Cobra Verde

Cobra Verde (1987), DE Laufzeit 111 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Drama, Kinostart 03.12.1987

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5.5
Kritiker
13 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.8
Community
276 Bewertungen
9 Kommentare
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von Werner Herzog, mit Klaus Kinski und King Ampaw

Der Rinderhirt Cobra Verde verdingt sich als Verwalter einer Zuckerrohr-Plantage in Brasilien und steigt zum Aufseher über 600 Sklaven auf. Als er die drei Töchter des Gutsherrn schwängert, fällt er in Ungnade. Zur Strafe wird Cobra Verde als Sklavenhändler nach Westafrika geschickt, wo er bald Vizekönig eines Eingeborenen-stammes wird und sein eigenes Heer trainiert. Jetzt will er selbst herrschen.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (1) — Film: Cobra Verde

SoulReaver: CinemaForever

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5.0Geht so

[...] Interessant klingt das ja alles schon, aber woran liegt es denn nun, dass 'Cobra Verde' deutlich vom Standard der anderen Filme abfällt? Das liegt zuerst natürlich an Kinski, dem leider das Besondere fehlt, was ihn sonst so ausgezeichnet und begnadet gemacht hat. Das richtige in Szene setzen von Kinski fehlt und er wirkt nicht nur einmal völlig deplatziert und verschossen. Auch die Kreativität und der Einfallsreichtum fehlen und ein zertrümmertes Ganzes zerbricht endgültig in zwei Teile. Der Film wirkt viel zu überladen, überschlägt sich nicht nur einmal und ist deutlich zu rasend. Die stillen Momente, die mich in 'Aguirre', 'Fitzcarraldo' und 'Nosferatu' so überwältigten, sind hier einfach viel zu künstlich, gewollt und ganz ehrlich gesagt auch langweilig. Schade... [...]

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

shadowhunting

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Verdammt guter Kommentar!
Die letzte Szene ist fantastisch, aber ansonsten war Cobra Verde leider kein würdiger Abschluss dieser beiden besonderen Ausnahmekünstler.


SoulReaver

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Danke :) Jap, hab ich ja gesagt :)



Kommentare (7) — Film: Cobra Verde


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TheBruceWayne

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Bewertung9.0Herausragend

Das einzige Manko des Films ist seine zu kurze Laufzeit für eine solch heikle und komplexe Handlung. Fand auch Kinski wieder sehr gut und seine bei diesem Film oft kritisierte "Ausgebranntheit "passt zum Charakter, den er spielte. Wird vor allem in seinem Briefmonolog deutlich. Herzog hält sich nicht an Oberflächlichkeiten wie der Darstellung der Verbrechen seitens der Weißen am schwarzen Volk auf, sondern zeigt dagegen eher die menschliche Natur und ihre Schrecken. Schwarze Könige die Landsleute verkaufen und davon profitieren, oder Weiße, die sich als "Herrenmenschen" aufspielen, gelüstet es dennoch nach den in ihren Augen "niederen "schwarzen Frauen."Die Sklaverei ist eine Eigenschaft des menschlichen Herzens" ist der zentrale Satz des Films und in dieses finstere Herz mit all seinen Schrecken, lässt und Herzog für eine Weile blicken. Zutiefst amoralisch, verstörend,widerlich aber auch ehrlich ist dieser Film.Offen wird Ausbeutung,Kolonialismus und Sklaverei nicht kritisiert. Vielmehr durch Herzogs verstörende Bildgewalt und Kinskis Spiel. Herzog bezeichnet den Film als zutiefst "fremd" auch durch Kinskis Spiel.Das tut meiner Meinung nach dem Film aber sehr gut.Es ermöglicht dem Zuschauer alles nüchtern zu betrachten, trotz dem unterschwelligen Schrecken der Bilder. Kinskis Charakter weiß von der Schlechtigkeit in seinem Handeln, aber dennoch macht er weiter.Viel verstörender als sein Aguirre der scheinbar keine Reue kennt. Ich denke viele fanden Kinskis Spiel enttäuschend. Ich nicht,Gott sei Dank machten beide diesen Film als Kinski wirklich "verglüht" war. Ein in manchen Szenen sehr grenzwertiger Film.Vorallem die Szene wo Kinski versucht Afrika zu verlassen und im Hintergrund ein verkrüppelter schwarzer Junge zu sehen ist - ist wirklich verstörend.Eine Szene von großer symbolischer Kraft. Afrika ist scheinbar von der Sklaverei "befreit" aber geschunden und wir Europäer sind ausgebrannt und unfähig zu helfen. Ob Reue, Ausgebranntheit oder innere Leere ihn zur Flucht antreiben, man weiß es nicht, aber eher der Junge ihn erreicht stirbt Kinski in den Wellen und überlässt Afrika in geschundenem Zustand seinem Schicksal.

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TheBruceWayne

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7,5 sind ja eigentlich noch gut :)


MrDepad

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Bewertung6.5Ganz gut

"Cobra Verde" ist die letzte Zusammenarbeit von Werner Herzog und Klaus Kinski.
Man merkt hier schon, dass das Arbeitsverhältnis der beiden unter keinem guten Stern mehr stand und die Dreharbeiten schwieriger denn je waren. Die Geschichte ist diesmal auch leider nicht mehr so mitreißend, wie die anderen bisherigen Filme der beiden. Die Handlung kommt langsam in Gang und verläuft ohne große Höhepunkte, allein die großartigen Naturaufnahmen und gefilmten Szenen in Afrika sind optisch gewohnt super. Kinski wirkt hier vor allem in der ersten Hälfte auch irgendwie leicht abwesend, was sich natürlich auch auf die Intensität der Szenen negativ auswirkt. In den anderen Filmen war die Hauptrolle ohne ihn kaum vorstellbar, hier wirkt er bis zur Mitte allerdings etwas austauschbar.
In der zweiten Hälfte wird es dann wieder besser, die Handlung kommt etwas mehr in Fahrt und Kinski kann öfters die Sau rauslassen und toll aufspielen. Das Ganze mündet in einem gelungenen Ende, welches den Film ganz gut abschließt.
"Cobra Verde" ist ein Film, der mich mit gemischten Gefühlen zurück gelassen hat. Die Aufnahmen sind ziemlich bildgewaltig, dem gegenüber steht ein in der ersten Hälfte recht blasser Klaus Kinski und eine Geschichte, die nie so richtig in Schwung kommt. Vermutlich zurecht die letzte Zusammenarbeit von Werner Herzog und Klaus Kinski.

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ElMagico

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Bewertung4.5Uninteressant

Hatte heute ein Date mit Cobra Verde...und was soll ich sagen...es war seltsam. Es schien Anfangs eigentlich wirklich gut zu werden, der Kaffee war gut und es waren auch genügend Zigaretten da. Aber dann begann er zu erzählen. Voller Eifer sprach er von wirren Dingen und ich merkte sehr schnell ich kann seinen Sprunghaften Gedanken nur schwer Folgen. Cobra Verde schien dies aber nicht zu bemerken oder es war ihm schlicht egal. Ich ging dazu über, ab und an einfach zu nicken und zu lächeln so gut ich konnte, hörte dem gesagtem nur noch sporadisch zu und merkte immer wieder, wie meine Gedanken abschweiften. Mehrmals kam der Wunsch in mir auf, ihm einfach eine billige Ausrede aufzutischen und so schnell wie möglich diese Szenerie zu verlassen. Vor den Kopf stossen wollte ich ihn jedoch auch nicht. Im nachhinein hab ich nun fast ein schlechtes Gewissen...soll ich ihm noch eine Chance geben? Soll ich ihn nochmal Treffen? Vielleicht lag es ja an mir? Vielleicht einfach nur am Ambiente? Er war mir so fremd, aber irgendwie fand ich die Worte, die er zum Abschied sagte relativ schön....

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Filmsuechtiger

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Schön geschrieben :)


ElMagico

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danke :)


filmschauer

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Bewertung5.0Geht so

"Cobra Verde", die fünfte und schlussendlich letzte Zusammenarbeit zwischen Herzog und Kinski, ist auch leider das schlechteste Werk der beiden. Herzog-Filme leben sowieso mehr vom visuellen Bilder und Atmosphäre als von erzählerische Dichte. Doch gerade ein ziemlich verworrenes, unausgewogenes Drehbuch, Massenszenen, die nicht so beeindrucken wie sie sollen, und ein Hauptdarsteller, dessen Gedanken sich mehr um seine eigenen Regie-Projekten drehte, lassen das durchaus vorhandene Potenzial weitesgehend verpuffen. Bleibenden Eindruck hinterlässt einzig die symbolische Schlussszene, die auch später in der sehenswerteren Doku "Mein liebster Feind" gezeigt wird.

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maslobojew

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Bewertung6.5Ganz gut

Im Vergleich zu Fitzcarraldo und Aguirre deutlich schwächer. Leider fehlt hier für mein Geschmack das Visionäre, bei dem Thema wäre das ja durchaus drin gewesen.

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JimiHendrix

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Bewertung6.0Ganz gut

Vielleicht der schlechteste Film von Werner Herzog, indem Klaus Kinski die Hauptrolle inne hat. Der Film überzeugt nur durch Massenaufnahmen und Kinski`s Mimik. In diesem Film sieht man deutlich, die Verselbstständigung von Kinski, die auch ausschlaggebend, für den Ausschluss einer weiteren Zusammenarbeit mit Kinski war.

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Alecprime

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Bewertung4.5Uninteressant

Ausgebrannt wie die Freundschaft zwischen Schauspieler und Regisseur wirkt dieser Film stellenweise nicht nur langweilig sondern sogar diletantisch.

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