City of God - Kritik

Cidade de Deus

BR/FR/US · 2002 · Laufzeit 130 Minuten · FSK 16 · Drama · Kinostart
Du
  • 10

    Guten Abend an alle Leute, die in meiner Freundesliste sind und auf dem Dashboard diesen Kommentar sehen. Vielleicht ist die Zeit etwas knapp, doch es gibt etwas, das ich jedem von euch - und generell jedem User auf Moviepilot - erzählen möchte. Er beginnt mit einer seichten Anekdote und wird währenddessen zu diesem Film übergehen.
    Nun, dieser Moment, er ist unglaublich. Ich versuche bereits die Worte zu fassen, um das auszudrücken, was dieser Film für mich bedeutet und welche Brillanz ich dahinter sehe. Nunmehr sind gut drei, vier Jahre seit der letzten Sichtung vergangen. Stets behauptete ich, dieser Film sei der in meinen Augen beste Film, den ich je gesehen habe. Gerade schaue ich ihn wieder, ich rauche eine Zigarette und denke bloß über das erste Drittel nach. Die Nostalgie tut ihr Übriges, die Begeisterung ist nicht weniger groß. Eines ist gewiss: Dieser Film zählt für mich, und ich hoffe doch sehr, dass es vielen auf einer gänzlich objektiven Hinsicht ähnlich ergeht, zu den wohl besten Filmen aller Zeiten. Ich bekunde hier meine persönliche Zuneigung, doch anders als bei anderen Favoriten wage ich zu behaupten, dass es hierbei allgemein um etwas weitaus Größeres geht.
    Coming-of-Age ist ein interessantes Genre mit sehr viel Potential. Wenn mich jemand nach einer Empfehlung fragt, schlage ich diesen Film vor.
    Drogendramen sind häufig erschütternd, und haben ebenso viele Vertreter, die als brillante Filme zählen. Wenn mich jemand fragt, ob ich eine Empfehlung hätte, so schlage ich diesen Film vor.
    Dies kann ich noch weiterführen, doch am Ende bleibt folgende Quintessenz: City of God, im Original "Cidade de Deus" ist einer der besten Filme aller Zeiten.
    Wie kommt es hingegen zu dieser Ansicht? Nun, wie ich schon sagte - es ist lange her, und wenn man etwas jünger, um nicht zu sagen pubertär ist, wird man weitaus leichter von solchen Streifen gepackt. Das Beste - ich habe schon diverse Absätze geschrieben und laber immer noch herum.
    Kommen wir zu der Handlung, spoilerfrei: Zwei Jungs sind Einwohner der Stadt Gottes, ein, wie man sagen würde, Gesindelviertel um Rio de Janeiro in Brasilien. Bandenkriege, Drogenhandel. Dieser Film gewährt uns einen Einblick in die Geschichte der Stadt, weit über die beiden, wenn man sagen möchte, Protagonisten hinaus. Wir erfahren viele Geschichten der Stadt Gottes, wovon die des Fotografen Buscapé und die von Löckchen, später Locke dem Boss im Mittelpunkt stehen. Weiterhin erfahren wir, wie sich die Drogenreviere in diesem Viertel entwickeln, einzelne Brennpunkte mithilfe von genialen repetitiven wie parallelen Kameraschnitten etabliert werden, die Vorgeschichten, die überhaupt zu der Anfangssituation des Films leiteten, sodass man beinahe von einer fantastischen Umsetzung des Schmetterlingseffekts reden könnte. Wir begleiten Menschen, mitunter Kinder, die es im Leben schwer haben, die in jüngsten Jahren mit Drogen und Waffen konfrontiert werden - und all dies ist die beinharte Realität.
    Mit den gezeigten Bildern wird man nicht verschont. Kinder werden von Gangstern geprägt, meist auf dem direktesten vorstellbaren Wege. Selbst, wenn man diesen Film nicht mag - solche Sequenzen bleiben hängen. Die Stadt Gottes scheint im eigenen Kopf zu bestehen, genauso wie die Wege der Protagonisten und der Nebenfiguren.
    Zum Beispiel eine umwerfende Alice Braga, deren Rolle der Angelica nicht nur eine Augenweide ist, sondern mit all den restlichen Figuren auf eine unglaublich lebensnahe Art und Weise verwoben ist. [Spoiler] Wo sie zuerst nur in der Gruppe von Buscapé präsent war, als die erste Liebe und das Streben, zu dem er sich hingezogen fühlt, wo sie doch einen Freund hat. Sie trennt sich von ihrem festen Freund, der sich mit Bené, dem besten Freund von Locke anfreundet - welcher mittlerweile der gefürchtetste Gangster der Stadt Gottes ist. Nicht genug, so kommt sie mit Bené zusammen, der sich mit Buscapé fantastisch versteht. All dies soll nicht wie ein billiges Drama klingen, denn es ist einfach eine wundervolle Darstellung der lebensechten Situation, die man selbst doch häufig erlebt und mit den Worten "Wie klein doch die Welt ist" kommentiert. Jeder, der den Film sieht, wird diese Faszination doch hoffentlich verstehen, denn all die kleinen Details nehmen eine Rolle in dieser Geschichte ein, der Geschichte jener, die in der Stadt Gottes aufwachsen.
    Bis auf wenige Ausnahmen sind nahezu alle Schauspieler zudem Laiendarsteller, Leute, die direkt aus dieser Gegend kommen und demzufolge ein realistisches Schauspiel hinlegen, das seinesgleichen sucht. Jede Figur scheint perfekt zu passen, mehr noch, man würde gar nicht mal merken, dass all dies geschauspielert ist, so nahe liegt es an der Realität. Wir scheinen sie direkt vorgeführt zu bekommen, als erzählte Geschichte; die Menschen sind real und haben ebenso Träume und Wünsche, jeder einzelne von ihnen: Von der Karriere als Fotograf über die Kontrolle über das gesamte Viertel bis hin zum endgültigen Schlussstrich, um das Elend der Stadt Gottes zu verlassen. Konflikte spitzen sich auf unzähligen Ebenen zu, nicht nur in den Szenen, den Verbrechen, sondern ebenso zwischen den Charakteren. Man kriegt mit, wie sie leben, denkt sich in deren Verhältnisse rein, in die Freuden und die Schockmomente, von Höhen und Tiefen. Menschen, die gut sind in ihrem Herzen - und das genaue Gegenteil.
    Doch gibt es weitaus mehr eindrucksvolle Elemente, die der Film mit sich bringt, gerade bei all diesen unterschätzten Bestandteilen. Ton und Schnitt, welcher gerade bei den unglücklichen Momenten, um nicht zu viel vorwegzunehmen, überaus einprägsam ist. Die Entwicklung nimmt einen mit, und wird von ebenjenem nur unterstrichen.
    Der Soundtrack, gerade bei den portugiesischen Liedern, passt schier 1:1 auf diesen Film und geht auch außerhalb desselben sehr gut ins Ohr. Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn von Seu Jorge "Convite Para Vida" durch jede mögliche Art von Kopfhörern und Lautsprechern dröhnt.
    Bislang kenne ich den Film nur in der deutschen Synchronisation, mal sehen, ob ich ihn irgendwann im Original sehen kann, wenn ich meine Portugiesisch-Kenntnisse zu Genüge ausgebaut habe. Es wäre garantiert eine Erfahrung für sich, denn diese ist der Film ohnehin schon.
    In jedem Fall werde ich nicht drumherum kommen, diesen Film als einen der besten zu bezeichnen, die ich kenne und die es womöglich überhaupt gibt. Ich könnte dies noch in unendliche Weiten fortführen, doch lege ich euch allen ans Herz, euch selbst diese 130 Minuten zu nehmen, um einen Film zu sehen, der nicht umsonst einen solch hohen Status genießt. Allerlei Listen haben diesen vertreten, doch was sagt denn schon eine Qualitätsliste über die Filme aus? Man liest unzählige Titel und geht weiter, ohne sich näher damit auseinanderzusetzen. Doch hoffe ich, dass diese Worte hier bei einigen einen Nachdruck hinterlassen, und sollte meine Begeisterung nur zur Hälfte geteilt werden - City of God. Ihr werdet es nicht bereuen.

    5
    • 7 .5

      Interessant.

      • 8

        So jetzt hab ich dieses Meisterwerk auch endlich gesehen. Sehr guter Film, vor allem der dokumentarische Stil durch die Kamera sorgt für ein Gefühl, als wäre man mitten drin. Ich hab mich gegen Ende etwas geärgert, da ich die ganzen Jungs und Namen nicht mehr alle unter einen Hut gebracht hab. So war dann doch öfter die Frage im Raum gestanden, wer jetzt wer ist. Der kleine Plot am Ende hat Spaß gemacht, war aber zu erahnen. Emotional kann der Film einen nicht immer abholen aber oft. Schauspielerisch und auch die Synchro waren gut bis sehr gut. Ein Film den ich mir definitiv mehrmals anschauen muss, um alles mit zu bekommen, aber da er beim ersten mal schon Spaß macht, werden die weiteren Sichtungen eine angenehme Sache...

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        • 10
          JimiAntiloop 12.12.2016, 19:30 Geändert 17.02.2017, 17:59

          - DIESER KOMMENTAR IST TEIL DER USER-KOMMENTARE-WICHTEL-AKTION 2016 und ein Wichtelgeschenk für PaulthePirat

          Messer, Gabel, Schere, Licht .... so geht der alte Reim los und würden in Rio die Menschen diesen Spruch kennen, wären auf jeden Fall noch Waffen mit aufgezählt, welche nicht in Kinderhände gehören. Was passiert, wenn ungebändigt, empathieungelehrte wilde Kinder in Besitz genau solcher kommen, kann man sich in in "City of God" in 2 Stunden vor Augen führen lassen. Das dies nicht schön sein wird, sondern traurig und erschreckend ist wohl kein Geheimnis. So wie "Buscape" der Hauptcharakter des Filmes mit seiner Kamera das erstemal Licht aus den Straßen der verwinkelten Kriminalitätsschwerpunkte Rios auf den Schirm der Presse und der Bevölkerung Brasiliens gebracht hat, so ermöglicht dieser beeindruckende Film(wie zuvor die Romanvorlage) dem Internationalen Kinopublikum einen authentischen, schmerzlichen und schließlich durchaus mahnenden Blick in die Abgründe und Verstrickungen, des Bandendschungels der brasilianischen Weltmetropole.
          Dieser Tauchgang in ferne Realitäten strotzt dabei vor Dynamik und intelligenter Bildkomposition, dass auch bei wiederholter Sichtung dieses Juwels keine Langeweile aufkommen vermag. Sich erneut damit auseinanderzusetzen, welches negative Potential unregulierte Verbrechesaktivitäten über die Zeit entfalten, wie viele Unschuldige darin verwickelt werden und wie sich zwangsläufig ein von einer korrupten Sicherheitsmacht untergrabener Apparat gebärt, kann damit einhergend ebenfalls nicht Schaden.

          P.S.: Kennt jemand, ähnlich intensive Filme über die Gewalt in Mexiko ?

          10
          • 10

            Wow, wow, wowww!

            Was für eine Überraschungshit!
            Er zeigt die harte Realität in den Straße der brasilianischen Favelas und mitten drin ein armere Junge mit seinem Fotoapparat. Stark besetzt, starke Story, starke Regie, ein in jeder Linie perfekter Film.

            UNBEDINGT sehen!!!

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            • 10
              SamRamJam 27.08.2016, 12:29 Geändert 13.11.2016, 23:42

              Fernando Meirelles schafft den beeindruckenden Spagat, eine alles andere als schöne Geschichte zu erzählen, ohne dass sie sich je unangenehm anfühlt.

              Er schafft es, die gelebte Coolheit der Gangster im Selbstbild darzustellen, ohne dass sie je cool wirken.

              Er schafft es, die Probleme eines Slums auch aus der Sicht zu beleuchten, dass Probleme nicht nur von "denen da oben" runtergedrückt werden, sondern als Reaktion eben auch "von denen da unten" schnell einen Teufelskreis bilden.

              Er schafft es völlig Wertfrei, seine Geschichte zu erzählen, und das habe ich selten, vielleicht noch nie (es fällt mir jetzt spontan zumindest kein Beispiel dazu ein), erlebt. Narrativ gibt es zwei altbekannte Wege solche Geschichten zu verkaufen. Als da wären:

              Möglichkeit 1 - Die Tränenmethode (gerne angewendet wenn der Fokus mehr auf den Drogen liegt)
              Möglichst jeden emotionalen Trigger drücken, so viele tote oder misshandelte Kinder unterbringen wie ins Bild passen und so lange darauf rumreiten, bis auch der allerletzte Depp merkt: es ist nicht cool im Ghetto zu sein!

              Möglichkeit 2 - Der coole Gangster (gerne verwendet wenn der Fokus mehr auf die Kriminellen liegt)
              Zur besseren Identifikation für den Zuschauer werden der oder die Gangster möglichst cool gemacht und so oft wie möglich erwähnt, dass es ja Gründe dafür gibt, warum sie so brutal und gemein sind. Die eigentliche Kritik - es ist eben noch immer doof im Ghetto zu sein - wird (wenn überhaupt) nur zum Ende aufgelöst.

              City of God entzieht sich diesem Rasterdenken, dieser Anbiederung und letzlichen Vorschreibung an den Zuschauer. City of God schafft es immer dabei zu sein, ohne die Kamera frontal drauf zu halten oder beschämt nur im Schatten anzudeuten. Er zeigt, was er zeigt, was der Zuschauer daraus macht, ist seine Sache! Kurz: Dieser Film schafft es jede Klippe und Tücke zu umschiffen, die solche Stoffe von Natur aus beinhalten. Beeindruckend, in jeder Hinsicht!

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              • 8 .5

                Wahnsinnsfilm, der den Abgrund von Rio de Janeiro zeigt, den sogenannten Slums.
                Hab ich so noch nicht gesehen, welch Brutale Härte mit Kindern hier gezeigt wird.
                Einer der besten seines Genres.
                Der Platz 21 der IMDB lügt nicht, der ist zureicht so weit oben !!!

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                • 10

                  mann kann nur sagen, ein junge mit seiner kamera der geschichte macht, in unterschiedlichen gebieten,. einfach ein toller film

                  • 10
                    Moviegoer 06.05.2016, 22:03 Geändert 06.05.2016, 22:04

                    City of God ist der FILM aus Brasilien wo selbst Regiegrößen wie Martin Scorsese oder Steven Spielberg den Hut ziehen. Der Film erzählt nicht nur die Geschichte des jungen Buscape sondern zeigt auch das harte Leben in der Stadt Gottes wo es nur für die meisten Jugendlichen in den Favelas ein Leben in der Kriminalität gibt. City of God spielt in Sachen Darsteller, Kamera und Schnitt in der ersten Liga. Der Film vergeht trotz seiner langen Spielzeit (130 Minuten) recht schnell und langweile kommt gar nicht auf. City of God ist ein perfektes Beispiel dafür das es auch außerhalb von Hollywood möglich ist mit einem kleinen Budget einen Film zu drehen der von hoher Qualität ist. City of God ist jetzt schon ein echter Klassiker und braucht sich nicht vor den großen Produktionen aus Hollywood zu verstecken.

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                    • 8 .5

                      Was für ein genialer Film mehr muss dazu glaube ich nicht gesagt werden.

                      • 7 .5
                        MultiChrizzz 26.09.2015, 16:27 Geändert 26.09.2015, 16:29

                        na kla, plötzlich achten alle auf den schnitt, is kla...

                        düster,brutal,realistisch,nüchtern und viele szenen die erinnerungswürdig sind, aber mein lob will sich irgendwie in grenzen halten da ich meine das der film doch etwas krass überbewertet wird.

                        • 9 .5

                          Einer der furiosesten Filme, die ich je gesehen habe. Perfekt geschnitten und gefilmt, gut besetzt und sehr packend!

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                          • 9

                            Packendes und zugleich verstörendes Portrait einer Gesellschaft, für die der Tod zum alltäglichen Geschäft gehört und die gezwungen ist, die Kindheit bei Zeiten hinter sich zu lassen. Fast schon nüchtern erzählt „City of God“ die Geschichte zweier junger Männer (Locke und Buscape), die in den Straßen des gleichnamigen Stadtteils unterschiedliche Wege gehen und deren Schicksal sich in einem einzigen Moment entscheiden wird. Teilweise in Rückblenden erzählt, zeigt „City of God“ sehr treffend, wie rau das Leben sein kann und wie gnadenlos das Gesetz der Straße durchgesetzt wird, wo eine Kamera mehr wert sein kann, als das eigene Leben.
                            Da wird einem erst einmal wieder bewusst, wie gut es uns eigentlich geht.

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                            • 7 .5
                              Mackey 25.07.2015, 01:42 Geändert 25.07.2015, 01:47

                              Fernando Meirelles, der ursprünglich Architekt war, schuf mit City of God ein kleines Meisterstück; ein verstricktes, faszinierendes Bauwerk, so brutal schön, dass man nicht wegsehen kann. Ein Film, der nicht leicht durchzustehen, doch umso schwerer zu ignorieren ist.

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                                smartbo 28.06.2015, 18:55 Geändert 28.06.2015, 18:58

                                Guter Film. Brutal und sehr realistisch schildert er - fast schon im Doku-Stil - den Alltag in den Favelas in Rio. Schaut man genauer hin, ist der Film auch eine heftige Gesellschaftskritik, der die Perspektivlosigkeit und Chanchenlosigkeit der Jugendlichen in den Favelas in einem relativ so reichen Land wie Brasilien aufzeigt. Am Ende bleibt nur die Alternative übrig, in die Kriminalität abzugleiten, um im täglichen, rauen Überlebenskampf zu überstehen.

                                Absolut sehenswert.

                                • 10

                                  Leider kennen viele den Film nicht. Dabei ist "City of God" ohne zu übertreiben eines der besten Filme aller Zeiten. 3 Jungs wachsen in den Favelas von Rio auf. Besser gesagt in der Favela Gottes. Und sie haben alle verschiedene Ziele vor den Augen. Aber was sie auch tuhen, sie können der "Stadt Gottes" nicht entfliehen.

                                  „In meinem Viertel gibt es ein Sprichwort. Wenn du weg läufst, fangen sie dich und wenn du bleibst fressen sie dich. So war es schon immer, seit ich denken kann!"

                                  Am Anfang erwartet man noch einen billigen Ghettofilm. Doch dieser entpuppt sich als atemberaubender Thrill durch die Straßen von Rio.

                                  Der Schnitt ist unheimlich gut. Es kommt einem so vor als wäre man selbst dort. Und der Cast besteht bis auf 2-3 Ausnahmen ausschließlich aus Laiendarstellern. Vielleicht auch deswegen fühlt sich dieser Film so realistisch an. Jedenfalls sind die Charaktere grandios gezeichnet.

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                                  • 10
                                    drahdinedum 17.05.2015, 10:35 Geändert 17.05.2015, 10:40

                                    Ja, so Kommentare schreiben und so ist ja eigentlich nicht so schwer....

                                    Doch! Manchmal schon! Denn das ist einer dieser Filme, die mich vor Ehrfurcht erstarren lassen...

                                    Was ein Meisterwerk aus Brasilien!
                                    Werde Ihn erst nochmals sichten, bevor ich hier endgültig Kommentiere! Das hat CoG nur verdient!
                                    Nur so viel.... fesselnd, packend, gnadenlos Realistisch und Schauspieler, denen das Talent "god"gegeben erscheint!

                                    Ein Meilenstein!

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                                    • 9

                                      Im Vorfeld war ich ein wenig skeptisch über den Film, da ich Tsotsi, wie ich hörte ein Abklatsch von God of City, gesehen habe und er als Jugendfilm sehr romantisiert und schlimme Handlungen heruntergespielt wurden. Und dann kam God of City und WOW, es hat mich völlig überrascht! Die Taten, welche nicht übertrieben dargestellt wurden und die teilweise gutgeschrieben Charakteren, welche überwiegend von Laiendarsteller gespielt wurden, machen den Film richtig authentisch. Es kam mir wie ein Dokufilm rüber, nur das er mit der spannende Erzählerstruktur zum Spielfilm wird. Auch der passende Soundtrack und die Wackelkamera an der richtige Stelle machen den Film für mich zum Klassiker. Der einzige Minuspunkt im Film, war die übertriebene Darstellung von "Locke", Er wird als ein, von Natur aus, mordender Gangführer dargestellt, aber der Einfluss von der Vergangenheit wurde mit keinem Wort erwähnt. Die klischeeüberladene Figur nimmt ein Teil vom Realismus des Films weg. Aber wenn man dieser Punkt nicht hinzunimmt ein echter Meilenstein.

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                                      • 10

                                        Was für ein fesselnder Film, Goodfellas trifft auf Slums von Rio de Janairo, unglaublich überzeugende Laiendarsteller

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                                          Wow!
                                          City of God hat mich ehrlich gesagt fast umgehauen. Dieser Streifen hat eigentlich alles was man sich wünscht. Eine mitreißende Geschichte, talentierte Darsteller und einen tollen Soundtrack. Doch ein Aspekt fand ich ganz besonders entscheident. Der Film wirkt unglaublich realistisch und echt. Womit er sich meilenweit von den typischen Gangsterfilmchen a la Hollywood entfernt. Was auch daran liegt das der Film zum Teil in den Favelas von Rio de Janeiro gedreht wurde und auch auch Leute mitspielen die dort aufgewachsen sind. Auch wenn ich zugeben muss das ich für diesen Streifen mal locker 3 Anläufe brauchte. Sollte man ihn unbedingt gesehen haben um die Faszination zu verstehen.

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                                            Mega Film

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                                              hallidalli 22.03.2015, 21:23 Geändert 22.03.2015, 21:48

                                              Ja ok, schon übel was da abgeht, soll ja in real wirklich so sein. Wie es der Film dann aber umsetzt ist wieder etwas anderes. Mir ging das ganze Theater mit der stets nervigen Musik schon ziemlich auf den Senkel obwohl alle gut gespielt haben und die meißten Laiendarsteller waren. Am heftigsten war Locke beim Hotelbesuch, krasses Gesichtsschauspiel, zum fürchten gut.

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                                                bester film hab in schon vor 10 jahren gesehn

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                                                  mariega 17.12.2014, 00:20 Geändert 17.12.2014, 00:22

                                                  No God in the City
                                                  Auch wenn ich nie an Gott geglaubt habe, nun bin ich mir sicher: Ich habe ein Foto von seiner Inexistenz geschossen!

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                                                    Nachdem der Film so hoch gelobt wurde und auch hier fast nur positive kritiken bekommen hat, habe ich mit City of God nun auch angesehen. Der Film ist nicht schlecht, aber mehr ein Teenie-Gangster-Drama als wie erwartet richtig harte Gangster-Kost. Ich habe mich ganz gut unterhalten gefühlt, aber mehr auch nicht.

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