Claires Knie
Le genou de Claire (1970), FR Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Komödie
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von Eric Rohmer, mit Jean-Claude Brialy und Aurora Cornu
Der 35-jährige Diplomat Jérôme steht kurz vor der Hochzeit und verbringt seinen Urlaub in den französischen Alpen, am See von Annecy. Dort trifft er nicht nur auf seine ehemalige Geliebte Aurora, sondern macht auch die Bekanntschaft zweier jugendlicher Halbschwestern. Besonders die 17-jährige Claire hat es ihm angetan. Jérôme wird von einem fast zwanghaften Begehren beherrscht, ihr Knie berühren zu dürfen.
Cast & Crew
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Eric Rohmer
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Jean-Claude Brialy
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Aurora Cornu
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Béatrice Romand
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Laurence de Monaghan
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Michèle Montel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Madame Walter
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Gérard Falconetti
Regie
Schauspieler
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Fabrice Luchini
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Eric Rohmer
- Genre
- Romantische Komödie
- Ort
- Annecy
- Handlung
- Knie, Sexuelle Begierde
- Stimmung
- Geistreich, Romantisch
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Claires Knie
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- Claires Knie: cineclic.de


















Kommentare (3) — Film: Claires Knie
Kommentar schreibenSorel 2010/03/20 15:22:42
Kommentar löschenManchmal begegnen einem solche Menschen, sie sagen, sie mögen keine französischen Filme. Bei solchen unfundierten Pauschalurteilen stellen sich mir immer sofort die Nackenhaare auf und ich muss aufpassen, nicht ausfällig zu werden. Allerdings kann so ein Urteil daher rühren, dass der erste französische Film, den diejenigen gesehen haben, von Eric Rohmer war, dem vielleicht französischten Filmemacher der Nouvelle Vague, und in diesem Fall, kann ich ihnen ihr Urteil gar nicht mehr so übel nehmen.
Es gibt unzählige Dinge, die mich an den Filmen Rohmers stören. Erstens: er langweilt! Er scheint immer und immer wieder den gleichen Film gemacht zu haben. Wenn man mehrere seiner Filme hintereinander sieht, fühlt man sich fast wie in einer Zeitschleife gefangen. Immer die gleichen ach so fein gesponnenen Beziehungsgeflechte und kleinen Intrigen unter wohlsituierten Menschen, die unnatürlich viel schnattern und sich dabei ständig betatschen zu scheinen. Sie reden und reden über die Liebe, meistens in ziemlich fein geschriebenen Dialogen, aber letztendlich geht es doch nur um eine Sache: wer will wen vögeln?
Würde man alleine das Vokabular austauschen, hätte man unglaublich ordinäre Filme, aber auch so reicht es mir schon teilweise.
Im erlesenen Kreis der Handelnden darf natürlich ein circa sechzehnjähriges Mädchen nicht fehlen, das entweder - wie in diesem Film - ein bisschen in einen älteren Mann verliebt ist, oder von eben solchem umgarnt wird, weil er noch einmal ein kleines Abenteuer sucht, da seine Heirat kurz bevor steht oder ihn seine Ehe bereits etwas langweilt, und er sich eine kleine Sinnkrise gönnt. Ein Hauch Lolita muss sein.
Dabei sehen die Protagonisten meistens ganz ähnlich aus: Rohmers Frauen sind hochgeschossene, etwas magersüchtige Geschöpfe, die Herren eher durchschnittlich gebaut. Feministen dürften nicht allzu gut zu sprechen sein auf sein Werk.
Das nächste Problem, das ich mit seinen Filmen habe, ist die Bildsprache. Er scheint immer nur daran interessiert zu sein, eine Szene abzufilmen, alleine um sie konserviert zu haben, um ihren Inhalt festzuhalten und verbreiten zu können. Daraus ergibt sich eine krude, realistische Theaterästhetik, von manchen gerühmt, aber ich kann damit einfach nichts anfangen. Eine ausgefeilte Mise-en-Scène, Beleuchtung oder ein guter Schnitt sind mir elementare Bestandteile des Kinos. Es gibt viele Ausnahmen und andere Wege, gutes Kino zu machen, aber Rohmers Filme haben vor allem ab den Achzigerjahren den Charme einer Folge Marienhof. In "Claires Knie" sieht man im Hintergrund die Alpen und es wird ab und zu mit einem Boot herumgefahren. Manche rühmen diese Bilder als große Kunst. Hätten sie recht, wären auch sämtliche Urlaubsfotos unserer Großeltern wertvolle Schätze. Rohmers Berge sind aber nicht da, um schön zu sein, um ein gutes Bild abzugeben, sie sind da, weil sie eben da sind, weil die Handlung eben zufällig dort spielt, es könnte aber genausogut woanders sein.
Rohmer wurde von seinen Kollegen Truffaut und Godard immer unglaublich gerühmt, unter anderem als der klügste Filmemacher überhaupt etc. Ich vermag nichts davon in seinen Filmen zu sehen. Vielleicht verstehe ich sie auch einfach nicht, sie sind wohl für andere Menschen gemacht. Menschen die mindestens einmal geschieden sind und abends teuren Rotwein trinken, um hier ein böses Vorurteil zu nennen. Wenn sie dann einen solchen Film sehen, schnalzen sie genüßlich mit der Zunge und sagen sich "Ja, genau so sind die Menschen." und werde etwas melancholisch.
Trotz allem lohnt es sich, sich mit Rohmer zu beschäftigen, so wie es sich auch lohnt die Erziehung des Herzens von Flaubert zu lesen. Oft ist es langweilig, doch immer wieder finden sich sowohl im erwähnten Buch wie in den Filmen Rohmers diese Zeilen, die die eigene Befindlichkeit so extakt treffen, wie es sonst nur die Texte der Smiths oder Tocotronics vermochten. Ich kann mir gut vorstellen, dass die persönliche Sicht auf Rohmers Werk sich mit den Jahren radikal ändern könnte. Mal sehen.
Meine Empfehung: "Die Liebe am Nachmittag". Sticht unter allen Rohmers, die ich bisher gesehen habe, sehr angenehm hervor.
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Stefan Ishii 2010/03/15 14:01:46
Kommentar löschenEric Rohmers Filme beleuchten immer ein Konstrukt aus Beziehungen zwischen unterscheidlichsten Menschen, natürlich jedesmal mit dem zentralen Thema der Mann-Frau-Beziehung. "Claires Knie" gehört zu Rohmers Zyklus der "moralischen Erzählungen" (die bekanntesten Werke daraus sind neben diesem Film unter anderem "Meine Nacht bei Maud" oder "Die Sammlerin").
Dieses Beziehungskonstrukt kann durchaus als künstlich bezeichnet werden - eben als konstruiert, aber das spielt eigentlich wenn man sich mit der Form anfreunden kann kaum eine Rolle.
"Claires Knie" ist wie eigentlich alle Rohmer-Filme sehr dialoglastig. Und genau das macht seine Filme so besonders. Die unterschiedlichen Blickwinkel und Gefühlsgeflechte werden sozusagen mit Worten seziert. Doch "Claires Knie" weiss nicht ausschliesslich mit Worten zu überzeugen. Auch die Bilder sind grandios. Die Handlung spielt sich vor der imposanten Kulisse der ostfranzösischen Hochsavoyen in den Alpen ab.
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klar 2009/06/03 15:41:46
Kommentar löschenDie Dialoge des Films empfand ich als ungeheuer inspirierend und die Figuren durchaus lebendig. Der Film lebt vom Intrigenspiel der beiden Hauptpersonen. Die Gespräche, die sie führen, und wie sich dabei verbal und auch körperlich umtänzeln waren mir eine Wonne. Die Figuren besprechen selbst sehr intime Vorgänge sehr offen, aber immer stilvoll indirekt. Das Experiment, das die beiden anzetteln ist eine Gratwanderung – nicht nur moralisch, sondern auch spürbar für die Emotionen der Beteiligten. Die wenigen Charakter bewegen sich immer am Rande einer Imbalance und bewahren dennoch Haltung. Dass das Schauspiel etwas gekünstelt wirkt störte mich wenig, da der gesamte Film auf mich eher die Stimmung eines Theaterstücks hat. Außerdem könnte es auch an der – eigentlich aber sehr guten – Synchronisation liegen. Allerdings hat mich der Epilog zunächst enttäuscht. Im Rückblick frage ich mich aber, ob das nicht vielleicht daran liegt, dass wir in den vergangenen 40 Jahren einfach als Publikum zu sensationshungrig geworden sind.
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