Citizen X
Citizen X (1995), US Laufzeit 103 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kriminalfilm
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7 Kommentare
Keine
von Chris Gerolmo, mit Stephen Rea und Donald Sutherland
Schwere Gewitterregen spülen 1982 einen verstümmelten Körper frei. Der Fund ist Anlaß zu einer großangelegten Suche, bei der sieben weitere Leichen entdeckt werden, alle brutal ermordet und entstellt. Die Hypothese, daß man einem Serienmörder auf der Spur ist, wird totgeschwiegen, weil in der Sowjetunion nicht sein kann, was nicht sein darf. Zwei Jahre und viele Leichenfunde später wird ein Verdächtiger festgenommen, doch man kann ihn mangels geeigneter Untersuchungsmethoden nicht festnageln. Der Psychiater Alexander Bukhanovsky ist sicher, daß der Verhaftete Andrej Chikatilo der Täter ist. Erst nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes, acht Jahre nach dem ersten Leichenfund, kommt es zur Zusammenarbeit mit dem FBI. Kommissar Burakov kann endlich die Blutproben des Verdächtigen richtig analysieren lassen. Wird sich die Indizienkette endlich um den Mörder schließen oder führt die Blutspur noch weiter…?
Cast & Crew
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Chris Gerolmo
-
Stephen Rea
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lt. Viktor Burakov
-
Donald Sutherland
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Colonel Mikhail Fetisov
-
Max von Sydow
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Alexandr Bukhanovsky
-
Jeffrey DeMunn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Andrei Chikatilo
-
Joss Ackland
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bondarchuk
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John Wood
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gorbunov
Regie
Schauspieler
-
Radu Amzulescu
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Federenko
-
Imelda Staunton
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Burakova
-
Chris Gerolmo
- Genre
- Politthriller, Drama, Detektivfilm
- Handlung
- Ermittlung, Forensiker, Schwulenszene, Serienmörder, UdSSR
- Stimmung
- Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Citizen X
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Kommentare (7) — Film: Citizen X
Kommentar schreibenmikkean 2011/10/03 00:59:42
Kommentar löschenWenn Unterhaltung und Klasse sich bei einer Fernseh-Produktion nicht ausschließen: Da fällt mir doch glatt eine VHS mit der Aufschrift "Citizen X" in die Hände. Und schon läuft ein richtig guter Film vor dem inneren Auge ab. Die Sowjetunion Ende der 70er Jahre. Irgendwo im Nirgendwo wird eine Leiche gefunden und dem Rechtsmediziner Viktor Burakov vorgesetzt. Der will seine Arbeit möglichst gründlich erledigen und veranlasst eine genaue Untersuchung des Fundorts. Hätte er es mal gelassen, denn so kommen er und die Polizisten auf die Spur eines wahren Monsters. Noch mehr Überreste und es werden noch etliche hinzukommen. So wird aus Burakov der unerbittliche Jäger von Andrei Chikatilo, über das Ende der Sowjetunion hinaus. Es ist eine schaurige wahre Geschichte, die "Citizen X" erzählt und dabei mehr als Chronik, als denn reißerischer Thriller funktioniert. Und das macht den wahren Reiz der Erzählung aus. Hier steht natürlich immer das Geschehen im Vordergrund, lernen wir den unscheinbaren Loser Chikatilo kennen. Und erleben, wie das Polit-Komitee Burakov Arbeit und Dasein erschwert. Denn: weil nicht sein kann, was nicht sein darf (alte Mutterweisheit!). So wird das Phänomen Serien-Killer von den Genossen lange verschwiegen und in die "Ermittlungen" gänzlich pervertiert. Nur gut, dass sich mit dem Oberst Fetisov wenigstens ein progressiver Kopf findet, der über Burakov seine schützende Hand stülpt. Was für eine kleine, feine Killer-Jagd. Realistisch, authentisch und verdammt gut gespielt. Ganz klar profitiert der Film von Stephen Rea, der sich in seinen "einfachen" Helden Burakov voll reinhängt. Da liefert er kurz nach "The Crying Game" mindestens einen weiteren der größten Momente seiner Karriere ab und lässt den Mann nie plötzlich zum Super-Ermittler mutieren. Eher lässt er uns daran teilhaben, wie die Doppel-Belastung Killer und Polit-System über Jahre einem Menschen psychisch zusetzen. Toll, so wie auch Donald Sutherland als Oberst und einizger Freund in den eigenen Reihen seine schauspielerische Würde verteidigt. Und Max von Sydow als Psychologe nicht zu vergessen, kurz aber ebenso treffend gespielt. Ja, und der Killer? Den gibt Jeffrey DeMunn, den wir wohl nur zu gut aus "The Green Mile" oder "Die Verurteilten" kennen. Immer als gütiger Mensch. Hier bewährt er sich durch die Wendung zum mitunter ultra-brutalen Schänder und Mörder. Gerade auch, weil "Citizen X" in Ungarn entstand und viel vom rustikalen Flair des sozialistischen Niedergangs einfing, wirkt er so gut. Da gibt es Hässlichkeit, Verfall und Armut, statt düsterem Regen-Setting, schnellen Schnitten und totale visuelle Überfrachtung. Ungefähr wie bei diesen osteuropäischen Action-Ausflügeln der Marke Seagal, nur anspruchsvoller. Kaum zu glauben, dass unseren Sendern mit mehr Budget immer schwächerer Mist gelingt. Man mag sich nur vorstellen, was dabei entstehen könnte, wenn dort mal jemand so einen Stoff und den Willen zum Nicht-Verkacken finden würde. Schöne Utopie, genau wie die Vorstellung eines DVD-Releases dieses Films. Wird mal Zeit, oder ein tapferer Sender strahlt mal wieder aus.
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Tachitalili 2011/10/03 21:50:57
Antwort löschenNa endlich :-) Danke
Super Film, in der Tat
Tachitalili 2011/09/09 15:22:20
Kommentar löschenEiner der beeidruckenden Filme, die ich kenne. Vollkommen UNTERbewertet.
Story: basiert auf der wahren Begebenheit nämlich der Suche nach dem Mörder Tschikatilo in Rußland. Das System ist gut getroffen. Hält sich auch sonst an die Fakten.
Wenn man die wahre Geschichte kennt, weiß man dass Jack the Reaper ein Schnullerbaby gegen Tschikatilo ist, der für seine Greueltaten nicht umsonst die "Bestie" genannt wurde. (Daher auch gut, dass keine Datails gezeigt werden.)
Ich verstehe deswegen nicht, warum der Film so wenig bekannt ist.
Ein Geheimtipp sozusagen.
Der Film ist NICHT geeignet für Menschen, die:
- glauben, dass Mordermittlungen in Real immer mit coolen Autoverfolgungen und Befragungen in Oben-Ohne-Bars stattfinden.
- nichts über sowjetische Verhältnisse von damals wissen.
- blutige Details interessanter als Psychologie finden.
- sich nicht für wahre Begebenheiten interessieren.
**Kann Spoilern**
Ein beeindruckender Kampf eines Kindermordermittlers um seine Psyche. Was hier impliziert (aber nicht gezeigt) wird: wer den Morder finden will, muß das Verbrechen detailliert in seinem Kopf ablaufen lassen, immer wieder... Der Ermittler steht unter einem unvorstellbaren Druck der Vorgesetzten, des Systems, der Bevölkerung und am meisten Druck macht er sich selbst: alle verlassen sich auf ihn. Und er hat nichts in der Hand!
*****************
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König Leonidas 2010/11/14 22:45:30
Kommentar löschenBürokratie,Kommunismus und Ignoranz verhindern jahrelang das fassen einer Bestie in Menschengestalt...
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mns2001 2010/05/04 22:21:02
Kommentar löschenHab Anfang der neunziger vom Fall Chikatilo das erste Mal gehört, genau wie der Rest der Welt. Allerdings bin ich in der damaligen DDR aufgewachsen, und auch dort gab es keine Verbrechen, gleich welcher Art. Leider habe ich einen Hang zum morbiden, was aber auch an meiner früheren Lehrerin lag. Sie hat uns immer "Sprache der Toten" vorgelesen. Auf jeden Fall kam ich so auf diesen Film und ich bin der Meinung, dass die Darstellung von Stephen Rea, der nebenbei bemerkt auch noch den Film "the crying game" gedreht hat, mehr als klasse war. Es ist kaum eine bessere Darstellung eines fast zerbrochenen Mannes gezeigt worden.
P.S.: Hoffentlich gibt es diesen Film mal auf DVD.
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Suhamos 2009/10/17 17:02:41
Kommentar löschenEin guter Film, der ganz ohne Effekte und ohne jegliches Tohu-Wa-Bohu auskommt. Vielleicht liegt es daran, dass wir es hier mit einer Geschichte zu tun haben, die auf einer wahren Begebenheit beruht und mit Sicherheit liegt es auch an den kompetenten Darstellern, dass der Film - obwohl er eine so schlichte & zurückhaltende Erzählweise hat - funktionert.
Aber gerade diese einfache und meist hintergrundsmusikfreie Atmosphäre ist es (z.B. in dem Polizeiapperat, in den bürokratischen Macht-Etagen, in den Dörfern & Wäldern), die dem Zuschauer dieses sowjetisch/russische Gefühl der damaligen Zeit sehr authentisch näherbringt.
Max von Sydow und Donald Sutherland geben wie immer eine imposante Figur ab.
TRIVIA:
Und für diejenigen, denen Stephen Rea (Hauptdarsteller des Films) kein Begriff ist... es ist derselbe, der in "Interview with the Vampire" veranlasst, dass Brad Pitt lebendig eingemauert wird (Dort hieß seine Figur Santiago).
ALLES IN ALLEM KÖNNTE MAN SAGEN, DER FILM IST EINE ART ALTER VORGÄNGER VON "SIEBEN", bloß IN DER AUFGEHEND-TROCKENEN WELT DER PERESTROJKA UND DES GLASNOST.
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Sonse 2008/12/07 03:01:20
Kommentar löschenEin außergewöhnlich guter und leider viel zu unbekannter Serienkiller-Film. Kein brillanter, enigmatischer oder charismatischer Killer (bzw. Killerkollege), der die Polizei auf Schnitzeljagd schickt, kein üblicher finaler Cop-Killer-Showdown, keine Action-Beats alle 10 Minuten und keine voyeuristische Glorifizierung der Abschlachterei. Im Gegenteil, hier wirkt alles vergleichsweise und oftmals frustrierend realistisch. Wie Himbeerlola bereits schrieb, basiert der Film auch auf einem wahren Fall. Der Horror kalten und methodischen Serienmords in einem gesichtslosen, bürokratischen Parteistaat... Der Fokus liegt ganz klar auf dem Ermittler Burakov (hervorragend stoisch: Stephen Rea) und seine langjährige Suche nach Čikatilo (ebenfalls ausgezeichnet: Darabont-Dauernebendarsteller Jeffrey DeMunn), nur unterstützt durch Donald Sutherland und später Max von Sydow. Nicht nur das erinnerte mich beim erstmaligen Sehen an "Zodiac", ob Fincher sich bei seiner Herangehensweise wohl hier inspirieren hat lassen? Ein ruhiger Film, der einen dennoch immer mehr in den Bann zieht. Sicher, es handelt sich hierbei um eine kleine TV-Produktion (HBO) und es ist kein leichter Stoff, aber zugänglich und spannend erzählt verdient der Film weit mehr Beachtung als er bekommt.
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Sonse 2009/11/10 22:26:03
Antwort löschenVerzeiht, ich muss einfach mal wieder auf diesen tollen Film hinweisen...
Leider bekommt man ihn nur als Region 1-DVD oder VHS. Zu schade, denn ich würde ihn mir so gerne kaufen. Anschauen kann man sich ihn synchronisiert wenigstens legal online: hier oder auf http://www.myvideo.de/Filme
Himbeerlola 2008/02/16 02:54:25
Kommentar löschenEin extrem herber Film über die quälend lange Suche nach dem Serienmörder Andrej Tschikatilo, der von 78 bis 90 in der damaligen UdSSR mehr als 50 Menschen umbrachte. Der Fokus liegt ganz auf den schwierigen Ermittlungsarbeiten, die durch hohe Parteifunktionäre und lächerlich unzureichende Ausrüstung immer wieder ins Stocken gerieten. Stephen Rea gibt den zermürbten, dickköpfigen Chefermittler mit stoischer Ruhe und lässt den Zuschauer seine Ohnmacht fast körperlich spüren, wenn er wieder und wieder gegen die politischen Mauern rennt. Der Regisseur hat Citizen X wohltuend nüchtern angelegt und verzichtet gottlob auf jeglichen Voyeurismus, der sonst in diesem Genre nur zu gern bedient wird. Trotzdem ist der Film harter Stoff, der einen fassungslos und mit Wut im Bauch zurücklässt.
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