Comrades in Dreams - Leinwandfieber
Comrades in Dreams (2006), DE Laufzeit 106 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 03.01.2008
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Keine
von Uli Gaulke,
Sie leben tausende Kilometer von einander entfernt und verfolgen doch den gleichen Traum. In “COMRADES IN DREAMS” treffen wir auf Menschen, die das Kino zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. Da ist zum einen Han Jong Sil, die Nordkoreanerin mit ihrem hinreißenden Lächeln. Sie genießt das Leben und ist doch zwischen Propaganda, eigenen Träumen und Erneterträgen gefangen. Mit ihren Filmen will sie das Leben der Menschen verbessern. Verletzlich, einsam und von Sehnsucht erfüllt, leuchtet sie wie ein Komet im Meer des Gleichseins. Auch Penny Tefertiller, aus Wyoming, USA hat ihr Leben in den Dienst der Kommune gestellt. Sie hat sich vorgenommen, den Jugendlichen und den Einsamen, einen Haltepunkt zu geben. Sie lebt ebenso missionarisch ihren Traum vom Kino wie Han Jong Sil in Nordkorea, mit selbstloser Leidenschaft und Güte. Kraftstrotzend und selbstbewusst sind Lassane und seine Mitstreiter Luc und Zakaria aus Ouagadougou. Sie setzen alles daran, in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Erde, Kino zu machen. Dabei riskieren sie viel: Sie vernachlässigen ihre Familien und stürzen sich in wirtschaftliche Abenteuer. Und das alles nur, um einem heruntergekommenen Open-Air Kino neues Leben einzuhauchen. Für den Inder Anup dagegen läuft es vortrefflich. Sein Zeltkino platzt aus allen Nähten, wenn er die Hits aus der Region Maharashtra vorführt. Im Tempel gesegnete Filmrollen und ein Gespür für gute Filme haben ihn zum ungekrönten König der Wanderkinos gemacht. Das eigentliche Kino jedoch findet außerhalb der Säle statt. Mit großer Liebe für Details werden immer wieder die unterhaltsamen Geschichten rund um die Vergnügungstempel ausgekostet: Tränen für den großen Führer, Cowboys in der Kirche, Eifersüchtige Ehefrauen und wie die Titanic nach Nordkorea kommt sind nur einige der Anekdoten. Die verbindende Kraft der Träume lässt unsere Helden zu einander finden. Die große Suche nach dem kleinen Glück ist dabei ein ständiger Begleiter…
Sie leben tausende Kilometer von einander entfernt und verfolgen doch den gleichen Traum. In “COMRADES IN DREAMS” treffen wir auf Menschen, die das Kino zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. Da ist zum einen Han Jong Sil, die Nordkoreanerin mit ihrem hinreißenden Lächeln. Sie genießt das Leben und ist doch zwischen Propaganda, eigenen Träumen und Erneterträgen gefangen. Mit ihren Filmen will sie das Leben der Menschen verbessern. Verletzlich, einsam und von Sehnsucht erfüllt, leuchtet sie wie ein Komet im Meer des Gleichseins. Auch Penny Tefertiller, aus Wyoming, USA hat ihr Leben in den Dienst der Kommune gestellt. Sie hat sich vorgenommen, den Jugendlichen und den Einsamen, einen Haltepunkt zu geben. Sie lebt ebenso missionarisch ihren Traum vom Kino wie Han Jong Sil in Nordkorea, mit selbstloser Leidenschaft und Güte. Kraftstrotzend und selbstbewusst sind Lassane und seine Mitstreiter Luc und Zakaria aus Ouagadougou. Sie setzen alles daran, in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Erde, Kino zu machen. Dabei riskieren sie viel: Sie vernachlässigen ihre Familien und stürzen sich in wirtschaftliche Abenteuer. Und das alles nur, um einem heruntergekommenen Open-Air Kino neues Leben einzuhauchen. Für den Inder Anup dagegen läuft es vortrefflich. Sein Zeltkino platzt aus allen Nähten, wenn er die Hits aus der Region Maharashtra vorführt. Im Tempel gesegnete Filmrollen und ein Gespür für gute Filme haben ihn zum ungekrönten König der Wanderkinos gemacht. Das eigentliche Kino jedoch findet außerhalb der Säle statt. Mit großer Liebe für Details werden immer wieder die unterhaltsamen Geschichten rund um die Vergnügungstempel ausgekostet: Tränen für den großen Führer, Cowboys in der Kirche, Eifersüchtige Ehefrauen und wie die Titanic nach Nordkorea kommt sind nur einige der Anekdoten. Die verbindende Kraft der Träume lässt unsere Helden zu einander finden. Die große Suche nach dem kleinen Glück ist dabei ein ständiger Begleiter und erinnert daran, dass die besten Geschichten nicht nur auf der Leinwand zu finden sind.
Handlung
Anup Jagdale
Die Hälfte des Jahres fährt Anup mit seinem Zeltkino, zwei maroden Lastwagen, tonnenweise Eisenstangen, Zeltplanen und Tauen durch die Provinz des Bundesstaates Maharashtra. Der Mittzwanziger hat eigentlich einen Bachelor-Anschluss in BWL, doch die Leidenschaft für das Kino war größer als der Wunsch nach einem gesicherten Einkommen. Kurzerhand übernahm er das alte Zeltkino seines Vaters und machte sich mit einer handvoll Angestellten selbstständig. Jährlich fährt er nun von Dorf zu Dorf, segnet am Beginn jeder Saison in einem Tempel seine Filmrollen und begeistert die Landbevölkerung mit pathetischen Bollywood-Streifen. Seine Geschäfte laufen mittlerweile so gut, dass auch bekannte Persönlichkeiten ins Hinterland Indiens reisen, um in Anups Zeltkino Autogramme zu geben. Anups einzige Leidenschaft ist die Leinwand, da wird selbst die Suche nach einer Ehefrau zweitrangig. Eigentlich ein Bruch mit der Tradition, die Faszination ist aber größer. Da scheint es nur logisch, dass er die Vermittlungskünste der Schwägerin überlässt. An eine Liebesheirat glaubt Anup eh nicht. Sein großer Traum ist ein wirkliches Kino mit einem echten Vorführsaal.
Han Yong-Sil
Seit fast dreißig Jahren bedient Han Yong-Sil den Projektor in einer Veranstaltungshalle der Kooperative in Chongsan-Ri und ist in diesem Beruf wahrscheinlich die einzige Frau in ganz Korea. Jeden Tag verwandelt sie den Raum in ein Kino für die ortsansässigen Landarbeiter und fährt regelmäßig den langen Weg in die Hauptstadt Pyongyang, um neue Filme zu organisieren. Meist sind es klassische Propagandafilmchen, die sich mit den alltäglichen Problemen der Arbeitswelt auseinandersetzen und gern mal eine Bewässerungsanlage zur Hauptdarstellerin machen. Doch diese Propaganda ist für Han Yong-Sil nur Mittel zum Zweck. Geht es ihr doch hauptsächlich um das Vergnügen und um die berauschende Welt des Kinos. Als junges Mädchen wollte sie selbst einmal Schauspielerin werden, doch dann kam ein Kind und ein Ehemann dazu. Jetzt ist sie eben Genossin Filmvorführerin und ist auch irgendwie beim Film.
Lassane Badiel
Seine Leidenschaft für das Kino entwickelte Lassane schon in seiner Kindheit, denn früher wurde den Schülern jeden Samstag Vorführungen geboten. Als sich die staatliche Kinovereinigung Burkina Fasos dann aber irgendwann auflöste, fasste sich Lassane gemeinsam mit ein paar Freunden ein Herz und pachtete kurzentschlossen den örtlichen Kinosaal. Das „Emergence“-Kino hatte zwar kein Dach, dafür funktionierte der Projektor um so besser. Das Engagement der Freunde wird im Dorf begeistert aufgenommen, wissen doch viele Besucher, dass sie im Notfall auch mal ein Ticket zum halben Preis bekommen. Die Leidenschaft, den Besuchern internationale Kassenschlager zeigen zu können ist einfach größer, als der Wunsch nach dem schnellem Geld. Doch eines steht für Lassane, Luc und Zakaria fest: Irgendwann werden sie das Kino kaufen – auch wenn ihre Frauen diesen Wunsch nicht all zu sehr zu schätzen wissen.
Penny Tefertiller
Da ist Penny im US-Bundesstaat schon längst ein ganzes Stück weiter. Ihr gehört „The Flick“, ein kleines Kino mit Scheunen-Charme und moderner Popcorn-Maschine. Jeder im kleinen Städtchen Pig Piney kennt Penny und ihr kleines Kino, hat doch das trostlose Örtchen ausser endlosen Straßen und einer riesigen Wohnwagensiedlung nicht wirklich viel zu bieten. Früher war sie Angestellte in einer Bank, hat ihre Kinder großgezogen und hatte keine Ahnung von Projektoren und Filmrollen. Dann ging das Kino ihres Bruders pleite und sie übernahm es schließlich. Mittlerweile ist sie aber ein Routinier, egal ob gerade ein Actionfilm mit Brad Pitt oder die Titanic über die Leinwand flimmern – mit einem Lächeln meistert sie alle täglichen Probleme, regelt persönlich die telefonische Programmansage, bereitet das Popcorn zu oder steht hinter der Kinokasse.
WissenswertesWeiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet
Comrades in Dreams beim deutschen Verleiher Zorrofilm.de
Interview mit dem Regisseur auf Sueddeutsche.de
Interview mit Regisseur Uli Gaulke und Knut Elstermann
Quellen
Cast & Crew
-
Uli Gaulke
Regie
Schauspieler
-
Jeannette Eggert
-
Uli Gaulke
- Genre
- Dokumentarfilm
- Handlung
- Faszination, Film und Kino, Filmindustrie, Idealismus, Kino
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Comrades in Dreams - Leinwandfieber
Trailer zum Film Comrades in Dreams - Leinwandfieber
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Schauspieler und Filmemacher
Hassfilm von:
Links zum Film Comrades in Dreams - Leinwandfieber
- Comrades in Dreams - Leinwandfieber: critic.de

















Kritiken (1) — Film: Comrades in Dreams - Leinwandfieber
Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenTraum vom Kino heißt hier auch: Traum vom Kino mit einem Dach. Sie werden nicht davon lassen, genauso wenig wie ihre Kunden vom Hunger nach erstklassigem Entertainment. Genau das bietet auch Gaulke, Regisseur von "Havanna, mi amor" und früher selbst Filmvorführer im Kino International, mit dem Auge des Fachmanns und Fans.
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Kommentar — Film: Comrades in Dreams - Leinwandfieber
Kommentar schreibenfilmanzeiger 2008/01/15 02:06:02
Kommentar löschenDokumentation über sechs Kinomachern an vier verschiedenen Orten der Erde. Von Indien bis Burkina Faso, von Nordkorea bis in die USA geht die Reise, in der Regisseur Uli Gaulke behutsam kinobegeisterte Menschen portraitiert. Über alle Umstände hinweg haben sie sich ihren kleinen Traum vom eigenen Kino erfüllt und bewahrt. Gaulke gelingt es dabei wunderbar dem Zuschauer sowohl kulturellen Unterschiede im Kinogucken, als das Alltägliche jenseits des Vorführraums nahe zu bringen. Ein kleines Filmjuwel, dass seiner Heimat -dem Kino- huldigt.
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