Citizen Kane - Kritik

Citizen Kane

US · 1941 · Laufzeit 119 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
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    Nebular65 30.01.2016, 22:15 Geändert 03.02.2016, 19:05

    Film Nr. 700. Hier auf Moviepilot.
    Nr. 600 war der großartige Harakiri, ein Film, der trotz seines Alters nicht ein bisschen langweilig war. Das war ein echter Geheimtipp. Als 700sten Film musste noch ein Klassiker her. Diesmal sollte er Citizen Kane heißen.
    Citizen Kane galt mal als bester Film aller Zeiten und heute meinen das immer noch viele. Für mich ist er das nicht, aber er ist sehr, sehr gut. Vor allem das Ende begeistert mich.

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      So kommt der laut „Sight & Sound“ beste Film aller Zeiten also daher: In knappen zwei Stunden wird der American Dream von Charles Foster Kane gezeichnet, und zwar von der Wiege bis zum Sterbebett. Umgesetzt durch ein brillantes Story-Telling, das sich im ganz großen Stil der Montagetechnik bedient, wird die Hauptfigur aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeiten belichtet, woraus ein Kunstwerk eines ausgesprochen kühn entworfenen Lebens erwächst, an dem Kane letztlich bricht. Niemals langatmig, stürmt die Handlung in verblüffend modernem Anstrich voran. Vermutlich auch wegen der noch immer anhaltenden Aktualität im großen Zeitalter der Selbstsucht. So scheinen auch die Ansprüche Fosters, „des Treibers“, – beispielhaft angedeutet durch seinen Sekundanten Bernstein: „Ein Mensch macht das, was man ihm sagt“ – ihm einen solchen Entwurf zu ermöglichen. Folglich konnte dadurch sein Handeln in wohl pathologischer Weise von seinen Idealen abdriften und so bleibt am Ende im Meisterwerk des damals 24-jährigen eben „Rosebud“ – Thank you, Mr. Welles!

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        Einer der einflussreichsten Kino-Meilensteine, der stilistisch, erzählerisch und handwerklich absolut prägend war. Dennoch entspricht der Film einfach nicht mehr ganz den heutigen Sehgewohnheiten, weswegen ich mich mal ganz weit aus dem Fenster lehne und dem remake-wütigen Hollywood diesen Klassiker (der nicht an Relevanz verloren hat) als Neuauflage mit einem Darsteller des Kalibers DiCaprio oder Hardy empfehlen würde. Shitstorm in 3, 2, 1, go!

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          RoboMaus 09.10.2015, 22:18 Geändert 09.10.2015, 22:23

          Geld, Einfluss, Macht, Frauen, und all das auszuleben - das ist es wohl, was den amerikanischen Traum repräsentiert.......und 'Citizen Kane'. Nur zwölf Jahre vor Erscheinen des Films kollabierte die Börse in den USA, was in der schlimmen Rezession der dreissiger Jahre mündete. Kein Wunder, dass dieses Werk den Amerikanern aus der Seele spricht und jahrzehntelang dort als bester Film aller Zeiten gewählt wurde.
          Aufgehängt an der Recherche zum letzten Wort, das Kane auf dem Todesbett sprach, wird seine Geschichte in der Retrospektive aus Aufzeichnungen und Interviews erzählt: Wie er zu Reichtum kam, wie er sein Umfeld manipulierte, welche Rolle die Frauen dabei spielten, wie er letztlich sein Geld verprasste und einen goldenen Käfig baute, in dem er erkennen musste, dass Geld allein nicht glücklich macht. Das kann man interessant finden, oder auch nicht - mich konnte die Story nicht vom Hocker reissen. Sicher, von Orson Welles hervorragend gespielt und mit vielen starken Details in Szene gesetzt (dafür allein die 5 Punkte), aber der Plot ist weder spannend, noch witzig, noch bietet er irgendwelche Überraschungen. Es will mir einfach nicht gelingen, mich mit dem amerikanischen Traum zu identifizieren und Kane auf seinen Höhen und Tiefen zu folgen. Sein Schicksal interessiert mich genausowenig, wie ich Klatschzeitungen lesen oder mir ein Auto vor die Tür stellen würde, das ich nicht bezahlen kann.

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            Hi Leute,

            Orson Welles Citizen Kane gilt als eine der wichtigsten und besten Filme des Amerikanischen-Kinos. Er ist sogar besser platziert als Der Pate, Casablanca oder Einer Flog übers Kuckucknest!!

            USA, es ist das Jahr 1941, Charles Foster Kane. Ein Mann hat es geschaft! Er hat ein Großteil, des aufstrebenden medialen und kommunikativen Machtapparats, bereits mit 27 Jahren zu seinem Eigen gemacht.

            Charles Foster Kane, kann nun seine Realität und Interessen über die Kommunikationsmedien, auf die Bürger übertragen. Das es dabei sehr oft egoistisch und manipulativ zugeht, spielt dem Machtbesessenen, des geschickt aus dem Hintergrund agierenden neuen Schöpfer der Realität und auf dem Gipfel seines Ruhms, keine Rolle mehr.
            Vergessen sind einst Slogan und Treueschwur: Stets ein moralisch und gerechter Journalist zu sein. Sein bester Freund und Stellvertreter aus Jugendtagen Jedediah Leland besinnt sich seiner moralischen Pflicht als Journalist: Das Recht und die Courage zu haben, das zu schreiben was nicht den Vorstellungen des Medien-Moguls entspricht. Den Konsequenzen bewusst, beweist Jedediah Leland Mut und Rückrat, das auszusagen was die anderen Duckmäuser nicht trauen. Und zwar das die neu inszenierte Opern-Starlette Susan Alexander, die auch gleichzeitig die Ehefrau vom Produzent Charles Foster Kane ist und als neues Opern-Starlette aufgehen soll. Und dabei von der Presse in einem leuchtenden Sternen-Licht dargestellt wird. Diese Medien-Farce ist nicht nur dem Starlette peinlich, sondern auch das kritische Opern-Publikum kann und will diesen Schwindel nicht wahrnehmen.
            Schwer enttäuscht, quasi als Medien-Gott, erkennt Charles Foster Kane. Seine Realität in die Gesellschaft zu implementieren, ist ein schier unmögliches Unterfangen. Dabei trifft sein Ego (-Wahn) zum ersten mal auf universelle Gegenwehr, und zwar kein Mensch kann die Welt für die anderen nach seinem Abbild formen und auf Dauer beeinflussen. Alles falsche und nicht moralisch richtige trifft früher oder später auf die Mauer der Wahrheit.

            Mein Fazit: Charles Foster Kane hatte als ein Kind ein schwere seelische Trennung erlitten. Schlitten “Rosebud“, ist des fehlende Bindeglied für seine geistige und moralische Entwicklungs-Resonanz.

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              Was möchtest du sein? - Alles was Sie hassen.

              Ich verspreche es, Mr. Bernstein. Aber Mr. Bernstein, Sie erwarten doch nicht, dass ich solche Versprechen einlöse, oder?

              Er hat nie an etwas anderes geglaubt als an Charlie Kane, er hat immer nur an Charlie Kane geglaubt.

              Er ist nun mal der Präsident und nicht du - Das ist ein Fehler, der demnächst korrigiert werden muss.

              Die Leute werden denken, dass.... - Sie denken das was ich will.

              Alles was er je gewollt hat war Liebe. Deswegen ging er in die Politik, damit er von noch mehr Leuten geliebt wird. Darum haben wir ihn verloren. Er konnte keine Liebe geben.

              Dich interessiert außer dir gar nichts. Du sagst deinen Mitmenschen nur, dass du sie liebst, damit sie dich lieben und zwar nach deinen Bedingungen lieben. Das ist ein Spiel, das du nur akzeptierst wenn es nach deinen Regeln gespielt wird.

              Es geht immer so weiter mit diesen Zitaten, die teils lustig, teils nachdenklich, teils voller unverblümter Selbstverliebtheit sind. Und schon sind Sie mir sympathisch, Mr. Kane. Ich bin Ihnen ins Netz gegangen und fasziniert und was Sie mir mit diesem Film gegeben haben ist mehr als ein Trinkgeld.

              Ein Meisterwerk über einen Mann, der große Vorstellungen hat, zu großem Reichtum und Macht gelangt und genau daran vereinsamt. Alles was ihm noch bleibt, alles was sein Herz noch berührt ist die Erinnerung an "Rosebud".

              Der Film setzte zu seiner Zeit neue Maßstabe und erfand das Genre neu. Der Einsatz der Maske, die den 25 Jahre alten Schauspieler nach und nach altern lässt, die Rückblenden, die Erzählstruktur, die Kameraführung...das ist Pionierarbeit.

              Bester Film aller Zeiten? - Jawollja! Und jetzt versteh ich auch was es mit Mr. Burns Teddy auf sich hat. :))))

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                Vor dem Film: okay "bester" Film aller Zeiten, zeig mir mal was du drauf hast!
                -2 Stunden später-
                Oh.. das hast du also drauf.

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                  Vorhersage : 8.0 Bewertung : 9.0 wenn ich den Begriff Meisterwerk in den Raum werfe wird keiner widersprechen!!!

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                    Rosebud ist der Schlitten.

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                    • 9 .5

                      „Citizen Kane“ ist ohne Frage ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht. Orson Wells Biopic über den fiktiven Medienmagnaten Charles Foster Kane besticht in so ziemlich jeder Hinsicht und ist definitiv eine zeitlose Charakterstudie. Die Handlung fesselt über seine 114 Minuten durchweg, wird doch in Rückblenden das Leben von Kane aufgeschlüsselt und Puzzleteil für Puzzleteil zu einem großen Ganzen vereinigt, von seinem Aufstieg bis zu seinem Fall. Kane war ein Mann, der alles hatte und doch nichts. Reich war er, keine Frage. Doch kann man sich mit Reichtum Liebe oder Glückseligkeit kaufen?
                      Orson Wells hatte dabei als Produzent, Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller eine immense Last zu stemmen, die er jedoch bravourös meisterte. Er verkörpert den anfangs leichtsinnigen und sympathischen, später verbitterten und vom Leben gezeichneten Kane mit einer unglaublichen Intensität. Er schaffte es dabei, die Charaktere bis in die Nebenrollen hinein perfekt zu besetzen und ging bei den Dreharbeiten an die Grenzen des Möglichen (z.B. die Szene mit dem betrunkenen Leland). Lichteffekte, Kameraeinstellungen und Bildbearbeitung wirken dabei sehr gekonnt in Szene gesetzt und nach heutiger Erkenntnis mehr als innovativ.
                      Auch die Dialoge wirken stets glaubhaft, verstecken sich doch zwischen den Zeilen immer wieder kleine Anspielungen und Kritikpunkte an der amerikanischen Gesellschaftsstruktur und dem politischen System des Landes. Kapitalismus, der Umgang mit Idealen und die Frage, was eigentlich wirklich wichtig im Leben ist, definieren „CitizenKane“.

                      Wells Drama ist definitiv ein Film, den man als Filmfan gesehen haben muss, der in nahezu allen Punkten an die Schwellen der Perfektion heranreicht und dadurch nicht ohne Grund als einer der besten Filme aller Zeiten bezeichnet wird.

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                        MarcelN44 31.05.2015, 17:51 Geändert 31.05.2015, 17:52

                        Den in der Fachpresse gemeinhin als einen der besten Filme aller Zeiten verschrienen abendfüllenden Erstling von Orson Welles aus dem Jahre 1941 (heute noch Platz 67 der IMDb Top250), habe ich mir extra für den Start meiner eigenen Filmseite www.filmpara.de aufgehoben.

                        Tiefenschärfe und Weitwinkelobjektiv, Plansequenzen und Erzählweise. Dinge, die damals revolutionär wären, fallen heute verständlicherweise nicht mehr derart auf. Zeitlos ist die Biografie über Aufstieg und Fall eines Medienmoguls und den Einfluss gelenkter Presse auf das Weltgeschehen dennoch, und letztlich auch aktueller denn je. Letztlich ist 'Rosebud' nebenbei wohl auch eines der ältesten/ersten Filmrätsel aller Zeiten. Alright!

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                        • 10

                          „Das Meisterwerk, das einen amerikanischen Mythos zum Thema hat, ist längst selbst zu einem Mythos geworden.“

                          – Metzlers Filmlexikon

                          Ob es wirklich der Best Film aller Zeiten ist, das weiß ich nicht. Aber er gehört für mich auf alle Fälle unter die besten 5. Einer der besten Filme überhaupt, die vielen Details zB durch sein effektvolles Spiel mit Licht und Schatten (beispielsweise in der Bibliotheksszene) oder dass dass man das Gesicht des Reporters Jerry Thompson, der sich auf die Suche nach der Bedeutung des Wortes Rosebud begibt, kaum von vorne sieht, sind nur einige wenige von vielen, der Film steht Pate für viel Nachmacher, daher für mich ganz klar vorne dabei.

                          Das American Film Institute listet Citizen Kane als den besten US-amerikanischen Film aller Zeiten. Auch das französische Filmmagazin Cahiers du cinéma listete Welles’ Film 2008 auf Platz 1 der besten Filme aller Zeiten.

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                            Meine Freundesliste: 9, 9, 9, 10, 9, 10

                            C-C-C-COMBO-BREAKER!!

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                            • 9 .5

                              in einer zeit, in der es cool geworden ist, klassikern ihren klassiker-status abzuerkennen, weil gute sachen gut finden ja "mitlaufen" bedeuten würde, bin ich immer noch der festen überzeugung, dass jeder der halt mal auch nur ansatzweise etwas vom filmemachen (MACHEN! nicht nur gucken!) versteht, hier schlicht und einfach n bisschen respekt zu haben hat. langer satz, i know, aber #truth undso.

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                                Filmtechnisch bis ins letzte Detail raffiniert gemacht, langweilt dieser Film fast über die gesamte Dauer. Der Figur des Charles Foster Kane als Archetyp der damaligen Medienlandschaft konnte man in ihrer Zeit vielleicht noch etwas abgewinnen.

                                Heute - über 70 Jahre später - sehe ich diesen Film und denke mir: was mit Kane geschieht, ist mir völlig egal. Es berührt mich nicht, es lässt mich alles kalt.

                                Das lässt mich allerdings aufhorchen. Ist der Film tatsächlich so modern, dass der Plot Nebensache wird, wir aber Zeuge eines cineastischen Budenzaubers werden?

                                Drei Punkte.

                                Hätte Orson Welles doch eine tolle Geschichte erzählt.

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                                  Natürlich ist der Film für heutige Sehgewohnheiten ungewohnt, aber: Erzählstruktur und Filmtechnik war für damalige Verhältnisse völlig neu. Das Ende ist brilliant und sicherlich eines der besten der Filmgeschichte, da es auf einen Schlag alles erklärt.

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                                    Dies ist also "Der beste Film aller Zeiten", oder doch Vertigo? Ich will von diesem dummen Prädikat mal weggehen, da dies für mich nicht möglich ist. Für mich ist Citizen Kane das definitiv nicht. Klar war er damals revolutionär und hat für viele Filme heute den Weg geebnet. Wäre schwachsinnig das abzustreiten. Aber ein Film, der dieses Prädikat eventuell verdient haben soll, sollte für mich auch Zeitlos sein und nicht nur aus Technik bestehen. Der Grund warum Avatar in 20 Jahren keine Sau mehr interessieren wird. Ich will nicht sagen, dass der Film inhaltlich schwach ist, (und der Vergleich zu dem Avatarschund hinkt natürlich gewaltig) aber hier merkt man dann doch das Alter deutlich an. Etwas was ich von Vertigo zum Beispiel nicht sagen kann.

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                                      Martin Canine 15.02.2015, 23:56 Geändert 16.02.2015, 07:33

                                      Es beginnt alles mit einem Wort.

                                      Spätestens bei der zweiten Sichtung von "Citizen Kane" fällt auf, dass in den ersten 10 Minuten Charles Foster Kanes komplette Geschichte erzählt wird - und somit alles, was in den nächsten 100 Minuten Film passieren wird.
                                      Wir erfahren vom Aufstieg als Verleger einer frischen und unorthodoxen Zeitung, die zu einem Imperium aufsteigt, seiner gescheiterten Politikerkarriere inklusive Skandal, seinen zwei ebenso gescheiterten Ehen, dem erbauten Opernhaus und dem schlossähnlichen Anwesen Xanadu mit all seinen Sammlungen, und seinem Tod.
                                      Doch etwas ganz Entscheidendes fehlt: Charles Foster Kane.
                                      Wir können das Leben einer Person zur Gänze kennen, und wissen doch nichts über die Person an sich.
                                      Kennen wir ihr Verhalten? Ihre Gedanken? Ihre Gefühle? Oder doch nur ihr Schaffen?
                                      Man könnte meinen, "Citizen Kane" handle vom Leben eines Medienmoguls, aber tatsächlich ist er ein Mosaik aus Lebensabschnitten, aus der Sicht jeweils anwesender Personen.
                                      Die Rahmenhandlung für diese als Rückblenden erzählten Lebensfragmente, die zusammengesetzt tatsächlich einer Biografie ähneln, ist ein Journalist, der durch Befragung von Kanes ehemaligen Freunden und Beziehungen recherchiert, welche Bedeutung das letzte gesprochene Wort dieses Mannes besitzt: "Rosebud".

                                      "Citizen Kane" gilt für viele Kritiker und auch Filmfans als nicht weniger als der beste Film, der je gedreht wurde. Und die Chancen stehen gut, dass er diesen Titel zurecht trägt. Ich habe den Film schon unzählige Male gesehen und bin, salopp gesagt, begeistert. Bereits die Bilder, die von Xanadu gleich zu Beginn gezeigt werden, können stellvertretend für das sich durch den gesamten Film ziehende Zusammenspiel von cineastischer Perfektion, Handlung und Bedeutung stehen: eine Totenstille und Einsamkeit durchdringt ein übergroßes, luxuriöses, und pervers teuer aussehendes Mammutbauwerk. Je besser man den Film mit all seinen dunkelsten Winkeln kennt, desto häufiger wird man bei einigen zunächst belanglos erscheinenden Bildern eine tiefere Bedeutung sehen. Die Kunst hierbei ist, dass "Citizen Kane" unergründlich und endlos ergibig ist.
                                      Der Film ist essenziell, als Film und Parabel, in der Geschichte verankert.

                                      Auch, wenn es das Schicksal mit Orson Welles' Mammutprojekt zunächt nicht gut meinte.
                                      Welles schrieb das Drehbuch, führte Regie und spielte die Hauptrolle. Fast am Wichtigsten jedoch: er produzierte ihn.
                                      "Citizen Kane" IST Orson Welles, in jedem Satz, jeder Minute und jeder Einstellung.
                                      Doch er sollte auch sein filmisches Todesurteil sein.
                                      Der Medienriese William Hearst, der wohl Vorbild für die Titelfigur Kane stand, hetzte aktiv gegen den Film, und die Bevölkerung stieg darauf ein.
                                      Am Ende fiel "Citizen Kane" beim Publikum durch, wurde bei der Oscarverleihung gar ausgebuht und stellte einen finanziellen Misserfolg dar.
                                      Zwar durfte Welles weiterhin Filme drehen, sowohl vor, als auch hinter der Kamera, künstlerische Freiheiten wie Produktion blieben jedoch aus, und seine Werke wurden nicht selten umgeschnitten und ihrer Essenz beraubt.
                                      Mittlerweile ist der Kultstatus Gott sei Dank so groß, dass man nachträglich versuchte, aus dem Originalfilmmaterial Welles' Visionen weitgehend zu realisieren (z.B. bei 'Im Zeichen des Bösen').
                                      Man hat über die Jahre erkannt, wie groß sein Talent und seine Intelligenz war.

                                      "Citizen Kane" ist auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Er war es schon nach der ersten Sichtung, als ich gerade erst begonnen habe, mich für Film zu interessieren, und er ist es einige Sichtungen und unzählige Streifen später immer noch.
                                      Dieses Wort, Rosebud. Wir, die Zuschauer, erfahren, was es bedeutet. Das sagt uns der Film. Einen Reim darauf müssen wir uns selber machen. Und wenn wir Herz haben und Charles Foster Kane nicht als fiktionale Filmfigur, sondern als lebende, fühlende Person betrachten, sollte das auch kein Problem sein.

                                      Kann man sagen, dass wir das Leben von Kane kennen?
                                      Wir sehen Ausschnitte daraus. Ein mancher möchte vielleicht sagen, die wichtigsten.
                                      Aber stimmt das?
                                      Wir bekommen wie unser Journalist genau das erzählt, was andere in ihm gesehen haben (eine bestimmte Stelle ist sogar zeitversetzt und aus unterschiedlichen Perspektiven in zwei Rückblenden zu sehen), wobei der Schein einer einzigen Biografie entsteht.
                                      Kane ist einmal ein rebellischer und ungestümer junger Millionär voller Ambitionen, dann ein brillanter und herrlich unkonventioneller Schreiber, dann ein Magnat, dann ein zu ehrgeiziger Politiker, dann ein rücksichtsloser Ehemann, dann ein rücksichtsloser Freund und noch einmal ein rücksichtsloser Ehemann. Aber keiner der Aussagenden scheint ihn zu hassen. Auch keiner zu lieben. Mitleid scheint sich eher breitzumachen. Es bleibt immer die Frage: Wer war Charles Foster Kane wirklich?
                                      Und fast noch wichtiger: wer war er nicht?
                                      Während der Recherche rückt die Frage nach Rosebud immer weiter weg... und wird gerade dadurch unbewusst zentraler.

                                      "Ich denke, ein Wort kann nicht ein ganzes Leben erklären", sagt unser Journalist unter Anderen in seinem essenziellen Schlussmonolog, nachdem er auf der Suche nach dem Wort 'Rosebud' wohl mehr über Kane erfahren, als jeder, den er befragt hatte. Aber er wird ihn nie kennen.
                                      Nicht so wie die, die bei ihm waren. Mit ihm sprachen. Mit ihm lebten. Und auch die werden ihn nie zur Gänze kennen, lediglich einen Teil von ihm.
                                      Kann "Citizen Kane" ein Leben erklären? Nein.
                                      Aber er kann es uns näherbringen.

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                                        TARS-92 17.01.2015, 19:17 Geändert 17.01.2015, 19:22

                                        Es ist unfassbar was Orson-Welles im jungen Alter von nur 27 (!!!)Jahren da auf die Beine gestellt hat: Ein Film der stilprägend ist, in Sachen Inzenierung, Narrative, Schnitt- und Kameratechnik . Obendrein stellt er selbst den Medienkönig Charlie Kane in fast allen Altersstufen dar, unterstützt von einer bemerkenswerten Maske.
                                        Das damalige Presseecho und die wenigen Auszeichungen sind ein gutes Beispiel dass sich die wahre Größe eines Werkes sich erst nach längerer Zeit offenbart.

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                                          Nun ja, mir ist bekannt, dass dieser Film vielerseits als bester Film aller Zeiten angesehen
                                          wird, wobei ich denke, dass dies übertrieben ist. Ganz offen gestanden ... ich fand ihn langweilig und langatmig, ich denke, dass im Verlauf der Filmgeschichte schon bessere
                                          Filme entstanden sind. Aber gut, das darf jeder für sich entscheiden.

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                                          • 7 .5

                                            mein 1000er film! habe wirklich sehr lange überlegt, welchen titel ich mir dafür aussuche. da ich sicherlich so schnell nicht wieder dazu komme, fiel die wahl auf den "besten film aller zeiten". klar, man muss ihn mal gesehen haben und für sein stattliches alter von 73 jahren ist er auch wirklich genial, doch für meinen geschmack reicht es leider nicht für eine herzwertung. egal, sind doch eh alles nur ziffern. 1001 kann kommen.

                                            • 8

                                              Die Bewertung von «Citizen Kane» fällt mir ausgesprochen schwer. Für die Geschichte und die Charakterzeichnung würde ich nicht fünf Punkte geben. Die Geschichte – die Demontage des amerikanischen Traums – mag zur Zeit seines Erscheinens neuartig gewesen sein, lockt heute aber wirklich niemand mehr hinter dem Ofen hervor. Kane und alle anderen Charakter empfand ich als ausgesprochen blass; keines der Schicksale hat mich sonderlich berührt oder interessiert.

                                              Dem gegenüber steht die Erzählweise. Erstens ist die anachronistische Erzählung perfekt gelungen. Wenn ich mir zudem vor Augen führe, dass ein 25 Jahre alter Bursche damit eine davor ungebrochene Tradition über den Haufen geworfen hat: Alle Achtung! Die Aufnahmen sind zudem einfach nur göttlich! Mir fehlen fast die Worte für eine zutreffende Beschreibung. Ich versuch’s trotzdem: Die Kulissen sind auch beeindruckend. Das Spiel mit Licht und Schatten ist genial und eindringlich. Die Szenen sind meisterhaft arrangiert. Selbst ein Film wie «Drive», der ja nur aus aneinandergereihten Szenen besteht, die für sich schön, ästhetisch oder was auch immer sein sollen, verblasst neben den Szenen von «Citizen Kane». Die Schnitte und die Musik verpassen dem Ganzen noch den letzten Schliff.

                                              Kurz zusammengefasst: Ich fand die Geschichte langweilig, konnte mich aber am Film nicht satt sehen. Aufgrund der phantastischen Bilder und der zwischenzeitlichen historischen Bedeutung sollte man den Film mal gesehen haben. Rosebud.

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                                              • 8

                                                "Citizen Kane" von Orson Welles dürfte sicherlich jedem Filmfreund ein Begriff sein, taucht er doch bis heute in zahlreichen renommierten Listen der besten Filme aller Zeiten auf.
                                                Tatsächlich ist es auch kein Wunder, dass der Streifen vor allem rückblickend Maßstäbe setzte und zahlreiche nachfolgende Filmemacher prägen sollte. Mit gerade einmal jungen 25 Jahren schuf Welles als Co-Autor, Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller ein formal beeindruckendes Werk, das sein ganzes Können als geniales Multitalent unter Beweis stellte.
                                                Vor allem die visuelle Gestaltung, insbesondere die opulenten Aufnahmen, für die Welles und sein Kameramann auf neuartige Weitwinkelobjektive zurückgriffen, sowie der innovative Schnitt und die markanten, expressiven Schatten bilden eine optische Klasse, welche für die damalige Zeit einmalig ist.
                                                Die Geschichte um einen mächtigen Zeitungsmogul, der alles haben kann, was er will, aber am Ende trotzdem einsam stirbt und lediglich "Rosebud" als letztes Wort hinterlässt, ist zeitlos und zeigt eindringlich, wie Macht, Reichtum und daraus folgender Egoismus das Innerste eines Menschen verkrüppeln. Der Clou der Geschichte liegt allerdings in der Erzählweise.
                                                Heutzutage ist es für den Zuschauer zwar keine Besonderheit mehr, doch damals war die besondere Erzählweise, bei der Welles die alteingefahrene Chronologie durchbricht und zwischen verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven wechselt, ebenfalls eine absolute Neuheit, mit welcher der Film stets abwechslungsreich und dynamisch wirkt.
                                                Zuletzt gehört vor allem Welles selbst als Hauptdarsteller großer Respekt. Durch seine fantastische Leistung, die sich auch aus einer hervorragend gestalteten Maske ergibt, gelingt es dem damals noch jungen Welles spielend leicht, sämtliche Facetten und Altersstufen - egal ob als junger, charismatischer Redner oder als verbitterter, alter Mann - seiner tragischen Figur Charles Foster Kane darzustellen.
                                                Ist "Citizen Kane" der beste Film aller Zeiten? Eher nicht, denn das wird für jeden subjektiv gesehen ein anderer sein und kann nicht so allgemein festgelegt werden. Trotzdem ist es ohne Zweifel ein stilbildender, extrem einflussreicher Film, der durch die ausgefeilte Inszenierung, die innovative Erzählweise sowie die zeitlose Geschichte und das eindringliche Schauspiel von Regisseur Orson Welles zurecht Maßstäbe setzte.

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                                                • 10

                                                  Ein Film der seinerzeit weit vorraus war,was Optik,Ausstattung,Kamera,Musik und Regie anbelangt. Die Ausstattung und Optik von Citizen Kane sucht auch heute noch seines Gleichen (In der CGI Welt von heute unerreichbar)!
                                                  Orson Welles hat den Heiligen Grahl des Kinos gedreht und das bereits 1941, hieran sollten alle kommenden Generation von Filmschaffenden ihren Maßstab anlegen und versuchen nur 50% dieser Qualität auf die Leinwand zu bringen und schon haben sie ihr Maximum an Schaffenskraft erreicht.

                                                  DAS MEISTERWERK!

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                                                  • 7 .5

                                                    Ich habe den Film schon seit einiger Zeit hier auf DVD rumliegen, habe mich aber nie rangetraut. Es ist schon relativ schwierig, einen Film zu schauen, der von vielen Cineasten: "Der beste Film aller Zeiten" genannt wird. Vorneweg muss ich sagen, dass ich wirklich sehr wenige Klassiker kenne und deswegen eventuell auch nciht der "richtige Bewerter" für den Film bin.
                                                    Man muss sagen, dass der Film auch nach so vielen Jahren immer noch Spaß macht. Die Figur des "Kane" ist sicher eine der faszinierensten Figuren der Filmgeschichte. Man fragt sich im ganzen Laufe des Films, warum er so handelt, wie er handelt. Orson Welles schafft es durch sein Schauspiel diesem Charkater auch wirklich "Leben" einzuhauchen. Zusätzlich ist die Kameraarbeit in diesem Film (auch für einen Laien) grandios und einige Szenen werden mir auchin vielen Wochen noch im Kopf bleiben.
                                                    Leider gab es zwischendurch (für mich) einen kleinen Durchhänger und auch die Nebenfiguren fand ich lange nciht so itneressant, wie unseren Hauptcharakter, wodruch der Film für mich "nur" sehr gut geworden ist. Empfehlen kann ich ihn aber doch.