Citizen Kane - Kritik

Citizen Kane

US · 1941 · Laufzeit 119 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
  • 7 .5

    Sollte jeder mal gesehen haben ganz egal welches Genre man
    bevorzugt

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    • 0
      GnothiSauton 02.09.2016, 02:44 Geändert 02.09.2016, 02:47

      Der seit Jahrzehnten als angeblich "bester Film aller Zeiten" gehandelte Film ist vor allem der überbewerteste Film aller Zeiten. Vermutlich traut sich die jeweils neu herangewachsene Filmkritikergeneration dem Götzen der Altvorderen nicht entgegentreten.

      Mir ist das wurscht, ich bin da niemandem verpflichtet. Und ich meine, der Film ist stinklangweilig, geradezu ein Quälgeist von Film. Selbst die technische Raffinesse hat man lange zuvor bei Chaplin oder Keaton in mindestens gleichem Maße gesehen. Es bleibt mir ein Rätsel, warum allezeit so viele willfährig in den Chor der Huldigenden einstimmen; aber ich muss ja auch nicht alles verstehen.

      Ich sehe mir den Film nie wieder an. Er ärgert mich. Das wird wohl der einzige Film bleiben, dem ich aus Prinzip störrisch wie ein Esel null Punkte gebe, wenngleich er objektiv sicher mehr verdient hätte.

      • 9

        Um "Citizen Kane" wirklich würdigen zu können, muss man sich den Film wahrscheinlich mehrfach ansehen. Nur dann kann man die vielen Innovationen, was Kamera, Licht, Spezialeffekte, Dramaturgie und Schnitt betrifft, erkennen.
        Welles hatte als junger Mann einen bis dahin unbekannten Einfluss, eine Carte Blanche, auf sein Erstlingswerk erhalten. Er war Autor, Regisseur und Hauptdarsteller und hat in allen Bereichen eine außerordentliche Leistung erbracht.
        Ein Meilenstein der Filmgeschichte und nicht zu Unrecht mehrfach als bester Film aller Zeiten ausgezeichnet.

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        • 9 .5

          "Es ist keine Kunst Geld zu machen, wenn man nichts anderes will, als Geld zu machen."
          Gestern endlich mal gesehen und ich bin begeistert. Oft hab ich bei s/w-Filmen das Gefühl, dass die halt wirklich schon 70 - 80 Jahre plus sind, aber Citizen Kane wirkt so modern und zeitlos, wie kaum ein zweiter. Und ich versteh endlich den Sims-Cheat.

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          • 8 .5

            Dieses cineastische Meisterwerk von Orson Welles ist in vielen Punkten ein grandioser Film.
            Da wäre die unglaublich gute Kameraarbeit, die viele, unvergessliche und geniale Szenen beinhaltet.
            Die Schauspieler sind auch super, vor allem Orson Welles selbst, als Charles Foster Kane.
            Dann hätten wir auch noch die starken Dialoge, die passende Musik und die Erzählweise.
            Für mich hat sich der Film allerdings an manchen stellen etwas gezogen und war teilweise ziemlich langweilig.

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            • 7
              thenerd 09.04.2016, 23:24 Geändert 09.04.2016, 23:25

              Der Film ist zwar storymäßig ziemlich gut, aber jetzt mal ehrlich, es gibt um einiges bessere. Der Film hat ziemliche Längen und ist dadurch etwas langweillig. Charles Kane ist ein mehr oder weniger interessanter Charakter, der allerdings großartig gespielt wurde. Die Musik des Films muss ich loben, da sie dem Film Charakter verlieh. Ich will auch nicht sagen, der Film sei schlecht, eher im Gegenteil, er ist ziemlich gut, aber ich finde, dass er als "bester Film aller Zeiten" ziemlich überbewertet wird. Es ist ein ziemlich guter und intelligenter Film, aber er ist jetzt nicht so besonders, dass ich ihn als großes "Meisterwerk" bezeichnen würde. Er hat sich meine 7,0 Punkte verdient.

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              • 10
                Martin Canine 01.04.2016, 10:46 Geändert 02.04.2016, 00:06

                (DIESER KOMMENTAR WAR EIN APRILSCHERZ VON 2016. DIE WERTUNG WURDE DAFÜR VORRÜBERGEHEND AUF 2.5 ABGEÄNDERT.)

                Es existiert eine Theorie, dass es zu allem und jeden ein Gegenstück geben muss, etwas, dass sich vollständig unterscheidet. 
                Als ich vor 3 Jahren "Lucas, der Ameisenschreck" gesehen habe, wusste ich, dass ich einen unsagbar brillanten Film vor mir hatte, den ich bereits öfters zusammen mit 2, 3 anderen Streifen als besten Film überhaupt bezeichnet hatte. Er erschien mir wie der große und alles übertreffende finale Geniestreich, der dem klassischen Kino letztlich einen würdigen Abschluss verlieh. 
                Ein letztes Mal erschienen die großen Gefühle, die atemberaubende Bildgewalt, der monumentale Aufwand, die mitreißenden Geschichten, die Hollywood zur Traumfabrik machten.

                Wenn wir der Theorie glauben dürfen, so gibt es doch zu jeder Sache ein Gegenteil. 
                Dies gilt wohl auch für Filme. 
                Nach reichlicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen: das Gegenstück zu meinem Lieblingsfilm 'Lucas' ist zweifelsfrei "Citizen Kane". 
                Es ist schwer zu sagen, ob es in der Filmgeschichte je einen Film gab, der aufgeblasener ist als dieser hier. 
                Alleine der Gedanke, es könnte tatsächlich einen Film geben, der diesen Streifen hier in Sachen Langeweile noch unterbietet, entzieht sich mir jeglicher Glaubwürdigkeit. 
                Es ist beinahe unmöglich, sich vorzustellen, irgendjemand von der Filmcrew hätte es wahrhaftig für möglich gehalten, dass hieraus ein guter oder auch nur im geringsten Maße unterhaltsamer Film werden könnte.

                Ich könnte jetzt versuchen, zu beschreiben, welche Geschichte "Citizen Kane" erzählt, aber er erzählt eben keine. Alles, worauf sich der Film stützt, ist eine Situation: ein Reporter sucht die Bedeutung eines Wortes. Zwei Stunden lang. Das war's. 
                Man hat es irgendwie geschafft, mehrere Schauspieler in den Film hineinzuquetschen, die alle zusammen nicht mehr zu tun haben, als anwesend zu sein. 
                Die Hauptrolle ist die Schneekugel, Orson Welles und seine zwei Co-Stars leisten etwa so viel wie Pappaufsteller. Man hätte getrost Steine besetzen können. Das ist nicht die Schuld der Darsteller, nein, denn wie soll man eine Rolle spielen, die es nicht gibt? Dass es Welles selbst nicht zu blöd war, in seinem Film mitzuspielen...

                "Citizen Kane" ist der sinnloseste "Film" aller Zeiten. Er besitzt nirgendwo Inhalt. Er erzählt keine Geschichte, bietet keine Dramaturgie, besitzt keine glaubhaften oder tiefgründigen Charaktere und kaum Optik. 
                Damit meine ich nicht, dass all das misslungen ist. Nein, das gab es schlicht nie. 
                Der Streifen funktioniert weder als guter noch als schlechter Film, denn mehr als eine auf 2 Stunden ausgedehnte Idee bekommen wir hier nicht zu sehen.

                Ich sollte dem Film eigentlich seine Wertung entziehen, denn um mal bei irgendetwas sagen zu können "das war gut, das war schlecht" muss überhaupt mal etwas da sein. 
                Sind die schauspielerischen Leistungen gut? 
                -Welche Leistungen? 
                Unterhält die Inszenierung? 
                -Ich glaube, niemand saß auf dem Regiestuhl.
                Fesselt die Geschichte? 
                -Welche Geschichte?

                Seht ihr, was ich meine? 
                Ich könnte diese Liste ewig weiterführen. 
                Dieser Film hat nicht einmal die Möglichkeit, zu versagen, denn was soll er denn schon falsch machen, wenn nichts vorhanden ist? 
                Er macht logischerweise dann auch nichts richtig.

                Mich bringt so leicht nichts dazu, einen Film derartig zu zerreißen. Ich kann mit allem leben, von pseudoprovokanten Themen, bis Style over Substance, alles, was einem nunmal so als Begründung für einen schlechten Film oftmals um die Ohren fliegt, das alles kann ich noch verzeihen, das Ergebnis kann sogar Spaß machen. Und wenn nicht, kann ich immer noch erläutern, was mich gestört hat. 
                Bei "Citizen Kane" stellt man sich aber zu Teilen die Frage, ob es denn wirklich so viel Unterschied machen würde, ob man während des Films das Fernsehgerät ein- oder ausgeschaltet hat.

                "Citizen Kane" ist zweifelsfrei und ohne Wenn und Aber ein absoluter Antifilm. Es gibt selten einen Film, den ich weniger genossen habe. Tatsache ist, zwei Stunden lang an die Decke zu starren ist exakt so interessant. Es gibt durchaus Filme, die widerwertiger sind, und dadurch eindeutig mehr negative Gefühle verdienen. Filmisch gesehen aber hatte ich noch nie weniger Filmvergnügen als hier. Das Traurige ist, dass "Citizen Kane" hier eine sehr hohe Durchschnittswertung genießt, und auch über die Jahre einen kaum nachvollziehbaren Klassikerstatus erlangt hat, obwohl zeitgenössische Kritiken mehrheitlich so ausfielen wie meine. Naja, ich guck inzwischen lieber eine Staffel "BeyBlade". Was macht ihr so?

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                • 7 .5
                  vanilla 04.03.2016, 14:11 Geändert 04.03.2016, 14:12

                  Manche Dinge kann man nicht für Geld kaufen.

                  Kaum zu glauben, dass dieser Film schon 75 Jahre auf dem Buckel hat!!
                  Natürlich ist er in die Jahre gekommen, wie sollte es auch bei so vielen Jahren anders sein.
                  Nichtsdestotrotz ist dieser Alterungsprozess ziemlich langsam von statten gegangen.
                  Das liegt in erster Linie an der unglaublich guten Erzählstruktur und der hervorragenden Kameraarbeit.
                  Allein die Idee, anhand eines Wortes (Rosebud, wer oder was soll das bloß sein?), einen Film zu konzipieren und somit die Spannung bis zum nostalgischen Ende aufrecht zu erhalten, ist aller Ehren wert.
                  Dann gibt es noch diesen Riesen, Orson Welles, der so eine mächtige Präsenz besitzt, dass er schon fast allein den ganzen Film stemmen kann.
                  Nicht viele Darsteller hatten diese Aura, er jedoch definitiv.
                  Insgesamt ist es ein toller Film, der zurecht als einer der größten Filme aller Zeiten, abgefeiert wird.
                  Wer den noch nicht kennt, muss das auf jeden Fall nachholen.
                  Auch wenn man so wie ich, etwas mehr Schwierigkeiten mit alten Klassikern, vor allem in schwarz-weiß, zu haben scheint.

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                  • 9 .5

                    Orson Welles zeichnet (das erste Mal in der Filmgeschichte?) auf realistische Weise das Bild eines einsamen Menschen. Mit seinem sarkastischen Charakter versucht Charles Kane zu überspielen, dass er nie gelernt hat, sich auf andere Menschen einzulassen. Der materielle Konsum macht ihn nicht glücklich, der Versuch, Anerkennung durch die Gesellschaft zu erlangen, scheitert, und die einzige Frau, die er je geliebt hat, verlässt ihn. Am Ende stirbt er für sich allein.

                    • 6 .5

                      Es gibt Klassiker wie "Der Pate", "Shining" oder auch diverse Hitchcock-Filme, die bis heute nichts an ihrer Faszination verloren haben und die einfach zeitlos sind. Bei "Citizen Kane" sehe ich das ehrlich gesagt etwas anders, auch wenn ich mich kaum traue, an dem Film viel Kritik zu üben. Die volle Wirkung entfaltet "Citizen Kane" meiner Meinung nach nämlich erst, wenn man weiß, was den Film damals so besonders gemacht hat. An dieser Stelle muss man zunächst einmal festhalten, dass die optischen Spielereien und die Erzählweise für 1941er Verhältnisse sehr modern und faszinierend wirken und jeder Filmfan ihn allein schon wegen dieser starken stilprägenden und einflussreichen Inszenierung sehen muss. Die Story von "Citizen Kane" halte ich dann jedoch eher für etwas angestaubt und äußerst zäh. Anfangs konnte ich das Geschehen irgendwie kaum ernst nehmen, wofür der Film aber nichts kann. Als zum ersten Mal das Schloss Xanadu erwähnt wird, ist sofort wieder mein Trauma zurück ans Tageslicht gedrunken, in schrecklicher Erinnerung an Olivia Newton John und ihre kunterbunte Rollschuh-Disco-Sause. Ich muss sagen, dass "Citizen Kane" überraschenderweise mal ein Film ist, bei dem ich mir gut ein Remake vorstellen könnte und zwar mit Leo DiCaprio in der Hauptrolle, dem die Rolle in meinen Augen wie auf den Leib geschneidert wäre, denn vor allem die jungen Jahre von Charles Kane haben mich extrem an "The Wolf of Wall Street" erinnert. Der Film hat einen interessanten Einstieg und ein sehr starkes Ende, aber der Rest im Mittelteil ist schon etwas sehr zäh und langatmig, weil man eben solche Stories heutzutage schon unzählige Male gesehen hat und ich irgendwie schnell das Interesse daran verloren habe. Das liegt vor allem daran, dass mich der ganze Spaß emotional eher kalt gelassen hat und es erst am Ende so wirklich einschneidende Höhepunkte gibt.
                      Fazit: Muss man als Filmfan gesehen haben, aber inhaltlich hat mir "Citizen Kane" aus heutiger Sicht leider nicht mehr wirklich viel gegeben. In der Filmographie von Orson Welles hat mir übrigens die Kafka-Verfilmung von "Der Prozess" sogar noch besser gefallen.

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                      • 9

                        Für heutige Maßstäbe kein wirklich guter Film mehr. Weil man alles was da passiert schonmal gesehn hat.
                        Hab ihn erst vor ca 10 Jahren das erste Mal gesehn und muß sagen....
                        "alles was da passiert".... damals, vor gefühlt 1000 Jahren... macht CK tatsächlich zu einem der (nicht besten) wichtigsten Filme aller Zeiten. Das was er macht, machen andere Filme später besser. Aber OW hat mit CK all die anderen Filme inspiriert und beeinflußt. Dafür muß man einfach dankbar sein.
                        Ich widerspreche etwas meinem ersten Satz jetzt, weil: 9/10. Doppelweil: ein immernoch guter Film. Aber weißte...

                        Egal ob ich mich grad doof ausdrücke: In jedem Fall ein "Muß man gesehen haben"-Film.

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                        • 9

                          So kommt der laut „Sight & Sound“ beste Film aller Zeiten also daher: In knappen zwei Stunden wird der American Dream von Charles Foster Kane gezeichnet, und zwar von der Wiege bis zum Sterbebett. Umgesetzt durch ein brillantes Story-Telling, das sich im ganz großen Stil der Montagetechnik bedient, wird die Hauptfigur aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeiten belichtet, woraus ein Kunstwerk eines ausgesprochen kühn entworfenen Lebens erwächst, an dem Kane letztlich bricht. Niemals langatmig, stürmt die Handlung in verblüffend modernem Anstrich voran. Vermutlich auch wegen der noch immer anhaltenden Aktualität im großen Zeitalter der Selbstsucht. So scheinen auch die Ansprüche Fosters, „des Treibers“, – beispielhaft angedeutet durch seinen Sekundanten Bernstein: „Ein Mensch macht das, was man ihm sagt“ – ihm einen solchen Entwurf zu ermöglichen. Folglich konnte dadurch sein Handeln in wohl pathologischer Weise von seinen Idealen abdriften und so bleibt am Ende im Meisterwerk des damals 24-jährigen eben „Rosebud“ – Thank you, Mr. Welles!

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                          • 7

                            Einer der einflussreichsten Kino-Meilensteine, der stilistisch, erzählerisch und handwerklich absolut prägend war. Dennoch entspricht der Film einfach nicht mehr ganz den heutigen Sehgewohnheiten, weswegen ich mich mal ganz weit aus dem Fenster lehne und dem remake-wütigen Hollywood diesen Klassiker (der nicht an Relevanz verloren hat) als Neuauflage mit einem Darsteller des Kalibers DiCaprio oder Hardy empfehlen würde. Shitstorm in 3, 2, 1, go!

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                              RoboMaus 09.10.2015, 22:18 Geändert 09.10.2015, 22:23

                              Geld, Einfluss, Macht, Frauen, und all das auszuleben - das ist es wohl, was den amerikanischen Traum repräsentiert.......und 'Citizen Kane'. Nur zwölf Jahre vor Erscheinen des Films kollabierte die Börse in den USA, was in der schlimmen Rezession der dreissiger Jahre mündete. Kein Wunder, dass dieses Werk den Amerikanern aus der Seele spricht und jahrzehntelang dort als bester Film aller Zeiten gewählt wurde.
                              Aufgehängt an der Recherche zum letzten Wort, das Kane auf dem Todesbett sprach, wird seine Geschichte in der Retrospektive aus Aufzeichnungen und Interviews erzählt: Wie er zu Reichtum kam, wie er sein Umfeld manipulierte, welche Rolle die Frauen dabei spielten, wie er letztlich sein Geld verprasste und einen goldenen Käfig baute, in dem er erkennen musste, dass Geld allein nicht glücklich macht. Das kann man interessant finden, oder auch nicht - mich konnte die Story nicht vom Hocker reissen. Sicher, von Orson Welles hervorragend gespielt und mit vielen starken Details in Szene gesetzt (dafür allein die 5 Punkte), aber der Plot ist weder spannend, noch witzig, noch bietet er irgendwelche Überraschungen. Es will mir einfach nicht gelingen, mich mit dem amerikanischen Traum zu identifizieren und Kane auf seinen Höhen und Tiefen zu folgen. Sein Schicksal interessiert mich genausowenig, wie ich Klatschzeitungen lesen oder mir ein Auto vor die Tür stellen würde, das ich nicht bezahlen kann.

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                                Hi Leute,

                                Orson Welles Citizen Kane gilt als eine der wichtigsten und besten Filme des Amerikanischen-Kinos. Er ist sogar besser platziert als Der Pate, Casablanca oder Einer Flog übers Kuckucknest!!

                                USA, es ist das Jahr 1941, Charles Foster Kane. Ein Mann hat es geschaft! Er hat ein Großteil, des aufstrebenden medialen und kommunikativen Machtapparats, bereits mit 27 Jahren zu seinem Eigen gemacht.

                                Charles Foster Kane, kann nun seine Realität und Interessen über die Kommunikationsmedien, auf die Bürger übertragen. Das es dabei sehr oft egoistisch und manipulativ zugeht, spielt dem Machtbesessenen, des geschickt aus dem Hintergrund agierenden neuen Schöpfer der Realität und auf dem Gipfel seines Ruhms, keine Rolle mehr.
                                Vergessen sind einst Slogan und Treueschwur: Stets ein moralisch und gerechter Journalist zu sein. Sein bester Freund und Stellvertreter aus Jugendtagen Jedediah Leland besinnt sich seiner moralischen Pflicht als Journalist: Das Recht und die Courage zu haben, das zu schreiben was nicht den Vorstellungen des Medien-Moguls entspricht. Den Konsequenzen bewusst, beweist Jedediah Leland Mut und Rückrat, das auszusagen was die anderen Duckmäuser nicht trauen. Und zwar das die neu inszenierte Opern-Starlette Susan Alexander, die auch gleichzeitig die Ehefrau vom Produzent Charles Foster Kane ist und als neues Opern-Starlette aufgehen soll. Und dabei von der Presse in einem leuchtenden Sternen-Licht dargestellt wird. Diese Medien-Farce ist nicht nur dem Starlette peinlich, sondern auch das kritische Opern-Publikum kann und will diesen Schwindel nicht wahrnehmen.
                                Schwer enttäuscht, quasi als Medien-Gott, erkennt Charles Foster Kane. Seine Realität in die Gesellschaft zu implementieren, ist ein schier unmögliches Unterfangen. Dabei trifft sein Ego (-Wahn) zum ersten mal auf universelle Gegenwehr, und zwar kein Mensch kann die Welt für die anderen nach seinem Abbild formen und auf Dauer beeinflussen. Alles falsche und nicht moralisch richtige trifft früher oder später auf die Mauer der Wahrheit.

                                Mein Fazit: Charles Foster Kane hatte als ein Kind ein schwere seelische Trennung erlitten. Schlitten “Rosebud“, ist des fehlende Bindeglied für seine geistige und moralische Entwicklungs-Resonanz.

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                                  Was möchtest du sein? - Alles was Sie hassen.

                                  Ich verspreche es, Mr. Bernstein. Aber Mr. Bernstein, Sie erwarten doch nicht, dass ich solche Versprechen einlöse, oder?

                                  Er hat nie an etwas anderes geglaubt als an Charlie Kane, er hat immer nur an Charlie Kane geglaubt.

                                  Er ist nun mal der Präsident und nicht du - Das ist ein Fehler, der demnächst korrigiert werden muss.

                                  Die Leute werden denken, dass.... - Sie denken das was ich will.

                                  Alles was er je gewollt hat war Liebe. Deswegen ging er in die Politik, damit er von noch mehr Leuten geliebt wird. Darum haben wir ihn verloren. Er konnte keine Liebe geben.

                                  Dich interessiert außer dir gar nichts. Du sagst deinen Mitmenschen nur, dass du sie liebst, damit sie dich lieben und zwar nach deinen Bedingungen lieben. Das ist ein Spiel, das du nur akzeptierst wenn es nach deinen Regeln gespielt wird.

                                  Es geht immer so weiter mit diesen Zitaten, die teils lustig, teils nachdenklich, teils voller unverblümter Selbstverliebtheit sind. Und schon sind Sie mir sympathisch, Mr. Kane. Ich bin Ihnen ins Netz gegangen und fasziniert und was Sie mir mit diesem Film gegeben haben ist mehr als ein Trinkgeld.

                                  Ein Meisterwerk über einen Mann, der große Vorstellungen hat, zu großem Reichtum und Macht gelangt und genau daran vereinsamt. Alles was ihm noch bleibt, alles was sein Herz noch berührt ist die Erinnerung an "Rosebud".

                                  Der Film setzte zu seiner Zeit neue Maßstabe und erfand das Genre neu. Der Einsatz der Maske, die den 25 Jahre alten Schauspieler nach und nach altern lässt, die Rückblenden, die Erzählstruktur, die Kameraführung...das ist Pionierarbeit.

                                  Bester Film aller Zeiten? - Jawollja! Und jetzt versteh ich auch was es mit Mr. Burns Teddy auf sich hat. :))))

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                                    Vor dem Film: okay "bester" Film aller Zeiten, zeig mir mal was du drauf hast!
                                    -2 Stunden später-
                                    Oh.. das hast du also drauf.

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                                      Rosebud ist der Schlitten.

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                                      • 9 .5

                                        „Citizen Kane“ ist ohne Frage ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht. Orson Wells Biopic über den fiktiven Medienmagnaten Charles Foster Kane besticht in so ziemlich jeder Hinsicht und ist definitiv eine zeitlose Charakterstudie. Die Handlung fesselt über seine 114 Minuten durchweg, wird doch in Rückblenden das Leben von Kane aufgeschlüsselt und Puzzleteil für Puzzleteil zu einem großen Ganzen vereinigt, von seinem Aufstieg bis zu seinem Fall. Kane war ein Mann, der alles hatte und doch nichts. Reich war er, keine Frage. Doch kann man sich mit Reichtum Liebe oder Glückseligkeit kaufen?
                                        Orson Wells hatte dabei als Produzent, Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller eine immense Last zu stemmen, die er jedoch bravourös meisterte. Er verkörpert den anfangs leichtsinnigen und sympathischen, später verbitterten und vom Leben gezeichneten Kane mit einer unglaublichen Intensität. Er schaffte es dabei, die Charaktere bis in die Nebenrollen hinein perfekt zu besetzen und ging bei den Dreharbeiten an die Grenzen des Möglichen (z.B. die Szene mit dem betrunkenen Leland). Lichteffekte, Kameraeinstellungen und Bildbearbeitung wirken dabei sehr gekonnt in Szene gesetzt und nach heutiger Erkenntnis mehr als innovativ.
                                        Auch die Dialoge wirken stets glaubhaft, verstecken sich doch zwischen den Zeilen immer wieder kleine Anspielungen und Kritikpunkte an der amerikanischen Gesellschaftsstruktur und dem politischen System des Landes. Kapitalismus, der Umgang mit Idealen und die Frage, was eigentlich wirklich wichtig im Leben ist, definieren „CitizenKane“.

                                        Wells Drama ist definitiv ein Film, den man als Filmfan gesehen haben muss, der in nahezu allen Punkten an die Schwellen der Perfektion heranreicht und dadurch nicht ohne Grund als einer der besten Filme aller Zeiten bezeichnet wird.

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                                          MarcelN44 31.05.2015, 17:51 Geändert 31.05.2015, 17:52

                                          Den in der Fachpresse gemeinhin als einen der besten Filme aller Zeiten verschrienen abendfüllenden Erstling von Orson Welles aus dem Jahre 1941 (heute noch Platz 67 der IMDb Top250), habe ich mir extra für den Start meiner eigenen Filmseite www.filmpara.de aufgehoben.

                                          Tiefenschärfe und Weitwinkelobjektiv, Plansequenzen und Erzählweise. Dinge, die damals revolutionär wären, fallen heute verständlicherweise nicht mehr derart auf. Zeitlos ist die Biografie über Aufstieg und Fall eines Medienmoguls und den Einfluss gelenkter Presse auf das Weltgeschehen dennoch, und letztlich auch aktueller denn je. Letztlich ist 'Rosebud' nebenbei wohl auch eines der ältesten/ersten Filmrätsel aller Zeiten. Alright!

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                                            „Das Meisterwerk, das einen amerikanischen Mythos zum Thema hat, ist längst selbst zu einem Mythos geworden.“

                                            – Metzlers Filmlexikon

                                            Ob es wirklich der Best Film aller Zeiten ist, das weiß ich nicht. Aber er gehört für mich auf alle Fälle unter die besten 5. Einer der besten Filme überhaupt, die vielen Details zB durch sein effektvolles Spiel mit Licht und Schatten (beispielsweise in der Bibliotheksszene) oder dass dass man das Gesicht des Reporters Jerry Thompson, der sich auf die Suche nach der Bedeutung des Wortes Rosebud begibt, kaum von vorne sieht, sind nur einige wenige von vielen, der Film steht Pate für viel Nachmacher, daher für mich ganz klar vorne dabei.

                                            Das American Film Institute listet Citizen Kane als den besten US-amerikanischen Film aller Zeiten. Auch das französische Filmmagazin Cahiers du cinéma listete Welles’ Film 2008 auf Platz 1 der besten Filme aller Zeiten.

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                                              Meine Freundesliste: 9, 9, 9, 10, 9, 10

                                              C-C-C-COMBO-BREAKER!!

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                                                in einer zeit, in der es cool geworden ist, klassikern ihren klassiker-status abzuerkennen, weil gute sachen gut finden ja "mitlaufen" bedeuten würde, bin ich immer noch der festen überzeugung, dass jeder der halt mal auch nur ansatzweise etwas vom filmemachen (MACHEN! nicht nur gucken!) versteht, hier schlicht und einfach n bisschen respekt zu haben hat. langer satz, i know, aber #truth undso.

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                                                  Filmtechnisch bis ins letzte Detail raffiniert gemacht, langweilt dieser Film fast über die gesamte Dauer. Der Figur des Charles Foster Kane als Archetyp der damaligen Medienlandschaft konnte man in ihrer Zeit vielleicht noch etwas abgewinnen.

                                                  Heute - über 70 Jahre später - sehe ich diesen Film und denke mir: was mit Kane geschieht, ist mir völlig egal. Es berührt mich nicht, es lässt mich alles kalt.

                                                  Das lässt mich allerdings aufhorchen. Ist der Film tatsächlich so modern, dass der Plot Nebensache wird, wir aber Zeuge eines cineastischen Budenzaubers werden?

                                                  Drei Punkte.

                                                  Hätte Orson Welles doch eine tolle Geschichte erzählt.

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                                                    Natürlich ist der Film für heutige Sehgewohnheiten ungewohnt, aber: Erzählstruktur und Filmtechnik war für damalige Verhältnisse völlig neu. Das Ende ist brilliant und sicherlich eines der besten der Filmgeschichte, da es auf einen Schlag alles erklärt.