Cirkus Columbia
Cirkus Columbia (2010), BE/BA/FR/DE/RS/SI/GB Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 20.10.2011
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12 Kommentare
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von Danis Tanovic und Danis Tanović, mit Miki Manojlovic und Boris Ler
Er war lange weg. Sehr lange. Jetzt ist Divko ein gemachter Mann. Und endlich – es ist Sommer 1991, der Eiserne Vorhang ist gefallen – sieht er die Chance, in seine Heimat zurückzukehren. Mit einer jungen Geliebten an seiner Seite reist er nach Bosnien-Herzegovina. Hier trifft er seine Ex-Frau wieder und lernt endlich seinen Sohn kennen. Allerdings läuft dann vieles nicht ganz so, wie sich Divko das vorgestellt hat. Sein Sohn erweist sich als höchst widerspenstig. Die politische Lage ist instabil. Zudem ist Divkos Glücksbringer, eine kleine schwarze Katze, eines Tages plötzlich verschwunden…
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Cast & Crew
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Danis Tanovic
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Danis Tanović
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Miki Manojlovic
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Divko Buntic
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Mira Furlan
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Boris Ler
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Martin Buntic
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Jelena Stupljanin
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Mario Knezovic
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Milan Strljic
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ranko Ivanda
Regie
Schauspieler
-
Svetislav Goncic
-
Almir Mehic
-
Danis Tanovic
-
Danis Tanović
- Genre
- Drama
- Zeit
- Bosnienkrieg
- Ort
- Bosnien-Herzegowina, Dorfleben
- Handlung
- D-Mark, Dorfleben, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Eigenheim, Erfolg, Geld, Geliebte, Katze, Provinz, Strenger Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Vergnügungspark, neue Frau
- Stimmung
- Eigenwillig
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Cirkus Columbia
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Kritiken (12) — Film: Cirkus Columbia
Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln
Kommentar löschen"Cirkus Columbia" ist eine melancholische und tragische Erinnerung an den letzten Sommer vor den Bomben - und eine großartige Ode an die Menschlichkeit.
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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenZwischen urkomischen Nebensträngen wie der Suche nach Divkos verschwundener Katze, emotionalen Tiefgängen und der beschwingten Leichtigkeit einer verbotenen Romanze zwischen Martin und Divkos Geliebten, zwischen idyllischer Landschaft und den Vorboten eines nahen Krieges, beobachtet der Bosnier Tanović seine Protagonisten. Die lavieren sich mit dem Mut der Verzweiflung durchs Chaos und stehen schließlich vor der Entscheidung, zu bleiben oder zu gehen. Wenn's zu verschroben und zu laut wird, bringen die Schauspieler, vor allem Miki Manojlović als ambivalente und tragische Figur, den Film wieder in die Spur.
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Stefan Stiletto: fluter Stefan Stiletto: fluter
Kommentar löschenDas Problem von Tanovićs Film ist, dass er weder recht als Drama noch als schwarze Komödie funktioniert. Nur sehr zäh schreitet die Handlung voran und hält sich bei Belanglosigkeiten auf. Wenige Bilder gibt es – wie Martins balancierender Gang über den Dachsims – die etwas von der drohenden Gefahr vermitteln.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenDie immer offener zu Tage tretenden Feindseligkeiten verdeutlicht Regisseur Tanovic nicht durch ethnische Zuordnungen, sondern durch menschliche Auseinandersetzungen, am augenfälligsten durch die Entfremdung zweier Freunde: Am Anfang von „Cirkus Columbia“ sind Martin und Pivac (Mario Knezovic) beste Freunde, die seit Kindertagen alles miteinander teilen. Pivac, der Sohn des neuen Bürgermeisters, schließt sich einer den kroatischen Nationalisten nahe stehenden paramilitärischen Gruppe an. Martin, der für den früheren kommunistischen Bürgermeister Leon Sympathien hat, weigert sich jedoch, dieser gewalttätigen Truppe beizutreten. Dass diese Freundschaft in Feindschaft umschlägt, steht exemplarisch für das Auseinanderbrechen der Dorfgemeinschaft in einander sich bekämpfende Fraktionen.
Obwohl Danis Tanovic in „Cirkus Columbia“ trotz skurriler Episoden wie der Suche des ganzes Dorfes nach dem verschwundenen Kater nicht das Gleichgewicht zwischen Humor und Tragik trifft, das „No Man’s Land“ auszeichnete, verdeutlicht der bosnische Regisseur erneut die Sinnlosigkeit eines Krieges und der nationalistischen Bestrebungen, die eine Dorfgemeinschaft spaltet. „Cirkus Columbia“ überzeugt darüber hinaus insbesondere mit seiner Figurenentwicklung: Mit viel Gespür für Erzählrhythmus demonstriert Tanovic, dass wie so oft der Schein trügt. So stellt sich Azra nicht, wie der Zuschauer wohl zuerst vermutete, als die Opportunistin heraus, die hinter dem Geld des viel Älteren ist. Selbst der grobschlächtige, narzisstische Divko entdeckt sein weiches Herz und findet zuletzt zu einem überraschenden Entschluss, den ihm der Zuschauer wohl kaum zugetraut hätte.
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Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei... Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei...
Kommentar löschenZwischen Nostalgie und Pessimismus schlängelt sich der Handlungsweg von Tanovics lichtem Drama, das mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das Heimatlands des für sein Debüt No Mans Land mit dem Oscar ausgezeichneten Regisseurs blickt. Mit ungeschicktem Charme und seiner eigenwilligen, mitunter unentschlossenen Struktur verlockt das cineastische Original mehr als äußerlich makellose Mainstream-Unterhaltung. Fragile Symbolsprache und süffisante Pointen bewahren den ernsthaften Grundton der scheinbar leichtfertigen Handlung. [...] Bitter lächelnd schüttelt "Cirkus Columbia" den Kopf über die Absurdität von Krieg, nationaler Spaltung und persönlicher Animositäten, die plötzlich in gewalttätigen Hass ausbrechen.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenEin vom Drehbuch und der Dramaturgie her gelungenes wehmütiges Stück Geschichte, das menschlich nicht kalt lässt. Die Darsteller spielen mit einer Überzeugung, die beeindruckt – allen voran Miki Manojlovic als der narzistische jähzornige Divko sowie Mira Furlan als die verzweifelte Lucija.
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Marco Albini : Outnow Marco Albini : Outnow
Kommentar löschenCirkus Columbia funktioniert auf vielen Ebenen. Es geht um die Definition von Heimat, die Suche nach der Identität und die Annäherungen eines Sohnes an seinen Vater. Da so viel in den Film gepackt wurde, kommen einige Aspekte ein wenig zu kurz, was dem Unterhaltungswert jedoch nie schadet. Dank seinen starken Schauspielern und seiner interessanten Kulisse sollte man Tanovics' Film definitiv nicht verpassen.
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenMit „Cirkus Columbia“ versucht der bosnische Regisseur Danis Tanovic an den Erfolg seines vielfach ausgezeichneten Debüts „No Man’s Land“ anzuknüpfen. Erneut zeigt er auf absurd-groteske Weise die komplizierten persönlichen und politischen Verstrickungen des Balkans, diesmal nicht in den Schützengräben des Krieges, sondern in einem kleinen Dorf in Bosnien kurz vor der Katastrophe. Bisweilen etwas zu plakativ erzählt überzeugt „Cirkus Columbia“ letztlich doch durch seine Vielschichtigkeit und seine unaufdringliche Nostalgie.
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B.Spoerri: Neue Zürcher Zeitung B.Spoerri: Neue Zürcher Zeitung
Kommentar löschenMan könnte sagen, dass dieser Film ein bisschen so wie dieser legendäre süsse Brotaufstrich schmeckt: Er erinnert an die letzten Wehen einer vergangenen Zeit, eine kurze Umbruchphase, die bald schon ins Chaos umschlug, dargeboten in einem Regiestil und Bildern, die von etwas zu viel Zucker und einem künstlichen, aber unverwechselbaren Geschmack dominiert werden.
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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschen„Cirkus Columbia“, stammt von dem bosnischen Regisseur Danis Tanovic, der mit seiner Kriegsgroteske „No Man's Land“ (2001) viele Preise holte – und das Schönste: Der titelgebende Zirkus ist nichts weiter als ein zweimal in bezaubernden Szenen erscheinender Dorfrummel mit Kettenkarussell. Ansonsten erzählt Tanovic in seiner 1991 spielenden, milden Vorkriegskomödie von einer Familienzusammenführung der besonderen Art. Bosnischer Papa kommt mit sexy Freundin nach 20 Münchner Jahren ins Heimatdorf zurück, schmeißt mit D-Mark um sich sowie Frau und Sohn aus dem Haus und steckt alsbald in Kalamitäten. Nicht nur, dass die Serben sich daran machen, gegen die Bosnier in den Krieg zu ziehen – vor allem geht Rückkehrer Divko (Miki Manojlovic) seines Glücksbringers, einer schwarzen Katze, verlustig, und sucht sie folglich den lieben, langen Film lang auf das Herz- sowie Zwerchfellzerreißendste.
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschen„Cirkus Columbia“ ist ein bestechend guter Kriegsfilm gegen den Krieg.
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Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal
Kommentar löschenCirkus Columbia ist bisweilen sommerlich-bukolisch, treibt aber, wenn es politisch wird, auch Richtung tragikomischer Dorfposse. Vor allem aber ist er eine von stiller Melancholie durchzogene Ode ans Leben und die Fähigkeit, zu lieben und sich in den absurdesten Situationen neu einzurichten.
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