Closed Curtain
Parde (2013), IR Laufzeit 106 Minuten, Drama
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Skala 0 bis 10
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Keine
News zu Closed Curtain
von Kambuzia Partovi und Jafar Panahi, mit Maryam Moqadam und Maryam Moghadam
Im iranischen Drama Closed Curtain verarbeitet Jafar Panahi die Erfahrungen seines Berufsverbots. Zwei Iraner verstecken sich auf der Flucht vor dem Gesetz in einer Villa ohne Ausblick.
Ein Mann und sein Hund sind unzertrennlich. Dooch er muss den Hund verstecken, denn nach islamischen Geboten darf er keinen als unrein geltenden Hund besitzen. Er bekommt besuch von einer Jungen frau, welche an einer illegalen Party teilgenommen hat. In einer Villa mit verhangenen Fenstern finden beide Unterschlupf und betrachten sich misstrauisch. Beide werden von der Polizei gesucht und die Stimmen der Beamten mischen sich mit dem Klang des nahen Meeres. Beide sind jedoch gefangene in diesem Haus ohne Blick nach draußen.
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Kritiken (4) — Film: Closed Curtain
Julia Stache: Outnow.ch Julia Stache: Outnow.ch
Kommentar löschenNach einem starken Anfang wird die Handlung teilweise etwas wirr, gibt es stellenweise doch zuviel doppelten Boden zu ergründen. [...] Closed Curtain ist ein erschütternder Film, sowohl politische Stellungnahme als auch eine sehr persönliche Inszenierung eines Eingesperrten.
Kritik im Original: http://outnow.ch/Movies/2013/Parde/Reviews/kino/
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Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschenJafar Panahi, der Revolutionär unter den Filmemachern, meldet sich eindrucksvoll zurück. Auch ein 20-jähriges Berufsverbot kann den iranischen Regisseur nicht davon abhalten, seine Meinung in die Welt zu tragen und sein Berufsverbot zu ignorieren. Dabei ist Panahis neuer Film "Closed Curtain" sein bisher persönlichstes Statement zur politischen Lage Irans geworden. Berufsverbot als Schaffenskrise, davon handelt Panahis halbdokumentarisches Drama. Es behandelt Ängste, Ungewissheiten und Hürden, die die Folge eines Filmverbots in einem Land wie dem Iran sind. Bis zu einem gewissen Punkt gelingt dies Panahi auch auf äußerst eindrucksvolle Weise. Fassungslos beobachtet man das eindringliche Kammerspiel, welches ausschließlich in eine Strandvilla verlegt wurde. Die Freiheit des uneingeschränkten künstlerischen Ausdrucks und damit verbunden ein anderes, vielleicht besseres Leben liegen mit dem Meer zum Greifen nah. Und doch scheint all das für Panahi unerreichbar. "Closed Curtain" ist Kino, wie man es nicht alle Tage erlebt, für einen Film dieser Art geradezu überraschend intim. Spannend auch, dass die Limitation des filmischen Ausdrucks ganz neue erzählerische Möglichkeiten mit sich bringt. Und diese schöpft Panahi voll aus. Zumindest bis zu einem gewissen Punkt, denn irgendwann scheint Panahi nicht mehr an die Intelligenz seines Publikums zu glauben. Er beginnt seinen selbst geschaffenen Mythos zu erklären. Das bis-zu-einem-gewissen-Grad-Meisterwerk wird dadurch im Endspurt zu einer spürbar zähen Angelegenheit. Bei der Courage, die Jafar Panahi mit dem Dreh von "Closed Curtain" bewiesen hat, hinterlässt dieser eine Moment der Mutlosigkeit einen ziemlich faden Beigeschmack.
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Andreas Fanizadeh: taz Andreas Fanizadeh: taz
Kommentar löschenGroßer Auftritt des Schoßhündchens: Jafar Panahi und Kamboziya Partovi karikieren mit Closed Curtain die Zensoren und Sittenwächter im Iran. [...] Closed Curtain ist unter den Bedingungen extremer Repression entstanden – surreal, ironisch, ruhig und beharrlich in seiner Haltung.
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Pamela Jahn: ray Pamela Jahn: ray
Kommentar löschenDas Kammerspiel, das sich zwangsläufig ergibt, wenn Außenaufnahmen unmöglich werden, wirkt umso beklemmender, je mehr sich die spärliche Handlung um einen verfolgten Schriftsteller, seinen klugen Hund und eine junge Frau auf der Flucht zu einem Mosaik der Möglichkeiten und Ungewissheiten verstrickt.
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