatz für Kultur eine Sache auf Leben und Tod sein kann.

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Claudia Lenssen: epd Film Claudia Lenssen: epd Film

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7.5Sehenswert

Anschaulich zeigt Vetters Film, wie schmal der Grat zwischen Kultur und Politik in dem zerrissenen Land ist.

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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel

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7.0Sehenswert

"Cinema Jenin" ist wohl kein künstlerisch wertvoller Dokumentarfilm, sondern eine improvisierte Reportage aus einer Stadt, die lange als Hochburg der radikalen Al-Aksa-Brigaden und von Selbstmordattentätern galt.

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Magali-Ann Thomas: BR Magali-Ann Thomas: BR

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8.0Ausgezeichnet

Marcus Vetter geht es nicht darum eine Erfolgsgeschichte zu dokumentieren, denn die Eröffnung des Kinos ist nur der Anfang. Aber dieses Kinoprojekt schafft Raum für Diskussion und damit eine Freiheit, die Bewegung in die Herzen der Menschen bringt.

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Stefanie Zobl: Fluter Stefanie Zobl: Fluter

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6.0Ganz gut

Seine Multifunktionalität bringt einerseits eine besondere Nähe zu dem Projekt mit sich – andererseits fehlt auch jegliche kritische Distanz in dem sehr gefälligen, handwerklich nahezu perfekten, aber eher auf westliche Bedürfnisse zugeschnittenen Film.

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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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8.0Ausgezeichnet

Cinema Jenin gewährt einen Einblick in die komplexe Psychologie eines politischen Konfliktes. Kann man der Bevölkerung in Zeiten des Ausnahmezustands einen Unterhaltungsfilm wie Avatar zumuten? Und darf das Kino ein Ort des kulturellen Austauschs sein oder muss es sich zur Stimme des palästinensischen Widerstands erheben?

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Stefan Reinecke

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4.0Uninteressant

Ob Jenin, einst Hochburg des militanten Widerstands gegen Israel, wirklich mit den Segnungen des rot-grünen Milieus, mit Arthousefilmen und Solaranlagen geholfen ist, daran soll das Publikum lieber nicht zweifeln.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

Der deutsche Regisseur Marcus Vetter ist mit der palästinensischen Stadt Jenin seit mehr als fünf Jahren verbunden. Als der Filmemacher erfuhr, dass der Palästinenser Ismail Khatib die Organe seines von einem israelischen Soldaten 12-jährig getöteten Sohn Ahmed an Kinder in Israel gespendet hatte, drehte er darüber den bewegenden Dokumentarfilm „Das Herz von Jenin“, der 2010 den Deutschen Filmpreis Gewann. Nachdem die israelische Witwe Yaël Armanet-Chernobroda, deren Mann Dov Chernobroda im März 2002 vom Selbstmordattentäter Shadi Tobassi in einem Tel Aviver Restaurant mit in den Tod gerissen wurde, den Film sah, reifte in ihr der Gedanke, Shadi Tobassis Eltern kennenzulernen. Über die Annährung zwischen der Witwe und den Eltern von Shadi, Um Amjad und Abo Amjad Tobassi, entstand unter der Regie von Jule Ott und Steffi Bürger, zwei Schülerinnen Marcus Vetters, der hochemotionale Dokumentarfilm „Nach der Stille“. Nun ist Marcus Vetter wieder nach Jenin gefahren, um ein seit Jahrzehnten verlassene Kino wiederaufzubauen – und um den Wiederaufbau in einem weiteren Film zu dokumentieren: „Cinema Jenin“ stellt den Abschluss einer Trilogie dar, die insbesondere eines verdeutlicht: Dass Versöhnung ein Zusammenleben im Nahen Osten möglich machen kann.

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Matthias Pasler: Movie Maze Matthias Pasler: Movie Maze

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9.0Herausragend

Cinema Jenin ist nicht nur ein Dokument der Umstände im Westjordanland, sondern auch ein Versuch, sie zu ändern. Dabei vermittelt der Film vor allem die Botschaft, dass Kunst vereint, wo Politik auseinanderreißt.

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