Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade - Kritik

Deadfall

US · 2012 · Laufzeit 94 Minuten · FSK 16 · Drama, Kriminalfilm, Thriller · Kinostart
  • 7 .5

    Cold Blood - Kein Ausweg. Keine Gnade. (OT: Deadfall) / US/FR / 2012 ist ein stimmungsvoller und melancholisch angehauchter Thriller mit einem namhaften Cast und eisiger Atmosphäre. Die Figuren sind sorgfältig entwickelt und die tragischen Verstrickungen spannend inszeniert und mit wohldosierten Gewaltspitzen garniert, die zwar hart und kompromisslos sind, aber weniger selbstzweckhaft. Dies macht COLD BLOOD - KEIN AUSWEG. KEINE GNADE. zu gelungener Genrekost in atemberaubender Winterlandschaft.

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    • 6

      semi-spannender Thriller (wirklich?) der im Schnee spielt und wahrscheinlich die Abgründe der menschlichen Seele ausleuchten soll - dazu fehlt aber leider einiges. Was nettes zwischendurch, der bei keinem der Darsteller viel Kraftaufwand hervorgerufen haben dürfte (außer beim Schneemannbauen).

      • 7 .5

        Klar hat der Film seine schwächen in Dialogen und Schauspieler-Auswahl.. trotzdem hat mich der Streifen sehr gefesselt..

        Fazit: unglaubliches Potential das nicht vollkommen ausgeschöpft wurde..

        • 7 .5
          hallidalli 25.03.2016, 14:15 Geändert 25.03.2016, 14:35

          Erstklassig aufgebauter, besetzter und somit stimmiger Film.

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          • 5 .5

            Hat ganz gute Ansätze die aber wieder verpuffen. In den letzten 20 Minuten wird es dann doch noch sehr spannend. Die Nebenrollen sind mit S.Spacek und K.Kristofferson stark besetzt.

            • 3

              Eric Bana (Addison), den ich in anderen Filmen gut finde, mimt hier den Bösewicht. Er versucht krampfhaft böse zu wirken und je mehr er das versucht, desto unnatürlicher wirkt er. Mich überzeugt er in dieser Rolle nicht.

              Von zwei Liebes-Szenen zwischen Liza und Jay, war eine überflüssig. Es hätte hier eine Bettszene genügt um deutlich zu machen, dass die beiden Charaktere möglicherweise Gefühle für einander entwickelt haben, zumal sie außerdem permanent darüber sprechen.

              Nach 60 Minuten kommt immer noch keine richtige Spannung auf und ich frage mich warum Olivia Wilde (Liza) jetzt einen Schneemann baut und hoffe der andere Schauspieler hört endlich auf von seiner Kindheit zu sprechen.

              Mir ist es total egal wie es weitergeht und ich schaue mir die letzte halbe Stunde bloß an, weil ich schon 60 Minuten durchgehalten habe.

              Aber hey, nachdem ich nichts mehr erwartet habe, waren die letzten 20 Minuten ganz in Ordnung. 20 passable Minuten und namenhafte Schauspieler reichen allerdings nicht aus um diesen schwachen Film bzw. das schwache Drehbuch aufzuwerten.

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              • 5

                Wenn Hollywood ruft, sagt man ungern nein: Es hat manchmal den Hauch einer Verlegenheitslösung, wenn ein relativ identitätsloser US-Film eines nichtamerikanischen Regisseurs auf dem Tableau landet, der Jahre zuvor noch mit einem Hit in Europa oder woanders sich einen Namen gemacht hat. Auch Stefan Ruzowitzkys "Cold Blood" gehört zu dieser schicksalsträchtigen Sorte, nachdem er mit "Die Fälscher" beeindrucken konnte. Ein kleiner, weil eher niedrig budgetierter Genrefilm, der Ruzowitzkys handwerkliches Geschick mit dessen kühlen Bildern an der winterlichen Grenze zu Kanada sicherlich in Szene setzen lässt, aber darüber hinaus mit seinem lahmen Drehbuch zu wenig von dem bieten kann, was einem längerfristig beschäftigen wird. Erzählt wird eine Geschichte dreier unterschiedlicher Familienkonstellationen, deren Erzählpfade lange parallel ablaufen, wo man jedoch schnell einen Ahnung davon hat, wie sich dieses Geflecht final auflösen wird. Hinter diesem teils illustrem Figurenkorsett verstecken sich zwar gute und namhafte Schauspieler dahinter (Bana, Spacek, Kristofferson, Mara), mir blieben die Motive einiger Charaktere aber viel zu holzhammermäßig ausgearbeitet - Vaterkomplexe hin oder her. Das mag zwar hier dem Fortgang des Plots dienen, aber der Glaubwürdigkeit hat es definitiv geschadet. Immerhin: Die frostige Thanksgiving-Atmosphäre und das speziell anfangs ordentliche Pacing kompensieren einiges. 08/15-Thrillerware bleibt's dennoch - wie es leider zu oft bei solchen Werken der Fall ist.

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                • 9

                  Der Österreicher Stefan Ruzowitzky hat bewiesen, dass Europäer knall harte Krimis drehen können, die höchsten Ansprüchen von jenseits des Atlantiks durchaus Genüge tun. Im Gegensatz zu der Fließbandware von ‘Drüben‘ wird hier in einem wunderschönen Winterfilm brutale Killerei mit einem packenden Familiendrama verknüpft und außerdem ganz unterschiedlich angelegte Handlungsstränge kongenial mit einander verbunden. Zwei konzentrische Kreise, die sich wellenartig ausbreiten.
                  Zwischen den einzelnen Pärchen gibt es diverse Beziehungen: alte und junge, in die Kreuz und in die Quer. Das ist sehr abwechslungsreich und spannend.
                  Die Geschwistergangster Addison (Eric Bana) und Liza (Olivia Wilde) sind auf der Flucht und landen beim Ehepaar Mills (Kris Kristofferson und Sissy Spacek). Auch deren Sohn Jay (Charlie Hunnam), gerade aus der Haft entlassen, kehrt heim und hat sich inzwischen in Liza verliebt.
                  Ein prekäres Thanksgiving für fünf kommt da zusammen. Hier wird die Gefahr der Situation mit feiner Ironie gewürzt.
                  Überhaupt gibt es neben den brutalen Killerszenen immer wieder sehr gefühlvolle ganz persönliche Momente, in denen auch der böseste Bösewicht Gutes tut oder mittels Retro seine schlimme Kindheit dargestellt wird.
                  Ganz abgesetzt von den direkt Involvierten ermittelt die Polizei. Hier bahnt sich ein tragisches Vater–Tochter Verhältnis an. Hanna (Kate Mara), die Tochter des Polizeichefs Becker (Treat Williams) will ihm beweisen, wie gut sie ist. Und das kostet Menschenleben. Sie wird unschuldig schuldig und beeindruckt vor allem durch ihre unverblümte Frische.
                  Am Ende kommt der deutsche Titel voll zum Tragen. Aber so ticken sie halt die Verbrecher. Sie sehen ‘keinen Ausweg‘ und kennen ‘keine Gnade‘, gehen über familiäre Bindungen hinaus. Klasse!

                  • 5 .5

                    Unterkültes, hartes Thriller-Drama unter dessen schneebedeckter Oberfläche ein Pulk von depressiven, traumatisierten, zornigen, verzweifelten und kriminellen Existenzen per Zufall zusammentreffen. Das alles ist recht gut inszeniert, mit einem überzeugendem Eric Bana, aber trotzdem bleibt alles nur ein kalter, plakativer Ansatz mit ziemlich magerem Ende, dem letztendlich die Tiefe fehlt.

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                    • 7

                      der film ist wirklich gut...

                      • 7

                        sehr spannend und sehenswert

                        • 7
                          RoboMaus 23.02.2016, 09:40 Geändert 23.02.2016, 09:41

                          Man sieht es diesem Thriller zunächst nicht an, weil er eher wie ein unterkühlter Road Trip im verschneiten Norden der USA wirkt, doch er entwickelt nach und nach ein Profil, in dem sich Story, Spannung und Härte steigern.

                          Eric Bana zieht sein Ding kompromisslos durch und hat leichtes Spiel mit der Polizei, die im eigenen Machotum gefangen ist und nicht erkennen will, dass die einzige Frau in ihren Reihen auf der richtigen Spur ist. Lieber nehmen sie ihr noch den Motorschlitten weg......und fahren Bana direkt in die Falle.

                          Leider verlässt der Plot zum Ende seine konsequente Schiene (SPOILER) - das Happy End passt hier überhaupt nicht. Bana hätte in einem Blutbad davonkommen müssen - nicht aus Sympathie, sondern weil es dramaturgisch die beste Option ist, nachdem die Polizei auch noch ihre einzige fähige Mitarbeiterin in der Falle von Bana erschossen hat (SPOILER ENDE).

                          Wohltuend anders.

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                          • 8

                            Brutaler, spannender und eiskalter Reißer mit Top-Besetzung. Sehr sehenswert!

                            • 8 .5

                              Eiskalter Thriller?! Ja, vielleicht. Vor allem ist dieser Film aber atmosphärisch dichtes Familiendrama vor der Kulisse tiefverschneiter amerikanischer Kleinstädte. Der Film enthält wenig Uebertreibungen und unrealistische "filmische" Verhaltensweisen, was ihm Authentizität verleiht. Negativ eigentlich einzig die dann und wann eingestreuten Klischees eines typisch amerikanischen Films.

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                              • 7 .5

                                Packender Thriller mit gefälligem Härtegrad und gut gezeichneten Charakteren vor eisiger Kulisse!!!
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                                'Deadfall' (OT) verfügt über ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Drama und Action, und teilt sich storytechnisch in mehrere kurzweilige und übersichtliche Handlungsstränge auf, welche im späteren Verlauf zusammenkommen!
                                Der Cast überzeugt durch die Kälte weg...besonders Eric Bana (Erlöse Uns Von Dem Bösen) und Charlie Hunnam (Hooligans) wissen zu gefallen!
                                ...
                                7,5 tödliche Kugeln für ein KALTBLÜTIGES Thanksgiving

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                                • 7 .5

                                  In Cold Blood treffen etliche Verlierer aufeinander. Die Schauspieler verkörpern ihre Rollen sehr glaubhaft und die Gewalt nimmt ihren Lauf. Sie kommt plötzlich und die Spannung wächst, denn eigentlich hätte man gerne einen Ausweg, weil man Sympathie empfindet. Doch das ist zu viel der Hoffnung: Alles läuft auf ein dramatisches Finale hinaus und die ganze Geschichte wird atmosphärisch dicht geschildert

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                                  • 4 .5

                                    Der Cast mit Spacek, Kristofferson und Bana macht eigentlich Hoffnung auf auserlesene Unterhaltung. Der Versuch, mit Schnee Atmosphäre zu schaffen ist andernorts schon mehrfach geglückt. Ruzowitzkys Versuch scheitert aber an schlechten Spezialeffekten und unglaubwürdigem Set. Zu allem Überfluss taucht die inzwischen sehr inflationär eingesetzte Mara auf und versucht sich in den Mittelpunkt zu spielen, während z.B. Spacek nur gefühlte drei Auftritte bekommt. Trotz recht stringenter Figurenentwicklung eiert die Story von einer vorhersehbaren Episode zur nächsten mit dem schon in der ersten halben Stunde klaren Schluss. Enttäuschend.

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                                    • 0 .5
                                      BrittaLeuchner 12.03.2015, 03:25 Geändert 02.04.2015, 20:12

                                      Ist hier wirklich niemandem aufgefallen, dass das Drehbuch, die Dialoge, die Klischees, das Schauspiel, einfach alles grottenschlecht waren? Hier werden Vergleiche mit Fargo gezogen, wird "pseudo"-kritisiert und debattiert z.B. darüber, dass irgendwelche Sexszenen zu freizügig gewesen wären, als ginge es um einen akzeptablen Film, der nur ein Problem mit der Altersbeschränkung hätte. Welcher Film? Welche Sexszenen? Ich musste mir bei den Kritiken wirklich die Augen wischen. Ist das euer Ernst? Merken wirklich so wenige die Unterschiede zwischen 2 qualitativ völlig grundverschiedenen Filmen, nur weil sie aus versehen im gleichen Setting oder der selben Jahreszeit spielen? Oder sind das Promo-Accounts, die versuchen eine Goldene Himbeere für den Fehlgriff zu vermeiden?

                                      Hallo-hoo!? Jemand zu Hause? Es hätte mich nicht gewundert, wenn Justin Bieber gleich um die Ecke gekommen wäre im Polizei-Outfit und alle gerettet hätte mit einem Thanks-Giving-Truthahn und dem Satz "Wir sind doch alle Kinder Gottes ..."

                                      Von der buchstäblich ersten Filmminute an merkt man das etwas Gewolltes nicht Gekonntes hier nicht stimmt: Der Film bietet seine schlecht ausgebauten Pseudo-Meta-Ebenen, die ihn novellieren sollen, auf einem dermaßen billigen Silbertablett von der Ramschkasse als Hors d'oeuvre an, dass einem gleich der Appetit vergeht. Das schlimme daran ist: es wird zu einer ungewollten Parodie auf bestimmte dramaturgische Kniffe, die in anderen Filmen durchaus wichtige Elemente der Erzählkunst darstellen, hier aber nur alles noch lächerlicher machen ...

                                      Und mal davon abgesehen, dass es mir egal wäre: Wo waren denn bitte freizügige Sexszenen? Das wäre ja wenigstens noch etwas, worüber man hätte streiten können. Der Film war einfach nur flach, vorhersehbar in jeder Sekunde, pseudo-dramatisch ohne Grund, einfach nur *fremdschämen*. Und selbst diese Kritik ist eigentlich schon zu viel. Über schlechte Filme und zu viel Sex oder Gewalt kann man wenigstens streiten, aber der Film hat nicht einmal das. Nichts außer Plattitüden.

                                      Jeder Konflikt wirkte total gestelzt und herbei gezwungen wie in einer Soap. Die Schauspieler rollten die Augen und runzelten ihre Stirnchen wie in einer Seifenoper oder Realityshow oder im Schultheater. Und wer diesen Film mit Fargo vergleicht, hat meiner Meinung nach das wahre Kunstwerk und die Subtilität hinter Fargo null verstanden. Ich konnte mir an den dramatischsten Stellen im Film das Lachen oft nicht verkneifen.

                                      Sie schaut ihm traurig mit wehendem Haar hinterher: "Was ist wenn du nicht anrufst?" - "Dann bin ich tot" ... *Facepalm*

                                      Ich wurde schon misstrauisch nach den ersten mit gepresstem Raunen gesprochenen Worten im Film, die wie Klischee-Werbesprüche aus dem OFF sich ins Auto verlagerten. "Was ist ein zu Hause? ... Ich weiß es nicht" Und bis zum Schluss hielt der Film stur an der Annahme fest, er sei ein dramatischer Film mit tieferem Sinn. Der aber gänzlich fehlte. Da nützt es auch nicht, dass jede Szene erklärt wurde, wie man es aus Telenova TV Szenen kennt. Das macht es wahrlich nicht besser.

                                      Ich habe immer darauf gewartet, dass gleich die "Switch" Einblendung kommt, die mich aufatmen lässt, dass das Ganze eine Verarschung von einer Sketch-Fernsehsendung war.

                                      Nicht eine einzige Szene war auch nur im Ansatz schlüssig, noch glaubhaft oder in irgendeiner erdenklichen Weise spannend. Kein Motiv logisch aufgebaut oder fesselnd an der Rolle oder der Figur angeknüpft oder in den Film eingearbeitet. Alles wirkt wie aus einem schlechten Werbefilm mit peinlichen Pseudo-Dialogen, die durch ihre schlecht gespielte Dramatik auch noch ungewollt zu Parodien ihrer selbst wurden:

                                      "Wo ist ihr Mann?" - "Er ist auf der Hirschjagd." - "Ist er bewaffnet?" ...

                                      Nein! Er ist Chuck Norris! - Ich bin raus ...

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                                      • 10

                                        Endlich wieder mal ein genialer Film, womit sich die am 26.9.2012 besuchte Sneak-Preview endlich mal wieder so richtig gelohnt hat,
                                        mit dem durchgehend spannenden und twistreichen Thriller,
                                        der zwangsläufig an Filme wie „FARGO“ erinnert

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                                        • 7 .5

                                          COLD BLOOD hat mich positiv überrascht.
                                          Die Geschichte, die eigentlich recht simpel ist, hat mir gut gefallen, der Cast war ansprechend und nun ja.... Charlie Hunnam hat sich ausgezogen! Scheint er gerne zu tun, aber man weiß ja schon seit QUEER AS FOLK, dass er ein Luder ist. ♥

                                          Aber Spaß beiseite... der Film hat mich richtig gut unterhalten, wobei ich mir allerdings den letzten Teil (das Zusammentreffen am Tisch) intensiver gewünscht hätte. Da wäre sicherlich mehr drin gewesen, denn da sind ja spannende Sachen ans Licht gekommen (die Sache mit dem Boxkampf, was es mit dem Namen Addison auf sich hat...).
                                          Dafür hätte man z.B. gut auf die Sache mit der Hütte verzichten können, bzw. diese Geschichte deutlich kürzer machen.

                                          Als Tipp zum Schluss: Die deutsche Synchro geht gar nicht...

                                          Charlie Hunnam gucke ich grundsätzlich im Originalton, weil seine Stimme für mich auf einer Stufe mit Fassbenders Haifischgrinsen und McAvoys Augenbrauen steht

                                          http://tinyurl.com/bhzd3zb ;-)

                                          Und bei dem Film war die Entscheidung mehr als richtig. Hab nachher mal in die Synchro reingehört und die ist echt daneben...

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                                          • 7 .5

                                            Mir hat "Cold Blood" bzw. "Deadfall" trotz recht hoher Erwartungen sehr gut gefallen. Er ist genau das was man haben will, wenn einem der Trailer gefallen hat: Ein recht spannender Thriller, teilweise ziemlich brutal und handwerklich schön gemacht. Über die tolle Besetzung (Kate Mara und Kris Kristofferson u.a.) kann man sich als Filmfan auch nur freuen. Dabei sticht vor allem Eric Bana hervor, welcher hier mal richtig gemein ist. Der Film hat außerdem ganz gute Figuren und Geschichten, welche sich dann im ordentlichen Finale überkreuzen. Am besten ist es jedoch gelungen die eisige Umgebung und Atmosphäre einzufangen, welche "Cold Blood- Kein Ausweg. Keine Gnade" sehr sehenswert macht. Zuletzt wirken die Motivationen einiger Figuren zwar etwas fragwürdig, doch in diesem Streifen hat man es auch ganz sicher mit "keinen Engeln" zu tun, wie es Eric Bana so schön sagte. Auch eine gewisse Coolness kann man dem Ganzen nicht abstreiten. Der Film hat was von einem Western im Schnee und lohnt sich für Thriller-Fans allemal.

                                            Fazit: Schnörkelloser Thriller mit guter Besetzung und eiskalter Atmosphäre.

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                                            • 3 .5

                                              Ein Film, der sich vom Klappentext her gut angehört hat, aber leider nur im Ansatz das hält, was er verspricht. Aber fangen wir mit dem Positiven an: Die Atmosphäre und Umgebung ist gut und zum Film passend, sodass man dem Streifen das düstere von Beginn an abnimmt. Das Ende rundet den Film gut ab und ist meiner Meinung nach das beste an dem Film, da hier auch in den letzen gut 15 Minuten Spannung dazu kommt. Wobei wir auch schon beim Negativen wären. Das Grundgerüst der Story ist spannend, doch irgendwie macht sich der Film die Spannung durch zu lange Phasen in denen nichts passiert selbst kaputt und wird dadurch an einigen Stellen fast schon langweilig, wodurch sich die 94 Minuten auch gut und gern wie 150 Minuten schauen, was natürlich Gift einen Film ist.
                                              Trotzdem gibt es für Atmosphäre, Ende und Grundidee bzw. "Story in zusammengefassten 30 Minuten" noch 3.5 Punkte.

                                              • 6

                                                Optisch erinnert "Cold Blood" doch ziemlich deutlich an "Fargo" oder Raimi's "A Simple Plan" und sieht darin wohl auch seine direkten Vorbilder. Denn auf dem Papier erinnert der Film, der sich offenbar so Einiges vorgenommen hat, doch ziemlich offensichtlich an diese beiden großartigen Streifen - nicht zuletzt wegen des eisigen Settings mit abgeschnittener Kleinstadtatmosphäre. Doch versagt der Film, sofern man den direkten Vergleich wagt, in so ziemlich jeder Disziplin. Wo bei "Fargo" der von Lokalkolorit geprägte Eigensinn der Charaktere eine charmante Skurrilität darstellte, so wirken die Charaktere hier einfach nicht zu Ende gedacht. Zudem wird so ziemlich jedes Klischee bedient, was dieses Genre hergibt: Vom gescheiterten Profiboxer bis hin zur nicht ernst genommenen Sherriffstochter, die selbst Polizistin ist und es erst einmal allen beweisen muss.
                                                Aber auch inszenatorisch sorgt der Film für Stirnrunzeln. Exemplarisch sei nur die seltsame Indianerszene genannt, die wohl, völlig aus dem Kontext gerissen, für eine gewisse Atmosphäre sorgen soll. Doch dies und der Umstand, dass Zufälle und ungewöhnliche Situationen (in denen die Coen-Brüder stets aufgehen) schlichtweg konstruiert wirken, macht den Film zu einer recht oberflächlichen Angelegenheit.
                                                Optisch jedenfalls passt so ziemlich alles und die namhafte Darstellerriege holt noch das Nötigste aus den platten Charakteren heraus, sodass sich der Film als Snack für zwischendurch durchaus eignet.

                                                • 7 .5

                                                  Kühler Thriller.
                                                  Wird nicht jedermanns Geschmack sein. Wer sich aber darauf einlassen kann, und mit subtiler Spannung zurecht kommt statt ständiger Action Szenen wird einen guten Film zu sehen bekommen

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                                                  • 3

                                                    Der Film zeigt wirklich keine Gnade und das sowohl mit den Menschen im Film, als auch mit den Zuschauern.
                                                    Denn die Gewalt beherrscht hier einige Szenen. Auch die sexuellen Darstellungen sind eher zügellos und sehr freizügig.
                                                    Was man aber sehr positiv erwähnen sollte, sind die winterlichen Kulissen und die düstere Atmosphäre, die sich wie ein Schleier um den ganzen Film legt.
                                                    Eric Bana war noch nie so kalt und kühl und die gute Olivia Wilde ist zwar wieder trés chic, aber leider nicht viel mehr.
                                                    Der "Hooligan" Charlie Hunnam spielt sehr intensiv und zeigt, meiner Meinung nach, die beste Performance.
                                                    Was soll man noch sagen???
                                                    Ich habe irgendwie den Ausweg, aus der Misere, auch nicht gefunden und somit war der Film eher enttäuschend und in meinen Augen auch sinnlos.
                                                    Wenigsten hatte er keine so lange Spielzeit, denn sonst hätte ich es wahrscheinlich kaum ertragen den zu Ende zu schauen.
                                                    Die Handlungsweise der Protagonisten und viele Dialoge im Film bereiteten mir eher Kopfschmerzen, anstelle von Unterhaltung und Vergnügen.
                                                    Wer seinen Kopf auf Stand-By schaltet und mit viel Gewalt und einer blöden Story zurecht kommt, der kann sich diesen Film ruhig ansehen, ansonsten Finger weg, sonst sind sie weg.

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