Colin - Die Reise des Zombie

Colin (2008), GB
Laufzeit 97 Minuten, FSK 18, Horrorfilm

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von Marc Price, mit Alastair Kirton und Daisy Aitkens

Colin wird von einem Zombie angefallen. Er überlebt die Attacke und mutiert nun zusehends selbst zum Zombie. Eine urbane Odyssee beginnt, Colin ist auf der Suche nach Nahrung. “Colin” ist mehr eine Versinnbildlichung des menschlichen Charakters als ein typischer Zombie-Splatter. Der Regisseur arbeitet nahezu ausschließlich mit Sound und visuellen Effekten. Anfangs ist Colin noch von moralischen Grundsätzen geplagt, doch mit fortschreitendem Zombie-Sein wird auch das weniger.


Cast & Crew


Kommentare (6) — Film: Colin - Die Reise des Zombie

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sikkmeidack

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Bewertung9.0Herausragend

Uppsie, na da verglimmt mir doch glatt die Zigarette ungeraucht und der Drink in der Hand wird schal. Subversives, low-budget-Kino mit sehr starkem Impact. Mittlerweile hat man die movement-sickness und die Wackelkamera-Optik überwunden… so dürfte das hier kein Problem sein, zumal die Authentizität dadurch tatsächlich enorm stark greift.
Es ist nicht nur eine neue Sichtweise des Genres, es ist für mich vielmehr auch eine Parabel auf das Andersartigsein.
Beklemmende Entfremdungen mit der Aussicht auf Nähe, ein Verloren gehen im Wahnsinn, das Erleben von Ausgrenzung und tief-menschliche, teilweise sentimentale Wünsche in Kombination mit innovativen Kamera- und Schnittskills, partiell übermäßig anschaulichen, schauspielerischen Momenten und einem fremdartigen Erleben, machen den Streifen sehenswert. Die Defizite, die mich davon abhalten den Film mit ner 10 zu bewerten, lasse ich mal außen vor.

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zuhart

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Bewertung3.0Schwach

die idee an sich ist ja mal gut. die sicht aus der anderen perspektive.
aber der film ist leider so schlecht aufgebaut, das man nur sehr schwer bis zum schluss durchhält. sehr billig!

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Seiyofira

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Bewertung3.5Schwach

Der Film spielt aus Sicht eines Mutierten, eines Zombies. Was ich dabei sehr schade fand, ist, dass man die Verwandlung nicht richtig mitbekommen hat. Klar, man hat gesehen, wie Colin sich anstrengt, dagegen zu halten usw jedoch hätte ein richtiger Einblick MICH jedenfalls besser angesprochen.
Für einen Zombiefilm in einer Großstadt waren mir zu wenige Zombies da... immer vereinzelt welche. Manche Stellen habe ich auch einfach nicht verstanden, bzw meine Gedanken wurden nicht bestätigt. Das Blut usw war meiner Meinung nach gut gemacht und die Eingeweide gehen auch für Low-Budget usw.
Der, der Colin spielte, hat wirklich den Zombie gelebt. Manche die aufgefressen wurden, sahen jedoch ein wenig anteilnahmslos aus.
Gute Einsicht in verschiedene Szenen, was bei so einer Zombie apokalypse passieren kann, welche Art Mensch ,was tut, usw.

An sich also: ein guter Film, jedoch mir persönlich zu viele negativen Dinge, die mir wichtig sind.

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Sozionaut

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Bewertung7.0Sehenswert

Für eine Low-Budget-Produktion eine sehr gute filmische Umsetzung einer eigenwilligen Intepretation aus dem Zombie Genre. Obwohl das Amateurhafte stets wahrnehmbar blieb, habe ich den Film bis zum Schluss genossen. Auf jeden Fall sehenswert.

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stuforcedyou

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Bewertung6.0Ganz gut

Für 5.000 Pfund kann man sich schon einiges gönnen. Wie wäre es mit einem Gebrauchtwagen oder einer schönen neuen Nase. Der Brite Marc Price hat für 5.000 Pfund einen Fiml gedreht, den Zombie-Horror „Colin“.

Bekannte Gesichter, große Effekte, eine saubere Optik? Nicht für 5.000 Pfund, aber Price gelingt es in den meisten Fällen die Amateuroptik für sich arbeiten zu lassen und findet immer wieder beeindruckende und stimmig Bilder voller Tristesse die dem Zombie-Drama gut zu Gesicht stehen. Dennoch kann „Colin“ letztlich nicht vollends überzeugen.

Die Geschichte ist gut gemeint, es fehlt ihr aber an wahren Höhepunkten. Die Laiendarsteller geben sich sichtlich Mühe und einige spielen auch überzeugend, aber immer wieder gibt es unfreiwillig komische Momente. Etwa wenn sich ein Überlebender mit zwei kleinen Töpfen gegen eine Horde von Untoten zur Wehr setzt. Vielleicht ist „Colin“ einfach zu frech darauf inszeniert den filmischen Zombiemythos neu zu definieren. Dabei folgt der Film keiner wirklich neuen Spur.

„Colin“ ist bei weitem kein Werk, das dass Potenzial zum Kultfilm hätte, aber trotz seiner Schwächen besitzt der Film allein durch seinen Amateur- und Hobbyfilmcharakter einen gewissen, schmutzigen, unorthodoxen Charme.

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Daemonik

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Bewertung9.0Herausragend

Marc Price beweist hier eindrucksvoll, dass man praktisch kein Geld braucht um richtig gute Filme zu drehen. Mit einem Budget von angeblich 50 Pfund liefert er einen Zombiefilm ab, der seinesgleichen sucht. Anders als wie so oft, wird hier die Geschichte komplett aus der Sicht des Zombies Colin erzählt. Kein Überlebenskampf einer Gruppe Menschen gegen die Zombiemassen, sondern einer eines Zombies in der grausamen Welt der Menschen. Es stellt sich die Frage, was den Menschen besser macht als den Zombie. Vom Instinkt getrieben streift Colin umher um seinen Hunger zu stillen, während die Menschen durch Bösartigkeit und Sadismus glänzen. Sind das die Attribute, die uns von Wesen niederer Intelligenz unterscheiden?
Sicherlich auch, allerdings wird auch die positivere Seite durch ein Zusammentreffen mit seiner Schwester thematisiert. Diese sieht ihn noch als ihren Bruder, er sie aber natürlich nur als potentielle Nahrung. Getrieben von Mitgefühl versucht sie ihm zu helfen, muss jedoch bald erkennen, dass sie die Person, die sie einst kannte und liebte, nie mehr zurückbekommen wird. Als Zuschauer kann man (vorrausgesetzt man lässt sich wirklich auf den Film ein) jederzeit mitfühlen, denn im Hinterkopf schwirrt immer der Gedanke, dass Colin schließlich mal ein Mensch war. Dieser ist zwar tot, aber wer weiß schon wieviel hinter dem unstillbarem Hunger nach Menschenfleisch noch von ihm übrig geblieben ist. Der düstere Score unterstützt außerdem hervorragend die bedrückende Atmosphäre.

Bisher hört sich das ganze eher nach einem Drama als nach einem Zombiefilm an und ohne Zweifel handelt es sich um eine tragische Geschichte, aber natürlich kommen auch Gorehounds auf ihre Kosten. Bei dem Budget könnte man davon ausgehen, dass die Effekte die Billigsten vom Billigen sind, aber weit gefehlt. Einige recht gut gemachte Fresszenen und Übergriffe auf die Zombies sind hier zu bestaunen (kein CGI-Mist).
Die weitgehend unbekannten Schauspielern agieren alle verhältnismäßig solide. Auf sprachlicher Ebene konnte sich jedoch niemand besonders auszeichnen, denn der Film kommt mit sehr wenigen Dialogen aus. Logisch; das Sprechen war ja noch nie des Zombies Stärke. Glücklicherweise ist es auch das Rennen nicht, denn wir haben es hier mit den klassischen schleichenden Zombies zu tun und nicht mit den blöden, neumodischen, Laufenden :-)

Mitreißendes Zombiedrama der Extraklasse. Für mich einer der Besten des Genres seit den ersten 3 Teilen der Romero-Reihe.

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