City of God - Kritik

BR/FR/US 2002 Laufzeit 130 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 08.05.2003

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Kritiken (7) — Film: City of God

kobbi88: Die Drei Muscheln

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10.0Herausragend

Eigentlich ist „City of God“ nur die Geschichte von Buscapé, einem Jungen aus Rio de Janeiro. Eigentlich ist es ne Geschichte, wie sie viele kennen. Es werden das Aufwachsen mit Familie und Freunden gezeigt, seine Versuche Mädchen kennen zu lernen, den Traumberuf zu bekommen.
Ja, eigentlich. Denn Buscapé wächst in der Cidade de Deus auf, einer Favela in Rio de Janeiro, die von Verbrechen, Gewalt und Drogen beherrscht wird. In verschiedenen Episoden erfährt man von Kindern, die sich in der Gangsterwelt nach oben morden, die zu einflussreichen und gewalttätigen Gangsterbossen werden. Man erfährt von Jugendkriminalität, von Rache, von Armut, von Verrat. Ungeschönt, knallhart.
Und in dieser Welt muss sich Buscapé nun behaupten. Irgendwie klar kommen. Versuchen, seinen eigenen Weg zu gehen. Und auf dem richtigen Weg bleiben.

Buscapé ist Erzähler und Bindeglied der Geschichten. Er ist der rote Faden.

Die Schauspieler sind extrem authentisch, die Gewalt roh und brutal. Optisch ist es manchmal total abstoßend, auch vor den dreckigsten Orten wird kein Halt gemacht, auch die heftigsten Episoden werden ungeschönt gezeigt. Und der Film zieht einen wirklich in seinen Bann. Ich zumindest hab irgendwann gemerkt, dass ich mit offenem Mund auf den Bildschirm gestarrt habe. Wie lange? Keine Ahnung.
Neben der Coming-of-Age-Geschichte und dem Gangsterdrama ist dieser Film aber auch Sozialstudie, die zeigt, wie Hilflosigkeit, Perspektivlosigkeit und Gewalt die Kinder in den Favelas selbst zu Gangster werden lassen. Wenn sie denn überhaupt überleben.

City of God – dramatisch, faszinierend und brutal ehrlich. Ein überragender Film.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

kobbi88

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Werd ich sicher auch noch öfter ansehen. Hat durchaus Lieblingsfilmpotential :)
Danke für den Tipp, gleich mal vorgemerkt


Jason Born

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Tatsächlich vorgemerkt, das Dashboard zeigt alles. Das sind die 3 brasililianischen Filme, die ich kenne. Teil 2 von TdE war sogar noch besser, behaupte ich jedenfalls:)


SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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7.0Sehenswert

[...] Es könnte jeden erwischen. Immer. Und wenn ein gefürchteter Bandenboss das Zeitliche segnet, dann wird es nicht lange dauern, bis er einen noch schrecklicheren Nachfolger gefunden hat. Der ewige Kreislauf. Die kriminelle Gefühllosigkeit ist in ihrer lebendigen Dynamik immer spürbar und vertreten, aber Meirelles zeichnet auch ein unheimlich menschliches Bild dieser Lage. Neben Machtbesessenheit, Not und Desillusion gibt es die unstillbaren Sehnsüchte nach Nähe, Zuneigung, Verständnis, Spaß und nach Liebe, auch wenn der gewisse Grat an Emotionalität zuweilen gerne etwas weiter ausgereizt hätte werden können. [...]

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

DonChris

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Klasse Film und guter Kommentar.


SoulReaver

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Danke.


JackoXL: Die Drei Muscheln, Moviebreak

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10.0Lieblingsfilm

"Wenn du wegläufst fangen sie dich, wenn du bleibst fressen sie dich."

"City of God" ist einer der größten, kleinen Filme. Mit "groß" ist nicht (nur) seine Qualität gemeint, kleine Filme haben die oft genug. Nein, er will groß sein. Obwohl es sich hier immer noch um Independent-Kino handelt, Fernado Meirelles wollte ein Epos schaffen und das ist ihm in unglaublicher Form gelungen. "City of God" scheint eine Art brasilianische Mischung aus "Goodfellas" und "Menace II Society" zu sein, wobei das nur ein loser Vergleich ist, um sich eine Vorstellung machen zu können. Es wäre unfair, ihn als Plagiat oder sonst was von diesen Filme zu bezeichnen. Dafür ist er zu eigenständig und verleugnet seine Herkunft nicht. Im Gegenteil, er ist so authentisch, wie man es eben sonst nur von im ersten Moment eher unscheinbaren Nischenproduktionen kennt.

Das kleinriminelle Leben in den Favelas von Rio de Janeiro, sowie eine klassische Coming-of-Age Geschichte, wird über Jahre hinweg erzählt, wirkt immer echt und beschönigt rein gar nichts. Der entscheidende Unterschied: Es wird präsentiert, wie man es sonst von den großen Vertretern des modernen US-Gangsterfilms kennt (was den "Goodfellas"-Vergleich durchaus rechtfertigt). Trotz seiner Thematik und seinen zum Teil knüppelharten Szenen soll der Zuschauer jederzeit unterhalten werden. Die Waage zwischen Anspruch und Unterhaltung hängt durchgehend im Gleichgewicht, das schaffen nicht viele. Flotte, impulsive und massentaugliche Erzählweise muss nicht auf Kosten des Lokalkolorits gehen. Kritiker- und Publikumslieblinge müssen nicht Welten trennen, sie treffen sich nur recht selten. In der Stadt Gottes dürften alle ein Zuhause finden.

Maßgeblichen Anteil daran hat natürlich Regisseur Fernado Meirelles. Wie schon erwähnt, er wollte so einen Film hinbekommen und hat es geschafft. Seine verhältnismäßig geringen Mittel sind praktisch nie ersichtlich (oder eher im kommerziellen Sinn "störend"), was schlicht an seiner brillanten Inszenierung liegt. Das sieht immer nach großem Kino aus, obwohl es das ja eigentlich nicht ist. Die Umsetzung ist fast schon meisterlich, was ihm in der Folgezeit ja auch die Tür zu internationalen Produktionen öffnete. Vollkommen berechtigt, sonst wäre ein riesiges Talent wohl nie der gesamten Welt bekannt geworden.

"City of God" hat mich seinerzeit total überrascht und ich war nach einigen Jahren der Abstinenz eigentlich darauf eingestellt, dass sich meine Euphorie eventuell etwas relativiert haben könnte. Irrtum (Gott sei Dank), ein fantastischer Film, der einen jedesmal auf's Neue überrascht, fasziniert, fesselt und beeindruckt. Vor 10 Jahren ein ♥-Film, jetzt ein ♥-Film, wohl für immer ein ♥-Film.

28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

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JackoXL

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♥♥♥


Mr.Film: City of Cinema

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10.0Lieblingsfilm

Teste dich und finde heraus welcher Film dein Herz erobern könnte:
Frage 1:
'Guckst du dir auch gerne Filme an die auch außerhalb von Hollywood produziert wurden?'
◊Ja/Nein -Ja!

Frage 2:
'Müssen bekannte Schauspieler vorhanden sein?'
◊Ja/Nein -Nein!

Frage 3:
'Gefallen dir Gangsterfilme die aber auch mit anderen Elementen spielen?'
◊Ja/Nein -Ja!

Frage 4:
'Interissieren dich Filme die auf wahren Begebenheiten basieren?'
◊Ja/Nein -Ja!

Frage 5:
'Sind Filme für dich OK die nichts verschönern sondern alles knallhart präsentieren?'
◊Ja/Nein -Ja!

Genug anderer Fragen später: 'Unser System hat einen passenden Film für sie rausgesucht: "City of God". Beantworten sie bitte die letzte Frage nach der Sichtung.

Frage 35:
'Gefällt dir der Film "City of God"?'
◊Ja/Nein -Nein. Ich liebe ihn.

Realismus in seiner puren Form. Fernab von schön und gut. Jungs die im Vorhof der Hölle aufwachsen. Jungs ohne Perspektive. Grandiose Schauspieler die keine Schauspieler sind. Eine Geschichte die das Leben geschrieben hat. Charaktere die vom Leben gezeichnet sind, Persönlichkeiten die man anfängt zu lieben, zu hassen.

In der "City of God" haben Kinder keine Kindheit. Sie leben in einer Welt die man in seiner schlimmsten Zeit mit Vietnam vergleichen könnte, eine Welt aus der die Protagonisten entkommen wollen, eine Welt in der die Protagonisten herrschen wollen. Kein Glück. Keine Verherrlichung. Einfach die dreckige Realität in der "Stadt Gottes".
Ein Film der vieles nicht bietet: Keine Stars. Kein großes Budget. Keine hübschen Schauplätze.
Doch dafür bietet er viel mehr: Ein Film der von Herzblut erfüllt ist. Schauspieler die aus dieser Gegend kommen und deswegen so authentisch sind. Düstere Kulissen gemixt mit diesem unglaublichen Score.

Die Geschichte? Erlebt es selber.

"Vater unser im Himmel
geheiligt werde unser Name
unser Reich komme
unser Wille geschehe
im Himmel so auch auf Erden
unser tägliches Brot nehmen wir uns heute
und vergib uns unsere Schuld
die wir nicht vergeben unseren Schuldigern
und führe uns in Versuchung
Denn wir lieben das Böse
Amen."

35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten

freakualizer

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Und wieder mal schafft es ein Kommentar bei mir, den Film nochmal Revue passieren zu lassen und die letzten 0,5 Punkte bis zum Lieblingsfilm aufzuwerten. Recht hast Du, Mr. Film!


Mr.Film

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Wow, sowas schafft man nicht immer, tolle Entscheidung und freut mich sehr das er dir genauso gefallen hat :)


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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10.0Herausragend

„City of God“ ist ein impulsives Meisterstück. Eine atemlose Reise durch die Slums von Rio. Dabei nimmt der Film kein Blatt vor den Mund und zeigt drastisch auch die dunkelsten und dreckigsten Episoden seiner Charaktere ohne jedoch zu einem plakativen Instrument der Charity zu verkommen, denn er verweigert sich vor einer allzu steifen Oberlehrer-Haltung sowie tränenziehender Rührseligkeit.

23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

stuforcedyou

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@denise: er ist aufwühlend, liefert allerdings ein sehr zufriedenstellendes ende. man geht also mit einem sehr wohlen gefühl aus dem film heraus
@wernerbremen: so viel zum thema abschreiben ;)


wernerbremen

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:)


Stryke: inderzange.de

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10.0Lieblingsfilm

"City of Gods" ist durch die Bank weg genial. Realismus und Detailtreue wird groß geschrieben. Gewalt, Drogen und Korruption stehen im Gegensatz zum trügerischen Touristenbild Brasiliens. Als Betrachter wird man einfach gefesselt und schockiert, ja teilweise auf eine Gefühlsachterbahn geschickt. Man sieht die zwei unterschiedlichen Wege zweier Armutskinder aus den Slums und die damit verbundenen Probleme, besonders für Buscapé, der versucht den ehrlichen Weg zu bestreiten. Vor allem die Vielfalt der komplexen Storyverflechtungen ist hier einzigartig. "City of God" beschreibt den Weg der brasilianischen Gangs in der Vergangenheit, der Gegenwart (Comando Vermelho) und wie er in der Zukunft sein wird. Ein wirkliches Must-See!

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

BustaBuzz

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wunderbar


to-ler2010;)

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könnte ich genau so unterschreiben. hab mir den film gerade eben angesehn und muss sagen er ist mit einem wort GENIAL!!! mehr fällt mir da momentan noch nicht dazu ein :-)


HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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10.0Herausragend

"City of God" ist die Antithese zum klagenden Neorealismus des lateinamerikanischen Slum-Kinos der Sechziger. Dieser Film beginnt wie ein Video-Clip (Meirelles hat viele Werbespots inszeniert) mit raschen Schnitten: Eine Klinge wird geschärft, eine Trommel geschlagen, ein Huhn flattert durch die engen Gassen, verfolgt von seinen hungrigen Mördern. "City of God" badet in Lokalkolorit und Testosteron, genießt den Überschwang und die Exzentrizität, platzt wie seine Protagonisten vor ungezähmter Energie - anders als die millimeterscharf durchkalkulierten "Gangs of New York", denen dieser ansteckende Enthusiasmus fehlt.

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Kommentare (171) — Film: City of God


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Bletch

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

City of God ist ein Ort, dem Gott wohl von Beginn an den Rücken zugekehrt hat.
Gewaltverbrechen und Korruption beherrschen den Alltag im Armenviertel und Kinder spielen mit Waffen statt mit Spielzeug.
Das menschliche Leben ist hier mehr oder weniger nichts wert.
Geschildert wird das Leben der Drogenbanden in den Favelas vom friedfertigen Hobbyfotografen Buscapé (gesprochen von Xavier Naidoo!), der dort von klein auf unter sehr gefährlichen Bedingungen mit den Bandenmitgliedern aufwächst.
Er erzählt von der Entstehung der jeweiligen Banden, ihrer Rivalität untereinander und natürlich vom Drogen, Mord und Totschlag bestimmten Alltag.
Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Alice Braga) werden alle Beteiligten von Laien dargestellt, die selbst aus den Favelas stammen und den Film so authentisch wie nur möglich machen.
Das ist die große Stärke des Films und wäre mit professionellen Darstellern vermutlich nicht viel besser möglich gewesen.
City of God beruht auf wahren Begebenheiten, was den Film irgendwie noch schockierender macht als er ohnehin schon ist.
Nichts für schwache Nerven, aber auf jeden Fall beeindruckend und sehenswert!

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loveissuicide

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Bewertung7.0Sehenswert

Ja, der ist ganz gut. Mir persönlich dauerte er ein wenig zu lang, hat meinen Geschmack nicht zu 100% getroffen, aber ich kann die ganzen hohen Wertungen schon ein wenig nachvollziehen. Diese Favelas sind wirklich kein besonders schöner Ort, nirgends scheint man sich da wohl fühlen zu können. Das hat der Film ganz gut rübergebracht.

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TheEighthHorcrux

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein erschreckender, ehrlicher und schonungsloser Film über die Armut und den Drogenhandel in Brasiliens Slums. Auch wenn einige hoffnungsvolle Szenen eingestreut sind, wird zum Schluss doch die Ausweglosigkeit deutlich, diesem Leben zu entkommen.
Man schnappt beim Schauen Luft ob der Grausamkeit der Drogendealer gegenüber kleinen Kindern, aber fast noch schockierender ist für mich der Schluss, als eben diese kleinen Kinder, 8, 9, maximal 11 Jahre alt, ihren Peiniger eigenhändig und grausamst erschießen; und es wird klar, sie werden später genauso werden, es gibt kein Entkommen.
Zutiefst aufrüttelnder Film, keine leichte Kost, aber durchaus sehenswert.

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Drax

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Bewertung9.0Herausragend

Fernando Meirelles "City of God" ist wahrlich ein Meisterwerk das für mich mit zu den besten Filmen der 2000er zählt.
Meirelles schafft mit seinem Film einfach ein grandioses Portrait über das Armenviertel Cidade de Deus in Rio de Janeiro und zeigt somit auch die Schattenseiten des aufstrebenden Brasiliens.
Obwohl hierbei die Gewalt und das Verbrechen im Mittelpunkt stehen und der ganze Film äußerst temporeich inszeniert ist, ist "City of God" für mich dennoch gewaltverliebter Film.
So zeigt "City of God" einfach eindrucksvoll die Gewaltspirale die kein Ende nehmen will, bestes Beispiel hierfür ist die Figur des Mané, dieser möchte sich aufgrund der Ermordung seines Bruders an Locke rächen und wird dabei schließlich selbst zum Gangster und erschießt einen Wachmann, der Sohn des Wachmannes schließt sich nun wiederum Locke an um sich an Mané zu rächen, so dass am Ende Rache auf Rache bzw Gewalt auf Gewalt folgt.
Die extreme Gewaltspirale und deren Folgen wird dabei anhand von vielen kleinen Geschichten gezeigt die sich immer wieder berühren und überschneiden.
Was den Film dabei neben dieser gelungenen Erzählweise besonders stark macht ist seine realistische und authentische Darstellung der Geschehnisse, so gibt es beispielsweise keine Schwarzweißmalerei und die Grenzen zwischen Gut und Böse verwässern des öfteren bei den Figuren.
Generell sind die Figuren sehr gut herausgearbeitet und dazu auch überzeugend gespielt und das obwohl die Cast beinahe vollständig aus Laiendarstellern bestand. Auch ansonsten kann der Film inszenatorisch voll und ganz überzeugen, so dass "City of God" alles in allem beste Unterhaltung bietet und dazu eindrucksvoll die Schattenseiten Brasiliens offenlegt.

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JackoXL

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Grandioser Film, mit Sicherheit einer der Top-Streifen des letzten Jahrzehnts. Schön und vollkommen richtig beschrieben.


A-Wax

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Absolute Zustimmung, allerdings gehe ich sogar noch einen Schritt weiter. Einer meiner persönlichen Top-5-Filme, viermal im Kino bewundert und einer der am besten inszenierten und intensivsten Filme überhaupt. Punkt!


Congenial

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Bewertung10.0Herausragend

Auf jeden Fall einer meiner Lieblingsfilme! Tolle Bilder,eine krasse Story und unglaublich authentische Schauspieler machen den Film zu etwas ganz besonderem!

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filmfuzzy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der brasilianische Spielfilm ist bei uns kaum bekannt. Das heißt aber nicht, dass es ihn nicht gibt. Ganz im Gegenteil. Mit „City of God“ kommt ein richtiges Meisterwerk in die deutschen Kinos, wenn man der L.A. Times glauben darf. Doch ganz so hoch möchte ich die Sache nicht hängen.
Es ist eine Geschichte die in den Favelas, den Elendsquartieren von Rio spielt, auch Cidade de Deus genannt. Wer hier aufwächst der hat mit 16 schon die schönsten Jahre seines Lebens hinter sich.
Der Autor des Buches, Paulo Lins, wuchs hier auf. Er weiß wovon er schreibt. Und seine Figur finden wir auch im Film. Er ist Buscape (Alexandre Rodrigues), der träumt, einmal ein berühmter Fotograf zu werden. Er, Locke (Leandro Firmino da Hora) und Benny (Phelipe Haagensen) haben sich vorgenommen möglichst schnell reich zu werden. Und das geht nur wenn man mit Drogen handelt. Sie fangen ganz im Kleinen an, bis sich die Chance bietet, groß einzusteigen. Diese Chance nützen sie und geraten immer tiefer in den Sumpf des Verbrechens. Während Buscape sein Ziel als Fotograf verfolgt, haben die beiden anderen nur Sex und Crime im Kopf. Dabei werden die Mittel immer rücksichtsloser und ein Menschenleben ist nicht viel wert. Locke ist der gefürchtete Drogendealer von Rio und in der Stadt Gottes ist sein Wort Gesetz…. bis Mane Galinha (Seu Jorge) auftaucht. Mane wird Zeuge der Vergewaltigung seiner Freundin durch die Bande von Locke, und beschließt Rache zu nehmen. Er schart eine Bande von bewaffneten Kindern um sich und in City of God bricht der Krieg aus.
Packend und virtuos erzählt Regisseur Fernando Meirelles mit atemberaubenden Schnittfolgen die Story von Armut und Drogen, Ehrgeiz und Gewalt aus der Perspektive derer, die sie täglich erleben.
Hauptdarsteller des Films sind nicht nur die Schauspieler sondern auch die Stadt selbst. Über einhundert Laienschauspieler aus ganz Rio haben acht Monate für diesen Film geprobt. Und das gibt ihm eine ungeheure Authentizität und Glaubwürdigkeit. Die Schlussszene bleibt noch lange haften – da überfallen 12jährige Kinder in Badehosen mit großkalibrigen Waffen einen Supermarkt.
Nominiert für den Oscar als bester ausländischer Film der gute Chancen hat zu gewinnen.

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Cinepheel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Episodenhaftes Portrait eines von Gewalt geprägten städtischen Mikrokosmos. Der Reiz der Erzählung und gleichzeitig das Kunststück des Films besteht darin zu zeigen, wie noch die skrupellosesten Bewohner dieses Mikrokosmos von zutiefst menschlichen Sehnsüchten geleitet werden, was dem Zuschauer eine kritische Reflektion seiner eigenen Menschlichkeit ermöglicht, die er in diesen Figuren repräsentiert sieht. Der Film verharmlost die Gewalt weder, noch empört er sich über sie aus der sicheren und widerspruchsfreien Perspektive des moralisch Überlegenen. Stattdessen nimmt er die Perspektive des jugendlichen Beobachters ein, der unvoreingenommen über die Widersprüche staunt, von denen er sich umgeben sieht, und berücksichtigt dabei auch das gern und häufig verschwiegene Faktum, dass Menschen Gewalt nun einmal lieben. Was mir nicht gefallen hat war die montagebedingte Clip-Ästhetik des Films, die manchmal mit seiner rohen erzählerischen Kraft einen Kampf um Vorherrschaft zu führen scheint - den Vorwurf vollkommener Unangemessenheit kann man allerdings nicht machen, da die Perspektive, mit der die einzelnen Geschichten erzählerisch verknüpft sind, nunmal die des jugendlichen Reporters ist.
Am Rande: Die deutsche Synchronisation ist ein beschämendes Graus, in dem schauspielerisch unausgebildete Sprecher wie Xavier Naidoo auf schamlose Weise ihren Dilettantismus ausleben, und sollte darum unbedingt vermieden werden.

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CuchillaPitimini

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Bewertung9.0Herausragend

Krasser, sehenswerter Film über ein Leben zwischen Armut und Gewalt. Die Geschichte um Buscape und seine Freunde bzw. Feinde ist spannend und in meinen Augen ehrlich erzählt. Das Tempo des Films stimmt, Musik und Bild sind super aufeinander abgestimmt und ohnehin hat mir die Kameraführung und der Schnitt hier außerordentlich gut gefallen. Die Figuren hatten Charakter und Wiedererkennungswert. Zum Teil besticht der Film sogar durch eine Art von Humor, über die man zwar nicht lachen will, aber dennoch muss (ging mir zumindest so).
Alles in allem auf jeden Fall sehenswert, spannend und außergewöhnlich.

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kobbi88

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Wie recht du hast :)


cronic

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Bewertung9.5Herausragend

City of God 10/10

Mir gefällt die portugiesische Sprache sehr, auch schon Tropa de Elite war und ist immer noch einer meiner Lieblingsfilme. Wurde nicht enttäuscht, bis auf die Bildqualität.

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Locke_der_Boss

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Habe mich in letzter Zeit gefragt, wo die guten Schauspieler bleiben heutzutage... Ah ja da sind sie ja. Beeinduckende Leistung, die der Schauspieler. Berührend und schockierend-realistische Story, insgesamt 1 meiner 2 Lieblingsfilme. Weiß nicht genau wieso aber ich könnte den viel noch 30 mal sehen und mir würde trotzdem nicht die Langweile aus dem Ohr laufen. Hammer Film, und alle die in noch nicht gesehen haben:"Es lohnt sich (: "
Allerliebste Grüße
Locke der Boss

Ps. Jetzt fragt euch mal wieso ich so heiße ;)

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natedb

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"City of God" - ein Ort der Anarchie, der Armut, der Korruption, des Verbrechens.
Ein Ort des Scheiterns.
Die Exposition beginnt im Höhepunkt des Konfliktes zweier rivalisierender Banden, mittendrin der junge Buscapé, dessen Traum es ist Fotograf zu werden. Aus seinem Blickwinkel wird die Eskalation zum höllischen Bandenkrieg in Rückblenden erzählt, er fungiert dabei als eine Art Beobachter, der in den sich anbahnenden Auseinandersetzungen nur bedingt eine Rolle spielt und uns die unvorstellbaren Missstände seines Viertels, die Beziehungen der einzelnen Charaktere und allgemeine Hintergründe erläutert. Selten wurde ein Off-Erzähler besser eingesetzt, als in diesem Film.
Mit einer hektischen Kamera wurde die hitzige Stimmung des Armenviertels perfekt eingefangen, schnelle Schnitte, unruhige Aufnahmen. Fernando Meirelles bleibt in den harten Szenen meist subtil, doch obwohl man letztlich weniger Blut sieht als in anderen Genre-Filmen, ist das Ergebnis hier nicht weniger brutal und verstörend. In der City of God ist Mord Alltag - Vergewaltigungen, Drogenhandel. Sogar vor der Tötung kleiner Kinder wird nicht zurückgeschreckt.
Diese Unterwelt ist Buscapés Heimat, ein Teufelskreis, dem Buscapé mittels seiner Vernunft und Moralität zu entkommen versucht.
Ein nachdenklicher, tiefschürfender Film mit einer einnehmenden Atmosphäre - hart, direkt, authentisch! Unglaublich, dass Meirelles überwiegend mit Laiendarstellern gearbeitet hat, denn diese sind absolut überragend!
Bedrückend, hoffnungsvoll, fantastisch!

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jacker

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Sehr schöner Text!


natedb

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Danke :)


LivingDead

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Großes Plus des Filmes ist seine Frische in Darstellung und Erzählweise zu seinem Entstehungszeitpunkt. Denn viel Neues zu sagen hat der Film nicht, bedient er sich doch bei den bewährten Gangsterfilm-Paradigmen, garniert diese mit etlichen Zeitsprügen, durch die vermeintliche Nebencharaktere immer wieder ins Zentrum gerückt werden. Hierdurch entwickelt sich eine ganz eigene Dynamik, welche durch schnelle Schnitte, untermalt mit hämmernden Sounds, noch unterstrichen wird. Die Darsteller - Laiendarsteller zum großen Teil - wirken größtenteils authentisch, was vor allem durch das oftmals improvisierte Spiel noch verstärkt wird. Insgesamt wird ein dynamisch-waberndes Bild einer Stadt gezeichnet, die von allen Göttern schon lange verlassen zu sein scheint.

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unikasm

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Brasilien ist der weltweit größte Verbraucher von Kokain. Buscapé wächst hier in den Favelas auf, inmitten von Drogenhandel und Gewalt. Er gerät immer tiefer in das Geflecht aus Gewalt und Bandenkriegen. Bis alles droht, zu eskalieren. FAZIT: Meisterwerk

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Slevin_Kelevra23

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Bewertung7.5Sehenswert

Eindrucksvolles und bildgewaltiges Drama über den Bandenkrieg in Rio. Dieser Film ist nichts für schwache Gemühter, zu dratsisch und gewaltsam wird die Geschichte der unterschiedlichen Gangsterbosse erzählt. Dieses Drama regt zum Nachdenken an und hinterlässt bei jedem einen bleibenden Eindruck. Basierend auf wahren Begebenheiten schafft Regisseur...einen Film, der es mit den besten seines Genre ohne mit der Wimper zu zucken, aufnehmen kann. Verzweiflung, Aussichtslosigkeit, Liebe, Gewalt, Rache, Hoffnung. Darauf besteht das Leben der Menschen in der Stadt Gottes.

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Comicverkäufer

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Bewertung6.5Ganz gut

Kaum zu glauben, dass hier die Wirklichkeit als Vorlage diente und nicht die reine Gewaltfantasie eines Drehbuchautors. Schockierend ist allerdings für mich weniger die Gewaltdarstellung, als vielmehr diese leichtfüßige Art, mit der die Gewalt selbst als normaler, weil allgegenwertiger, Teil des Alltags dargestellt wird. Schockierend deshalb, weil die Art der Presäntation nach kürzester Zeit dafür sorgt, daß auch ich als unbeteiligter Zuschauer, die Gewalt als Teil der Geschichte akzeptiert habe.
Eigentlich wollte ich dem Film eine deutlich niedrigere Wertung geben, weil mich die deutsche Synchronisation geärgert hat. Der ganze Film klingt wie die 80er Teeny-Prolo-Möchtegern-Cool-Sprache, die womöglich im O-Ton sinnvoll ist, aber im Deutschen leider daneben klingt.
"City of God" ist ein Film, den man gesehen haben sollte. Sei es auch nur um sich seine eigene Meinung zu bilden, denn einem Gespräch über die Thematik des Films sollte man auf jeden Fall etwas beizusteuern haben.

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Andy Dufresne

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Bewertung9.0Herausragend

Magic(o)-Movie # 3

Wo Gott herkommt.
An einem Platz, der alles ist.
Nur nicht göttlich.

„Wenn du weg läufst, fangen sie dich und wenn du bleibst fressen sie dich.
So war es schon immer, seit ich denken kann!"

Visuell ein Meisterwerk!
Dramaturgisch ein Meisterwerk!
Darstellerisch ein Meisterwerk!

Unterdrückung.
Unterdrückung der Gefühle.
Unterdrückung des Wohlstandes.
Unterdrückung der Entwicklung.
Unterdrückung der Sexualität.
Unterdrückung von echter Freiheit in jeglicher Hinsicht also.

„Gibt es einen besseren Platz für Wunder als einen Ort der Stadt Gottes heißt?"

Kein Platz könnte weiter davon entfernt sein...

„Das Leben in der Stadt Gottes war das Fegefeuer.
Jetzt wurde es zur Hölle.“

Und so wird es weiter wechseln:
Von Fegefeuer zu Hölle, von Hölle zu Fegefeuer.

Und es wird immer neue Zwerge geben, die den großen, (vermeintlichen Riesen) ehemaligen Zwergen nachfolgen.

Die Revolution frisst ihre Kinder.
Die Armut, die Gewalt und das Verbrechen tun dies auch.
Endlos.

„Gangster geben nie auf, sie ziehen nur mal kurz den Kopf ein…"

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Walt Kowalski

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Verdammt, nach dem kommentar hab ich lust den film ein 2. mal zu schauen :-)


Andy Dufresne

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Mach das, kann kein Fehler sein ;)


danklorix

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Bewertung9.0Herausragend

"Entschuldigung kleiner, kannst du mir sagen wie ich zum Maracanã Stadion komme?", "Verschwinde aus unserer Nachbarschaft, du alter Sack! Ich bin LOCKE! Is klar Mann? LOCKE! Ich buchstabier es dir ähh....L...O...G...Ä...ähm, is ja egal! Ich bin jedenfalls der König des Viertels!"
"Is klar kleiner, verarschen kann ich mich selbst, jetzt schieb ma die Info rüber...sonst gibt`s was auf die Glocke, Locke!"
"Ey pass bloß auf! Ich hol meinen großen Bruder und meinen Cousin, die machen dich alle!"
Jaja...hab den kleinen Scheißer nicht ernst genommen...hat mich 6 Stunden Folter und drei Finger gekostet...seit diesem Vorfall mach ich nur noch Urlaub in der Bretagne!

Ach ja...der Film...geht ab wie Tony Montana im Vorschulkindergarten. Kein besonders gutes Werbevideo für den brasilanischen Immobilienmarkt, aber unter dem Gesichtspunkt einer Fake - Doku über Südamerikansche ADHS - Kinder, ein KRACHER!

PRÄDIKAT: SAMBA...de Janeiro!

"Die Sonne ist für alle da, der Strand nur für die die es verdient haben."
City of God

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elmnope

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Bewertung9.0Herausragend

Wenn Gewalt nichts als Gewalt gebärt und der Name einer Stadt geradezu zynisch anmutet, so abwesend wie Gott hier zu sein scheint, ist man im filmischen Universum von City of God angelangt.
Es gibt keine Unschuld, kein Recht und Gesetz- hier regiert derjenige, der noch skrupelloser und brutaler agiert als der Rest, niemand kann oder will etwas dagegen tun, es gibt nur rivalisierende Banden und Polizisten sind auch nur Gangster unter dem Deckmantel des Gesetztes.
Hoffnungen auf einen Neuanfang werden öfter zerschlagen, als dass sie wahr werden; in der City of God endet fast jeder am Ende als blutende Leiche auf der Straße. Nichts ist alltäglicher als Gewalt
Mit viel Tempo vereint der Film Mileustudie und Gangsterfilm, gibt seinen Figuren aber immer genug Raum, beleuchtet persönliche Motive und Dramen und die Konsequenzen, die diese nach sich ziehen. Sympathie und Antipathie für die Charaktere liegen dabei oftmals nah bei einander.
Episodenhaft wird ein Abschnitt aus der City of God erzählt. Es gibt keine Anhaltspunkte, dass es je anders war oder jemals anders sein wird. Dabei ist der Film nicht nur kompromisslos und brutal, sondern ebenso spannend und unterhaltsam, manchmal sogar heiter. Ein Werk, das man sehen sollte. Und dann noch mal...und noch mal...und noch mal...

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elmnope

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ja, ist einer dieser filme, die man ganz lange nicht aus dem kopf bekommt...


anakyn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Super Film!!! Durch die episodische Erzählweise muss man auch mal ein bisschen aufpassen, entdeckt neue Zusammenhänge, erfährt mehr über Personen, Orte und Motive des Films usw. Buscapé ist n cooler Held (der von X. Naidoo auch klasse gesprochen wird).

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Ravelux

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Bewertung10.0Herausragend

Ich kenne noch nicht viele Slum-Filme aber dieser ist eindeutig mein allerliebster. Dieser Film ist mehr als empfehlenswert und könnte ich jeden Tag schauen ohne, dass der Film langweilig wird.

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