Citizen Kane - Kritik

US 1941 Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 27.09.2007

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    Vor dem Film: okay "bester" Film aller Zeiten, zeig mir mal was du drauf hast!
    -2 Stunden später-
    Oh.. das hast du also drauf.

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      Vorhersage : 8.0 Bewertung : 9.0 wenn ich den Begriff Meisterwerk in den Raum werfe wird keiner widersprechen!!!

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        Rosebud ist der Schlitten.

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          „Citizen Kane“ ist ohne Frage ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht. Orson Wells Biopic über den fiktiven Medienmagnaten Charles Foster Kane besticht in so ziemlich jeder Hinsicht und ist definitiv eine zeitlose Charakterstudie. Die Handlung fesselt über seine 114 Minuten durchweg, wird doch in Rückblenden das Leben von Kane aufgeschlüsselt und Puzzleteil für Puzzleteil zu einem großen Ganzen vereinigt, von seinem Aufstieg bis zu seinem Fall. Kane war ein Mann, der alles hatte und doch nichts. Reich war er, keine Frage. Doch kann man sich mit Reichtum Liebe oder Glückseligkeit kaufen?
          Orson Wells hatte dabei als Produzent, Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller eine immense Last zu stemmen, die er jedoch bravourös meisterte. Er verkörpert den anfangs leichtsinnigen und sympathischen, später verbitterten und vom Leben gezeichneten Kane mit einer unglaublichen Intensität. Er schaffte es dabei, die Charaktere bis in die Nebenrollen hinein perfekt zu besetzen und ging bei den Dreharbeiten an die Grenzen des Möglichen (z.B. die Szene mit dem betrunkenen Leland). Lichteffekte, Kameraeinstellungen und Bildbearbeitung wirken dabei sehr gekonnt in Szene gesetzt und nach heutiger Erkenntnis mehr als innovativ.
          Auch die Dialoge wirken stets glaubhaft, verstecken sich doch zwischen den Zeilen immer wieder kleine Anspielungen und Kritikpunkte an der amerikanischen Gesellschaftsstruktur und dem politischen System des Landes. Kapitalismus, der Umgang mit Idealen und die Frage, was eigentlich wirklich wichtig im Leben ist, definieren „CitizenKane“.

          Wells Drama ist definitiv ein Film, den man als Filmfan gesehen haben muss, der in nahezu allen Punkten an die Schwellen der Perfektion heranreicht und dadurch nicht ohne Grund als einer der besten Filme aller Zeiten bezeichnet wird.

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            MarcelN44 31.05.2015, 17:51 Geändert 31.05.2015, 17:52

            Den in der Fachpresse gemeinhin als einen der besten Filme aller Zeiten verschrienen abendfüllenden Erstling von Orson Welles aus dem Jahre 1941 (heute noch Platz 67 der IMDb Top250), habe ich mir extra für den Start meiner eigenen Filmseite www.filmpara.de aufgehoben.

            Tiefenschärfe und Weitwinkelobjektiv, Plansequenzen und Erzählweise. Dinge, die damals revolutionär wären, fallen heute verständlicherweise nicht mehr derart auf. Zeitlos ist die Biografie über Aufstieg und Fall eines Medienmoguls und den Einfluss gelenkter Presse auf das Weltgeschehen dennoch, und letztlich auch aktueller denn je. Letztlich ist 'Rosebud' nebenbei wohl auch eines der ältesten/ersten Filmrätsel aller Zeiten. Alright!

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              „Das Meisterwerk, das einen amerikanischen Mythos zum Thema hat, ist längst selbst zu einem Mythos geworden.“

              – Metzlers Filmlexikon

              Ob es wirklich der Best Film aller Zeiten ist, das weiß ich nicht. Aber er gehört für mich auf alle Fälle unter die besten 5. Einer der besten Filme überhaupt, die vielen Details zB durch sein effektvolles Spiel mit Licht und Schatten (beispielsweise in der Bibliotheksszene) oder dass dass man das Gesicht des Reporters Jerry Thompson, der sich auf die Suche nach der Bedeutung des Wortes Rosebud begibt, kaum von vorne sieht, sind nur einige wenige von vielen, der Film steht Pate für viel Nachmacher, daher für mich ganz klar vorne dabei.

              Das American Film Institute listet Citizen Kane als den besten US-amerikanischen Film aller Zeiten. Auch das französische Filmmagazin Cahiers du cinéma listete Welles’ Film 2008 auf Platz 1 der besten Filme aller Zeiten.

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                Meine Freundesliste: 9, 9, 9, 10, 9, 10

                C-C-C-COMBO-BREAKER!!

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                • 9 .5

                  in einer zeit, in der es cool geworden ist, klassikern ihren klassiker-status abzuerkennen, weil gute sachen gut finden ja "mitlaufen" bedeuten würde, bin ich immer noch der festen überzeugung, dass jeder der halt mal auch nur ansatzweise etwas vom filmemachen (MACHEN! nicht nur gucken!) versteht, hier schlicht und einfach n bisschen respekt zu haben hat. langer satz, i know, aber #truth undso.

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                  • 3

                    Filmtechnisch bis ins letzte Detail raffiniert gemacht, langweilt dieser Film fast über die gesamte Dauer. Der Figur des Charles Foster Kane als Archetyp der damaligen Medienlandschaft konnte man in ihrer Zeit vielleicht noch etwas abgewinnen.

                    Heute - über 70 Jahre später - sehe ich diesen Film und denke mir: was mit Kane geschieht, ist mir völlig egal. Es berührt mich nicht, es lässt mich alles kalt.

                    Das lässt mich allerdings aufhorchen. Ist der Film tatsächlich so modern, dass der Plot Nebensache wird, wir aber Zeuge eines cineastischen Budenzaubers werden?

                    Drei Punkte.

                    Hätte Orson Welles doch eine tolle Geschichte erzählt.

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                    • 9

                      Natürlich ist der Film für heutige Sehgewohnheiten ungewohnt, aber: Erzählstruktur und Filmtechnik war für damalige Verhältnisse völlig neu. Das Ende ist brilliant und sicherlich eines der besten der Filmgeschichte, da es auf einen Schlag alles erklärt.

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                        Dies ist also "Der beste Film aller Zeiten", oder doch Vertigo? Ich will von diesem dummen Prädikat mal weggehen, da dies für mich nicht möglich ist. Für mich ist Citizen Kane das definitiv nicht. Klar war er damals revolutionär und hat für viele Filme heute den Weg geebnet. Wäre schwachsinnig das abzustreiten. Aber ein Film, der dieses Prädikat eventuell verdient haben soll, sollte für mich auch Zeitlos sein und nicht nur aus Technik bestehen. Der Grund warum Avatar in 20 Jahren keine Sau mehr interessieren wird. Ich will nicht sagen, dass der Film inhaltlich schwach ist, (und der Vergleich zu dem Avatarschund hinkt natürlich gewaltig) aber hier merkt man dann doch das Alter deutlich an. Etwas was ich von Vertigo zum Beispiel nicht sagen kann.

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                          Martin Canine 15.02.2015, 23:56 Geändert 16.02.2015, 07:33

                          Es beginnt alles mit einem Wort.

                          Spätestens bei der zweiten Sichtung von "Citizen Kane" fällt auf, dass in den ersten 10 Minuten Charles Foster Kanes komplette Geschichte erzählt wird - und somit alles, was in den nächsten 100 Minuten Film passieren wird.
                          Wir erfahren vom Aufstieg als Verleger einer frischen und unorthodoxen Zeitung, die zu einem Imperium aufsteigt, seiner gescheiterten Politikerkarriere inklusive Skandal, seinen zwei ebenso gescheiterten Ehen, dem erbauten Opernhaus und dem schlossähnlichen Anwesen Xanadu mit all seinen Sammlungen, und seinem Tod.
                          Doch etwas ganz Entscheidendes fehlt: Charles Foster Kane.
                          Wir können das Leben einer Person zur Gänze kennen, und wissen doch nichts über die Person an sich.
                          Kennen wir ihr Verhalten? Ihre Gedanken? Ihre Gefühle? Oder doch nur ihr Schaffen?
                          Man könnte meinen, "Citizen Kane" handle vom Leben eines Medienmoguls, aber tatsächlich ist er ein Mosaik aus Lebensabschnitten, aus der Sicht jeweils anwesender Personen.
                          Die Rahmenhandlung für diese als Rückblenden erzählten Lebensfragmente, die zusammengesetzt tatsächlich einer Biografie ähneln, ist ein Journalist, der durch Befragung von Kanes ehemaligen Freunden und Beziehungen recherchiert, welche Bedeutung das letzte gesprochene Wort dieses Mannes besitzt: "Rosebud".

                          "Citizen Kane" gilt für viele Kritiker und auch Filmfans als nicht weniger als der beste Film, der je gedreht wurde. Und die Chancen stehen gut, dass er diesen Titel zurecht trägt. Ich habe den Film schon unzählige Male gesehen und bin, salopp gesagt, begeistert. Bereits die Bilder, die von Xanadu gleich zu Beginn gezeigt werden, können stellvertretend für das sich durch den gesamten Film ziehende Zusammenspiel von cineastischer Perfektion, Handlung und Bedeutung stehen: eine Totenstille und Einsamkeit durchdringt ein übergroßes, luxuriöses, und pervers teuer aussehendes Mammutbauwerk. Je besser man den Film mit all seinen dunkelsten Winkeln kennt, desto häufiger wird man bei einigen zunächst belanglos erscheinenden Bildern eine tiefere Bedeutung sehen. Die Kunst hierbei ist, dass "Citizen Kane" unergründlich und endlos ergibig ist.
                          Der Film ist essenziell, als Film und Parabel, in der Geschichte verankert.

                          Auch, wenn es das Schicksal mit Orson Welles' Mammutprojekt zunächt nicht gut meinte.
                          Welles schrieb das Drehbuch, führte Regie und spielte die Hauptrolle. Fast am Wichtigsten jedoch: er produzierte ihn.
                          "Citizen Kane" IST Orson Welles, in jedem Satz, jeder Minute und jeder Einstellung.
                          Doch er sollte auch sein filmisches Todesurteil sein.
                          Der Medienriese William Hearst, der wohl Vorbild für die Titelfigur Kane stand, hetzte aktiv gegen den Film, und die Bevölkerung stieg darauf ein.
                          Am Ende fiel "Citizen Kane" beim Publikum durch, wurde bei der Oscarverleihung gar ausgebuht und stellte einen finanziellen Misserfolg dar.
                          Zwar durfte Welles weiterhin Filme drehen, sowohl vor, als auch hinter der Kamera, künstlerische Freiheiten wie Produktion blieben jedoch aus, und seine Werke wurden nicht selten umgeschnitten und ihrer Essenz beraubt.
                          Mittlerweile ist der Kultstatus Gott sei Dank so groß, dass man nachträglich versuchte, aus dem Originalfilmmaterial Welles' Visionen weitgehend zu realisieren (z.B. bei 'Im Zeichen des Bösen').
                          Man hat über die Jahre erkannt, wie groß sein Talent und seine Intelligenz war.

                          "Citizen Kane" ist auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Er war es schon nach der ersten Sichtung, als ich gerade erst begonnen habe, mich für Film zu interessieren, und er ist es einige Sichtungen und unzählige Streifen später immer noch.
                          Dieses Wort, Rosebud. Wir, die Zuschauer, erfahren, was es bedeutet. Das sagt uns der Film. Einen Reim darauf müssen wir uns selber machen. Und wenn wir Herz haben und Charles Foster Kane nicht als fiktionale Filmfigur, sondern als lebende, fühlende Person betrachten, sollte das auch kein Problem sein.

                          Kann man sagen, dass wir das Leben von Kane kennen?
                          Wir sehen Ausschnitte daraus. Ein mancher möchte vielleicht sagen, die wichtigsten.
                          Aber stimmt das?
                          Wir bekommen wie unser Journalist genau das erzählt, was andere in ihm gesehen haben (eine bestimmte Stelle ist sogar zeitversetzt und aus unterschiedlichen Perspektiven in zwei Rückblenden zu sehen), wobei der Schein einer einzigen Biografie entsteht.
                          Kane ist einmal ein rebellischer und ungestümer junger Millionär voller Ambitionen, dann ein brillanter und herrlich unkonventioneller Schreiber, dann ein Magnat, dann ein zu ehrgeiziger Politiker, dann ein rücksichtsloser Ehemann, dann ein rücksichtsloser Freund und noch einmal ein rücksichtsloser Ehemann. Aber keiner der Aussagenden scheint ihn zu hassen. Auch keiner zu lieben. Mitleid scheint sich eher breitzumachen. Es bleibt immer die Frage: Wer war Charles Foster Kane wirklich?
                          Und fast noch wichtiger: wer war er nicht?
                          Während der Recherche rückt die Frage nach Rosebud immer weiter weg... und wird gerade dadurch unbewusst zentraler.

                          "Ich denke, ein Wort kann nicht ein ganzes Leben erklären", sagt unser Journalist unter Anderen in seinem essenziellen Schlussmonolog, nachdem er auf der Suche nach dem Wort 'Rosebud' wohl mehr über Kane erfahren, als jeder, den er befragt hatte. Aber er wird ihn nie kennen.
                          Nicht so wie die, die bei ihm waren. Mit ihm sprachen. Mit ihm lebten. Und auch die werden ihn nie zur Gänze kennen, lediglich einen Teil von ihm.
                          Kann "Citizen Kane" ein Leben erklären? Nein.
                          Aber er kann es uns näherbringen.

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                          • 9 .5
                            TARS-92 17.01.2015, 19:17 Geändert 17.01.2015, 19:22

                            Es ist unfassbar was Orson-Welles im jungen Alter von nur 27 (!!!)Jahren da auf die Beine gestellt hat: Ein Film der stilprägend ist, in Sachen Inzenierung, Narrative, Schnitt- und Kameratechnik . Obendrein stellt er selbst den Medienkönig Charlie Kane in fast allen Altersstufen dar, unterstützt von einer bemerkenswerten Maske.
                            Das damalige Presseecho und die wenigen Auszeichungen sind ein gutes Beispiel dass sich die wahre Größe eines Werkes sich erst nach längerer Zeit offenbart.

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                            • 2

                              Nun ja, mir ist bekannt, dass dieser Film vielerseits als bester Film aller Zeiten angesehen
                              wird, wobei ich denke, dass dies übertrieben ist. Ganz offen gestanden ... ich fand ihn langweilig und langatmig, ich denke, dass im Verlauf der Filmgeschichte schon bessere
                              Filme entstanden sind. Aber gut, das darf jeder für sich entscheiden.

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                              • 7 .5

                                mein 1000er film! habe wirklich sehr lange überlegt, welchen titel ich mir dafür aussuche. da ich sicherlich so schnell nicht wieder dazu komme, fiel die wahl auf den "besten film aller zeiten". klar, man muss ihn mal gesehen haben und für sein stattliches alter von 73 jahren ist er auch wirklich genial, doch für meinen geschmack reicht es leider nicht für eine herzwertung. egal, sind doch eh alles nur ziffern. 1001 kann kommen.

                                • 8

                                  Die Bewertung von «Citizen Kane» fällt mir ausgesprochen schwer. Für die Geschichte und die Charakterzeichnung würde ich nicht fünf Punkte geben. Die Geschichte – die Demontage des amerikanischen Traums – mag zur Zeit seines Erscheinens neuartig gewesen sein, lockt heute aber wirklich niemand mehr hinter dem Ofen hervor. Kane und alle anderen Charakter empfand ich als ausgesprochen blass; keines der Schicksale hat mich sonderlich berührt oder interessiert.

                                  Dem gegenüber steht die Erzählweise. Erstens ist die anachronistische Erzählung perfekt gelungen. Wenn ich mir zudem vor Augen führe, dass ein 25 Jahre alter Bursche damit eine davor ungebrochene Tradition über den Haufen geworfen hat: Alle Achtung! Die Aufnahmen sind zudem einfach nur göttlich! Mir fehlen fast die Worte für eine zutreffende Beschreibung. Ich versuch’s trotzdem: Die Kulissen sind auch beeindruckend. Das Spiel mit Licht und Schatten ist genial und eindringlich. Die Szenen sind meisterhaft arrangiert. Selbst ein Film wie «Drive», der ja nur aus aneinandergereihten Szenen besteht, die für sich schön, ästhetisch oder was auch immer sein sollen, verblasst neben den Szenen von «Citizen Kane». Die Schnitte und die Musik verpassen dem Ganzen noch den letzten Schliff.

                                  Kurz zusammengefasst: Ich fand die Geschichte langweilig, konnte mich aber am Film nicht satt sehen. Aufgrund der phantastischen Bilder und der zwischenzeitlichen historischen Bedeutung sollte man den Film mal gesehen haben. Rosebud.

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                                  • 8

                                    "Citizen Kane" von Orson Welles dürfte sicherlich jedem Filmfreund ein Begriff sein, taucht er doch bis heute in zahlreichen renommierten Listen der besten Filme aller Zeiten auf.
                                    Tatsächlich ist es auch kein Wunder, dass der Streifen vor allem rückblickend Maßstäbe setzte und zahlreiche nachfolgende Filmemacher prägen sollte. Mit gerade einmal jungen 25 Jahren schuf Welles als Co-Autor, Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller ein formal beeindruckendes Werk, das sein ganzes Können als geniales Multitalent unter Beweis stellte.
                                    Vor allem die visuelle Gestaltung, insbesondere die opulenten Aufnahmen, für die Welles und sein Kameramann auf neuartige Weitwinkelobjektive zurückgriffen, sowie der innovative Schnitt und die markanten, expressiven Schatten bilden eine optische Klasse, welche für die damalige Zeit einmalig ist.
                                    Die Geschichte um einen mächtigen Zeitungsmogul, der alles haben kann, was er will, aber am Ende trotzdem einsam stirbt und lediglich "Rosebud" als letztes Wort hinterlässt, ist zeitlos und zeigt eindringlich, wie Macht, Reichtum und daraus folgender Egoismus das Innerste eines Menschen verkrüppeln. Der Clou der Geschichte liegt allerdings in der Erzählweise.
                                    Heutzutage ist es für den Zuschauer zwar keine Besonderheit mehr, doch damals war die besondere Erzählweise, bei der Welles die alteingefahrene Chronologie durchbricht und zwischen verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven wechselt, ebenfalls eine absolute Neuheit, mit welcher der Film stets abwechslungsreich und dynamisch wirkt.
                                    Zuletzt gehört vor allem Welles selbst als Hauptdarsteller großer Respekt. Durch seine fantastische Leistung, die sich auch aus einer hervorragend gestalteten Maske ergibt, gelingt es dem damals noch jungen Welles spielend leicht, sämtliche Facetten und Altersstufen - egal ob als junger, charismatischer Redner oder als verbitterter, alter Mann - seiner tragischen Figur Charles Foster Kane darzustellen.
                                    Ist "Citizen Kane" der beste Film aller Zeiten? Eher nicht, denn das wird für jeden subjektiv gesehen ein anderer sein und kann nicht so allgemein festgelegt werden. Trotzdem ist es ohne Zweifel ein stilbildender, extrem einflussreicher Film, der durch die ausgefeilte Inszenierung, die innovative Erzählweise sowie die zeitlose Geschichte und das eindringliche Schauspiel von Regisseur Orson Welles zurecht Maßstäbe setzte.

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                                    • 10

                                      Ein Film der seinerzeit weit vorraus war,was Optik,Ausstattung,Kamera,Musik und Regie anbelangt. Die Ausstattung und Optik von Citizen Kane sucht auch heute noch seines Gleichen (In der CGI Welt von heute unerreichbar)!
                                      Orson Welles hat den Heiligen Grahl des Kinos gedreht und das bereits 1941, hieran sollten alle kommenden Generation von Filmschaffenden ihren Maßstab anlegen und versuchen nur 50% dieser Qualität auf die Leinwand zu bringen und schon haben sie ihr Maximum an Schaffenskraft erreicht.

                                      DAS MEISTERWERK!

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                                      • 7 .5

                                        Ich habe den Film schon seit einiger Zeit hier auf DVD rumliegen, habe mich aber nie rangetraut. Es ist schon relativ schwierig, einen Film zu schauen, der von vielen Cineasten: "Der beste Film aller Zeiten" genannt wird. Vorneweg muss ich sagen, dass ich wirklich sehr wenige Klassiker kenne und deswegen eventuell auch nciht der "richtige Bewerter" für den Film bin.
                                        Man muss sagen, dass der Film auch nach so vielen Jahren immer noch Spaß macht. Die Figur des "Kane" ist sicher eine der faszinierensten Figuren der Filmgeschichte. Man fragt sich im ganzen Laufe des Films, warum er so handelt, wie er handelt. Orson Welles schafft es durch sein Schauspiel diesem Charkater auch wirklich "Leben" einzuhauchen. Zusätzlich ist die Kameraarbeit in diesem Film (auch für einen Laien) grandios und einige Szenen werden mir auchin vielen Wochen noch im Kopf bleiben.
                                        Leider gab es zwischendurch (für mich) einen kleinen Durchhänger und auch die Nebenfiguren fand ich lange nciht so itneressant, wie unseren Hauptcharakter, wodruch der Film für mich "nur" sehr gut geworden ist. Empfehlen kann ich ihn aber doch.

                                        • 9

                                          Das ist er also. Der legendäre CITIZEN KANE.
                                          Eine Geschichte über große Themen, wie den Lebensstil Amerikas, Geld, Macht und Gier. Ein Film, der zeigt:
                                          Wer wunschlos sterben kann, ist im Himmel. Wer mit Bedauern stirbt, in der Hölle.

                                          „Das Kino ist noch sehr jung, und es wäre einfach lächerlich, wenn es einem nicht gelänge, ihm ein paar neue Seiten abzugewinnen“.
                                          Das hat sich Orson Welles offensichtlich sehr zu Herzen genommen. Strahlt die Inszenierung, ja der ganze Film doch eine Leichtigkeit, eine Neugier und einen Stolz aus, dass man sich als Zuschauer dem Bann gar nicht entziehen kann.
                                          Die Erzählweise, durch die langsam aber sicher immer mehr Licht ins Dunkel gebracht wird und man die sagenumwobene Person Charles Kane stetig besser kennenlernt, übergibt die Rolle des Journalisten an den Zuschauer weiter. Man möchte rausfinden, wer Rosebud ist. Man möchte rausfinden, was einen Mann, der auf dem Papier alles hat, im Augenblick vor seinem Tode sehnsüchtig fehlen könnte.

                                          Orson Welles:
                                          Regisseur, Produzent, Drehbuchautor, Hauptdarsteller.
                                          Ich bin der Meinung, dass Welles mit sich selbst die perfekte Wahl für Kane getroffen hat. Er füllt die Rolle aus. Er spielt unerschrocken, verspielt, charmant, erhaben, freundlich, mächtig, erbarmungslos, besessen, gebrochen, ... Ich hatte das Gefühl, ich sehe Charles Foster Kane.
                                          Wenn man anfängt, darüber nachzudenken, was dieser Film alles zum Standard gemacht, kann man so schnell nicht aufhören und ich würde morgen noch hier sitzen.
                                          Es ist einfach wunderbar und inspirierend, zu sehen, was eine Gruppe relativ ungezwungener Menschen leisten kann. Zu beinahe jedem Zeitpunkt kann man irgendwo irgendwas entdecken, was interessant und eine Beobachtung wert ist.
                                          Ich freue mich schon auf die nächsten Sichtungen, in denen ich weitere Details kennenlerne, die mir sonst bisher entgangen sind.

                                          Es ist wahrscheinlich nicht wirklich möglich, von einem Film mehr zu erwarten, als von dem Film, der immer und überall als der beste Film überhaupt gehandelt wird. Ich habe viel erwartet.
                                          Aber wurde ich enttäuscht? Nein. Ist es der beste Film, den ich kenne? Nein. Bin ich froh, mir die Zeit für den Film genommen zu haben? JA. Werde ich mir den Film noch öfter ansch..JA!

                                          CITIZEN KANE eilt ein Ruf voraus und das nicht zu knapp. Aber dieser Film ist auch schlicht und ergreifend spannend, unterhaltsam, bedeutungsvoll und dazu schauspielerisch, technisch(!) und inszenatorisch(!!) auf allerhöchster Stufe. Hut ab!

                                          _CitizenSmooli

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                                          • 10

                                            [...] Gerade dass die Figur Charles Foster Kane so unnahbar ist, keine emotionale Teilhabe zulässt, was ja generell dem Film als einzige Schwäche vorgehalten wird, gefiel mir. Wie Welles beabsichtigte, steht die Rolle des fast-anonymen Researchers, der sich auf die Suche der Bedeutung des Wortes “Rosebud” macht, stellvertretend für die Rolle des Zuschauers. Wir wissen wer Charles Foster Kane war, was er gemacht hat, wie seine Karriere verlief, später auch wie sein Privatleben verlief, wir wissen aber nicht, was seine Beweggründe waren, warum er so gehandelt hat, was seine Leitmotive seines unverhofft-wohlhabenden Lebens waren. [...] “Citizen Kane” ist legendenumwoben, von ungeklärter Intention und so episch breit präsentiert, dass es auch Jahrhunderte nach Erscheinen des Films immer noch eine helle Freude sein wird, sich dieses Debüt- und Lebenswerk Orson Welles’ anzusehen. Das Ende des Films verrät dem Zuschauer, nicht aber seinen Figuren was die Bedeutung des Wortes “Rosebud” hat, wiederum aber auch nicht, was die Bedeutung der Bedeutung ist. Ein Film, der die vierte Wand durchbricht und dabei noch zwei drei andere Wände mit sich einreißt.

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                                            • 8 .5

                                              Absolut geiler Film! Licht, Bild, Aussage. Das nenne ich einen echten Klassiker !

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                                              • Citizen Kane ist von Anfang an der reinste Genuss, auch wenn der Film aus den Vierzigern stammt, ist das Drehbuch pointiert und somit zeitlos. Der Film reisst einen mit in die Welt von Charles Forster Kane und seiner charakterlichen Entwicklung, die durch seine Beziehungen zu seinen Mitmenschen, Freunden, Kollegen und auch Ehefrauen dargelegt wird.
                                                Im Grunde genommen kann man sich unter "Citizen Kane" die perfekte Kombination zwischen überzeugendem Drehbuch, mitreissenden schauspielerischen Leistungen und gelungener Regiearbeit vorstellen.

                                                • 9

                                                  Einer der Filme, die oft als der Beste Film aller Zeiten gehandelt wurden und immer noch werden, enthält bereits in der ersten Szene einen Filmfehler, der den ganzen restlichen Film ad absurdum führt. Vielleicht hat manchmal auch der Schöpfer selbst sein Händchen im Spiel, damit wir selbst im Perfekten noch einen winzigen Makel entdecken. Denn trotz seines immensen Alters von über 70 Jahren hat "Bürger Kane" absolut nichts von seiner Faszination verloren.

                                                  THATCHER: Was möchtest du sein?
                                                  KANE: Alles was sie hassen!

                                                  Für viele Leute von heute, zu denen ich mich mitunter auch zähle, ist der Genuss dieses Films natürlich erstmal anstrengend. Schwarz-weiß und schmalformatig, insgesamt deutlich ein Film aus einer anderen Epoche der Menschheit. Betrachtet man ihn ohne entsprechendes Vorwissen, kann man als oberflächlicher Betrachter, ob des nahezu fehlenden Spannungsbogens, schon ein wenig wegdämmern. Beschäftigt man sich vorher oder hinterher mit der Vorgeschichte, der Entstehung und dem Nachspiel dieses einzigartigen Kunstwerks, kann man eigentlich nicht anders, als den Mut und die Hingabe Orson Welles zu bewundern. Ähnlich wie in dem kürzlich von mir gesehenen "THX 1138" von George Lucas legt auch Welles mit seinem ersten Film bereits sein Meisterwerk vor.

                                                  Das liegt nicht zuletzt daran, das der als Wunderkind gehandelte Welles, für seine erste Arbeit, quasi einen Blanco-Vertrag bekam, der ihm völlig freie Hand bei der Auswahl des Filmstoffs und bei seiner Umsetzung ließ. Welles drehte den Film mit weitestgehend unbekannten Schauspielern aus einer von ihm mitbegründeten Theatergruppe. Dabei verwendete er bei der Gestaltung zahlreiche filmtechnische Neuheiten, von denen die meisten zwar schon vorher zu sehen gewesen waren, aber noch nie in einem Film vereint. Selbst der in dieser Hinsicht nicht sehr versierte Zuschauer, wie z.B. ich, kann zahlreiche dieser Techniken erkennen. Dazu zählen die zahlreichen Szenen, in denen sich die Darsteller in verschiedenen Gegenständen spiegeln, die unzähligen Perspektivenwechsel der Kamera oder auch die Zeitsprünge innerhalb einer durchgehend gezeigten Szene.

                                                  Das sind nur wenige, laienhaft formulierte Techniken, die in diesem als Gesamtkunstwerk der Filmgeschichte zu betrachtenden Werkes Anwendung finden. Über alle Aspekte, die diesen Film ausmachen, könnte man wohl locker einen eigenen Film machen und jeder muss selbst wissen, wie tief er in diese Materie einsteigen will. Die Story selbst ist oberflächlich der Aufstieg und Fall eines Mannes aus einfachsten Verhältnissen. Der uramerikanische Mythos des Tellerwäschers, der zum Millionär wird, wird in "Citizen Kane" erweitert zur Kritik am ausufernden Kapitalismus und der Natur des Menschen. Er hält aber nicht nur den Reichen und Mächtigen, sondern auch uns allen den Spiegel vor. Allen, die glauben, das sie alles besser machen würden, wenn sie die entsprechende Macht hätten. Denn es gilt:

                                                  Das leichteste Opfer für einen Betrug ist man selbst. - Lord Bulwer-Lytton

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                                                  • 6 .5

                                                    Guter Film, leider dennoch völlig überbewertet. Pacific Rim war besser.

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