Zwischendurch zieht es sich halt, aber es sind noch genug Sternstunden und auch kleine sehenswerte Details in dieser Sammlung, um COFFEE AND CIGARETTES als Empfehlung zu präsentieren. Ein Film für Leute, die gern anderen Leuten zusehen. Und das sind schließlich die meisten von uns.
Kaffee und Zigaretten, das ist nicht nur der Titel, das ist der Film, natürlich inklusive Konsumenten. Jim Jarmuschs schwarz-weißer Episodenfilm ist mal ein wirklich alternatives Programm. Elf minimalistisch inszenierte, irgendwie miteinander verknüpfte Szenen zeigen Berühmtheiten im Dialog, welche wie aus dem Leben gegriffen und doch skurril sind. Seine Lieblingsepisoden muss sich jeder selbst heraussuchen, jede hat ihren eigenen Charme. Die Darsteller spielen sich allesamt selbst und machen „Coffee und Cigarettes“ zu einem natürlichen, persönlichen und vor allem verdammt coolen Ausnahmewerk. Wer sich erst mal an den ungewöhnlichen Stil gewöhnt hat, wird Gefallen an der subtilen Komik und der leisen Melancholie finden. [...]
da ich mich in letzter zeit mal wieder dem werk des großartigen tom waits zugewendet hatte, kam ich nicht umhin den so viel gelobten "coffee and cigarettes" anzuschauen.
11 sehr unterhaltsame episoden, in denen die protagonisten (eine wunderbare auswahl von schauspielerischen größen) zu kaffee und zigaretten über die verrücktesten und einfachsten dinge plaudern.
und das so fokussiert, dass es in den meisten szenen förmlich knistert.
diese intensität der zwischenmenschlichkeit wird noch dadurch verstärkt, dass die meisten darsteller sich selber spielen und man ihnen ihre eigenheiten (auch wenn diese ihnen natürlich auf den leib geschrieben sind, hofft man zumindest) durchaus abnimmt. ich erinnere nur an die star-allüren von cate blanchett oder den besserwisserischen tom waits (super episode zusammen mit iggy pop). das ist schauspielkunst!
Unangenehme Gespräche, seltsame Aufeinandertreffen, Semiphilosophische Erläuterungen. In Cafés findet man sowas häufiger. Jarmusch entführt uns in eine Alltagswelt, die wir alle kennen. Serviert werden Kaffee, Zigaretten und interessante Einblicke, verteilt in mehreren kleinen Häppchen. Leute wie Buscemi, Iggy Pop, Molina, Murray und Co. sind so wunderbar in Szene gesetzt, dass man sich auf jede neue Einstellung freut. "Coffee and Cigarettes" ist linear und sehr reduziert, behält aber seinen Reiz, da man sich jedes der Gespräche vorstellen kann, auch wenn ein Bill Murray sich selbst spielend aus der Kanne Kaffee trinkt und als Kellner arbeitet oder ein Steve Buscemi, ebenfalls kellnernd, erklärt, dass Elvis einen Zwillingsbruder gehabt habe, der an seiner Stelle gestorben sei.
Irgendwie ist dieser Film dann also schon beim ersten Erblicken tiefgründiger als manch anderer Film.
Buscemi, Coogan, Molina, Blanchett, Pop, Wu Tang Clan und die White Stripes - irre Mischung aus Schauspielern und an unterhaltsamen Belanglosigkeiten, die auf den 2. Blick vielleicht gar keine sind.
Eigentlich wollte ich meine "Jim Jarmusch Collection" chronologisch durchgehen (bislang kenne ich nur "Broken Flowers"), doch irgendwie bin ich dann heute ganz hinten gelandet. Vielleicht, weil ich in letzter Zeit viele Kurzgeschichten lese und dadurch gerade im Thema bin.
Wie auch immer, "Coffee and Cigarettes" hat mich absolut begeistert. Ich könnte nichtmal genau sagen, was mir so gut gefallen hat, doch ich wurde top unterhalten. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht die einzelnen Episoden trennen, denn wirklich schlecht fand ich keine. Highlights sind natürlich Iggy Pops, Cate Blanchetts, Bill Murrays und ganz besonders die mit Molina & Coogan. Doch alle sind recht knackig und dadurch auch sehr kurzweilig. Das möchte man auf den ersten Blick gar nicht glauben, zeichnet sich der Stil des Films doch durch bemerkenswerte Unaufgeregtheit und Ruhe aus. Limitierte Kameraeinstellungen, ein fester Ort und viel nachdenkliche Stille. Eine kammerspielartige Atmosphäre ist allgegenwärtig. Das sehr stilsichere Schwarz/Weiß harmoniert toll mit Jarmuschs Art der Erzählung und auch die begnadeten Darsteller bringen den lakonischen Humor des Films hervorragend rüber. Ob jetzt alle Episoden durch extreme Tiefgründigkeit glänzen können oder manche auch einfach nur nichtssagend sind, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber dem Unterhaltungswert tut dies auch keinen Abbruch.
Ein Film wie ein gutes Gespräch. Charismatische Gegenüber, abwechslungsreiche Themen, stimmungsvolle Orte und schmackhaftes Zubehör. Ein wahrer Hochgenuss.
Ich hab das gute Gefühl, dass Jarmusch noch einer von meinen Lieblingen wird.
Interessante Darsteller, scheinbar banale Szenen die an Lustigkeit manchmal kaum zu übertreffen sind und: jede Menge Kaffee und Zigaretten! Für mich perfekte Unterhaltung. Hinweis: Da mann unweigerlich während des Films Lust auf Kaffee und Kippen bekommt, sollte man ihn nicht unbedingt dann anschauen, wenn man am nächsten Tag arbeiten muss^^
Also Kaffee trinke ich in nächster Zeit keinen mehr... ;-)
Benigni nervt mich leider in jedem Film... liegt auch ein bisschen am Akzent...
Steve Buscemi ist immer cool... er könnte mich auch gerne mal bedienen und mir ein paar Geschichten von Elvis' Zwilling erzählen... ;-)
Iggy Pop sieht so schön abgefuckt aus und Tom Waits steht über allem... Awesome!
Cate Blanchett ist immer fantastisch... Ob elegant, kühl, unsicher und beherrscht oder schnoddrig und großmäulig... Sie kann beides...
Mit den Whites hätte ich schon immer gern mal an einem Tisch gesessen und philosophiert... ;-)
Alfred Molina und Steve Coogan... Wow! Zu beobachten, wie unwohl Coogan sich fühlte, wie er sich wand... Grandios...
Und Murray trinkt Kaffee direkt aus der Kanne... Ein Kaffee-Junkie im Delirium... Meisterlich...
Ich hatte das Gefühl, ich sitze mitten in einem Café, beobachte amüsiert die Leute an den Tischen- mit einem Lächeln im Gesicht- wegen all ihrer kuriosen Gespräche... Ach, würden in einem Café hier um die Ecke auch mal all diese tollen Leute auftauchen...
Benigni unterschreib ich blind und sofort...du vergisst den tollen wu-tang clan und bill murray ;) und solltest auch so mal kaffeetrinken gehen, prominente sind live doof nämlich!
Ich hab' Bill Murray nicht vergessen, aber den Clan und den Ofenreiniger, stimmt! lol... der Hit! Ich geh ja Kaffeetrinken... menno ;-)... und der letzte Absatz war auch nicht unbedingt auf Prominente gemünzt sondern auf "tolle Leute", ob prominent oder nicht... :-)
Stimmt den Bill hab des nächtens wohl überlesen...sorry! Was dich aber nicht von der Wu-Tang-Sünde bereinigt...weil die Szene nämlich für die tollste halte...herrlich wie Murray den Slang so herrlich unaufgerecht imitiert :)
eine sehr gut begründete und fundierte Filmkritik. Bitte schreib mehr und lass uns weiter Teil haben an deiner überaus reifen, fortgeschrittenen und intellektuellen Sicht auf Filme! Von dir können wir noch viel lernen.
Der Film braucht keine abwechlungsreiche Story, keine malerischen Aufnahmen, kein Spektakel; der Film braucht Menschen: Menschen mit irgendwelchen Wünschen, mit bestimmten Charakteren, mit Sehnsüchten, Träumen, Phobien...
Kein Wunder also, dass die meisten Darsteller sich selbst spielen (u.a Alfred Molina, Steve Coogan, Iggy Pop, Tom Waits etc.). Denn vor allem ist Jarmushs Film eines: ehrlich ! Ehrlich die Emotionen, ehrlich die Gespräche, ehrlich die Meinungen.
"Strange to meet you" ist dafür ein perfekter Einstieg. Man lernt zwei Menschen kennen, die sich kurz unterhalten und sich schnell wieder trennen. Interessant, sehenswert, weiter geht´s.
"Twins" bietet Steve Buscemi die Gelegenheit in Hochform aufzulaufen. Diese Gelegenheit nutzt er und erschafft eine meiner neuen Lieblingsfiguren. Klasse !
In "Somewhere in California" werden schon am ehesten zwischenmenschliche Konflikte spürbar. Immer wieder wird eine gegenseitige Verachtung angedeutet, aber ein kurzes "Forget it !" bringt alles ins rechte Lot. Selten wurde Neid so überzeugend eingefangen !
Die lustigste Episode ist aber immer noch "Those Things´ll Kill Ya". Dieses ständige Rumgenörgle ist zwar sinnlos, aber hier zählt immer noch Jarmushs wunderbarer Humor...
Bei "Renée" passiert am mit Abstand wenigsten. Ein Kellner schüttet Renée unerlaubt Kaffee hinein und fühlt sich daraufhin zu ihr hingezogen. Der Junge ist verliebt und hier hat Jarmush Verliebtheit sehr überzeugend eingefabgen.
"No Problem" ist eine kleine, aber feine Episode, die diesmal wiederum Freundschaft wundervoll visualisiert...
Am meisten gefreut habe ich mich aber im Vorfeld auf die Episode "Cousins", die Armut und Reichtum aufeinanderprallen lässt. Beides wird von Cate Blanchett ausgezeichnet repräsentiert.
Unter den elf wundervollen Episoden war "Jack shows Meg his Tesla Coil" wohl die nichtssagendste. Schwach war sie aber bei weitem nicht...
Das Meisterwerk aber war "Cousins ?" mit einem erstklassigen schauspielerischem Tete-a-Tete zwischen Alfred Molina und Steve Coogan. Da bekommt man zwei Dinge zu spüren: den Drang nach Nähe (Alfred Molina) und die Ehrpusseligkeit eines Stars (Coogan), die später gnadenlos bestraft wird...
Wieder einmal dieser Jarmush-Humor in "Delirium". Da spürt man zugleich aber die Faszination für Hip-Hop, für wahren Hip-Hop !!
Die Episode "Champagne" ist schließlich ein bezaubernder Schlusspunkt. Welch Poesie, welch Liebe zu den Charakteren, die Jarmush entgegenbringt !!
Fazit:
Am Ende bleibt mir nur noch zu sagen, dass "Coffee and Cigarettes" es schafft mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, weil es ohne billige Aufgesetztheit das Leben verschönert - und das ist das wichtigste überhaupt...
Irgendwo zwischen dem Verlangen in einem Star-Blödelblättchen über Brust-OPs zu lesen und Tante Hedwig mit Tante Olga beim Tee trinken zu beobachten, offenbart sich mir die volle Stärke von Jarmushs Pseudo-Arthaus-Frontalangriff. Eine Rund-Mail schreiben, noch eine kleine (oder mehrere) Partys schmeißen, das schwarz-weiß aktivieren und Peng! JJ hat's wieder mal gerissen. Uach..
So nach längerer Zeit in asiatischen Gefilden, wollte ich mich mal kurzfrisitg in andere Gewässer begeben und habe mir zu meiner Erkundung die Filme von Jim Jarmusch ausgesucht. (Nachdem vieler meiner geschätzten MP Kollegen fast durchwegs positive Kommentare zu seinen Filmen verfasst haben) Als erstes habe ich mir per Zufall Coffee and Cigarettes aus der Box gezogen. Nun ja der Titel ist schon sehr passend für mich als Nichtraucher und Nichkaffeetrinker.
Der Titel ist es auch das Leitmotiv der vielen Kurzfilme die zu einem Episodenfilm zusammengepackt wurden. Verschiedene Paare treffen sich in einem Cafe, bzw. trinken selbigen mit einander. Es sind Konversationen zwischen Personen, denen keine Struktur auferlegt wurde, Jarmusch lässt seinen Akteuren viel Spielraum und diese nutzen diesen fast alle perfekt aus. Ich habe mir in den ersten drei Episoden etwas schwerrgetan, es waren zwar sehr schöne Zitate dabei und die Dialoge konnten auch unterhalten, allerdings zog sich das Ganze ein wenig. Zum Glück habe ich Geduld gehabt (eine Eigenschaft die bei vielen guten Filmen von Nöten ist)
Mit der Zeit konnten mich diese kleinen Kunstwerke immer mehr in ihren Bann ziehen. Hervorragende Episoden (Cate Blanchet + Cate Blanchet; Alfred Molina + Steve Coogar (einfach göttliche Unterhaltung) und RZA the GZA und Bill Murray) Es war interessannt für mich zu sehen mit welchen, doch sehr einfachen stilistischen Mitteln es geschafft worden ist in nur wenigen Minuten eine wirklich tolle Atmosphäre zu kreieren. Die Dialoge setzen sich tief ins Gedächnis und was mir besonders aufgefallen ist, das ein unangehmer Teil in konversationen immer sehr schön umgesetzt wurde, nämlich sich aus einem Gespräch zurückzuzeihen, welches einem Unbehagen bereitet.
Mein Fazit hervorragender Film und ein guter Einstieg, die anderen seiner Werke sollen ja noch deutlich "besser" sein. Ich freu mich schon...
Jarmusch ist definitiv immer eine Reise wert.... Und für dich als Liebhaber asiatischer Filme dürfte auf jeden Fall auch "Ghost Dog" sehr interessant sein....
Kommunikation ist ein Motiv, das allen Jarmusch-Filmen gemeinsam ist und abgesehen von Kaffee und Zigaretten dreht sich in diesem wunderbaren Episodenfilm, der im Grunde nichts anderes als eine Ansammlung von Kurzfilmen ist, die Jarmusch über mehrere Jahre hinweg gedreht hat, alles um Kommunikation; so direkt, wie in keinem seiner anderen Filme. Jarmusch stellt einfach dar: wertungsfrei, ohne zu kritisieren, ohne besondere Intention. Das spürt man und doch spürt man auch die merkwürdigen Eigenheiten und Unzulänglichkeiten, wie Menschen miteinander kommunizieren. Oft wird aneinander vorbei geredet, missverstanden oder falsch interpretiert. Manchmal ergibt sich ein merkwürdiger Konsens (wie in der ersten Episode), manchmal entstehen starke Spannungen (wie in Episode 7) und meistens ist alles herausgegriffen wie aus dem wirklichen Leben, gepaart und verstärkt durch die so charakteristische jarmuschsche [wie schön und sperrig zugleich, dieses doppelte "sch" ^^] Skurrilität und Lakonik.
Jarmusch hat eine Reihe von Schauspiel- und Musikgrößen wie u. a. Bill Murray, Cate Blanchet, Steve Buscemi sowie Iggy Pop, Tom Waits und zwei Mitglieder des Wu Tang Clan, RZA und GZA, für seine Episoden gewinnen können, welche mit einem starken Augenzwinkern sich "selbst" spielen. Die meiner Meinung nach vier stärksten und absolut herausragenden Episoden möchte ich - nur ganz leicht gespoilert - kurz herausstellen:
-------------------------------------------------
Episode 3 - Somewhere in California
Hast Du das Rauchen aufgegeben? Freue Dich, du kannst Dir jetzt ohne Sorgen eine Zigarette anzünden, denn Du rauchst ja nicht mehr! - Und ist Tom Waits wirklich kein guter Drummer???
Episode 7 - Cousins
Ganz hervorragend: Cate Blanchet in einer Doppelrolle als sie selbst bzw. eine berühmte Schauspielerin namens Cate (man will ja nichts unterstellen ;)) und ihrer (fiktiven) Cousine. Diese Episode bietet die größten zwischenmenschlichen Spannungen.
Episode 9 - Cousins?
Kaum weniger spannungsreich verläuft diese Episode mit Alfred Molina und Steve Coogan. Verwandtschaft? Ja, aber nur, wenn es einen Nutzen hat!
Episode 10 - Delirium
Es soll ja Leute geben, die lieber Tee als Kaffee trinken und letzteres als ungesund befinden. Wahrscheinlich sind das die, die auch alternative Heilmethoden bevorzugen. Wie kann man die am besten provozieren? Indem man sich den Kaffee direkt aus der Kanne hineinschüttet!
-------------------------------------------------
Was bleibt nach diesem Film? Der Wunsch, in ein Café zu gehen, Jarmusch anzutreffen und sich mit ihm bei einer Tasse Kaffee und einer Zigarette ein wenig zu unterhalten.
Ein Haufen saucooler Leute die über Zigaretten und Kaffee philosophieren hab ich auch im echten Leben fast jeden Tag ;-) Warum sollte ich mir das dann 96min als Film geben? Die einzelnen Episoden wärenals Kurzfilme sicherlich amüsant, als Langfilm zusammengeschnitten nervt das allerdings irgendwann.
Ich sage nur so viel: Typisch Jarmusch: Ich habe da eine witzige Idee - wie ich sie verkaufe, ist egal. Hauptsache es kocht alles schön im eigenen Saft! Und alle merken, dass ich independent bin - wie langweilig - trotz der zum Teil wirklich witzigen Dialoge.
Amüsant: Renées Perfektionismus, Bill Murray als hoffnungsloser Koffeinsüchtiger und Steve Buscemi als Elvis-Mystifikator (auch wenn der Rest seiner Episode eher mittelmäßig ist). Melancholisch: Die ordentliche Schlussepisode und die belanglosen Gespräche zwischen Tom Waits und Iggy Popp. Schlecht: Die erste Episode mit einem unglaublich nichtssagenden Roberto Benigni. Langweilig: "No Problem" mit der viel zu stark auseinandergezogenen Pointe. Irgendwie sinnlos: Die beiden älteren Männer zwischendurch. Cate Blanchett ist in ihrer Doppelrolle gut, die Episode an sich nur mittelmäßig. Ganz okay auch die Tesla-Geschichte, bietet ein wenig Allgemeinwissen, weiß inhaltlich jedoch auch nicht länger zu beschäftigen. Was die stark schwankende Qualität etwas erträglicher macht, ist die grandiose Episode mit Alfred Molina und Steve Coogan, perfekt gespielt und wunderbar ehrlich. Für diese gibt es eine sehr gute Wertung, der Rest kommt im Gesamtbild eher im Mittelfeld an. Mal interessant, mal überhaupt nicht, im Endeffekt erreicht es einfach nicht die Stärke des Gesamtbilds von beispielsweise "Night On Earth". Vielleicht liegt das alles aber nur daran, dass ich weder Kaffe noch Zigaretten besonders mag. Aber alleine wegen "Molina vs. Coogan" sehenswert.
Nach dem zweiten Sehen hat sich meine Meinung noch einmal stark verbessert. Vielleicht siehst Du ihn ja auch noch mal...!? :)
Die Episode "Cousins?" (Molina/Coogan) fand ich übrigens auch am besten, neben "Cousins" (Blanchett).
Coffee and Cigarettes - Kritik
US 2003 Laufzeit 96 Minuten, FSK 0, Komödie, Kinostart 19.08.2004
Kritiken (2) — Film: Coffee and Cigarettes
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenZwischendurch zieht es sich halt, aber es sind noch genug Sternstunden und auch kleine sehenswerte Details in dieser Sammlung, um COFFEE AND CIGARETTES als Empfehlung zu präsentieren. Ein Film für Leute, die gern anderen Leuten zusehen. Und das sind schließlich die meisten von uns.
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenKaffee und Zigaretten, das ist nicht nur der Titel, das ist der Film, natürlich inklusive Konsumenten. Jim Jarmuschs schwarz-weißer Episodenfilm ist mal ein wirklich alternatives Programm. Elf minimalistisch inszenierte, irgendwie miteinander verknüpfte Szenen zeigen Berühmtheiten im Dialog, welche wie aus dem Leben gegriffen und doch skurril sind. Seine Lieblingsepisoden muss sich jeder selbst heraussuchen, jede hat ihren eigenen Charme. Die Darsteller spielen sich allesamt selbst und machen „Coffee und Cigarettes“ zu einem natürlichen, persönlichen und vor allem verdammt coolen Ausnahmewerk. Wer sich erst mal an den ungewöhnlichen Stil gewöhnt hat, wird Gefallen an der subtilen Komik und der leisen Melancholie finden. [...]
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Kommentare (38) — Film: Coffee and Cigarettes
Kommentar schreibenbamdibam 2012/02/08 11:57:50
Kommentar löschenda ich mich in letzter zeit mal wieder dem werk des großartigen tom waits zugewendet hatte, kam ich nicht umhin den so viel gelobten "coffee and cigarettes" anzuschauen.
11 sehr unterhaltsame episoden, in denen die protagonisten (eine wunderbare auswahl von schauspielerischen größen) zu kaffee und zigaretten über die verrücktesten und einfachsten dinge plaudern.
und das so fokussiert, dass es in den meisten szenen förmlich knistert.
diese intensität der zwischenmenschlichkeit wird noch dadurch verstärkt, dass die meisten darsteller sich selber spielen und man ihnen ihre eigenheiten (auch wenn diese ihnen natürlich auf den leib geschrieben sind, hofft man zumindest) durchaus abnimmt. ich erinnere nur an die star-allüren von cate blanchett oder den besserwisserischen tom waits (super episode zusammen mit iggy pop). das ist schauspielkunst!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
J!GS4W 2012/01/10 15:06:26
Kommentar löschenUnangenehme Gespräche, seltsame Aufeinandertreffen, Semiphilosophische Erläuterungen. In Cafés findet man sowas häufiger. Jarmusch entführt uns in eine Alltagswelt, die wir alle kennen. Serviert werden Kaffee, Zigaretten und interessante Einblicke, verteilt in mehreren kleinen Häppchen. Leute wie Buscemi, Iggy Pop, Molina, Murray und Co. sind so wunderbar in Szene gesetzt, dass man sich auf jede neue Einstellung freut. "Coffee and Cigarettes" ist linear und sehr reduziert, behält aber seinen Reiz, da man sich jedes der Gespräche vorstellen kann, auch wenn ein Bill Murray sich selbst spielend aus der Kanne Kaffee trinkt und als Kellner arbeitet oder ein Steve Buscemi, ebenfalls kellnernd, erklärt, dass Elvis einen Zwillingsbruder gehabt habe, der an seiner Stelle gestorben sei.
Irgendwie ist dieser Film dann also schon beim ersten Erblicken tiefgründiger als manch anderer Film.
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
mikemacbean 2012/01/02 11:47:02
Kommentar löschenBuscemi, Coogan, Molina, Blanchett, Pop, Wu Tang Clan und die White Stripes - irre Mischung aus Schauspielern und an unterhaltsamen Belanglosigkeiten, die auf den 2. Blick vielleicht gar keine sind.
"You callin' me a Taco Bell kind of guy? "
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Benjamin Barker 2011/10/27 22:05:22
Kommentar löschenEigentlich wollte ich meine "Jim Jarmusch Collection" chronologisch durchgehen (bislang kenne ich nur "Broken Flowers"), doch irgendwie bin ich dann heute ganz hinten gelandet. Vielleicht, weil ich in letzter Zeit viele Kurzgeschichten lese und dadurch gerade im Thema bin.
Wie auch immer, "Coffee and Cigarettes" hat mich absolut begeistert. Ich könnte nichtmal genau sagen, was mir so gut gefallen hat, doch ich wurde top unterhalten. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht die einzelnen Episoden trennen, denn wirklich schlecht fand ich keine. Highlights sind natürlich Iggy Pops, Cate Blanchetts, Bill Murrays und ganz besonders die mit Molina & Coogan. Doch alle sind recht knackig und dadurch auch sehr kurzweilig. Das möchte man auf den ersten Blick gar nicht glauben, zeichnet sich der Stil des Films doch durch bemerkenswerte Unaufgeregtheit und Ruhe aus. Limitierte Kameraeinstellungen, ein fester Ort und viel nachdenkliche Stille. Eine kammerspielartige Atmosphäre ist allgegenwärtig. Das sehr stilsichere Schwarz/Weiß harmoniert toll mit Jarmuschs Art der Erzählung und auch die begnadeten Darsteller bringen den lakonischen Humor des Films hervorragend rüber. Ob jetzt alle Episoden durch extreme Tiefgründigkeit glänzen können oder manche auch einfach nur nichtssagend sind, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber dem Unterhaltungswert tut dies auch keinen Abbruch.
Ein Film wie ein gutes Gespräch. Charismatische Gegenüber, abwechslungsreiche Themen, stimmungsvolle Orte und schmackhaftes Zubehör. Ein wahrer Hochgenuss.
Ich hab das gute Gefühl, dass Jarmusch noch einer von meinen Lieblingen wird.
11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Punsha 2011/10/27 23:03:34
Antwort löschenKlingt ja ähnlich wie bei "Night on Earth", mein einziger Jarmusch...und der war toll. :)
Benjamin Barker 2011/10/27 23:10:31
Antwort löschenHört sich gut an, auf den freu ich mich tierisch! :)
PaulthePirat 2011/09/08 18:53:36
Kommentar löschenInteressante Darsteller, scheinbar banale Szenen die an Lustigkeit manchmal kaum zu übertreffen sind und: jede Menge Kaffee und Zigaretten! Für mich perfekte Unterhaltung. Hinweis: Da mann unweigerlich während des Films Lust auf Kaffee und Kippen bekommt, sollte man ihn nicht unbedingt dann anschauen, wenn man am nächsten Tag arbeiten muss^^
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M.K. 2011/08/10 19:47:41
Kommentar löschenJim Jarmush, der Mann, der Kunstfilme entstehen lässt, die einem Lachtränen in die Augen zaubern, ohne dabei auf Niveau zu verzichten. Herrlich!
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Eisbaer11 2011/07/19 11:24:16
Kommentar löschenDieser Film hat mich super unterhalten. Absolut sehenswert!
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LynchFan1706 2011/07/08 20:18:45
Kommentar löschenAlso Kaffee trinke ich in nächster Zeit keinen mehr... ;-)
Benigni nervt mich leider in jedem Film... liegt auch ein bisschen am Akzent...
Steve Buscemi ist immer cool... er könnte mich auch gerne mal bedienen und mir ein paar Geschichten von Elvis' Zwilling erzählen... ;-)
Iggy Pop sieht so schön abgefuckt aus und Tom Waits steht über allem... Awesome!
Cate Blanchett ist immer fantastisch... Ob elegant, kühl, unsicher und beherrscht oder schnoddrig und großmäulig... Sie kann beides...
Mit den Whites hätte ich schon immer gern mal an einem Tisch gesessen und philosophiert... ;-)
Alfred Molina und Steve Coogan... Wow! Zu beobachten, wie unwohl Coogan sich fühlte, wie er sich wand... Grandios...
Und Murray trinkt Kaffee direkt aus der Kanne... Ein Kaffee-Junkie im Delirium... Meisterlich...
Ich hatte das Gefühl, ich sitze mitten in einem Café, beobachte amüsiert die Leute an den Tischen- mit einem Lächeln im Gesicht- wegen all ihrer kuriosen Gespräche... Ach, würden in einem Café hier um die Ecke auch mal all diese tollen Leute auftauchen...
Ach ja... and cigarettes are fuckin' harmful...
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
ElMagico 2011/07/09 04:17:18
Antwort löschenBenigni unterschreib ich blind und sofort...du vergisst den tollen wu-tang clan und bill murray ;) und solltest auch so mal kaffeetrinken gehen, prominente sind live doof nämlich!
Alle 3 Antworten zeigen
LynchFan1706 2011/07/09 11:04:49
Antwort löschenIch hab' Bill Murray nicht vergessen, aber den Clan und den Ofenreiniger, stimmt! lol... der Hit! Ich geh ja Kaffeetrinken... menno ;-)... und der letzte Absatz war auch nicht unbedingt auf Prominente gemünzt sondern auf "tolle Leute", ob prominent oder nicht... :-)
ElMagico 2011/07/09 20:20:47
Antwort löschenStimmt den Bill hab des nächtens wohl überlesen...sorry! Was dich aber nicht von der Wu-Tang-Sünde bereinigt...weil die Szene nämlich für die tollste halte...herrlich wie Murray den Slang so herrlich unaufgerecht imitiert :)
2Be 2011/07/03 00:47:53
Kommentar löschenNachdem unser Kunstlehrer uns davon ein paar Ausschnitte gezeigt hatte war klar: HASSFILM!
Kommentar gefällt mir 3 Antworten
hoffman587 2011/07/03 01:00:31
Antwort löschenSehr tolerant, paar Ausschnitte sind gleich der ganze Film TOLL!
Alle 3 Antworten zeigen
TheSilurium 2011/08/04 14:39:21
Antwort löschenDarf ich diese Aussage als krank dumm bezeichnen? Sag deinem Kunstlehrer, er hat ne Ahnung von Filmen
FumerTue 2012/01/15 23:26:33
Antwort löscheneine sehr gut begründete und fundierte Filmkritik. Bitte schreib mehr und lass uns weiter Teil haben an deiner überaus reifen, fortgeschrittenen und intellektuellen Sicht auf Filme! Von dir können wir noch viel lernen.
Jack_Torrance 2011/06/16 16:41:22
Kommentar löschenDer Film braucht keine abwechlungsreiche Story, keine malerischen Aufnahmen, kein Spektakel; der Film braucht Menschen: Menschen mit irgendwelchen Wünschen, mit bestimmten Charakteren, mit Sehnsüchten, Träumen, Phobien...
Kein Wunder also, dass die meisten Darsteller sich selbst spielen (u.a Alfred Molina, Steve Coogan, Iggy Pop, Tom Waits etc.). Denn vor allem ist Jarmushs Film eines: ehrlich ! Ehrlich die Emotionen, ehrlich die Gespräche, ehrlich die Meinungen.
"Strange to meet you" ist dafür ein perfekter Einstieg. Man lernt zwei Menschen kennen, die sich kurz unterhalten und sich schnell wieder trennen. Interessant, sehenswert, weiter geht´s.
"Twins" bietet Steve Buscemi die Gelegenheit in Hochform aufzulaufen. Diese Gelegenheit nutzt er und erschafft eine meiner neuen Lieblingsfiguren. Klasse !
In "Somewhere in California" werden schon am ehesten zwischenmenschliche Konflikte spürbar. Immer wieder wird eine gegenseitige Verachtung angedeutet, aber ein kurzes "Forget it !" bringt alles ins rechte Lot. Selten wurde Neid so überzeugend eingefangen !
Die lustigste Episode ist aber immer noch "Those Things´ll Kill Ya". Dieses ständige Rumgenörgle ist zwar sinnlos, aber hier zählt immer noch Jarmushs wunderbarer Humor...
Bei "Renée" passiert am mit Abstand wenigsten. Ein Kellner schüttet Renée unerlaubt Kaffee hinein und fühlt sich daraufhin zu ihr hingezogen. Der Junge ist verliebt und hier hat Jarmush Verliebtheit sehr überzeugend eingefabgen.
"No Problem" ist eine kleine, aber feine Episode, die diesmal wiederum Freundschaft wundervoll visualisiert...
Am meisten gefreut habe ich mich aber im Vorfeld auf die Episode "Cousins", die Armut und Reichtum aufeinanderprallen lässt. Beides wird von Cate Blanchett ausgezeichnet repräsentiert.
Unter den elf wundervollen Episoden war "Jack shows Meg his Tesla Coil" wohl die nichtssagendste. Schwach war sie aber bei weitem nicht...
Das Meisterwerk aber war "Cousins ?" mit einem erstklassigen schauspielerischem Tete-a-Tete zwischen Alfred Molina und Steve Coogan. Da bekommt man zwei Dinge zu spüren: den Drang nach Nähe (Alfred Molina) und die Ehrpusseligkeit eines Stars (Coogan), die später gnadenlos bestraft wird...
Wieder einmal dieser Jarmush-Humor in "Delirium". Da spürt man zugleich aber die Faszination für Hip-Hop, für wahren Hip-Hop !!
Die Episode "Champagne" ist schließlich ein bezaubernder Schlusspunkt. Welch Poesie, welch Liebe zu den Charakteren, die Jarmush entgegenbringt !!
Fazit:
Am Ende bleibt mir nur noch zu sagen, dass "Coffee and Cigarettes" es schafft mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, weil es ohne billige Aufgesetztheit das Leben verschönert - und das ist das wichtigste überhaupt...
16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
doctorgonzo 2011/06/16 17:12:50
Antwort löschenBei "Cousins?" war der Verweis auf Spike Jonze genial. Allerdings ist Buscemis Elvis-Theorie in "Twins" ein Geniestreich für die Ewigkeit.
Jack_Torrance 2011/06/16 17:22:19
Antwort löschenDieser Verweis stellt auch diese Ehrpusseligkeit genial dar... Jarmush ist definitiv ein ganz großer...
SaulSilver85 2011/05/30 03:58:31
Kommentar löschenLeider mehr schlechte als gute Episoden. Ansich gute Idee, aber viel zu häufig hat man nach einer Episode das Gefühl: So what?
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
BlueSquirrel 2011/05/25 01:32:34
Kommentar löschenIrgendwo zwischen dem Verlangen in einem Star-Blödelblättchen über Brust-OPs zu lesen und Tante Hedwig mit Tante Olga beim Tee trinken zu beobachten, offenbart sich mir die volle Stärke von Jarmushs Pseudo-Arthaus-Frontalangriff. Eine Rund-Mail schreiben, noch eine kleine (oder mehrere) Partys schmeißen, das schwarz-weiß aktivieren und Peng! JJ hat's wieder mal gerissen. Uach..
17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Le Samourai 2011/05/25 08:30:32
Antwort löschenNee, nee, nee. ;)
Alle 3 Antworten zeigen
simvlacrvm 2011/05/25 12:10:53
Antwort löschen:(
BlueSquirrel 2011/05/25 12:40:00
Antwort löschen@sim: Erinnere dich an meine Instruktion, die ich in deinem Gästebuch hinterließ. :)
Miike 2011/04/28 22:13:13
Kommentar löschenSo nach längerer Zeit in asiatischen Gefilden, wollte ich mich mal kurzfrisitg in andere Gewässer begeben und habe mir zu meiner Erkundung die Filme von Jim Jarmusch ausgesucht. (Nachdem vieler meiner geschätzten MP Kollegen fast durchwegs positive Kommentare zu seinen Filmen verfasst haben) Als erstes habe ich mir per Zufall Coffee and Cigarettes aus der Box gezogen. Nun ja der Titel ist schon sehr passend für mich als Nichtraucher und Nichkaffeetrinker.
Der Titel ist es auch das Leitmotiv der vielen Kurzfilme die zu einem Episodenfilm zusammengepackt wurden. Verschiedene Paare treffen sich in einem Cafe, bzw. trinken selbigen mit einander. Es sind Konversationen zwischen Personen, denen keine Struktur auferlegt wurde, Jarmusch lässt seinen Akteuren viel Spielraum und diese nutzen diesen fast alle perfekt aus. Ich habe mir in den ersten drei Episoden etwas schwerrgetan, es waren zwar sehr schöne Zitate dabei und die Dialoge konnten auch unterhalten, allerdings zog sich das Ganze ein wenig. Zum Glück habe ich Geduld gehabt (eine Eigenschaft die bei vielen guten Filmen von Nöten ist)
Mit der Zeit konnten mich diese kleinen Kunstwerke immer mehr in ihren Bann ziehen. Hervorragende Episoden (Cate Blanchet + Cate Blanchet; Alfred Molina + Steve Coogar (einfach göttliche Unterhaltung) und RZA the GZA und Bill Murray) Es war interessannt für mich zu sehen mit welchen, doch sehr einfachen stilistischen Mitteln es geschafft worden ist in nur wenigen Minuten eine wirklich tolle Atmosphäre zu kreieren. Die Dialoge setzen sich tief ins Gedächnis und was mir besonders aufgefallen ist, das ein unangehmer Teil in konversationen immer sehr schön umgesetzt wurde, nämlich sich aus einem Gespräch zurückzuzeihen, welches einem Unbehagen bereitet.
Mein Fazit hervorragender Film und ein guter Einstieg, die anderen seiner Werke sollen ja noch deutlich "besser" sein. Ich freu mich schon...
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
phoenix409 2011/04/28 23:58:19
Antwort löschenNa dann mal viel Spaß mit den anderen! Meine Favoriten bis jetzt sind "Night On Earth" und "Dead Man".
Xebeche 2011/04/29 08:44:16
Antwort löschenGlückwunsch, dass Du zu Jarmusch gefunden hast! ;)
Geduld muss man bei dem immer mitbringen, aber es lohnt sich! :)
Fricki76 2011/04/29 12:34:59
Antwort löschenJarmusch ist definitiv immer eine Reise wert.... Und für dich als Liebhaber asiatischer Filme dürfte auf jeden Fall auch "Ghost Dog" sehr interessant sein....
Miike 2011/04/29 14:13:44
Antwort löschenAuf Dead Men freur ich mich schon, die anderen sind auch alle in der Collection enthalten.
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Fricki76 2011/04/29 14:22:25
Antwort löschenDie hier: http://www.amazon.de/Jim-Jarmusch-Collection-9-DVDs/dp/B000A8R8WK/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=dvd&qid=1304079626&sr=8-1 ?
Ein guter Preis für so viele gute Filme....
Coffee & Cigarettes hab ich auch noch ungesehen hier rumstehen.....
Miike 2011/04/29 14:42:33
Antwort löschenJep genau die :)
countcount 2011/02/13 12:29:57
Kommentar löschenblablabla... einer der langweiligsten filme, die ich je sah. da helfen auch die besten schauspieler nix, wenn sie nur belanglos gefilmt werden...
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BlueSquirrel 2011/05/25 01:54:26
Antwort löschenDie Schauspieler sind Teil des Problems.
Xebeche 2010/10/03 03:06:44
Kommentar löschenKommunikation ist ein Motiv, das allen Jarmusch-Filmen gemeinsam ist und abgesehen von Kaffee und Zigaretten dreht sich in diesem wunderbaren Episodenfilm, der im Grunde nichts anderes als eine Ansammlung von Kurzfilmen ist, die Jarmusch über mehrere Jahre hinweg gedreht hat, alles um Kommunikation; so direkt, wie in keinem seiner anderen Filme. Jarmusch stellt einfach dar: wertungsfrei, ohne zu kritisieren, ohne besondere Intention. Das spürt man und doch spürt man auch die merkwürdigen Eigenheiten und Unzulänglichkeiten, wie Menschen miteinander kommunizieren. Oft wird aneinander vorbei geredet, missverstanden oder falsch interpretiert. Manchmal ergibt sich ein merkwürdiger Konsens (wie in der ersten Episode), manchmal entstehen starke Spannungen (wie in Episode 7) und meistens ist alles herausgegriffen wie aus dem wirklichen Leben, gepaart und verstärkt durch die so charakteristische jarmuschsche [wie schön und sperrig zugleich, dieses doppelte "sch" ^^] Skurrilität und Lakonik.
Jarmusch hat eine Reihe von Schauspiel- und Musikgrößen wie u. a. Bill Murray, Cate Blanchet, Steve Buscemi sowie Iggy Pop, Tom Waits und zwei Mitglieder des Wu Tang Clan, RZA und GZA, für seine Episoden gewinnen können, welche mit einem starken Augenzwinkern sich "selbst" spielen. Die meiner Meinung nach vier stärksten und absolut herausragenden Episoden möchte ich - nur ganz leicht gespoilert - kurz herausstellen:
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Episode 3 - Somewhere in California
Hast Du das Rauchen aufgegeben? Freue Dich, du kannst Dir jetzt ohne Sorgen eine Zigarette anzünden, denn Du rauchst ja nicht mehr! - Und ist Tom Waits wirklich kein guter Drummer???
Episode 7 - Cousins
Ganz hervorragend: Cate Blanchet in einer Doppelrolle als sie selbst bzw. eine berühmte Schauspielerin namens Cate (man will ja nichts unterstellen ;)) und ihrer (fiktiven) Cousine. Diese Episode bietet die größten zwischenmenschlichen Spannungen.
Episode 9 - Cousins?
Kaum weniger spannungsreich verläuft diese Episode mit Alfred Molina und Steve Coogan. Verwandtschaft? Ja, aber nur, wenn es einen Nutzen hat!
Episode 10 - Delirium
Es soll ja Leute geben, die lieber Tee als Kaffee trinken und letzteres als ungesund befinden. Wahrscheinlich sind das die, die auch alternative Heilmethoden bevorzugen. Wie kann man die am besten provozieren? Indem man sich den Kaffee direkt aus der Kanne hineinschüttet!
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Was bleibt nach diesem Film? Der Wunsch, in ein Café zu gehen, Jarmusch anzutreffen und sich mit ihm bei einer Tasse Kaffee und einer Zigarette ein wenig zu unterhalten.
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Miike 2011/04/28 21:55:40
Antwort löschenSehr gut geschriebener Kommentar, trifft wie die Faust aufs Auge.
Xebeche 2011/04/29 08:09:08
Antwort löschenMerci!^^
Doomsday 2010/08/14 15:29:31
Kommentar löschenEin Haufen saucooler Leute die über Zigaretten und Kaffee philosophieren hab ich auch im echten Leben fast jeden Tag ;-) Warum sollte ich mir das dann 96min als Film geben? Die einzelnen Episoden wärenals Kurzfilme sicherlich amüsant, als Langfilm zusammengeschnitten nervt das allerdings irgendwann.
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statist 2010/08/05 17:20:31
Kommentar löschenIch sage nur so viel: Typisch Jarmusch: Ich habe da eine witzige Idee - wie ich sie verkaufe, ist egal. Hauptsache es kocht alles schön im eigenen Saft! Und alle merken, dass ich independent bin - wie langweilig - trotz der zum Teil wirklich witzigen Dialoge.
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goddess.pain 2010/05/11 21:37:13
Kommentar löschenSorry, aber einfach nur langweilig. Und wo ist bitte die Relevanz?? Prognose von 7 Punkten - ich glaube, so weit daneben lag moviepilot noch nie...
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Mr Lee 2010/04/19 23:51:01
Kommentar löschenCoffee and Cigarettes hat einfach Style!
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spyron 2010/04/25 13:57:14
Antwort löschenSo sieht's aus!
BigDi 2010/03/09 22:25:36
Kommentar löschenAmüsant: Renées Perfektionismus, Bill Murray als hoffnungsloser Koffeinsüchtiger und Steve Buscemi als Elvis-Mystifikator (auch wenn der Rest seiner Episode eher mittelmäßig ist). Melancholisch: Die ordentliche Schlussepisode und die belanglosen Gespräche zwischen Tom Waits und Iggy Popp. Schlecht: Die erste Episode mit einem unglaublich nichtssagenden Roberto Benigni. Langweilig: "No Problem" mit der viel zu stark auseinandergezogenen Pointe. Irgendwie sinnlos: Die beiden älteren Männer zwischendurch. Cate Blanchett ist in ihrer Doppelrolle gut, die Episode an sich nur mittelmäßig. Ganz okay auch die Tesla-Geschichte, bietet ein wenig Allgemeinwissen, weiß inhaltlich jedoch auch nicht länger zu beschäftigen. Was die stark schwankende Qualität etwas erträglicher macht, ist die grandiose Episode mit Alfred Molina und Steve Coogan, perfekt gespielt und wunderbar ehrlich. Für diese gibt es eine sehr gute Wertung, der Rest kommt im Gesamtbild eher im Mittelfeld an. Mal interessant, mal überhaupt nicht, im Endeffekt erreicht es einfach nicht die Stärke des Gesamtbilds von beispielsweise "Night On Earth". Vielleicht liegt das alles aber nur daran, dass ich weder Kaffe noch Zigaretten besonders mag. Aber alleine wegen "Molina vs. Coogan" sehenswert.
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Xebeche 2010/03/09 22:34:02
Antwort löschenNach dem zweiten Sehen hat sich meine Meinung noch einmal stark verbessert. Vielleicht siehst Du ihn ja auch noch mal...!? :)
Die Episode "Cousins?" (Molina/Coogan) fand ich übrigens auch am besten, neben "Cousins" (Blanchett).
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BigDi 2010/03/10 21:14:10
Antwort löschenIrgendwann bestimmt schon, aber dann werde ich wohl die langweiligen Episoden auslassen ;)
Jack_Torrance 2011/06/16 17:26:46
Antwort löschenBei den beiden älteren Männern zwischendurch zählt nur der Jarmush-Humor. Muss man mögen...
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