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Citizen Kane - Kritik
US 1941 Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 27.09.2007
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Kritiken (5) — Film: Citizen Kane
Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenKein anderes Werk außer Francis Ford Coppola’s Der Pate taucht so regelmäßig in internationalen Listen auf, die den besten Film aller Zeiten suchen, wie Citizen Kane. Von Amerika bis Europa, von Asien bis Australien gilt das Gesellschaftsdrama von Orson Welles als zeitloser Klassiker, was schon erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass der Film mittlerweile 67 Jahre auf dem Buckel hat. Dementsprechend waren meine Erwartungen enorm. Enttäuscht wurde ich nicht, auch wenn ich Citizen Kane den Status als Meisterwerk absprechen würde.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenEin riesiger Film!
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Der Cinephile: Der Cineasten-Blog Der Cinephile: Der Cineasten-Blog
Kommentar löschenDer beste Film aller Zeiten? Ja, tatsächlich.
Orson Welles auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Ein zeitloses Porträt über eine menschliche Selbstzerstörung, technisch perfekt, mit einer handwerklichen Kunstfertigkeit, die danach nur noch Kubrick erreichte (und vielleicht Spielberg in seinen besten Filmen). Es schadet auch nicht, das Welles als Kane vor allem sich selbst spielt.
Einziger Kritikpunkt: der wahrscheinlich größte Filmfehler aller Zeiten! Wenn Kane allein starb, wer hat dann seine letzten Worte gehört?
18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
popondre Sun, 07 Nov 2010 17:31:59 -0000
Antwort löschenKein Filmfehler. Der Butler erwähnt gegen Ende des Films, er habe zweimal Rosebud aus Kanes Mund gehört...Das letzte Mal als er eine Glaskugel aus seiner Hand hat fallen lassen....
Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenMit dem Jonglieren der Ebenen läutete der erst 25-jährige Regisseur Orson Welles ein neues Filmzeitalter ein. Berühmt wurde der Film auch für nie zuvor gesehene Schnitte, bizarre Kamerawinkel und verblüffende Tiefenschärfen. Nichts davon hatte der Autodidakt Welles selbst erfunden. Doch er schuf ein Kunstwerk, das bis heute fasziniert.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
plomlompom: Filmblogs
Kommentar löschen"James" Foster Kane? Aua. Das muss natürlich "Charles" heißen. Ansonsten, well, halt ein Kompendium des Kinos, das Werk, oder doch zumindest aller Techniken und Erzählweisen, die Hollywood zu seiner Höchstzeit halt so beherrschte, und zugleich inhaltlich eine große Amerika-Erzählung. Hier drunter ein Link zu einem längeren Text von mir über den problematischen Status des Werks als Überkanon.
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Kommentare (111) — Film: Citizen Kane
MrKatsumi Mon, 27 May 2013 20:41:29 -0000
Kommentar löschen35mm, OV - alles andere ist auch irgendwie eine Farce bei solch einem Film.
Besonders (und das mit Nachdruck) beeindruckend für die Zeit in der er gedreht wurde. Einfach überragend wie Welles, und das Team Filmschaffender um Ihn, damals schon wusste wie sie bestimmte Szenen realisierten können. Für die Vierziger einfach unglaublich reif und seiner Zeit voraus!
bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
VisitorQ Mon, 27 May 2013 21:09:20 -0000
Antwort löschenIch wollte den Film lange Zeit nicht sehen und dachte immer nur "Jaja, best movie ever, my ass". Dann habe ich den Film irgendwann gesehen und war so klein mit Hut.
Alle 3 Antworten zeigen
MrKatsumi Mon, 27 May 2013 21:31:29 -0000
Antwort löschenEs waren so gut wie nur 40+ Leute im Kino, wirklich traurig. KEINER meiner Freunde kannte Citizen Kane. Mal wieder allein ins Kino, was solls..
Suki93 Mon, 27 May 2013 22:51:03 -0000
Antwort löschenOhja, wunderbarer Film mit fantastischer Kameraführung wie ich finde! Wer den Film nicht kennt, hat was Großes verpennt...
heikschn Mon, 20 May 2013 21:05:38 -0000
Kommentar löschenMit alten Schinken kann ich in der Regel nichts anfangen. Citizen Kane gefällt mir soweit am besten. Die uralte Optik stört auch hier. Aber bei Citizen Kane reißt das gute Drehbuch viel heraus. Biografische Filme liegen mir normalerweise nicht so. Dieser hier ist interessant. Die Annäherung an den Hauptcharakter aus verschiedenen Blickwinkeln ist klasse. Die schrittweise Demontage des Übermenschen Kane ist toll umgesetzt.
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Acry Sun, 19 May 2013 21:44:38 -0000
Kommentar löschenEin Klassiker muss zeitlos sein und genau das ist Citizen Kane. Wie Reichtum einsam macht, Medien Leben zerstören oder der American Dream zum Nightmare wird, ist heutzutage noch genauso aktuell wie damals in den 40er Jahren.
Neben der filmisch wirklich beeindruckenden Inszenierung und der intelligenten Erzählweise ist besonders Welles' Darstellung des charismatischen, rücksichtslosen, idealistischen und innerlich zerrissenen Kanes ein definitiver Grund, sich diesen Film anzuschauen.
Meine zukünftigen Schüler dürfen sich schon mal auf Citizen Kane als Pflichtprogramm zum American Dream freuen - das werde ich durchsetzen, egal wie voll der Lehrplan ist hehe
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Raven.13 Sun, 12 May 2013 12:03:21 -0000
Kommentar löschenDer Film ist wie ein Puzzle und am Ende muss man feststellen das ein ganz anderers Bild rauskommt.
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Stevie Wonder Thu, 09 May 2013 18:09:54 -0000
Kommentar löschenWas willst du im Leben? Geld? Macht? Liebe? Oder alles drei zusammen?
Braucht man Geld und Macht um glücklich zu werden?
Mit diesem Thema setzt sich der Film „Citizen Kane“ auseinander.
Wir befinden uns im Amerika der 20er Jahre: Charles Foster Kane ist einer der reichsten Männer der Welt und besitzt haufenweise Zeitungen und Radiostationen. Er ist weltbekannt, doch stirbt trotzdessen alleine in seinem Schloss Xanadu. Ein Journalist beginnt das Rätsel um sein letztes Wort „Rosebud“ zu lüften.
Charles Foster Kane: Er hat alles was man sich vorstellen kann und man könnte meinen, er müsste glücklich sein. Doch er stirbt unglücklich und ganz alleine in seinem Schloss, das bis oben hin mit Statuen und anderen Sammlerstücken vollgepackt ist. Warum ist er nicht glücklich? Er hat doch alles?
Kane strebt nach Macht, die er durch die Zeitung erlangt. Geld bedeutet ihm nicht viel. Er will von allen geliebt werden, doch er liebt nur sich.
Mr. Thatcher: Er ist Kanes Vormund und kümmert sich um ihn seit dem Kindesalter. Er regelt die finanziellen Geschäfte in Kanes Namen, die ihm im Alter von 25 Jahren überschrieben werden. Mr. Thatcher ist Banker und strebt nach Geld. Sein Weg zum Glück ist Geld. Doch macht dies glücklich?
-"Was möchtest du sein"? (Mr. Thatcher)
-"Alles was sie hassen!" (Charles Foster Kane)
Bernstein: Er kennt Kane sein ganzes Leben lang und unterstützt ihn auch auf seinen Weg. Er ist Mitarbeiter bei Kanes Zeitung.
„Es ist keine Kunst Geld zu machen, wenn man nichts anderes will als Geld zu machen.“ – Bernstein
Ein Film über die Suche nach dem Glück, nach dem Sinn des Lebens. Ein wohl immer aktuelles Thema das 1941 in einem Film von Orson Welles aufgegriffen wird und in eine perfekt umgesetzte Geschichte gepackt wird. Mit atemberaubenden Kamerafahrten, die in manch teuren Filmen des 21. Jahrhunderts nicht vorkommen.
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christian.witte.1987 Tue, 02 Apr 2013 22:54:47 -0000
Kommentar löschenSelten ein so erfrischendes, unbeschwert energetisches und erzähltechnisch/optisch-hochwertiges, wegweisendes Biopic gesehen. Ein Musterbeispiel für zeitlose Filmkunst.
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IheartMovies Tue, 12 Feb 2013 12:02:10 -0000
Kommentar löschen9. Klasse, Musikunterricht. Meine beste Freundin und ich rufen die Wikipedia-Seite von Citizen Kane auf, weil wir mehr über die Erzähltechnik und den Ton in Erfahrung bringen sollen. Wir überfliegen die Kurzbeschreibung des Films und stoßen auf das so ziemlich wichtigste Wort der Filmgeschichte. Rosebud. Wie das eben so ist, packt uns die Neugier und wir lassen uns von Wikipedia verraten, wer oder was Rosebud ist - eine Antwort, die uns noch neugieriger auf den Film macht, als ohnehin schon, weil wir, ohne ihn gesehen zu haben, Rosebud nicht verstehen können. Ungefähr vier Jahre später: Für mich ist der Zeitpunkt gekommen, Citizen Kane zu sehen. Ich kann gar nicht genau sagen, wieso ich nicht früher in die schwarzweiße Welt des Charles Kane eingetaucht bin - aber vermutlich wäre ich zu jung, und was das Filmverständnis betrifft, zu unerfahren gewesen, um ihn voll und ganz wertschätzen zu können. Vier Jahre später, und wie es das Langzeitgedächtnis so will, hatte ich noch immer nicht vergessen, worum es sich bei Rosebud handelt. So ist das doch immer: Wenn man etwas vergessen will, brennt es sich in den Kopf wie eine hartnäckige Narbe, aber sobald man etwas behalten muss, wie den Inhalt der Lernzettel für das Biologieabitur, weiß mein nach einer Folge Spongebob nicht mehr, was man eigentlich gelernt hat (Witzig finde ich gerade, dass mein Korrekturprogramm Spongebob kennt, aber Rosebud nicht :P).
So wusste ich also, was Rosebud ist.
Kennst du das, wenn du so sehr nach einer Antwort suchst, dass du alles andere ausblendest? So wäre es mir ergangen, hätte ich NICHT gewusst, worum es sich bei Rosebud handelt. Auf diese Weise war das Filmvergnügen ein ganz anderes.
"Citizen Kane" ist viel mehr als Rosebud. Der Film ist die schmerzhafte Geschichte eines Mannes, den ich als Zuschauer nicht lieben, aber auch nicht hassen kann. Kanes Angst, jemanden oder etwas zu verlieren, verleitet ihn dazu, alles zu verlieren. In seiner Einsamkeit umgibt er sich mit Menschen, mit Statuen und Palästen, welche die Kluft in seinem Herzen, die ihm bereits am Anfang seiner Geschichte zugefügt wurde, nicht schließen können. Es gibt nur eine Person in seinem Leben, die alles für ihn erträglicher hätte machen können, doch diese ist lange fort. Die einzige Person, die er je richtig geliebt hat, weil er die Liebe zu den Menschen, die später in sein Leben treten, nicht zulassen kann. Nicht einmal sein Geld kann er lieben, im Gegenteil, er hasst es. Es wäre interessant, zu wissen, wie sein Leben ohne es verlaufen wäre.
Auch viele Jahre später, ist "Citizen Kane" ein filmtechnisches Meisterwerk bis zur letzten Sekunde, in der sich der Kreis wieder schließt und man aus dem Palast wieder ausgesperrt wird. Die Kameraführung, die Schnitte, die Erzähltechnik. Vollendete Perfektion.
Ich will gar nicht so viel erzählen, weil hier bereits so viel gesagt wurde, was den Film hervorragend beschreibt, aber falls ihr den Film noch nicht gesehen habt, sucht euch einen passenden Augenblick dafür aus. Zwingt euch den Film nicht auf - seht ihn mit Geduld und Aufmerksamkeit.
Meine beste Freundin ist mir übrigens noch immer sehr wichtig, obwohl sie heute immerhin ungefähr 240 Kilometer von mir entfernt wohnt. Und wenn sie mich besuchen kommt, werde ich mir "Citizen Kane" mit ihr ansehen. Ich hoffe, er gefällt ihr genauso wie mir. Schließlich verbindet uns das wichtigste Wort der Filmgeschichte noch immer.
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sebastianxxx Fri, 08 Feb 2013 14:12:37 -0000
Kommentar löschenIch halte "Citizen Kane" für überbewertet - vor allem stört mich die mangelnde emotionale Tiefe
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Brentano Fri, 08 Feb 2013 17:15:31 -0000
Antwort löschenKönnte man so sagen und schreiben aber wiederum wäre dazu eine detaillierte Argumentation hilfreich, "Emotionen" gibt es doch "fett" imFilm, besonders am Schluss, "Sniff" Rosebud, also?
uncut123 Mon, 21 Jan 2013 14:33:19 -0000
Kommentar löschendie geschichte war sehr intressant dargeboten worden und die auflösung des films fand ich auch gelungen...ABER es wurde nicht diese wirkung auf mich hinterlassen die ich erhoffte...
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Tom S. Jaeger Mon, 07 Jan 2013 02:08:42 -0000
Kommentar löschenIch glaube es wurde alles gesagt zu Citizen Kane in den letzten 70 jahren. Aber scheiße... ist der gut. Die Machart überzeugt mich vollendst. Wer Filme liebt muss Citizen kane mögen. Wer Film-Noir liebt - der muss Citizen Kane lieben. Ein meisterstück das Techniken benutzt, deren Anwendung 80% der Filmemacher heute noch nicht verstanden haben (Schnitt, Kontrast, Szenenbild usw.) Ein Film weit weit weit seiner Zeit vorraus.
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Andy Dufresne Mon, 07 Jan 2013 13:22:02 -0000
Antwort löschenAbsolut richtig!
ProfessorDauti Wed, 26 Dec 2012 03:21:28 -0000
Kommentar löschenIch möchte nicht bestreiten, dass "Citizen Kane" ein bedeutender Teil der Filmgeschichte ist. Alles schön und gut. Eine so simple Handlung genügt aber bei weitem nicht, um mich knappe zwei Stunden vor dem Fernseher zu fesseln. Das ist mir dann doch etwas zu trocken. Fazit: Sehr enttäuschend.
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Tom S. Jaeger Mon, 07 Jan 2013 02:10:31 -0000
Antwort löschenschähm dich! Wegen kulturbanausen wie dir bekommt der Film ein ranking was unter dem schlechter Columbo Episoden liegt. Schähm dich!
kaching3007 Thu, 23 May 2013 22:25:23 -0000
Antwort löschenSchäm dich, denn schämen schreibt man ohne h. ;)
dinev Fri, 07 Dec 2012 03:25:08 -0000
Kommentar löschen-ist Citizen Kane ein Klassiker der Filmgeschichte? Sicherlich.
-hat er Pionierarbeit geleistet und somit Generationen von Filmemachern beeinflusst? Ganz bestimmt.
-doch kann sich der Film auch mit der heutigen Konkurrenz noch auf Augenhöhe messen?
Ganz klar nein.Dazu fehlen dann einfach zu viele Elemente und Stilmittel der Filmgestaltung die in den letzten 70 Jahren entwickelt wurden.Es gibt bei diesem Film absolut nichts was man nicht auch in moderneren Filmen schon besser umgesetzt gesehen hätte.Daher kann ich diesen,von Hipstertum geprägten Hype auch kaum nachvollziehen...im Jahre 1941 ist Citizen Kane ohne Frage eine 10/10...doch mittlerweile haben wir es halt schon 2012...und um weiterhin objektiv zu bewerten muss man eben bei allen Filmen den selben Maßstab anlegen und kann somit auch keine Nostalgie-Bonuspunkte vergeben...somit bleibt unterm Strich immer noch eine gute,aber keinesfalls eine solch überragende Bewertung wie sie hier von manchen zu lesen ist
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Filmsuechtiger Fri, 07 Dec 2012 05:23:54 -0000
Antwort löschenWelche Stilmittel nutzen moderne Filme, die Citizen Kane nicht nutzt?
Lagomorph Fri, 07 Dec 2012 10:16:03 -0000
Antwort löschenCGI und 3D.
NWO@Movie Sat, 08 Dec 2012 04:07:43 -0000
Antwort löschenIch schmeiß mich weg.
muje2525 Wed, 26 Dec 2012 00:53:44 -0000
Antwort löschenna in 3d waers schon viel geiler alter... auch nix computer-animiert digger... voll der dreck...
Magnus91 Thu, 27 Dec 2012 15:15:41 -0000
Antwort löschenPseudocineast :D
NWO@Movie Thu, 27 Dec 2012 17:23:52 -0000
Antwort löschen@dinev: ich war das erste Mal von Citizen Kane auch enttäuscht. habe irgendwas undergroundiges erwartet. Aber jetzt betrachte ich es von der Regie perspektive. Meilenstein.
Alle 8 Antworten zeigen
dinev Fri, 28 Dec 2012 05:36:27 -0000
Antwort löschenso ich geb mir mal die Mühe und schreib hier nochmal:
Was haben also modernere Filme diesem Klassiker vorraus?
Fangen wir mal an mit Farbe:Rot,Grün,Blau und so...is besser als nur Schwarzweiss digger.
Die Charakterentwicklung ist dürftig für ein oft betiteltes Meisterwerk,ebenso die Story,die einem weder emotional mitreist,noch Spannung aufbaut,noch durch Unvorhersehbarkeiten zu überzeugen weiß (diese ganze Rosebud-Geschichte ist doch ohnehin ein Witz.Heutzutage würde man sowas "lazy writing" nennen).Es schleppt sich alles so dahin bis es dann schließlich endet.Es fehlt einfach an einem bedeutungsvolle,zentralen Konflikten der die Story vorranbringt.Die Rosebud-Story wird dazu verwendet den Film größer darzustellen als er ist:Man spielt mit der Hoffnung auf etwas geheimnisvolles,mysteriöses,unerwartetes...und bekommt dann mit dem letzten Schnitt einen Schlitten vorgesetzt.Es ist nur ein Vorwand um die Leute hoffen zu lassen,dass sich der Film eben irgendwann doch noch aus der Belanglosigkeit einer Charakter-Biografie herauszuwinden weiß...viele hofften vergeblich.
Naja ist jetzt auch wieder ne Weile seit ich den Film gesehen hab,aber die Kernpunkte müssten so stimmen.Die Aussage über "Elemente und Stilmittel" ist sicherlich unglücklich formuliert und meint eigentlich auch nicht wirklich das, was ich dem Film "vorwerfe"...nunja...ich werfe dem Film eigentlich überhaupt nichts vor...es ist ein toller Film im Jahre 41 und es ist ein toller Film im Jahre 2012!
Aber ist es wirklich der beste Film aller Zeiten (symbolisch "bester" Film)? Ist er das wirklich? ist Citizen Kane von Orson Welles aus dem Jahre 1941 wirklich soviel großartiger als alles was danach kam,auch im direkten Vergleich,ohne Nostalgie- oder Pionierbonus?
Ich sage nein...der Film wird nur so hoch bewertet,weil es von uns erwartet wird,den Film toll zu finden.Dadurch dass dieser Film von "Experten" so gut bewertet wird, fühlen wir uns automatisch dazu verpflichtet den Film ebenfalls toll zu finden,um uns nicht automatisch als "Kulturbanausen" im sozialen Umfeld zu disqualifizieren.Ich vergleiche den Film mit einer Schullektüre der klassischen Literatur: Im Inneren findet es eigentlich jeder doof,aber nach außen hin gibt man sich natürlich als Literaturkritiker der ersten Stunde,und brüstet sich damit das Buch gelesen zu haben,um sich im sozialen Ranking Pluspunkte zu verdienen.
Nun ich sage nicht dass es keine Leute gibt,die in Citizen Kane das absolute Nonplusultra sehen,aber ich wage es einfach mal die These aufzustellen,dass sich die meisten der sozialen Konventionen beugen und den Film nur so toll finden weil es von ihnen erwartet wird.Für viele ist Selbstdarstellung eben doch das wichtigste aller Stilmittel....
Meine Kritik ist also im weitesten Sinne keine Kritik am Film,sondern viel mehr an der Gesellschaft
Lagomorph Fri, 28 Dec 2012 08:24:00 -0000
Antwort löschenHui, Hut ab. DAS ist ein Kommentar unter den ich mein gefällt mir setzen würde, den Punkt mit der Farbe ignorier ich jetzt mal gepflegt. ;)
Nein, im Ernst: Ich denke du hast vollkommen recht. Ich hab Citizen Kane auch eine 9.5 gegeben, und das "man will ja nicht als Banause dastehen spielt wenn man mal ganz ehrlich zu sich selbst ist auf jeden Fall eine Rolle. Aber es gibt für mich einen Punkt der das dann doch eben wieder rechtfertigt: Citizen Kane ist meiner Meinung nach für einen Film aus dem Jahr 1941 unglaublich gut gealtert und wie du sagst, eben 2012 immer noch ein richtig richtig guter Film. Mit über 70 noch so fit aussehen schaffen nicht viele.
Welles hat auf vielen Gebieten Pionierarbeit geleistet und das sollte man auf jeden Fall würdigen.
Trotzdem: Interessantes Thema zur Diskussion, formulier das mal weiter aus und du hast einen guten Beitrag für die Speakers Corner.
sebastian.boehler Fri, 30 Nov 2012 23:06:49 -0000
Kommentar löschen"Rosebud"
Das letzte Wort im Leben von Charles Foster Kane,
Und das erste Wort eines außergewöhnlichen und zeitlosen Klassikers.
Fast eine Ewigkeit habe ich gebraucht, um mir endlich die Zeit für "Citizen Kane" zu nehmen, welcher schließlich für lange Zeit als bester Film aller Zeiten galt.
Nie war der Moment geeignet, um mich solch einem Streifen hingeben zu können und so hatten andere Filme immer Vorrang.
Heute jedoch sollte der Tag sein, an dem ich mir "Citizen Kane" endlich zu Gemüte führen würde.
Nun verbrachte ich also zwei Stunden vor einem schwarz-weiß flimmernden Fernsehbildschirm.
Ich kann mit voller Sicherheit sagen, dass sich die vergangenen zwei Stunden gelohnt haben und ich mich jetzt - nach der Sichtung dieses Meisterwerkes - als Cineast einfach besser fühle, weil es eine Schande gewesen wäre, diesen Film noch weiter hinauszuzögern.
"Citizen Kane" beginnt - nach dem Tod von Kane, einem (anfangs) ziemlich erfolgreichen Zeitungsmagnaten - mit einer Zusammenfassung wichtiger Ereignisse in Kanes Leben, welche sich als Kurzfilm in einer Probeaufführung entpuppt.
Der Reporter Thompson wird beauftragt, mehr darüber herauszufinden, womit nun also die lange Suche nach dem wahren Leben von Charles Foster Kane, nach der Antwort auf die Frage, wer er wirklich war, was er liebte und was er hasste in seinem Leben, und vorallem die Suche nach dem Sinn und nach der Bedeutung des Wortes "Rosebud", welches Kane angeblich schon des Öfteren zu verwenden vermochte, beginnt.
Dieser Mann war ein Geheimnis. Er ließ nichts und niemanden richtig an sich und seine Gefühle ran. Symbolisiert wird diese Sperre, die er sich gewissermaßen aufbaute und somit sentimentale Beziehungen verhinderte, durch das am Anfang und am Ende des Films gezeigte "No Trespassing"-Schild.
Thompson begibt sich durch Charles Kanes Vergangenheit bzw. zu vielen seiner früheren Bezugspersonen und mithilfe von vielen Rückblicken werden dem Zuschauer Einblicke in Kanes Leben - sowohl als Erwachsener, als auch als Kind - ermöglicht.
Das Leben dieses Mannes scheint eine Art Puzzle zu sein, welches im Laufe des Films nach und nach zusammengefügt wird. (Diese Metapher lässt sich auf das Hobby seiner zweiten Frau, Susan, übertragen.)
Anfangs hat man noch alle Puzzleteile verteilt auf dem Tisch liegen.
Doch dann erfährt man etwas über Kanes Kindheit, wodurch sich ein grober Rand des Puzzles bildet. Man erfährt von seinem Aufstieg zu überaus großem Erfolg, bzw. wie dieser überhaupt erst ermöglicht wurde. Und man findet heraus, wie und unter welchen Umständen er gelebt hat, welche Beziehungen er geführt hat und wieso sein Erfolg und sein Ansehen im Endeffekt wieder gesunken waren.
Nachdem man schließlich das Puzzle langsam von außen nach innen gelöst hat, stellt man entsetzt fest, dass ein Stück, das Mittelstück, fehlt.
Jenes Mittelstück, nach welchem man sich während des gesamten Filmes schon die ganze Zeit sehnte, ist also einfach nicht vorhanden und will vom Puzzlespieler - in diesem Fall Thompson - wohl auch nicht mehr gefunden werden.
"Mr. Kane war einer von denen, die alles bekommen haben, was sie wollten, und die alles verloren. Entweder ist 'Rosebud' etwas, was er nicht bekommen hat, oder was er verloren hat. Aber ich glaube nicht, dass das alles erklären würde. Ich bin nicht der Meinung, dass ein Wort ein ganzes Leben erklären kann.
Ich glaube, 'Rosebud' ist bloß ein Stein aus einem Puzzlespiel.
Ein verloren gegangener Stein."
[SPOILER]
Nachdem Thompson und die anderen aus dem Lager von Kanes Gütern und Erinnerungsstücken verschwinden, sieht man, wie einige dieser Dinge in einen Verbrennungsofen geworfen werden.
Eines dieser Dinge trägt die Aufschrift "Rosebud".
Es handelt sich hierbei um den Schlitten, mit dem man Kane in den Kindheits-Rückblicken sieht.
Und vorallem handelt es sich hierbei um die tiefere Bedeutung des Wortes "Rosebud".
Es bezieht sich auf seine frühen Erinnerungen, auf seine schönen und liebevollen Erinnerungen an das Familienleben mit seinen Eltern, an das Leben, das er führte, bevor er - ohne zu wissen, weshalb - einfach fortgehen und ohne seine Familie leben musste, eine Tat, die ihn zutiefst verletzt hat und worauf auch jede seiner sowohl guten als auch tyrannischen Handlungen für den Rest seines Lebens zurückzuführen sein würden.
Kane - welcher im Übrigen innerlich immer ein Kind geblieben ist - hegte stets tiefe Gefühle an diese für ihn noch unbeschwerte Zeit und große Erinnerungen galten seinem Schlitten, welcher nach seiner Abreise bei seinen Eltern blieb. Seine einzige Verbindung zu dieser Zeit, die in den Rückblicken nur im Schnee zu sehen war, war eine Schneekugel, die er am Anfang des Films nach seinem letzten Wort fallen lässt.
Somit ist das Puzzle gelöst.
[SPOILER ENDE]
Mit "Citizen Kane" ist Orson Welles ein außerordentlich schönes Filmdrama gelungen, welches mit seiner exzellenten Handlung meiner Meinung nach Maßstäbe gesetzt hat.
Meine Freunde würden sich diesen "Schrott" nicht ansehen, da Schwarz-Weiß-Filme ja nun mal schlecht und schlichtweg sche*ße sind.
Allerdings zeigt dieser Streifen dadurch nichts geringeres als dass es seiner Handlung bzw. seiner Narration, seinen Charakteren und seiner Tiefe einfach an nichts fehlt!
Immerhin ist hier von einem Film die Rede, der vier Jahrzehnte lang den Titel des besten Films der Welt trug.
Und da ich nicht enttäuscht wurde, konnte ich einfach nichts anderes als 10.0 Punkte vergeben.
(Dieser ist übrigens auch der erste Film, dem ich hier - abgesehen von meinen Lieblingsfilmen - die 10.0 gegeben habe!)
Es mag Filme geben, die für den einen spannender sind.
Es mag auch Filme geben, die womöglich interessanter sind.
Aber nichts desto trotz ist "Citizen Kane" ein Meisterwerk.
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TheBruceWayne Fri, 08 Feb 2013 21:02:08 -0000
Antwort löschenIch glaube ich bin echt Kulturbanause weil ich dem nur 7,5 Punkte gab ...
sebastian.boehler Wed, 20 Feb 2013 15:15:42 -0000
Antwort löschen10.0 ist auch wirklich arg viel. Die Prognose für die Zweitsichtung zeigt wohl eine Abwertung.
Ich war bei der Bewertung ziemlich leichtsinnig und großzügig. Ich dachte mir "Der galt also sehr lange als der beste Film aller Zeiten... Ich fand ihn klasse... dann nehmen wir halt mal die 10. ;)" ... ^^
Beim nächsten Mal werde ich ihn so bewerten, wie ich jeden anderen Film auch bewerte. :)
Andy Dufresne Fri, 30 Nov 2012 23:06:30 -0000
Kommentar löschen-"Was möchtest du sein"?
-"Alles was sie hassen!"
Ist "Citizen Kane" der beste Film aller Zeiten?
Falls dem so wäre/ist, es gäbe gewichtige Gründe dafür, eine ganze Menge Gründe...
Alles beginnt damit das der Film 1941 gedreht wurde.
Dieser Film hatte kaum Vorbilder, kaum Vorreiter, er konnte an sehr wenig anknüpfen.
Er betrat ziemliches Neuland was die komplexe Kameraarbeit, die Montage, die Umsetzung eines Drehbuches, welches mit Zeitsprüngen und Besonderheiten nur so gespickt war, betrifft und auch die Maske , die aus dem damals 25-jährigen Welles einen alten, gebrochenen Mann machen musste und der dies mehr als überragend gelang.
Vor 70 Jahren war alles ein Probieren, ein Austesten.
Und Welles wollte alles und noch mehr.
Und er schaffte es.
Wie die Stimme aus dem Off am Anfang verkündet:
"Xanadu, von 100.000 Bäumen umgeben, errichtet auf einem Berg aus 20.000 Tonnen Marmor.
Mit dem größten Privatzoo der Welt.
Alles Getier der Lüfte, der Erde,des Wassers ist hier vertreten, wie auf der Arche Noah..."
In etwa eine Arche Noah wollte Welles wohl auch erschaffen, etwas das schlicht alles beinhaltet, beherbergt, von unvorstellbarer, ja manischer Größe ist.
Neu und einzigartig auch, wie Welles mit den damals erst aufkommenden, technischen Möglichkeiten spielte, Kinonachrichten und Rückblicke mit alten Kameras drehte, um Patina zu erhalten.
Mit Bildüberblendungen und Verdunklungen arbeitete und durch Perspektivwechsel Größe oder Unterwerfung darstellte.
Was auch erwähnt werden muß:
Der Kampf Welles´mit Randolph Hearst, eines Moguls von Kaneschen Ausmaßen, der sein Leben nicht so und schon gar nicht von Welles verfilmt sehen wollte.
Wie Hearst gegen Welles agitierte wäre einen eigenen Film wert...
Bei all dem Neuland, bei all dem Kampf, bei all der Technik :was "Citizen Kane" so großartig sein lässt und ihn so extrem herausstechen lässt, ist etwas das alle herausragenden Filme teilen:
Eine zeitlose, immens spannende und einzigartige Geschichte und überzeugende, überragende Schauspieler.
Und die Story um Aufstieg und Fall eines Menschen, sein ganzes Leben umspannend, ist zeitloser, spannender und einzigartiger als fast alles was nach ihm kam.
Joseph Cotten, Ray Collins und all die anderen Darsteller sind vortrefflich,allesamt.
Dennoch ist der Film extremst auf die Person Kane,die Person Welles fokussiert.
Und ganz ehrlich: Seltenst wurde ein ganzes Leben von einem Darsteller so tiefgründig, so echt, so ambivalent, so paradox und so komplex eingefangen.
Welles erweckt einen Menschen zum Leben der mit den allerhöchsten Idealen anfängt, unbekümmert, frech, larmoyant, charmant, absolut charismatisch und höchst einnehmend ist.
Der reich ist an allem, außer an (an) Liebe und dies wird bis zu seinem Tod so bleiben...
Er wird hart, herrisch, immer stoischer, immer rechthaberischer, bis er als alter Mann die völlige, äußere wie innere, Einsamkeit erreicht hat.
"Er war enttäuscht von der Welt und baute sich seine eigene"
Bis er feststellte das alles was er je gebaut, je erschaffen hatte, nur Erhöhungen der Mauer seines inneren und äußeren Gefängnisses waren...
"Citizen Kane" ist Drama, Satire, Komödie, Großbiopic und vor allem gegen Ende: Horror.
Ist "Citizen Kane" also der beste Film aller Zeiten?
Ich lasse mal José Mourinho antworten, einen äußerst kaneschen Charakter unserer Zeit:
»Ich habe nicht gesagt, dass ich der Beste bin. Ich kenne nur keinen Besseren.«
Ich persönlich mag einige Filme lieber als "Citizen Kane", aber um an ihm vorbeizukommen, ihn zu übertreffen?
Ich würde meine Schützlinge nicht allzu gern gegen dieses Monster antreten lassen...
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sebastian.boehler Fri, 30 Nov 2012 23:13:05 -0000
Antwort löschenHast du einen neuen Kommentar verfasst?
Ich dachte, du hättest bereits einen gehabt.
Ist mir zumindest eben aufgefallen, als ich meinen eigenen Kommentar speicherte. :D
Guter Kommentar, jedenfalls. ;)
Der Film hat mir sehr gut gefallen!
hoffman587 Fri, 30 Nov 2012 23:19:53 -0000
Antwort löschenIch muss hier aber an mancher Stelle vehement widersprechen, da hast du mich wieder aus meinen Loch gekriegt. ;-) Ich erachte es als schlichtweg falsch zu sagen, dass der Herr Welles so gut wie keine Vorbilder hatte, denn die hatte er sehr wohl. Ich erinnere an dieser Stelle nur mal an die werten Herren des deutschen Expressionismus, die Welles hier deutlich aufgreift und die ihn beeinflussten. Er war ja so der Spätexpressionist mit seinen Kafkaanleihen. Anderswo die Technik: Bereits 1924 verwendete Murnau in »Der letzte Mann« so etwas wie Plansequenzen oder die subjektive Erzählung, Welles entwickelt sie nur weiter. Das wollte ich nur mal angemerkt haben. ;-)
Andy Dufresne Fri, 30 Nov 2012 23:20:50 -0000
Antwort löschenDen Kommentar gab es wirklich schon einmal, er war aber nicht ganz so wie ich ihn wollte, habe in umgearbeitet und jetzt ist es eine Art Rerelease, eine Art "Commentators Cut" :)
Andy Dufresne Fri, 30 Nov 2012 23:24:54 -0000
Antwort löschen@Langnichtgelesener Hoffi: Geb dir recht! Nur in der Hülle und Fülle, schlicht dem Zusammenspiel, gab es das (vieles Neues) so (1941) noch nicht... Ich sehe das so wegen der (zahlreichen) Extras auf meiner DVD und vielem anderen, das ich über diesen Riesenfilm gelesen habe...
Andy Dufresne Fri, 30 Nov 2012 23:32:48 -0000
Antwort löschen@Hoffi: Hab die "Kane war der Erste!-Anteile" dann doch mal etwas relativiert :) Trotzdem: In der Komplexität (der Anwendung von Gimmicks, von Neuem) gab es vorher nichts...
sebastian.boehler Fri, 30 Nov 2012 23:36:46 -0000
Antwort löschenDas verstehe ich, Andi. Ich bin mit meinen Kommentaren auch nicht immer so ganz zufrieden und ändere sie manchmal ein wenig ab.
Werde ich bei meinem Citizen Kane-Kommentar, mit dem ich gerade auch nicht so gänzlich zufrieden bin, vllt auch noch machen, aber ein ander Mal.. ;)
Vielleicht nach der nächsten Sichtung. :)
hoffman587 Fri, 30 Nov 2012 23:38:27 -0000
Antwort löschen@Andy: Hab ich auch nie in seiner Kombination verschiedener Stilmittel bezweifelt und so gefällt mir das auch gleich viel besser. :) Ich mag Hyperbeln auch, aber wenn es um meinen Fritzl, den lieben Friedrich und Co. geht, dann bin ich hellwach und äußerst kritisch beim Wort beäugen. Aber in Hinsicht des Film Noir eindeutig ein Vorreiter und natürlich auch ein Höhepunkt des Kinos.
Andy Dufresne Fri, 30 Nov 2012 23:39:09 -0000
Antwort löschenJa, grad die Kommentare die einem wichtig sind( Citizen Kane ist für mich so einer), will man manchmal erneuern, (subjektiv) besser machen...
sebastian.boehler Fri, 30 Nov 2012 23:42:31 -0000
Antwort löschenund genau DIESE kriegt man (ich zumindest) einfach nie so gut hin, wie der Film es verdient hätte. ;)
Deswegen werde ich auch niemals einen Kommentar zum Herrn der Ringe machen (ich behaupte nicht, dass er als Film besser ist als CK, aber er ist nun mal mein Lieblingsfilm), weil er dem Film einfach nie gerecht werden würde. :)
Andy Dufresne Fri, 30 Nov 2012 23:42:39 -0000
Antwort löschen@Hoffi: da sind wir wieder beieinander :) Muss auch immer protestieren wenn Leistungen von Lieblingen unter Tische fallen, was natürlich nie meine Intension war ;)
Andy Dufresne Fri, 30 Nov 2012 23:45:07 -0000
Antwort löschen@Sebastian:Hab es nur (in meinen Augen) verbessert, wahrhaft perfekt können Beiträge zu (empfunden) Perfektem eh nie werden...:)
ProjectChaos Sat, 01 Dec 2012 01:31:45 -0000
Antwort löschenschöner Kommentar, aber ich sträube mich davor ihn als besten Film aller Zeiten in Erwägung zu ziehen. Klar er ist ein Meilenstein. Handwerklich hervorragend und ziemlich innovativ (für die Zeit).
Was mir fehlt ist das gewisse etwas in der Story. Zwar zeitlos, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass sie doch zu einfach und zu sehr mit einem erhobenem Zeigefinger ist.
Spoiler:
Der egozentrische tycoon mit Hang zur Selbstüberschätzung und Schwierigkeiten Freunde und Geliebte zu halten, weil er in seiner Kindheit keine Liebe erfahren hat. Klingt etwas klischeelastig. Genauso finde ich die Charaktere teilweise zu einfach und überzeichnet.
Nehmen wir die Endszene: Ich glaub jeder, der sich nach dem Film gedanklich etwas mit dem Film und der Charaktere auseinandersetzt, wird die vermurkste Kindheit als einen Auslöser nehmen. Dass Welles hier die Antwort präsentiert, ist total überflüssig.
Will den Film auch nicht zu kleinreden. Sicher ein Meisterwerk. Einige Sequenzen, wie z.B die Zaunszene am Anfang oder das Spiel mit dem Licht sind beeindruckend. Die Story wirkt jedoch unterfordernd.
Andy Dufresne Sat, 01 Dec 2012 08:41:29 -0000
Antwort löschen@ P. Chaos: Danke :)
Verstehe deinen Standpunkt (schreibe oben ja schon das CK (auch) für mich persönlich nicht der beste Film aller Zeiten ist), ich finde allerdings, trotz der Kindheitsbezüglerischen "Rosesbuderklärung" am Ende, das der Charakter Kane, seine Antriebe, nicht allein durch keine/kaum vorhandene Liebe in der Kindheit zurückführen sind, sich erklären lässt.
Ich denke das Kane mit seinem riesigen Ego, seinem extrem ausgeprägten Narzissmus an sich selbst scheitert, an sich selbst, an Macht, an Verblendung, an Anderen, an der Welt...
Also für mich ist da dann eben doch schon noch "mehr dahinter"...
Aber ja: Erklären hätte er es am Ende nicht müssen, ich denke die Idee *Spoiler* den Film mit der Schneekugel, also dem Äquivalent, dem Symbol zur Winterlandschaft zu Beginn, enden zu lassen erschien im sehr/zu verlockend. So konnte er den Bogen schließen und mit Rosebud eben noch eine (eben nicht unbedingt nötige) Erklärung reinschmuggeln.*Spoiler Ende*
Für ein Meisterwerk hältst du den Film ja auch, wie viele Punkte hast du ihm denn gegeben?
ProjectChaos Sat, 01 Dec 2012 10:27:52 -0000
Antwort löschen9/10 :)
Andy Dufresne Sat, 01 Dec 2012 10:29:00 -0000
Antwort löschenAlles klar :)
Brentano Sat, 01 Dec 2012 19:52:35 -0000
Antwort löschender Film ist u.a. eine über- devote VerHERRlichung des Raubtierkapitalismus und versucht dessen Haltung mit kindischer Naivität zu untermauern, sicherlich ,wer das mag, ...oder darauf konditioniert wurde, dies rückhaltlos zu akzeptieren, darf davon träumen, ...
Lagomorph Sat, 01 Dec 2012 20:23:17 -0000
Antwort löschen@brentano: wieso denn verherrlichung? der film zeigt doch gerade am ende dass kane absolut unglücklich mit seinem oberflächlichen superreichen leben ist und sich zurück in seine kindertage wünscht. kindliche naivität ja, aber dann doch eigtl. genau in die andere richtung.
Andy Dufresne Sun, 02 Dec 2012 10:32:03 -0000
Antwort löschen@Brentano: Hääää???Kane macht doch nur Verlust mit allem was er (geschäftlich) macht und in meinen Augen sagt der Film ganz klar das man mit Geld (auch wenn es unendlich viel ist) die wichtigen Dinge eben NICHT kaufen kann...
Brentano Sun, 02 Dec 2012 12:42:28 -0000
Antwort löschenkomische Art den Film anzuschauen (der auch von der offiziellen Filmkritik inhaltlich krtischer bewertet wurde, ) '
"Rücksichtslosigkeit und Kälte bestimmen auch das Privatleben Kanes, der gegen Ende seines Lebens sein Imperium verkaufen muss, aber seinen Palast Xanadu behält, in dem er einsam stirbt."
denn wie ist der Herr zu seinem Vermögen gekommen dort, mit "netten und humanen Methoden" die erst gar nicht hinterfragt werden (nach dem Modell des Verlegers Randolph Hearst dessen Leben nicht so schmachlich endete übrigens, ..?) ist es also wirklich wichtig, einem reichen, brutalen Herrscher der tausende ausgebeutet hat, in seinem Niedergang danach fälschklich Sentimentalität anzudichten (weil er "vieles" verloren hät, ?) das ist doch erbärnlich eher und schafft nur fälschlich Sympathien für Leute und "Unternehmer" seines Schlages, denen man diese eben nicht entgegen bringen sollte ...
Andy Dufresne Sun, 02 Dec 2012 12:51:45 -0000
Antwort löschenEr kommt doch gar nicht durch eigenes Gebaren zu Geld (im Gegenteil, er verschleudert es ja nur...), er erbt doch alles...
Und mit Sympathie hat das nix zu tun, in seiner Gänze ist Kane ja doch ein extremer Unsympath...
Brentano Sun, 02 Dec 2012 16:33:05 -0000
Antwort löschenNun ja als Unternehmer hat er einen Teil seines gewaltigen Gewinns auch mit diversen ihm "angemessenen“, brutalen Methoden erwirtschaftet udn verantwortet, es gibt doch etwa Szenen im Film in denen die Auflagen steigen, der Gewinn sich erhöht (er ist nicht einfach "ein kleiner dekadenter" Erbe, der von Anbeginn alles verschleudert) etc.
Industrielle erzielter Gewinn ist zudem kein "Naturereignis"; sondern gemachte, praktizierte Ausbeutung und tendenziell wird in diesem Film eben versucht, dem ganzen einen "humanen schicksalsbedingten Touch", abzugewinnen.
Anstatt das er sich anderen Menschen gegenüber öffnet , etwas für andere tut, verschleudert , verleirt er seinen Reichtum und wird darauf in der Konsequenz als bedauernswertes Geschöpf gbemitleidet und damit aufgewertet und sein Tun im Grunde gebilligt oder als „naturwüchsig“ beschrieben.
'Das was es in keiner Form ist oder war, es war seine Entscheidung so zu leben und wer extreme Risiken aufnimmt , "sollte" sich etwa im Nachhinein nicht bedauern lassen, wenn es schief geht (auf hohem, Niveau zudem, das Schloss hat er behalten, etc.) als wäre er ein armer Schlucker, der einfach nur „Pech“ gehabt hatte,
Im Endeffekt wird dieser Reichtum nicht erklärt, das System dahinter nicht offen gelegt , sondern er als armer, bedauernswerter Normal-Mensch " der sei, wie andere auch" stilisiert, und das ist einfach extrem verlogen , ...
(damit will ich nicht die filmischen und darstellerischen Leistungen von Welles schmälern sondern nur inhaltlich Thema und Vermittlungsabsicht kritisieren,.)
die einseitig herrschaftlichen Kapitalismus und Kapitalverwertung huldigt und schön schreibt
FlintPaper Mon, 03 Dec 2012 20:45:20 -0000
Antwort löschenQuasselkopf - du, hier!? :D. Da muss ich mich jetzt auch einmischen. Kane ist eine viel zu unfreundliche Figur, als das man Mitleid mit ihr hat (oder haben sollte). Das Ende macht alles klar: Trotz Macht und Reichtum ist der Typ unglücklich und sehnt sich nach seiner Kindheit zurück; Der anscheinend einzig wirklich schöne Moment in seinem Leben: Schlittenfahren mit Mami und Papi. Aussage des Films: Werde kein dreckiger Kapitalist, sondern genieße lieber das Leben. Reichtum ist kein Ersatz für Familie, Freunde, Liebe und Glück. Natürlich hat Kane seinen Reichtum mit brutalen Methoden ergattert - aber genau das ist ja die Kritik. Er ist ein Bastard und er stirbt wie einer, alleine und einsam. "Macht es anders!" - ist für mich die Aussage des Films (wenn überhaupt) und damit ist das Ganze weit weg von einer Beweihräucherung des wirtschaftlichen Raubtiers.
Andy Dufresne Mon, 03 Dec 2012 21:20:37 -0000
Antwort löschen" Er ist ein Bastard und er stirbt wie einer, alleine und einsam. "Macht es anders!" - ist für mich die Aussage des Films (wenn überhaupt) und damit ist das Ganze weit weg von einer Beweihräucherung des wirtschaftlichen Raubtiers."
Genau DAS ist die Aussage des Filmes!
Genau deshalb ging der Mogul Randolph Hearst ja so unerbittlich gegen den Film vor!
Tom S. Jaeger Mon, 07 Jan 2013 02:12:15 -0000
Antwort löschen"Ich persönlich mag einige Filme lieber als "Citizen Kane", aber um an ihm vorbeizukommen, ihn zu übertreffen?" Exakt. Kein Film zum immer wieder angucken - keine geborgene fluchtwelt aber er ist etwas was im Raum steht bis man ihn geguckt hat. Zumindest wenn man Filme liebt.
Andy Dufresne Mon, 07 Jan 2013 12:15:43 -0000
Antwort löschenSo war es gemeint!
Brentano Mon, 07 Jan 2013 22:03:13 -0000
Antwort löschenZitat:
„Wenn (man/frau/mensch/er/sie/es) „Filme liebt“, oder Tschibo Kaffee, oder die schönste Sahne vom Bio Hof, oder gesunden E-25 Bio Sprit für das geliebte Automobil, etc??
Es ist schon erstaunlich, das manche Zeitgenossen Konsumwaren und entsprechend entfremdeten Fetischismus über das echte, humane, konkrete Erleben setzen, ..?
Filme sind hauptsächlich dazu da, (abgesehen von ihrer pervertierten Dis-Funktion als hohles,entleertes Konsumprodukt) etwas am/im Leben zu verstehen/ vermittelt zu bekommen und nicht um gekehrt. Und nicht weil eine gewaltige, aber zynisch verkannte, jedoch allmächtige Werbe- und Konsumgüterindustrie dermaßen gelungen an echten, einfachen Bedürfnissen der Menschen geschraubt und operiert hat, das sie diese als solche und eigene wie auch sich selber, nicht mehr erkennen, ist der Umkehrschluss nicht wahrer als ein echtes, gelebtes Leben, auch ohne der-artige und viele andere, überflüssige Filme.
Wer das nicht versteht, kann seinen etwaigen Schulabschluss getrost wegwerfen, weil er anscheinend weder zu denken gelernt hat noch Phantasie besitzt und jener Abschluss daher auch nicht viel taugt, und aller höchstens noch als Freibrief zum entmündigten Kaufrausch einzusetzen wäre oder Freikarte im Supermarkt.. .
Tom S. Jaeger Tue, 08 Jan 2013 00:01:40 -0000
Antwort löschenwenn ich wieder nüchtern bin bekommse ne antowert
Brentano Tue, 08 Jan 2013 13:55:43 -0000
Antwort löschenJa schon richtig, in dieser partiell enthumaniserten Zwangs-Gesellschaft helfen nur Trunksucht und /oder revolutionäre Tendenzen, ...
Tom S. Jaeger Tue, 08 Jan 2013 14:19:44 -0000
Antwort löschenVorweg: ich schreibe für 2 anarchosyndikalistische Zeitungen und bin in der antikapitalismus bewegung aktiv. Aber was du hier absonderst ist einfach nur hohl. Erstmal rate ich dir wenn du willst das die leute die verstehen dann schreib ordentlich und nicht so intelektuell verquast und verschachtelt. Sowas kommt nur arrogant und selbstherrlich rüber.
CK ist kein Schatz der Sierra Madre was den bezug zum Geld angeht. Der Film greift aber dennoch subtil und scharf den sogenannten amerikansichen way of life an.
Gott man kann froh sein das du nicht zu bestimmen hast was filme sind bzw. ein glück das du nich selber welche machst. Ich will keine Filme die zwangsläufig mit einer Botschaft daher kommen. Ich bin ein mündiger Mensch und mag Filme am liebsten in denen man entscheiden kann als was man die handlung ansieht. Und CK ist da herrausragend. Man weiß bis zum ende nicht auf welcher seite er denn wirklich stand. ist er Opfer des Geldes geworden oder hat er dem Geld geopfert? Ich will keine propaganda scheiße wie du sie dir anscheinend vorstellst. Ein Film darf zwar eine Botschaft haben aber er muss das definitiv nicht um ein guter Film zu sein.
Wer den verdacht nicht los das es ysich bei dir um einen in die jahre gekommen ex-spd´ler handelt der jetzt den stalinismus für sich entdeckt hat. Deine Meinungen hier sind auf jedenfall alles andere als libertär.
Was hat all das mit Schulabschlüssen zutun? Schulabschlüsse sind zeugnisse des systems in denen dirdeine systemtauglichkeit attestiert wird mehr auch nicht mit urteilsvermögen etc. hat das jawohl mal garnichts zutun.
Jawohl. trtunksucht und rev. tendenzen. ich nehm das mal als kompliment.
Du hast die ganze Aussage des Films mit Rosebud nicht verstanden. Die Aussage am ende das man eben das leben eines Menschen und den menschen ansich nicht mit einem einzelnen puzzleteil oder ein paar puzzleteilen erklären und begreifbar machen kann. Es ist die Aussage das eimn Film so gut er auch sein kann niemals das leben transportieren kann. Niemals in all seiner gänze. Und das Kane eben durch den verlust seiner Kindheit (die ihm der kapitalismus genommen hat) ein Mensch wurde - frei von allem Menschlichen.
Das er nicht lieben kann usw.
Der Film ist so das jeder der ihn guckt etwas anderes wahrnimmt. Mancher mag mitleid mit Kane haben andere eben nicht. Und wieder andere werden in Kane ein Opfer sehen und andere einen Täter. Das bleibt in diesem Film dem Betrachter überlassen. So sollte es sein. Frei von aufgezwungener Empfindungen etc.
Und als Tipp für die Zukunft. Sabbel nichtso viel und versuch deinen Punkt in ein paar wenige prägnante Sätze zu fassen.
Andy Dufresne Tue, 08 Jan 2013 18:40:15 -0000
Antwort löschenLafontainegrenouille, überall Konsumjüngerfürze riechend, in einer Höhle (die Inetanschluß hat), so stell ich mir den guten Brentano (auch) in etwa vor...:)
Brentano Tue, 08 Jan 2013 18:49:29 -0000
Antwort löschenHallo,
du schreibst also für anarcho-syndikalistische Zeitungen, könntest du mal diese benennen?
Insgesamt scheint dieses Tun ja deinen humanistischen Ansatz nicht unbedingt positiv zu beeinflussen, was doch eher wünschenswert wäre=?
'Zuerst mal ist das hier kein Angriff gegen dich, ausser du fühlst dich davon betroffen, also direkt partizipierend am kapitalistisch verwertenden Prozess (als Anarchosyndikalist sicher eine spassige und reizendeHaltung,..?)
Sondern er reflektierte als Kommentar, meine kritische Haltung zu Verwertungs- überaffinen, einseitig ausgeprägten Konsumentenattitüde. Und was du für „verquast“ hältst, ist realiter eine differenziertere Argumentationsschiene, die heute jedoch bei vielen nicht mehr inhaltlich entsprechend anzukommen scheint, die etwa nur kurze Kommandosätze und schlüssige, eindeutige Aussagen/Statement gebrüllt haben/ hören möchten? Aber derart könnte man kaum nuanciert argumentieren, wahrscheinlich würdest du entsprechend auch die Artikel in der „Weltwoche“ von Ossietzky verwerfen und verdammen, weil sie nicht substanziell wie Gebrauchsanweisungen, in kurz-gefasster 20.00h Nachrichtensprecher Apodiktik verfasst sind?
2.Was vertritt denn dieser Film CK (CalvinKlein?) und was ist dessen Wirkung bis heute?
Ist es denn so, das er bis heute irgendetwas an den offensichtlich dargestellten Verhältnissen geklärt, verändert, revidiert oder repariert hat? Wo und wann?
Sicher ein filmisch, technisch recht akzeptable Umsetzung, ein Spektakel dessen Stoßkraft und Kritikmöglichkeit jdoch in der überaffimrmativen Wertschätzung als angeblich „bester Film aller Zeiten“ (bis heute proklamiert) verpufft ist und daran erheblich eingebüsst hat. Denn für was steht er denn real? Er bebildert den einseitige Geschäftswillen eines Verlagszaren, der im Größenwahn irgendwann Schiffbruch erleidet (erklärt wird das ebenso nur spärlich, denn: archaischer, angeblich human „wertvoller“ Konkurrenzkampf darf nicht hinterfragt werden und warum auch,..?) um sich zum Ende hin, wie jeder durchschnittlich Sterbende, zu spät auf einfache, humane und emotionale Werte rück zu besinnen. Ist es das was den Film ausmacht, Rosebud?
Xanadou dann also, der Sagen-umwobene und später von „Frankie goes to Hollywood“ (aha?) besungene Palast, „Welcome to the pleasuredome“, den sich Hearst wie Kublai Khan hinstellen wollte.
3.Du sucht dir also aus, was du in den Filmen an Message antreffen möchtest, sicher richtig, ehrbar und wichtig. Aber Filme wie andere, größere Projekte werden nicht unintendiert, ohne Ziel, Plan und Absicht erstellt oder her-gestellt und entsprechen daher auch zeittypischen Vermittlungsabsichten. Ist das zu hoch gedacht, zu rand-intellektuell im realen Verwertungs-Deutschland? Aber nun einen Ausbeuter und deklarierten Massen-Verwerter als „Oper des Geldes“ nur „weichzeichnen“ zu wollen, kommt mir nicht sehr radikal „glaubwürdig anarchistisch“ daher, sondern weichgespült, affirmativ und wirtschafts-verträglich, oder?
Jeder Film hat eine, etwa latent vorhanden, zeittypische, systemische, religiöse oder verwertungsaffine Botschaft, etc. das zu leugnen, ist wirklich nicht besonders tiefgründig, bist du sicher, das du „politische Texte“ schreibst, anderswo?
Ex „SPD'ler zum Stalinist“ geworden, das ist ja mal herzig, abgesehen davon das ich nie SPD Freund (der Verräterpartei, 1918, 1933, 1945, 1972, 1977, 1999, etc) war (schon eher DKP/SDS/SPK-Sympathisant ) früher mal Brandt Fan, ist das natürlich recht grob geschossen aber amüsant. Meinst du, wenn man hier politisch, „literarisch“ zu argumentieren versucht, dann hätte man keinen Begriff von entsprechenden Texten (Bakunin, Marx, Stalin, Lenin, Trotzki, Mühsam, Kropotkin, Landauer, etc.?) und sei ebenso hohl gebürstet wie der gewöhnliche Gottschalk Zuseher und auf ebensolchem Niederniveau, wie auch unsere „führenden“ Politiker?? Ist das Ironie oder der Versuch, etwas zu entkräften und kritische Haltungen als Irrtums-Blase zu enttarnen?
Du machst mir echt Spass, immerhin bist du lustiger als einige anderen hier.
„Schulabschlüsse“ war ironisch gemeint, aber „ehrbare Bürger“, die alles zehn Mal am Tag in den Nachrichten erklärt bekommen, können manchmal kaum noch selber „straight“ denken, könnte man/frau/mensch/er/sie/es meinen? Ausserdem ging es ja auch bei mir darum, diese „wegzuwerfen“ also? Und auch deswegen.
Zur letztendlichen Interpretation des „Rosebud“ Themas sei dir gesagt, das es auch dazu unendliche Varianten gibt, (so you say) und nicht weil du eine davon vertrittst, ist sie um so wahrer oder glaubwürdiger, als eine andere Version, Das darin (in deiner) der Kapitalismus trotzdem verherrlicht und hofiert wird, ist dir noch nicht in den Sinn gekommen? Denn wer erst zum Schluss in bitterer Erfahrung (wodurch kam sie?) seine Lebenshaltung revidiert, also dazu gezwungen wird, hat also vorher keine Notwendigkeit gesehen, diese Einsicht , Im Lebens- und Machtrausch, zu entwickeln? Jene bewundernswerte Haltung wird machtvoll durchgespielt und erst zum Schluss, als finaler Abgesang, kommen ein paar Zweifel auf, ach so?
Aber danke, ich werde weiter sabbeln, denn das ist mein Hobby und prägnante, kürzere Sätze sind nicht wahrer, weil und wenn sie (im Befehlston?) gebellt daherkommen.
Die gesamte Philosophie-Geschichte lässt sich nicht in Führermanier im Sportpalast herausschreien, oder an der Ampel beim Zwischenhalt, sondern muss hin und her gewogen werden, auch Bloch (oder Trotzki?) haben ihre Erkenntnisse nicht auf drei Seiten abgehandelt, um sie danach möglichst in den 15 Sende-Minuten der Normal-Nachrichten verlesen und eingängig besprechen zu lassen.
Tom S. Jaeger Tue, 08 Jan 2013 20:24:24 -0000
Antwort löschenNein die Zeitungen werde ich hier nicht benennen. Aber wer sucht wird fündig und unter meinen artikeln und comics steht mein name. Folge dem weißen kaninchen und finde den jaeger. So schwer issas nich.
jaja du weisst dich auszudrücken. das haben wir alle verstanden. Und du machst das ja auch gut aber du schreibst hier keine Doktorarbeit. Die meisten werden dein kram nichtmal lesen. Einfache Sprache hilft den Menschen hier auf einen Blick die Meinung über einen Film zu bekommen. Bei dir muss ich ersma ne halbe stunde lesen und dann ne weitere halbe stune drüber nachdenken. Das ist zwar für menschen wie du und ich ganz unterhaltsam weil eine ordentliche disskusion kommt ohne gewisse sprachliche ausflüge nicht aus. Aber ich denke dru schreibst auch deine Kritiken hier in der selben sprache. Das war auch mehr n Tipp an dich und keine anklage. Aber naja... ich verabscheue auch marx für seine abartig intellektuelle sprache. So kann man dinge zerstören die man ansich aufbauen wollte. Nicht umsonst verlachen wir anarchisten solche machwerke. Denn sie sind gemacht um in vielen komplizierten wörtern ach so simple sachverhalte aufzudecken. Meist reicht ein Satz um 50 Seiten Marx zusammenzufassen. Da halte ichs mit Mühsam der gesgat hat er schreibt bewusst in der sprache des einfachen Volks damit eben auch dieses ihn versteht.
Der Film hat keine radikale aussage. Er will den zuschauer nicht missionieren. Er lässt es ihm offen was sache is. Sicher gibt es bei weitem bessere filme die sich mit dem thema kapitalismus, geld und macht auseinandersetzen. Der schatz der sierra madre (obwohl da lies liebr das Buch von traven.. obwohl Bogart halt Bogart is.) zb. oder Früchte des Zorns und ne menge anderer Filme.
Es fehlen ja ein paar gedrehte szenen in dem film. Zb. der auftragsmord den kane anordnet als alexander eine affaire hat... usw.
Aber Wells kam aus der linken sozialistischen ecke. Nicht der radikalen aber halt aus der gemäßigten linken. Und somit is der film in einem linken und kapitalismuskritischen aspekt zu betrachten / zumindest war er so gemeint.
Der beste film aller zeiten... nö. Aber sicher einer der besten. Und damals sicher der beste. Aber bester film... sowas mag ich garnich sagen. Ich habe an die 20 absolute Lieblingsfilme aber keinen echten lieblingsfilm...
Ja aber du bist doch der der entscheidet ob der verbrecher eines filmes der gute oder der böse ist. Der macher eines filmes hat kaum einfluss dadrauf wie seine seher den film auffassen. Es soll auch leute geben die in robin hood nach wie vor einen gesetzlosen sehen anstatt einen helden. Das ist sowas von von mensch zu mensch und eben von den von dir benannten aspekten abhängig. Aber diese faktoren sitzen vor der leinwand im kino nicht hinter der kamera. So soll es auch menschen geben die sagen django unchained wäre ein übler rassistenfilm gemacht von rassisten. Wo der film das komplette gegenteil ist. So what? Dieses schema was du da bringst ist in keisnterweise auf alle filme anzuwenden. Grade weil filme meist nicht auf den vorstellung einer person beruhen. höchstens werden sie von der epoche beeinflusst aber das auch nur am rande.
Ja ich schreibe politische texte. wie gesagt wer sucht der findet.
Immerhin hast du hintergrundwissen. Das ist lobenswert. Wer kennt schon heutzutage noch Mühsam und Landauer xD Ich denke schon alleine der puntk das wir zu den 1% gehören die sich an diese menschen errinern verbindet irgendwie ^^
Aber komm mir nich mit Trotzki oder Lenin oder Marx.
Für nen schwarz-roten isses wurscht ob du stalinist oder dkp symphatisant bist oder dich als sozialist bezeichnest. Wir haben Kronstadt nie vergessen. Und werden es auch nicht.
Alter der Film ist nicht gemacht worden um kapitalismus kritisch zu sein. Er wurde gemacht damit Wells seinen größenwahn als erster autoren-filmer der geschichte verwirklichen konnte. Und das hat er bravurös gemeistert. Da steht er Scorsese oder Kubrick in keinem nach. Der Film ist handwerklich unglaublich gut. Dafür alleine bekommt der 8 Puntke und dann ist die Aussage auch nicht schlecht. Sicher mir ist sie in keinsterweise radikal genug. Aber es geht in dem film auch nicht umk den kapitalismus. Es geht um Kane. Der in dieses leben reingeboren wurde und es geht dadrum wie er sich verlief in einer welt aus geld und macht. Der film will alles und nichts zugleich sein. Und hey.. ich finde er macht das nicht schlecht.
Wie gesagt wenn du wirklich bissige gesellschaftskritik suchst dann wirste die hier nicht finden in dem maße wie es dich befriedigen würde.
Er ist ein Film. Wenn du Kapitalismuskritik möchtest lies Bücher.
Filme sind immer eingebunden ins kapitalistische system. Denn jeder film wird von irgendwem finanziert. Guck B-Movies und Underground Filme - da wirst du das finden was du suchst.
Und solltest du ihn nicht kennen guck themroc den der ist nunwirklich die wurzel von allem.
grüße, TSJ
Super8951 Mon, 11 Feb 2013 00:58:30 -0000
Antwort löschenFür den Mourinho kriegst du ein Like. :)
Alle 35 Antworten zeigen
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 09:11:33 -0000
Antwort löschenDanke. :) Sind aber auch echte Brüder im Geiste die Beiden :)
Brentano Wed, 13 Feb 2013 14:45:47 -0000
Antwort löschen@ Tom S Jaeger danke für die Tipps aber du diskutierst hier nicht mit einem entpolitisierten Laienprediger, und das es andere, kritischere Filme gemacht werden können (independent,etc.) ist ebenso möglich, vorstellbar und die kann man/frau dann auch ruhig „Dokumentarfilme“ nennen oder Komödien, es gibt genug davon, um sie nicht zu übersehen. Aber wer Autos verteidigt und darauf verweist, das der Grund dafür zuvorderst dafür jener sei, das eine Industrie existiere die Autos produzieren möchte, könnte in der Analyse der herrschenden Verwertungssysteme ruhig noch ein wenig mehr in die Tiefe gehen und nicht so an der Oberfläche dümpeln, und nach-schauen, ob er nicht etwas mehr an Zusammenhängen übersehen haben könnte,..?
dantesque Mon, 22 Oct 2012 21:32:53 -0000
Kommentar löschenDer unübersehbare Logikschnitzer in den ersten Minuten des Films hat mir "Citizen Kane" ordentlich versaut. Wie kann ein Film als bester Film aller Zeiten gekürt werden, wenn die ganze verdammte Story auf einem Fehler aufbaut, den jeder Praktikant nach zwei Sekunden gleich hätte entdecken müssen? Was bleibt ist eine nette - wenn auch aus heutiger Sicht wohl etwas antiquierte - Geschichte, eine innovative Erzähltechnik sowie ein herausragender Orson Welles. Kann man sich also gefahrlos anschauen - auf den Hype-Zug würde ich aber dann doch nicht aufspringen wollen. Es gibt mMn deutlich bessere Filme (z.B. "Vertigo").
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Pyro 91 Mon, 26 Nov 2012 02:38:17 -0000
Antwort löschenMeinst du damit, dass niemand ihn "Rosebud" sagen hört? Falls ja, am Ende des Films, sagt Raymon der Butler zum Reporter, dass er Kanes letzte Worte gehört habe. In der Anfangsszene sehen wir schließlich nicht jeden Winkel von Kanes Zimmer. Wahrscheinlich hat der Butler Totenwache gehalten und saß im Schatten oder so. ;) Aber was "Vertigo" angeht: Lieblingsfilm!
dantesque Mon, 26 Nov 2012 06:52:25 -0000
Antwort löschenJa, ich meinte das mit dem "Rosebud". Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass es Welles selbst ziemlich gewurmt hat, als er diesen "Fehler" bemerkt hat. ;)
one winged angel Mon, 22 Oct 2012 19:10:38 -0000
Kommentar löschenAlso was macht diesen Film so gut? Ganz einfach: Er ist in den wichtigsten Kategorien schlicht überragend. Das, wohlgemerkt, nicht nur für seine Zeit. Die vier Kategorien wären in dem Fall: Schauspiel, Narration, Maske und Bild; die ich allesamt näher erläutern werde.
Schauspiel
Dadurch, dass ich (unbewusst) stark auf das Schauspiel achte, denke ich auch bei guten Leistungen oft nur: "Ich sehe hier einen guten Schauspieler, der wirklich gute Arbeit macht". In den seltensten Fällen, kommt es dazu aber erst garnicht. Nein, ich habe mir während des ganzen Filmes nur gedacht: "ich sehe gerade den Aufstieg und Fall eines Zeitungsmagnaten".
Dieses besondere Maß an Glaubwürdigkeit erreicht der Film vor allen mit den gegenseitigen Reaktionen der Schauspieler. Diese wirken zum Teil so echt, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sie diesen Dialog schon jemals vorher gehört haben, geschweige denn auswendig lernen mussten. Wenn etwas überraschendes im Dialog passiert, wirkt der Partner tatsächlich überrascht. Das trifft übrigens nicht nur auf Orson Welles zu, sondern auf den gesamten Cast. Sicherlich ist es auch erwähnenswert, wie differenziert und glaubhaft die Charaktere im verschiedenen Alter dargestellt wurden.
Narration
Vielleicht das markanteste am Film. Zuerst das Offensichtliche. Der Film fängt mit dem Ende an und bedient sich dann unterschiedlicher Zeitebenen um die Geschichte zu erklären. Grundsätzlich kann man das Vorgehen dabei nur als innovativ und im Endeffekt sehr abwechslungsreich bezeichnen. Der Film bedient sich nämlich gleich vier grundauf verschiedener Arten der Narration.
Zu Beginn des Films wird dabei das Leben von Charles Kane in Form eines TV-Berichts zusammengefasst. Etwas, was später oft genug in allen möglichen Genres wiederverwendet wurde.
Darauf folgt man einem Reporter bei seinen Recherchen und erfährt so die Geschichte über seine Gespräche. Interessant hierbei ist, dass der Reporter die Rolle des Zuschauers einnimmt, geht er doch den Fragen nach, die wir uns alle stellen und die noch nicht beantwortet wurden.
Dann gibt es natürlich noch die Rückblenden, bei denen wir direkt vor Ort sind. Bei den Zeitsprüngen an sich hat man sich auch oft etwas einfallen lassen. So fangen Sätze in einer Zeit an und enden in einer anderen und die Szene am Esstisch mit seiner ersten Frau ist wohl eine der herausragendsten der Filmgeschichte. Bei den Rückblenden wird dabei mit einer Weitwinkelperspektive (die den Eindruck erweckt als wären wir Zuschauer als Beteiligte mit im Raum) und zum anderen mit ganz klassischer Bildsprache gearbeitet. Mehr dazu aber beim "Bild".
Maske
Grundsätzlich hängt die Bedeutung der Maske sicherlich stark vom Film selber ab. In Citizen Kane nimmt sie aber ein ganz zentrale Rolle ein, weil viele Charaktere im verschiedensten Alter gezeigt werden und oft nur Anhand des Aussehens klar gemacht ist, in welcher Zeit wir uns jetzt befinden. Wie gut die Maske dabei ist? Als ich die ersten Bilder und Szenen des Film sah, dachte ich wirklich, dass der Schauspieler Orson Welles 50 Jahren alt ist. Meine Überraschung war groß als ich paar Szenen danach einen 24 Jahren jungen, schlanken, vitalen Welles sah.
Bild
Beim Bild hat man sich vieler subtiler Elemente bedient. So wird die Kamera oft von weit oben oder tief unten gezeigt, je nachdem ob auf den Charakter (übertragen) hinab und hinauf geschaut wird. Desweiteren wird viel mit Licht und Schatten gearbeitet. Gerade in der Szene in der Oper steckt eine immense Bildsprache. Es ist eine der wenigen Stellen, an denen wir eine Nahaufnahme haben, was in dem Fall seine beklemmte, wahnhafte Entwicklung ausdrücken soll. Er sieht nur noch ein Ziel, eine Aufgabe. Kane ist dabei stehts im Rampenlicht und um ihn herum wird es immer dunkler, was zeigt, dass er sich immer mehr von "seinem" Volk distanziert. Auch hier spielt Welles die Rolle so überragend. Der Gesang seiner Freundin symbolisiert den Zerfall seiner Ideale. Kane aber ist sturr. Man fühlt regelrecht die Anspannung, seinen Trotz, seinen Kampf und seine Entschlossenheit.
Zu guter letzt wird darauf geachtet, dass der Reporter (aka der Zuschauer) so anonym und unscheinbar wie möglich erscheint. Er soll lediglich den Zuschauer in die Ereignisse hineinversetzen.
Am Ende wurde ich wirklich positiv überrascht. Und das von einem Film, der als der beste aller Zeiten angesehen wird.
Im Endeffekt würde ich da wirklich nicht groß widersprechen wollen, ist es erst der dritte Film, dem ich eine volle Punktzahl geben würde und unter den dreien ist er vielleicht sogar der Beste.
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J-Ross Sat, 20 Oct 2012 11:44:13 -0000
Kommentar löschenCitizen Kane. Der Film, der sich bei dem American Film Institute auf den ersten Platz der besten amerikanischen Filme eingereiht hat. Da fragt man sich doch, was das für ein phänomenaler Film sein muss, der diesen Rang inne hält. Sicher wird es einige geben, denen diese Platzierung nicht gefällt, aber wenn man mal betrachtet, was dieser Film seiner Zeit geschafft hat und sich solch eine Platzierung mit der Bedeutung für die Filmgeschichte erklärt, dann erscheint das schon weitaus gerechtfertigter. (Ich persönlich würde dem Film dennoch nicht auf 1 setzen.) Denn "Citizen Kane" ist ein klarer Meilenstein. Nicht weil Regisseur Orson Welles viel Neues erfunden hat, sondern weil er es schaffte alle filmischen Ausdrucksmöglichkeiten seiner Zeit, in einem Film zu nutzen und somit einen Film schuf, der sogar heute noch gut unterhalten und eine Botschaft überzeugend vermitteln kann.
Der Aufstieg und Fall des Charles Foster Kane wird klasse mit Perspektivwechsel von Kanes Angehörigen nacherzählt. Besonders die Kameraführung zeigt sich hierbei des Öfteren ziemlich einfallsreich. Trotz seines hohen Alters vermochte der Film mich am Laufen zu halten. Manche Dialoge fesselten geradezu, doch manchmal fühlte man sich auch äußerst gelangweilt. Die Erzählweise wirkt nicht wirklich modern, aber auch nicht wirklich veraltet. Was ich bei Citizen Kane etwas enttäuschend fand war, dass ich keine wirklichen Highlights für mich entdeckt habe und nie einen "Boah" oder "Wow" Moment hatte. Die Charaktere ließen mich allesamt ziemlich kalt und der Funke wollte bezüglich Kane auch nie überspringen. Etwas mehr Emotion und Spannung zwischen den Charakteren hätten vielleicht gut getan, denn Kanes Fall hat mich sehr unberührt gelassen. Auch die Auflösung des "Rosebud"Geheimnisses brachte mir nur ein "Ach soo" auf den Lippen. War aber eine vollkommen gute Idee mit durchdachter Symbolik. Mag sein, dass ich einfach zu hohe Erwartungen hatte, jedenfalls hat mich der Film in einigen Bereichen enttäuscht. Die ganze Geschichte und der Einsatz filmischer Sprache ist wirklich gut, war in meinen Augen aber nicht überragend. Dies ist so ein kleines Problem mit alten Filmen. Hätte man diesen brillanten Einsatz von filmischen Ausdrucksmöglichkeiten zu jener Zeit erlebt, wäre das sicher interessanter gewesen, doch heute ist dies "nur" noch sehenswert. Damals war es herausragend und "Citizen Kane" ist auf jeden Fall ein Meilenstein realistischer Filmkunst. Für das Drehbuch gilt das Selbe. Vielleicht war es zu der Zeit beeindruckend, heute aber nicht mehr so, wobei man allerdings sagen muss, dass es nicht veraltet wirkt. Es hinterließ keinen bleibenden Eindruck, weil Spannung und Emotion zu weit außen vor standen, sodass ich keinen Zugang zu den Charakteren finden konnte und das ist mir bei einem solchen Charakterportrait sehr wichtig. Die Darsteller machen hierbei einen guten Job. Klasse Darbietungen, die ich aber auch nicht überragend fand.
Die Musik war häufig überdramatisch, wenn Szenen ausgeblendet worden sind. Das wirkte häufig sehr unpassend, weil die Situationen auf mich nie so rüberkommen.
"Citizen Kane" ist ein bis heute äußerst gelungener Film mit toller Botschaft, der sauber geschildert wurde, dem mir persönlich allerdings der Draht zu den Charakteren fehlte, so wie das gewisse Ewas, das einen heutzutage noch irgendwie umhaut. Auch etwas mehr Spannugsaufbau hätte gut getan, dennoch zolle ich Respekt vor "Citizen Kane", da dieser Film für sein hohes Alter ganz und gar nicht den Anschein erweckt, dass er tatsächlich so alt ist wie er ist. Auch weil ich weiß, warum er so besonders war zu seiner Zeit.
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Lagomorph Tue, 09 Oct 2012 08:41:21 -0000
Kommentar löschenDer "beste Film aller Zeiten"? Möglich. Vielleicht ist er das, vielleicht auch nicht. Die Diskussion ist müßig und eigentlich ist es auch egal. Fest steht, dass Citizen Kane einer der wichtigsten Spielfilme überhaupt ist und auch heute noch wenig von seiner Kraft verloren hat.
Orson Welles' Drama ist dank seines brillanten erzählerischen Kniffs (das Mysterium Rosebud), seiner darstellerischen Leistung und seiner Bildsprache immer noch fesselnd. Letztere ist stellenweise so simpel und gleichzeitig genial, dass man kaum glauben mag, dass dies das Werk eines damals 26-jährigen Regiedebütanten sein soll. Bestes Beispiel hierfür ist die berühmte Spiegelsaalszene.
Welles Darstellung des C.F. Kane von jungen Jahren bis zum Totenbett ist ebenfalls herausragend. Die hierbei angewandten Make-Up-Effekte sehen zwar heutzutage nicht mehr durchgehend glaubwürdig aus, waren damals aber revolutionär. Außerdem schafft es manch neuer Film (siehe Watchmen oder Prometheus) immer noch nicht Alterung deutlich glaubwürdiger darzustellen als dieser.
Was aber am allerwichtigsten ist: Die Geschichte, die Citizen Kane erzählt, ist auch nach über 70 Jahren zeitlos. Weil es immer Charles Foster Kanes geben wird, egal ob sie nun William Randolph Hearst, Rupert Murdoch oder Mitt Romney heißen. Citizen Kane ist ein tiefer, sensibler Blick in die Seele eines verbitterten, einsamen alten Mannes und gleichzeitig eine intelligente Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Traum.
Das getragene Erzähltempo ist sicherlich nicht jedermanns Sache, man sollte Citizen Kane aber dennoch wenigstens einmal gesehen haben. Es gibt kaum einen Film, der nach so viele Jahzehnten so gut gealtert ist. In dieser Hinsicht ist es vielleicht wirklich der Beste aller Zeiten.
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El Mariachi Thu, 27 Sep 2012 09:54:12 -0000
Kommentar löschenDas war er also, einer der besten Filme aller Zeiten wie viele meinen...Gut der Film ist aus dem Jahr 1941 und für die damalige Zeit wohl ein Meilenstein der Filmgeschichte. Aus heutiger Sicht muss man konstantieren bzw konstantiere ich :D: Ein absolut sehenswerter Film der mit einer grandiosen schauspielerischen Leistung von Orson Welles und einer ausgereiften und schönen Aufstieg/Fall-Story überzeugt. Allerdings ist der Film an vielen Stellen zu langatmig und öde, doch dies schiebe ich auf das Alter des Films. Orson Welles der den Film komplett alleine trägt setzt für damalige Zeiten einen rießen Maßstab was Erzählweiße, Kameraführung und Wendungen in einem Film angeht. Das Ende ist grandios. Letzendlich bekommt man hier eine muntere Berg- und Talfahrt und tiefe Einblicke in die Seele des Hauptdarstellers der eine charakterliche Wandlung vom symphatischen, aufstrebenden und jungen Kane zum verbitterten, alten und unzufriedenem Kane durchmacht. Alles in allem ist der Film letzendlich ein positiv nachdenklicher und netter Zeitvertreib der es allerdings in meinen Augen nicht zum Meisterwerk schafft.
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Moe Szyslak Fri, 21 Sep 2012 22:07:49 -0000
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